Ausgabe 
4.3.1943
 
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Giehener Anzeiger

Der Führer.

fragen fertig zu werden.

Schwere Abwehrkämpfe bei Orel

Siege ertragen kann jeder Schwächling, Schick- falsfchläge aushatten, das können nur die Starken! Die Vorsehung gibt aber nur jenen den letzten und höchsten Preis, die es vermögen, mit Schicksals-

Der Wehrmachibericht.

DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 3. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gib! bekannt:

Der Feind griff den Kuban-Brückenkopf und die M i u s - S t e l 1 u n g an einigen Stellen erneut an. Lr wurde blutig abgewiefen.

Der deutsche Gegenangriff im Raum von 3 s j u m hat auf breiter Front den mittleren Donez erreicht. Auch ostwärts Slowjansk und im Raum nordwestlich Charkow stießen unsere Divisionen dem weichenden Feind nach, schnitten mehrere feind­liche Kräftegruppen ab und vernichteten sie. Wäh­rend südwestlich Orel der starke Druck des Feindes gegen unsere Front anhält, brachten deut­sche Infanterie- und Panzerdivisionen im Raum nordwestlich Orel eineu starken Angriff zum Stehen, zerschlugen die in das hauptkampffeld ein­gebundenen feindlichen Kräfte und warfen die So­wjets Unter Vernichtung von 16 schweren und schwer­sten Panzern wieder zurück.

Die Stadt Rschew wurde im Zuge planmäßiger Bewegungen zur Verkürzung der Front geräumt. Nachhuten, die die Stadt seit Tagen nur noch beseht

NSDAP. Seinen Män-n-em, denen er jedenzeit Ka­merad und Dorbild mar, wird er wie der national« soK'atiMchen Bewegung stets unvergessen bleiben.

Wir müssen mit ausdauenckienz Fleiß und mit höchster Präzision arbeiten, weil es die kämpfende Front von uns erwartet. Es gilt, aus unserem-Volk eine Leistungsgemeinschaft zu schmieden, die dem Führer und seinen Soldaten die besten Waffen in ausreichender Menge auf dem schnellsten Wege zur Verfügung stellt, damit Deutschland den Sieg über die Feinde jeder menschlichen Kultur erzwingen kann.

K. M.

Feindlicher Angriff gegen den Kuban-Brückenkops blutig abgewiesen

Stadt Wiesbaden ein,und empfing aus den Händen des Bürgermeisters eine Ehrengabe der Stadt aus der Staatlichen Porzellanmanufattur. Vor der Feier im Rathaus hatten die Leitung und Schüler der Riehl-Schule, der Städtischen Oberschule für Jungen, dem ehemaligen Schüler der Anstalt, Ferdinand Druschel, eine Feierstunde bereitet. Hier überbrachte der stellv. Kreisleiter Wagner die Grüße des Gauleiters. Im Rathaus wie in der Schule wies Major Druschel in seinen Dankesworten darauf hin, daß er nur seine Pflicht getan habe, wie jeder Sol­dat an der Front und jeder Mann in der Heimat.

Nach 46 Nachtjagdsiegen.

Berlin, 3. März. (DNB.) Hauptmann Ludwig Becker, einer unserer erfolgreichsten Nachtjäger, kehrte von einem Feindflug am gleichen Tage nicht mehr zurück, an dem ihm der Führer das Eichen­laub zum Ritterkreuz verliehen hatte. Er war als Sohn eines Regierungsbaumeisters 1911 in Dvrt- muTtd geboren, tzudierte an den Universitäten Ber­lin und Münster Jura und Volkswirtschaft und war in Münster Mitgründer der akademischen Flieger- gruppe und des SA.-Fliegersturmes. Er ging dann ganz zur Fliegerei über und war seit 1937 Segel- flughauptlehrer. Bis zum Kriege war er Einflieger und Fluglehrer bei der Fliegerhorst-Kommandantur Münster-Loddenheide, wurde dann bei der Luftwaffe zum Jagdflieger und Sturzkampfslieger ausgebildet und kam nach dem Frankreich-Feldzug zur Nacht­jagd. Nach seinem 30-Nachtjagdsieg am 1. Juli 1942 erhielt er das Ritterkreuz. Insgesamt hat er 46 Nachtjagdsiege errungen.

Eichenlaubiräger Eicke starb den Heldentod.

B e r l i n, 3. März. (DNB.) An der Ostfront starb am 26. Februar der Eichenlaub träger ^-Obergrup­penführer und General der Waffen--- Theodor Eicke als Kommandeur einer ^-Panzer-Grenadier- Di vision in vorderster Linie den Heldentod. Er war 1892 als Sohn eines Bahnbeamten in Hüdigen (Elsaß) geboren. Nach seiner Schulzeit wurde er Soldat. Bereits im Weltkrieg wurde er mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet. 1920 trat er in die Schutzpolizei ein und fand als Krimi­nalbeamter Verwendung. Seit 1930 widmete er sich ganz denl Dienst in der Schutzstaffel. Sein Werk war der Auibau der ---Totenkopf-Standarten. 1939 schuf er aus diesen Mrbänden eine Division der Waffen---. Im Dezember 1941 wurde ihm das Rit­terkreuz verliehen. Trotz schwerer Verwundung gab er damals die Führung der Division nicht aus der Hand, bis der Erfolg gewährleistet war. Im April 1942 erhielt er das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Er war auch Träger des Goldenen Ehrenzeichens der

Beveridge

und das jüdische Problem.

Vigo, 3.März. (DNB.) Sir William Beve- r i d g e riet in einer Rundfunkansprache den Anti- Achsenmächten dringend an, die gemeinsame Ver­antwortung dafür zu übernehmen, daß nach dem Kriege eine Dauerlösung des jüdischen Problems in Europa und in der ganzen Welt gefunden werde.

Der Rummel um densozialen Plan" in Eng­land, von Sir William Beveridge aus gebrütet und nach ihm benannt, ist noch in frischer Erinnerung. Dieses Mal sind es die Juden, für die er nach dem Kriege unbedingt etwas getan wisien will. Schließ­lich muß man sich ja den jüdischen Kriegseinpeit­schern gegenüber auch erkenntlich zeigen. Freilich handelt es sich im Augenblick nur um einen .drin­genden Rat", und dieser bezieht sich zudem auf die Zeit nach dem Krieg. Immerhin aber wird das Ju­dentum dies verständnisvoll zw Kenntnis nehmen.

hielten, lösten sich in der Nacht zpm 3. März nach Sprengung der Dotgabrücken unbemerkt vom Feinde.

An den übrigen Abschnitten des mittleren und nördlichen Teils der Ostfront verlief der Tag bei einzelnen örtlichen Angriffen im all­gemeinen ruhig. Anlagen der M u r m a n b a h n wurden von Sturzkampfflugzeugen nachhaltig zer- stört.

3m Monat Februar verloren die Sowjets 886 Flugzeuge, hiervon wurden 701 in Luft­kämpfen und 118 durch Flakartillerie der Cuffipaffe sowie 30 durch Truppen des Heeres abgefchoffen, die übrigen am Beben zerstört.

An der uordtunefifchen Front wurden trotz starken feindlichen Widerstandes weitere ört- i liche Erfolge erzielt. Die Luftwaffe bekämpfte Vat- fetieffeUungen und motorisierte Verbände des Fein- . des. Kampfflieger griffen den Hafen von Tri­ps t i s an. ,

Einzelne feindliche Störflugzeuge warfen in der ' vergangenen Nacht Bomben auf westdeutsche Orte. . Ein britisches Flugzeug wurde abgeschossen, zwei l weitere an der Kanalküste zum Absturz gebracht.

allstreets alte Rechnung.

Großbritannien hat in diesem Kriege seine größte Niederlage - in den!lSA. erlitten.-

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" Totaler Krieg fordert das Aufgebot der gesamten Nation.

Das Ziel unseres Seekrieges

Von Kapitän z. S. Mohr-Kitzeberg.

l-3. Jahrgang Nr. 53

Erscheint täglich, außer Lonntags und Feiertags

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Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle

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Monatlich.....RM.1.80

Zustellgebühr... -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrechanschluß 2251 DrahtanschriftAnzeiger" Postscheck 11686 Franks./M.

Major Druschel, den der Führer als ersten Schlachtflreger mit dem Eichetilaub m t t Schwertern .zum Ritterkreuz des Eisernen Kreu­zes ausgezeichnet hat, war in seiner Heimat Mittel­punkt zweier Ehrungen. Bürgermeister d^Ekar» ski empfing Maior Druschel im Festsaal des Rat­hauses. und beglückwünschte ihn zu seinen großen Erfolgen. Der Bürgermeister gab der Freude Aus­druck darüber, daß wieder ein Wiesbadener sich als leuchtendes Vorbild für die Jugend* bewährt hat. SJlajor Druschel trug sich in das Goldene Buch der

Spart Strom und Gas!

Ein Sonderbeauftragter für die Energieeinsparung.

Zum Sonderbeauftragten für die Energieeinspa­rung hat der Reichsminister für Bewaffnung und Munition den Leiter der Energisstelle beim Gene- rÄbeoollmächtigten für Rüstung und Rüstungsauf­gaben im Vierjahresplan, Dipl.-Jng. Seebauer berufen. Er hat auf eine weitgehende Einspa­rung von Strom und Gas hinzuwirken, be­sonders bei Behörden, Parteidienststellen und mili­tärischen Dienststellen. Deshalb kann er von diesen die Einsetzung von Energiespar-Beauftragten ver­langen, die nach seinen Richtlinien die Einsparung durchführen und überwachen. Für die übrigen Der­brauchergruppen bedient er sich, der ihm geeignet erscheinenden Organisationen.

Während von den Haushaltungen eine Strom- und Gasersparnis von 10 v. H. und von Haushaltungen mit mehr als 10 Zimmern eine solche von 20 v. H. verlangt wird, wurden für Be­hörden und D i e n st st e l l e n der Partei und der Wehrmacht sowie für Banken und private Verwaltungen eine mindestens 30prozentige Einsparung gegenüber dem Verbrauch im gleichen Zeitraum des Vorjahres angeordnet, um alle Energiereserven für unsere Rüstung zu mobilisieren. Wir werden daher wohl schon in kürzester Zeit mit

Stockholm, 3. März. (DNB.)Großbritan­nien hat in diesem Krieg seine größte Niederlage nicht in Frankreich, aus Kreta oder Malakka erlit­ten, sondern 1 n den U S A." Mit dieser Feststel­lung leitet der LondonerDaily Mirror" einen Ar­tikel über die englisch-amerikanischen Beziehungen ein. Als Sieger so erklärt das Blatt. sehe man jetzt in den USA. d i e Englandhasser und jene Leute, die aus materiellen Gründen dagegen arbeiteten, daß das britische Imperium diesen Krieg überlebe. Sie machten' kaum ein Hehl aus chren Absichten und sprächen es oft genug gaüz offen aus, daß sie Großbritannien nach dem Kriege demütigen möchten. Jedet in den USA. sehe England heute bereits als eine zweitrangige Macht an, die nur noch mit Pacht- und Leihlieferungen über Was- ser gehalten werden könne.

Churchill und Genossen haben also, auchDaily Mirror" Miß dies eingestehen, mit der Kampf­ansage gegen Deutschland eine Entwicklung ausge­löst, hie sich jetzt anschickt, mit der Urgewalt eines Naturereignisses über ihr einstiges Weltreich hin­wegzurollen. Immer deutlicher wird sichtbar, daß hinter den Versprechungen, mit denen Roosevelt seineFreunde" in London anzufeuern vermochte, nichts anderes steht als her Wille, auf den Trüm­mern des britischen Imperiums seine eigenen im­perialistischen Ziele zu verwirklichen. Die Berichte der in Europa stationierten USA.-Diplomaten lassen keinen Zweifel daran zu, daß Roosevelt diesen Krieg von langer Hand vorbereitet bat und Großbritan­nien immer tiefer in ihn verstrickte, um am Ende dessen Ekve anzutreten. Die Juden der Neuyorker

Wallstreet haben nicht vergessen, daß England chnen noch heute Berg? von Gold aus dem ver­gangenen Weltkrieg schuldet. Sie halten angesichts der immer offenkundiger zutage tretenden Schwäche­symptome und Verfallserscheinungen der einstigen brttischen Weltmacht hie Stunde für gekommen, mit ihren alten Gläubigern von damals nunmehr reinen Tisch zu machen. Erkenntnisse, wie sieDgily Mir­ror" heute aussprechen zu müssen glaubt, kommen längst zu spät. Die Entwicklung rollt über die ver­blendeten Kriegsurheber an der- Themse erbar­mungslos hinweg. Im Weißen Haus zu Washing­ton aber reibt man sich die Hände, in der Hoffnung, aus dem Untergang des britischen Imperiums, der von' Roosevelt vorsätzlich in die Wege geleitet wor­den ist, werde am Ende das von den Imperialisten der USA. proklamierteamerikanische Jahrhundert" erstehen.

Der europäische Krieg ist heute in ein Stadium getreten, in dem sich die zukünftigen Entwicklungen klar abzeichnen. Nachdem es der britisch-nordameri- kanischen Seemacht nicht gelungen ist, Europa nach dem im Kriege 1914/18 bewährten Muster der Fern­blockade zu bezwingen, da die Ächsenmächte dem europäischen Kontinent durch ihre Landmacht die Blockadefestigkeit erkämpft haben, hoffen die Geg­ner uns militärisch durch den Einbruch in den europäischen Festlandsraum besiegen zu können. Die erste dieser militärischen Operationen war die Landung in NoPdaffika mit dem weitrei­chenden strategischen Ziele, Europa vom Süden her aufzureißen. Wertere Einbruchsversuche an anderen Stellen werden ohne Zweifel versucht werden.

Die Vorbedingung zu militärischen Operationen dieser Art ist das Vorhandensein ausreichen­den Schiffsraums und volle Bewegungs­freiheit auf den Seewegen. Der größte Teil des Schiffsraumes von England und den Ver­einigten. Staaten wird aber heute für die unerläß­liche Versorgung der Britischen Inseln mit Rohstoffen und Lebensmitteln gebraucht. Für ihre Afrikaunternehmung haben unsere Gegner zwar unter Zurückhaltung aller dringlichen Wünsche für die eigene Versorgung diesen Schiffsraum noch frei machen können, doch können sie bei der ständig wachsenden Verknappung infolge des deutschen U- Boot-Krieges trotz Zusammenlegung und gemein­samer Verwertung im Schiffahrtspool weitere Ton­nage nicht mehr entbehren.

Gerade aus den Vereinigten Staaten hört man in letzter Zeit zahlreiche Stimmen über die Uner­trägliche Belastung, welche die Versorgung des bri-

B e r l i n, 3. März. (DNB.) In Noworossij s k führten Ueberschwemmungen und starke Regenfälle zur Einschränkung der Kämpfe. Das von den Bergen herabstürzende Wasser zwang die Bolschewisten, ihre Stellungen zu verlegen, so daß neue Vorstöße unter­blieben. Ein großes feindliches Schiff, das mit Ver­stärkungen an Bord den Landekopf der Sowjets anzusteuern versuchte, wurde südlich Kap Myschakow durch unsere Artillerie zum Abdrehen gezwungen. An der Miusfront steigerte sich das Feuer der feindlichen Artillerie, aber weder der schwere Be­schuß noch der Einsatz von Panzern konnte den in Bataillonsstärke angreifenden bolschewistischen Schüt­zen zu Erfolgen verhelfen. Bei den deutschen Gegen­angriffen im Raum von Jsjum, der nunmehr auf breiter Front den Donez erreicht hat, nahmen unsere im immer stärker verschlammten Gelände vordringenden Truppen eine Reihe von Ortschaften. Im Raum östlich Sslwajansk haben unsere Truppen mehrfach feindliche Kräfte umfassen und om Ausbrechen nach Norden hindern können. Bei der Abwehr verzweifelter bolschewistischer Versuche, sich der Umklammerung zu entziehen, wurden erneut neun Sowjetpanzer abgeschossen und vier weitere erbeutet. Nordwestlich Charkow machten die Angriffsbewegungen unserer Truppen ebenfalls wei­tere Fortschritte. Sie erreichten einen wichtigen Fluß­abschnitt und nahmen auch in diesem Raum, zum Teil nach harten Häuserkämpfen, eine größere An­zahl von Ortschaften. Im Zuge dieser Angriffe durch­brachen Unsere Heeresverbände die RückzugSbewe- gungen dtzs Feindes. '

Der von unseren Truppen n o r d w e st l l ch Drei zurückckgeschlagene feindliche Angriff, bei dem die Bolschewisten bis zu Divisionsstärke anstürmten, ist ein Teil der in diesem Raum seit 4. Februar an­dauernden Offensive des Feindes. Besonders erbit­terte Kämpfe hatte ein am Nordflügel eingesetztes deutsches Armeekorps zu bestehen, dem die Bolsche­wisten neun Divisionen, vier Panzerbrigaden, etwa 120 bis 150 Batterien, ein Minenwerferregiment mit etwa 30 Salvengeschützen und starke Luftwaffenver­bände entgegenwarsen. Den ersten, von zahlreichen Flugzeugen und Panzern unterstützten Angriff gegen dieses Korps am 22. Februar leiteten die So­wjets mit einem. Trommelfeuer von über 120 000 Schuß ein. Seitdem hat der Feind auf etwa 20 km Breite Tag für Tag, jedoch immer vergeblich, feine Massenangriffe vorgetrieben, um hier zum ^tzttchei- denden Durchbruch zu kommen. Ganze sowjetische Divisionen sind zerschlagen worden und viele Regi­menter auf die Kampfstärke schwacher Kompanien zusammengeschmolzen.

Wiesbaden ehrt den Maior Druschel.

tischen Jnselreiches für die britisch-nordamerikanische Seekriegführung bedeutet. Man beklagt sich nicht ohne Bitterkeit, daß mehr als die Hälfte des vorhandenen Schiffsraumes für diesen Zweck allein in Anspruch genommen wird, mehr noch darüber, daß erhebliche amerikanische Seestreitkräfte durch die Sicherung der gemeinsamen See- verbi ndungen ihren eigenllichen Aufgaben ent­zogen werden. Waren es früher nur dieWestern Äspproaches", die Gewässer um England, die gegen die Angriffe unserer Unterseeboote gesichert werden mußten, so ist es heute der ganze Atlantik, ja es sind darüber hinaus alle Weltmeere, die des Schutzes der Handelsschiffahrt bedürfen.

Sachverständige Kreise in England und den-Ver­einigten Staaten rechnen damit, daß England un­gefähr die Hälfte seiner Flottenstreitkräfte unmittel­bar und mittelbar für diese Aufgabe einsetzen muß, und daß die Vereinigten Staaten gezwungen wer­den, auch ihrerseits immer mehr Schiffe für bieten Zweck zur Verfügung zu stellen. Die Vereinigten Staaten aber mußten mit ihrer 'Ein--Ozecknflotte für die erstrebte Zwei-Ozeanflotte war nur erst das Bauprogramm aufgestellt wotde-n einen Krieg auf i/hren beiden Seefronten im Atlantik und im Pazifik führen.

Eine weitere, nicht piinber tief eingreifende An­zapfung des bereits verknappten Schiffsraumes wird durch die militärischen Operationen her­beigeführt. Die Tonnage, die hierfür in Anspruch genommen wird, ist nicht leicht zu schätzen, doch greift man wohl nicht zu hoch, wenn man sie mit 3 bis 4 Millionen BRT. einsetzt. Mit der Auswei­tung des Krieges, der Entstehung neuer Fronten

überall fühlbarer Verminderung, in erster Linie der Beleuchtung, zu rechnen haben. Dabei > werden alle öffentlichen Gebäude, Dienststellen und Behörden ein Vorbild für unsere häuslichen Energiesparbe- mühungen sein. Wir wollen Strom und Gas sparen und damit der Front helfen.

Oie presse als geistiges Kriegsinstrument

Eine Gaupressekonferenz in Frankfurt.

NSG. Das Gaupresseamt hatte die Hauptschrist- leiter der Presse des GaUes Hessen-Nassau am Mitt- wochnachmittag im Adölf-Hitler-Haus in Frankfurt zu einer Pressekonferenz versammelt, auf 6er ein umfassender Ueberblitf über den gegenwärtigen Stand der totalen Mobilisation aller zivilen Kräfte des Gaues gegeben wurde. Es sprachen zu diesem Thema der Gauwirtschaftsberater Gauamtsleiter Generaldirektor Avieny, der Präsident des Lan­desarbeitsamtes Hessen, Kretschmann, und die ©aufrauenmalterin der Deutschen Arbeitsfront, Fräulein Tripps. Die Referate, die eingehend die Durchführung und Problematik des Aufgabengebie­tes erörterten, brachten zum Ausdruck, daß die Be­völkerung des Gaues das Gebot der Stunde voll verstanden habe und die erforderlichen Maßnahmen, die vielfach mit unvermeidbaren Härten verbunden sind, mit Einsicht und Bereitwilligkeit begleite. Der Leiter des Gaupresseamtes, Oberbereichsleiter Haupt­schriftleiter Udermann, der die Konferenz lei­tete, gab der Presse anschließend fachliche Anwei­sungen für ihren Einsatz als polttische Willensbild­nerin und geistiges Kriegsinstrument der Nation.

vrühlsche UniverfitStrdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Sießen.^chvlftrahe 7-9

Fori mitattem Nebensächlichen.

Front und Heimat stehen jetzt im härtesten Ringen. Die Zeit äußerster Bewährung ist gekommen. Unter­schiede in den Pflichten darf es nicht mehr geben. Die Soldaten fordern alles von der Heimat, und das mit dem Recht derer, die die schwersten Opfer auf sich nehmen, damit unser Volk leben kann.

Alles, was unserer Arbeit hier in der Heimat noch hemmend im Wege steht, muß heute audge- schaltet sein. Die nebensächlichen Dinge des Alltags sind gegenüber dem Einsatz der Front bedeutungs­los geworden: die Angst vor neuen Aufgabengebie­ten, die Scheu, ungeübte Kräfte einzuarbeiten, die natürlidje Trägheit des Menschen, die noch vorhan­denen Reibungen im Arbeitsablauf, die kleinen Mißverständnisse zwischen den Arbeitskameraden. Fort damit in einer Zeit, die von uns allen das Höchste fordert!