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Gießener Anzeiger
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Das Dokument eines schlechten Gewissens.
LtGA.-Weißbuch sucht durch Geschichtsfälschungen dieKnegsschuldIroosevelts zu verschleiern.
General-Anzeiger für Oberhessen
(93. Jahrgang Nr. 2
EricbelM iügu cb, außer Sonntags und «-eiertag-
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Französische Versäumnisse.
Von unserem E. K.-Berichterstatter.
Vichy, im Dezember 1942.
Befriedigte Rückschau und hochgestimmte Hoss- nmlg, die sonst den Wechsel zweier Jahre zu begleiten pflegen, werden in Frankreich dem Fahre 1942 nicht den Abschied geben. Die Regierenden werden sich resigniert damit adfinden, daß ihr Weg die Station statt zur Besserung und Aufstieg in noch tieferes Dunkel geführt hat. An Erklärungen und Entschuldigungen dieser niederdrücken- Len Bilanz fehlt es den Franzosen nicht. Wollen sie den Dingen ehrlich auf den Grund gehen, so brauchen sie nur die vorjährige Neujahrsrede des Marschalls P 6 t a i n nachzulesen, deren markantester Satz, daß die nationale Revolution noch nicht sich aus Worten in Wirklichkeit verwandelt habe, sich wie ein roter Faden durch die Ereignisse dieses Jahres hinzieht. Nationale Revolution in diesem Sinne bedeutet Bruch mit der Vergangenheit, ihren Vorurteilen, falschen Freundschaften und törichten Illusionen.
Frankreich sieht sich dort, wohin es gehen wollte: Gegen alle bessere Einsicht hat es die einzig mögliche Politik der Eingliederung in das neue Europa durch schweigende Gleichgültigkeit und passiven Widerstand erschwert und damit die Ereignisse des Novembers möglich gemacht. Damals, vor einem Jahr, sah man diese unvermeidliche Entwicklung noch nicht oder wollte sie nicht sehen. Noch herrschte der „Attentismus", das Abwarten einer Nation, das sie vom Weltgeschehen völlig distanziert. Waren nicht das Ravitaillement und die Versorgung Sorge genug? Ließen sich nicht über die nationale Revolution schöne Bücher schreiben und noch schönere Reden halten?
Daß Frankreich auf neuen Wegen wandelte, sollte der Prozeß beweisen, der im Februar in Riom mit viel Feierlichkeit begann und schon in den ersten Apriltagen sine die vertagt wurde. Die Angeklagten, die im Sommer 1940 ein ganzes Volk verfluchte, stempelten die Generale zu den Schuldigen, diese ihrerseits beteuerten, ihre Theorien seien richtig gewesen, wenn man auch leider den Krieg verloren habe. Und so verlor der Prozeß jeden Sinn.
Wie ein plötzliches Erwachen wirkte daher die Verlautbarung eines Märztages, daß Marschall Petain und Laval im Walde von Randan zusammengetroffen seien. Was zwischen den beiden Männern damals besprochen wurde, ist niemals in die Oeffentlichkeit gedrungen. Aber Lavals Argumente wogen schwer genug, den Marschall zu überzeugen. Vjer Wochen später war die neue Regierung gebildet, an deren Spitze Laval, mit neuen Vollmachten ausgestattet, den Versuch unternahm, die Unterlassungen der Vergangenheit wieder gutzumachen und die Beziehungen zu Berlin neu zu knüpfen. Das ist ihm nicht leicht geworden. Laval hat Freunde, aber nicht das, was man in Frankreich eine Equiepe nennt, eine geschlossene Gruppe von unbeirrbar zuverlässigen Gefolgsmännern, die zum Charakter auch die Fähigkeit mitbringen, nach der Machtübernahme ihres Chefs auf den verschiedensten Posten ihren Mann zu stehen. Die Personenwahl hat dem Regierungschef mehr Zeit und Mühe gekostet, als manchmal im Interesse Frankreichs lag. Die fehlgeleitete öffentliche Meinung gab den anderen Hemmschuh ab und nicht zuletzt wurden hoffnungsvolle Ansätze, wie sie sich z. B. in der Krieqs- gefangenenfrage gezeigt hatten, durch Zwischenfälle — wie die Flucht des Generals Giraud — abgebrochen.
Pierre Laval hat mehrmals ausgesprochen, daß er den deutschen Sieg wünsche, weil er in ihm die einzige Garantie gegen einen Sieg des Bolschewismus erblicke. .Folgerichtig zielt seine Politik darauf ab, das Land in die europäische Front einzuqlie- dern, in die es seiner ganzen nationalen Substanz nach gehört. Der Beitrag, den Laval in diesem Jahre leisten konnte, beschränkte sich auf die Mitwirkung der französischen Arbeiterschaft. So steht seit dem Sommer die Ablösung der Kriegsgefangenen durch freiwillige Arbeiter für Deutschland im Vordergrund. Auch hier bedurfte es der unverdrossenen Zähigkeit Lavals, um in der Oeffentlichkeit Verständnis und Gefolgschaft zu finden.
So ist die Ablösung jetzt nach vielen Wochen in Gang gekommen. Noch verharrten die Franzosen in ihrer Reserve. Nicht einmal der englische Angriff auf Madagaskar, das Schicksal der französischen Schiffe im Hafen von Alexandria, die Vorgänge auf Martinique dienten ihnen als Warnung und Hinweis dafür, was Frankreich von der Gegenseite zu erwarten habe. Der gedankenlos im ausländischen Rundfunk genährte und von Tausenden falschen Gerüchten aufgestachelte Optimismus erlitt erst einen Stoß, als im November der angelsächsische Angriff auf Nordafrika begann, der Verrat der führenden Persönlichkeiten offenbar wurde und sich damit her- ausstellte. daß die Franzosen durch eigenes Zutun und Gewährenlassen eine Situation heraufbeschworen hatten, die sich kaum mit den schlimmsten Zeiten ihrer Geschichte vergleichen läßt.
Das einzige Positivum, das Frankreich in diesem Augenblick vorzuweisen hat, ist der Mut, mit dem Laval — gestützt auf die Autorität Petains — die Notwendigkeiten der Stunde ins Auge faßt. In der allgemeinen Direktionslosigkeit geht er von neuem ans Werk. Frankreich und mit ihm Europa — denn beide gehören zusammen und beide haben nur ein Interesse — werden ihm wünschen, daß es ihm im neuen Jahre gelingen möge, sich die Erfahrungen der Vergangenheit zunutze zu machen.
De Gaulle in Washinalon un-rmünschi.
Stockholm, 2. Jan. (Europapreß.) Die Resse de Gaulles nach Washington soll nunmehr bis in den Februar verschoben worden sein, berichtet der Londoner Korrespondent von „Allehonda". Es soll auch nicht mehr beabsichtigt sein, daß de Gaulle vorher mit General Giraud zusammentrifft. Der Grund für diese erneute Aenderung der Pläne soll der Umstapd sein, daß zwischen de Gaulle und seinen Anhängern sowie dem nordmnerikanischen Staats- devartement hinsichtlich der künftigen Zusammenarbeit der vcr-
Berlin, 3. Jan. (DNB.) Roosevelt muß sich am 6. Januar vor dem USA.-Kongreß das erstemal nach den Neuwahlen des vergangenen Jahres stellen. Um der wegen seiner Mißerfolge zu erwartenden Kritik an seiner Politik den Wind aus den Segeln zu nehmen, unterbreitet er nun der Welt ein Weißbuch, in dem er die Kriegsschuldfrage aufrollt und mit erlogenen und fadenscheinigen Argumenten und Tricks sich und seine jüdischen Hintermänner von der verbrecherischen Schuld an dem heute in der Welt tobenden Kriege reinzuwaschen sucht.
So läßt er in diesem Weißbuch, indem die geschichtlichen Tatsachen rundweg aus den Kopf gestellt werden, seinen Außenminister Hüll erklären, )aß das schicksalsreiche Jahrzehnt seinen Stempel durch die rücksichtslose Entwicklung einer Politik der Weltbeherrschung durch Japan, Deutschland und Italien erhalten habe, während die USA. sich lediglich der Förderung des Friedens und der Ordnung der Welt befleißigt hätten. „1939 wurden fast alle Völker Europas in den Krieg hineingezogen", heißt es weiter. Wie das geschah, wird wohlweislich nicht näher erörtert, wie überhaupt die Tätigkeit Roosevelts in dem Weißbuch mit verdächtigem Stillschweigen übergangen wird. Gerade diese Tätigkeit beweist aber, wie der Krieg zustande kam und wie Roosevelt schuld daran hat, daß er sich zu einem Weltbrand entwickelte. In dem Weißbuch wird Deutschland zum Vorwurf gemacht, daß es nach endlosem Worten endlich auch für sich das Recht in Anspruch nahm, Waffen zu führen, daß es die „demilitarisierte Zone befestigte", also seine eigenen Grenzen in seinen Schutz nahm und daß es der Genfer Liga den Rücken kehrte, während Roosevelt gerade dabei gewesen sei, die Abschaffung von Offensivwaffen anzuregen. Mit keinem Wort ist ober die Rede davon, daß Roosevelt, um von seinen Mißerfolgen auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet abzulenken, systematisch zum Kriege hetzte
Drei Tage vor der Botschaft, in der Roosevelt von dem Kongreß weitere schwere Opfer an Steuerlasten wird fordern müssen, veröffentlicht er seine Dokumente, die darlegen sollen, daß er keine Verantwortung für den Krieg und damit für die schweren Niederlagen und die schweren Opfer trägt. Der Zweck dieses Weißbuches ist also ganz klar. Es ist verfaßt, weil Roosevelt nicht wagt, am 6. 1. die schweren Opfer, z. B. die Einziehung von weiteren Millionen Soldaten, die Senkung des Lebensstandards durch Lebensmittelverringerung und die Erhöhung der finanziellen Steuerlasten und damit die astronomische Erhöhung der USA.-Staütsschuld bekanntzugeben, weil er dem USV.-Volk gegenüber ein schlechtes Gewissen hat und weiß, daß ihm dieses Volk nicht mehr glaubt, das ihn nur gewählt hat auf Grund eines Versprechens, es nicht in den Krieg zu führen und keine USA.-Boys in fremde Erde unterpflügen zu lassen, und schließlich, weil er nur militärische Niederlagen, ein schlecht funktionierendes Rüstungsprogramm und eine katastrophale Wirtschaftslage mit dem Gespenst der Inflation bekanntgeben muß.
Vor einigen Wochen hat das Buch des ehemaligen USA.-Botfchafters in Tokio, Grew, „Reports from Tokio“ im amerikanischen Volk eine außerordentliche Erregung hervorgerufen und vielen Amerikanern die Gewißheit gegeben, daß Roosevelt das amerikanische Volk hinsichtlich der japanisch-amerikanischen Politik hinters Licht geführt hat
schiedenen französischen Gruppen herrschen. „Daily Expreß" läßt sich aus Washington melden, man sei sich dort noch nicht darüber klar, ob de Gaulle General Giraud als Leiter der „vereinigten gegen die Achsenmächte gerichteten Front" anerkenne. Solange man hierüber in Washington keine Gewißheit habe, sei ein de-Gaulle-Besuch in Washington unerwünscht.
LlGA.-Lntngen gegen EnglandimRahenOsten
Rom, 2. Jan. (Europapreß.) Der Vertreter des „Popolo di Roma" in Istanbul berichtet, daß der neuernannte USA.-Generalkonsul in Aegypten, George Wads worth, der in Italien gut bekannt ist, da er bis zum 1. Dezember 1941 USA.-Geschäftsträger in Rom war, den Auftrag hat, in Syrien und Libanon die Vorherrschaft der
Lissabon, 3. Jan. (Europapreß.) Ein Blick in die Londoner Neujahrspresse zeigt, daß ein neues politisches Stadium in Nordafrika entbrannt zu sein scheint und selbst die Ermordung Sarians oder die Ernennung MacMillans zum Vertreter der britischer Interessen dort nicht dazu beitragen konnten, die Meinungsverschiedenheiten zwischen England und den USA. über die Rolle Girauds zu beseitigen. „News Chronicle" schreibt, die Verhaftungen die Giraud in Nordafrika fjabe vornehmen lassen, hätten in London nur Mißfallen und Beunruhigung auslösen müssen, zumal auch england- freundliche Persönlichkeiten von dem französischen General hinter Schloß und Riegel gesetzt worden seien. Zum Hauptstreitapfel sei die Haltung der französischen Bevölkerung Nordafrikas *«nh des iranzösis'-''^ ^-imatlandes qemorben, die üerjujubciiauig V-. — , d de Gaulle glaubte.
und das USA.-Dolk Schritt für Schritt in diesen Krieg hineingetrieben hat. Er griff in die europäische Politik ein, um friedliche Regelungen mit allen Mitteln zu verhindern. Polen und Frankreich wurden aufgehetzt, und der englischen Regierung wurde sogar gedroht, Roosevelt werde ihr Daumenschrauben ansetzen, wenn sie sich mit Deutschland etwa gütlich einigen wollte.
In dem Weißbuch beklagt Roosevelt sich darüber, daß der „schrittweise Weg der USA." indie „vor- d erste Frontlinie" so viel Mühe gemacht habe, weil das Waffenausfuhrverbot auf der „trügerischen Auffassung gegründet war, daß der Eintritt der USA. in den ersten Weltkrieg durch den Verkauf von Waffen an die Kriegführenden bedingt wurde". Diese „trügerische Auffassung" ist das Ergebnis einer eingehenden Untersuchung des USA.-Parlaments, das die jüdisch-geschäftlichen Hintergründe der Teilnahme der Vereinigten Staaten an dem Kriege 1914/18 vor aller Oeffentlichkeit enthüllte. Die Folgerung, die das USA.-Dolk aus dieser Erkenntnis zog, hat Roosevelt, wie er in seinem Weißbuch selbst eingesteht, in den Wind geschlagen. Welche Politik der „guten Nachbarschaf t", von der Hüll zu sprechen wagt, Roosevelt in den letzten zehn Jahren getrieben hat, beweisen die Eroberungszüge nach Südamerika, kreuz und quer durch das britische Weltreich und der Raubüberfall auf Französisch- Afrika. Die Zustände, die die USA.-Machthaber hier heraufbeschworen haben, sind ein Ausdruck für die „Ordnung", die Roosevelt und seine Hintermänner der ganzen Welt bescheren wollen. Wie wenig sie mit Freiheit und Ordnung zu tun haben, von denen auch in dem Weißbuch wieder als den angeblichen „Prinzipien" die Rede ist, beweist schon die Tatsache, daß er sich zur Verwirklichung oieser Prinzipien mit Londoner Machthabern, den jahrhunderte langen Unterdrückern zahlreicher Völker, und mit dem Bolschewismus, der blutigsten Diktatur aller Zeiten, verbündete.
und den Kriegsausbruch mit Japan und damit mit den Dreierpaktmächten durch feine Politik direkt verschuldet hat. Das amerikanische Volk stellte die Frage: Wenn Japan militärisch und geistig so stark ist, wie der Botschafter in seinem Buch schreibt, und wie er offenbar während seiner dortigen Tätigkeit seiner Regierung berichtete, so ist es unvorstellbar, warum diese Berichte dem amerikanischen Volke vorenthalten wurden, und warum Roosevelt angesichts dieser Tatsachen seinen Politikern und Admirälen erlaubte, Japan ständig zu provozieren und z. B. von seiner Zertrümmerung in 90 Tagen zu prophezeien? Wenn ferner Roosevelt aus den Berichten seines Botschafters wußte, daß Japan militärisch so stark war, warum hat er dann durch seine Politik der wirsschaftlichen Erdrosselung Japans und der ultimativen politischen und militärischen Forderungen dieses zu der einzigen Antwort getrieben, die einem Volk von Ehre blieb, nämlich zur militärischen Gegenwehr? Es besteht kein Zweifel, daß diese Enthüllungen des ehemaligen USA.-Botschas- ters in Tokio die wachsende Kritik an Roosevelt und das Mißtrauen des USA.-Volkes an seinem Präsidenten beträchtlich verstärkt haben. Dieses wachsende Mißtrauen und der Unglaube des amerikanischen Volkes an seine Führung sowie die von dem bevorstehenden Kongreß zu erwartende Kritik sind der taktische Grund für die Veröffentlichung des Weißbuches.
Eine sachliche Widerlegung der einzelnen Fest-
Engländer zu bekämpfen und den englischen General S p e a r s beiseite zu schieben. Er ist auch beauftragt worden, in Damaskus eine Gesandtschaft der USA aufzumachen. In P a l ä st in a spielen die USA. die Juden gegen England aus. Als die jüdischen Freiwilligen-Bataillone sich weigerten, die unter ihnen verteilten Uniformen anzuziehen, weil sie fürchteten, daß man sie nur einkleide, um sie an die nordafrikanische Front zu schicken, wandten sie sich an die USA. mit der Bitte um Vermittlung. Die Nordamerikaner höben ihnen daraufhin garantiert, daß man sie nicht an die Front schicken werde. Dadurch ist England die freie Verfügung über die jüdischen Truppen für die nordamerikanische Front genommen worden. Um die Finanzen I r a n s in die Hand zu bekommen und England auch dort auszuschalten, kommt nach Teheran eine große Abordnung von nordamerikanischen Finanzsachverständigen unter Leitung von Arthur C. M i l l s p a i g h , der Iran seit 1922 gut kennt.
in Nordafrika mit einer linksradikalen ranzösischen Anhängerschaft rechnen zu können, habe sich heraus- gestellt, daß Nordafrika nach dem Faschismus tendiere. Der neue englische Nordafrika-Minister müsse sich sofort in seinen Wirkungsbereich begeben, denn nach allen Berichten aus Algier, seien in Nordafrika vichifreundliche Leute und Anti-Gaullisten mit den Nordamerikanern zusammen am Werk. Jedenfalls sei die Hoffnung auf eine Einigung und Zusammenfassung aller französischen Stteitkräfte geschwunden.
Vor einer überoptimistischen Einschätzung der militärischen Lage Englands und feiner Verbündeten warnt auch die „Daily Mail". Man dürfe nicht übersehen, so schreibt das Blatt, daß die vermeintlichen militärischen Erfolge recht jungen Datums seien. Im ganzen gesehen, sei das verflossene Jahr ein füt die Verbündeten schlechtes Kriegsjahr gewesen. Der .Gegner befinde M überall in außer-
fteUungen dieses Weißbuches erübrigt sich. Die willkürliche Zusammenstellung von fragwürdigen Dokumenten von 10 Jahren nimmt der Veröffentlichung von vornherein den Wert eines dokumentarischen Beweises. Die angezogenen Quellen können in keiner Weise die Dokumente widerlegen, die die Kriegsschuld Roosevelts beweisen. Der Handelsattache an der Berliner USA.-Botschaft, Miller, der uns nach seinem menschlichen und politischen Format zur Genüge bekannt ist, ist mit seinen fragwürdigen Feuilletons, aus denen Roosevelt seine politische Erkenntnis schöpft, nicht in der Lage, jene klaren. Feststellungen aus der Welt zu schaffen, die der polnische Botschafter in Washington, P o t o ck i, in seinem Bericht vom 16. Januar 1939 an seinen Außenminister über seine Unterredung mit dem Botschafter Bulli11 mitteilt. Das Weißbuch des deutschem Auswärtigen Amtes vom Jahre 1940 gibt diesen Bericht wieder, in dem es u. a. heißt: „Der Inhalt der Direktiven, die Bullitt von Roosevelt mit nach Paris bekam, ist 1. Eine Belebung der Außenpolitik unter Führung des Präsidenten Roosevelt, der scharf und unzweideutig die totalitären Staaten verurteilt. 2. Die Kriegsvorbereitungen der Vereinigten Staaten, die in beschleunigtem Tempo durchgeführt werden und die kolossale Summe von Dollar 1 250 000 000 verschlingen. 3. Die entschiedene Ansicht des Präsidenten, daß Frankreich und England jeder Kompromißpolitik mit den Totalstaaten ein Ende machen müssen. Sie sollen auf keine Diskussion mit ihnen eingehen, die irgendwelche Gebietsveränderungen bezwecken. 4. Eine moralische Versicherung, daß die Vereinigten Staaten die Jsolie« rungspolitik verlassen und bereit sind, im Falle eines Krieges aktiv auf feiten Englands und Frankreichs einzugreifen. Amerika ist bereit, fein ganzes Material an Finanzen und Rohstoffen zu ihrer Verfügung zu stellen ...
Lückenlos ließe sich das methodisch schlechte und in feiner Argmentation undokumentarische Dertei- dlgungsmachwerk Roosevelts Punkt für Punkt widerlegen. Lückenlos kann man den Beweis erbringen, daß Roosevelt in seiner zehnjährigen Außenpolitik nicht eine Politik der guten Nachbarschaft, nicht eine Politik der Befriedung, sondern eine Politik der Einmischung, einer Politik des Krieges und Aggression betrieben hat. Wahr ist — was Herr Roosevelt in seinem Weißbuch eingestehen muß —, daß er den Isolationismus und die traditionelle Neuttalitätspolitik der USA., die ihre innere Berechtigung aus den Folgen des ersten Weltkrieges neu erhalten hatte, planmäßig bekämpfte und die USA.-Oeffentlichkeit mit feiner jüdischen Kriegspropaganda zum willenlosen Objekt seiner Aggressions- und Kriegspolitik machte. Keine Beschönigung kann diese Tatsache aus der Welt schaffen. In seinem Weißbuch hat Ryosevelt kein Argument gebracht, das diese Tatsache entschuldigen könnte.
So wird diese schlechte Verteidigungsschrift eines schlechten Politikers und seiner schlechten Sache zu einer neuen Anklage gegen den Verfasser. Die Geschichte hat den Beweis erbracht, daß dis These Roosevelts, die Dreierpaktmächte hätten die Absicht, die westliche Hemisphäre anzugreifen, falsch war. Dafür haben die letzten Wochen den Beweis erbracht, daß die These Deutschlands, daß Roose« velt die Absicht habe, sich in die europäischen Dings einzumischen und Europa anzugreif en^ richtig war. Roosevelts schlechtes Weißbuch vermag an dem Urteil nichts mehr zu ändern, das die Geschichte über ihn fällen wird: Die Schuld am zweiten Weltkrieg trug Roosevelt.
ordentlich starken Stellungen und verfuge nach wie! vor über sehr schlagkräftige Armeen. Die sowjett« schen Vorstöße hätten nichts erreicht. Bisher hätten Die Deutschen nur zu ihrem eigenen Vorteil ihre Frontlinie verändert. In Tunis st ehe es schlecht. Was sich England und die USA. dort an militärischen Operationen leisteten, sei enttäuschend. Noch finsterer sehe es aber i m Seekrieg aus. Man sei von einer Ban nun g der U-Boot-Gefahr noch weit entfernt. Im Gegenteil: die deutsche U-Boot-Offensive nehme unentwegt neue Formen an. Solange es aber England und seinen Bundesgenossen nicht gelinge, mit den feindlichen U-Booten fertig zu werden, leide jede ihrer militärischen Operationen unter der Schiffs« r a u m n o t.
Die entscheidende Bedeutung des Ll-Boot-Kneges.
Ein italienischer Admiral über „die strategische Erbschaft des Jahres 1942"
Rom, 3. Jan. (DNB.) Europa ist bereit, jede Herausforderung anzunehmen, und ist fähig, neue unerwartete Schläge auszuteilen, stellte Admiral Senator Romeo Bernotti in einem Rundfunkkommentar über das Thema "Die strategischr Erbschaft des Jahres 1942" feft Der Admiral unterstrich die große Bedeutung des U-Boot-Krieges für das Kriegsgeschehen. Der Feind habe mindestens insgesamt 12 Millionen Tonnen Schiffsraum, d. h. seit Kriegsbeginn 27 Millionen Tonnen Schiffsraum verlor en. Nirgends sei es dem Gegner gelungen, die Herrschaft auf den Meeren zu erringen; selbst im Mittelmeer müsse sich deo Feind darauf beschränken, dem Nachschubverkehv der Achse nach Nordafrika Schwierigkeiten zu bereiten, während er von den deutschen und italieni- schen Streitkräften gezwungen werde, die Versorgung seines östlichen Kampfabschnittes im Mitteh meer über den großen Umweg um das Kap de-
Die schlechte Verteidigung einer schlechten Sache.
Aordasrika das Sorgenkind Englands.


