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(95. Jahrgang Nr. 52
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Gießener Familienblätter Heimat imBild DieSchotte
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GiehenerAnzeiger
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ganz etwas anderes vorgestellt. Sie
Das „Wettblatt" Neuyorks ist die „New York
nester.
Das Eichenlaub.
fernen Kreuzes.
IMr harter Witte meistert das Schicksal.
Gelbstbewußtsein am Arbeitsplatz.
„Was durchaus gethan werden muh. das kann auch gethan werden, eben well es gethan werden muh. Sonst lögen Vernunft und Gewissen, oder Gott löge. Bei dem Kleinen und Mittelmäßigen darf man von Rücksichten sprechen und vSn unübersteigtichen Hindernisten; bei dem Höchsten und Gröhten muh alles übersteiglich und überwindlich feyn, weil es immer
Materialverlusten anrannten, wurde von den denl- schen Truppen planrnähig geräumt.
Die feit langem vorberestete Zurücknahme der deutschen Linien erfolgse Schritt für Schritt, nachdem sämtliches Gerät und alle Waffen rechtzeitig zurückgeführt waren. Die Räumung selbst vollzog sich ohne Behinderung durch den Gegner.
An der nordtunesischen Front machten die deutsch-italienischen Angriffstruppen, wirksam unterstützt durch die Luftwaffe, gestern weitere
Fortschritte.
Die Luftwaffe griff Eisenbahnziele im feindlichen Hinterland, Verladeeinrichtungen und Schiffsliege- plähe in Bo ne mit gutem Erfolg an. Deutsche Jäger und Flakartillerie der Luftwaffe schossen im Mittelmeerraum 11 feindliche Flugzeuge ab.
Britische Flugzeuge drangen in den gestrigen Nachtstunden bis Berlin vor und warfen Spreng- und Brandbomben auf die Reichshauptstadt und Orte in der Umgebung. Ls entstanden Brand- und Sprengbombenschäden in Wohnvierteln und an öffentlichen Gebäuden. Die Bevölkerung hatte Verluste. Einige feindliche Flugzeuge griffen mit vereinzelten Bombenwürfen westdeutsches Gebiet an. Durch Nachtjäger, Flakartillerie der Luftwaffe, Marineartillerie und Vorpostenboote wurden 19, zumeist viermotorige feindliche Flugzeuge, abgeschossen.
Welikije- Luk/
scheu sollen. Anstatt uns' niederzudrücken, werden feindliche Terra ran griffe unseren Entschluß zum totalen Krieg nur noch erhärten.
Reichsaußenminister von Ribbentrop weilt^ wie schon gemeldet, vom 24. bis 28. Febniar m Italien, um dem Duce eine Botschaft des Führers zu überbringen. Unser Bildtelegramm zeigt den Duce im Gespräch mit Reichsaußenminister von Ribben- trop. — (Scherl-Bilderdienst-M. süuce.j)
Witebsk
Der Wehrmach^ericht.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 2. Marz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Südteilder Ostfront stand der gestrige Tag im Zeichen eigener Gegenangriffe.
Kühne Angriffsunternehmungen der deutschen Truppen am unteren fiuban zerschlugen feind- ttche Kräftegruppen und vereitelten Angriffsvorbe- reitungen.
Trotz schwieriger Wetter- und Geländeverhältnisse wurden lm Raum von I s j u m zahlreiche weitere Ortschaften genommen. Eine Anzahl versprengter Feindgruppen wurde vernichtet. Die Gefangenen- und Beutezahlen sind weiter im Steigen. Auf dem Schlachtfeld wurde unter den zahlreichen Toten der Kommandierende General des XXV. sowjetischen Panzerkorps. Generalmajor Pawloff. aufgefunden.
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Vorstöße und Durchbruchsversuche der Bolschewisten gescheitert.
Berlin, 2.März. (DRV.) Der Führer verlieh dem Oberleutnant Werner V a u m g a rten - Lr u- sius, Vataillonsführer in einem westfalischenGrenadier-Regiment, als 199. Soldaten der deutsch^ Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Li-
Die Kreisstadt Demjansk zählt etwa 3000 Einwohner. Sie liegt am nordöstlichen Abhang der Waldai- Höhe. Demjansk ist dem Lowat, dem wichtigsten Südzufluß des Ilmensees etwa 50 km vorgelagert.
21 britische Flugzeuge beim Angriff auf Berlin abgeschossen.
Berlin, 2.März. (DNB.) Nach den endgültigen Feststellungen haben sich die britischen Verluste bet dem Angriff- auf Berlin über die im OKW.-Bericht gemeldete Zahl von 19 Abschüssen hinaus um zwei weitere Flugzeuge auf insgesamt 21 erhöht.
Immer breiter wird der Strom ddr neuen beitskräste/ der sich auf Grund der Arbeitsmelde- pslicht und des Betriebsschließungsgesetzes in die Fabriken und Werkstätten ergießt. Biele sind darunter, die mit Bangen und Sorgen der Dinge harren, die da kommen sollen. In wenigen Tagen werden sie feststellen, daß alles Bangen und Sorgen unnötig war. Wir. erinnern uns der vorjährigen Arbeitsplatz-Ablösunqsaktion der Deutschen Frauenschaft für einen zusätzlichen Urlaub für schaffende Männer und Frauen. Es handelte sich freiwilligen Arbeitseinsatz von Frauen und Mädchen, die nie einen Blick hinter Fabriktore getan hatten. Sie kamen aus allen sozialen Schichten. Auch sie betraten erstmalig die Fabrikhallen mit einem gewissen Herzklopfen, sie gingen zaghaft an die W gewohnte Arbeit. Schon nach zwei Tagen waren sie v . । cyx* «.. thron vl V-
genommen. Damit haben umfangreiche Kampfhandlungen, die sich über 14 Monate erstreckten, ihr vorläufiges Ende gefunden. Vom 8. Januar 1942 bis 1. Mai 1942 verteidigte sich in diesem Raum in härtesten Winterkämpfen einfe wie in einer belagerten Festung von ihren Verbindungen abgeschntt- tene und ausschließlich auf dem Luftwege versorgte Kräftegruppe unter dem Befehl des ldenerals der Infanterie Graf von Brockdorff-Ahle- seid Divisionen zahlreicher deutscher Gaue haben sich in heldenhafter Abwehr ununterbrochener und von stärksten Kräften geführter Angriffe der Sowjets dabei hervorragend bewährt. Seit Ende des Winters 1941/42 abschnittweise durchgefuhrte An- grijjsoperationen unter dem Oberbebetchl des Ge-
Terror die Waffe der Feinde Europas
Von unserer Berliner Schristleitung.
Oberleutnant Baumgarten-Crusms erhielt bruar 1942 das Ritterkreuz für besondere Tapferkeit in den AbwehrkäMpsen des Winters 1941/42 Als Kompanieführer hielt er damals mit jeine Kompanie fast drei Wochen lang einen vorgesch - denen Stützpunkt gegen den Angriff von drei temo_ liefen Bataillonen und 15 Panzerkampfwagen als Bataillonsführer hat er hervorragenden Anteil an der Vernichtung des jomMlcheu VII. mot Garde-
Beveridge-plan und Koalitionskrise
Von unserem Dr. L.-Korrespondenten.
Bott aber weiß nur zu gut, daß der Krieg derNachte bomber kein Zeichen der Stärke jener Mächte ist, die gegen uns im Felde stehen, sondern im Gegenteil, gerade dieser Versuch, die deutsche Front auf dem Umweg über die deutsche Heimat zu treffen, beweist wie sehr auch der Feind sich über seine militärische Unterlegenheit im ehrlichen Kamps klar ist. Das aber hat zur Konsequenz, daß die Terror angrtpfe, die von Churchill und den jüdischen Kriegsverbrechern in Nordamerika aus geh eckt worden sind, um die Moral der deutschen Heimat zu brechen, nun erst recht alle unsere Kräfte wachrufen werden, um auch dieses Attentat gegen Deutschland zu vereiteln. Jede Bombe, die auf ein deutsches Wohnhaus fallt, erinnert uns daran, daß wir gegen einen Feind kämpfen, der von einem anderen Lebensgefetz beherrscht ist als wir, der vernichtet werden muß.
Stockholm, im Februar.
Parlamentarische Stürme in Westminster sind in diesem Kriege nichts Ungewohntes. Sie sind sogar eine so häufige und auch so harmlose Angelegenheit gewesen, daß man heute versucht ist, derartige Ties- druckgebiete im Klima der englischen Demokratie nicht mehr ernst zu nehmen und vielleicht sogar als aeschickt inszenierte Theatergewitter mit künstlichen Blitzen und Bühnendonner abzutim. In manchen Fällen mag das auch so gewesen sein. Der Wirbelwind jedoch, der um die Sozialreform des alten Herrn Beveridge entstanden ist, verdient doch etwas genauere Beachtung, weil er, selbst wenn er zunächst scheinbar wirkungslos vorüberbrausen sollte, doch mandjen lockeren Stein im Gefüge der englischen Regierung mitreißen könnte.
Die innerpolitische Krisis, welche in diesem Zusammenhang entstanden ist, wurde bisher am halligsten als Regierungskrisis oder Beveridge-Krisis bezeichnet. Beide Namen sind irreführend. Bon einer Regierungskrisis könnte man heute in England nur pvechen, wenn die Neubesetzung des Premiermini- terpostens zur Debatte stände. Denn die Regierung ist und tut, was Churchill will. Die Stellung Churchills ist aber unerschütterter denn je. Die Be- .Zeichnung als Beveridge-Krisis ist gleichfalls unglücklich. Allerdings ist Sir William .Beveridge oder rich- tiger der von ihm und feinen Mitarbeitern vorge- legte Plan einer Sozialreform ein Anlaß zu der jetzigen Krisis. Ihre Ursprünge reichen aber zeittich viel weiter zurück und liegen auch tiefer. Der Beverkdge-Plan dient nur als Prüfstein und Probe- ^Jn Wahrheit handelt es sich um eine Koalition s k r i s e. Es geht darum, ob die im Mai 1940 bei Churchills Amtsantritt gebildete Koalitionsregierung noch weiter bestehen kann oder nicht. Das erdrückende Uebergewicht in der Koalition
Berlin, 2. März. (DNB.)' Die Ausdehnung der Angriffsfront am Ilmensee nach Süden hat dem Feind bisher nur schwere Verluste gebracht Am 26.2. massierten die Polschewisten aus 400 Meter Breite über 50 Panzer und 2500 Mann, um den Durchbruch zu erzwingen. Heber acht Stunden dauerte das erbitterte Ringen, dann war bie Straft der Angreifer gebrochen. Mehr als 700 gefallene lagen zwischen den Trümmern von 33 abgestyoste- nen Sowjetpanzern. Die restlichen blieben im Sumps stecken. Der Kampf unserer Panzerjager und Flak- kampstrupps war hart, aber obwohl unsere schweren Waffen von einem Feuerorkan eingedeckt wurden, schossen die Geschützbedienungen Panzer um Panzer zusammen.
Trotz ihrer hohen Verluste versuchten die Bolschewisten an der gleichen Stelle nochmals einzudringen. Von sechs Panzern unterstützt, griffen sie sechsmal hintereinander an. Aber zwischen den lodernden Fackeln von vier in Brand geschossenen Panzern blieb Welle auf Welle liegen. Das immer starker anschwellende Abwehrfeuer trieb schließlich den letzten Panzer und die Reste der Sturmkolonnen zurück. Am 27.2. erneuerten die Bolschewisten unter Bildung von zwei Schwerpunkten den Angriff, sie wurden aber nach dem Abschuß von 18 Panzern wieder zurückgeworfen.
Am 28.2.verlegte der Feind den Haupfftoß in den Lowat-Äbschnitt. Nach erbitterten Kämpfen scheiterten auch diese mehrfach ansturmen- bea Regimenter. Nordöstlich C h o l m trieben Luftangriffe feindliche Truppenansammlungen auseinander und zersprengten südöstlich Staraia Russa bereitgestellte Angriffsverbcmde. «udlich des Ladogasees griff der Feind einen vorspringenden Stellungsbogen zehnmal hintereinander an, ohne zu irgendeinem Erfolg zu kommen. Ost- preußische Grenadiere vernichteten 32 Widerstands-
neralfeldmarschalls B u sch, hervorragend unterstützt von Verbänden der Luftwaffe des Generalobersten Keller, stellten die Verbindung zu dieser Kräftegruppe wieder her. Seitdem versuchten die Sowjets immer wieder vergeblich, durch starke Angriffe die zu dem Frontbogen führende Landbrücke abzuschneiden. Ihre Angriffe scheiterten unter schwersten Verlusten. In diesem Kampfabschnitt wurden wahrend der Operationen seit dem 8.1.1942 30 519 Gefangene eingebracht und 2292 Panzer, 617 Geschütze aller Art, 4886 Granatwerfer und Maschinengewehre erbeutet ober vernichtet, 125 Flugzeuge wurden allein durch Truppen des Heeres abgeschossen ober erbeutet
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begeistert. Viele von ihnen verlängerten ihren Ar-[ eine Weise feyn kann, das heißt: auf die enan.1 ncchwendige Weife/ Ernst rn°rih Arndt.
Erbitterte Abwehrkämpse am Ilmensee. fewsSSS
stoßen hatte, drang m den Raum h nter das Bo- Uen^le ^mit,-daß der Wille i
tcrillon Baumgarten-Crusius em. Dieses marLJt(Sker Zivilbevölkerung zum Widerstand gebrochen dem Feind« in feinem e"S± K »eröen oll SieTift biefes Argument nicht; --ist damit die Voraussetzung für fe-ine oollstand-ige Der- h^r' Hintergrund der Hungerblockade, die seit nichtung. Oberleutnant Baumgarten-Crusms wurde 11 eh Kampfmitteln der englisch-amerikani- 1919 als Sohn eines Mazors m Dresden geboren, ^er ^u aen f •
Nach der Heifeprofung SÄIS5? « V di-f- Humanität -rfch-int sofort in einem er m das Dresdener f111- r anderen Licht weün wir uns den Hauptaktionär der
wurde er Leutnant und 1941 Oberleutnant. New York Times" ansehen, der zugleich der Präsi-
Die planmäßige Räumung
VOn ©Ctnjdtlff« tungsgründers Ochs verheiratet und hat mit dieser
Berlin 2 März (DNB.) Wie der Wehrmacht- Heirat den Besitz und die Leitung der ,,Rew Pork bericht meldete, wurde der im Raum von Demjansk Times" an sich gerissen. Sulzberger 1901 geboren, weit nach Osten vorspringende Frontbogen trotz entstammt einer streng indischen Na^lie, war ur- «X"-»-- "»> ■“ w"— -y I S’,“’"ÄÄÄSZ
,,Barons" von Hirsch, der vor 70 Jahren die gewagtesten Geschäfte unternahm und aus fernen Börsen- imd Gründergewinnen (neben den Rothschilds) die Anfänge des Zionismus finanzierte. Sulzberger ist ferner Vorstandsmitglied der Vereinigung amerikanischer Hebräischer Gemeinden, Treuhänder der Tempelgemeinde Emanu-El, Mitglied des Tarnoer- bandes „Söhne der amerikanischen Revolution und ,bant sowohl seines Reichtums wie seines Zeitungseinflusses ein begehrtes Mitglied der Neuyorker Gesellschaftsklubs. Das ist der Mann, der die Parole vom Luftterror im Namen der Huanität ausgibt!
Wenn dieselben Leute, die einst, im ersten Weltkrieg, zur Hungerblockade gegen die deutschen flauen und Kinder gehetzt haben, heute wie die dem Juden Sulzberger gehörende „New Pvrk Times zu nächtlichen Terrorangriffen gegen die deutsche Zivilbevölkerung auf pufferen, dann zeigt das, wie sehr, die Kriegführung des Feindes einen verbrecherischen Charakter hat. Dieselben Völker, deren SpraMchatz das Wort fair enthält, haben im Kamps das Gesetz brutaler Willkür proklamiert. Unfähig, eine Ordnung aufzubauen, die die Gegensätze unserer Seit in einer höheren Synthese vereint, ergeht der Femd sich m der Verteidigung eines alten Systems, das langst brüchig geworden ist und großen Volkern die ^nr- faltung ihres Lebens nicht mehr ermöglicht. Das was dem Feind an schöpferischer Qualität abgeht, soll nun wettgemacht werden durch emen Ruckmll in eine Barbarei, die freilich in der englischen Geschichte niemals ganz erloschen ist. Das deutsche
genehm enttäuscht, sowohl über die Habnkatmo- sphäre wie über oen Kreis der hier jahrein, jahraus Schaffenden. Die, Arbeit machte ihnen Freude und ging ihnen bald schnell von der Hand. Wie war s. Wenn sich heute jeder und jede, für die heute eine gesetzliche Verpflichtung besteht, innerlich frei machten von dem Zwangsgefühl und sich so einstellten, als sei es für sie eine Selbstverständlichkeit, eine innere Freiwilligkeit, die sie drängt, am Siege unserer Soldaten, am deutschen Siege des Rechts und der Freiheit mitzuwirken. Das gibt Arbetts- ücranttoortung und Selhstbewußtsein am Arbeitsplatz. ~IL
haben die Konservativen, welche von den 615 Unterhausmandaten bei den Wahlen im Jahre 1935 387 Sitze errangen. Vor dem Kriege gehörten zu der Regierungsmehrheit bann noch 33 Nationalliberale und 13 Angehörige von Splittergruppen. Auf der Oppositionsseite gab es 154 Mandate der L ab o u r - P a r t e i, mit einem Liberalen, 4 Angehörigen der unnflfjängigen La- bour-Partei, 4 Unabhängigen und einem Kommunisten. In den Jahren vor dem Kriege hat sich dieses Verhältnis durch Nachwahlen unwesentlich ZU Gunsten der Labour-Partei verschoben. ,
Als die Labour-Partei im Mai 1940 sich entschloß, in d i e Regierung einzutreten, geschah das in erster Linie unter dem Eindruck der damals unmittelbar drohenden Gefahr, aber es spielte auch die Hoffnung mit, daß die Beteiligung an der Verantwortung größere Aussicht auf Verwirklichung der besonderen Ziele der Partei geben würde als die bis dahin geübte unfruchtbare Opposition. Diese Hoffnung ist enttäuscht worden. Das Uebergewicht der Konfervativen war zu stark, und die Labour-Partei hatte keinen Mann aufzuweisen, der Churchill wirksam hätte entgegentreten können. So blieben alle Programme, welche vor Kriegsausbruch und besonders seither für die soziale Reform Ena^ lands ausgearbeitet worden waren, in der Schublade liegen. Die führenden Männer der Partei wurden aber durch den täglichen Umgang mit den konservativen Ministern entweder von, diesen einfach an die Wand gedrückt, so der schwächliche Parteiführer Attlee, ober sie wurden langsam assimiliert, so der Innenminister Herbert Morrison, oder sie kämpfen einen aussichtslosen Kampf für ihre alten Ziele, so der gewerkschaftstreue Arbeits- Minister B e v i n. ,
Draußen im Lande aber warten die Millionen von Wählern der Labour-Partei vergeblich darauf.
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3m Kampfraum westlich Charkow bis nördlich Ore'l und im Abschnitt südlich des Ilmensees scheilerlen auch am gestrigen Tage Vorstöße und Durchbruchsversuche des Feindes unter hohen blutigen Verlusten.
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