die den Aktivisten aus;
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glauben und die den Sinn ihres Lebens darin sehen, für sie zu kämpfen.
hart werden, wo andere wanken, die dort stehen, wo andere weichen, die dort handeln, wo andere klagen — und als Nationalsozialisten, denen ihr Volk alles ist, die unerschütterlich an seine Zukunft
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Beweise dafür, daß die Kriegsziele Japans uderiW herzlich begrüßt werden."
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In der Sendung „Deutsche Meistersolisten' Donnerstag wird von 20.15 bis 21 Uhr im Reichs» Programm unter Leitung von Rudolf Schulz-Dorn» bürg eine Kantate „Gesang des Deutschen* von Hermannn Reutter nach Worten von H ö ld e'v
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Englands pazifische Dominions vnd der Krieg
Von unserem Dr. L.-Korrespondenten.
Oie Wett bewegt sich...
Bon Milchstraße, Nebel und Weltall.
Wenn wir in wolkenloser Winternacht unsere Augen zum bestirnten Firmament erheben, dann erscheint uns die Sternenfülle als ein verwirrendes Geheimnis, und wir erahnen die Winzigkeit unseres Erdendaseins in der scheinbaren Unermeßlichkeit des Weltalls. Seit altersher hat menschlicher Wissensdrang auch dieses Geheimnis zu lüften versucht, wenn es sich auch hartnäckig unserer Erkenntnis verschloß. Längst ist der Sternenhimmel unserer Wissenschaft kein Geheimnis mehr, wir kennen die Sterne, ihre Bahnen und ihre Entfernungen von der Erde, wir kennen die Milchstraße, die Nebel und damit die entferntesten Körper der schier unermeßlichen Weite des Weltalls. Aus der Helligkeit der Sterne können mir, wie Professor Dr. Heckmann (Hamburg) vor der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ausführte, ihre Entfernungen von der Erde berechnen. Sterne mit schwankender Helligkeit haben bei raschem Lichtwechsel eine geringere absolute Helligkeit als Sterne mit langsamem Lichtwechsel. Auf Grund dieser Erkenntnisse ist es gelungen, auch die Entfernungen der schwächsten Nebel bestimmen zu können.
Was wik am Himmel als kleinen Nebel erkennen, sind in Wahrheit Milchstraßensysteme, die wieder aus einer riesigen Zahl von Sonnensystemen bestehen. Unsere Milchstraße, die sich als helles Band am Abendhimmel darbietet, ist 100 000 Lichtjahre von uns entfernt, eine Entfernung, die kaum auszudrücken ist und unsere alltäglichen Begriffe übersteigt. Wenn man bedenkt, daß das Licht in einer Sekunde 100 OOQ Kilometer, in einem Jahr rund 10 Billionen Kilometer zurücklegt, dann kann man ungefähr die jede Vorstellung überschreitende Weite des Weltalls ermessen, wenn man weiß, daß unsere Milchstraße 100 000 Lichtjahre von uns entfernt ist, und daß die Wissenschaftler schwache Nebel photographieren konnten, die 500 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Dabei ist es möglich, daß diese Sterne schon seit Iahrmillionen untergegangen sein können, derweil wir immer noch ihr Licht sehen. Wohin wir den Blick auch auf den sichtbaren Himmel wenden, überall sehen wir solche Nebel, die den gigantische» Raum des Weltall? Men, Sobald es
Das Reiterstandbild des Sattamelata.
Wer ist Gattamelata? Der Laie muß schon bte Nachschlagebücher nehmen, um zu erfahren, daß et! ein zweifellos tüchtiger Soldat war, der es als Sohn eines Bäckers in Narni zum venezianischeL Condottiere brachte, sich in den Kämpfen zwischen Venedig und Mailand auszeichnete und Generalkapitän und Nobile wurde. Auch daß er durch feine Gewandtheit auffiel und daher den Beinamem Gattamelata^ (gefleckte Katze) bekam, wird berichtet- Aber wer wüßte noch etwas von diesem vor 500 Jahren gestorbenen Helden in Kleinkriegen, wenn nichE ein Großer der Kunst sein Denkmal geschaffen, hatten Wer je vor diesem ersten Reiterdenkmal der neue» Kunst in Padua, diesem reifsten Werk Donatel« los, gestanden hat, wird den Eindruck nie vev> gesfen. Wie der Reiter schlicht und ohne PrunI, aber in gesammelter Kraft auf dem mächtigen, schwer schreitenden Rosse in einer wunderbar g<* schlossen en klaren Silhouette gegen den Himmck steht! Die ausgestreckte Rechte scheint mit dem Feld- herrnstab Weisungen für die Schlacht zu geben« deren Bewegungen sein prüfender Blick beobachtet. Iede Einzelheit ist aufs Feinste ausgearbeitet, Paa» zer und Waffe, der Sattel, der Schmuck des PfeckH geschirrs, vor allem aber das kluge «ttlchhW» Gesicht des ergst NachdenkendeL Sw
fragt nur: Was ist zu tun? Dies ist die Haltung, zeichnet, und solchen Aktivis- oes deutschen Lebens gemacht
Englands wirtschaftliche Lage
Weit schwieriger als im ersten Weltkrieg.
Stockholm, 2. Februar. (DNB.) Der englische Finanzminister KingsleyWood sagte im Unterhaus, daß man die dem Lande noch bevorstehenden Gefahren nicht herabmindern dürfe. Die militärischen Operationen hätten sich gegenüber dem vorigen Weltkrieg bereits über eine weit größere Fläche ausgedehnt. Auch sei schon jetzt ein weit größerer Grad an Destruktion und wirtschaftlicher Lerschie- bung erreicht worden. England habe seine wirtschaftlichen Reserven und ausländischen Aktivbestände in weit höherem Maße angreifen müssen als damals. Ein beträchtlicher Teil überseeischer Einlage müsse ersetzt werden. Auch gelte es, die ernste Lage des Exporthandels zu bessern. Während damals in Großbritannien die Besteuerung je Kopf nicht ganz 6 Pfund betrug, sei sie jetzt bereits auf über 51 Pfund Sterling gestiegen.
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l t n gesendet. Hermann Reutter gehört zu den nam» höftesten Tonsetzern unserer Zeit und hat sich durch Opern wie „Doktor Johannes Faust" und Chorwerke wie „Der große Kalender" besonders bekannt gemacht Solisten der Sendung sind Erika Rokyta (Sopran) und Erich Meyer-Stephan (Barp ton).
Arno parbun gestorben.
Arno Pardue, der Schöpfer zahlreicher nationalsozialistischer Kampflieder, darunter des bekannten „Volk ans Gewehr", ist, 39 Jahre alt, in einem Berliner Reservelazarett an einem Leiden, das er sich im Felde zugezogen hatte, gestorben. Pardun, der sich bei Ausbruch des Krieges freiwillig zur Wehrmacht gemeldet hatte, hat am Westfeldzug teil- genommen und stand zuletzt imjDften.
Albin Egger-Lienz.
In diesen Tagen wäre Albin Egger-Lienz, ein« der stärksten malerischen Begabungen der Jahchinv dertwende, 75 Jahre alt geworden. Egger-Lienz* immer mehr nach Monumentalität strebende Kunp wurzelte tief im Boden seiner Heimat und wuch^ aus anfänglicher spürbar von Defregger beeinfluß«' ten Historienmalerei immer stärker ins Symbob hafte und Allgemeinmenschliche hinein. Sein Stil' war so einmalig, daß selbst der Laie ein Bild oofll Egger-Lienz unfehlbar unter hunderten herausten-' nen mußte, nicht nur an dem erdbraunen Grund- uns gelungen ist, auch nur den kleinsten Teil bet Nebels in Sterne aufzulösen, können wir seine Helligkeit feststellen und damit auch seine Entfernung.
Neu aber ist die Entdeckung, daß diese Nebel sich von uns fortbewegen. Ihre Radialrotation hängt enx mit ihrer Entfernung zusammen. Mit unwahrscheinlicher Geschwindigkeit eilen die Nebel von uns roefln je größer die Entfernung ist, desto schneller ist die Bewegung. Das Weltall ist also nicht starr, es bewegt sich. Warum es sich bewegte wißen wir noch nicht, wir wissen heute nur mit Sicherheit, baß sich bewegt, und wir sind sogar in der Lage, Hilfe der Gesetze der Mechanik das Phänomen bet" Bewegung zu verstehen. Irgendwann einmal — anc Beginn des Weltalls — so kann man spekulativ fol« gern, war das Weltall einmal eine große Dichte» aus der Teile sich loslösten, verbreiteten und bfl rasender Bewegung ihre Reise durch das WeltaL antraten. Mr
mus zum Grundgesetz _ , , w
zu haben, das war und das ist die wichtigste all der großen Wandlungen, die der NationalsMialismUs in Deutschland herbeigeführt hat.
Als Deutschland in tiefster Erniedrigung lebte und darbte, da war es der gleiche aktivistische Gejst, von dem die wenigen ergriffen waren, die schon damals, der Ermahnung des Führers folgend, im nationalen Unglück nichts anderes als eine Forderung an jeden einzelnen sahen, und die dann schließlich im deutschen Wiederaufstieg den stolzesten Triumph, ihrer Unbeugsamkeit erlebten. Wie schwer war dies damals, rote unmöglich erschien es — und wieviel näher und greifbarer liegt heute das strahlende Ziel des deutschen Sieges! Keine Prüfung des Schicksals wird ihn uns entreißen können, solange wir ihm begegnen wie bisher: als Deutsche, die sich zum Leben restlos bekennen und damit zur Tat, die dort
Neben an die deutsche Ration.
Eine Erinnerung zu Fichtes Geburtstag.
Fichtes heldische Willenskraft macht seine Persönlichkeit zu einem hohen Vorbild. Dieser Mensch, „mit seiner Granitstirn und Nase, so knochig und feifern wie die wenigen Gesichter-, die alles ändern, nur nicht sich", wie Jean Paul ihn genannt hat, stand in Deutschlands schwerer Zeit, da so viele schwankten, unerschütterlich und ehern fest, ein mannhafter, fortreißender Führer zum Glauben an Deutschlands Zukunft und an den Sieg der gerechten Sache. Dieses stolze Wesen Fichtes, uns Heu- tigen besonders teuer, tritt uns anschaulich in zahlreichen Briefen und anderen Aufzeichnungen sowie in Aeußerungen der Männer und Frauen, die Fichte persönlich kannten, entgeaen. In den Worten der Großen der Zeit, Kants und Goethes, Schillers und Wilhelm von Humboldts spiegelt sich die außerordentliche Wirkung wider, die der Philosoph auf jeden ausübte.
Am stärksten ergreift uns heute die heroische Haltung, die Fichte in der Franzosenzeit, da Preußen von fremden Eroberern besetzt und unterdrückt war, gezeigt hat, und diese Haltung fand ihren schönsten Ausdruck in seinen „Reden an die deutsche Nation", die noch immer mit dem vollen Klang gegenwärtigen Erlebens zu uns sprechen. Obwohl Fichte damals bereits ein kranker Mann war, wurde er doch zum Bekenner und zum Wegweiser seines Volkes, lieber den Eindruck, den seine Reden hervorriefen, schreibt Varnhagen: „Der treffliche Mann sprach mit kräftiger Begeisterung dem gebeugten und irregewordenen Vaterlandssinn Mut. und Vertrauen zu, schilderte ihm die Größe der Vorzüge, die sich der Deutsche durch Unachtsamkeit und Entartung habe rauben lassen, die er. aber gleichwohl jeden Augenblick als sein unveräußerliches Eigentum wieder ergreifen könne, ja solle und müsse, und führte dafür als das wahre, einzige unb unfehlbare Hilfsmittel eine von Grund aus neuzugestaltende und folgerecht durchzuführende Volkserziehung an. Sein strenger Geist ging auf vollständige Umschaffung unserer Zustände aus, wo- bei er nichts weiter verlangte, als daß überall das Wesentliche im Sittlichen wie fm Geistigen geför-
litik ausmachen, sind daher auch vor allem innenpolitischer Art. Natürlich sicht noch immer im Schatten die militärische Drohung von Norden her, aber Australien hat sich allmählich an den Krieg in seiner Nähe gewöhnt und blickt jetzt nicht mehr, wie in den ersten Monaten, angst- gebeugt auf die militärische Entwicklung. Politqch wünscht Australien heute ins Gleichgewicht zu kommen. Aeußerlich bedeutet das eine Politik des Ausgleichs zwischen den britischen und aiherifa» nischen Einflüssen. Diesem versucht man sich durch stärkere Betonung der Empiretradition zu entziehen, während man jenem durch wirtschaftliche Abmachungen mit den Amerikanern entgegenwirkt.
Innerlich versucht die fetzige Regierung, die formell von der Labour-Partei, tatsächlich aber von allen Gruppen getragen wird, die nationalen Kräfte zu stärken. Der bischer bedeutsamste Schritt war die vor einiger Zeit gemeldete Uebertragung aller wichtigen Befugnisse von den einzelnen Staaten auf die Bundesgeroalt. Praktisch war das die Umwandlung Australiens vom Bundesstaat in einen Einh ei ts» staat, wenngleich die föderative Form noch beibe- halten wird, nicht zuletzt aus administrativer Zweckmäßigkeit. Zum inneren Gleichgewicht gehört aber vor allem auch die Beseitigung des Mißverhältnisses von Raum und Menschen, und deshalb wurde unlängst ein Plan für die Ansiedlung von 20 Millionen Einwanderern nach dem Kriege bekanntgegeben. Woher diese Menschenmengen — gedacht ist nur an Weihe — kommen sollen, ist allerdings eine andere Frage. Die Bewohner des englischen Mutterlandes haben sich schon vor dem Kriege stets geweigert, alle auch noch so verlockenden Auswande- rungsmöglichkeiten zu nutzen. Andere als- angelsächsische Einwanderer müßten aber zwangsläufig den Gesamtcharakter Australiens entscheidend verändern, was vermutlich nicht die Absicht der jetzigen australischen Regierung ist. Ohne einen kräftigen Zuschuß an Menschen können jedoch die wirt- schafüichen Probleme und Programme, die im Zu- sammeNhang mit der Politik der australischen Selbstbesinnung entstanden sind und gegenwärtig einen wesentlichen Teil der praktischen Tagespolitik bilden, nicht gelöst werden.
Australien ist gleichsam das Musterbeispiel, an dem die Folgen von Singapurs Fall im' pazifischen Räum am besten abgelesen werden können. Aehn- liche Probleme finden sich jedoch mutatis mutandis in allen britischen Besitzungen im Pazifik. Merkwürdig still geworden ist es um Neuseeland. Militärisch ist dieses Dominion vielleicht noch stärker als Australien unter amerikanischen Einfluß geraten. Anderseits hat sich die politische Entwicklung dem milden Klima des Landes entsprechend ruhiger vollzogen, zumal Neuseeland schon vor dem Kriege eine sehr viel entwickeltere politische Einheit bildete als Australien. Die wirtschaftlichen Probleme sind allerdings hier wie dort sehr ähnlich und bie Umstellung von englischen auf amerikanische Bedürfnisse sowie die stärkere Entwicklung eigener Wirtschaftszweige beherrschen die Tagespolitik. Was schließlich die zahlreichen Jnselkolonien im Pazifik angeht, unter denen die Fidschi-Gruppe die wichtigste ist, so finden sich auch dort innere Wirtschaftspro-
Stockholnr, im Januar 1943. i
Die Bedeutung des Verlustes von Singapur für das britische Empire zu übertreiben, ist kaum möglich. In allen Teilen des Weltreiches, im Mutterlande, in den Dominions, in Indien und in ■ den Kolonien hat dieses Ereignis Erschütterungen verursacht, neue Entwicklungen eingeleitet oder alte beschleunigt. Nicht zuletzt gilt das von den britischen Besitzungen im Pazifik, weil hier die britische Herrschaft schon vor dem Kriege vor" der erstarkenden Macht der Bereinigten Staaten im Rückzug begriffen war. Hinzu kommt, daß in den gewaltigen Weiten des Pazifik die Aufrechterhaltung einer wirklichen Herrschaft nur un^er Einsatz großer Mittel und hoher Kosten möglich ist. Mehr als an den meisten anderen Stellen der Welt verpflichtet die Herrschaft hier zu ständig neuer Behauptung. So kam es, daß die Empiremüdigkeit, die sich mit steigender materieller Sättigung in England während der letzten beiden Jahrzehnte bemerkbar machte, im Gebiet des Pazifik am schnellsten nachteilige Folgen haben mußte.
Immerhin war das Prestige Englands auch dort noch groß, und der Verfall der wirklichen Macht wurde hinter der unerschütterten Fassade jahrhundertealter Herrschaft nicht sichtbar. Die Niederlagen Englands in Europa wirkten nicht bis ins Bewußtsein der pazifischen Völker. Die weißen Bewohner von Australien und Neuseeland waren es gewohnt, fern der Heimat für die Idee des von England geführten Empire zu kämpfen. Australiens Söhne zeigten sich daher bereit, in den Urwäldern Malayas Singapur zu verteidigen. In dem Augenblick, als Singapur fiel, erlitt auch das Vertrauen -in England und das Empire einen schweren Stoß. Es kam die Wendung nach Amerika, die Unterstellung unter amerikanischen Oberbefehl und die Umstellung der Wirtschaft auf amerikanische Bedürfnisse. Wochenlang erschien ein Bruch Australiens, welches bis dahin immer als das treuefte Dominion betrachtet worden war, mit dem Empire nicht als ausgeschlossen. ..
Inzwischen hat sich mancherlei geändert. Die Australier haben gesehen, daß auch die Amerikaner nur mit Wasser kochen. Die amerikanischen Truppen im Lande, dir als Retter mit einer teilweise schamlosen Selbstentäutzerung begeistert begrüßt worden waren, haben durch ihr Auftreten mancherlei Vorstellungen korrigiert, die in dem vielfach recht weltfremden Australien vorher bestanden hatten. Auf der anderen Seite haben die Australier beinahe zu ihrer Erleichterung festgestellt, daß England nicht so schnell seine Kräfte verausgabt hatte, wie sie nach dem Fall von Singapur geglaubt hatten. Die psychologische Entwicklung in Australien während des vergangenen Jahres läßt sich wohl am besten dahin feststellen, daß die Australier unter dem Zwang der Ereignisse gelernt haben, die Welt in einer korrigierten Perspektive und in abgewogenß- ren Proportionen zu sehen.
In die Sphäre der praktischen Politik übersetzt bebeutet dies, daß die Australier aus der starken Einschätzung Englands und der Vereinigten Staaten zu eingehender Selbstbesinnung gekommen sind. Die Probleme, die heute Australiens Po-
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dert und ausgebildet, das Scheinsame und Hohle dagegen aufgegeben und seinem eigenen Absterben Überlassen wurde, bann, meinte er, werde sich ohne gewaltsame Umkehr, durch bloße Entwicklung, aus dem Vorhandenen und Bestehenden die ganze Kraft und Herrlichkeit, deren dis Nation seufzend entbehre, unmerklich und unverhinderlich von selbst hervorbilden."
Jedermann empfand den Wagemut, der in diesen Rehen lag. „Sein geistig bedeutendes, mit aller Kraft der innigsten Ueberzeugung mächtig ausgesprochenes Wort", sagte Varnhagen, „wirkte besonders auch durch den außerordentlichen Mut, mit welchem ein deutscher Professor im Angesichte der französischen Kriegsgewalt, deren Gegenwart durch die Trommeln vorbeiziehender Truppen mehrmals den Vorttag unmittelbar hemmend und aufdringlich mahnend wurde, die von dem Feinde umgeworfene und niedergehaltene Fahne deutschen Volkstums aufpflanzte und ein Prinzip verkündigte, welches in feiner Entfaltung den fremden Gewalthabern den Sieg wieder entreißen und ihre Macht vernichten sollte. Der Gedanke an das Schicksal des Buchhändlers Palm war noch ganz lebendig und machte manches Herz für den unerschrockenen Mann zittern, dessen Freiheit und Leben an jedem seiner Worte wie an einem Faden hing, und der durch die von vielen Seiten an ihn gelangenden Warnungen, durch die Bedenklichkeiten der preußischen Unterbehörden, welche Verdruß und Schaden für sich von den Franzosen befürchteten, so wenig wie selbst durch den Anblick eingedrungener französischer Besucher, sich in dem begonnenen Werke stören ließ. Man konnte sie nicht ohne Ergriffenheit und Begeisterung anhören."
lieber die Sorgen der Seinen um Fichte in dieser Zeit schreibt seine Frau an Schillers Witwe: „Daß Ihnen die „Reden an die Deutschen" gefallen, ist mir ein rechter Trost; das Buch hat mir viel Angst gekostet, indem mir immer dfe Behandlung des unglücklichen Palm habet vorschwebte. So konnte ich keine Nacht ruhig schlafen, solange die Fremden da waren, die hier viele Menschen beispiellos geängstigt haben. Das Buch ist mit inniger Liebe, dem dringendsten Pflichtgefühl und Ergebung geschrieben; denn daß man Gefahr lief, wußte her Verfasser wohl, und ich danke Gott mit gerührtem Herzen, daß alle Ungewitter glücklich oorüb erzogen," QrK«
Herne ähnlicher Natur. Ihr äußeres Schicksal wird von dem Ausgana des angelsächsischen Machtkampfes im Pazifik abhängen, der erst m seinen Anfängen steht. Bemerkenswert ist, daß aus London nur sehr selten zu den Problemen des Pazifik Stellung genommen wird. Der Grund für diese Zurückhaltung dürfte, wenn wir von der unvermeidlichen Rücksichtnahme auf die Erfordernisse des Krieges absehen, nicht zuletzt in her Hoffnung hegen, daß die Segnungen des amerikanischen Imperialismus um so mehr an Zugkraft verlieren, je ungestörter die britischen Besitzungen sich mit ihnen vertraut machen können.
Australien in Unruhe.
Der neue Seesieg der Japaner bei den Salomonen.
Ehrenamtliche Bürgermeister mit -em Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet.
Berlin, 1. Febr. (DNB.) Reichsminister des Innern Dr. Frick händigte am Jahrestag der Machtübernahme einer Gruppe von ehrenamtlichen B ür ge r me i ster n die vom Führer verliehenen Kriegsverdienstkreu,ze aus. Wie er bereits bei früherer Gelegenheit die verdienstvolle Arbeit der Bürgermeister der Städte und ihrer Mitarbeiter anerkannt habe, so solle, hob der Minister in feiner Ansprache hervor, mit diesen Auszeichnungen di« Wirksamkeit der in der ländlich.en Selbstverwaltung tätigen Männer dankbar gewürdigt werden. Ähre Tätigkeit verdiene um so größere Anerkennung, als sie ehrenamtlich ausgeübt werde und die Bürgermeifter gleichzeitig hauptberuflich kriegswichtige Arbeit als Bauern, Handwerker und Rü» stungsarbeiter leisten. Mit ihrem bisherigen Wirken hätten sich die Bürgermeister als würdige Dertteter des Gedankens unserer ländlichen Selbstverwaltung erwiesen. Die Zukunft werde noch weitere größere und schwerere Aufgaben stellen. Jeder müffe an seinem Platz dem Vorbild unserer Soldaten folge« und das Lebender Heimat sichern.
Kleine politische Nachrichten.
Reichsminister Dr. Goebbels hielt vor mehreren hundert Offizieren des Standortes Berlin eine Ansprache, in der er eine umfassende Darstellung ber politischen Lage des Reiches gab und die sich biev» aus ergebende unumstößliche Gewißheit unserer Endsieges entwickelte.
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Die Kronprinzessin von Italien, Marie Jose, wurde im Quirinal von einer Tochter entbunden^ die den Namen Beatrice erhält. Das Kronprinz«- paar hat nun einen Sohn und drei Töchter.
Die Derwattungsbehörden tn Französisch-MaroW ordneten die Internierung aller italienischen Staatsangehörigen zwischen 18 und 60 Jahren an. In Car sablanca leben etwa 12 000 Italiener, von bene« bisher nur politische Aktivisten verhaftet worden waren.
Tokio, 2. Febr. (Europapreß.) Der japanische Regierungssprecher Hori erklärte zu dem neuen japanischen Sieg bei den Salomonen: „Die großen Erfolge unserer Marineluftwaffe haben erneut die völlige Unzulänglichkeit des Feindes bewiesen, jemals in das von Japan kontrollierte weite Gebiet einzubrechen. Besonders amüsant ist die Tatsache, daß die nordamerikanische Flotts von diesem neuen Unglück anscheinend zum gleichen Zeitpunkt betroffen wurde, als der USA.-Marineminister Knox in Honolulu die Worte sprach: ,Die Zeit der Dorbe- reitungen ist vorbei. Wir sind bereit und werden hart zuschlagen.'"
Australien sei über die ungünstige Wendung des Krieges an feinen Ufern sehr beunruhigt. Curtin habe zahlreiche Hilferufe an die Vereinigten Staaten abaesandt. Auch der australische Außenminister Evatt habe — noch ohne Kenntnis von der neuen Katastrophe der USA.-Flotte zu haben — erklärt, Australien brauche mchr Hilfe von den USA., um den „Bedürfnissen im Südwestpazvfik für die totale KrieAührung zu entsprechen". Was auch in Casablanca' versvrochen worden sei, das australische Volk werde gut daran tun, sich an die harte Tatsache zu gewöhnen, daß dis benötigte Hilfe im desten Fall, wenn überhaupt, nur tropfenweise kommen werde. Was für das vernachlässigte Australien gelte, habe auch für Tschungking und andere Länder Gültigkeit, die Lieferungen aus dem ,Llrsenal der Demokratien" benötigten, die jedoch niemals em- treffen. < , *
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In der Seeschlacht bei der Rennett-Jnsel erlitten die USA.-Seestreitkräste auch an Mannschaften schwerste Verluste, denn die fast 6 00 0 Mann zählenden Besatzungen der beiden versenkten Schlachtschiffe und der drei Kreuzer sind zum größten Teil gefallen oder ertrunken.
Japan ein „besitzendes Land"
Tokio, 2. Febr. (DNB.) Äm Haushaltsausschuß des Abgeordnetenhauses stellte Ministerpräsident To jo fest, Laß Japan keine territorialen Ansprüche gegenüber den USA. ober Südamerika habe. Aber Japan werde bis zum Ende kämpfen und Amerika vernichten, solange es sich Japans Kriegszielen in den Weg stelle. Innerhalb eines Jahres fei Japan ein „besitzendes Land" geworden, das an Hilfsquellen den USA. und Groß- britannien weit überlegen fei. Großbritannien und die USA. dagegen sähen sich immer größeren Schwierigkeiten gegenüber. Besonders in Hinsicht auf die reduzierten Rohstoffquellen sei es den USA. praktisch unmöglich, ihre Produktion an Kriegsmaterial noch zu erhöhen, um mit bem gewaltigen Verbrauch Schritt zu halten, den der jetzige Krieg erforderlich mache.
Die anglo-amerikanischen Pläne für eine „neue Weltordnung" dienten nur dazu, die bitteren Niederlagen zu verhehlen, um den Amerikanern selbst und den neutralen Ländern etwas vorzumachen. Die Haltung Japans sei wesentlich verschieden von dem jahrhundertealten anglo-amerikanischen Ehrgeiz, die Welt auf Kosten ber schwächeren Nationen zu beherrschen. Um Ostasien von den Fesseln des anglo-amerikanischen Imperialismus zu befreien, habe Japan zu den Waffen gegriffen.
Tojo schloß: „Ich freue mich, heute feststellen zu können, daß mit ber sich täglich bessernden Kriegslage Japan mit jedem Tage seinem Ziele näherkommt. Der Verzicht auf die Erterritorialrechte in China und die Gewährung der Unabhängigkeit für Burma sind die Vorboten der^völligen Verwirklichung der Ziele Japans. Die begeisterte Zu- , fammenarbeit zwischen den verschiedenen Völkern : in den südlichen Gebieten mit den japanischen Truppen und ber japanischen Militärverwaltung sind
Die Hauptstadt von Burma, Rangoon, wurde am Montag erneut von feindlichen Flugzeugen angfr griffen, deren Bomben zahlreiche Zivilisten töteten und verschiedene Tempel zerstörten. Die japanische Heeresluftwaffe schoß im Januar an der indisch burmesischen Grenze 40 feindliche Flugzeuge ab, Ä wurden von der japanischen Flak abgeschossen.
Kunst und Wisienschast.
Eine neue fiantafe von Hermann Reutter.


