Ausgabe 
2.3.1943
 
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will.

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am Werk!"

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Auf die Weihnachtsbotschaft des Deutschen Roten

Kreuzes an die deutschen Zivilinternierten in aller mär beiten

Welt ist folgendes Telegramm deutscher Zivilinter-> gerade für dies Vaterland zu arbeiten.

Wilhelm von Humboldt.

merter in Britisch-Jndien beim Internationalen

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Ämg kaum Don rmrsä' Fader ins dem 1 kurz i als di Niel Mhe erlebte Haus derS punkte

des Dirigenten nicht vielleicht doch mehr ein Schau» piel als eine künstlerische Notwendigkeit? Worin

wenigsten eine zerstörende und am meisten eine immer in sich zurückwirkcnde Kraft, und wenn der vesih der Freiheit gerettet ist, wird Deutschland sicher sehr bald in jeder Art der Bildung und der Gesinnung hervorragen. Darum ist es so dankbar^

Ls gibt vielleicht kein Land, das so selbständig und frei zu sein verdient wie Deutschland, weit keins seine Freiheit so rein und einzig zu innerer, jedem wohltätiger Anstrengung zu benutzen geeignet ist. Der Deutsche hat unter allen Nationen an»

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ner war mit seiner epochemachenden Schriftlieber

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Der Dirigent.

Bon Kurt von Sandor, München.

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Berlin. I.Wärz. (DJIB.) Bei dem am 14.Fe­bruar 1943 durchgeführten 6. Opfersonnlag im Kriegs-WHW. wurde da» bisher beste Er­gebnis aller Opfersonntage erzielt. Nach den vorläufigen Feststellungen hat die Heimat bei dieser Sammlung 53 154 398,37 Reichsmark aufge­bracht. Die gleiche Sammlung des Vorjahres hatte ein Ergebnis von 35 130 696,92 Reichsmark. Es ist somit eine Zunahme von 18 023 701,45 Reichsmark, das find 51,30 v. f)n zu verzeichnen.

Oie Stellung der Krau im neuen Familienrecht.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichspostminister hat die Aufhebung der Reichspostdirektion Kassel angeord- net. Die Reichspostdirektion hat am 26. Februar ihre Tätigest eingestellt. Der Bezirk ist von der Reichs- postdirektion Frankfurt a. M. übernommen worden.

Aus dem Reich.

Meter 53 Millionen beim 6 Opfersonntag.

Finnland kämpst für seine Sicherheit.

Staatspräsident Ryti spricht bei seinem neuen Amtsantntt.

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leiten und zu einem baldigen Abschluß bringen kann. So wirkt der Dirigent noch verborgen vor Der breiten Oeffentlichkeit als Orchestererzieher und schafft sich damit das eigenste Instrument, das ihm bis ins Letzte vertraut ist, mit dem er darum am leichtesten feine größten Leistungen vollbringt.

Der moderne Orchesterdirigent Richard W

Sofia, 1. März. (Europapreß.) An dem Tage, an dem Bulgarien vor zwei Jahren seinen Beitritt zürn Dreimächtepakt'vollzog, veranstaltete die Staats- fugend Brannik m Sofia eine Gedenkkundgebung für die Helden von Stalingrad, zu der auch Mim- sterpräsident Professor F i l 0 f f und der deutsche Gesandte B e ck e r l e erschienen waren. Handels­minister Z a h a r i 0 f f hielt in der bulgarischen Schwarzmeerstadt Warna eine Rede. Bulgarien, so sagte er, sei in den Dreierpakt eingetreten, weil es zu den an Lebensraum armen Völkern gehört. Die Er-1 Öffnung einer zweiten Front auf dery Balkan fei un­möglich, weil die bulgarische Küste stark befestigt sei.'

Volk in diesen Jahren für unsere 'selbstandigkelt gekämpft. Falls wir das nicht getan hatten, so würden wir nicht mehr existieren. Es ist nun em- mat so, daß in der Welt auch eine aufgeklärte öf­fentliche Meinung das Interesse an den Volkern leicht verliert, die durch den Zwang der Ver­hältnisse nicht ihr Dasein sichern tonnen, so gerecht ihre Sache auch sein mag. 0

Anderer,-its erstreckt sich das Ziel unseres Kamp­fes nicht weiter als bis zur Sicherung^unse­rer «ich erh eit, s° daß wir Nicht wieder ohne Anlaß angegriffen werden tonnen. Wir suhlen die Beschränktheit unserer Kräfte, deshalb haben wir uns nicht in die mächtigen Kraftmessungen der Groß­mächte, die weitergehen, als unsere Lage es erfor­dert, einmischen wollen. Unser Volk sehnt sich nahir= lich nach Frieden wie jedes kriegführende Volk nach jahrelangen Kämpfen. Aber wir sehen noch nicht Zeichen der Beendigung unseres Krieges, weshalb auch weiterhin alle unsere Kräfte an­gespannt werden müssen. Unser Kampf hat schwere Opfer gefordert. Zehntausende haben für das Vaterland ihr Leben geopfert oder sind Inoalchen geworden. Etwa ein Zehntel unseres Landes ist m Ruinen verwandelt worden. Diese Opfer verpflichten uns, alles zu tun, um unserem Volk eine w 1 r r ° liche Sicherheit zu verschaffen. Der gegenwar. tiae Augenblick fordert Wachsamkeit und Mut Vor­aussetzung des Erfolges ist, daß wir m allen Schick­salsstunden fest zusammenbleiben. Dabei müssen wir immer als Richtschnur nehmen das Recht, den Vor­teil und die Ehre des finnischen Volkes.

besonderen, verlangen eine genaue Kenntnis der Spieltechnik, der Spielmöglichkeiten eines jeden im Orchester vertretenen Instruments, dazu ein großes technisches Können, das die Vielzahl der gleichzeitigen und der fortschreitenden Klangereig­nisse überblickt und den Gestaltungswillen in die klare Dirigierbewegung umsetzt. Nur eine über­ragende Musiker- und zugleich Führerpersönlichkeit kann diese Forderung erfüllen. Es ist eben nicht das Stäbchen, es sind nicht die beiden gestikulieren­den Arme, die mit Zaubergewalt dieses Instrument, Orchester genannt, spielen, es ist der Künstler mit der Ueberzeugungskraft seiner Empfindung und mit der Ueberlegenheit seines Könnens! Musiker sind empfindliche und in ihrer Kunst geradezu unerbitt­liche und unduldsame Menschen. Wehe dem geringen Könner, der sich vor ein gutes Orchester zu stellen wagte und seine unreife Auffassung durchsetzen möchte: die gleichen Musiker, die dem Meister mit Heller Begeisterung folgen, versteifen sich zu passi­vem Widerstand, verwickeln den'Vermessenen wäh­rend der Probe ziemlich boshaft in allerhand ver­fängliche Fachfragen, verwirren ihn mit unbewegten oder gar sarkastischen Mienen und überspielen ihn schließlich mit ihrem eigenem. Schwung, spielen ihn einfach nieder, so daß der Unglückliche am Dirigen­tenpult kaum im Taktschlagen mitkommt, wo er doch eigentlich führen sollte und wollte.

Was der Hörer im Konzertsaal erlebt, ist tatsäch­lich das Schlußfest einer oft langwierigen Proben- arbeit. Mag es bei den großen Standardwerken mit kurzen Derständigungsproben getan sein, weil ihre Ausdeutung musikalischer Allgemeingut geworden ist, so fordert die Ausarbeitung eines neuen Werkes um so mehr Zeit, Fleiß und Mühe. Nach eingehen­dem Partiturstudium setzt der Dirigent in oft mühe« voller Kleinarbeit gemeinsam mit den führenden Instrumentalisten technische Einzelheiten, die die Einheit und die Gesamtgestaltung sicherstellen sollen, fest, dann beginnen die eigentlichen, viel Nervrn- kraft verzehrenden Proben, die wiederum nur eine e wirkliche Persönlichkeit einigermaßen reibungslos

Rahmen seines mechanischen Werkes hat (vollkom­mene Freiheit in der Auswahl der Zeitmaße und eine gewisse Beschränkung der Farbgebung durch die Zahl der Register) mit ähnlicher Freiheit zieht der Orchesterleiter die unendlich empfindlichen Re­gister seines vollkommensten Instruments, des Or- chesiers. Diese Tasten und Register sind künstlerisch denkende und fühlende Menschen, die bereit sind, ihre großen Fähigkeiten bis zum Aeuhersten für das gemeinschaftliche Werk einzusetzen, wenn sie spüren, daß der rechte Mann die rechten -Register zieht. Mit einer winzigen, aber zwingenden Geste holt der Dirigent die melodische Linie aus den ver­borgensten Klangverstecken, weist die minder wich­tigen, begleitenden, füllenden Nebenstimmen in ihrer Bedeutung, in Ausdruck und Stärke zurück, pointiert die spitzen Akzente, beseelt den Gesang der Soli, der Gruppen, modelliert die Motive heraus: beleuchtet die Sätze und Gegensätze, hält mit selbst­verständlicher Sicherheit die Zügel des Rhythmus, lenkt ihn zum Ausdrucksmittel, ballt die Kräfte seines machtvollen Instruments, heißt sie heroor- brechem in wahren Stürmen, befiehlt ihnen in Ruhe zu verströmen, zu verebben, zu ersterben. Wie nebenbei gibt er die Einsätze den Bläsern früh genug, daß sie Anblaszeit haben und der Ton in voller Klarheit da ist, wenn er erklingen soll. Der Dirigent zwingt nicht, er begeistert seine Musiker zur intensivsten Mitwirkung. Und das Größte: er trögt- für die Gesamtgestaltüng die Verantwortung!

Diese vielfältigen Aufgaben erfordern begreif» I licherweise eine restlose Versenkung in sie, fordern ein umfassendes Wissen um die Musik, im allge- I meinen und nm das jeweils dargestellte Werk tm

Helsinki, 1. März. (DNB.) In feierlicher Sitzung des finnischen Reichstages erfolgte der Amtsantritt des wiedergewahlten Staats- Präsidenten Ryti. Nach der Vereidigung auf die Verfassung richtete der Relchstagspraildent an den Staatspräsidenten eine kurze Ansprache, m der er erklärte, daß das finnische Volt m Ryti einen Staatsmann kennengelernt habe, der immerms zum letzten seiner Pflicht nachgekommen se: Staats­präsident Ryti habe, ein geschlossenes Volk hmter sich, dessen Weg klar und sauber sei. Staatspräsi­dent Ryti führte sodann aus:

Der Krieg wird fortgesetzt. Finnland hat nie etwas anderes gewollt als friedliche freund­schaftliche Beziehungen besonders zu s^men Nachbarn, [djtoffenen Nichtangriffspaktes wurde Finnland das tapfer eines ungerecht fertig teu An a r i f f s Zum Anlaß dieses Krieges wurden Ziele genommen5 di- der Nachdarftaat vorn> Standpunkt seiner Sicherheit als notwendig pachtete Gleich nach Beginn des Krieges wurde ledoch klar, daß diele Siele ganz Finnland umfaßten. Wir verteidigen unsere höchsten Werte, unser Lartd, un­sere Familien, unsere Freiheit, untere Kultur und die Zukunft unseres Volkes. .Nach unserer Auffas­sung hat jedes Volk, auch em, kleines,das Recht und die Pflicht, falls es selbständig bleiben will sich gegen aUe Angriffe zu verteidigen. Das Volk muß zu sich selbst Zuversicht haben. Wir haben viel­leicht entschlossener als irgendein anderes kleines

gerufen wird, die sich zu unermüdlichem Emiatz für Volk und Reich stellt, will und muß wißen, ob es die Schwestern ihr aleichtun und ob sie es ihr vielleicht sogar vorantun. Jetzt, hier und heute muh es sich zeigen, so sagt der Helle - Frauenverstand, und er hat Recht damit. ,

Wenn heute nicht Hunderte und Tausende, son- , dern unübersehbare Scharen von Bauernfrauen tn , der Woche sechzig, siebzig und mehr Stunden aus freiem Entschluß und aus Verantwortungsbewutzt- j sein auf dem Hof dienen und zugleich eine ganze . Kinderschar betreuen, wenn sie nut echt fraulicher ( Sorglichkeit die Ernte treulich einbrlngen, wenn Jte die Viehzucht nicht übersehen und zugleich dafür sorgen, daß mit ganz wenigen Hilfskräften auch , der letzte Quadratmeter ordentlich bestellt, gedüngt . und gepflegt wird, dann ist das eines der großen 1 und vielen Beispiele. Und es wird mancher Städte­rin, die sich über eine schwere Last beklagt, eine heilsame Beschämung bringen Begegnet ihr diesen Bäuerinnen einmal, die noch bis zum tiefen Abend und ein Bäuerntag beginnt beim ersten Hahnen­schrei - schaffen, dann zieht den Hist vor ihnen, denn sie haben es verdient.Nährmutter des Vol­kes" hat sie der Alte Fritz zu seiner Zeit genannt, und diesen Ehrentitel haben sie sich neu errungen in unseren Tagen. . ro..

Weit draußen vor der Großstadt steht em Rü­stungswerk, uckd auch da finden wir Frauen, Frauen und Frauen. Eine ältere Frau lernt gerade die jungen Reserven an, Mädel und Frauen aus allen Berufen. Sie. macht nicht viel Wesens von sich, diese Lehrmeisterin, die mit unerreichter Kon- nerschaft im Apparatebau tätig ist. Nur wenige willen, daß sie daheim drei Kinder hat und daß diese Frau fast auf den Tag seit drei Jahren hier freiwillig tätig ist. Sollen da die anderen ihre küm­merlichen, kleinen Sorgen und Nöte ausbrecken? Nein, ein solches Beispiel läßt die Kräfte wachsen, und ein solches Vorbild erreicht es, daß sie alle schon in den ersten Tagen etwas von dem Stolz spuren, tätige Glieder einer gigantischen Organisation zu sein. Wenn draußen die neuen Bomber emge- slogen werden, dann wissen sie, daß auch sie dazu mitgeholfen haben, und daß sie nun den Mannern und Brudern eine gute Waffe liefern dürfen.

Ein kleiner Elektrokarren mit Werkzeug und Gerät rattert vom Morgen bis zum Abend über das weite Gelände einer U-Boot-Werft. Ringsum wachsen die Schiffsrümpfe in die Höhe Schweiß­apparate und Niethämmer geben die Dkustk ab, über das Mädel auf dem Karren ist es schon so gewöhnt. Und sie navigiert wie ein geborener Steuermann ihr winziges Fahrzeug durch das Leben und Treiben. Im Dock wird em Kreuzer be­arbeitet, und da braucht man ihre Werkzeugkasten. Einmal wird auch dieses Mädel wieder eine Bibliothekarin sein, aber heute ist sie stolz darauf daß sie den Karren beherrscht. Und niemals wird sie diese große Lehrzeit vergessen.

In einem Riesensaal werden Anker und Kabel gewickelt. Wie wild tanzen die Spulen auf dem Ge­rät, da müssen die Frauen gut achtgeben, daß nicht eine Sekunde ein Apparat leerläuft. Ehrensache, datz man nur tadellose Sachen abliefert, und daß man den Prüfständen keinen Kummer macht. Die grauen hier haben alle kleine Kinder daheim und kommen aus den verschiedensten Häusern. Jetzt aber tragen sie alle das gleiche Kleid, und niemand fragt danach, ob es eine Oberinspektorin war, die eben bet Der Schmiedefrau Rat und Beistand suchte. Im Takt- scklag geht die Arbeit dahin, und wenn der Betriebs­leiter durch seine Halle gebt, dann ist er unbändig froh darüber, daß seine Frauen längst das not­wendige Pensum schaffen.

Ein glühender Erzblock kippt aus der Weißglut auf einem Nebengleis fahrfertig gemacht wird Sie Presien und Hämmer muß er laufen, ehe das lange rotleuchtende Band handgerecht ist. Da steht em alter Facharbeiterfund packt, immer im entscheiden­den Augenblick, mtt der Riefenzange den glühenden Wurm. Umpressen, Formen, .Kammern und Lau­tern das greift alles ineinander Die Frauen können bei vielen Arbeitsgängen Hilfe leisten, und sie hm es gerade hier doppelt gern. Ist es nicht symbolisch, was hier vorgebt. Ehe das neue Deutsch­land fertig ist, unbezwinglich durch alle feindlichen Waffen, müssen wir alle durch Reckhammer und läuternde Flammen.

Die Frauen verstehen dieses Sinnbild, und sie vergessen dieses Bild nie.

Frontschwestern blicken aus dem Lazarettzug, der auf einem Nebengleis fahrtfertig gemacht wird. Sie haben 0 vieles bedenken und zu tun, dasi sie nur selten einmal Ausschau halten können. Draußen, hinter dem Zaun, werden neue Waffen gestapelt, und auch hier können Frauen mithelfen und das ihre leisten. Wie rechte Geschwister blicken sie sich an: die im blauen Arbeitskittel hier und die tm Waschkleid mit dem Roten Kreuz dort. Und sie grüßen sich herzlich. In Monaten, in Jahren haben sie beide bewiesen, was Frauen in unserer Zeit zu

Komitee vom Roten Kreuz in Genf eingegangen: Wir danken für Weihnachtsbotfchaft aus fteimat, Bitten, unseren Verwandten beste Wünsche für kommendes Jahr übermitteln. Al les wohlauf im Lager."

Der Stabschef der SA. besuchte gemeinsam mit dem Reichskriegsopferführer, <^.-Obergruppenftchrer Oberlindober, die genesenden De^undeten des Re girnentsFeldherrnhalle" NSKOV.-Erholungs beimFrontkämpferdank" in Zakopane. Der Stabs­chef dankte ihnen für ihren vorbildlichen Einsatz uckd besichtigte das vorzügliche Erholungsheim der NSKOV., wo er an einem Kameradschaftsabend ten- nahm.

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In Anerkennung der japamsch-mandschurifchen Zusammenarbeit hat der Tenno dem Kaiser Mandschukuo einen Kriegs-Orden verliehen und ihm Erinnerungsmedaillen an den 2603. Jahrestag de Gründung des japanischen Reiches überreichen lassen.

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Frau Tschiangkaischek wird in Neuyork er­wartet, wo sie im Madison Sguare Garden sprechen

Das neue Schulzeichnen."

Eine in Augsburg vom Leiter der Arbeitsge­meinschaft für Kunsterziehung im NS.-Lehrerbund, Pros. Griebel, organisierte Ausstellung., vermittele wertvolle Einblicke in die neuen Lehr- und (sr8 ziehungsmethoden auf dem Gebiete des Schulzeich­nens, die eine vollkommene Abkehr von der seither geübten Praxis bedeuten. Die Ausstellung (Pflan­zen, Tiere, Gruppenbilder, Ornamente, Schriften, Kalender, Stickereizeichnen, Reliefzeichnen) gibt ein Bild von dem systematischen Aufbau des Lehrplans. Was in dieser Schau der acht- bis 16jährigen Ma­del als Ergebnis eines einjährigen Unterrichts bet nur Inständiger Anleitung pro Woche in Einzel- und Gemeinschaftsarbeit erreicht wurde, ist über­raschend. Fern von jeder Schablone und in Ableh­nung Der Tendenz, Kinder zu Kunstdilettanten her- anzüzüchten, ist das Ziel der neuen Unterrichts­methode darauf gerichtet, den Unterricht dem Denk- und Fassungsvermögen der einzelnen Altersstufen genau anzupassen, der kindlichen Phantasie mög­lichst freien Spielraum zu lassen, Form« und Far­bensinn zu bilden, die Freude am schöpferischen Werk zu wecken und in die Bahnen künstlerischer Harmonie und Schönheit zu lenken. Besonderer Wert wird auf die Pflege der alten Techniken ge­legt, wie sie sich zum Teil heute noch in manchen Gegenden als echte Volkskunst erhalten haben.

Karl Hossel.

Prof. Walther Kolbe gestorben.

Am 24. Februar starb der Professor für alteGeschichte an de ^Universität Frei­burg, Dr.phil. Walther Kolbe. Der besonders auf dem Gebiet der hellenistischen Geschichte und griechi- scheu Epigraphik bekannt gewordene Gelehrte wurde 1876 auf der Insel Wollin geboren. Er studierte und promovierte in Berlin und machte dann längere Reisen durch Griechenland, Kleinasien und Italien^ 1905 wurde er auf den neu gegründeten Lehrstuhl der alten Geschichte an der Universität Rostock be­rufen, 1918 folgte er einem Ruf nach Greifswald und ging 1927 nach Freiburg. Den ersten Weltkrieg machte er als Leutnant mit. Seit 1933 war Kolbe . Mitglied der Heidelberger Akademie der Wisfenschaf- : ten und des Reichsinstituts für Archäologie. 1938

Bangkok, 1. März. (Europapreß.) Am Sonn­tag, dem 19. Tage des Hungerstreiks, hatte Gandhi Unterhaltung mit vielen Besuchern, darunter auch dem früheren Ministerpräsidenten von Madras, der den Mahatma jetzt zum drittenmal im Gefängnis besuchte. Devdas Gandhi, der Sohn des Mahatma, erklärte, daß fein Vater trotz Gewichtsabnahme außer Gefahr sei. In allen Teilen Indiens fanden Demonstrationen statt. In Poona marschier­ten Studenten nach dem Haus, in dem Gandhi ein- gesperrt ist. Sie wurden von der Polizei gewaltsam verttieben: zahlreiche Demonstranten wurden ver­haftet. In Allahabad wurde in einer Massenver- ammlung für das Leben und den Erfolg Gandhis gebetet. Polizei vertrieb die Menge und verhaftete 15 Personen. In Bombay und Ahmedabad sind alle Fabriken geschlossen.

Reichsgerichtsrat Altötter vom Reichsjustiz. Ministerium erklärt, auf dem Gebiet des Fammen- rechts sei nach den bereits ergangenen gesetzgeberi­schen Maßnahmen, wie neues Ehegesetz, Kindschaits- recht und Erbrecht, der Weg für weitere Neugestal- hingen, besonders im Rahmen des ehelichen Guter- rechts frei. Hierbei werde der Grundsatz im Vor­dergrund stehen müssen, daß nicht das individua­listische Interesse des Ehegatten entscheidend sein darf, sondern die Sicherung und Stärkung der Fa­milie, deren Aufbau und Eingliederung in das Ge­füge der Volksgemeinschaft Zweck der Ehe und vor­nehmste gemeinsame Aufgabe der Ehegatten ist. Weiter blieben die Wandlungen zu berücksichttgen, die die Stellung der Frau im Erwerbsleben er­fahren habe. Auch die Erneuerung des Rechtes der Kindesannahme erscheine so dringlich, daß chre bal­dige Lösung anzustreben sei. Im Erbrecht seien wei­tere Reformarbeiten zur gesetzlichen (Abfolge und zum Pslichtteilsrecht in Angriff genommen.

Bulgarien feiert den Beitritt zum Oreierpakt.

General Eisenhower sah sich genötigt, ange­sichts der durch die deutsch-italienischen Operationen geschaffenen neuen Lage' in Tunesien mit General Alexanderan Ort und Stelle zu sprechen .

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Das Kriegsministerium in Washington gibt be­kannt, daß jetzt mehr als 4 500 0 0 Neger in der USA.-Wehrmacht Dienst tun. Mehr als 60000 smd außerhalb des amerikanischen Kontinents ein* gesetzt. *

Wendel! Willkie will sich für die Präsidentschafts- wahlen in den USA. im Herbst 1944 wiederum als Kandidat der Republikaner aufstellen lassen.

Kunst und Wiiienschast.

Auch im Westen sei eine zweite Front unmöglich und würbe das Schicksal von Dieppe mit sich brin­gen. Eine Landung auf der Pyrenäen-Hchbmsel sei undenkbar, da Portugal eine Verständigung mit Spanien erzielt habe. England wünsche ein sich zer­setzendes Bulgarien, das als Dünger für den eng­lischen Imperialismus dienen soll. Das Ende des Krieges und damit der Sieg der europäischen Ge­meinschaft sei nicht mehr fern.

Oie türkische Nationalversammlung neu gewählt.

Istanbul, 1.März. (Europapreß.) Am Sonn- taa haben die am 21. Februar gewählten Wahl- männer die Wahl der türkischen Nationalver­sammlung vollzogen. Die prominenten Persönlich­keiten des politischen Lebens, der Staatspräsident, der Ministerpräsident, die Mitglieder der Regierung und der Präsident der Nationalversammlung wur­den mit überwiegender Mehrheit wiedergewahlt. Von den gewählten 453 Abgeordneten gehörten sonst ie- doch nur 312 der aufgelösten Nationalversammlung an. 141 Parlamentarier sindneue M ä n n e r , denn es war eine Funktion der Parlamentsauflo- sung, der Nationalversammlung neue jüngere Kräfte zuzuführen. Die neugewählten Abgeordneten treten am 7. März zur ersten Fraktionssitzung zusammen. Auf dieser wird das Arbeitsprogramm der neuen Nationalversammlung festgelegt werden.

Zn ganz Indien Demonstrationen für Gandhi.

Die Schlußakte eines rauschenden Orchesterfestes: mit hinreißendem Schwung erstürmen die Geigen die äußersten Höhen und verharren dort über Violen und Celli in flirrendem Tremolo, breite Bläserchöre überbrücken die letzten Klangspannungen, die Pauken wirbeln ein gewaltiges Crescendo, noch drei wuchtige Schläge, und wie eine abschließende Kuppel ragt die Majestät des Grundakkords, den mitten in seiner Macht ein kleines, herrisches Ab- winken des Dirigenten abbricht! Einen Atemzug lang ist ergriffene Stille. Dann rast der Beifall los ... Der Dirigent wendet sich feinen Hörern zu: er hat ein blasses, von der Anspannung gezeich­netes Gesicht: er verbeugt sich, noch ein wenig ab­wesend und doch ganz Weltmann. Und wie der Bei­fall fein Ende nehmen will, gibt er ihn weiter an seine Musiker, die auf sein Zeichen aufstehen, um den erneuten Beifallssturm sichtbar zu quittieren. Das Fest ist aus, und bald beginnt die Diskussion.

Die Rede, das Für und Wider, geht viel um den Dirigenten. Die einen sind begeistert von seiner Künstlerpersönlichkeit, von der Gültigkeit feiner Ausdeutung. Ein anderer klagt dagegen, daß die sehr persönliche Werkauslegung fast ha5 Werk Über­wuchere, oder daß das Schauspiel dieser faszinieren­den Gebärdensprache zu sehr nach außen wiese. Wieder ein anderer wagi gar die Frage, ob dieser berühmte Mann überhaupt nötig gewesen fei, ob dieses wunderbare Orchester, in dem bekannte Künst- - ler als Instrumentenführer und als Solisten wir­ken, nicht auch bei weniger bedeutender Stabfüh­rung ebenso genau und ebenso klangschön musiziert hätte. Zudem seien die geheimnisvollen Zeichen mit dem weißen Buchenholzstäbsten ja unhörbar, und wenn einmal eine Dirigierbewegung mißriete, bann sei (ganz anders als bei der klingenden Fehlleistung des Instrumentalisten) keine klangliche ober gar musikalische Katastrophe die Folge. Ist die Leistung

besteht diese Leistung?

Das Orchester ist in seiner Gesamtheit nichts an­deres als ein großes, sehr fein abgestuftes Musik­instrument, eine Orgel mit vielen lebendigen Regi- tem. Der Dirigent ist der Spieler.'Wie der Orga­nist die Freiheit der musikalischen Gestaltung im

das Dirigieren" (1869) der erste große Lehrer dieser spät entwickelten Disziplin steht auf seinem über­aus exponierten Posten als dem Komponisten kon» genialer Nachschaffender, als Diener am Werk, aif Führender im Musikleben eines Volkes.

Zeitschnffen.

Eine kritische Würdigung des Malers Wilhelm Trübner gibt Karl Scheffler im Januarheft der MonatsschriftD i e K u n st" (Verlag F. Bruckmann^ München). Von Ulrich Christoffel lieft man eine Be­trachtung der Bildnereien von Georg Brenninger^ einem Schüler von Hermann Hahn an der Münchner Akademie. Ein Beitrag von Anna Klapheck-Strüm- pell behandelt zeitgenössische toskanische Künstler Der II. Teil derKunst" zeigt ein Haus in Frohnau von Architekt Fritz Glantz (Berlin) sowie viele neu­zeitliche Herrenzimmer und Arbeitsräume verschieb dener Architekten, die manchem begrüßenswerte Sin« regungen bringen werden. Die ganz reizenden Künst. lerpuppen von Anna Fehrle (Schwäbisch-Gmünds und Weihnachtstischschmuck von Lotte Winter be» enden das Heft.

- DieMo den well" (im Deutschen Verlag» Berlin) bringt m ihrem neuen Heft die ersten ftrütJ jahrsmodelle 1943. Man sieht zeitgemäße Komplets und Mäntel. Man findet sportliche Kleids aus wenig Stoff, Blusen und Kleide?garnittlren E« «ibt Dorschläge str Nachmittag-kl-idungsmodell- füt Vollschlanke und viele Vorlagen für £

Mädchen. Auch Mg-mähe Frisuren und neue ftütj Ä«0K«8 m^Än6arbeit3tett zahlreich- Mu mgretten fürs Babykleu^

vollbringen wissen. Der Zug fahrt an, und drüben wird ein Waggon nach dem anderen geschlossen

Man winkt hin und her:Macht s gut! Mr^nd