Ausgabe 
2.3.1943
 
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der

Schwere Sowjeiverwffe in der Winterschlacht

.Der Angriff deutscher und italienischer Truppen

Alle Krast dem Kamps, aller Wille dem Sieg!

Gegen einen schmalen vorgeschobenen Stelluugs- bogen südlich des Ilmensees führte der Feind gestern hintereinander zehn Angriffe, die alle aber verlustreich abgeschlagen wurden.

In der Zeit vom 21. bis 28. Februar wurden an der Ostfront 1060 Sowjetpanzer durch Verbände des Heeres zerstört, erbeutet oder bewe­gungsunfähig geschossen.

Deutsche Seestreitkräfte vernichtete« in wieder­holtem Einsatz vor Roworossijst ein Torpedo­boot, vier Handelsschiffe von 6500 BRT. sowie zwei Küstenschiffe. Die Luftwaffe vernichtete zwei wei-

Vier Tage weilte der Reichsminister des Auswär­tigen von Ribbentrop in Italien und besprach.sich mit dem Duce und den hervorragendsten Mitglie­dern des Faschismus. In dieser Besprechung wurde die gemeinsame Stellung Deutschlands und Italiens, wie es bei der engen Verbundenheit beider Völker und der herzlichen Freundschaft zwischen Führer und Duce gar nicht anders sein konnte, erneut umrissen und festgelegt.

Neben dem Höllensturm aus dem Osten, den Ita­lien mit abwchren hilft, ist es vor allem die Be­drohung im Mittelmeerraum gewesen, die durch den ruchlosen Ueberfall Roosevelts auf Französisch-Marokko und Algerien Italien direkt treffen sollte, aber durch den schnellen Gegenschlag der Achsenmächte mit der Besetzung von Tunis ab­geriegelt worden ist. Während wir die entfesselte Meute Stalins in harten Winterkämpfen an ihrem Ziel, Europa bolschewistisch zu wachen, verhindern, hat die deutsch-italienische Heeresgruppe m Tunis die Stalin unterstützenden Pläne Churchills und Roosevelts zerschlagen. Die Amerikaner vor allem haben zu ihrer maßlosen Ueberraschung erlebt, daß die Achsenmächte auch in Tunis ihnen durchaus ge­wachsen sind. Somit sind alle Illusionen der Dam tees zerstoben. Sie hatten allen Ernstes geglaubt, sie brauchten nur an der Mittelmeerküste zu erschei­nen, und die ganze Mittelmeerfront der Achsen­mächte würde zusammenbrechen. Jetzt, nach der ame­rikanischen Niederlage und der empfindlichen Sto­rung der Nachschublinien durch die U-Boote und Achsenflieger haben die Pankees in ihrer Preße ihrer tiefen Enttäuschung Ausdruck gegeben. Es war nichts mit dem amerikanischen Spaziergang aus Rom und der beabsichtigten Schockwirkung auf Ita­lien. Im Gegenteil: Die Bedrohung hat auch alle lebendigen Kräfte des Faschismus auf die Höhe der totalen Kriegführung gebracht, und die Opfer, die Italien in Afrika bringen mußte, haben zusammen

27. Februar den Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop. Der Führer hat dem Kron­prinzen Umberto von Italien das Goldene Grohkreuz des Deutschen Adlerordens verliehen. Der Orden wurde dem Kronprinzen durch den Reichs­minister des Auswärtigen von Ribbentrop bei sei­nem Besuch anlählich seiner Anwesenheit in Italien überreicht.

Ribbenirop auf der Heimreise.

Rom, 1. März. (DNB.) Reichsaußenminister von Ribbentrop empfing am Sonntagvorwittag die Missionschefs der Dreierpakt-Verbündeten und der befreundeten Nationen der Achsenmächte und begab sich am gleichen Tage nach Deutschland zu­rück. Zu seiner Verabschiedung hatte sich Unterstaats- sekretär Bastianini mit den Vertretern von Staat,

an der nordtunesifchen Front brachte wei­tere Fortschritte. In der vergangenen Rächt wurden nach bisher vorliegenden Meldungen drei große feindliche Transportschiffe vor der algerischen Küste durch Lufttorpedos getroffen. Die Vernich­tung eines Schiffes von 7000 VRT. ist sicher,

3m Mittelmeer versenkten )U-Boot-3äger der Kriegsmarine ein feindliches Unterseeboot.

Bei militärisch wirkungslosen Angriffen briti­scher Flugzeuge gegen einige Orte der besetzten Destgebiete und einen Stützpunkt an der Atlantik­küste, ebenso wie bei vereinzelten Bombenwürfen in der vergangenen Rächt in Westdeutschland hatte die Bevölkerung Verluste. Fünf feindliche Bomber wurden abgeschosien.

3m Kampf gegen den Schiffsraum Großbri-

Oer Wehrmachtbericht.

DRB. Aus dem Führerhauvtquartier, 1. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Angriffe, die der Feind auch gestern gegen die Fronten des Kuban-Brückenkopfes führte, brachen unter hohen blutigen Verlusten zusammen, vor Roworoffijfk schoß Artillerie des Heeres ein mit Panzern beladenes Schiff in Brand.

An der M i u s f r o n t trat der Feind nach hef-

hauptkampflinie Im Abwehrfeuer zerschlagen.

Der eigene Angriff im Raum von 3 sjum ge­wann auch am gestrigen Tage weiter an Boden. Die Angriffsdivisionen warfen den zäh sich wehrenden Gegner auf und über den D o n e z zurück.

Versprengte und abgefchnittene sowjetische Kräfte wurden aufgerieben, dabei 23 Danzer abgeschosien und zahlreiche Gefangene und Beute eingebracht.

Starke Kampf- und Rahkampffliegerverbände führten wuchtige Angriffsschlage gegen zurück­gehende feindliche Kolonnen und bekämpften mas­sierte fowsetische Kräfte.

3n den Kampfräumen von Charkow, Kursk und O r e l und südlich des 3 l m e ns e e s scheiterten zahlreiche Angriffe des Feindes in schweren Kämp­fen. An einer Stelle wurden motorisierte Truppen der Sowjets eingeschlossen und vernichtet.

Partei und Wehrmacht eingefunden, ebenso deutsche Botschafter von Mackensen.

Oer deutsch-italienische Regierungsausschuß.

576800 VRT. feindlichen Handelsschiffsraums im Februar vernichtet.

Dienstag, 2. Marz M3

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Deutsch-italienische Kampfentschlossenheit.

Bis zur endgültigen Beseitigung der tödlichen Gefahr einer Bolschewisierung Europas Reichsaußenminister von Ribbentrops Besuch beim Duce.

Rom, 1. März. (DRV.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop weilte im Auftrage des Führers vom 24. bis zum 28. Fe­bruar in 3talien. Zu feinem Empfange halten sich der Unterstaatssekretär der Auswärtigen Ange­legenheiten Bastianini, die Unterstaatssekretäre Rossi und A l b i n i sowie hohe Persönlichkeiten des italienischen Staates, der Faschistischen Partei und der italienischen Wehrmacht, ferner Botschafter von Mackensen mit den Mitgliedern der deut­schen Botschaft eingefunden. 3n Begleitung des Reichsauhenministers befanden sich der Botschafter im Auswärtigen Amt Ritter, der stellvertretende Chef des Wehrmachtführungsstabes Generalleut­nant w a r l i m o n t und die zuständigen Abtei­lungsleiter des Auswärtigen Amtes. Der königlich­italienische Botschafter in Berlin, Dino Alfieri, nahm gleichfalls an der Reise des Reichsauhen­ministers teil.

Am 25. Februar empfing der Duce den Reichs- außenminifter von Ribbentrop, der eine perfön - liche Botschaft des Führers überbrachte. Anschließend fand in Anwesenheit des Unterstaats- sekretärs B a st i a n i n i und der Botschafter von Mackenfen und Dino Alfieri eine erste Be­sprechung statt, die über vier Stunden dauerte.

Am Freitag, Samstag und Sonntag wurden die Besprechungen zwischen dem Duce und dem Reichs- auhenminister fortgesetzt. 3n ihrem Verlaufe wurden alle Fragen^ der europäische« Politik und der gemein­samen Kriegführung der Dreierpaktmächte erschöp­fend behandelt. An einer der Besprechungen nahmen außer Unterstaatssekretär Bastianini, der bereits eine längere Unterredung mit dem Reichsauhen- minister hatte, auch der Chef des italienischen Gene­ralslabes Generaloberst Ambrosio und der Stell­vertretende Chef des wehrmachtführungsstabes Ge­neralleutnant w a r l i m o n t teil.

Die Unterredungen zwischen dem Duce und dem Reichsaußenminisler fanden in einer Atmosphäre offener Herzlichkeit und im Geiste der Freundschaft statt, die den Führer und den Duce, verbindet. Sie ergaben die völlige Ueberelnstimmung der Auffassungen, die immer zwischen Deutschland und 3talien bestanden hat, und die die Gewähr für den Sieg in dem gemeinsamen Kampfe bietet, den Deutfchland und 3talien in vollständiger Solidarität mit 3apan und den übrigen Verbündeten führen. t

Der Duce und der Reichsaußenministec betonten erneut die Entschlossenheit der beiden Länder, den Krieg mit aller erforderlichen Kraft bis z u r v ö l- ligen Vernichtung der seindlichen Streitkräfte und bis zur endgültigen Beseitigung der tödlichen Gefahr einer B ol- schewisierung Europas zu führen. Sie stellten noch einmal nachdrücklichst den entschlossenen Willen Deutschlands und 3taliens fest, nach Er­ringung des Endsieges in Europa eine Reuord - nun g zu errichten. Diese wird allen europäischen Völkern ein gesichertes Dasein in einer Atmosphäre der Gerechtigkeit und der Zusammenarbeit bieten. Frei von allen jüdischen und plutokralischen Ein­flüssen soll den europäischen Völkern die Möglich­keit zu produktiver Arbeit und sozialer Gerechtig­keit innerhalb der gesicherten Grenzen des groh- europäischen Raumes garantiert werden.

Einig in Härte und Siegeszuversicht.

<95. Jahrgang Nr. 51

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags

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Gießener Familienblätter Heimat imBild- DieScholle

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mit den ruchlosen Bombenangriffen gegen- italie­nische Großstädte erst recht den Siegeswillen des italienischen Volkes entflammt.

Dem gemeinsamen Vernichtungswillen der Sta­lin, Churchill und Roosevelt setzen Deutschland und Italien, wie es im Kommunique über die Be- prechungen Ribbentrops mit den italienischen Staatsmännern heißt, den Willen entgegen, ,chen Krieg mit aller erforderlichen Kraft bis zur völligen Vernichtung der feindlichen Streitkräfte und bis zur endgültigen Beseitigung der tödlichen Gefahr einer Bolschewisierung Europas zu führen". Dieser Wille yürd ergänzt durch die gewaltigen Kräfte, die den Achsenmächten zur Verfügung stehen und nunmehr bis zum Letzten mobilisiert werden. Wir wollen, daß Europa nach (Erringung des Endsieges auf der Grundlage der Gerechtigkeit, der Zusam­menarbeit und des Zusammenstehens aller Völker in einem neuen sozialen Geiste geordnet wird. Es ist unser Europa, für das wir diesen schweren Kampf ausfechten, und- die Feinde, das Weltjuden­tum der Plutokraten und der Bolschewisten, sie wer­den am Granitblock der Achsenmächte zerschellen.

Das ist unser Wille, Und für dieses Ziel spannen wir alle Kräfte an. In Rom wurde die Vielheit der politischen und militärischen Probleme erörtert. Die Gemeinsamkeit der Auffassungen und Zielsetzungen hat die Stellungnahme unseres Führers und des Duce erleichtert. Einig und in Härte und Kraft kämpfen beide Nationen, bis der Endsieg errungen ist.

Ribbentrop beim Kaiser und König.

Rom, l.wärz. (DNB.) Seine Majestät der- nig und Kaiser Viktor Emanuel empfing am

tannien5 und der Bereinigten Staaten von Nordamerika versenkten Untersee­boote im Februar 82 feindliche Handels^., schiffe mit 545 300 BRT. und torpedierten weitere Schiffe, von denen eine Anzahl als gesunken anzunehmen ist. Schnellboote versenkten drei Handelsschiffe mit 6500 BRT.

Die Luftwaffe versenkte im gleichen Zett* raum fünf Handelsschiffe mit 25 000 BRT. und be­schädigte 14 Handelsschiffe zum Teil schwer.

Damit wurden im Monat Februar 576800 BRT. feindlichen Handelsschiffs­raums vernichtet. Unterseeboote versenkten ferner einen Kreuzer, einen Zerstörer und drei Geleit­schiffe. Andere Einheiten der Kriegsmarine ver­nichteten drei Schnellboote, zwei Vorpostenboote, ein Versorgungsschiff und ein Unterseeboot.

Ferner wurden von der Luftwaffe ein Unter­seeboot versenkt und zwei Kreuzer sowie ein kleines Kriegsfahrzeug beschädigt.

Oer Februar-Erfolg in der Schlacht auf deuMeereu

Obwohl im größten Teil des Monats Februar die Wetterlage für die Operationen zur See denkbar schlecht war, ist auch in diesem Monat die feindliche Schiffahrt von unseren Streitkräften außerordentlich schwer getroffen worden. Daß dieSchlacht im At lantik" für die Gegner immer bedrohlicher wird, das ersieht man aus den nervösen Aeußerungen der anglo-amerikanischen Presse. So hat erst in diesen Tagen dieNews Chronicle" offen eingestanden,daß England infolge der deutschen U-Boot-Sperre von seinen Nahrungsmittelreserven zehren müsse und wahrscheinlich unterliegen werde, wenn es nicht ge» linge, das in der deutschen U-Boot-Waffe bestehende erste und größte Problem der englischen und ameri« kanischen Strategie zu meistern". Aehnlich äußerten sich die amerikanische ZeitschriftLife", die die Schiffsroute über den Atlantik als Hauptschlagader bezeichnete, bei deren Abschneidung England ver­hungern müsse, und der ebenfalls amerikanische Christian Science Monitor", der im U-Boot-Krieg einenHemmschuh für alle Offensiopläne gegen Europa" sieht und betont, daß der Atlantik als Le« beüslinie der Deyrokrcckien in schwerer Gefahr sei.

Brigaden seine Angriffs- und Umfassungsversuche fort. Im Gegenstoß schneller Verbände brachen sie ebenfalls blutig zusammen.

Während an der Mius-Stellung der lang erwartete feindliche Angriff im Feuer unserer Trup­pen scheiterte, vernichteten Iagdtommandos hinter der Front die letzten abgesplitterten Reste des VII. sowjetischen Garde-Kaoallerie-Korps. Dabei fiel der Stellvertreter des gefangenen Kommandieren­den Generals Borrissow, der sowjetische General­major D u d k o, der sich mit sechs Begleitern durch­zuschlagen versucht hatte. In diesen Kämpfen um die letzten Schlupfwinkel der Versprengten in Schacht- anlagen und Balkas erbeuteten unsere Kampftrupps noch 12 Geschütze sowie, zahlreiches Gerät.

Im Raum von Isjum unterstützten Stukas, Schlachtflugzeuge und Zerstörerverbände das Zer­schlagen des feindlichen Widerstandes durch unsere weiter vordringenden Divisionen. Eine thüringische Panzerdivision har wahrend der letzten vier Tage durch Aufbrechen feindlicher Umfassungsflügel und Einschließung starker fowietischer Panzerverbände 82 Panzer zerstört. Südwestlich Charkow schossen die deutschen TruppeiL erneut 16 Sowjet­panzer ab, kesselten bei Gegenstößen motorisierte feindliche Kräfte ein und drückten sie auf engstem Raum zusammen. Westlich und nordwestlich Kursk sowie im Abschnitt von Drei setzten unsere Grena­diere den fortgesetzt angreifenden Bolschewisten er­bitterten Widerstand entgegen. Beim Scheitern eines viermal wiederholten, von Panzern unterstützten i Angriffs verlor der Feind 500 bis 600 Tote.

Rom, 1. März. (DNB.) In Rom hat unter dem Vorsitz des Gesandten C lo d i u s und des Botschaf­ters Giannini eine kurze Taguna des deutschen und des italienischen Regierungsausschusses für die Regelung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern stattgefunden. Es wur­den vor allem Maßnahmen getroffen, um die Ab­wicklung der Z a h l u n g e n im Verrechnungsverkehr wesentlich zu beschleunigen.

Frauen am Werk.

Wir haben es oft genug erlebt in den beiden letz< ten Jahrzehnten, daß die deutsche Frau und das deutsche Mädel den Weg zu einem großen Entschluß schnell und leicht fanden. Wo der wägende Verstand des Mannes manchmal noch unschlüssig und betrof­fen auf die Hindernisse sah, da hatte Herz und In­stinkt der Frau oft längst entschieden. So Unbeirrbar treu unsere Frauen an wirklichen Werten der Ver­gangenheit hingen, so wach war stets ihr Sinn für das Unrechte und Schädliche. Wenn wir heute mit , Stolz von den Vorkämpfern des neuen Deutschland sprechen, und wenn wir sie als den kostbaren Kern unseres Volkes werten, dann wollen wir auch nicht vergessen, wieviel Frauen und Mädchen völlig an­spruchslos und zu höchsten Opfern bereit von An­beginn die Sache der Bewegung vorantrugen.

Daß die deutsche Frau heldisch nicht nur zu den ken, sondern auch zu handeln vermag, das hat sie in über zwei Jahrtausenden wieder und wieder be­wiesen. Eine heldische Epoche unserer Geschichte ist ja überhaupt undenkbar ohne den täglichen Anteil unserer Frauen, ob es sich nun um die Mutter der frtderizianischeu Zeit oder um die ragenden Gestal­ten der Uta und der germanisch-deutschen Königin­nen, um eine schlichte Bauersfrau aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges oder eine Tirolerin von 1809 handelt. Immer waren sie da vielleicht nicht als glänzende Gestalten im Vordergrund, immer aber als stumme und tätige Wächterinnen des Gan­zen und immer packten sie die Aufgaben an, wie sie gestellt wurden.

Und eines fällt uns dabei auf: daß sie ihr Werk ganz weiblich zu meistern verstanden. Von denwei­fen Frauen" spricht schon die älteste deutsche Sage, und dem Preis der treuen und klugen Gefährtinnen ist seicher eine ganze deutsche Dichtung von vielfäl­tigsten Formen gewidmet worden. Das ist in die­sem Fall nicht Höflichkeit und Ritterlichkeit, die in jedem Deutschen fortleben, es ist lediglich die histo­rische Wahrheit.

Je größer die Beispiele sind, desto umfassender müssen 'mit Notwendigkeit die Ansprüche fein, die unsere einzigartige Zeit mit chren Verpflichtungen und Forderungen an die deutschen Frauen von heute stellen kann, stellen darf und stellen muß. Die Pflicht, die das Gesetz heute jeder Frau ohne Unterschied auferlegt, ist gewiß nicht klein, aber gerade die weibliche Seele'weiß, daß es in solchen Augenblicken nicht mehr um die paragraphenmäßig verankerte Forderung geht, sondern um den freiwilligen Bei­trag, den jeder und jede auf sich nehmen wollen. Wenn sich schon das, was eine Frau und Mutter im täglichen Leben vollbringt, nie voll erfassen läßt, wie soll es dann anders fein, wenn es um die rie­sige deutsche Familie geht und um die Frauen, die ohne Schema und umfangreiche Statistik ein Aeu- ßerstes leisten wollen.

Wie lächerlich würde es wirten, wenn man ein­mal das mit dem Rechenschieberkalkulieren" wollte, was eine Mutter von der Geburt des Kindes an für dieses zu vollbrißzgen hat, dis der Junge und das Mädel, die erwachsene «Frau und der gereifte Mann die nie zu ersetzende und nie zu entbehrende Betreuerin verlieren! Niemand weiß besser als die deutsche Frau, die Tausende solcher Beispiele aus dem eigenen Schaffen anführen kann, daß es letztlich immer auf das Unmeßbare ange kommen ist, wenn wir mehr als andere Völker voll­brachten und wenn wir höhere Ziele als sie er* reichten.

Alle die großen historischen Beispiele des Ein­satzes wären aber nur wenig wert, wenn sich ihnen nicht gleichgroße Leistungen der Gegenwart zur Seite stellen. Die Frau, die heute zum höchsten auf-

Berlin, 1. März. (DNB.) Die Februarkämpfe an der Ostfront bedeuteten für die Bolschewisten einen schweren Aderlaß. Außer den gemeldeten 1060 Panzern verlor der Feind Tausende von schweren Waffen aller Art und Zehntausende von Menschen. Zuverlässige Schätzungen über die blutigen Ver­luste der Bolschewisten liegen nur aus Teilabschnit­ten vor. Südöstlich des Ladogasees kostete den Feind lein vergebliches Anstürmen im Februar etwa 50 000 Mann. Im Kampfgebiet von Drei wurden 30 000 und allein am N.ordrand des Kuban-Brückenkopfes im Gefechtsstreifen eines deutschen Armeekorps 9710 gefallene Bolschewisten gezählt. Die Vernichtung des VII. sowjetischen Kavalleriekorps im Donezgebiet und die Zertrümmerung der sowjetischen Panzer­armee Popoff zwischen Donez unb Dnjepr, sowie die vergeblichen Massen angriffe des Feindes am Mius, am Wolchow und im Ilmenseegebiet rissen ebenfalls gewaltige Lücken in die Mannschaftsbestände der Sowjets. Hunderttausende gefallener und verwunde­ter Bolschewisten liegen an den Schwerpunkten der Winterschlacht' im Kampfgelände, ohne daß der Feind die gesuchte Entscheidung herbeizufuhren ver­mocht hätte. ' 1

*

Am 28.2. griffen die Sowjets den Kuban- Brückenkopf von Süden und Norden her oft Bei Noworossijsk unterstützten sie die Vor­stöße ihrer Infanterie durch starkes Ärtilleriefeuer, doch blieben die den ganzen Tag über anftürmen- den Bolschewisten ohne jeden Erfolg. Im Norden des Brückenkopfes setzte der Feind mit drei Schützen-

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tiger Artillerievorbereitung auf breiter Front zum

Angriff an. Die Sowjets wurden schon vor der tere Transportschiffe des Feindes.