1mg über die Konferenz von
lassen. Hails unio Tribünen weisen gro
gnng komme. Hände weg von der Weichsel, mühte
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eines KvM"
munalverbamdes, einer Gemeinde
Auölandszucker für Sinmachzwecke.
Unterzeich
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Be- der des
Vertritt ZI
Minister Dr. Simons: Es gibt nur eine Lösung, nämlich die Zuteilung des gesamten Gebiets an das Deutsch? Reich. Trotzdem hat der Oberste Rat die 50-Meter-Zone und die fünf Orte als eine Art Brückenkopf den Polen zuge- sprochen. Der Beschluh verstößt gegen das Völkerrecht. Das Auswärtige Amt hat alles nur Mögliche getan, um diese Vergewaltigung hintanzu- halten. Er erhebe schon jetzt Protest gegen diese
Donnerstag, nachmittags 1 Uhr, zweite ratung des Entwurfes über die Aushebung Militärgerichtsbarkeit und zweite Lesung Notetats.
Schluß gegen 7 Uhr.
DeuLZcher Reichstag.
Berlin, den 28. Juli.
Beginn der Sitzung 1 Uhr nachmittags.
812000 M. vc man, 300000 Ä Staate \wWv gegen sich Ha Arbiter roanbt? Mack soll ton' leihe gedeät n>
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Für Lieferung gesagter Krrrtofseln, ausschließlich Sack frei Keller des Bestellers, fanu höchstens ein Zuschlag tioit 1 Mark zu dem Höchstpreis von 32 Mark für den Zentner gefordert wcrden. Bei Lieferung der Kartoffeln vom La<
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lers erhöht ,ich der Zuschlag von 1 Mark auf höchstens 2 Mark für den Zentner.
Bei Lieferung durch den Erzeuger imierfaftb seines Wöhnottes frei Keller oder an einen Ort im Umkreis von nicht mehr als 4 Kilometer frei Keller darf der Aufschlag höchstens die Hälfte der im vorhergehenden Absatz genannten Säfa- betragen.
die Losung heißen. Die Regierung müsse hier ein- greifen und der Entente klar machen, daß es hier kein Diktat gibt.
Abg. Po hl mann (Dem.) gibt ebenfalls ein Treugelöbnis Westpreußens znmi Reiche, bedauert, daß das Selbstbestimmungsrecht nicht geachtet werden solle und bittet, daß das Haus in diesem Falle wenigstens Einmütigkeit bekunde.
Abg. (Stier ling (D. Vp.) erwartet, daß jeder Deutsche für den deutschen Osten ein trete. Es gibt ein altes Naturgesetz, das lautet: Fürchtet Euch nrcht, Gott läßt sich nicht spotten.
Abg. Ledebour (USP.) schließt sich dem Protest ebenfalls an. Wundem aber forme man sich eigentlich nicht, denn die Hakatisten, bie Nährväter des Unfriedens im Osten, ernten jetzt, was sie früher gesät haben.
Abg. S ch u l z - Brvmberg (D.-N.): Auch er S, daß sich die Nachrichten aus Polen nicht hrheiteu. Sollten sie aber wahr fein, so wäre das einfach ungeheuerlich.
Damit schließt die Besprechung der Interpellation.
Von der Rerchszuckerausglerchsgesellschast m. b. H. in Berlin ut Aullmwszucker für Em mach- Zwecke zur Versagung gestellt tojr'.en Es entfallen auf fcen der Bevouerimg des Landkreises Gießen '/» bis 3/4 Pfund (öl? genaue Menge wird noch bekanntgegeben) zum Preise von 7 40 Mk das Pfund. Wer die auf ihn entfallene Menge zu beziehen wünicht, hat unter Vorlage seiner Zuckerkatte mtb Abgabe der Marke 155 bei einem Kleinhändler seines Wohnortes bis zum 2 Aug eine Bestellung aufzugeben. Die Kleinhändler haben Namen der Besteller und Anzahl der abgegebenen Zuckermarfen in ein Verzeichnis einzu- tragen. aus Grund dessm die Ausgabe später zu erfolgen hat. Die Marken sind auf Bestellbogen aufzullebm und ipätestetts bis zum 6 Aug der Großhandelstiereinigung e. G. m b. H in Gießen West-Anlage 31, einzusenden. Auf der Ruckfefte der Bestellbogen ist anzugeben, von wel- chem Großhändler der Zucker bezogen werden soll. Nichtemhaltiing der gestellten Fristen hat den Ausschluß von dem Bezüge des Zuckers zur Folge.
Veranstaltungen.
1T, T£nJlc^ta9, 29. Juli: Stadtkirche, 8'-/- Uhr, .KirchenLmzert oer Gießener Evangelischen
** A nit l i che Per sonal nachrichten. Am 19. ds. Mts. wurde der Oberkontrolleur Heinrich Ludwig zu Gießen mit Wirkung feines Dimstantritto zum M miste rial sek re- tär bei dem Ministerium der Finanzen ernannt,
** Die Stadtverordneten sind auf Samstag, 31. Juli, nachmittags 5 Uhr, zu einer Sitzung eingeladen worden. Die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung behandelt: Besolden'zsordnung für die Beamten der Stadt Gießen: Nenregellmg ber Bezüge der akademisch gebildeten Leb/vcr an der 'höheren Mädck-enschule: Neuregelung der Bezüge (t.er Reallel-rer an der Hölzer en Mädchenschule; Beschaffung von Tafeln für die Bezirks,chule.
* ♦ Von der Eisenbah n. Seit 25. Juli verkehren die Personenzüge 409 (Koblenz ab 5.15 Uhr vorm., Gießen -an, 9.53 Uhr) und 414 (Gießen ab 6.00 Uhr nachm., Koblenz an 10.33 Uhr abends) auch Sonntags.
** Aufhebung der Eierbewirtschaftung. Das Kreislebensmittelamt Friedberg teilt mit: Es bestehen noch vielfach Zweifel darüber, ob in Hessen die Eier noch öffentlich bewirtschaftet werden. Es wird deshalb darauf hingewiesen, daß alle Verordnungen über die Ablieferung von Eiern und den Handel mit Eiern in Hessen aufgehoben Worten find. Der Verbrauch von Eiern und der Handel damit ist daher jetzt vollständig frei.
** „T ie Wagenladung D iebesgut", j die nach einer am 22. März d. I. im Gieß. Aa^. veröffentlichten Notiz bei einem Arbeiter des Durch- D gangsl-agers beschlagnahmt wurde, enthielt, wie sich herausgestellt 'hat, rechtmäßig erworbene Gegenstände.
♦ * Städt. Obst- und Gemüsestelle. Morgen kommt noch eine größere Sendung Heidelbeeren von 8 Uhr ab zum Verkauf. Ferner trifft diese Woche ein Waggon FrifchgeMuse, Weißkraut und Wirsing, ein.
* * S tädt. Seefischmarkt. Margen Freitag treffen >noch Schellfische und Seehecht ein und werden von 8 Uhr an verkauft.
Tas Jnieresfe für die Fortsetzung der Besprech- Spaa scheint nachgu- isen große Lücken auf.
Der Antrag der Mehrbeitsparteien, die die Gründe der Regierung für ihr SSerbalteu in Spaa billigen, wirb gegen bie Deutick>-ilcatwnalei. und Unabhängigen angenommen. Außerdem Haven oie Unabhängigen einen Antrag auf ioiornge Sozialisierung der Kohlenbetriebe eingebracht.
Minister Tr. Simons erklärt den Antrag, so sympathisch er für die Regierung auch sei, >ur zur Zeit als undurchführbar, t» er in die Ab- machuiigen mit der Entente störend emgr elfen könnte.
Abg. Ledebour (USP.) meint, das sei nicht zu befürchten. >
Der Antrag der Unabhängigen wird abgelehnt.
Es folgt die Jnter^llation der Mehrheitsparteien wegen der Abtretung des Weichfelufer- streifens.
Abg. Fleischer (Ztrck begründet die Interpellation und er Härt", nach ben ihm zuteil gewordenen Informationen aus Paris habe die Entente die in Frage stehenden Dörfer bereits Polen zugesprochen. (Allgemeiner Protest.) Das sei eine Verletzung der Verträge und gebe Grund, die Revision des gesamten Friedenstiertrages zu verlangen. Ostpreußen sei der Zutritt zur Weichtet im Friedensvertrag zugesichert. Hier werde eine Kette unaufhörlickfer Konflikte geschaffen. Er erwarte schärfsten Protest in Paris. Die Entente dürfe ihren eigenen Frieden nicht sabotieren. (Bravo, auch auf der Tribüne.)
fertig seien, wie zu jenen Zeiten, als uns die imperialistische Politik in den Krieg gejagt habe. Der Weg zum Eroslg ihrer Partei gehe über die Entwaffnung des deutschen Kapitalismus. Die Zukunst gehöre der Arbeiterschaft. Alle kapitalistischen Versuche der Welt aufzuhelfen, hatten feinen Zweck, ebensowenig der Völkerbund. Das Gerede von Deutschlands Versllavung sei nur Gerede. Herr Stmn.es und Genossen würden sich schon rechtzeitig mit der Entente verständigen, wie dies in Köln und Mainz geschehe, und sich in
Abg. ©trefemann (D. Vpt.)Er verstehe nicht rech t, daß eine Zeitung seiner Zeit die Lieber» schrift: „Ter Erfolg von Spaa" labe gebrauchen L-nneu. Ein Erfolg kann man die schweren Lasten, die der Vertrag uns auserlegt, doch kaum nennen. Er vergleicht die uns auierlegten Friedeirslasteir mir denjenigen von Cartl/ago und bedauert, daß die FrieLeiisEdingungen immer noch nicht allgemein bekannt sind. Er verlangt die Veröffentlichung unserer Gegenliste als Antwort auf das Vergangen unserer G. gner, daß die „Kriegsschuldigen" bestvast werden sollen. Wenn wir in ^paa nicht genügend txor bereitet eingetroffen sind, so trifft die Schuld daran weniger die jetzige Regierung, die erst vier Wochen im Amte ist, sondern die vergangene Regierung. Für die Verhandlungen in Gens müßten die Vorder itungen jedenfalls so gründlich getroffen werden, damit wir selbst mit Vorschlägen kommen könnten. Ter Friede von Versailles sei, das stefa bei allen Parteien fest, unerfüllbar. Er stimme nicht mit oem Lansing'sehen und Wilson'schm Programm überein. Es fei daher unsere Pflicht unablässig daran zu arbeiten, daß der Friedensvettrag von Versailles mit diesen beiden Programmen in Einklang gebracht werde. Wemt Lloyd George Besorgnis roegen des Bestehens unserer Regierung habe, so würde er nicht dazu beitragen, dieser das Instrument aus der Hand zu nehmen (Reichswehr), auf die sich die Regierung stütze. Redner nimmt bann Sünnes in Schutz, ben man nicht zu entschuldigen, sondern zu danken habe. Wie Bann ein Kampf um unseren Lebensnerv hier in Zusammenhang mit der Angst der lothringischen Konkurrenz gebracht werden. Stiums sah die Atmosphäre für eine wirtschaftliche Verständigung mit Frankreich für noch nftht gekommen. Diese Llnsicht wird von allen Freunden einer wahren deutsck>-f r anzö sischen An-^ näherung gebilligt. Im übrigen 'hat die Groß- industrie im Westen selbst entsch eben fick gemeinsam mit den Arbeitern gegen jede Lockerung innerhalb 'des Reiche auszusprechen. Die Kohlensrage hängt allein von Oberschlesien ab. Beöommen wir von hort Kohlen, so körnten wir den Vertrag erfüllen.
Ein Deutschland ohne Oberschlesien flmtn ben Friedensvertrag nicht erfüllen. Deshalb liege das Verbleiben Oberschlesiens bei Deutschland im Interesse der Entente. Andererseits fürchte er, daß unser Transportwesen den Anforderungen nicht gewachsen sein werde und die Erfüllung des Vertrages in Frage gestellt werde. Tie Lebensrnittel für tie Bergarbeiter müßten auch von Transportarbeitern und speziell den Eisenbahnern zugute kommen. Wenn sich unsere Delegierten bezüglich Oberschlesien-auf das Wort unserer Gegnw verlassen 'bitten, so dürfe man ihnen nicht ben Vorwurf nationaler Würdelosigkeit machen. Ter.Herr Außenminister hätte bei seinen Reben nicht lediglich an die Psychologie des Auslandes denken sollen. Er bedauert, daß gestern nicht einfach erklärt worden sei, daß der Krieg durch die Mitschuld oller Völker hervorgerufen tvvrden sei. Einzelnen die Schuld zuzuschieben, sei doch nicht angängig. Ter preußische Militarismus habe keine größer; Schuld als derjenige der anderen Nationen. Jetzt, da er verschwunden, tauche ber Militarismus bei den weflichen Demokratien weiter auf. Angesichts der „ Fahnen frage dränge sich einem doch ber Vergleich mit den zahllosen ungesühnten Zwischenfällen im besetzten Gebiet auf. Von entern Cl-auvimsmus bei uns könne doch gar keine Rede fein. Durch Verständigung z!wischeu uns und Frankreich müsse die einfei.ige Begünstigung Polens zum Nachteil Deutschlands auf hören. Auch der französische Ge- fanotc in München gehöre hierher. Aber hinter allem stehe die Angst vor Preußen, das doch jetzt genau so demokratisch sei als die übrigen deutschen Staaten. 2buch einzelne Vertreter Süddeutschlstnds Härten sich in antideutschem Sinne ausgefprock-en. Was die rote Brücke angehe, biebte Bolschewisten _ über Polen Magen wollten, so sei er der Ansicht, daß ber Bolschewismus nichts weiter sei als ein verkappter Imperialismus. Er wolle sich über einen größeren Länderkomplex ausdehnen, um seine Lebenskraft zu erweitern. Wenn Herr Breitscheid so energisch für Rußland eintrete, habe er damit das Recht verwirkt, sich über nationale Begeisterung Andersdenkender zu entrüsten. (Zustimmung, Profestrufe, großer Lärm.t Heber die Leistungen des Bolschewismus sei ihm nichts bekannt geworden. Aus bolschewistischen Zeitungen gehe ffertior, daß nur bittere Armut und Hunger herrsche. Wir werden den russischen Staat aus Zwang anerkennen, werden uns aber gegen seine Propaganda auslehnen. Wenn er auch in ew-c' Punkten nicht mit dem Herrn Minister des Aenßern übereinstirnrne, so hege er doch im allgemeinen Vertrauen zu ihm, iimb seine Partei werde ihn nach rote vor unterstützen.
Abg. Hausmann (Dem.): Die erzwungene Herabsetzung der Reichswehr ist einem einmütigen Protest begegnet. Der Gründ dafür liege in ben zahlreichen Vorkommnissen der letzten Zeit z. B. die Vorkommnisse im Baltikum, die Versenkung der beutfdyen Schiffe in Scapa Flow, die Verbrennung unferer Luftschiffe. Dies hätte im Ausland Mißtrauen erweckt und dem Inlande die schweren Bußen auferlegt. In einem Bericht der „Frankfurter Kennug" wird die Bedürfniszahl Frankreichs in Kohlen ganz anders angegeben Danach sei Frankreichs Bedürfnis schon jetzt bis zu 65 Prvz. gebet#, während dasjenige Deutschlands nur bis zu 48 Proz. gedeckt sei. Mles in allem verstehe er die Stellungnahme der Delegation in Spaa. Ein Vorwurf wegen der Unterzeichnung föirrte ihr jedenfalls nicht gemacht werden. lieber den Ausführungen des Ministers des Aeußeric liege ber Schimmer größter Gewissenhaftigkeit. Er bedauere die Hetze dec Rechten, die jeden Mutiner angegriffen hab?, und mm. rov ein Fachmann im Miniftenum des Aeußem sitze, dielen in einer derartigen Weise überfall?. Dem Minister Dr. Simons habe er wegen feiner Offen - heft gerne zur Seite gehabt. Seine ?lusführungeii feien zuverlässig gewesen, jedenfalls müßten die Anknüpfungspunkte zu der Entente weiter ge pflogen werden. Redner kommt sodann auf den französischen Botschafter in Wien, der Deutsch Oesteneich vor fallcheu Einflüssen bewahren wolle, und auch auf den Botschafter in Wien zu sprechen. Er erblickt k.n dem letzteren keine Gefahr für Deutschland, da Bayern schon rechtzeitig sagen werde: „Und führe mis nicht in Versuchung" Er behandelt bann die Neutralitätserklärung. Wenn Abi. Hötzsch die Zukunft Rußlands in bet Demokratie sehe, so müsse er ihn beipflichtem dasselbe nehme er auch für Dcilischland in An spruch
A«r Stcrdt wnJ» Land.
Gieße n, den 29. Juli 1920.
Höchstpreise für Frühkartoffeln.
Auf Grund der Verordnung des Neichsmini- sters für Ernährung und Landwirtschaft über die Preise für Frühkartoffeln vom 14. Juni 1920 wird hiermit im Einvernehmen mit der Reichslarlvffel- stelle von der Landesiat löffel stell e bestimmt:
Ter Höchstpreis für Frühkartoffeln aus ber Ernte 1920 betrügt vom 1. August, bis 15. August ds. Is. 3 2 Mark für ben Zentner. Dieser Preis ist Höchstpreis im Sinne des Gesetzes, betreffend Höchstpreise.
Ter Höchstpreis gilt für bie in Hessen erzeugten Kartoffeln und für den Verkauf durch den Kartoffelerzeuger. Er gilt für die Lieferung ohne Sark, sowie für Barzahlung beim Empfang: er schließt die Kosten der Beförderung bis zur Verladesfelle des Ortes, von dem die Ware mit der Bahn oder zu Wasser versandt wird, sowie die Kosten des Einladens daselbst ein.
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Umge'-ftlung der Welömschauung durch bie_ Biologie. — Lichtspielhaus, „Mvrel" und „Schuch- Palast Pintus". — Lichtspiele, SelterÄveg, „Tas Feuer und sein Meister", „Ti^ Schätze des Geisterschiffes" und „fDtaier aus Berlin".
den Dienst der Entente stellen. Sie verlangt die Sozialisierung der Kohlenbergwerke, damit die Arbeiterschaft die Gewißheit habe, daß sie nicht privatkapftalistischeii Interessen diene. Sie schließt mit einer Begrüßungsrede für den Bolscl-ewiS- müs, der an den Grenzen Deutschlands halte. Um so bedauerlicher sei es, wenn die Sozialdemokraten eine ihnen feindliche Haltung einnehme. Der Zwiespalt in der Arbeiterschaft müsse aufhören, wenn der Menschheit geholfen werden solle. (Lebhafter Beifall.)
Abg. Hergt (Dntl.) wendet sich gegen die Verwahrung des Reichskanzlers wegen des Vorwurfs der Verletzung der nationalen Würde und des Mangels an erforderlicher Festigkeit. Auch seine Partei sei sich des Ernstes der Situation wohl bewußt gewesen, aber die Delegation sei gewissermaßen kochend nach Spaa gegangen und habe sich sehr schnell abgekühlt. Man habe nur unter dem Eindruck der Bajonette gehmidelt. Darum fei man auf die Drohung mit dem Einmarsch ins Ruhrgebiet nicht vorbereitet gewesen. Die Minister aus dem alten Kabinett müßten dies wohl wissen. (Protestrufe und großer Lärm.) Hatten wir nicht unterzeichnet, so hätte dieser Einmarsch einen Rechtsbrucy dargestellt, der uns in den Augen der Welt zugute gekommen wäre. Jedenfalls sei die Unterzeichnung keine nationale Tat gewefen, und nur eine solche könne im Volke die erforderliche Begeisterung wiedererwecken. Von einem Mißtrauen könne ferne Rede sein, denn nach außen hin müssen alle Deutschen einig sein. Die Hoffnungslosigkeit des Reichskanzlers könne er unb seine Pattei aber nicht teilen. Tie Erfüllung schwieriger Aufgabm ständen uns bevor, darum müsse man der Regierung den Rücken stärken.
Vizekanzler Heinze: Unsere Aufgabe war es, den Einmarsch zu verhindern. Unser Volk liegt schwer genug darnieder. Dieses Volk zum nationalen Widerstand auszufordem, kann die Regierung nicht verantworten und wird cs auch nicht tun.
Reichsminister Tr. Simons: Wgc- vrdneter Hergt hat uns nicht den Mcken gestärkt, sondern ist uns in den Rückeugefallen. Wir falben eine Verschlechterung der FriedensfaQingungen nicht angenommen, sondern toir 'falben dagegen angetämpft. Gegenüber den Aeußernngen der Ab- goortmeten Strefemann unb Müll r-Franken stellt der Redner feine Ausführungen über den Bolschewismus richtig und fähtt bann fort: Auch auf der Asche würden endlich neue gesunde .Mime auf- sprießen. Gegenüber der Entente sfehe ich auf dem Standpunkte, daß ivir uns bemühen müssen, die Friedensbedingungen ju erfüllen. Rußland gegenüber müssen wir die Ver'hältnisfe halt so nehmm wie sie einmal sind.
Abg. von Scheck» (T. Vpt.) spricht seine tfreube über das verfassungsmäßige Verholtm der bayerischen Regierung in ber Gesandtenwage ans Wenn die italienische unb englisch- Regierung dem Beispiel der tvanzösnchxen folgen würben, so sei es zu begrüßen. wenn di-' G'- fenbten gemeinsam die Putsch i unb
Hofbuäiil,<rus besuchten. । Große Heiterleft ) Sollten sie sich aber in die Politik e^nmischm, io fei er überzeugt, daß der gesunde Menschenverstand ihnen bald begreiflich machen werde, sie feien nur lästige Ausländer. Alle Trennungsge- üste des Herrn Millerand würden keinen Erfolg haben Ter Ton der fronzölischen Sirenenklänge, die über den Rhein kommen, kennen wir sch'on vom Kriege her, wo Frankreich immer wieder vettichtte, es wolle uns von der preußisch-n Siegemonty betreten. Preußen hat Bayern aus dem Rheinbund befreit. Daß ihm bie Führung gebubrt, erfennen wir gern an. Die gefallenen Baifern roiirtfen sich jm Grabe umdrehen, wenn .^aftten, daß sie ihr Blut für einen neuen Rfainbund vergossen hätten Das Reich muß uns doch bleiben.
n ^e[ dlntrag der Deutschi-cationalen, der der
Abg. Böhm (Bahr.,Vpt.), erkemrt an, daß sich der Minister des Aeußeren^ in Spaa Iehr geschickt benommen habe, imo daß trotz ^^r Gour- toisie doch nicht mehr zu erreichen war 2uwte^ seits gebe er aber zu, saß in epaa bie 3ug^ltat^ niffe das Maß dessen überschrftvm l-aben, was tatsächlich geleistet werben könne. -Lpeztell unter dem Kohlcmabkomme:« sehr S" herrsche schon fetzt dort große Arbnysslongve^ iirdustttellem Gebiet. In der Angelegenlfeu, »
französischen Gesandten in München Kbe fich die bayrische Regierung ter re ft uno dem Rerchsgedan- t'en getreu enoieien. Die baltert)dfe Einwohnerwehr trage absolut feinen militärischen Ehorarter.
Abg. Frau Zetkin (Kommun.) begrüß bie Erfolge der bolsch.-wistilchen Armee gegen ben Imperialismus Polens. Sie ruft alle Üommunil ei L Swatilten ber M w Jnt-rEwnal-n auf, um im Sinne der Weltrevolntion ben Kapitalismus unb Imperialismus zu stürzen.
Der erste c der ebangtli Deutschlands reichs in &iti den theologischen ss lin, Bonn, Bresla >va>d, Halle, Heid Wg, Marburg, M Wien, sind Kossen.
, Tn gestrige B Nt der verbind erftenmal. Aach b> !feers des Westen lWde der Gicsten md die Gisste und dar, aus denen h Mit aut das Zu drangl hatte. Der M'ichen Zagend ^"gellaltiing „ns ^nMrtlichkeits lrnden Aufgaben i> öuiaminenschlust - engster [ tenffljait. L
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** Hünau, 28. Juli. Im „Hanauer
-.ifeuteaenichasi. - Liebigmuieum, 9 Uhr, öffem- Anz." lesen wir: Am vergangenen Samstag lio-er Lorlrag yes Pvvf. von Uexküll über die' mittag geriet ein Mann in den dreißiger Iab<
** Ter Provinzialverband ober» hessick cher Kaninchenzüchter hielt am Sonntag seine Hauptversammlung ab. Den Jahresbericht erstattete der Vorsitzende M. S ch ma l l - Gießen. Der Landesverband zählt 2200 Mitglieder, auf Oberhesfen entfallen allein 26 Vereine. Neu aufgenommen wurden die Vereine zu Reichelsheim mit 15, Schotten mit 50 und Berstadt mit 20 Mitgliedern. Zur Abhaltung der diesjahrig?n Provinzial- Verbandsausstellung mlldet sich ber Verein zu Dau bringen für Monat Oktober. Ter Verein Gießen stellt den Antrag, daß die Landes- versammlimgen künftig in Offenbach oder Frankfurt ftattfinben sollen. Von den Starkenburger Züchtern ist beantragt, ben Landesverband der Kaninchenzüchter in einen hessischen Kteintiev' zuchtverbcmd umzuwandeln.
Kreis Schotten.
np. U l r i ch st e i n , 28. Juli. Mit dem 1. August wirb nun die bisherige Auto post in eine Reichs Po st übergehen. Zu den bereits vor'l-an- banen Kraftivagcn kommen noch weitere ztvei oder drei. Es Nferden boom wtthl drei Bettiebslrnien ge- fal-ren: Ulrichstein—Mücke, Schotten imd Rixfeld.
Kreis Friedberg.
O Friedberg, 27. Juli. Es ist ein_ erfreuliches Zeichen der Zeit, daß die hiesigen Stadtverordneten in einmütigster Weite einstimmig beschlossen haben, ben etwa 25 noch lebenden Veteranen von 18 <0/7,1 einen Zuschuß von 250 Mk. für eine kleine Feier anlMich ber 50. Wiederkehr des Tages von Gravelotte zu geben.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Tarrnstadt, 28. Juli. Die Hessische Handwerkskammer 'hielt gestern im städtischen Rathaussaale unter dem Vorsitz des Geh. Gewerberat Falk- dRainz ihre 25. Sitzung ab, zu der von der Regierung u. a. auch Kreisvmt- mann Henrich erschienen war. 9iach der Begrüßung durck; den Vorsitzenden erflattete der Syndikus Schüttler den Täfegkeitsbericht des Vorstandes, worauf Kreisamtmaun Henrich die Wünsche ber Regierung überbrachte. Er fajffte, daß das bewähtte Vorgehen der Handwerkslamm.'r auch 'weiter gute Frückfte bringen möge. Die Jchr^ rechnu.ig wurde genehmigt und bann der SyiftWs nur 12 weitere Jahre verpflichtet und auch di', luciteren Beamten Verhältnisse geregelt. Ter Hcms- halttingsplan wurde gutgeheiyen und dabei der Vorstand ermächtigt, das Umlageverfahren mit Ge- netMigung der Reg-ierung einzusühren. Nach verschiedenen iveitcren Berichten wurde auch die Anregung für baldige Beseitigung der Zwau gsbewir t schaf tun g für Rohstoffe einzutreten gntg-eheißcn. Insbesondere wurde auch die Besckiaifung von preis'tvettem Nutzholz verlangt unb energisches- Vorgehen gegen die Eisenbähner verlangt, welche nach Beendigung ihrer Arbeitszeit noch garrze Neubauten aiisftihren und baduvckt den Hcmbiverker empfindlich schädigen. Na>ck> Erllärung des Vorstandes unb des Regie- rungsvertzreters, daß man nach ncklferen Angaben scharf Vorgehen werde, wurde in einer Entschließung die baldige Aufhebung der Zwangswirtschaft einstimmig gefurbert.
rm. Walldorf, 28. Juli. Am Sonntag wurde die Frau des Buckchruckereibesitzers Theis in ihrer Wohnung als verkohlte Leiche aufgefunden. Wie gemeldet roirb, standen um die Leiche mehrere leere Petroleumflaschen, aus denen man schließen muß, daß absichtliche Brandstiftung mtb Mord vorliegt. Der Ehemann wurde in Haft genommen.
Kreis Wetzlar.
roa. Wetzlar, 28. Juli. Aus bisher noch nicht festgestellter Ursache entgleisten gestern früh in Dorlar 4 Wagen des von Lollar kommenden Personenzuges, der fahrplanmäßig 6.55 hier ein- trifft. Da der Boden des einen Wagens durch bie, Näder eingedrückt wurde, geneten die Insassen in große Ausvegmig. Es tarn jedoch niemand zu Schaden.
Hessen-Nassau.
Abg. Müller-Franken (<&>i3 ixrotabigt die Fraktion gegen die im Laufe der Afeoatte laut ge- worienen Vorwütte. L>err Streicmcmn habe von seinen demftratischen Freunden getprochen. Juas Ausland verstehe nur noch nicht viel davon und noch weniger von der Lebendigkeit der großen Preu- üifefam Schnauze. (Unruhe rechts.) Zu,den Bolls- bcauferagten hätten auch die Unabhängigen gehört. Wie sei ba der gestrige Angriff des Herrn Breit- scheib zu 'verstehen. Bis vor ganz kurzer Zeit tonnten wir mit Rußland gar feine Vertrage ob- schlie^n. Als diese Trennung fiel, 'falbe er sofort die Beziehungen ausgenommen. Er selbst könne die loptimistisckfe Auffassung Tr. Simons über bie dortigen Zustände nicht teilen, er könne auch nicht an den russischen Sozialismus glauben. Nedner schließt mit einem Hinweis darauf, daß seine Fraktion zu dem Mehrfaitsantrag zur Konferenzdebatte jte- e. Dieser Mehrheitsbeschluß svlle die allgemeim erQetyc )ct)on jeßt ’jsroteir gegen meje
Mitarbeit und die Erftillung - Verletzung des Völkerrechts. Jm übrigen merbe die
becingungen ermog.irffen. Auf die Behandlung der Polen auf unserem Gebiete genau
deutsche Arbeiter nicht warten, denn bis entsprechen, welche unsere Landsleute
die>e tarne, fei er langst verhungert. hn Polen erfahren werden.
Abg. Frl. Tony Sender (USP.) wendet Abg. S chu lz - Brvmberg (D.-N.) bedauett sich gegen die politischen Tiraden und Schlag- yaß man erst in so später Stunde zu dem er» Worte, die im fetzigen Augenblick genau so leicht-! forberlidfen Protest gegen diese neue Bergewalti-


