il.
Juli. M bro
je *?hitaM w tm
en bereit» ttnW'
j mitte M &
i Bed.Wlmtn 9 'c,
erband ober* chter hielt an itlimg ab. Der Vorsitzende ® ldesverdond zahl! m entfallen allen i mürben die Bei- t 1'5, Schotter 20 Milglichmi
i Provinzial' i.'lbet lidi b:- $('■ mal Oktober.
I, daß die ßinfa- nbach ober ijranl cn 5tarfenburgt ndesverband bei gjchm Äemtiev
c (t Tbrgcn Fre> ’ «ehecht ein mr
Ufe'ei.
«w
SSs
■Ä * öonntag{ 'JCrbeniitls ^nsmittelami cnvM Vielfalt sK^rd de-
Verordnun- ,®ier"unb bei gehoben tnor «M.unbdt, URanbig frei. 'Diebesgut" 3; m Gieß < weiter bei Durch tntindt, nhe fii mwrbenc Okgen.
^emüfeflelle -e Landung tzei. kl VerLrus. ffrnia ifrischgemüfe
wi. «»W
fB- hanl!k<^ !li. Li-« SS»”
rg.
di. Es ist tjV daß die hieM einmütigftet Se. dm. den etwa i 18i0A einens eine Fncr anla^ von GraveW
hMeifen.
luli. Die Leist r NSS - dem Brm ® , ihre 25. -'M a.ad»$w*S ir Nach der» erlW^S ,-sdencht be» , Henrich .» achte. Er lM iXNldwAslüM nwge. 3® <lNnderSZ M rlnö Luck regelt- MS. m anb dato .
muhten, Mvde anch, d'.
n ß 'xi!y'-e)O*^ LD c nE au-W- des u^.., An^
-sM ZKL'-
zu'
Berlin
in
11,70
Etan&cL
der
Juli. (Fmikbienst.) Pol-
27. Juli: An der R v r b»
Warschau, 28.
notierten Harpener 394,
795/8.
notierte 79^/g. Es notierten Harpener 394, nüfcen; ne nniroen jeaom
<8od unter 375, Caro 269, Phönix 445, Elektr. i wurde Naidan den Bvl^rmwm gcnaubert. Schuckert 195, Siemens-Halske 259. Schuckert I Am Sereth und südlich des Zdrucz heftige Srampte
Abend- s?[bcnb- Schluß Schluß
11,45 447,-
315,65
694,30
634,35
22,97
24,84 84,-
23,82
Stockholm.
'■Wien .. .
Prag . . .
Börsenkurs».
Frankfurt
32'1,65
707,30
614,35
22,97
24,72
84,27
24,02
321,35
708,70
645,65
23,03
24,78
84,47
24,08
31*',35 695,70 635,65
23,03 24,90 84,20
23,88
form des theologischen Studiums beraten. X5erl)anÖlungen begrünen morgens 8 Uhr in
an beim Baden eines Hundes in eine Untiefe der Kinzig. In der Nähe spielende Kinder bemerkten, wie der des Schwimmens unkundige Mann in den Fluten versank und schlugen Lärm. Der in der Nachbarschaft woh- mende M a i o r v. Pape eilte auf Die Hilferufe herbei und sprang ohne Zögern ins Wasser, um den Ertrinkenden zu retten. Nach längerem Suchen unter höchster Lebensgefahr glückte es P-, den Verunglückten endlich mit den Füßen auf dem Grund zu finden und durch entschlossenes Untertauchen an die Oberfläche zu bringen. Unter Aufbietung aller Kräfte schleppte der Retter den Ertrunkenen ,m Wasser bis zum Wehr, wo inzwischen herbeigeeilte Leut, helfend mit anfaßten und ihn völlig aufs Trockene schafften. Major v. Pape stellte sofort sachgemäße Wiederbelebungsversuche an und nach langem, zähen Bemühen wurde die anstrengende Arbeit von Erfolg gekrönt. Die ersten leichten Lebenszeichen eiferten zu no chgrößeren Anstrengungen nud führten zu noch größeren Anstrengungen und führvollständig ins Leben zurückzurufen. Jnzwi- fchen eingetroffene freiwillige Sanitätsmannschaften brachten den Geretteten durch Krankentransportwagen in das Landkrankenhaus. — Major v. Pape war IV- Jahre Regimentskommandeur des damaligen Reichswehr-Ncgts. 36 in Gießen.
hl. Marburg, 28. Juli. Der Ente n t e z u g , der in Niederwalgern zurück- gehalten wurde, ist am Montag abend gegen 6 Uhr über Gießen—Limburg wieder in das besetzte Gebiet zurückbefördert worden. Es handelt sich bei dem in Marburg angehaltenen Zug offenbar um einen sogen. Polo n j a z u g , um einen der 155 Züge, die auf Grund des deutsch-polnischen Wirtschaftsabkommens vom 22. 10. 1919, zum Teil mit militärifdien Gütern, zum Teil mit Gütern auch für die Zivilbevölkerung, durch Deutschland durchgeführt werden. Die Eifenbahndirek- tionen hatten bereits vor dem Vorfall telegraphisch Anweisung erhalten, derartige Züge nicht mehr anzunehmen.
)( Marburg, 28. Juli. In der gestrigen Stadtverordnetensitzung wurde der Haushaltsvoranschlag zu Ende beraten. Er schließt ab mit 6 777 700 Mk. Tie Realsttuern wurden mit 350 Prvz. festgesetzt und sollen 350000 Mk. einbringen, während für die indirekten Steuern 812000 Mk. vorgesehen sind. Ferner beschloß man, 300000 Mk. ans der Besteuerung der vorn Staate sreig.-lassencn Einkommen cinzustellen, wo gegen sich b^ivrtlich kürzlich der Protest der Arbeiter wandt?. Ter fehlende Rest von 1273 500 Mark soll vom Staate erbeten oder durch Anleihe gedeckt werden.
Gießener Strafkammer.
Gießen, 27. Juli.
Der Lumpenhändler I. G. aus Galizien, z. Zt. Frankftirt, trieb, wie so viele seiner Stammes-
(Belb Brief
28. 3nli ,40 1313,60 1316,40
£eben$mittelteuerung.
3 Schlitz, 28. Juli. Wie vndererorts, waren von der arbeitenden Bevölkerung auch hier Umzüge geplant, um für einen Abbau der Preise -u demonsirieren. Tie Bürgermeisterei ist aber rechtzeitig in Unterhanolungen mit Erzeugern und Ver brauchern getreten, die zu einer Einig-mg führten und Kundgebungen znnächsl übcrsliissig machten Auch die L a n d v r t e werden sick) dem Preis a b ba u anschließen. Der Verein cec Kolonial warenhinöler hat befdiLf'en, beim all gern , i neu Preisabbau nach Kräften mityunnrfen und Tür sämilick-e Waren, soioeil sie noch auf Ärger sind, sofort einen lOpwzentigen Preisadsckstag eintreten lassen. Bei Waren, die neu eilig efiau ft werden müssen, soll her Reirrverdicnst nid): melyr höher als 15 Pwzent sein. Eine hiesige E i se n ha n d- l u n g, die viel bäuerliche Kundschaft in der Umgebung Hal, hat die Preise sofort um 25 Pwzent herabgesetzt, um sv den Landwirten mit gutem Beispiel voranzugehen. Tie Lanbwittschaft ertlart sich auch gern bereit, zum Ausgleich der Gegensätze ihrerseits beizutragen: das betonst ein Aufruf an die Bauern von Schlitz und Schlitzerland, wvnach der M i l ch p r e i s ab 1. August fceitvülig aus 1,35 Mark das Liter ab Stall herabgesetzt werden fall. ?lnch s-onst sollen noch Ermäßigungen landwirtschaftlicher Erzeugnisse sfatt- f inden, die r e st l v s den Verbrauchern zugute kommen sollen. Tie einzelnen Preise werden noch veröffentlicht iverben.
Helsingfor^ .... jtalien London. Aew-Pork Varis Schweiz Spanien Wien (altes) .
Deutsch-Oesterr. abg Prag Budapest Bulgarien ... Konstantinopel. .
vermischtes.
Raub in einer Mühle.
fi>. Bebra, 28. Juli. In die Mühle bei Iba dvrng am Dienstag nachmittag eine Räuberbande ein, mißhandelten das anwesende Be- sitzere'hepwrr schwer, raubten das bare Geld imd größere Mengen Lebensrnittel und entkamen b.nin unbehelligt. Tire Bande wurde später verfolgt, Ibnnte sich aber der Festnahme durch Abgabe einer Anzahl Schüsse auf die Verfolger entziehen.
kleinen Aula der Universität und ftnd alle (tu bicrenbm unb tm 'Beruf stehenden Theologen gänglich.
schließen fester 195 196V». AEG 21/. Prozem
niedriger 299. Gevr. Junghans verwrm 19 Proz. Frankfurt <t. M., 29 JuIl Stblfenmarrt.
"" Ruderregatta Zu der am Smntrz. 1. August, staltftm-endeu Re^nta de? Ruders > „Has sia" sind von 12 Vereinen 48 Bvvte mit 245 Ruderer gemeldet. In folg, dir zahlreichen Meldungen sinden Samsrag. 31 3ulk, iuit> Soim. lag, 1. August, ^rrcraien ftut. Tie ui zehn Rennen zur Auslohn gekmgeipeu Prersc sind im 3d)aufert ftrr der Firma C Stöver, Seltersweg, ausgestellt.
*" Tie R e ichsj u g e n owe 11 kä m vs e 1920 fanden für Gießen am 23 Juli ehren Ab- ichluß Tes Aöorgens boten sich oen Anfängern des Radsports spannende Endkämpse. Im 10- NtamelerStraßenrennen siegten mii knappem Vonprung in der Oberstufe Keller mi' 25 Min. 29 Sek. gegen )tzeil mit 23 Min. 30 Sek, in der Unterstufe K. A l t h a u s mit 27 Min. 15 Sel. gegen Pmndt mit 27 Min. 16 Sek., dann Rüdiger mit 30 Min. 45 Sek. Im Lang samfahren vrauchten für die 100 Meter lange Strecke in der O berstufe Keil 5 Min. 30 Sek., in der ll u t e r st u s e P s u n d t 5 Min. 22 Sek. Am Nachmittag sanden auf dem Trieb ebenfalls zum Teil scharre Kämpfe im Faustball und Fuß dallspiel statt. Leioer Nxir die Zuschauermeng? io gering, daß die beteiligten Vereins- und Schüler- nmnnid>aiten in gerechter Empörmtg hierüber sogar einzeln ihre Meldungen zurückzogni. Im Fast- ballspiel 3er Ooersstufc bezwang das Gvmna- 1 i u in das Roalgyntnasium mit 59 zu 58 Punkten. Ter Turn herein von 1846 siegte mit 50 zu 30 Punkten, der B. f. R 1900 mit 55 zu 42 Punkten, ’n»bei letzterer drei Ersatzspieler der Unterstufe eingestellt batte, die Unterstufe des V. f. R. siegle gegen den V. f. B. mit 50 zu 39 Punkten. Jin Fußballspiel trat nur die Mannsä>aft Der Lberstuie vorn V. f. B. an und siegte gegen die »um Teil mit Spielern der Unterstufe gemischte Mannschaft der Oberrealschule mit 2 zu 0 Toren.
* Was alles aus Schilf gewonnen wird. Ten 'bbben Gehalt, den die Wurzeln des Schilfrohrs an ^hlehydraten und Faserstoffen besitzen, kannte mm schon lange. Aber erst der jetzige Mangel an Rohstoffen hat während des Krieges dazu geführt, diese unerschöpflick)e Materiolquelle auf ihre wirtschaftliche Bedeutung genauer zu prüfen. Tie Analyse ergab einen Gehalt von 7,15 Proz. Eiweißsloften, 29,56 Pvoz. Rohrzucker, 25,49 Proz. Pentosane und 30,30 Proz. Rohsaser. Taraushin ist man dazu übergegmg-.n, die unermeßlichen Schilf whrbestände auszubeudeil, und vor allem in Hessen hat man durch besonders konstruierte pslugartige Geräte die Entrodung bei billigen Kosten durchgeführt. Auch der Teichwirtschaft wird dadurch gedient, da das Schilf für die Fischerei schädlich ist und durch B ütenbil im i zur V r chl rm- 'mung der Gewässer führt. Was nun alles au5 diesem Schilf gewonnen wird, darüber orientiert eine Neber sicht der Umschau. Ter Zuckergehalt der Wurzeln bildest die Grundlage und den wertrollsten Ausgangsstio ff für die Der sein dew ten Prodn tte. Seine Verarbeitimg als Sprr tus li?fei te aus einem Zentner frischer Wurzeln 2l -2 bis 3 Liter Alkohol, wobei die Brennereien nicht wesentlich verändert zu werden brauchten. Bei der weiteren Behandlung gewann man einen wohl schmecken Rum und ein ivürziges Bier, das an Äusseheu und Geschmack dem Porter ähnelt. Dasjenige Produkt aus der Rohrwurzel, das volkswirtschaftlich jetzt am wichtigsten wird, ist das Fragmit, das mit gutem Erfolg als Futtermittel verwendet wird. Es eignet sich nicht nur für Rinder, Schweine und Pferde, sondern 'bat sich sogar auch mit und ohne Beimischung oon Hafer als Futter für Rennpferde vorzüglich.bewährt. Ans der Ro'hfaser erhält man durch Brechen und Hecheln eine gurte Faser für Jute zum Spinnen: der reiche Zellu- bosegehalt läßt sich zu Papier verarbeiten.
(In einem Teil der Auslage ivied.'rbolt.)
Dve Folgen der Verhaftung Dortcns.
Wiesbaden, 28 Juli. Wie wir hören, sind der Regierungspräsident sowie der stell« vertretende Polizeipräsident ans Anlaß der Torten Affäre von der französischen Besatzungsbehörde vorläuftg ihrer Aemtcr enthoben würden. Die Freilassung D o r t e n s in Leipzig ist noch nicht erfolgt.
Die Verhandlungen mit Rußland.
London, 28. Juli (WTB.) „Daily Telegraph^ meint: Die in den rntmtationaleii K o m - promissen mit Rußland liegende f'Klegen- heit, das politische und imrkschaftliche Gleichgewicht der ganzen Welt wieder herzustellen, sei allzu bedeuttlngsvoll, um durch eine der Großmächte Europas leichtsimrig von der Hand gewiesen zu merben. Im Saufe der nächsten Tage werde aus dein Wortlaut der Wafsenstillstandsvor- schläge zu entnehmen sein, wie weit es die Sow- jetregiening ernst meint mit dem von ihr kund- gegebenen Willen nach Versöhnung.
Washington, 28. Juli. (WTB.) Reuter. Das Staatsdepartement hat bisher eine amtliche Mitteilung von einer Konferenz in London zwisck>en den Alliierten und der russisck)en Sowjetregierung noch nicht erhalten. Es scheint indes klar zu sein, daß, wenn, nicht besondere Gründe noch in letzter Minute die Anwesenheit eines amerikanischen Vertreters notwendig machen, die Ver^ einigtenStaatcnkeinenWertdar- auf legen, bei dieser Konferenz vertreten zu sein.
Kopenhagen, 28.Juli. (Tel. Union.) Wie aus Paris gemeldet wird, fand zur Erörterung der Lage im Beisein von Millerand kurz vor seiner Abreise nach Boulogne ein Z w i s ch e n r a t statt. Wie die Blätter berichten, ist hierbei beschlossen worden, Frankreich wolle an seiner Forderung festhatten, von Rußland zunächst die Anerkennung seiner Schuld Frankreich gegenüber zu verlangen. Ferner müsse Rußland in kürzester Frist ein Parlament wählen. Auf der eventuellen Friedenskonferenz in London müsse auch General Wrangel vertreten sein. Der Pariser Korrespondent der „Berlingske Dfdende" berichtet seinem Blatte hierzu, daß in der öffentlichen Meinung ein Umschwung eingetreten sei.
Der polnische Heeresbericht
Geld Brief
Datum-. 27. Juli
?Imnerbam. lottert). 1388,60 1391,-
Brügel-Antwerpen
Christiania
Kopenhagen ....
Stockholm
nischer Heeresbericht vom . „
front toben heftige Kämpfe. Untere Abteilungen mußten Sokolki anfgeben. Heftige Kämpfe finben nördllcb Czarna-Wios statt, glcichzeN a setzte der Feind ferne Angriffe am der Linie Sienio- nowka fort. Westlich von Buezane spielen "ch erbitterte Kämpfe ab. An der Chaussee Druc?cm< - Bielsk verdrängte unsere Heeres?'Mw? d.e -v/>i- schewi sten über den Dolch. Bei Beresa-BartULlä fanoen den ganzen Ton über heftige ^ämpse itatt. Die feindlichen Angriffe wurden nicht nur abgeschlagen, sondern die Bolschewisten wurden auch nach Osten verdrängt. Im Poleßjeab^ckintt irarrbe Pinsk geräumt. Südlich des Pripet fanden feine ernsthafteren Kämpfe statt. Bn Brodi m raren die Bolfchewisten die gestrigen Erfolge auc-zu- nützen; sie wurden jedoch abgewleicn. .sudlim B-.odi
tenroerte waren wenig verändert.
Frankfurt a. M., 28. Juli. Börfen- stimmungsbild. An der Abendbörse verursachte der Rückgang der Oelwerte, der schon an der Mitlagborse eine Abschwächung in Deutsche Petroleum bewirkte weitere Zurückhaltung. Diese Aktien setzten 815 ein, gaben bis 807 nach und schlossen mit 809 ca. 20% niedriger. Deutsche Erdöl 1725, Mansfelder Küpe sind weiter schwach, 4225 bis 4200. Die Tendenz der Montanpapiere gestaltete sich unregelmäßig, Harpener gaben 7 Proz. nach. Bochumer, Caro, Deutsch Luxemburg und Phönix Bergbau büßten je 4 Proz. ein. Elektro Deutsch Ucberfee find 5 Proz. gebessert, 815 Siern eus-Halske büßten 21/? Proz. ein. Felten und Guilleaume fest, 419 plus 7. Farbwerke Höchst an der Mittags-Nactzbörfe auf 356 zurückgingen, konnten sich 41A? erholen, 360'3. Metallwerke Gebr. Bing stellten sich auf 234, Mwdd. Lloyd 17 110. Eine Steigerung von 10 Proz. erfuhren Vereinigte deutsche Oelfabrikeu, welche mit 290 rationiert wurden. Bad. Zuckerfabrik zvgen um weitere 4^2 aus 394' _> an. Lothringer Zementwerk 295 rationiert, plus 10 Proz. Zellstoff Aschaffelchurg 384' 3. Emaillier- und Stauwerk zogen bei reger Nachfrage 4 Prvz. an, 197. Schcmtungbahn, welche im Angebot lagen, gaben 5 Proz. nach, 641 ä 640. Ausländische Renten ruhig 5proz. Reichsanleihe
öertretertag öer evangelischen Theologenschasten.
Gießen, 29. Juli.
Der erste ordentliche Vertreter tag der ev angelischen Theologenschasten Deutschlands und Deutsch-Oester- r c i ch s in Gießen hat gestern begonnen. Von den theologischen Fakultäten der Universitäten Berlin, Bonn, Breslau, Erlangen, Göttingen, Greifs- loald, Halle, Heidelberg, Jena, Kiel, Königsberg, Leipzig, Marburg, Tübingen (außer Münster) und selbst Wien, sind die studentischen Vertreter ein- getrofsen.
Der gestttge Begrüßungsabend auf dem Haufe der Verbindung Wingolf vereinigte sie zum erstenmal. Nach tem Willkommensgruß des Vertreters des Gießener Wingolf begrüßte der Vorsitzende der Gießener Theologenschaft die Vertreter und die Gäste und legte die inneren BeivegMÜnde bar, aus denen heraus die Gießener Theologen- fchast auf das Zustandekommen der Tagung gedrängt hatte. Der Wille der sttidierenden theologischen Jugend zu tätiger Mitarbeit an der Neugestaltung unseres Hochschullebens und das Verantwortlichkeitsbewußtsein gegenüber den wachsenden Aufgaben des künftigen Berufs fordern den Zufammenfchluß zu gemeinsamer Klärung und zwar in engster Fühlungnahme mit der Dozentenschaft.
In Vertretung des Rektors überbrachte der Tcfau der theologischen Fakultät Herr Professor D. Schian den herzlichen Willkommengruß der Universität und gab dem Ausdruck, was die Gießener tbcotogifdie Fakultät in dieser Stunde bewegte. In dem Sinn, daß eine innere Gemeinschaft zwischen Dozenten und Studierenden entstelle und weiter wirke an allen Fakultäten, wünsche er der wichtigen Tagung ein gedeihliches Arbeiten.
Ter Vertreter des Gesamtausscbusses der Gießener Studentenschaft ging auf die Zusammen- bange ein, in denen die Bewegung zur Bildung der Fachschaften und inr Zusammenschluß in Fach- aruppcn mit den Kräften der modernen Jugend- beioegimg unh dem Kampf um das moderne Er- ziehinigsideal steht.
Der Vorsitzende der theologischen Fachgruppe dmikle der Nniv rsrtät, daß sie ihre Räume für die Tagung zur Verfügung gestellt hat, der Gießener 'iheoloaenschafi für die umfangreichen Arbeits- kilninpen ur Vorl*ereitmig der Tagimg und der Bürgerschaft Gierens für die gastfreie Aufnahme.
Beumder.: eindrucksvoll waren die bewegten Worie 13?: Vertreters der Wiener T h e0- l 0 <1 c u ' d) a f t, dessen Anwesenl-eit nur nach UcbciTvinbung großer Schwierigkeiien möglich ward. Ec brachte Grüße von den Wiener evange- lischcu Tbev.om--studierenden, den Dozenten der --.-■eue; tt-eo!o -ischeu Fakultät, der Wiener evan- ',i‘iud)eii C-.'meinde. Das Bewußtsein des Zusam- nenhangs mit den Brudern im Reich gibt den .wangelischen Theologen Oesterreichs stets neue 'traf: Naä, Teutschland ist ihr Blick gerichtet M dem Land ihrer Mrafi und chres Glaubens. Ihre Hoffnung ist, daß doch noch einmal alle -Wde. sviveit deutsche Zunge klingt, zufammen- U'|(f’!ci:en kerben.
Psancr Sattler aus Wieieck brachte die ycrbui3ung mi. beit im Beruf stehenden Theo- iDgcit jiiib nüitschte engste Wechselwirkung zwischen ben Jungen im Sttidium nud den im Berufe ucl)ent>?n Th.0logen, -wischen Pfarramt draußen lliw theolu-:3'ck>er Fakultät hier, zwischen Theo logte und Kirche.
Ter Berttetertag wird vvm 29. bis 31. Juli »erhandeln: zunächst heute über Orgcmisations- iragen, zwecks strafferen Zusammenschlusses der 4.beolog-iefherenbim in Fachichafieu und der Fack> id)aften in der evangelisch-theologischen Fach- -rupi-e. Morgen, wirb voraussichtlich über txe Re-
genossen weniger den Lumpen- als vielmehr den Schleichhandel. An zwei verschiedenen Tagen wurde er in L t ch mit solchen Mengen von Fleisch und Mehl abgefaßt, die er keinesfalls für feinen Privat- bedars gebrauchte. Das Fleisch ließ er durch einen Mittelsmann zur Bahn bringen, um selbst damit nicht auszusallen. Erst nach seiner Festnahme gub er zu, daß es ihm gehöre. Das Gericht hatte keinen Zweifel, daß man es in ihm mit einem gewerbsmäßigen Schleid) Händler zu tun habe, hob die Urteile der Schöffengerichte Laubach und Lich, die ihn nur wegen Vergehen gegen die Getreideordnung und die Verordnung über die Regelung des Fleischverbrauchs zu Geldstrafen verurteilt hatten, auf und verurteilte ihn wegen. Schleichhandels zu einem Monat Gefängnis und 2000 Mk. Geldstrafe. Die Strafe des Mittelmanns wurde oon 30 auf 100 Mk. erhöht.
H. S von Gießen hatte mit einem Mädchen von Limburg ein Verhältnis angeknüpft, durck das ihm 50 Mk. Unkosten entstanden waren. Da sie ihm nicht treu war — er hatte sie durch seinen Freund K. L. auf hie Probe stellen lassen und diese Pwbe hatte sie nicht bestanden — beschloß er, ihr Angst ernzujagen und wenn möglich, seine 50 Mk. wieder zu bekommen. Zusammen mit L. schrieb er ihr einen Bries, zu dem sie einen Briefbogen mit dem Firmenaufdruck eines früheren hiesigen Rechtskonsulenten benutzten und den sie mit dem Namen dieses Rechtskonsulenten unterschrieben. In dem Brief wurde ihr gründlich die Meinung gesagt, unt sie aufgefordert, die Gebühren des Rechtskonfulenten mit 50 Mk. alsbald mi zahlen. Die Folge dieses Streichs Ivar eine Anklage wegen Urkundenfälschung. Jeder der Angeklagten wurde zu einer Woche Gefängnis verurteilt.
Der Inhaber und der Geschäftsleiter einer oberhessisäien Molkerei, die Magermild) nach Offenbach lieferten, toar,mcgen Milchfälscherei an- gekiagt, weil Monccke fang die gelieferte Magermilch 10—30 Proz. Wasser enthalten hatte. Das Schöffengericht hatte beide mangels Beweises frei- gesprocheii. Auf bi? Berufung der Staatsanwaltschaft wurde dec Geschäftsleiter, an dessen Schuld auf Grund der neuen Verhandlung die Strafkammer keinen Zweifel hatte, wegen vorsätzlicher Mildstälfchung zu 2 Wochen Gefängnis und 500 Mark (Geldstrafe, der Inhaber ivegen mangelhafter Kontrolle (Fahrlässigkeit) zu 150 Mk. Geldstrafe verurteilt. ----
Gerichtssaal.
sg. Frankfurt, 27. Juli. In der Rackst 5um 23. März ivurbe in Vilbel ein Nacht Wächter erschlagen. Tes MoiKes verdächtig iftlbfcr Taglöhner Goorg Heryet, der in Gießen in Untersuchungshaft weilt. Er behauptete, daß er als Täter nicht in Frage kommen könne, weil er in der fraglichen Nacht in Berkersi- Oeini aus einem Keller ein Quantum Kartoffeln gestivhlen habe. Als er nämlich in Vilbel in einem Wirtshaus saß. Hobe ihm j numb für bi? Beschaffung von Karfasfeln 50 Mark geboten, und dieses Geld habe er sich verdienen Ivvllen. Er habe dann gehört, daß m Berkersheim sich die Gelegenheit zu einem Kärtoffeldiebsfahl biete. Als Herget nach seiner Verhaftung einem Gendarmen den Tatort bezeichnen sollte, konnte er den Keller nicht mehr finden. Bei Ausführung des Ticbstahls sei es in dem i'lyn völlig unbekannten Ort dunkel gewesen, und so sei es ihm unmöglich, das Gebäude zu bezeichnen. Auf Grimo seines Geständnisses verurteilte ihn die Frankfurter Strafkammer zu drei Monaten Gesdingnis. Ob ihm damit der Alibibeweis geglückt ist und er das Aöorbes nicht angeklagt wirb, wird die Zukunsr zeigen.
Turnen, Spiel und Sport.
Fewbrrgfrst 1920.
— Bad-Homburg v. d. H., 27. Juli. Tas althergebrachte Feld ber g t u r ne n soll auch in diefein Jahre )vieder veranstaltet worden und zwar am 22. August. Ta der Berg ron ber Besatzmigs beHörde nicht sreigegebon wurde, )ind?t das volkstümliche Wetmrnen Ivie im Vorjahre auf dem im Taunus-vald am Fuße der SocIburg gelegenen Truppenübungsplätze statt.
= Rhönturnsest. Zu dem am 1. Anguß auf der Wa sser kuppe statifiiidendeii val ks- tümlicheu Wetturnen fir von der Bahu- verwalttmg in entgegenbmmec Weise am ^vun" tag zwei Sonberzüge eingelegt roorben. Ab- fl-.xbrt 3.08 Uhr morgens in Fuloa, Ankunft m Gersfeld 6.18 Uhr. Abfahrt daselbst 9.28 Uhr abends, Ankunft in Fulda 10.31 Uhr Turner aus Gießen und Umgebung, bereu Zeit knapp be- meijen ist, können also am Samöiag abeiid noch nach Fuldo kommen, imd oon dort am Montag früh mit dem ersten Zug (ab Fulbi 4 34 Uhr früh) zurückfahren
Berlin, 28 .Juli Börsenbericht. An Börse Petzte sich heute bie Auftvärtsbcwegung ... Montan- und Kaliwerten fort. Sonst war der Kursstand War gleichfalls f?ft, aber nicht ganz einheitlich. Bochumer Gußstahl plus 18 Proz., Rheiuisd>e Braunkohlen plus 20 Proz., sowie Gelsenkirchener, Laura, Phönix, Aschersleben und Deutsche Kali waren bei durchschnittlich lOproz. Besserung bworzugte Papiere. Von Elektrowertcn stiegen Deutsm Uebersee-Zertifikate und Felten- Guillcrume je 15 Prvz., Siemens-Halske verloren 9 Prvz. Chemische Schissahrts, Bank- und Kolonialwerte waren wenig verändert und still. Auch für Valutawerte zeigte sich geringes Interesse. Petroleumaktien waren unter schwmikenden Kursen abgeschivächt. Deutsch? Erdöl 1875 bis zeitweise 1750. Deutsche Petroleum 810 bis 825. Dies tat ber festen Grunbstimmung etwas Abbruch, so baß bie Kurse mich am Mcmtanrnarkt den Höchststanb nicht voll behauvten konnten. Ren-
337,15
337,85
342.15
342,85
653,35
654,65
663,35
664,65
649,35
650 65
659,35
660,65
866,60
868,10
SS4.10
885,90
151,sO
152,21
152,30
152,70
223,75
224,25
224,75
225,25
153,85
154,15
156,30
1 6,70
40,20
40,30
41,45
41,65
Datum:
Kurs
27.7.
Kurs 28. 7.
KiirS
27. 7.
Kurs
28.7.
5° pDeut.ßriegsanL
79,50
79,62
79.56
79,60
4° „Dcut.Reichsanl.
— . —
—. —
69,«0
69,60
3° oDeul.Ncichsanl.
—. —
—. —
60,25
60,25
4" „ Prcutz. Konsols
— , —
—. —
6?,-
68,-
Darmstädter Bank
— - —
112,50
143,-
Deutsche Bank . . .
. —
■■ . —
264,-
263,50
Disconto- Gesellsch.
—. —
198,25
199,36
Dresdener Bank .
— . —
— - —
162,-
163,-
Nalionalbank f. D.
—. —
— _ —-
149,50
149,25
Mitleid.ssreditbank
142,-
142,-
141,75
141,75
.ft..Amcrik.-Pakets.
177,50
176,25
176,-
175,85
NorddeutscherLloyd
171,50
171,10
170,-
171,-
Boch.Guhsrahlwrk.
375,—
375, -
368,50
376,-
D -Luxemb Bcrgw.
301,-
300,-
300,-
303,13
Gelsenkirch.Bergw.
321,50
324,-
312,-
323,-
Harpener Bergbau
393,-
393,-
393,-
397,-
Obe schl. Eisend.-B.
234,-
232,-
234,75
233,-
Oberschlcs.Eisenind.
273,-
269,-
270,-
260,75
Phönix-Brgb.-Akt.
450,50
415,-
446,50
440,-
Bad.2lnilin-u.Soda
— . —
462,-
463,-
459,75
Höchster Farbwerke
360,-
360,50
360,-
360,25
Elcklr. A. E. G.. .
— . —
299,-
300,-
298,-
Schuckert-Werke. .
195,-
196,50
198,75
169,50
Fchten- Guilleaume
— . —
419,-
401,50
402,50
Daimler......
216,-
■■ —
219,50
216.-
Bud.-Lisenw.-Akt.
•— _ —
— . —
298,-
295,-
Adlerwerke ....
226,20
228,50
225,50
229,-
40'.,Hess.Staatsanl.
—. —
— . —
82,90
82,75
Electron Griesheim
—, —
—* •
300,-
295.
Marknotierungen.
Datum
27.7.
28.1.
Zürich . .
14,74 7.05
14,20
Amsterdam . .. ..
... - .
MM..
7, —
Kopenhagen.....
15,65
l.i,40


