Donnerstag, 28. Oktober 1920
Erstes Blatt
UO. Jahrgang
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Maßregelungen:
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fetten des Versailler Friedens bilde.
Der Bergarbeiterftreif In England.
Geldstrafen und Strafgelder Gelder
unb für ihre erwiesene 'Irene Dank aller Vaterlandsfreunde, nen hoffe er, daß der Ta i der nW mehr allzu fern sein m ’ge.
Medervereinivung Die Parole laute: m Treue". L>in-
chester Guardian" schreibt: Der Streik der Bergleute ist beigelegt. Die Bergleute werden die Arbeit am 1. November wieder aus-
stiqen Zufammenhanges mit rn'erer A bttterscvafl betonte. Der Redner forderte baldige Regelung dcr Wohnungsfrage, die leider nicht mir in den Städten zu wünschen übrig liefe, sondern vielfach auch aus dem Lande. Dem Lande müsse überhaupt wieder gegeben werden, was des Landes ist. In dieser Beziehung müsse noch manches anders werden, wobei er nur an di? materiellen Guter, rote beispielsweise Düngemittel, erinnern wolle, die heute nur m Apothekerpreisen zu haben seien.
Von besonderer Bedeutung waren noch zwei
Der Thronwechsel in Griechenland.
Athen, 27. Okt. (WTB.) Das Kabinett richtete eine Botschaft an das Volk, worin mitgeteilt wird, daß Prinz Paul zur Thronbesteigung aufgefordert worden ist.
Logloud» Verzicht auf Beschlagnahme deutschen Privateigentum».
London, 27. Okt. (WTB.) Au der Mitteilung der englischen an die deutsche Regierung, daß England aus das Recht der Beschlagnahme deutschen Privateigentums verzichte, führen die Mütter aus: Es war der Wunsch der -Reyernm*), die Ungewißheit deutscher Privatpersonen betreffs ihves in (Äialand befindlichen Eigentums zu beseitigen, ebenso wie die dadurch für die englischen .Handels- und Schiffahrtsinter - essen sich ergebenden Nachteile. Die Anftebmiz der betreffenden Bestimmungen des Versailler Her- ttages durch England sei in Berner Weise ans Agi- ttation oder Druck von deutscher Seite rrrrück- zufühve».
die „Neuen txranjDerfdjeri syestsäle zufammen- o-fübrt. Nach einer kurzen Begrü Mng-anspra cfe ergriff
Insgesamt 56 531 Konfiskationen:
74 89? 7*1 Rubel
42 313 230 ,.
-er Deutschnationalen vottrpartei.
e>t »«-urschnationale Parteisekretär für £)De*r?tci<, verr Spitze, hatte sich erboten, v'^n dcr Tagung der Deutschnationalen in Hannover, die er besuchte, uns täglich ausführlich zu berichten und wir hatten infolgedessen andere Möglichkeiten der Berichterstattung fallen lassen. Leider ist der nachstehende Bericht des Derrn Spitze uns verspätet, erst am heutigen Donnerstag, zugegangen:
In Hannover wurde am vergangenen Sonntag, dm 24. Okt. d. Is., im historisckvn Saale des alten Rathauses unter ftarfer B-tm- ligung einiger Hundert Bert: eter ans aflm Teilen des Reiches der 2. Parteitag de Teutsckmattonolen
„Haltet fest am Rciche, Tvenc ...
sichtlich her innerp ckitisdien EnNvuÄung sei fett der
Reimer scharf das Berhal en des preußische Land
en stenrentrattonslaaern unt^rgebracht
In Gefängnissen untevGcheacht Geiseln festgenommen
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Gewinn. Das Ziel sei eine organisch- Produktionsgemein schast, mm der der Redner sich die Sammlung unserer ganzen Volkskvaft verspricht, die die Bvraussetzung für die Sprengung der Sklaven " ......... Unter
9086
34 334
13111
fmrtsckxif'siNiuisters, der das letzte zerschlagen hat, was auf dem Land noch w.-rhonden nxir: den Ar- beitsfrieden. Er wiederholt, wie sein Vorredner, unter grefent Beifall die Fütterung nach Remvah- len in Preußen. Das Bestreben der Negierung, Preußen nie erfterHen zu lassen, habe sich auch bei der Flaggenfrage g?»eigt, wv der Sckwtz ter- selben in der Verfassung abgelehnt toxtxn ist. föerr Backer tritt sotemn für eine starke Reichs- gewall ein, die das Sehnen nach entern: Deutschen Reiche und deutschen ft'ai "ertuin verwirklichen m'5gv. Die Zentralisation und den Unitarisvms, wie er in Weimar hervorge-reten sei, lelme er allerdings auf das Entschiedenste ab. In einer Resolution irr fangt der Berichterstatter die Sicherstellung der staatsbildenden Kräfte eines starken Preu- stens, um den Aufbau eines neuen Reiches auf gesunder förberaliftifdier Gruntlg yi ermöglichen. Die Versuche, den preu^isdieu Saat zu zerschlagen, hte in der j't^grn Regienmi ihre Unter mtz'.ing finden, sind im er allen Umständen zu verurteilen Die feuttge pveiiniche Regrierimg endehrt der einzigsten Reckxtsgkmi-.dlag^ dem V^lks- nrillm, und rnüse auf das Entschi-^enste bei’ m nt werden. Durch die $xtfHfü>ruiig v"n Ne:iwa H -- l e n und deren Ergebnis erhofsi der Redner die Gesundung ber Verhältnisse in Preußen und damit auch im Nmch. Den von stürmischem Beifall oft unterbrochenen Ausführungen folgte eine kurze yegrüftur-gßanfprache des Berveters von Deutsch Oestenrick), Dr. Schweinitzhaupt, der durch sein Ein'retcn für den Anschiu stgedanlen Deutsch- Oesterreichs ans Reich lebhaf eu Beifall erntete.
Urner grofe m Jubel wurde sodann der bekannte Nei chs t a gsabgn) r dnete
v. Graefe-Goldebee
empfangen, der über die Möglichkeiten einer Revision des Versailler Friedens berichtete. Mit dem Namen Versailles war früher die alte Reichs Herrlichkeit verbunden. Es war das Erbe, das wir von unteren Vätern erworben haben. Die Gewissensfrage laute nunmehr, haben wir es erworben, um es zu besitzen? Das Buch von Versailles zwinge uns zu folgenhen Frager: Welcher Doinemveg führte uns nach Versailles? Was haben wir dort unterzeichnet? Was sind die Folgen davon, und was haben die offizie'len Stellen getan, um das bittere Elend abzumildern? Und schließlich, was fordern roir, um aus dem Leid wieder herauszukommen? Der Redner ging auf die Vorgeschchce der Unter »ei ckmung des Friedensver- trages ein und erläuterte die einschneidenden Bestimmungen des Vertrages von Bersai les. die in ihrer ganzen Durckiführung die Selbständigkeit unseres Staates völlig auszuschalten drohen. Durch die verlogene Selbstbezichtigung unserer Schuld am Ausbruch des Krieges haben wir uns selbst bte Waffen genommen, um gegen das Machwerk des Luges und Betruges nachhaltig an M kämpfen. Der Redner betonte die Würdelosigkeit, mit der die amtlichen Stellen, den einzelnen Bedingungen des Vertrages gegenüber ständen. Das Auswärtige Amt habe «gen den Major von Stülpnagel Strasanttag gefeilt. weil er auf Grund des ihm zugänglichen amtlichen Materials eine Gegenliste der feindlichen Kriegsverbrecher veröffentlicht habe. (Lebhafte Pfuirufe.) Derr Kautskh habe sich desselben Materials bedienen können, ohne daß das Geringste gegen ihn unternommen worden wäre. Der Ruf nach Revision des Vertrages muß immer und immer wieder erhoben werden, ohne sie ist ein Aufbau nicht denkbar, denn wir würden nur die Sklaven von Eng-
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«■M-CtUiln ‘Uhr.iubcrh- n Oatoalbimtt W rten, 6er£te itr^tuuiliabm, !ttichasts
land" kennzeichnet sodann unter
Beifall Reichs tagsabgeordneter Wulle die Gefahren, in die uns da? internationale Judentum gebracht habe. Wir stehen, so führte er u. a. aus, im Gegensatz zu diesem aus dem alten preußi- fefen Stanvpuntt „Jedem das Seine", während es b~r demokratischen Idee entspräche „Jedem das Gleiche" geben zu wollen. An der weiteren Aus- spräche beteiligte sich ferner Abg Behrens, der die fstotwmdi'-keit der Wiedergewinnung des gei-
etn Va!«-.- starkem
Volksprnttst eröffnet. Tie Verlxmälimgen k>s Haupttvrslar.des, die dem aut den 25. itnb 26. Oktober an beraumten ei gen tick«? Part itng vor ausgingen und von vertraulichem (Tbara *ter^_getraT<i waren, legten il a. die grundsätzliche Stellung- nähme der 'ferrtn zur Juqsch- und Arbeiter- fixrge fest. Auf Veranlassung des 1. Brrsitzentteri ber Partei begab sich gegen Mittag ecv JUb» artmung, der Exz. Hergt, Gme^al der Arttklerce v Gollwitz und Margarete Behm a ge'jörtc, zu dem Genenal'e^dnwrsck<lll v. Stuben bürg , um jfe Grüfe imd $>u8> gungen des Pa teida^s zu überbringen. Am Abend dessel e.i Tog's war m zwei gtöferrt Hotels ter S-adt ©ei^e’nIjeir zu
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nehmen. Die Regierung gewährte eine Lohn er Höhung twn zwei Schilling. Das E^ekutiv- tomitee der Bergleute erklärte sich bereit, bte Verantwortung für bte Steigerung der Kohlenförderung auf sich zu nehmen.
! Gäste haben m te Zulriil. [Hfl r, nachmittag- WM- 1b.
. London, 28. Okt iWTB) Dcr Kongreß zwei gröferri Hotels cer ^adt G-e.^euh«t zu ^Tr°de Union von Großbritannien, der gestern entern Zu^n^ttcrn der
»ur Dis-nsfwn ilber den Bergarbeiterstretk'gcfeten, das tnmy bte 9&mw$tfeti des <Wb-
ufaittm.
U6r W'JL*»
StaatSminifter vcrgt
das Wort, um über die Entwicklung und Tätigkeit der Partei Bericht zu erstatten. Der Parteitag habe den Ztveck, zu zeigen, ivas die Partei sei und was- sie wolle. Die Teutsch-nstionale BolkS Partei bäbc sich zu einer einheitlichen und klaren Weltanschauung durchgeriingen KomPromistpoistik nach links lehne sie ebenso grundsäOiich rme taktisch ab. Das Verhalten der Teutsck>en Bvlkspattei in der Kvalitwn und bei deren Bildung bedauert der Rvdner. Unwahr sei die Behauptung, bafc der Deutschen Bolkspartei die Zumutung gestellt -norden wäre, nur mit der Deutsch-nationalen Volks- Partei in eine Regierung einzutreten. Die Ber- wechslung von Arbeilerschafi und Sozialdemokratie Hobe die Deutsche Bolkspartei in eine Sackgasse geführt, aus der fie unter allen Umständen wieder heraus müsse. Scharf wendet sich Erz. Sxrgt gegen die 3rrf(bfagung4beftrebungen Pveufens und bekennt sich freimütig zur Monarchie, indem er her Lwffnung Ausdruck gibt, daß es nicht mehr zu lange dauern möge, bis wir wvsder eilten Spar- laiferianber Epi e unse«-Sfaates fthen bauen werden. Der Redner betonte zum Schlui; bte 'Notwendigkeit, den Interessen der Arbeiterschaft volles Verständnis entgeaenzubrinpen. Den Glauben und WAen auf eine Wiedersewchrng dürfen wir unter keinen Umständen aufgeben. Einen weiteren Bericht erstattete sodann
Hlmplschristleitrr Backer-B<rlin
niiflnblflfM^ ). all, R IM« ijchi mit llttoi« rn in Serbin'^ aj. Heirl nerer t*'
Entschließimgen, die angenommen wurden, die sich mit einer Aenderung der Pacht schutzorb- nung und dem Raube der deutschen Kolonien befaßten. Nachdem noch mehrere geschäftliche Anträge zur Erledigung gelangt waren, gedachte Ex- !ö e r g t in einem Schlußwort bet außerordentlichen Bedeutung des Parteitages, der durch feinen harmonischen Verlauf ein B.ld ttef- fter Geschlosfenh"it bintettarfen habe Indem er zu eifriger Werbearbeit aufiorderw, schloß er nut dem Ruf .Die gut deutschem ianal allewege". (Starker BeSall ) Mit einem.T^eSwort des ehemaligen preußischen Kriegsministers Wild von tz o h enborn namens der Teilnehmer des Parteitages, hatten bte L>aupwerhandttms-m <vn Taens-
,'vchl.i litre 'utlieij “«Uj Diener "Jan Akten.
•weUnk und Kustlantz.
London, 27. Okt. ^WTB.) Untere löua. In Erwiderung einer Anfrage über tie Wiederaufnahme der ioattdelsbeziehungen toiftfien Euglattd und Rußland, erklärte Bo- 'ar Law wiederum, baß die Freilassung aller -ritischen Staatsangehörigen in Rußland, welche heimzukehren wünschten, die Vorbedingung "für bte Wiederaufnahme ber Ber- Jnfclungen über bip ^andelsberiehungen sei. von ar Law fügte hum, die Regierung habe die V^''beraufnahme des Handels für Uferst toü "chenswert erachtet und stehe fetzt *br denn je auf diesem Standpunkte. Man Affe den Umfang der Arbeitslosigkeit und He Tatsache berücksichtigen, daß der Handel •fit Rußland von anderen Ländern wieder ygenommi-n worden fei r md müsse sein ödstes tun, um seinen 9(iueil daran zu erlaben.
Aaaahmc von änj».>*.«•* ft« b.c laqesnummcr bis »um ‘Jiad/mittag vorher ohne l<öe'tierbinblid)heit. Breis für l mm höhe für v. 34mm Breite 6rtW> 35 Pf., auswärts 45 Pf. - für Reklame. Anzeigen von 70 mm «reite 150 Pf Bei Platz» »orschrgt 20° „ ?lnfirdlag. Hanptschriflleiler: Ang Gort; verantwortlich für ‘Po iüh; Äug. Goetz: für ben übrigen Teil. Dr Rcinho'd Zenz, für den Anzeigenteil: H. Be», sämtlich in Viehen.
juferannentTrtffl sollte, ist auf nächst« Mittwoch I marschall» zu einem feierlichen Festakt würbe. Der vertaat worden. erste Tag der össeutsicheu Sitzung hatte dae ver-
Loudo». 27. Okt. CSxnxiS.) Der „Man-1 trrier imb zahlrttche Gäste beutts m älrr Frsttze zur Entg senrrahme ber terfdjtdyren B.'rici»e m
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tinbem und Franzosen jein. In einer einstimmig tuyw, i/u.mj» w. ’v*****^tZT* 1 angenomntenen Evtf chließuug wirb die Re- log abend ihr Ende axrW-
Jnsgefantt 117 2M 021 Rubel.
Alle diese Zohlen bleiben aber (nicht nur fefofee der erwähnten statistischen Bogren- iSntn') hinter ber Wirklichkeit noch erheblich wrftrf.
Au» einer Sitzung be» rnsstschen ^entral-E^ekntivkomitee».
Zürich, 27. Okt. lWolff.') Rach einem :stichiotelegramm ans Moskau hat die aitßervrde'ttl'che S'tzu"^ nrnfeen russischen Zen tr a l - E r k u t i u k o m i < e e am 23. b. M begonnen Auf brr T'a.'c’nrbnnna stand die Ratifizierung brJ- Poi fr edensvertrageZ mit Polen und des Friedeu^vertrages mit Finlaud Tschitscherin bat über den polnischen Dorfriedeusvertr-'g rinen Bericht erstattet, nn3. dem folgende^ bemrikeuswert ist: , Dr' F - ’ r suert rog ist für uns rweifel-- los sehr har! bebm’rt aber gleichzeitig einen Verzicht Vi^eus Polens ei'-eu künftigen Hufierstaat z" machen. Polen >>erzichtet bar- auf, Wckangel zu unterstützen und der russi^- lchen Reaktion seine Beihilfe zu leihen. Man ist zu einem Kompromiß gelangt, um den Dreis territorialer Konzessionen, die Polen Gemacht wurden. Was die Ukraine betrifft, Io hat das ukrainische Zentralkomitee den Friedensvertrag bereits ratifiziert. Der polnische Reichstag hat seinen Entschluß noch nicht beTanntgeaeben. Gewisse polnische Parteien lassen noch eine kriegerische Haltung ernennen. doch werden die polnischen SIrbeiteif massen die leitenden Greife Polens zur Anrahme des Friedensvertrages bewegen. Für Sowietrußland würde die Fortsetzung des Krieges neue Opfer bedeuten, die schließlich das Land daran verhindern würden, den Wiederaufbau des Wirtschaftslebens zu be- imnen." Der Bericht Tschitscherins rief eine lebhafte Debatte hervor.
Tie Geaenrev-luti»«.
Bukarest, 27. Okt. (Wolff.1 An« Baltta 'Aessavnbren'' wird gemeldet, daß neue scharfe Schotten in der Gegend wm Odessa, Cherson uitb m Podolien aitSgrbnvfen seien.
Pari?, 27. Okt lWTB) Wie der Londoner Ämreförnibcnt des . Teinvs" meldet, sott nach Mitteilung au? L>elsingfors in Moskau der Velageru n as zustand erklärt Wochen sein. Die Bolschewisten lebten in der fortgesetzten sturcht vor einer Gegenrevolu ti on ttvtz der Hinrichtung von Gefangenen imb Setkin, die in der ganzen Provinz Moskau vor- gmnmmen worden seien. Eine Proklamation habe etgrfünbigt, daß man ohne Mit^id aegen alle Personen vorqeden werde, die sich getien da? bet- lhewistische Regime erfeben würden Man meldet «ch neue Matrosen- und Arbeiter- 'kevolteninPetersburgmch Kron stadt
Del 6ie6rnt.- Mnjefger erscheint lägl ich, außer Span* und feiertags.
Bejnasprcife Monatlich ■ a * ISO nnbTPh -6.r>lrdgcrlol)n, merteljähi l'ch'^la.k 10 80 undMK I.'^Tcagerlohn; durch di« Post viertel- läbrlid) 'JUark 12.“ ««hchlietzlich Bestellgeld. Ferasprech -Anschlkge: sgr die Schrift leitung 112; Verlag,'8eschäslsstelle51. «nschckft für Drahtnach. richten »nzttaer Liehen.
postschealo««»: zronksnrt o. M. U6ÄS
aienmg aufgefordert, die Versäumnisse der Revo- (ntüm^regirnina nach-ufelen und an S?anb ber Tatsachen über He ver ra r;brüdriac Dei gewa.tigung 2cutf(plante auifiärcnb zu wrr'cn.
Nach einer kurzen Pause folgte
die Ausstzrache
über die gehörten Ansfüvrungen, an der sich u. a. der banrikhe Justitzminiuer Roth und Gvaf Westarp beteiligten. Auch Ve. treter aus D a n- zig und O b c r s ch l e s i e n Tamcii zu Wort, bic unwandelbare Treue zum Reich gelobten. In einer nvitrren Entsck/iefemg, bte die Ibg-ortmetc Paula Müller- Sxanorer ein gebracht Halle, nnrrte Ixt Sckwestern im brieten lebtet geto.ltz, bte den mannigfachen Gesahren ber farbigen Besatzung ausgesetzt seien.
Gras .stauttz-Pob<mgen üfcrbrnditc die Grütze Oftpreufen und fordert bic Rückkehr zur intensiven Lanbwil'tsckxkft.
Am Abend ftnxid)
Exz. Helfferich
im Stabthallenbau vor 7au<e..ben von Zuhörern, oft von stürmischem Beifall untereredjen töeifeetch Ivies dapauf 'hin, daß bic beutschnati.male oödjc marschiere; die Riebertege ds inarjt" isden S>» zialismus set nidrt zu DeridKcrerrt. Ter Weg zur QKunbung DvitsthlMibs ist nur mögich, tvrnn Deutschnati orale Vol'spartet und Deutsche Volks Part ei lova! und VcrÜäi:- big zusammenstchen. Deshalb febcirere er, daß feine Iteberrinstimmung zwischen den leim RedstSta.- teien über die Stellung #uc Svztsldemokvatte be- stele. Unsere Ziele w.stlcu toir nidyt durch Vergewaltigung des BolkeS, sondern mit dem Volt imb durch dos V.ill erreid.cn. Wir kämpfen gegen die Sozialdemokrat^ um die See - der Arbeiterschaft. Beim Verlast en des ft'utrt baue? bradtfe bte Menge Delsserich stürmische Ovatv?> e.n dar, die sich vor der Bila des Generalsechmarschslls v. Hindenburg wiederholten.
Am Dienstag morgen berichtete der Abg. Ritter-Kassel, nachdem zuvor eine Entschließung gegen die Zerstörung ber Hieselmotore und eine solche für alsbaldige Neuwahl des Reichspräsibenten angenommen wor den war, über das Thema
,,Volksbund und deutsche Zukunft".
Die Kräfte zum Wiederaufbau finden wir nur im Deutschtum dwrakterstarter Männer. Der Mangel an nationalem Bewußtsein ist eine der größten Schwachen unseres Volkes. Wir ließen uns innerlich von denen führen, die das Tiefste unseres Volkstttms zu erfbüren nie in der Lage sind. Eine Riesengefahr drohe heute unserer Kultur vom Judentum. Dir Vorherrschaft des Judentums glaubt der Redner auf den Mangel an charakterstarkem Bolk-ttum imb auf das Fehlen einer deutscfen Wirtschaftsordnung zurücksührert zu mfjfen. Der kommende Schul kam vs werde schwer' und bvrt werben, deshalb müßten sich alle Eltern für ihn rüsten. Mit einem Appell an die Solidarität des deutschen Volkes^ damit es sich als Gesamtblock gegenüber den Arbeitgebervölkern der Entente fühle, schloß der Redner seine von minutenlangem Beifall aufgenommenen Ausführungen.
Tas nächste Referat erstattete Reichstagsabg. L a m b a ck, der insb-sondere in ausführlichen Darlegungen die Richtlinien der
brotfärnetfentilcn Sozialpolitik
erörterte. Unser Ziel sei Ausschaltung des intctt- nationalen .Kapitalismus, an be'sen Stelle ber Gedanke der fa talen Werkgemeinscha'it treten müsse. Die Freude an der Arbeit mich wieder gehoben werden. Nicht als Mittel deS st assenkampseS, sondern im Interesse deS Arbeitsfriedens und der fatalen Versöhnung und Verständigung fordere die Partei die Beteiligung der Arbeiterschaft am
GietzeimAnzeiger
General-Anzeiger für Gderhessen
vnick und Verlag: vrjchi'sche Surv.-Stzch- und ^««dnurerri tt. Lauge. $d)rifti<ihra& SrschLftePeSe u»d Druckerei: Schulstratze 7.
Ver Terror in Rußlanö.
In brr ..Bvss " entwirft Dr. Elias hu r wi e z-Berlin auf 05rimb von Angaben n einer Schrift eines Mftqsrebs M. I. La- jis der ruffifchen außerordentlichen Kommission ein Bild vvn dem Umfang deS Ter- tors in Rnßlanb. Danach sind rn nur ie tteben Monaten 191« und 1919 in nur 20 Houvernemrnts Rußlands verübt worden:
Erschießungen:
Segen A.rffemd 3082
Segen Teilnahme an brnterrrWirtnrnärm
Onganife+wnen 2024
Segen 9hiffr*Turtg ytan Ausstand 455
(Sie 9 1534
JnSaefeMt 7095
Xm» dem Reictze.
Zrmr Presseftreik in Berlin.
93 e r I in, 27. Okt. >WTB.) Das vonr Reichs- arbeft§ntinifterb;m eingesetzte Schiedsgericht batte darüber zu enft'chewen, vb ben int Zeitungs- stteik entlassenen Arbeitern der Lohn voll fru Kahlen sei. Das Scknedsgmricht wurde Vvm Refererven Dr Bruhn als Borsitz»?nden geleitet und be'otetb aus Unipersitätspvoftri'svr Dr. Knskel und Schriftsteller Dr. Pvtthvfs als unpar- teiixben Beisitzern und aus je zwei SBer^rtem der Arfei-gcher und Arlieitnehrner. In ein m streik, sv lautet ber Schiedsspruch, liegt rn der taricichtichen Verweigemwtz der mbturLcn ©treittxrbeit eine Är- beitsveinxriiger-'.mg. die zu fristloser En taiTnng berechtigt. Die blofe Erklärunq aber, daß ein Arbeiter indirekte Streikorbeit nicht leisten werde, berechtigt rricht zur Entfa sung. Im vorliegenden Falle werden die Arttei <rber trotzdem zu voller Bezahlung der Streittaxe verurteilt, weil.sie den vom Burbdruckertorit ttcwgeschriebenen Schlich- hmg^rveg nicht erschöpft hatten, efe fie Ixe Entlassungen vornahmen.
Ein „neukMnmnnistisches" Blatt in Berlin.
Berlin, 27. Oft. (AB) Leute erschien teer die erste Nummer deS nenkom mun i strschen Blattes „Die Internationale", mit de Bez^ick oMig , Zen wa''v'Srn ier uns blumige sv- atalbemofratifdje < Pattn Deutsch« ds". Aus be.i Worten des Leitarttftls: „Wir ivünftben bzn Augenblick herbei, wo das Blatt zusainmengest werLen kann mit dem Blatte, das, gleichfalls auf dem Boden ber 3. Internationale stehend, bte Sache des stomnnmismus reriidK", schkvfe bte /,<yret- beit", dal! bte „3fntccMtüna(e" nichts werter fei als eine Nebenausgabe der „Roten Fahne"".
Die SozialisierungSfrage.
Berlin, 27. Oft. WTB.) D-r Ausschuß des Reichswirtschafts- und Reichskohlenrats beschoß die Einsetzung eines Unterausschusses von fieben Mitgliedern zur Herbeiführung einer Verständigung in der Frage der Sozialisierung ber Bergwerke. Von Arbeitgeberseite wurden Stiimes, Dr. Silverberg und General- biwftor Vogeler, von Arbeitnehmerseite Wagner, Werner, Imbusch, und als Vertveter der Abteilung 3 Dr. Bertholdt bestimmt.
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00 qm, Nahes ju vrrvachlen. . n. 017756 a. L
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Über die „Deutsche Fragt". Das D'tenntnis ?trw Deutschen Reich, sv führte er aus, m Je ein unerschü.ttcr:iches Ge'övnis aller Gren-ma.ker sein gebühre ihnen der Vmr den Entrisfe
der Parole „Ein Volk, ein Herz,


