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Kreis Lauterbach.
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Prozeß rfltn Hölz-Gardisten.
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tig merden cruS den Wirtschaften ufto. die Schoko ladeautomaten, dir feit Kriegsbeginn ein Dasein geführt haben, entfernt, um für andere Zwecke umgearbeitet «u werden : denr
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Q Garbe Kversor jnzortm mffl , sann jc?t < * forforgun irden Nnb oder aus ! ffrln wäre drlfach bis
Marl ix wurden t 200 Zcni ung geftd Snir-igfl die hiesige t S^ott1 'WW mit Kart '.nben bei Zentner bi worden: 316 Ztr,
Neue Alritchaussieblung.
fb. Frankfurt a. M., 27. Okt. Die ©taö: Fvanffurt plant im Bnvrt Bvnames die £k.t sttllung van 114 Ernfamilren- und 12 Zweisami lienhänsern.Der Ge am b.nnvcrt b trägt 10121 CO'i Mark. 53wt dem Reich erhofft man einen Zuschuf, von 1 842 300 Mk Nach Abzug des sogenannter rentierlichen Bauwertes in Höhe von 2 200000 Mark berbfiebe der Stadt ein Fehlbetrag von 5 981 700 Mk. Die S'<cktweenimetenvrasmnmlun< soll den Vvrlayen in der Weise zu stimmen, das zunächst 68 Einfamiltenhäuser gebaut werden.
Die Verschandelung des Strastenbildes.
mc. Frankfurt a. M., 27. Oft. Dir „Schönheit" der Poftreklame wird der Main- studt nach allen Regeln der Kirnst v'wgrsührt. Iw .Hauptpvstgebäude malen Weißbinder emsig di: greulichsten Bilder an die Wände unb Türen, toib- renb die Autvs mehr einem lebenden FarbertÜastvll. denn einem ernsten Postwagen ähnlich iel-en. Wen das so 'weiter geht, kann man aus bie'ent Gebt i n^ch etwas erleben, zumal auch dir Eisenbahn mr die Stadtverwaltung ihr Heil in der Rcllame i'eljen — Hoffentlich weiden wir hier in Gießen von diese Neuerung verschont.
Unter dem Hammer!
fb. Bao Homburg, 27. Oft. Eine tritt Aussicht auf die Zukunft unseres Bad o r t e S eröffnet eine Anzeige in entern Frankfurter Blatt, worin die Versteigerung des Inventars dc: KurhcruSrestaurants Bad Homburg an gekündigt uns ein geloben wird, „Angebote auf die gesamte großen Einrichtungen bereits jetzt" an den T: vektor Jordan in Bad Homburg zu machen.
j. W Bel L b-famttir Lmü bem
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Mu Id fiab.ba bsgm, Serinhit ?krlin, ‘ ^ldet, d % M die N ‘t ausg- n hatte q
f i ne u Wäscherei wird nachgetragcn, dast heutt, - mittag um 1 Uhr das Fahrrad, an dem aic | fd).
nung der Masse nichts verspreche, sondern Klärung der Lingelt'g'Mhttt ruhig den mai,gebenden Stellen überlassen kann. Jeder, der sich ein objektives Urteil beivalyrt lyat, icirb ein Versa l/r^, in dem man cs abgelehnt hat, mich :,u hören' entsprechend würdigen. Ich.beschräitke mich bahr auf den Hinweis, daß die sämtlichen, bisher gegen mich erhobenen Beschuldigungen einer unpartei- ischen Prüfung nicht standgehalten haben/'
Hessen-Nassau.
Grauenhafter Selbstmoro.
fd. Kassel, 27. Oft. In Wolsshagen der- brannte sich der 44 Jahre alt? Landwirt Johann Kranz in seinem Anwesen: das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. In den Trümmern fand man die verkohtte Leiche des Mannes, der mit seiner Familie in Streit geratet war und deshalb die Tat begangen hat.
Das Ende des Schokol-adeautomaten.
ft». F-rankfur t a. M, 27. Oft. Gegenwär>
Kitnft Wissenschaft.
fb. Alzey, 26. Oft. Bei Sievers heim werk eine Wohngrube ber Hallstadtzeit fav gelegt. Der Jnlmlt bestand außer der Feuers«le imb Sitzbänfen aus Erde, aus großen Mer^a Bruchstücken aller Art. Die keramischen VerzieM'' gen waren sehr gut erhalten.
wirte eingerichtet werden soll, daß diese aber sich verpflichten sollten, die Wolle in- erster Lime an Mitbürger abzusetzen, fand bei diesen keinen Anklang. Da trtm borden Seiten ein Nachgeben nicht möglich schien, kam es zu keiner Abstimmung. — In Ergänzung des Berichtes über bie Genietnde- ratssitzung ist zu berichtigen, daß der Gemetndcrat in seiner früheren Zusammensetzung ebenfalls Mtt> tel für 2Begbauten bcwilliOte, doch 'dies mcht in hem Maße tun konnte, wie letzt, wo bedeutend mehr Geld zur Verfügung steht. .
a. Hnngen, 27. Oft. JnderGemetnde* r o t s s i tz u n g vom 26. Oft. .vurde ein Schrm- ben des hiesigen Obst-- und Gartenlrmvecerns, m wclckxm dieser zu der am Sonntag den 31. Oft. da hier stvttsindenden Obstousstrlltmg emtotet, Der* lesen und der Besuch der Ausstellung empfohlen. — Die Ortstafeln sollen inffandgesetzt btzw. ergänzt werden. — Ein Gesuch um (Srwrfwtg des Ortsbürgerrechts wirt» »nehmigt. — Es hegen zwn Gesuche vor bett. Gewinnung von Bauxit m der Gemarkung Hrmgen. Ten Reflettanten soll mit^eteilt werden, daß über den rn Brtrwcht kom- menbcit Priootbesitz von Seiten des Gememdwats fein Veschlnft gefaßt wecken könne, von städtischem Gelände Bann zunächst nur der Wald in Betracht kommen, man wird sich dieser halb mir ber Ober* förstevei ins Benehmen fetzen. Tie von den Ge- suchstellern angeb Jtenen EntschLdigungsfummen narben als zu gering erachtet. — Ztvei biqtgcn bedürftigen Einwohnern gewälttte kleinere Unter* stützungsbeträac werden gutgeheißen. — Zur Sicherstellung her Wasserversorgung der Lmckt Hungen ist früher b-eschl-osien worden, eine Pump- eenlage mit elektrischem Betrieb unmittelbar auf dem Quellengelände (neben ber Molkereil zu errichten. Die Vergebung der Baunrbeiten (Stampfbeton) fall alsbald von der -stabt ausgeschrieben werden, um das Gebäude noch vor Eintritt des Wenders ftrtigzu stellen, während über bte Ausführung der maschinellen AntoWM die bdben tn Betracht kommenden Firmen nochmals gehört iner- txm sollen. Tie bestehende Pumpanlage, Wastev- b-w. Ben z-ol metorbetr*b, reWjcn für ben Bedarf der Stabt nicht mehr auS, überdies ist bte gesamte Pumpanlag' nicht besonders zweckmäßig gebaut. — Tic Ansckrasftmg eines Gemeinde-,ft.-enbocks zum Pveift von 675 Mk. wird gutgeheißen.
Kreis BWin-en.
4fc Nidda, 26. Oft. Die hiesige Gewerbeschule ist nunmehr unter die technischen Lehranstalten des Landes eingereiht worden. Die Gewerbelehrer EndreS und Bitt wurden mit Wirkung vom 1. April d. I. als Staatsbeamte angestellt. — Die Leitung der Höheren Bürgerschule wurde Assessor Lauckhard übertragen. An die Stelle des Oberlehrers Dr. Becker, welcher in ferne Vaterstadt Büdingen an das Gymnasium versetzt wurde, kam Assessor Draunewell.
# Waller,r Hausen, 26. Okt. Der letzte Kriegsgefangene unserer Gemeinde Otto Aßmus ist nach fünfjähriger Gefangenschaft zurückaekehrt und wurde von der Gemeinde und den hiesigen Vereinen herzlich emp-
arbeitcr Seidel aus Sckrckewitz, wurde zu via' JahrenZuchthauS, sieben weitere AngeilAl nnttben zu Zuchthausstrafen von anderthalb Jahn', bis zu zwei Jahren neun Monaten verurteilt.
mc. Frankfnrta. M., 26. Okt. Das FrM- furter LebenSmittelamt hat sich an das Ei- nährunysminifterimn mit einer Eingabe gewandt in der ein g-eneoelleS Backverbot für Ku chen Torten und Weißgebäck für ganz Deutslb lanb gefordert wird.
X. Hanau, 26. Oft. Bor einiger Zeit wink gemeldet, daß ein in der Sammcllvascnmeisten tätiger Metzgergeselle Fleisch g ef all enti Tiere entwendet und im Verein mit M anderen Personen rrach Hanau imb FraNffutt ber kaust habe. Auf eine in dem fozialdem>oftatisch?! Organ erfdnnten-cn Anfrage, warum die Namtl der betreffenden Metzger und Gastwirte nicht b Tanntgrgrbm Svürden, antwortet jetzt ber Lcmdra und Polizeidirerior, daß die Angelegcnheit, welch von dem Untersuchungsrichter und von der Krimi nalpolizei irntt größter Beschleimigung bergig: wert«, immer weitere Kreise ziehe. D« die Polizeidireftvm ber Klärung der Angelegen dnS grüß'e Interesse entA.-g:nb'inge und auch grger dieienigen M-tzgrineistLr und Gastwirte, di wissentlich Fleisch aus der Samnlelivasenmeisierf zur Verabfolgung an ihre Kunden gekauft haben mit aller Energie Vorgehen werde, fet seHstvn stündlich. Gegen einen .Händler sei schon eim Untersuchung eingeleitet worden mit dem 3id" sein Geschäft auf Grund der Verordnung übe Fern Haltung unzuverlässiger Personen vorn Hanll« zu schließen. — Bei ben von der Hvlzrvdungs genossenschaft vommonrmcnen Sprenguntzt- arbeiten der LLurzelstöcke erschlug ein it-.c dergehender HnlzAiotz den 47 Jahre alten früheeei Bergarbeiter Mar C h r i stw a n n, der aus Loti ringen flüchten mußte und versucht hatte, sich r Hanau eine neue Eristenz zu gründen.
mc. Weilburg (Lahn), 27. Okt. Im 9Hfhv tat wurde der Eisender goau wieder ausgenoip? men. Msher wurden mehrere S ollen getrieben ir* man rechnet mit einer reichen Ausbeute.
A«» Sta-t und Land.
Gießen, den 28. Okt. 1920.
Mrehbuch der Stadt Glessen t92|
Wie bereits angekündigt, wird eine Neuausgabe .des Adreßbuches vorbereitet. Demt- geniäß w'tven die S«u-liften in len nächsten Tagen durch die PolizeiMvchtmrister verteilt werden.
Um eine möglichst selbständige und fehlerlose Grundlage zur Bearbeittmg der verschiedenen Verzeichnisse zu erhallen, werden namentlich die Hausbesitzer dringend gebeten, für die ordnungsmäßige Vorlegung der Hauslisten bei jedem selbstättdigen Hausbewohner zu sorgen. Es ist wichtig, daß die Listen von jeoem einzelnen Bewohner selbst ausgefüllt wenden. Nur auf diese Weife lassen sich genaue Eintragungen erzielen. Da ein zuverlässiges Adreßbuch für jeden Einwohner Gießens zweckdienlich ist, wird sich gewiß jedermann der kleinen Mühe des eigenhändigen Eintrages unterziehen wollen.
Die auSgefüllten Hauslisten werden nach einigen Tagen durch die Polizeiwachtmeister von her gleichen Stelle abgeholt, an die sie ausgehändigt wurden.
Der Preis für das Adreßbuch wird voraussichtlich 15 Mark betragen. AS wird dringend empfohlen, Deftellun»en von Adreß- düchern vuf den HmrÄifteu zu vermerken, weil nur vorher bestellte Bücher zu dem genannten Vorverkaufspreis geliefert werden können.
Dresden, 27. Okt. (Wolff.) Im Vvozeß g-egen die H ö lz-Gardisten wurde ncc siebentägig.'r VerkxmÄung um Mitternacht Urteil gegrn die Mitglieder des Falken stein r DrandkoNtitees gesprochen. Nach dem WcLl sprach brr Geschworenen wurden die Angeklas^a teillveist der vinllätzlichen Brandslifttnrg, teilrmi!« der Beihilfe zur Brandstiftung für fdnf-.-ig btfJ' den. Der Hauptangeklag e, ber dweißigjährigeBc!»;
Veranstaltungen.
Donnerstag: Hvtel Grotzherzog, 8 Uhr, Vortragsabend des ReichsverbandeS deutscher Berufssoldaten. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Streich- konzent der ReichSwehrkapelle. — Cafs Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Meibirrger. — Caf6 Leib. 8'/- Ubr, OefferttLche Mieter«rs«nm* lung. — Lichtspieltheater wie gestern
die Zeit der 10-Pfennig-Schokollrde ift auf aj . sehbeae Zett vorüber. In Deutschland sind dadurck etwa 250 000 Automaten überflüssig geworden.
HochscLiulnaebrschten.
fb. Frankfurt a. M., 27. Okt Das L.tt standSmitglied der Fabrik elektrotechnischer ArM. Voigt u. Haeffner, Diplomingenieur 9JZa? 8 0' g e 1 f a n b, wurde von der Technischen Jooajfdnw zu Aachen wegen seiner Serbienile um bie Wicklung des Apparatebaus in der Elektroteamc zum „Dr. ing. ehrenhalber" ernannt.
' Ms m feiner iinb 21 Z- Mb znv sst Tafel wird i jN fimtlid W5 unb t mtivurf hnu m Mehm SefMigr. « d>e Mikyln Stviden ö
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Bereisung entwendet war, und noch einige Wasche- 1 stücke und Kragen im Felde links der Roxheimer ' Straße gegenüber der Lindenbuvg aufiriunben ! worden sind. Hierbei wurde auch noch ein schmutziges Herrenhemd gefunden, das zweifellos wn Dem ; Tatrr zurückgelassen unb der sich bort umgefleyrt . hat. Tas gefallene Gut hat ber Dieb auf dem ^bi-rab an die Fmidstzckle gebracht, ivas aufgefollen sein muft Es iverden daher alle die- : jenigen Personen, die den Vorgang beobachtet haben, gebeten, ihre Wahrnehmungen der 5mmx« 1 nUlpolizei mitzuteilen. Die Firma hat eme Belohnung von 500 Mk. ausgeletzt. .
** Saatkartoffelausgabe. Die m der Zeit vorn 25.-27. d. M. aus dem 2drn<mittelamt Mtellten Saatkartoffeln können abgeholt wer dm. ■ Siche Anzeige.
** Der Deutsche Jugendbund hat stch die schöne AufMbe gestellt, unsere Jugend über alle Standes- urtb Parteischranken hmwvg auf ■ einem gesunden unb aufbaueitbm Vater ländischen sBvden zu sammeln. Am Dienstag ift nun wieder ein guter Schritt vorwärts getan durch Gründung der „H uu der t schuf t S t a d t- kn a b en schu l e" (VlotMMage) derTausendsck-ast Giehen des deutschen Jugendbundes. Nack) einem Vortrag des Berbmidsletters Bruno W y S k über bie Notwendigkeit des ^Zusammenslchusses unb bv Bestrebungen unb Ziele des Dunoes s-owie einer kurzen Ansprache des Ittkt'vrs Kn au st traten fast sämtliche anwesenden VvlkSschiller dem Bunde bei. ES sei bei dieser Gelegenheit festWeftellt, dast die Führer des Bundes au» helfen eigenen Reihen ber» Der gefangen ftrib. Wenn dadurch auch mancher Ucbcnd’hxmg, manches Uebersprmgen dsö vor gesteckten Zieles erlirtidh roirf>, so entgeht ber Bund aber vor allem her groben Gefahr, zu iramdwehchen parteilichen -*tt ähnlichen Zwecken mischwaucht zu werden, eine Gefahr, die immer droht, wenn Erwmhsene in einer JmtzmbuwMM- fatim «u-fthlasNebend sind. Gestern abend hatte der JuHentchund seine Mitglieder iu einem Vortrag des Hauptmanns v. L i n * Denau in den Sinäsaa! des Realgymnasiums geladen. Emträchtig saftm hier Angehärige der Volksund Mittelschulen nebeneinander. Wer sich seiner Jungenjabre noch erinnert und des von beiden Seiten bewucht gezüchteten Gegensatzes: hie Volksschüler — hie „Oberer", der weist, was dies bedeutet. B»n „Deutscher Gedanken" sprach Haupt- anann Lindenau. Er führte jeiroz jungen Hörer tief hierein in die schmachvolle Not unserer Zeit, ritz manchen Schleier weg von dem sogenannten Versailler ^rieben, rechnete in scharfen Worten mit den niebenxnfeenben und unsauberen Kräften ab, die die Revolution hochgetragen hab: unb fand als Ursachen diese? Niedergangs die alten geschichtlichen deutschen Jehsec: Mangel an Nationalgefühl, Na- tionalslvlz, Parteihader, TeilnahmSlosiaftit gegen äu&ert Erechnisse Aber das deutsche Volk, dessen Geschichte so viele Zeiten tiefsten Falles und nachfolgenden glänzenden Aufstiegs kennt, werde aurf) | >twn seiner derzeitigen schweren. Krankheit wieder gefunben. Bei dem Wiederaufbau des neuen deutschen Hauses, eines einfachen und gut fundierten Hauses, müsse gerade die Jugend ihr gut Teil Mitarbeiten, aber sie möge sich die Bausteine genau besehen und an® Vergangenheit und Gegenwart nur die guten nehmen. — Mit begeistertem Beifall nahmen die 5hmtrn unb Mädchra den anberthakststün- digen Vortrag entgegen.
** Der Allgemeine Deutsche Frauenderein, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet fiwn Mitte November 1920 bis Ende Februar 1921 tn den Rckumen des Hygienischen Instituts der LandeOuniversität Gießen einen Lehrgtrng für gebildete Mädchen zur Ausbildung als Laborantinnen für bakteriologische und hygienische Institute, Untersuchungsürnter und dergl. Anmeldungen erbeten am 2. November, nachm. 7—8 Uhr (nickt 5—7 Uhr, wie irrtümlich angegeben war), im alten Rathaus, Marktplatz, ND weitere Auskunft erteilt wird.
** (Siebener EiSverein. In der Haupt- benammluug würbe eine Tenberanff der ©abunten dahin beschlossen, dast kÜTfftiy bie Höhe ber Beitrage usw. alljährlich für bo5 wwellige Geschäftsjahr durch den Vorstand frstzuftken ift. Für das lausende Yfeschäftsjahr jmb die Beittäge im Hinblick auf die aumrordöntlieh bestiegenen Kvsten insbesondere bie Arbeitslöhne unb bie vorgeuommene.' iw1 men bilden baulichen Beränderun<xm, di- erheblich: Kosten verursacht haben, wie folgt feftaesetzt: EintrittSgelb 2 Mk., MitgliebSbettrag 8 wkk., Tageskarte 1 Mk. (für Kinter unter 12 Jahren 50 Pf.), Kunstlauskarte 1 Mk.
** Die Zwangs-In nn n § für b«S Schu hm ach e r Handwerk m Bezirke der Siddt und des Landkreises Gi-steu >j?ranffultet am 1. November, vv ml !agS 9 Uhr, in der Restau votion „Felsenfttl'r' zu Gttsten bi? satzungSge- mäste JnnungSvers< m nluny.
*♦ Lichtspielhaus Dahnhosstraste. Die mit gvitzer Un»."lm'd rnttertete Fvrt'etzung beS grasten „Dampirv-sii mrz hält bte Zusckxruer alt* abendlich in Spannuii^ Die beiden Untertitel les dritten Teils, „Fas-inirreNde Augen" unb ,,©r- tzonas" »reifen schm auf das Dämmmch? in bie' m Jilm hin, der ncri) bis Frei rog einschiestlich spitt.. Das LickstspirlhauS teilt weiter mit. dast feine Hauskapelle sei: einüjen Tasm mi: vrrsvärfter Vesetzung spielt. Leiter ist .Hem Wipper, der buöcb feine ausgezeichneten Db-linsvlis bei ber letzten .Veranstallum; b?5 SBartburgfoeretnS noch tu guter Erinnerung sein dürfte.
LtntzkreiS Giehen.
te* Beuern, 24. Okt. Tie brütige Süriver- berfammlung, unter Dor sitz de- Beigeordneten Ar- tnold, besahte sich mit de Errichtung, einer Gemein deschaferei, bie von einigen Sanblvirten gefordert wird. Der Nutzen, den bie Schafzucht 'bat, wurde allseits anerkannt. Doch stehen hier besondere Schwierig feiten entgegen Man hat in früheren Jahren mit der Schafhaltung schlechte Erfahrungen -r'macht. Die Gemeinde b.'sitzt nicht L>iei geeignetes Weideland. Die kleinen landr/i>'t!ck)aftlicki.ra Betriebe hätten durch das Dbwciden besonlerö unter Futter- inemzyl zu leiben. Eine Sleiaerang bc3 Pferchs ist für diese feiten möglich. Tie Kosten für den Schäfer, für die gan^e Einrichtung und für Wohnung wären jetzt sehr bvch. Ta nach den Ausführungen brr Att- ' tragstellrr nur gröszeve Betrieb: zur Schaflml'ung berechtigt sein sollen, die auch auöschliesstich den Nutzem härten, so wurde ein Vorschlag zu einer Art Sozialisierung gemacht, einmal das; wirt- ! schas lick, SdAixLche frmdu'‘am mit anderen ein ■ Schloi'hr t n. ^er ban für diese die Ge.ir t nur > An',ah. Schaft anschasf' unb hält. Maßgebend dafür
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’* Volkshochschule. In das Puogramm des neuen Semesters fntb auch wieder sogenannte Elementarkurse aufoen.mtmcn nrotien. In ihnen wird von erfahrenen Lehrern Unterricht in Deutsch, Rechnen, Französisch und Englisch erteilt. So ist für viele Gelegenheit geboten, grarrdl egende Sfcemttmffc |u ertewrben ober zu erweitern DaS Nähere Über bte Enteilnng ut* den Zeitpunkt ber Kurse wird in einer Vorbesprechung geregelt, br: morgen abend 8 Uhr in ber Obcrrcalschulc stltttsindct. (Siehe
und^ur Pflege von Musik und Literatur. Wie wir schon vor einigen Tagen berichten konnten, gibt her Bund zur Pflege von Musik tmb Literatur im Winter drei KvnzertRbeude, deren Reinerttag ber Den kmalspende ber Uni ve r sit ät zuflfthen soll. Der erste Abend ist als Gedenkfeier dem Gedächtnis der gefallenen 'Rtornmilitonen gewidmet und ist in den musikalischen und literarischen Darbftttmgen gam «uf diesen Ton gesttmmt. Herr Konzertsänger Rehfutz aus Frankfurt, dessen ausgezeichnete gesarnffickw Leistungen jedem Gietzener Konzertbesucher wn früher her ja bekannt fern werden, bat sich bereitwillig zur Verfügung gestellt, bat gesanglichen Teil des Ab:nds, ber unsere toten Helden ehren soll, zu übernehmen. Rehffist singt die vier ernsten Gesänge von Brahms, Schuberts ,Litanei", von Hermann Zilcher Debmels „Tie Verhüllten" unb „Deutscher Liebe Lobgesang" iinb beschließt den Abend mit einer Arie aus Händels „Messias". Für bie literarischen Darbietunaen ist der westfälische Dichter unb BortragSkünstler Dr. Friedrich Castelle ge.ovnnen werden. In einem eigenen Vorspruch wird er btt trauernde Alma mater um bie gcfaUenen Söhne flogen lassen. Nach den ernsten Gesängen spricht et Dichtungen wn Goethe, Brentano, Heine unb alS wuchtiges Sinnbild unserer Zeit von Hermann LönS den Schtvcbensturm aus dem „Wrbrwolf". Dieses gewaltize Prvsastück verdient besondere Beachtung, da Castelle es in einer unbekannten Form ßpricht, nämlich nach einer unvcrösftnllichten Ski-ye, die er als Vermächtnis des Freundes Hermann Löns besitzt und bie den ersten Entwurf zium sptteren Wehewols barfteUt. Im zweiten Teil spricht er lebenbejahende Dichtungen von Strachwitz, Ättsch, Münchhausen unb Liliencron. In Anbetracht der Gedanfens, dah gerade dieser Abend unsere Gestllentn ehren soll, ift ein starker A^such aller Kreise unserer Bürgerschaft nur dringend zu wünschen. (Siehe Anzeige.,
** Kontzert. Anläßlich ihres Scheidens von Gießen veransmltett bie KlWftrlehrrrin Fräulein Helene Zufall am TienNay (26. OfWfer) noch- mittag auf der Karlsruhe für ihre SchiUer rntb Schülerinnen unb deren Aruebörige ein Abschieds- konzert. Der zahlrriche Bestich ber Veranstaltung zeigte, welch hoher Wertschätzung und Derehrung Frl. Zufall sich in weiten Kreisen zu erfreuen hatte Das reichhaltige PrrtMcanmt, die teils fdfüffi und korrekt, teils mit gut empstendenen, mufifalifdjtn Verständnis gebotenen KlavftaV-nttväNe brr Zöglinge befriedigen auftevvckentlich. Mustklehrer H e y rn a n n legle durch zwei mit sauberer Technik urtb feinem EmMnftm ajiyetragn* Bbolinsolis eine Probe seines Könnens ab Behn^ers rer- schönt wurde bte Feier dmch geftrm<icke Darbietungen zweier weiterer Mste. Frau K. Zieprecht fang Lieder von Mv«rt. Ä-ethoven, Pfitzner totb Straust. Ebenso sand Fräulein Barthel durch den Dorttag zweier Lieder non Mozart und Meyer-Hellmnnd baufbnre Zuhörer. Einen wirkungsvollen Absckllust fand daS Konzert durch b:e von Frl. H. Zufall horgetragiw Es-Dur-©onabt „Les Adieux“ (Wschicki von Bvethoven.
** Das letzte Konzert de- ®ef«ng- ve rein s .H e iterkeitwlkcke >Jn Herrn H ein- rich B l a ft geleittt, auch die MännerckKre, letztere nicht mm Heran Geller, wie eS irrrümllich in unserem K'onzertbraickst hoch.
** Gustav Bock-Stiftung. Das Volks- ftmiert, daS im März verschoben werden musste, wiro vorauSstchllich im Nvvvmbir stattftiide>r.
** Zwischcndie Puffer geraten und tödli ch verunglückt ist gestran nachmit:a!i auf dem hiesigen Bahnhof brr Rangiermeister Herrmann aus Gftften bei Ausübung seines Dienstes.
** Zu dem Diebstahl in einer b i f
;ast jcbe5 Gemeindeg ftd ?slolle erhalte und -in-nn zablb.rreven Prei >' als sonst Darüler n sich eine < r^gtr Aussprache. Ein V^r- daft die Schäft.vei imch dem Antrag bet £anb»
fd. Herbstein, 26. Oft. Die „Dürer* schule"' Ho chwal dhausen ist wegen der bekannten VorgÜnge von ber obersten SchulbehSrde geschlossen toorben.
KreiS Schotten.
e. Schotten, 26. Oft. Der H essen - Darmstädter DolkSberein -u Newyrack hat unserer Stadt tut Linderung ber durch den Krieg etneetretenen Not eine Spende von 5000 Mark Überwiesen.
E. L a u b a ch, 26. Oft. Vorige Woche kehrte der letzte Kriegsteilnehmer, ber Infanterist Christian Günther von Laubach «uS Sibirien hierher zurück. Im KriegSjahr 1916 geriet er in russische Mfan.genschv.ft und nxir svmtt vftr volle Jahve in russisch-sibirischer Gefangenschaft.
E. L auba ch, 26. Oft. Beranlatzt durch bie hier herrschende Wo hnnngSnvt sollen in nächster Zeit ackst „FLmiliensckiiebmrgen" vvrgenommen werben. Ob dies so einfach unb schnell vor sich gelten kann, steht dahin. Da die Stadt Laubach zwn neue Wohnhäuser mit je vier Farnilienwoylmngen am „RSderweg" erbaut hat, so dürfte im nächstzm Frühjahr die WvhnunWS?iot grSfttenteilS behoben fein.
Kreis Friedberg.
□ Friedberg, 27. Oft. Seit kurzer §eit sind bie Ges chäftsräume des KrerS- amtS in das frühere Groftherzogliche Schlaft in der Burg verlegt worden. Damit ist dem in letzter Zett immer fühlbarer werdenden Platzmangel ab* geholfen wvrd-n. Gleichzeitig sind auch die Raume der KreiSschulinspektion dorthin verlegt, und zwar, wie man mit gerechtem Erstaunen feststellen muft, in einen Raum in dem Dackstvcke, bm man über verschicken* Treppen unb zuletzt durch eine steile Wendeltreppe erreicht. Abges.-Hen davon, daß diese AmtSräume doch täglich von virlen Lehrern ausgesucht werden müffen, ist es für den betreffenden Beamten, einen um das Schulwesen hochverdienten Mann von über 70 Jahren, Veteran <tu5 dem Fesdffuge von 1870/71, doch eine starke Zumuümg, täglich mehrere Male dieftn anstrengenden Ausstieg zu machen, um so mehr, alS doch gewiß zu ebener Erde, wo die jungen Beamten und Angestellten ihres Amtes walten, ein passender Raum zur Verfügung gestellt werden konnte.
KreiS Wetzl«r.
tzin M«HiftrNtSk»nflikt i« Wetzlar.
fr. Metzlar, 27. Okt. Eine geraume Zeit beanspruchte bie Erledigung bc5 ersten Punktes brr Tagesordnung in ber letzten Stadtverordnetenversammlung. Der eingesetzte Kontrollausschirft berichiete über das Ergebnis Der von ihm an gestellten Ermitttung-n über die Vorkommnisse in der Stadtverwaltung, worauf bie Stadtverordnetenversammlung nach längerer AuS-- sprache baS von ber sozialdemokratischm Fraktion leretts früher eingebrachbe MifttrauenS- Votum gegen den Dürgrameister mit 2ll gegen 9 Stimmen annahm und eine sich eu3 3 Mitgliedern Ausammenfttzende Kommission wählte, die sobald al-5 möglich nach .Koblenz reifen unb dem Negierungsprasidenftn das Material über daS @r> gebniS ter Tätigkeit des Kontrollausschusses vor-- legen soll.
Dürgermeister Kübn gibt hierzu im „Wetzlarer wlg-ende Erklärung ab:
„Wie ich erfahren habe ist von verschiedenen Seiten entartet worden, da st ich zu den Bra- banblunaen in der Stadtverockneiensitzung iwrn 19. ds. Mts Stellung nehmen würde Ich hrbe bniran, meinem bisherigen Grund'atz getreu, mit Rücksicht daraus Abstand genommen, dast ich mir । von einer Stellungnahme bei der vorgefaßten Mei-1


