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Nr. 140

28. Tepternber

1920

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Hiernach erteilt? txr Prä ixrnt dem

wiesen.

Staats

Führer der deutschen Dal--gaion

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Hauvtkarten,

Band Zuteilungsverzeichnis,

Band (Äütergeschvsse I,

^nd Gülergeschvsse mit Zuteilungsplan,

Heft Zusammenstellung der (Untergeschosse I,

Band Obslbaumverzeichnis,

Band Obslbaumgesä)vsse,

Meliorationsplan nebst Protokoll über die bei der Zu­teilung abgeänderten Wege,

Paclstcntschädigungsverzeichnis über die zur Gren^regu- lierung zugezogenen Grundstücke der Gemarkung Langd nebst einer Zuteilungspause,

Pacht entschädigungsverzeichnis über die zur Grenz reg u lie­rung zngezogenen Grundstücke der Gemarkung Ulfa nebst 2 ZuteilnngSpausen.

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Beschluß der Bollzugskommission vom 10. März 1920 über den Zuschlag zum Geldansgleich der Obstbänme und Ole ländewerte,

Beschluß, der Bollzugskommission vom 27. September- 1920 über Pachtentsck>ädignng nnd Entschädigung für Ernte ausfall nebst Verzeichnis.

Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet daselbst

Freitag,, den 8. Oktober 1920, vormittags von 1112 Uhr, statt, wozu ich die Beteiligten unter der Androhung einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwen düngen ausgeschlossen sind.

Die Einwendungen sind schriftlich) und mit Gründen versehen ei nzurkichen.

_ Die Vorzeigung der neuen Grundstücke findet an Ort und Stelle Freitag, den 1. Oktober 1920, und soweit crforder- ltch, die folgenden Tage statt.

Zusammenkunft hierzu am Gemeindehaus in Rabertshausen vormittags 11 Hin

Friedberg, den 18. September 1920.

Ter Hessische Feldbereinigungskommissär.

Dr. Iann, Regierungsrat.

Dienftnachrichtcn des Mrcieamtcö.

Der am 30. ds. Mts. in Herborn abzuhaltende Rindvieh- und Schweinemarkt wird wegen der im Kreise noch weitverbrcitenden Maul und Klauenseuche hierdurch verboten.

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Die Dienslmänner müssen bei Ausübung ihres Gewerbes in au ständiger, reinlicher Kleidung erscheinen, stets nüchtern sein und sich gegen das Publikum ruhig und höflich betragen. Sie l-aben sich jeder Zudringlichkeit zu enthalten, insbesondere das unauf­geforderte Anbieten ihrer Dienste zu unterlassen.

§ 8.

Bezüglich ihrer Standorte auf öffentlichen Plätzen und Straßen

Pol izei-Bc ro rd n u ng

über den Gewerbebetrieb der Tiensmiänner in der Stadt fließen

Nach Anhörung der Stadtverordneten Versammlung uni> mit Genehmigung des Hessischen Landes-Arbeits und Wirlfchaftsamls vvnr 15. 3uli 1920 zu Nr. L. A. u. W. 11 808 werden auf Grund der 88 37 und 76 der Reicksgewerbeordnung, sowie des Art. 129 b Der Städlcvrdnung zur Regelung des Gewerbebetriebes der Dienst männer für die Stadt Gießen folgende Vorschriften erlassen:

* Personen, welche auf öffentlichen Straßen und Plätzen ihre -trenne anbieten, forme Uitientcbmer, welche eine Ticnstmanns Anstalt betreiben wollen, bedürfen zum Betriebe iirres- Gewerbes, letztere auch zur Einstellung jedes Angestellten der polizeilichen Erlaubnis.

Die Erlaubnis als Tienstutann schließt nicht von selbst die ieirige als Unternehmer einer Dienstmanns-Anstalt in sich und umgekehrt.

8 2.

Tie Erlaubnis wird nur solchen Personen im Mter von in in desteuS 21 Jahren erteilt, die unbefdjoltcn, zuverlässig und taug lich sind.

Heber das jeweils bestehende Bedürfnis hinaus wird die Er­laubnis nicht erteilt.

_ . _. . § 3.

Zeder Dienitmann hat eine Sicherheit im Betrage von 50 Mart bei dem Polizeiamt zu hinterlegen.

Die gleiche Sidjerheit traben oie Unternehmer von Dienst mau ns- Anstalten für joden ihrer Angestellten zu leisten.

Die Hinterlegung der Sicherlreit geschieht durch Einzahlung bei der Gewerbebank Gießen.

§ 4.

Die Sicherheit haftet für Geldstrafen wegen Uebertrctuugen dieser Vorschrift und für zivilrechtliche Ansprüche der Auftrag geber, welche aus dem Dienstverträge hervorgehen oder bei Ge legenheit der Dienstleistung (insbesondere durch unerlaubte Hand­lungen des Dienstmanns) entstanden sind.

Die von den Unternehmern von Tienstmanns-Anstalten hinter legte Sicherheit hastet in gleicher Weise für die Verpflichtungen ihrer Angestellten.

Mindert sich hiernack) die Sidjer'heit, so ist sie binnen einer Woche zu ergänzen.

Die Zurückgabe der Sicherheit erfolgt, wenn der Tienstmann das O'eroerbe aufgegeben hat und binnen einer Frist von 14 Tagen nach Erstattung der betreffenden Anzeige Ansprüche auf die Sidjer heil bei dem Polizeiamt nicht angemeldet worden sind.

Bei Erteilung der Erlaubnis erhält jeder Dienstmann einen auf feinen Namen lautenden Dienstschein, welcher mit einer Nummer versehen ifi, sowie einen Abdruck dieser Polizei-Verordnung nebst Gebührenordnung gegen Entrichtung eines Betrages von 60 Pf.

Die Tienstmänner müssen stets, sobald sie an öffentlichen Orten ihre Dienste anbieten, eine rote Mütze tragen, an deren Vorderseite ein Metall streifen mit der AufschriftDienstmann" und darüber die Dienstnummer sichtbar befestigt ist. Anderen Personen ist das Tragen der vorgenannten, von Dem Pckizeiamt erteilten Abzeichen untersagt.

Dienstmänner-Anstalten kann von dem Polizeiamt Die Er­laubnis zur Tragung besonderer Abzeichen und Dienstkleidung, erteilt werden.

_ . 8 6.

. . xzeder .iieiiitmann muß seinen TienM'choin und einen Abdruck dieser Polizeiverordnung nebst (Gebührenordnung bei sich führen und den Auftraggebern sowie den Polizeibeamten auf Verlangen vorzeigen.

WZ,

^Nlid) bdr*

AmtZverkündlgungzblatt

für die Provinzialdirektion Gberheffen und für dar Kreisamt Gießen.

(ErfoeiKt nach Bedarf Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Rur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich.

1 »utV| SSSK g Wtomt ofctt »9dii>t ront) $ E minbeftnlb fit *

Bekanntmachung.

Betr.: Feldbereinigung Rabertshausen: hier: die Arbei­ten des III. Abschnittes.

In der Zeit vorn 24. September bis einschließlich 7. Oktober Isd. Zs. liegen auf Hess. Bürgermeisterei Rabertshausen die Ar­beiten des III. Abschnittes zur Einsicht der Beteiligten offen. Es sind dies:

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^llNükttt,

-Vt fc. .

Ziihaltr Ucbertzcht: Die Preise für abgelieferten Raps und Rübsen. - Einkauf von Flachs aller Arien - Feldbereinigung Rabertshausen. - Dtenstuachrichten. - poUzei-Derordnung über den Gewerbebetrieb der Dienstmänner Aufhebung der Straßensperre.

Deutschland auserlegten Söldnerheeres er­fordert weit größere Ausgaben als ein Heer auf der Grundlage der allgemeinen Dienstpflicht. Alle diese Lasten sind von einem in feinen. Grenzen und seinem Enverbsleben wesentlich beschränkten Wirtschaftskörper zu tragen. Auf der änderet! Seite machten die Zustände der Ernährung und Kleidung sowie die Entblößung des Land-es von Rohstoffen eine sehr erhebliche Einfuhr dringend erforder­lich. Tie allgemeine Teuerung kam für Deutsch­land in einem ungewöhnlichen Maße zur Geltung Durch die fast vollire Entwert ungdes deut­schen Geldes. dlns di- Ursachen des Zusmnmen- brutf'rC-3 der deutschen Valuta kann ich an dieser Stelle nicht eingelxm Es ist dies ein Teil des großen allgemeinen Pooblems, tem ein f ? hervor­ragender Platz in Den Untersuchungen die er wiii'ion eingeräumt wurde. Ich mfafnejurr darauf fnnmeifen, daß ohne Würdigung des Sturzet- Der deutschen Mark, der insbesondere seit .-tnem ' atw' cin tcrreten ist, die Entnnckellmg der denfZten Reichtsiirnrzen nirfyt zu ver'^thm. wäre Die An- fono-Hung eilet Ziffern des vTtliegendet Fn a z bericktes erklärt tich in eritirr Linie Dabitrd», daß infolge der fonmgtef.en Ewwertun\ der Reickys- merf, die ihren vrrläungen Tiefstand im Februar und März ds. Js. erreicht hat, alle Waren- vreise in Deutschland um das viel­fache gestiegen sind Löhne und G-?l>ä5- ter mußten entsprechend folgen. Tann find a.ick die Reicksausgaben in dem Maste gewack/en, daß es nicht möglich war, mit der Vorsorge für ent­sprechende Einnahmen gleichem 3d>r-t zu halten. Nur io ist auch der anscheinend unerklärliche Felck- betvag der Reichseisenbahnen intD Post zu »erfiel'en. Tie deutsche Regierung, eingedenk des Grund­satzes. daß zum mindesten alle Ausgaben bet Regietungsbettrebe aus den Einnahmen dieser Tienstzweige gedeckt werden müssen, hat mehrmals die Tarist seht wesentlich erhöht. Alle diese Tarife haben aber bei weitem nicht den Zweck erfüllt, die um ein vielfaches gestiegenen Ausgaben dieser 'Betriebe zu decken. Mit bet Ent'.vettung der Mark im Auslande steht das Anwachsen des Paoier- geldumlaufes in Deutschland in engem Zusammen-

Dohirnvchrrtt . (M.) Seit n Sanbesftl schenEintvo! 'ormittag em itt. Mimst daß in Ba m das Wohl b :e Mämcr oh Partei jufatw ksivehr 5?au3 vhvewehren | tb heiligen W ! ganze Persönli ehe für die Är hen Ctbmhtg. Emwohr.erweß'L b hervor, daß! eraden Dege. cl sehen, weiter n des bayerist indes. Das fii i ich schon dadr es nicht t n etfyhei

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durch

»en. L)ie v?>cnmre oer ötaoiJteunvri rmvrn es in allen Fällen abgelehnt, Exmissions- mträgen von Hauswirten gegen Mieter, die die gesteigerte Miete nicht bezahlen konnten, rusführen ztt lassen; aber auch diese ge- '«genllichc Hilfe war und ist selbstverständlich 'o geringfügig, daß sie an dem allgemeinen Zustand nichts änbert. Zu dem furchtbaren Dohmtngsmanael gesellt sich noch der sehr döse Umstand, daß fast gar keine Möbel­wagen zu haben sein werden. Schon in normalen Zeiten ist die Zahl der verfüg­baren Möbelwageti lächerlich gering kaum 1000; jetzt kommt noch hinzu, daß die Hälfte dieser Zahl am kommenden l.Okwber nicht verfügbar sein wird. Der Grund ist seltsam, chließlich aber einleuchtend; die Besi^er der Möbelwagen erklären:Nehmen n>tr den dül, daß wir den Transport eines Haus­halts übernehmen. Wenn wir vor dem Hause ötfommen, in welchem die Familie ihre neue Dohnung bezielsen soll, so werden wir >oabv 'cheinlich findetl, daß die alte Familie sich veigert, die Räumlichkeiten zu verlassen, und daß sie sich bei dieser Weigerung auf eine ge» nchtlick-c Entscheidung stützen kann. Dann lehen wir da mit unserem Wagen voll Möbel rnd wissen nicht, wohin wir sie tun sollen, wd daratts tonnen sich für uns aUe_ mög- id)en Schwierigkeiten ergeben, persönlid»2 wd ges?tzlid)e/' Das Ergebnis wird sein, ^ am 1. Oktober für 160 000 umziehende Familien nur 1500 Möbellvagen zu finden lein iverden.

Dem am 2"). September zusammengekom- meucn Staatsparlament von Neuyorl sind Kreits mehrere Vorschläge zvr Aphilse dieses ^tch stetig verschärfenden Uebels unterbreitet vordcn So f.-U - V. gesetzlich verboten w?r- -rn.,Mi:L-r di: sich yjeigern. utwerhäl^::s- &ig erhöhte Mieten zu bezahlen, zu ex-

erftattften am 93ormittagT>L' De'egierlen von Bri- tifch-Jndien, Australien und Peru ihre Berichte über die fmauzpoutijche Ver'afsung ihrer Länder.

Tie 9iad?mit tagr si tzung diente der Fortsetzung der a t l g mein ernführenden Reden. Sie gcttKxim aber höheres Interesse baburd), daß auf der Tagesordmmg die Reden der Delogierten 91 m e r i i a § und Deutschlands standen Das Hans, das von den Monferenz.eilnelmicnt und Zu­hörern dickt besetzt war, erwartete auch mit sicht­licher Spannung die beiden Reden Der ameri­kanische Delegiere erklärt, daß er m der Hon­st renz einen Ertzilg sehe, tveil sie um cr'tcn Male Die ehemals gegnerischen Na inien zu einer fach- licken Beratung zusommenführte. 'Was bte Host- iningeu Europas auf amrri'Janifdje Kredite an­gebe, so tonne er wenig Aus ich en auf ihre Er­füllung macken, dies umsoweniger, als Europa die wesentliche Voraussetzung des amerikanischen P r iva t ka vi t a l s nicht biete, Tiämlidt Sicherheit und Friede Erst Daun könn.e Euwva auf Unterstütz-mg rechnen. Vorerst fei es aber auf feine eigene Hilfe ange­

l' e k r e t ä r Bergmann das Wort zu seinem Bericht. Bergmann hielt seine Rede ruhig und gelassen. Tas Haus folgt*? feinen Worten mit größter Aufmerksamkeit. Als er geredet hatte, wurde ihm allseitiger Beifall zuteil.. Des weiteren sprach der Führer der fübamtoniühen Delegation, Finanzsachv.rständiger ^Blanken- berg, der von den südastikanifchm Finanzen ^in reckt günstiges Bild entwarf. Für Oesterrerch sprach Finanzminister Reisch. Sckiirß'ick tru­gen die 2-legierten Bulgariens und Portugals ihre Bericht: vor. Tie Sitzung wurde um 6 Uhr gestossen.

Der deutsche Bericht.

B r ü s f e l, 28. Sept. (WTB.) Meldung un- fer 'ö besonder n Berich er a tc*--:-. Oiemäb Der am MotriagX besckL>'senen Tag.^ordnung er nttet die deu.sck^ Tel.ga irr.: heut- nadvnit.ag in der Fi- im.r.?!irr?* Berick:. über ei: finan^tdle und wir:schafilid)e Lage Deutscküarws. Tie Rede halt

Verordnung

betreffend die Preise für abgclicfertcn Raps und Rübsen der Ernte 1920. Vom 10. September 1920.

'Huf Grund der Verordnung über .Uriegsinaßnahnten zur -xd crunc, der VolkSemälwung vom 22. Mai 1916 Reichs Gesetz btatt L, 401) bzw. 18. August 1917 Reichs-Gesetzblatt S 823 imrb beihmmt:

Artikel I.

Die Preise für die auf Gruitd der Vewrdnuilg über Lei irückte und daraus gewonnenen Erzeugnisse vom 16. August 1919 Reicks Gesetzbl S. 1439) abgelieferten Oelfrüchte der Ernte 1920, die vom ReichSausschusse für pflanzliche und 'tierische Oele und Fette nicht überschritten tverden dürfen, werden festgesetzt

bei Raps auf........... 4500 'Mark,

bei Rübsen auf........... 4400 Mark.

Artikel II.

Die Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in .straft.

Berlin, den 10. September 1920.

Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft.' Dr. Hermes.

Bekanntmachung.

betreffend Einkauf von Flachs aller Arten.

Im Atrschluß an unsere BekanntmackMng vom 13. Sept.' 1920 im Amtsversündigungsblatt Nr. 133 vom 16. September 1920 bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß außer den bereits bekannt gegebenen Personen iwxt

Herr Karl Seifart, G r ü n b e r g, zum Aufkauf zu gelassen ist.

Gießen, den 25. September 1920.

KreiSamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert.

twoH, 29. September 1920

Zchulsttatze 7.

Luuadnik von Hnjc.ucn für öie Tagesnummer d»s zum Rachmittag vorher ohne jede PerdwD'.ichkeU. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen o. 34 mm Breite örtlich 35 "Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen van 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz, »orschrilt 20* . Ausschlag Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Jenz; für den Anze>gentei^ H. Deck, sämtlich in Gießen.

Tie jetzige Schuld des ReidxS von^ 210 arben Mark setzt sich »um größten T^ile, id) mit 142 Milliarden Mark, ans schtvebeu Berpilichttmgen zusammen. Ta der ^Betrag teu cingesährten Steuern wegen der Schwie " kn in der Organisation und Erltebmtg nur ihlich eingeht, hat die Reichsregierung ptS- sür einen großen Teil des Geldbedarfes andere Möglichkeü der Deckung gehabt als riskontierung von Schatzanweisungen bei der sbank. Ein gewisser Betrag dieser Sd}a(y isunaen ist sogleich durch das ersparst Kapital durch sonstige verfügbare Gelder aufgeitümmen eit, aber ein erheblicher Test davon ist bei der »Sbank verblieben, die infolgedessen den Pa- eldumlauf wesentlich erhöben muide Mit den senden Steuereingängen hoffen wir, die Noten- gung zum Stillstand zu bringen und dann der Valutaverschlechterung entgegentoirfen zu en.

Trotz der bestehenden unerfreu- en Verhältnisse halten mir jedoch 11sck)lands finanzielle Lage nicht verzweifelt. Wer unbefangen die Zu-

e prüft, wird finden, daß Teutschland all- ick zur Ordnung zurückkehrt und daß erfreu- croeife auch der Wille zur Arbeit überall im )e fid) wieder kräftig regt. Daraus schöpft die che Regierung das Vertrauen, daß bei 'De­ckung der größten Sparsamkeit das Land in Lage sein wird, allmählich aus den gegen- igen wirtschaftlichen Zuständen wieder heiaus- mmen, insofern diese durch die Eigenart der ren Lage verursacht worden sind. Um aber lich 'wieder lebensfähig zu werden, die Wäh- isverhältnisse stabilisieren und den internatio- n Verpflichtungen in verständiger Weise nach- nen zu können, muh Teutsdckand in seinem schastlichen Leben mindestens soweit gehoben »en, daß es an dem Weltverkehr wieder in »er Weife teilnehmen kann. Unser Ziel muß mit dem enormen Passivum der beutf d>en ndelsbilanz aufzuräumen und eine er- iche aktive Bilanz zu schaffen. Tarin die einzige Mvglickckeit, die auf unS lastenven oflid)tungen zu erfüllen. Das ist eine ungeheure }dbc, zu deren Lösung die w i r t < ch a f t- en Kräfte Deutschlands allein ht ausreichen. Wir kSnnen das uns vor- ebenbe Ziel nur in verständnisvoller Zü­rn en arbeit mit allen erreichen, die auf Wiederherstellung geordneter Verhältnisse dem zerrütteten Europa ober vielmehr der ganzen Welt hinarbeiten. Wenn aber mit der wirtschaftlichen Hilfe der t rechnen, so sind wir verpflichtet, zunächst z Klarheit über unsere finanzielle und wirt> slliche Lage zu schaffen. Nur eine umfassende durchaus aufrichtig-e Darlegung der Tat achm t bei den anderen Verständnis für unsere eipen* ge Lage und Vertrauen in den Ernst unserer aühungen erwecken. Dazu sind wir entschlossen, in diesem G iste hoffen wir, zu den Arbeiten Konferenz beitragen zu können. Wir haben zu rrcr Befriedigung bereits gestern in der all- einen Erörterung feststellen ton nm, daß unsere nm Ansichten über die Verhandlungen der zur olung gestellten Fragen durchaus mit oen mbjären übercinftimmen, wie sie von den ver- Henm Delegierten der anderen Nationen »rr» en worden sind. Sie werden, wie ich hoffe, aus er kurzen Ansprache ersehen haben, daß man > in Deutschland gewillt ist, den tn der geftrv» Aussprach? vorg zeicknetm Grundlinien zu en, die zur Wiederherstellung der Ordnung und ösfeMlichm Finanzen führen.

Der Eindruck der Rede Bergmanns.

Berlin, N. Sept, lieber den Eindruck der deutschen Darlegungen auf der gestrigen Sitzung der Brüsseler Kinanzkonferenz mel­det der So-nderberichterstatter derVossischen Ztg.", er glaube sagen zu dürfen, daß die nüchterne, klare und ruhige Art der Aus­führungen Bergm'anns auf allen Seiten der Konferenz einen segensreichen Eindruck gemacht habe, mie man überhaupt sagen tonne, daß eine entgiftete Stimmung auf der Konferenz vorhanden sei.

3us Italien.

Mailand, 28. Sept. (Wolfs.) Wie den- Povolo d'Italia" aus Neapel gemeldet nrirb, besetzten die Mitglieder des Verbandes der tandwirtschaftlichini Genossenschaft von Santa Maria Papea und Vetera in einer Stärke von 2000 Mann, die mit Gewehren bewaffnet waren und rote Fahnen bei sich trugen, die königliche Domäne von Eardiziello. Die In­besitznahme der Ländereien erfolgte unter dem Absingen der Arbeiterhymne. Die be­setzte Domäne ist die größte des königlichen Hauses.

8ol!chewiftische Unruhen in Mexiko.

Paris 29. Sept. (WTBll Wie dieEhignco Tribüne" aus Meriko meldet, ist es in der Stadt Meriko zu bolschewistischen Unruhen gekommen. Bolschewistische Agitatoren haben den Nationalpalast gestürmt und hielten von dessen Balkon Redm an die nach tausenden zählenven Menschen. Ter Nationalpalast war mit roten Fah­nen. geschmückt. Tie Reden wurden mit großem Beifall aufgenommen. U. a. wurde in ein« Rede dazu aufgefordert, die Zeitungen in otc Luft zu sprengen. Bon allen Teilen des Landes futb Trup- pen nach der Stadt beordert nxonoet, um dre Unruhen niet^rzudrücken. Tie Lage ift, fern ernst imb wird noch durch die ^atjachc v?richtvnmert, daß Präsident Huerta erkrankt ist