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25. $eb

Kündigung unb Neugestaltung des Tarifvertrages. Temotvotische Frauengruppv, 8 Uhr Hotel Ein- Horn,Politische Tagessragen". Ehemalige An­gehörige des Landw -Inf.-Regts 116, 8 UTyr, Zn- sammenkunst im PvsEellcr. Lichtspielhaus,Ich Nage an" letzter Tag. Lichtspiele Seltersweg, Tie Herrin der Welt 4. Teil", letzter Tag.

unter Anerkennung seiner dem . _

Treuste mit Wirkung vom 1. April 1920 ab, am 20. Februar der Lähver an der Volksschule zu R'is- kirchen im Kreise Gießen Mn kipp Heinrich Grün aus sein stLachsuchen unter Anerkennung seiner d;m Staate geleisteten Tienst: mit Wirkung vom 1. April 1920 ab. Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehner zu besetzende Schulstelle zu Radmühl, Lauterbach. Dem Inhaber der

die Bevölkerung veranbccht das Som- meln der Tannenzapfen. Begünstigt durch) das gute Wetter der letzten Zeit kann man täglich ganze Scharen Leute mit dieser Arbeit beschäftigt in den Wäldern antrefsen. Aus Handwagen, Schieb­karren und selbst auf großen Fuhrwerken werden die in Säcke gelesenen Tannenzapfen heiwgeför- dert. Daß hei dieser Tätigkeit mitunter wohl auch ein wenig Holzfrevel verübt wurde, scheint auch der Fall gewesen zu sein, denn die Bürgermeisterei ließ öffentlich bekannt machen, daß das Lesen von Spänen verboten sei, das Sammeln der Tannen­zapfen .zwar erlaubt, aber ihre Heimbeförderung mit Fahrgelegenheit nur am Mittwoch und Don­nerstag gestattet sei. Seitdem dehnt sich nun die Sammeltätigkeit mehr auf die fiskalischen Walder aus und erstreckt sich selbst bis in die Gegend von Lumda und Geilshausen.

Kreis Alsfeld.

Up. Mücke, 25. Febr. Bon der hiesigen Post aus wurden zwei neue Telephon! Üttingen gelegt. Tie eine geht nach Nieder-Ohmm und verbindet das Amt, die andere geht nach Ruppertenroo zu Bürgermeister Völzing.

Kreis Lauterbach.

Frhr. Löw in Darmstadt (Staatsministerium Neckarstraße 7) ernannt.

** Am tliche P er s vn a l n o ck r i ch > n In den Ruhestand versetzt wurden am r> Februu der Lehrer an der Volksschule zu Gwnau tm ii-

rnissar veranlaßt, rourt* vor dem Schlichtun gs- aussckstlß eine Sondersitzung anberaumt, in ter über die Frage der Beilegung des Streiks verhandelt wurde. Eine Einigung der Parteien war nicht zu erzielen. Der Schlichtungsausschuß empfahl in einer von den Arbeitnehmern alsbald angenommenen Klmdaebung, über die die Firma sich innerhalb einer Woche Erklärung vorbehrelt, folgendes: Es möchten die auf Grinst) der Be­stimmungen der Gewerbeordnung wegen Arbeits­niederlegung von der Firma mit fristloser Kündi­gung als entlassen erklärten Arbeiter und Arbeiter-

Stelle kann eine Ortszulage gewährt w'rd.m.

** ,9tebei .unb Nässe gehen am Himmel um . . Vorgestern noch schwang Vorfrühling .sein Sonnenszepter über der schlafenden .Flur, sie mit leisem Hauche zu neuem .Leben weckend. Mächtig lockte die Sonne.mit ihrer milden Wärme, daß manch einer.verwundert nach dem Kalender blickte . . . . .ein Strohhut sogar ließ sich aus den dunklen Tiefen des Schrankes locken nlid schaute .frisch und keck, wenn auch mit ver­wunderten Augen, in die Februarwelt. Aber gestern vormittag behielten die alten Nebel­frauen, die in den Straßen zwischen den Stim­men saßen unb graue Schleier spannen, doch die Oberhand, und Frau Sonne mußte sich nach kurzem Kampfe auf ihre Himmelswiese zurückziehen. Seit gestern mittag schon sickert ein unendlich feiner Regen aus den Nebel- schwaden.herab, so langsam, so müde, so trau­rig und so langweilig, wie nur ein langweili­ger Februaregen in die Welt plätschern kann. Grau.in grau wandert nun die Erde unter dem.verweinten Himmel her, finstere Nheuma- tismus- .und Grippegespenster hocken an allen Ecken. .Auf der Straße lautlos vorüberhastende Gestalten, aus einiger Entfernung wie Schat­ten, dunkle Schemen zu sehen, die fröstelnd Mantel und Kragen immer enger um sich schlagen und mit kummerbeschwerten, leibver­folgten Gesichtern müde in das eintönige, nasse.Grau starren, als hätten sie bert ganzen Jammer.ber armen deutschen Welt zu tra­gen.....Möge aus dem Grautag balb wie­

der ein Blautag werben!

** Gestohlen wurde in Gießen ein* F:ld-

z. Grebenhain, 25. Febr. Einen schönen Erlös hatte untere Gemeinde für ihr; gußnftme.i .....e, ivelche gestern zur A.wsieigerung gelangten. Sie erhielt für den Zmtnw 101 Mk.,

** Zum Landeswahlkommissar hat das Gesamtministerium den Ministers alamtmann <aternenpfatlc

jammen 4403 Mk

Kreis Schotten.

C Vom Dort). V o g e l sber <nn 25. Februar die Bienen

innen unverzüglich in den Betrieb hnebtu einge­stellt und in der bisherigen Weise weiterbeschäf- tigt werden. Sollten sich bann wegen Betriebs­einschränkung weitere Entlassungen als nvtlv-cndig i, 20. tfebr. ergeben, so solle dies im Benehmen mit dem Ar- schon fleißig | beiter ausschuß festgesetzt werden. Tie hiernach zur

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 27. Febr. 1920

Hessische Kinder in der Schweiz.

Nach achtwöchigem Aufenthalt 'kamen in diesen Tagen die aus Offenbach unb Darmstadt in die Schweiz entsandten erholungsbedürftig en! Kriegerwaisen in die Heimat zurück. Tie Kinder, die ausnahmslos sofort in der schönen Mpenland- schäft heimisch geworden waren, haben sich bei der herzlichen Gastfreundschaft, die sie in den Schweizer Familien fanden, glanzend erholt. Ties äußerte sich auch in der Lebendigkeit und Frische, mit der die Kinder bei ihrer Rückkehr von ihrem Aufenthalt erzählten. Boll und ganz hat die hoch­herzige Schweizer Gastfreundschaft ihren Zweck erreicht.

Lebensmittel.

** MElchdersorgung. Vom 27. Februar bis 6. März 1920 findet die Versorgung von Boll­milchberechtigten in der im Anzeigenteil angege­benen Weise statt.

** Freibank. Samstag, 2b. Febr., werden von 13 Uhr nachmittags die Nm. 11511250 beliefert.

** Bei der städt. Obst - und Gern üfe­st el le, Marktlauben, kommen täglich Gelberübm, KMvccken, an Dörrgemüse Weißkraut und Gelbe­rüben, ferner noch Dörrobst: Aepfel und Zwet- schen, zum Verkauf. Ferner werden noch Mhl- raben, zu Futterzwecken geeignet, Pfund- und zentnerweise abgegebm.

Veranstaltungen.

Freitag, 27. Febr.: Allgem. Verein für Armen- unb Krankenpflege Gießen 5 Uhr Ge- nevalversa m mlimg Evang. Schwesternhaus. Vortragsvereinigung Kaufmännis cher Verein, Ortsgeloerbeverein 4. Vortrag, 8 Uhr Neue Aula,

schmiede älterer Art.

** Literar is che Gesellschaft. Für den nächsten Autorenabend am Freitag den 5. März, adds. 8hi Uhr, in der neuen Aula stellt die Gesellschaft ihren Mitgliedern wiederum einen genußreichen Abend in Aussicht, indem es ihr ge­lungen ist, eine bekannte Dichterin zum Vortrag ihrer Werke begrüßen xu können. Frau Helene C h r i st a l l e r ist durch ihren vortrefflichen Ro­manGottfried Erdmann und seine Frau" und heilige Liebe" in weiten Kreisen bekannt ge­worden. Ihre eindringliche Kunst geht mit Liebe und feinstem Spürsinn nicht nur Den. Menschen, ihrer Umwelt, sondern auch der Formung großer Gestalten nach, wie sie denn in ihrem BuchHei­lige Liebe" eine ausgezeichnete Charakteristik des heiligen Franz von Assisi in den Mittelpunkt reich bewegter Handlung gestellt hat. Von ganz besonderem Reiz erfüllt sind die kleinen Geschich­ten HeT - Christallers aus dem SMrnier Land, dre das Talent getreuer Kleinmaler er mit überraschen­der Lebendigkeit dcrrtun. Das Programm, das die Dichterin gewählt hat, verspricht, wie gesagt, der Hörerschaft einen genußreichen Abend. (Näheres siehe Anzeige.) _ r

** Gefells chaft Li ebrg-M u sen m. Sonntag den 29. Februar, vormittags lV/4 Uhr, wird Prof. Dr. Markert über A. W. v. Hofmann und seine Beziehungen zu Gießen sprechen.

** Tie FrauengruppederDeutschen Volkspartei veranstaltete gestern Än: Mit­gliederversammlung im Gewerbechaus. Frau Emma S ch u d t berichtete über den Parteitag in Darm­stadt, an dem, 4 Damen der Gießener Frau mgrupp: als Delegierte teilgenommm hab-m. Darauf sprach Frl. Luise Friedrich über die Mädchenpflicht- fortbildungsschule, ©ämtlidye Anwesende waren der Ansicht, daß es im Interesse der weiblichen Jugend dringend erwünscht sei, daß die Pflicht­sortbildungsschule sobald wie möglich eingerrchtet werde. Für den Landessvauenausschuß der Deut­schen Volkspartei wurde Frl. Klara Birnbaum als Vertreterin der Gießener Fraumgruppe, Frau Regierungsrat P f a f f als Vertreterin des Krns- verbaaches unb Fwu Christ- Grünberg als Ver- treterin der Provinz gewählt.

** Der Reichsverband weiblicher Hausangestellten Deutschlands (Orts­gruppe Gießen) veranstaltet am Sonntag, nachmit­tags 4 Uhr, im Postkeller einen Vortrag von Frau Pwf. Heräus, Offenbach a. M., über Pflichten unb Rechte der Hausangestellten und Hausfrmien.

** Ueber S ü d weft a f r i k a, Des Reiters Kampf und Ende wird am Mittwoch den 3. März auf Veranlassung der Deutschen Kvlonialgesellschaft, Frmrenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft, Frauenverein vom Roten Kreuz für Deutsch- Uiebersee Herr Rudolf Kindt sprechen.

Landkreis Gießen.

O Grünberg, 25. Febr. Die knappe Zuteilung der Brennstoffe an

verneinte ausdrücklich, daß er Erzberger gegen- über eine derartige Erklärung abgegeben habe. E r z b e r g e r erklärt dagegen, die Bemer­kung Bethmanns sei gefallen. Als Zeugen sind u.a. erschienen der frühere Mcmster Spahn, Stvese- ntann und Hugeuberg. Ter, Verhandlungssaal ist ubetjünt^ann sagte aus: Als die Steuerplän« vom Winter 19151916 begannt wurden, sagte er, um eine Erschütterung des Burgfriedens zu ver­meiden, Erzberger zu, er wücke mit Helfferich sprechen und habe es auch getan. Im Januar 1917 aber habe er Erzberger gegenüber geäußert, die Einbringung der Steuervorlage sei test beschlossen. Es sei eme Pflicht, in der "Art der Behandlung der Vorlage im Reichstage alles zu vermeiden, was den Burgfrieden tasiächlich untergraben könnte. Eine Andeutung, daß er persönlich nicht hinter den Steuervorlagen stände und sie gar zurückziehen wolle, habe er nicht gemacht. Er habe den Eindruckgehabt, daßErzbergerdaran gelegen mar, die Steuervorlage zu Fall zu bringen. Wenn Erzberger so ge- spvochen habe, wie er es jetzt darstellt, mag der WMsch der Vater des Gedankens gewesen sein.

Erzberger bleibt dabei, er habe unmittel­bar nach der Unterredung mit Bekhmann in seiner Fraktion darüber gesprochen, und von dem Ein­druck, den er erhalten habe. Es sei ganz ausge- schSossen, daß er bewußt falsche Mitteilungen ge- nLicht habe.

Es folgt die Vernehmung des Staatsministers Spahn, die, wie Oberstaatsanwalt Krause zu- sammensaßt, ergibt, daß Erzberger gesagt Habe, her Reichskanzler lege auf die Durchdringung der Steu e r vorla ge keinen Wert mehr.

Betreffs des Vorstoßes Eibergers tm Reichs­tag im Juli 1917 erklärt Helfferich: Erzberger sagte ausdrücklich, er werde das Material über den U-B-ootlrieg nicht in der Budgekkommissron vorbringen. GleichwoA machte er einige Tage darauf den bekannten Vorstoß.

Erzberger bleibt bei feiner Aussage, der Reichskanzler sei über seine Absichten unterrichtet gewesen.

Staatsminifter Spahn sagt aus, daß er von Erzberger und Helfferich empfangen wurde und aui die Frage Helfferichs, ob er seine bekanntgegebenen Zahlen über den U-Boot-Krieg in der Kommission Vorbringen winde, Erzberger erklärte, er werde das nicht tun.

Bethmann sagt aus, daß ihm nichtmit- geteilt wurde, daß Erzberger eine solche Aktion vor habe. Er hatte den Eindruck, daß die Rede Crzbergers einer unvermuteten Wand­lung in seinen taktischen Plänen ent­sprungen wäre. Er hätte am selben Nachmittag in einer Unterredung Erzberger gegenüber sein Er­staunen ausgedrückt mit den Worten: Herr Erz- berger, Sie haben mich ja überfallen wie Ziethen aus dem Busch.

Staatsminister Solf erklärt, daß Erzberger ihm aesagt habe, daß er energisch gegen die Gewalt­politik vorgehen und eine Demarche gegen die Re­gierung einzuleiten beabsichtige. An eine Friedens­resolution habe der Zeuge nicht gedacht; er habe nur einen Borstoß gegen den U-Boot-Krieg er­wartet. Andernfalls Hatte er Beth-mcmm benach­richtigt

Berlin, 26. Febr. (Wolff.) Zur Berich­tigung irriger Presseberichte teilt di' Staatsanwalt­schaft beim Landgericht 1 *mit, daß die Be s chlog- nähme der FlugschriftFort mit Erzbergec" vom Gericht auf Antrag des Nebenklä­gers beschlossen wurde. Auf die Frage, ob Dr. Helsierich verurteilt weiden roitb, läßt di's; Maß­nahme selbstverständlich keinerlei Rückschlüss' zu. Sie bezweckt lediglich die Sichermig und Einzichung der Schrift, die nach dem Gesetz erfolg *n muß, falls eine Verurteilung,sei es auch nur ro;gm formaler Beleidigung", erfolgen sollte.

Letzteres und die Erklärung Erzbergers in der Nordd. Mg. Ztg.", daß u. a. auch Dr. Solf und Helfferich von der bevorstehenden Kundgebung unterrMtet waren, bezeichnete Dr. Helfferich in seiner Broschüre als eine grobe Unwahrheit.

'iÄwÄpt Ä ihv-u'Lus- wm 4

fing am 27. April zu imt-rmhmm. Sir bteben Grfcrttuug btoJBetebto iraber ein^ te lt wr- abn dann im Fing« und « gab ein ansge^ichn-t-s tm unb siwtr ror tembcir, d. fi tm 4>etmb noch ?viwiaiabr ^-übes Vollent.aaen ermöglicht das I incht beschäftigten Arbeitern. Solange Noch Em-

Sdroarmcn, m Denen cs jch-n i Ni slrllungaberechliglm ihr gen nacht erfüllt werden konnte, sollte eute Ver-

9 27 , , . Längerung der auf 24 Stunden verkürzten Ardeits-

Starkenburg und Rheinhessen. nicht eintreten.

Der Raubmörder von Schafheim. ---

rm. Darmstadt, 26. Febr. Der Raub- (5erid?t$faal.

Mörder W. Kreher aus Schäfheiin ist nunmehr I Berlin, 26. Febr. (Priv.-Tel.) Wie die

in das hiesige Untersuchungsgefängnis eingelie-1 Z " meldet, beabsichtigt der Fahnenjunker v.

ert worden. Er hat jetzt dem hier ^ngettunenen I i r f d) f c l b, der bekanntlich Vv.m Schwurgericht KriminalDmmissär Daniel ein volles Gestandin- $u p/2 ^a[)rcn Gefängnis Verurteilt wurde, beim über die Tat abgelegt, kann aber seinen Genossen, Keick)e»gerichc Revision anzumelderr.

der bei der Tat beteiligt war, angeblich mmt I mc Frankfurt a. M., 25. Febr. Heute nennen, da er ihn feiner Zeit erst in der Herberge v^mittag trat das Wuchergerrcht zum ersten zur Heimat in Frankfurt kennenJ-ernte. syiale zusammen. Wegerr Schleichhandels wurd: Beide haben dann die Tat nach dem Vorschläge 25jäbrige Kaufmann Franz Fwrnosf zu uter Kr^hers ausgeführt, der andere hat einen Teil Wc>chen Gefängnis verurteilt. In seinem Plai- des Ertrags erhallen und ist bann verschwunden ^yer wies der Staatsanwalt davauf hin, . Kreher ist dann nach Lehe in .Hannover abgererst, ^itgegen der Auffassung des Landgerichts 11 dr wo er früher gedient hatte. Dort trat er nobel die Wuchergerichte zu Recht beständen, da auf und hat den ganzen Ertrag der Tat ver- ^e nach der Verfassung keineswegs als Ausnahm:- jubelt. Tas geraubte Silber hat er s^>n unter-1 an zu sprechen seien.

Wegs in der Bahn angeboten und verkauft, tvo- ----

bei er etwa 300 Vkark gelöst haben wilb InLche Gießener Strafkammer,

lernte er dann auch den von dort stammenr^n » & laon

mit ihm verhafteten Speckhammer kennen. Dieser - nhfrLhpnäfini* '

schloß sich an Kreher an und war ihm beim Ver- . "^.^'^^oeusbruch.

fauf einzelner Gegenstände behilflich, da das Bar- Bis in die spaten Abendstunden verhandelte Mld schon ausg^ehrt iE. i>Äu chnd bei Kreher die Strafkammer gegen dreizehn des Landfried^s- noch etwa 50 Mark. Er hat bis jetzt keinerlei bru^^e§1angeHagte Srnnrobner bau D ftabt. gßte Reue über die Tat gezeigt, die. er. nach seinem noch ennnerlch fand im Sommer v, I im An- anfänglichen Leugnenen jetzt zynisch zugibt. Die schluß an ^)lrttsche rn Frwdb^

Ermittelungen nach seinem Genossen werden fort- unter der^ Landbevölkerung Oberhessens «mJ8e- flejbt wegung statt, bte ine Aushebung der Zwangs-

y ö Naiwn wirtschaft bezweckte und mancherorts zu schweren

Vmen-Rauau. Ausschreitungen führte. In Ockstadt sammelte sich

mc. .Frankfurt a. M., 26. Febr. We- eines Abends, offenbar nach vorheriger Berstända- gen finanzieller Schwierigkeiten wtrd das leit gung, auf ein Trompetenfagnal, eine große 30 Jahren bestehende Orchester des Pal- Menschenmenge, die erregt nach dem Hause des meng artens am 1. April d. I. aufgelöst. Katasterführers zog und stürmisch, auch unter Mit der Auflösung dieses Orchesters ver- Drohungen, die Herausgabe des Vieh-

Don künstlet sichern «Rang. I un^ mehrere von den Angettagten drangen in

---- I das Haus, wo sie den Katasterführer derart ein?

Kirfbe litsö ScbttlC* schüchterten, daß er ihnen das Kataster aushän-

\ bigte: Die Eindringlmge wurden, als sie mit

** T a gu ngen der a u ß er 0 r den111 cyen |^reT P^e auf Die Straße kamen, von der Menge

und der ordentlichenDekanatssYnobe j^lnd begrüßt; das Kataster wurde ihnen

des Dekanates Gießen finden Montag den 15. Marz entrissen und verbrannt. Von wem, ließ sich im Marttkssaal zu Gießen statt. nicht mit Sicherheit feststellen. Von den An-

** T i e P fa rrver ein s ver samrnlung geklagten wurden zwei wegen Landfriedensbruchs im Hotel Vilwria am Donnerstag war sehr stark einheitlichem Zusammentreffen mit schwerem besucht und an den Vortrag des Professor ^. Hausfriedensbruch zu je vier Monaten, die Matthes-Darmstadt über dieS chul^ übrigen, mit Ausnahme von zwei, bte mangels Novelle und unsere Stellung zu t h r ausreichenden Beiveises freigesprochen wurden, zu schloß sich eine lebhafte Aussprache an. Man fand jx brei Monaten Gefängnis verurteilt. Strah die Bestimmimgen der Reichsverfassung in vielem mildernd kam in Betracht, daß die Angeklagten klarer als die hessische, man bermifete JRehgion jung, unbestraft und von den Anstiftern, die es als Hauptfach und bedauerte, daß sie nicht mehr verstanden hatten, sich im Dunkeln zu halten, ordentliches Lehrfach sein sollte. Viele, bte verführt worden waren, das Gute der Simultanschule anerkennen, wollen I »

sich doch nicht gegen die Konfessionsschule sperren, I Ein vom Schöffengericht wegen verbotenen die schließlich doch einmal bommen werde. Für An- und Verkaufs von Vieh zu zn^i ten Religionsunterricht des Pfarrers wurde theo- Wochen Gefängnis verurteilter Viehhändler erhielt logische Fachaufsicht verlangt. Den Vorsitz im auf seine Berufung statt der Freiheits- eine Geld- Schulvorstand überläßt man gerne dem Lehrer, strafe von viertausend Mark, da nicht nachgewiesen erwartet aber für den Pfarrer Sitz und S11 m m e werden konnte, daß er den verbotenen Handel im Schulvorstand. Bei Ausschreibung der Schm-- z^m Gegenstände dauernden Gewinns (Schleich­stellen verlangt man Rücksicht auf den Konfeftwns- handel) machen wollte.

stand der Gemeinden. Eine Verminderimg der Ein Bäcker unb Landwirt erhielt wegen Zahl der Religionsstundeu kann man nicht gut- Schleichhandels mit Butter drei Tage Gefängnis heißen. Eine klare Parole erwartet man auch in und tausend Mark GÄdstrafe. Daß er die Butter Hessen. Da es sich nicht um eine Standesf^.ge nicht unverändert weiterverkauft, sondern in Tone handelt, sondern um eine Sache der evangelischen verbacken hatte, konnte ihn nicht entlasten. Gemeinde, sollen auf alle Werse bald die Herzen Ein Landwirt, der den Milchrevisoren unter für sie bewegt werden. Eine längere Resolution, Drohungen den Zutritt zu fernem Stall ver die imKirchenblatt" veröffentlicht werden soll, weigert hatte, vorn Schöffengericht aber frei wurde angenommen. I gesprochen worden war, wurde auf die Berufung

-- der Staatsanwaltschaft zu einer Geldstrafe von

Der Schlichtungsausschutz 300 Mark verurteilt. Sein Sohn blieb fträffrei, hov «vatziinr 'TfierhrWcn da ihm nichts nachgewiesen werden konnte,

ver Provinz L)verycuen. Ein wegen Schleichhandels mit Giern mit

Verhandlung vorn 16. Februar 1920. drei Tagen Gefängnis bestrafter Bergmann erhielt Am 4. Februar 1920 hatte der Schlichtungs- auf feine Berufung, wegen unertanbtm Eiwkiufs. , cmsfchuß auf Antrag des ^Irbciterausschusses der eine Geldstrafe von 150 Mark, da Gewerbs- Firma Bänninger über die Frage verHan- Mäßigkeit nicht zu erweisen war.

delt, ob den wegen Einschränkung des Betriebes Eine Haushälterin, die ihre Vertrauens- : infolge der Kohlennot zur Entlassung kommenden stellungen in zwei Familien zu Wäschediebstählen, , 15 Arbeitern mit Recht gekündigt worden sei. Der in einem Hall unter Anwendung von Nach- Schlichtungsausschuß batte entschieden, daß eine schlüsseln, mißbraucht hatte, wurde mit einet

Auswechselung mit anderen 'Abteilungen des Bän- Gesamtgefängnisstrafe von 5 Monaten bestraft.

; nmgerschen Betriebes nicht möglich sei, das tns-I ---

: besondere, weil Arbeitszeitin anderenWtei- MuH X>m Amtsverkünd igUNgsblatt. langen noch nicht bis auf 24 stunden herabgesetzt cy -ini1

fei, eine Entlasiung m einer anderen Abteilung ® Kun g en des K re ist a g s. zur Freimachung von Stellen noch nicht möglich 27 d. ^ts., vormittags 11 Uhr, l^udet m fei.&r Schiedssfmxh «in® baWn, baß bie ans- Sabungssaal des ReE^gebMbes Me mch» «efmuebene Sünbignn« ,n Recht bestünde. Die Ar- orbentkche Schmig bes svlEd«

txütnehmer hatten bm Schiebsspräch nicht aner- ^ag^ordnimg statt. ^.Qen?£;uns kannt, die Arbeitgeberin hatte ihn anerfamit und rungszulagen cm dre Kreisstraßen- und Kreissop um Derbftidlichkeitserklärmig durch den Staatskom- bauimvorte. 2. Tagender der KrerstagsmttM rnissar gebeten. Der Schiedsspruch war vom Staats-

kommissar für verbindlich erklärt worden. Während OrtSiafciMig über ©ebü^en furbtt Loylat

dieses Verfahren iwch schux-vte, brach im Bännin- tzwirtschaftmia^ 5.JRjnijwW

gerschen Betrieb der Streik aus. Nach Angabe Flurscha^ibschatzunsAvmmtisum MD der SW der ArbeitnelMer war der Gnmd nicht nur der, kärkornmsifionen.

daß man die Weiterbeschäftigung der zu entlassen-1 Saatkartvffeln dürfen aus einem Kov^ den Leute, deren Kündigun^zeit abgelanfen war, rnunalverband in emen andern auch dann V so lange durchsetzen wollte, bis der Staatskommis- liefert werden, wenn die Lieferung ans GW sar entschieden habe, sondern der Hauptanlaß des eines in der Zeit vom 15. Februar bis 15. AM Streiks sei die Absicht der Firma gewesen, der auch 1920 einschließlich abgeschlossenen und von M bereits bei der letzten Verhandlung vor dem Schlich- Kommnnalverband, aus dessen Bezirk die w tungsausschuß Ausdruck gegeben worden fei, wenn tvfseln geliefert werden, genehmigten schrntlicM die Entlassimgen erreicht worden seien, den Be- Vertrags erfolgt. Der Antrag auf GenehmnM trieb rationrlier zu gestalten und wieder längen? ist alsbald nach Mschtuß des Vertrages, spätestens arbeiten zu lassen. Die Firma dagegen stand auf dis zum 20. April 1920, zu stellen. Die Win dem Standpunkt, daß der Streik mutwillig herbei- munalverbände haben bis zum 30. April W geführt worden sei, da lediglich die Kvhlennot den Reichskartoffelstelle eine Uebersicht der von ihncr Anlaß zu den Entlasfunge.1 ctegeben habe, dagegen genehmigten Verträge einzuveichen. Die Veroro nicht etwa der Wunsch, mißliebige Arbeiter los zu nung tritt mit dem Tage der Verkündung «- werden. Kraft. .,

Durch die Verchcuidluns vor dem StaaMom- Verwertung der Häute von Rindwev Kälbern, Schafen und Pferden aus geroerbhmei- Schlachtungen. Um die aus den gewerblich^ Schlach'tuugeu anfallenden Häute von Rinoocevi KAbem, Schafen und Weiden zu sammeln und her reellen Handel zu zu führen, wird angevrdntt: Sänit liehe aus gewerbl. S>tiad>hnigen anfallenden Haut sind an die Genossenschaft für Häute und Fettven Wertung e. G. m. b. H. zu Kassel, 9tcbeitfkll< Gießen, ober an eine der von der GenossenffM berechttgten Stellen: in Lich Fleis<Ä>eschauer Vogl, in Himgen Metzgermeister Fr. Daab, in Gru>r berg Metzgermeister Aug. Mohr, in Lollar Metzaei'1 meister Konr. ALoos und in Aliendorf a. d. Metzgermeister Georg Zinßer gegen Empfang^ bescheinigung abzuliefern. Die Genossenschaft fu> Häute und Fettverwertung, Nebenstelle Gietzer- veräußert diese Häute bei der nächsten Häuft, Auktion und überweist den Erlös abzüglich ocli