Ausgabe 
27.1.1920
 
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cn;etn mt Wien iDcenfdjm m pqdjfoi* nm , dr ! 4. Lmsvchstie 91MW auf die Mit-1 teL

län- erst

mcrtob mtb und Frau unb Karl i

An- dem -lmlSverkündianngsbltttt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 14 vom 26. Januar enthält: Bekam tuiachung der Fass'mg der Verordnung ü er biz Regelung teS Fleischwer brauch? und ten $>arebel mit Schnxi-- itfn. Vvm 31. Dezember 1919. Feldtereinigung Eberstodt.

größeren Gale bcfri.biyn, nach Abzug der kosten werdeit etwa 359 Mk. übrig bleiten.

Sirrte Lauterbach.

rr. Schlitz, 26. Jan Hier starb nach

Anmeldungen nunmehr vollständig abgeschlossen ist und weitere Anmeldungen n - ckt mehr berücksichtigt werden können

* Grippe-Merksätze. Tie Grippe Macht sich, begünstigt durch das rmßkal-e Wetter, Hüter hier inti) da bemerkbar. Es erscheint des­halb an gezeigt, folgende Merksätze in Erinne­rung zu bringen: 1. Tie Grippe ist auferoortenll'dj an steckend und wird vornehmlich durch Anniesen und Anhusten übertragen. 2. Jeder Grippekranke gel)ört alsbald ins Bett! Bei schwerer GtFuznfimg empfiehlt es sich, sofort ein KrankenlZaus auszu iuckren. 3. Man meide, soweit irgend möglich, das Bulamnu-niein mi vielen Mensckien in geschlosst-

Weber und Frl Hedwig Stern, 6. Ludtvig Reuter und Ludwig Möbus. Er »oicd Anfang Februar mit dem Vorstand zur ersten Sitzung zusammen­treten.

Wieseck, 26. Jan. Zu einem durch die Mit- wirrung des Kammervirtuosen Louis Küm­mel - Darmstadt die Allgemeinheit besonders in- terissi.wenten Idonieilabenb Ua;te das Männer-

mt, schlveren Seiten im Akter von Jälwau der 1kf i d>? KreiS.ttaß>enmeister Ka r I

Roth. In Steinbach bei Gießen gebürtig, kam er vor 14 Jahren hierher und gewann sich bald durch seine Befähigung und Kenntnis e, wie auch durch sein freund iches, ent',eien kommendes Wesen die Herren der Sch iterlänter Bcvölke ung. lln er seiner Leitung wurde die hiesige Turnhalle er baut, und unser altehrwürdiges Rathaus erfuhr unter Roth- Hand eine durchtreisende Aenderung. Ter Neubau seliemäfoer Schulbau er .zu Sandlofs, Uelierst/lmscn, lletfitau en uns Nr dcr-Sto l i;t für alle Zeit mit dem Namen des jetzt Verstorbenen verbunden: auch die Brücken bei Bernshausen und Uetzl-ausen sind unter seiner Seimig entstanden. Für den HandwerLrstand litte er stets ein warmes Herz, und bis zu feinem Tode ist er der Leiter der t.i ligri Zwischeu>chule, richigr ge agt Han^- n>t*rte:fd#iile gttveserr. Drs Andenlvn des so frül) Heimgegangenen wird in Schis und Schlitzerland allezeit in hohen Ehren bleiben!

Kreis Schotten.

e. Eschenrod, 26. Jan. Die Gemeinde versteigerte einen Teil iljtrS Fich! en waldS und löste für die crftfltifiigen Stämme durch bie Fa. HHnmelslxich-Nidda 327 Mk. pro Festm ter, Ltd- gesamt 199 000 Mk. Mit diesem Erlös soll die Fitttigstellmtg der neuen Kirche tewerkste.ligt w r den. Durch einen Rohling wurden in E t ch e l s- dorf in letzter Zeit über 200 jung- Obskbäumchm abgesch i ten, ohne daß cs bis jetzt gvlung-*n jil, den Frevler zu ertappen. G^gen solche Ueb;ltätei bann nur ungebrannte Aste helfen.

Kreis Fri dberg.

Q. Bad-Nauheim, 26. Jan Tas Ver - einöleben stehl eben it hoher Blüte. Es gibt Tage, an lenen 45 Vereine zu gleicher Zeit Ver­sammlungen abfyilten. Ter Gesaugter inFroh­sinn", dieConcordia", der Geflügel-, Vogel- und Kar inck-enzuch v r in, der Obsd- und Gartenbau­verein, der Sporlterein n. a. haben ihre Mit­glieder za hl im abgelausenen Bereinsiahr bedeutend^ vermehrt. Bei einzelnen Vereinen ist oft ein Zu­wachs von mehr als 109 Personen zu verzeichnen. Entfprechend der auf allen Gebieten h:rrschcndenl Preis sie tgenntgen haben die Vereine auch ihre Jahresbeiträge wesentlich erhöht. Ter Frohsinn ging von 4 auf 6 M!., die Concordia von 6 au' 10 Ml., der Obst- und Gartenbauverein von 2 auf 4 Mk. usw.

5r iebberg, 25. Jan. Das früferc Mit­glied ter nationalliteralen Partei, jetzt Mit­glied der deut.chnationa.en Bollspartei, Fuhr­mann, sprach gestern in einer stark besuchten Versammlung im Saa'.e des Hotel Trapp über dieErneuerung Deutschlands". In eindrucks­voller Rede zeigte er den Niedergang ter deutschen Politik seit der Entlasung Bismarck^, ten Zu­sammenbruch durch ten Le tYieg, d e e i e schw ie­rige Lage des deutschen Reiches Zugleich aber versuchte er den Weg zu einer Wiederaufrichtung u zeigen, ter nur aus ten in.urrcn Kräften be; Nation, durch Arbeit und Vertiefung des Fami- ltenlebens gewonnen werten könne iatb an der

lürcbe «nd Schule.

♦♦ Die Vvlkskirchliche Arbeite gemeinschast hielt am Freitag im Markus» saal einen außerordentlich aut besuchten V o r» tragsabend ab, bei welcher GMegeirteit Pros Dr. Schian über Ausbau und Ausgaben der Volkskirche sprach Der Redner erläuterte zunächst ten BegriffDolkskirche", mit dem m neuerer Zeit der Gedanke verbunden fei, das; diese Kirche das ganze Vclk umspannen will, m ö g l i chjt oas ganze Volk. Eine solche Kirche wollen btc nw sten evanff loschen Christen in Deutschland. Gemife Kvrise stellen das Volkskirchliche zurück hinter an» tere O^danken. Bezüglich des Ausbaues i** D Vl kirch v r rit. der 3 es rcnt die A fsas ung, ratz es sich nicht um einen Neubau, auch nicht um kw bloßes Renan streichen eines alten Baues handeln dürfe, daß die Kirche vielmehr so ausgebaut wer­ten müsse, daß sie ten neuen Aufgaben ter Zeu gewachsen sei. Infolge des Wegfa.ls der lantes- h-rrlichen Kirch nreg-'.mimts müs e ;ub die rit/tiX* jetzt selbst leiten und regieren. Der Ausbau miM auf dem eignen Willen ter Kirche beruhen. Cr verwirft jeden Zwang des Staates. Die sehr ost bezüglich der Urwahlen zum Kirchentag usw. ge­hegten Bedenken teilt ter Redner nicht voll mw ganz, tritt vielmehr seinerseits für dr ekte Wahlen ein. WaS die Zusammensetzung ter Krets(De­kanat sssynvden betrifft, so ist er ter Anstw^' daß die Geistlickien hier Mitarbeiten, daß aber tnc Nichtpfarver (Laien) stark vertreten sein fofen; das frische anregende Element ter £aiei und dre ren- giöse und kirchliche Sachkunde ter Pfarrer mußten zusammenwirken. In den Gemeinden foltf kem absoluter Umsturz erfolgen, aber die besten Krade müßten herangezogen roerben und sich mitreran^ wörtlich fühh'N Wir mühten die ©emernten naw Möglichkeit zu lebenden Körpern mach.n. hier liege | btc dringendste Aufgabe. Der Pfarrer werte immer

jeder einzelne berufen sei, mitzuwirken. Die Sfcebe hinterließ tiefen Eindruck auf die Zuhörer. Der Leiter ter Versammlung, Seminar.eyi.er Leucht-» gens, gab tem Dante ter Anwe,enden in einem Schlußworte Ausdruck.

mc. Vilbel, 26. Jan. Tas Hochwasser der Nidda, das hier betrach.lichen Schrten an- gerichtet hat man schätzt ihn aus 3OJ000 Mk. ist nunmehr nahezu abgelaufen. Zum ersten Male konnten heute die Einwohner Harheims trockenen Fußes nach ter Station Berkersheim gelangen.

Starkenburg und Rheinhessen« Die vetpfänoeten Städte.

M.T. Offenbach 25. Jan. Wie der Bln> germeister anläßlich ter Beratung ter Teuerungs­zulage ausführte, »erlangen die Geldgeler ter Stadt schon jetzt die Verpfäntemg ter Betri'.bs- cmlagen. Es testete für die Stadt kaum noch bti Möglichkeit, Geld aufzunehmen. Schließlich be­schloß die ©tabttertnalhmg, das 7. und 8. Steuer­ziel zur Deckung ter laufenden Ausgabm zu ver­wenden.

Hessen-Nassau.. .

Sieben tödliche (ttasverqistünflen.

---Franks urta. M., 26. Jan. Das leicht-, fertige Umgehen mit ten Gasleitungen während ter Gasabsperrungen forderte Sonntag nacht nid)t weniger als sieben Todesopfer. In bet Kelsterbacher Straße wurde die Familie des Ar­teiters Euler vergiftet aufgehinten. Die Mutter und die beiten 14- und 13jährigen Söhne sind tot. Ter Vater liegt schwer krank barnicter. In ter Papageigasse fand das Etetear I u n i l e i t ten Gastod, in der SchwanlHalerstraße starben auf gleiche Weife ter Kaufmann Franz 3 c ft et- lein und ein Fräulein Marie ll mpfenbach

llcbtrfati ans Äriminalbcamte.

Frankfurt a. M., 26. anJ. Auf b® Heimfahrt von einer Dienstreife nach Neu-Isen­burg wurde heute nacht gegen 2 Uhr das Polizei­auto im Stadttoald von einer etwa 30köpfigen Bande überfa.len. Zwei Kriminalbeamte wurden durch Messerstiche und Stockfchläge sehr schwer verletzt, tem Automobilfülwer schlug man eine Anzahl Zähne aus. Ferner raubte man die Beamten aus. Die Rätelsführer, die einer hie­sigen Fußballvereinigung angehören, konnten be­reits festgenommen werten.

Schutzhaft.

mc. Fr ankfur t a. M., 26. Jan. Sechs ter kommuui td.en und unabhängigen Pa-tet an­gehörige JLchrec ter Frankfurter .Eisen­bahnerbewegung wurden aus Befehl des Reichswehrministers in Schutzhaft genommen.

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mc. Frankfurt a. M., 26. Jan. Wege« zweifachen Raubmordes in Oldenburg wurde ter 21 jäbrieg Metzger Joliann Rupp von ter hiesigen Kriminalpolizei verha tet.

mc. Frankfurt a M., 26. Jan. Der MilchPre-is mußte infolge ter Teuerung auf 1,91 für ten Liter Vollmilch erhöht werten. Da­tei fst es interessant, zu Höven, daß die von ter Stadt Frankfurt nut eigenen Gütern erzeugte Milch auf sage und schreibe 7,50 Mk. pro Liter zu steh» kommt.

mc. Frankfurt <t M., 26. Jan. Am Sonntag vormittag beschäftigten sich die Frank' furtcr Angestell en-Orgaui <ttion<m mit tem neuen Tarif. In ter Abstinrmuug beschlossen sie strne Annahme, jedoch wurde festgestellt, daß lange nicht alle Forderungen ter Angestellten terücffidjtigt seien. Auch die Arbeitgeber werten zweifellos dem Tarif zuslimmen, so daß ter bratende An ge- st e l l 1 e n st r e i k wieder einmal in letzter Stunde vermieden ist.

mc. Frankfurt a. M., 26. Jan. In Fnmb, sirrt wird in den nächsten Tagen ter erste Zug österreichischer Kinder eintrefen, dir bis zum Frühjahr zur Erholung lfter bleiben sollen.

= Höchst a. M., 26 Jan. Der im hiesigev Bahnhof bef tigte S) Td ot:enfü ter A n t hes aus Wicker ftalit zwei Waggons mit BahnsÄvel- tfi* und Zementröhren unb fuhr liefe in einem Sonderzug nach Kristel. Hier wurden te Wagen von den Hehlern entladen. Das Tiebs- giit wirrte von der Frankfurter EisenbalM-Krinn- nalpolizei bei ter Firma Fischer u. Srx m Kristel beschlagnahmt. Wenn Diebe sich schon Sonderzüge für ihre Engvos-DiebstShle l. isten, so muß man mit Recht fragen:Wo war in diesem Falle die Aufsicht, bzw. die Dienstleitung ter betreffenden BalMhoft?'?"

A«s Stadt «nd Eand.

Gießen, ten 27. Jan. 1920.

Hessische Heilstätte für Nervenkranke.

Die Erfahrungen tes Krriges lief en die Kennt- nt8 ter Neurvsen, besonters ter Hysterie, wese rl- lid) vertieft. Es Ijat sich mimerttlich ycrau.gei^llt, daß die ttaumatischen Neuvosen, die mit Sittern, Tics, Lähmungsersckieinungeu und seelischen Stö­rungen einhergehen, keine nrgamjdyen, sondern vein, seelische unb dadurch heilbare Krankheiten sind. Tabri hat sich ter Wert ter iugieftiten Bel-and- limgsmetHoden, besonders ter Wach-SugZession uno der Hypnose, von neuem dargetan. Es nil. jetzt die günirigen Heilresullate ter .striegsneuroscif auf die Verhältnisse tes Frietens zu übcriragai, um dadurch einesteils eine Vkenge Arbeitskräfte wieterzugewiniten, anderersrits unnötige Renten-, zal-lungen zu vermeiden. Gvvße Summen können hier erspart werten.

Sckwn feit 2 Johnen wurden von den Lautes- versickrerungsanstalten Hessen unb Hessen-Nassau, den Berufskstmossenschafien und Eisesttelsi-Berbän­den NervenkvWrLe überwi.'sen, die in besonderen Ab­teilungen der Heck- u. Pflegeanstalt wrtrrgebracht warten. Jetzt hat die hessische Regierung tem Be­dürfnis Rervnung getragen, einige günstig ge­legene Bauten von ter Anstalt abgetrennt mw zu einer selb ständigen Anstalt umge- wantelt, die auSschliesstich iur Behandlung Ner­vöser, deren Zahl durch den Krieg bedenklich ge­stiegen ist, dienen soll. _ .

Diese Anlage führt den Namen: Hessische Heilstätte für N erven kra nke, Gicjvm, Licher Stra^ 106. Zum leitenden Arzt Hnrrbe Mcdizrnalral Dr. A. Wagner ernannt. Zur Ausnahme gelangen alle Nenvosen-Arteii: Hh.-e- rirer, NeurastheniVer, auch solche mit seelischen Er­scheinungen, wie Verstimmungen und Angstzui ün- ten, ferner Kranke mit Grüdelsiuht, Matzangft, ZwangSgedanlien, nervösen Mascn-Tarmlriden und bcrgleidyat.

Es iiK-rten auch Zimmer für Privatpatienten bereit gehalten. Tie täglichen VerpflegungsVvstOh betragen für alle hessischen Jürsorgevcrbänte 8 Mk. täglich, für andere 10 Mk. Hessische Privatpatien­ten za^cn von 12 Mk. ab, andere von 14 Mk. ab

Betanntlich Ivar es immer nicht leicht, für die an und für sich schwierigen gteuDoienfälle geeignete Unterkunft zu Unten. Die Heilstätte hofft einem fühlbarem Mangel abzuhclfen.

Lebensmittel.

** Tie DochenkartriffelmarTen 26 BHI 40 ter zweiten Wv<te werten beliefert bei Heinrich Trechsler, Steinstraß»'. Die Marken kön­nen bis einfcksti.chluh Donnerstag den 29. Januar rin-gelöst werten.

Quartett .Harmonie" in Wieseck ein- üdtibni. Tie nru i al sichens Qnli ä en disies Km st- lrrs liegen vomehmlick) in ter fobJl.af en Leichtig- trit, mit tem er seinem P i st o n k v r n e 11 Har- nwnien und Melodien entlockt. Rhythmische Si-^ cherrheit, Reinhrit ter Tvngrbnng, geschmeidige ""leganj unter ter die Tonkra ft mitunter

** Eine Verbesserung des Sonn­tagsverkehrs. Der Eilgülerzug 6014 Gießen ab 8.37, Friedberg an 10.23 Uhr hat Sonn- und Feiertags Personenbeförderung in 3. und 4. Klasse.

**Stroineinschrankung. Die Bekannt­machung vom 15. Jrrn., wonach dir Benützung von Gas und elektrischer Beleuchtung in den Geschäfts­räumen gänzlich verboten und die Kraftabnahrnc nur für ten Zeitraum von 812 Uhr mittags hcstattet war, ist bis auf weiteres aufgehoben. Die Einschränkungen gemäß Bekanntmachung vom 30. Oktober vorigen Jahres hinten bestehen.

* Eine Sitzung de- Kreisausschuf- seS findet am Freitag, ten 30. Januar 1920, nachmittags 4 Uhr im Regierungsgebäute zu Gießen statt. Auf ter Tagesordnung fielt: Win- schoftSkonzessionsgesuch des Kvnrad Amend Treis (Lumda).

♦♦ Kon »ertverein. Die Ausführung teS ^Deutschen Requiems" von BrohmS in ter Stadtkirche beginnt, woraus alle Besucher ausdrücklich aufm^-rkfsam gemacht werden, bereits Lan 7i/z Uhr abends. Die Texte sind in ten Borräumen der Kirche, so auch in her Musikalien­handlung von Challier käuflich. Es empfiehlt sich, sie an laterer Stelle zu entnehmen, um An- brang und unnötigen Aufenthalt an den Kirchnr- tingängat zu vermeiden.

** Aus dem Stadttheaterbureau Im Inserat wurde gei'lern irrtümlichZVü m - melblattchen" als 1b. Montags-Abonne» men7S-Vors:eilung angefünbig*, was dal i.i zu te- richtig^m ist, daß es die 1 4. Vorstellung int Mon­tag-Abonnement ist. Am kommenden Freitag fi ttet außer Abonnement zu gewöimlichen Pvn- sen die vorletzve Ausfüllung ter bicdiäyngeu Schlagev-OperettrEine Bal l nachf" fiatt.

** I m Beleidigungsprozeß tes Bahnassistenten Stephan gegen vier Langs- do rser Landwirte rouite heute das Ur­teil rerküntet. Es lautete auf Freispruch Zur Begründung hierfür wurde ausgeführt: Nach­dem Bahnassistent Stetchan die Bauern ter Um* gvgend in fd)ärfftor Weise ang^gristcn ltttte, hatten die Langsdorser Landwirte, die ihrer Absieferungs- pslickst nachgelornrnen nwren, das Recht, sich zu wehren. Der Ausdruck Hetzer war vielleicht zu hart, aber eine Absicht zur Beleidigung kmm nicht als erwiesen gelten, zumal die Angeklagten den Kläger überhaupt nicht persönlich kannten. Eine formelle Beleidigung nach § 185 Str.-G.-B wegen unberechtigter Schärfe des Ausdrucks kann dah-r nicht angenommen werten Im übrigen liegt hinsichtlich des Inhalts keine Beleidigung vor, do die Angeklagten in Wahrung berechtigter Inter essen nach 8 193 Str.-G.-B. hantelten

** Die Zigarrengeschäfte Louis Ockel und S. Katz, Neustadt, bitten uns mit$uteilen, daß der in dem gestrigen Poliz-ribericht erwähnte An­kauf von gl-stohli-nern Tabak nicht durch sie erfolgte.

* Tie Prämie für d i e Hartgeld­hamsterer. Wie wir erfahren, haben Personen ollem durch Einwechseln von Sildergeld bei der Reichsbank zum Kurse von 6.50 Mk. über 10 000 Mark verdient.

R s. H. Hilsswerk für die Wiener Kinder. Fortgesetzt laufen bri der Reichszentrale für Heimatdienst, Lantembtei'ung Hessen, noch Anmeldungen von Familien ein, die sich bereit erklären, ein Wiener Kind aufzunehmen. Tie iiantedabteilung Hefen sieht sich tel-er gezwungen, davauf aufmerksam zu machen, daß d e Liste ter

Lo.UmJudas Makkabaus" war wie ge­schaffen, um die ganze vielseitige Gestaltungskraft Herrn Mrnmels darzutun. Auch als Kompomsten einesUngarischen Tanzes", dessen Wtetergabe ein Brifallssturm ohnegleichen folgte, lernte man ihn kennen. Umrahmt waren diese Solo Vorträge von M ä n n e r ch ö r e n, die Herr Otvo M a n k - Wieseck rinsbudiert hatte und die er am Abend selbst mitfingenb leitete. Herr Mank hat in relativ kurzer Zeit eine musikalische Vereinigung zusam- rnengebracht, die mit ihren vierzehn Stimmen ten Anforderungen des gerate nicht einfachen Manner­chors von B r e u (Sonntag ist's") unb tes Lre- derspielsAm Wörtlier <5ec" vvn Koschat durch­aus gerecht wird. Man merkte übrigens kaum, tafei es Oder he ssen waren, die disien im K ä r t- n e r Dialekt geschriebenenWörtter See" ver­trugen. Eine sonst unter ter Leinmq des Herrn Mank stellende Kapelle, an beten Leistungen nicht zuletzt der diese Kapelle am Klavier unterstützende Herr G u t j a y r aus Gießen teilbaite, svielte unter Herrn Hertels gewandter Leitung Operetten- unb Cu m Ouvertüren, Malzes und iL'p.rcttenA unb Otern fantasien. Alles in allem; Wieseck bat einengvohm Tag". L. M

Kreis Büdingen.

2£ Ortenberg, 26. Jan. Am nächsten Sonntag abends 8 Uhr veranstaltet die hiesige Ortsgruppe der deutsch nationalen Volks- partci bzw. der hessischen Volksparte i eine öffentliche Versammlung, m der der neuc Generalsekretär, ter frühere Pfarrer L ic. Schmidt ans Wächtersbach und Weichensteller 1. Klaffe Bechtold aus Gießen, ein alter Vogelsberger, über die Zwecke und Ziele der deutsch-natio­nalen Partei" sprechen werden. Am Tage vorher sprechen die beiden Redner in Hart- mannha in, am Sonntag nachmittag in Gedern.

X O r ten berg, 26. Jan. Gestern atend 8 Uhr gab ter zur Zeit hier wohne,rte Violin- solist Wilhelm Otto in Verbindung mit Frl. Elß^ Haas (Klavier) «rnb Herrn Apotheker Ott (Violine) ein Sonder ko n zer t zu Gunsten ter notleitenden Fvcnreu unb Kinder Wi.nS. Ein aus­erlesenes Programm and ten testen Werken kam zum Vortrag, von ten alten Meisterwerken fti nur einiges zu erwähnen, Schuberts Ave Maria, Mozarts Ave verum, Etepvrs Es-Dur Nocturno opus 9. Die Wagnersche Musik war mit Elsas Brautzug znm Münster aus demLohengrin" vertreten, von -neuere.' Meitern kamen Tschai- kowslh mit Chmrt rel g-eux und einem Lied olme Worte, Sandberger, I. Rass (Kttratine), Sck>ar- nicnfa u. a. zum Verivag. Heir Otto verf!anb es, aus seinem Instrument mit vollendetster Technik imfc r.'.it ,i?f;.er Ernpsindnng nru d r arfte Musil herauszuholen unb das Ktouzeri zu «inem wahrm Kunstgenuß, zu gestalten. Auss Beste mirb! er unteritützt von Frl. Elsa Haas, die die Be­gleitung auf tem Klavier übernommen hott'.. Eben­so tresssich fügte sich ter 2 Geiger, Herr Apo- theker Ott ein. So war es tenn nicht zu mun­tern, daß tem Bortrng jsteS WerUS reicher Bei­fall zut.sit wurde. In Anerkennung ter hervor­ragenden füuflliTifdien litiiiwig nmi ten ten So­listen von danklurrea ©dxülerinnen Lorbeerkrä zr und sonstige Gesch-mEe Üterr.icht. Dem Ktonzeit selber wäre in Anbetracht teS guten Zweckes ein teHerer Besuch zu wünschen getvesen. Der R.'in- erttaa tes Konzertes dürfte besi>nder- infolge einer

> Landon, 2 Frl. Emilie Ratz ) Reuter, 3. Frl. Ida Baum . Karl Benner, 5. Jvlannes

abroenten! . _

♦♦ Ter Eisenbahn-Klei nt^er-Zucht- verein hielt am Sonntag nachmittag intTann- tiäui'er" seine Lauptoer^ammlung ab. Nach dem Jahresbericht des 1. Vorsitzenden beträgt da- Ver- einsvermögen rund 1500 Mk. imb die Zahl ter Mitglieder 312. Die Verein Stätigkeit tech-ästigt ich mit ter Pflege von Kaninchen- unb Ge.lügel zücht. Die mit dem Verein verbundene Ztegen- unb Schtveineversicherungskasse hat auch im ab- gelaufenen Bereinsiahr segensreich gewirtt. Crn Antrag auf Erhöt/nng tes Mitglieterbeittags auf 3 Mk. wurde abgetehnt. Beschlossen wurde ter Beitritt zum Raiffrisenverband zur besseren Be- chassimg vvn Futtermitteln Die Abhaltuna etr.er lokalen Kleintier-Ausstellung wurde in Aussicht genommen. Als 1. Vorsitzenter wurde gewählt: Bor schlosser Hebel.

*"TerObst-und Gartenbau verein Gießen Ijält ferne Hauptversammlung Mittwoch ten 28. Januar ab. (Siete Anzeigenteil.)

** Ter Wartburc-Berein te <riftaltet ür seine Mitglieder (männl, u. toeibl. Abtg.) und deren Angehörigen am Donnerstag ten 20. b. Mts. im Johcmnessaal abends 8 Uhr einen Licht- iildervortrag über fernErholungs­heim Herbstein" unb ten Vogelsberg; ter Vortrag verspricht, ha olle Ai.ten Origin-al- aufnahmen sind, höchst interessant zu nrrbtn, zu­mal Pfarrer Schorlemmer-Lich, ein guter Kenner des Vogelsberges, ten Ertrag hält. Umrtfljmt nrieb ter Vortrag von musikalischen Darbiriun- gen tes Vereinschors. (Siete Anzeigcn'.erl.)

** Das König!. Norwegische Kon­sulat, Mainz, macht bekannt, daß die neue Ausgate des amtlichm norwegifchen Exportkalen- ters für 1219/20 erschienen ist unb für Jnter- efienten im Konsulat, Liebftauenplatz 6, zur Ein­sicht oifai liegt.

Landkreis Giktzen.

** Beuern, 26. Jan. Am Donnerstag abend monftnltete ter hiesige Bolksbil- dungsverein seinen ersten Vorttagsatelw. Pros. Schlarb aus Petersburg nriri> über ferne Erlebntsfe im bolschewrstischen Ruß­land" sprechen.

H Beuern, 24. Jan. Em großes Trauer­gefolge gab "heute ter Frau Watte Schwalb, geb. Lmtensttuttz, buS Geleite. Sie erfveute sich allseitigc'' Verehrung, ba sie gerate ter ärmerm Bevölkerung eine stille SLohltäterrn war. Hier finden jeden Abend vorn 25. Jan. bis 1. <M>r. Evangelisotions-Vorträge durch Pre­diger Stahl-0>rünberg statt mit folgenden Themen: 1. GotteS Vteechcmng mit tem Kapitalismus, So­zialismus imd Christentum. 2. Gibt es trir Hölle. 3. Deutschlands einzige Rettung. 4. Was bringt uns die Zukunft? 5. Zwei Menschenklasen. 6. Ein LcbenÄied mit drei Pausen. 7. Mer ist em Ehmst? 8. Gottes Ultimatum an Dich

O Grünberg, 25. Jan. Die twn tem hiesigen Volksbildungsverein eingerichtete Volks­bücherei, die nahezu 400 Bände ausweist, er­freut sich seitens ter Bevölkerung eines recht regen Zuspruchs. Die Stadt Hot das frühere Stantesamtszimmer im RatlMise zur Unterbrin­gung zur Rerfügung gestellt. Dori findet jeden Sonntag von 111 Uhr die Ausleiln-ng ter Bücher statt Da sich die Zahl ter Bücheririher fortgesetzt steigert, beabsichsigl ter Verein, seinen Bücterbestand zu vermehren. Er möchte dies schon jetzt tun, da in absehbarer Zeit mit einer großen Preissteigerung aus tem Büchermärkte zu rechnen ist. Zur Brichasftmg ter nöttgan Gerbmittel n>mvtv er sich daher mit einem Gesuch an bei Stabt- Vorstand, welcher denn auch in seiner letzten Sitzung einen jährlichen Beitrag von 200 Mk. für dir Tauer von 4 Jahren bewilligte. Der Verein in dadurch in ter Äage, von ter Gesellschaft für Volksbildung in Berlin Bücher im Gesamtwerte von 800 Mk. zu erwerben.

O Grünberg, 25. Jan. Am Montag vor­mittag fand am WestauSgange ter Stabt aus ter Gieß.mer Straße die Vvrrnusterung der Pferde statt. Vorg^siührt wurden die Pferde aus Mgcnten sechs Gemeinten: Grünberg. B<lterS- ixiin, Stangen wd, Stockhausen, Weickartshain, Lauter unb Queckbvrn. Ausg. mustert wurden nur kräftige Pferde, besonders Belgier im Altcr t»n nidx über 8 Jahren. Es Tarnen ungefähr 20 Stück hier zur Auswahl.

tt. Treis a. L., 24. Jan. Auch die hie­sige Kirchen gemeinte b.'absichtigt als Eriatz für tl/re teJten tn ten Srik® ge oge. cn GlocLn Stahl­glocken anzuschIsfen. Eine Sammlung in b.r Gemeinte- zur Aufbringung ter ziemlich tedeu- teirten Kosten ist bereits im Gange.

tt. Treis a. d. L.. 2t. Jan. Ta? in unse­rer Gemarkung liegende Braunkohlenlager ist nickt erst kürzlich entdeckt, sondern schon in ten siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch den hiesigen Arzt Tr. Dikorö (im vorigen Jahre als Sanitätsrat in Solar verstorben) au Grund wissenscha tsicher Erforschung ge unten wor­den. Sr ließ einen Schacht graben, der in einigen Metern Tiefe bereits ein schöne? Ergebnis an Kohle hatte. Er erwarb das Mutungsrecht, bat es aber aus unbekannten Gründen nicht ausge- untzt; jetzt befindet sich das Recht in den Händen eines Gießener Herrn, der hos.enttich die G.rlb< baldigst erschließt, ehe sie dem Raubbau zum Opfer fällt.

x Wieseck, 26. Jan. AuS ter Hilfstobelle zur Statistik evangelisch-christlicher Liebestätigkeit für 1919 seien für unsere Gemeinde fotgmte Zal-len nri geteilt: Milte Gaten an Vereine und Anstollen 3189 Mark, Mlgcmri.' erhobene Kirchenbllekten 244 Mark, Opftr und Gaten für bie Ortsarmen 418 Mark, sonstige freiwillige Leistungen für kirck)liche Zwecke 763 Mark, Gesamtsumme aller Gaten 4674 Mark.

x Wieseck, 23. Jan. In ben erwei erien Ausschuß irttitrer V 0 l ks hv ch s chu l e wurden aus den Hörerschaften der sechs Kurse dieses Se­mesters folgende Personen gewählt: 1. Otto Som-

efi fein, sie nicht anzuhusten oder «etwas zu leiten schemt geben seinem Spiel m md vor den Mmid tjaLen'. Kops ter Tat eine Prägung, für dre man das Pratekat Virtuosentum" nur in ter feftgemeinten BWeu- Lund dieses Wortes gelten lassen möchte. Eine Paraphrase teSSiegesHelden" aus Händels Ora-