Ausgabe 
26.11.1920
 
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j»tte schon gefürÄtet, oaü die (Genfer heilige Mianz einen Beschluß fassen toeroe, der es

ld)cäniung ber ÄuSgaden auch ei k Erhöhung

* Hl al!,

Zum Raub der deutschen Kolonien.

Amsterdam, 24 Nov. (Wolff.'» Die Times" nrefbet, daß Maßnahmen getroffen werden, um den gesamten deutschen Landbesitz

chk er nicht alle eingeaangenen internationa- ler Verpflichtungen erfüllt har. In Paris judell man, wie ans ocr französischen Presse 'rlichtlich, über vielen S''ea Dinianis. Man

Dentschlano ermöglicht, in der nächsten Voll- ^^sammlung oes Völkerbundes seinen Einzug 6(4 Mitglied zu halten. Und nun diese über- ukchende Wendung durch Vivianis geschickte Schiebung! Deutschland ist in dielen 4 Be» »irgungen wieder nicht genannt, aber natur» itä gemeint, Deutschland ist immer gemeint, *in man eine Sicherung, eine Enchwerung 'Älfli. Die Furcht vor Deutschland ist gesven- ikihast. Der Gedanke an Deutschland allge- pfutoärtig. Wieder der Geist des toten, blut- jbtrftrömten Banco sitzt Deutschland bleich M» drohend an den Tischen des illustren (Älkerbunos.

ist die Moj®:: W'oiet bilin )b uni) öeijltrt j :t sind.

ui? Maul utii er Mws Mi t

21u» dein Neßche.

Erhöhung der Eistubahntar.fr.

Berlin. 25. Nov (WTD.) Der aus tem Sachv.-rstän ig mb:trat d s Reichsverkehrs­mini st e r i u m s cebilb t' Tariiausschuß faßte in seiner fru igen Sitzung stlger en B:- stlckuß: Der Ta^i'aus druß h.l für Deckung tei Ei'enbahndcs^i s neben der sorgräl jgcm Gtn»

ul- und fij, u 1 ir.t zun Sp:n- uZ i>?n GciM :ter Schivarz ul- und iri>: Hin Sr n d Heislers 6ifo

die Maul- ro) wurde «? t BeobachM

nisterpräs-dent Levaues gcrtern im Unter ausschuß für auswörfg- Angriegnlstiten be­züglich der Volksabstimmung in Ober, schlesien, daß diese gegen den 15. Ja. n u a r stattfinden werde.

hessische Dotlsfammcr.

rm. Darmstadt, 25. Nov.

Deutschland in Genf.

Ein ge streicher Völkerbundsdelegierter jußerte schon zu Beginn der bereits eine Voche tagenden Versammlung, das abwe- ende Deutschland mache sich in Gens bemerk­barer, als dies jemals ein anwesendes tun fljnne. Der Verlauf der Tagung gibt dem rrnften Spötter Recht. Bei jedem neuen Pro­blem. das ausgerollt wird, sei es in der Vol5- ,erlammlung, sei es in den Kommissionen, schwebt auf allen Livven. me'st wider WiK- "Itn, die Frage: Und Deutschland? Was narfien wir mit ihm? Wie wird es sich ein» stllen? Uno gerade da. wo man versucht, den -ummen deutschen Mahner totzirichweigen, re» frt er fallt eine furchtbare Sprache. Der Australier Millen fragt in der Vollver­sammlung an, warum die deutsche Kolo- niafnote (bereu Wortlaut to;r gestern wie- Dergeaeben haben) dem Kongresse noch nicht norgrimt sei: Der Vorsitzende toirb nervös. Tie Sache fei nicht so wichtig. Millen gibt nicht nach. Er verlangt Besprechung des deut­schen Memorandums tut Plenum, bevor die Rote an die Mandatskommission gehe. Unwil­lig und gereizt verschiebt das Bureau den Aus- trag des Streites auf eine föätere S'tzung. Man geht zu anderen Punkten der Tages­ordnung über, Polen, Litauen, Sow'etruß» cnö, aber die erschütternde Klage Deutfch- .ands über seine geraubten Kolonien bleibß stundenlang Gegenstand lebhaftester Ansein- inberirfcunqen in allen Delegiertenkreisen.

Die offiziellen Verhandlungen werden bald langweilig. Aber das interne Gespräch ver Abgeordneten von S'uhl zu Stuhl ist voU Spannung. Es dreht sich um den ,,Besieg­ten". Um den kranken Riesen, der bluwnd vor vH Toren des Völkerbundes liegt. Während !ich aber bei fast allen Delegierten Teilnahme, Nilleid und ein ehrlicher Friedenswille be­merkbar macht, zeigen die Franzosen bet fber Gelegenheit die nackte nationalistische Selbstsucht. Ihr .fhaß geaen Deutschland, ihre Furcht vor Deutschland geht wie ein roter Fa­den durch alle Verhandlunaen. Man debattiert ;. B. in D?r 6. Kommission über die A b» üstung. Sofort erhebt sich bebend vor Auf­regung oer sonst fo ruhige L6on Bour- aeois und erklärt, vor der völligen! Entwaffnung Deutschlands fei an eine allge­meine Abrüstung nicht zu benen. Und als ob er die offene Nennung Deutschlands bereute, eflt er vier Voraussetzungen der Abrüstung Dor, in denen Deutschlands Rame nicht ge»

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im vormaligen Deutsch-Ostafrika, aus dem so gut wie alle deutschen Staats- angehörigen vertrieben sind, zu

Paris, 25 Rov. (Wolff.) Nach Meldung desPetit Parisien" erklärte Mi

nannt ist, die sich aber in ih^er Spitze zwei- 'nkloS a^-ien Deutschland wenden. Die erste Boraussttznna tautet: Vollständiae Ausfüh- » mng des Friedensvertrages. Es wird also in ' b't Abrüstungzfrage eine neue Garantie des

Berfailler Instruments hineinge''chmugaelt, nicht zu reden davon, daß dadurch die Abp- rMimgsfrage auf den St. Nimmerleinstag verschohen wird. Denn bis zurvollständigen" Ausführung des Friedensvertraaes wer-- btti, wenn Frankreich nicht seine üherivann- tnt Forderungen emschränkt, die 15 Besät- nrngsjahre und noch weitere Jahrzehnte ver- Üreßen.

Auffalend ist. daß Frankreich auch in der 5. Kommission mit vierBedingungen" ar» beitet. Die 5. Kommission hat bekanntlich die Aufnahme neuer Mitglieder zu prüfen. Vi- Pi<mi verlangt und er ist mit dienern Ver­langen biircßnebritngen daß ein Staat, der in den Bund neu ausgenommen werden will. ( Voraussetzungen zu erfüllen hat. Die erste kuraussetz'ingen lautet wörtlich: Kein Staat kann in den Bund ausgenommen werden,

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Präsident Adelung eröffnet die Sitzung

9.25 Uhr. ES wird zunächst der dringlich.' Antrag des Abg. Däuser, b tr. die Feier- tagserklürung des 1. M a i und tu Ver­bindung damit ten Antrag? d.s Abg. Dingel- d e Y, bete. Freigabe des 9. November, beraten.

Abg. Dingel dey (D. Vp.) führt aus: Zwei Jahre sind seit dem 9. November 1318 ver­flossen, was hat die n ne .Zeit gebracht? Die Ideale eines großen Volkes itnb tn Stucke ge­schlagen, das Andenken an eine große Zeit be- sch nutzt. Was ist seit die er Zeit sur Versöh-

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tul- und.B» mibe iiin' iiSeräu'ed hie Maul' b-jin wur-e * h.ungMl.

ml-und« ^afwahm'" 111

n u n g de s Volkes geschehen? Wolle man etwa die Würdelo.'igk it vi'lcc M.tgli'dec des Bürger­tums, die nicht in jener Zeit chcen Stanapunkt energisch vertraten, feiern, wolle man die Maß­losigkeit der B rölleruig feiern, die in jei:c:i Tagen ihren Führ rn nicht mehr folgte? Wolle man die Dreistigk it jener feiern, die aus dem Verbrech rtum h rvor egangm, sch an die Spitze stellden und jene unheilvo len Zeiten he beiiühr- ten? Wolle man jenen Siaatsmini.'tec feiern, Ser zwei Ta.e nach s iner Eidesleistung die Rermblik ausrief? (Abg. Bornemann cut: Schwindel, uitb wird dafür zur Ordirung gerufen.) Man glaube an die Freiheit selbst nich' mehr, wie sie jetzt vorhaNlen ist. Di' Zügellosig'eit und Schran- kenloiiglslt au- all n G'b:eten erschweret den Auf­bau ganz außerordentlich. Di' eigenen Führer, w?e N o s ke u. a. habm di ser Meinung binreicl>eno Ausdruck gegeben. Die" Feier bezwecke ja doch nur eme Steges eier der Sozialdemokratie, um die Fülle ihrer ^Macht zu zeigen: die Feier war t uer erkauft. Ein fran'öfischn Staatsmann habe seinerzeit erklärt:Wer den Staat ans den Angeln hebt, d m wird er auf den Kom stürzen." Wir w'r en cbra t n. Dte Sozmlde'no'ratie labe überhaupt erfiä t, daß sie der Nevublik fern stehe, wie kommen sie nun dazu, jenen Tag feiern zu wollen? Deute besitze diese

Partei doch nid)* mehr di? Mebrheit des Volkes. Die Mchrh it beftebt auf der Feie: her Kirchen­tage, ba es Tage ser i cher Ginfelyr sind Es wäre von Jnteres'e, zu erfahren, toidyzl Barmte am 9. November <xt tert haben und Nndv-iel Löhne an Ardei er bHahlt wirr en, die nicht nearbe tei haben. Prä i ent Naab vom Arb i s- und Wirt- 'chaf snm' habe se<«r in wi l l r l i ch e r W e i se seine Buveans ge'ckrlo'sen, olfroM dos Eeiamt- mi i'erium anders b-fdifoTen hole Mit gfrirf/nt Rech: könne and) i ie Feier des 18 Januar geeiert wer -en A nch die Vereckfentlickwttg des Landes- amtes für das Bildungswesen V*\ ein unnortcil.'xifter Kompromiß, der in Wirklichkeit oicht durckssührbor ist, wrd r den Lehrern, noch ben Eltern sei em Gefal ert gr an, her Gedonle her idealisti'ckten Bölbervetnöbnirna werde fe;re Dauer haben. Eine gan^e 2Br(ttnif<fwnninzr trat- e eine Freunde ven dem pazifistisckten Gebart.e:t Der RediTer V g* Be.wahrung d'gegmt »ein, daß bie heilig en Gedanken, die uns am DitenK^d.mk- tag bewegen, mit her P a r te i po l i t i k verbun­den w"pen, wi es in dem Erlaß des Präsidenten Tr. Strecker g?id) hen sei Was damit gridzben, gehe w.i: linaus über dos. wrS b sher auf d e'em Gebiet (reiftet nrute Tiefen Scbrtt könne er ihm nid)- verreiben Der R" mer er rrnert daran, daß führende demosvat sche Blätter, wie der Ment­zer Anzeiger, t<n 9 fTixn eml er als einen lbnglücks- tag bcz ich een Auch fpreden maßgebende Z n- trumsblä ter iich m gleid^m Sinne aus. Tie W,a hl en in Sachsen haben aller ings (r>-igt, daß tie Mehrheit d s Volkes jey' andern Sirnms ist. Die jetzige Regierung lehne die Derantwortlich- ieit ab, im Falle eine Stenjerung in der

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, jh, äßtri®'*

für unvermekt-lich. Die Tariferhöhung soll zum mindesten im Güderv.wLhr n.ch: in der Form eines all gemeinen mx>*cntiuili'n Zu ich'ass vorge nonrmen «Ktlx-n, Ändern int Woge der Astqbufung je nach (er Tragfah-^i. ter en Heinen Gu er ersclg^n Tie Tanserhohmtg soll io dutchgeführt nxmen, daß die Mehreiimahnten ben Test d.s Fehlbetrcses hecken, der nid): durch Ersparnis vd r an tre Maß­nahmen ged. fft toerDen kann. ES er,d> int man ickteitÄoerl, mit ter Durd/führung bie.er Maß­nahme nicht bis zum Begum des neuen Daus- l)altsjahrrs zu toar.cn.

v. Kahr in Berlin.

Berlin, 26. Nov. Der in Berlin wei­sende bayerische Ministerpräsident v. Kahr hatte gestern eine längere Besprechung mit dem Minister des Auswärtigen Dr. Si­mons. Am Abend hatte er einer Einladung des Reichswehcministers Dr. Gcßler Folge ge­leistet. Heule veranstaltet der Reichstanz- ler ihm zu Ehren ein Frühstück, an dem aud) der Reichskommissar für die Entwaffnung tcilnchmen wird.

Ein Protest von 60 Hochschu'leh-ern gegen die Sd;wäckm".g Preußens.

Berlin, 2>. Nov. (WTB.) Wi: demLvkal- anzeiger"" aus Bonn b richtet wird, veröffent­lich n60Hochjchulleyrer einen Protest gegen die Erklärung des Z mt.umsabff orditeten P oi. Lauscher in der pr ußifchen Landesv-r'amm- lung, wonach di? von ihm ve.tr tene Bevötkcntng das Bestreb n babc, das Ban) zu lösen, das sie mit dem Staate Pnu'sten verbindet. Sie be-aue n tief, daß eurer ihrer Kolleien als Wortfühver der­artiger Bestrebungen ausgetreten sei. Erst mit dem Anschluß an Preußen sei ein wi.sen- uni) wirt­schaftliches Leben großen Stiles in der Rl>ein- provinz erwestt worden. Die Sch vadnrng des Staa­tes Plvuß n würee gleich)edeutmo lem mit einer we.ter.m Schwäckmno, Zerslüstelung und Demüti gunq mtferes ganzen Vaterlandes nach innen und außen.

Nr. 219

Der »ietzrner Anzklae, erschein! täglich, außer Sonn- und Feiertags

BtjH9$pr<i|e

Monatlich DJ-arh 3.60 vndMK - 65Trägerlohn, oierieljuhilichNraik >060 undMkst-SST'ägerlohn: durch die Post viertel­jährlich Mark 12.- auoichbetzlich Lestellgeld. Ferniprech-Anschküsse: stirdieSchristleitung 112; Verlag,Eefchäftsstell« 51. Inlch'ift für Drahtnach­richten 3nj ijtr Aitfoen.

poft|d>eJ?onlo: jranhurt a. M. 1 IMS

rung ein treten sollte, werden seine Freunde sich der chwcren Ausgabe nid>t en ivh-.i mto die Froge einer büeg.-rltchen Koalition prüfen. Mcn Lime aber toar.eit, lenn j der Tag arbei et zu im.'ercit 03unf:en. Im Intern sc deS LanOes )e alt. bet ictzige Zustaird be ei-ifft werden: berait ge Erlas e inu> Berg.toolligung^m, tt>k sie cmS Atrlaß iencs Unglücks.ages g.-.-üiat tourben, zeige nur, ivtc weit wir lvmmen. Man locr e ben <5 reit aus fester tteberzei g-.rng mi. oTI t Sck)irfe und Offen* beit führen. Auch die Jugend verlange be t e andere Führer und Ideale, wie jie hier geze.g! loerdett. Wenn die Erneuerung erfolge, seien die Persön­lichkeiten des 9. N.vember längst vergesfen.

hieraus erstattet Mg. D v s f m a n n (Ztr.) Bericht über ten Antrag Läufer betr. F in des 1. Mai uns eriuchl ben Ausschuß auf Grunb br Regierungsannvvtt, ivelche latauf hintocist, daß man >ickt nach bei« Reich ruchen ben Arurag abzulchnen.

Ter Präsident deS ArbeitS-u. WittscktastSamtcS Raab

eitoibctt dem Abg. Tingelbeh, daß der 9 Novem­ber vor allem de Befrer^mg toeibtr ftiviic rstS« S'aotsbürger zweiter .stla se veranlaßt habe. Man k-.le der Soztaldemokra te banfbir sein, daß sie die Revolution getei ct habe, sonst wäo» xrlir- sch« n ick) Vorkommnis e ganz unk ebomer Art >ir- getreten. Tie Anfrage des 9u>g. D ng'ldev nulff- er a s Dreistigkeit bezeia)..en. (Ter R'duer n-i.b n«egfn die.es Ausd ucks zur Drbnitni ger scn.j Et bestreitet, baß er einen Akt btr Wi.lküc begangcrt habe.

Präsident des LandeSbilbungSamteA Dr. Strecker

bddjtoert sich zunächst gegen den seit einiger Zeit CC:Tnt ihn geführten Prestef.'ldvug. J-^-tzt werben so­gar die Kol lesen gegen ihn aufoefrb', wie bi? Der» öffentlidr.mg bes s. Oberlehrerv.reins beweise. Der ganze Ton be3 Sckirefbms, bas ohne vorh'ti^e 5?Mip.oersamml,mg ober einen Versuch zur Dcr- ftanbigung veröffentlicht wurde, die Vorwüife. hotz ^Varatcnanftc funaen ohne sachliche P üfung erfolgen, sei ungerecht. Man solle nur an bie frü­heren Zeiten benien, in w djen keine fßcrfö lidtfeit an kitenbe Stelle in der Schul' kam, welch? nicht her nalionastibera'en Partei anaeltörte. Auch An­gehörige der ultramontanen und der sozialdemo­kratischen Partei unter Lehrer kreisen wurden an» gefordert. Was er anstrebe, sei ein wirk ich freier und ge ech'er Zug, der wirf ich tüchtige Sdm!fräste auS allen Ta-fcien an bi? l'itend.'n Sollen brinee. Schon au? G unben der Swa sklug'eit müi en f di» licke Gttoägungvn maßgebend sein. Sadilirbe Er- nmnninren feien es auch, melde di.' Be-us'inq bes b'fannt'm A p ilologeu, fc ro ragrnben V >t e er des Katbo'''z'smus aus Rh inle cn1 P cf stör Dr. Schrohe in Mainz als Nobfol^r he.< Herrn Rit- fcrt veranlaß'en. Der Redner verteidigt dann bie Koastlionsregierung, da weder eine vol'stänbia red>?, noch eine vollständig linke Reai'nmg sich in Tenttsch'and halten könnte. Der Beschluß deS C«ram1mintfterhiTn5 höbe es zur Vermeidung w i- te-er AufreTung znge'a'sen, daß sed- G-uppe ih,-n S'andpunkt wahr«, um meistere Kämtoe zu o.e> tfteibTt. Mit Entrüst-mg nri'e er zurück, baß die G-stüble unb Gedanken des To'entaa's mit der Varteipv'itik nerbnben werben sollen. Der

G-ambgebanke unseres Ausbaues wüste bas Ch-inenbum bleiben, wie es in her Bibel «'Berg­predigt' und her Wstmw'aner Versammlung fest- gelegt f t Er verteidigt bo^n feine Stellung zum Pastfismus unb »um'kerbunb umb ort» wahrt fid) gegen bi? in herNeuen Tageszeitung" 'n Frichberg nach di ser Richtung eutbnltenen U'bertcibungen, Entstrttunoen unb Sfl^en a«'ht bann tontet auf seine AnsDihrunoen in b.t Ti-ardrebe näht ein und verwrsst auf frine Aus- fülwungen, die er tn ben Stäbtcn Frankfurt, Mannh-im, Karlsruhe usv. in bt Fragt her 6Wca»crnnbefrciitng unb gevt ben V''rt-ag von Ve sailles g,mommen fn^. Di? Hetzartik'l in her P^s? Hen nur auf Unkenntnis zurückzusiihrrn, ars.hstnend seien si? für bie komwenve Wal^l be- retfnwt. W nn diese auch ein and rrs Resultat bringe, werde bie n.schstiolgende Wahl .^igen. daß nur bie in einer Koalition arbeitenben Minister mit Erfolg arbeiten fönnit. Er oerteihint bann noch ben von ihm nnterzrirbneben Erlaß über Künsterzirhting, der nicht von tTym selbst, sondern von einer Land'skvmmis i'n' ausgearbeitet wor­den sst und verbvrid-t sich bann über die in Aus­sicht genommenen Schulreformen, barimter rin Reformgnmna'ium u. a. TaS Ministerium habe jetzt den Enischlutz gesoßt, jetzt nur Schulfeiern zu begehet, die bas Reich vorschrribt, also zu­nächst weder ir*n 1. Mai noch ben 9. November, noch den 18. Januar. Dogmen s>ll im nächsten Jahre ein aNg^-metnes T^mlsches Jugendsest, ahne jede pa'fipolitische Anlehmtng begangen werden.

P-äsident Adelung erteilt hierauf an öanb des Stenogramms dem Abg Dr O s a n n , eer in einem Zwischmruf bie Tätigkeit bes Pcäft- bertten kritisiert habe, einen Ordnungsruf.

Abg. Knoblauch g-ht auf bk Aussührun- gen des Abg. Ding Wey näher rin unb verteidigt die Erfolge d-r Revolution, wobei er ausführt, daß £uVnborfr und S)rn:e iburg auch k inen b ffe- ren Waffenstillstand hättm absch'i ßen können. Alle Ideale der Rechten seien nnterge.gang'n, diese haben jetzt nur das Klstd geändert. Wenn auch her Abgeordn te Dinaeldey einzelne Führer zu Verbrech rn stempele, so habe man es uo'ö diesen zu verdanken, wenn die Reoolutwn ohne Blut und andere schlimme Folgen verlaufen sei. Man solle den Bogen nicht zu straff fpa.nnen, sonst könne man lernt Verantwortung für die Folgen über­nahmen. Er berührt die Vorkommnisse bei der Steuerichiebung her Berliner Bankiers und a'rnibt, daß sich bie Recht nicht allzu früh aus bie wieder- kommende Monarchie freuen solle. Nach derartigen Rückschlägen werde der Erfolg um so größer fein

Tie neue Konferenz in LonDon.

London, 2"). Nvv (WTB) W-e aus Rmn armes et w'rd, ist Givlitti lickst in her Lage, her Ei llÄnrng £lnhb Gcw g S zur Teilnahme an ben Besprechung m mit Levaues in ftrtwn xu ent­sprechen. S.a.t seiner begibt sich Sforza nach London.

England und Griechenland.

London, 25. Nov. (MTB-f Wie die Times" erfahrt, wird das britische Auswärtige Amt der Rückkehr Kö­nig Konstantins keinen Wider- stand entgegensetzen, wenn sie von dem griechischen Volke verlangt wird, jedoch der neuen Regierung flarmadjen, daß sie nicht dieselbe Unterstützung erwarten könne, wie Benizelos.

Genf, 25. Nov. (WTB) Der Bölker- 'wndsrat beschäftigte sich in seiner heutigen -®ung mit der armenischen Frage unb setzte *n Text von zwei Telegrammen fest, txm das eine an sämtliche Mitglie- e t des l ker bu ndes, das andere an fc Regierung bet Vereinigten Staaten "richtet ist. In dem an sämtlilM Regierungen bem Völkerbunds an gehörende M Staaten ge- m .

D leg ramm fragt der Völkerbund:-rar, ber Sartre, uro yxxtr oiov.,1 ter er > o n e n» zusammen mit «ind.-reu Regie- tarisc wie besonders der Gütertarife,

rungen bereit wären, im Namen des DölL-rbundeS die humanitäre Mission einer Friebensvermitt- lung zwischen Armeuim und den-malisten zu übernehmen, welche Mission übrigens Linf dauernde Verpflichtung in sich trüge. Im Falle einer zustimm n.en Autwon ersucht der Rat um möglichst rafdie Mittrilung t>?r Entscheidung, da­mit er in bet Lage ist, ber Versammlung noch vor Schluß ber gegemwrtigen Tagung bovon Kenntnis M geben. In bem Telegramm an ben Präsi­denten ber Vereinigten Staaten wirb ausgesührt, daß ber an Amerika gerichtete Vor­schlag in keiner W.ise die Erneuerung des Ange­botes der Hebern ahme des Manbar-es in Arrnenkn bedeute unb baß der Völkerbund in keiner Weist daran denke, von den 93ereinigten Staaten die Eingehung irgenbtodd)cr Verplichtungen zu ver­langen, daß er aber die Pflicht hatte, oen Ver­einigten Staaten die Möglichkeit zu versckxiffen, eine Aufgabe von so hoher humenitärer Sebeutung -u übernehmen.

Genf, 25. Nov (Wolfs.) Die e-fte Kommis­sion lehnte am 22. November, wie bev'its gemel­det, die Abändenungsanträge zum Vol­ke r b u n d s a k t, die oon den drei skM'dinaoisdien Staaten Mrsging.-n, mit 23 gegen 8 Stimmen ab. Auch die Schweiz befindet sich neben G oßbrilMi- nien, Belgien, Frankreich. Italien, Spanien u. a. unter den Abänoerungsgegnern. Nur Argentini>m, Holland, Kuba, Kanada und Sam.stimmten mit txm norwegischen Ländern. Frankreich vertrat dm S'andpunkt daß keine Aendeinng des kerbunßö- paktes in Beratung gezogen werden dürst das als eine Revision ber Bestimmungen d^s öerfaukr Vertrages erscheinen könnte

Genf, 25. Nov. tWolff.) Das Präsidium her Bölkerb- ndsVersammlung te It mit, daß die nächste Sitzung auf Dienstag,dm 30. No­vember anb.raumt sri. Die Kommis ion wird auf­gefordert. in Zukunft ben Pressevertretern wünb- lich Auskunft über bas Fortschoeitcn der Arbeiten zu erteilen.

Amsterdam, 25. Nov. lWollf.l DerTele- graaf" meldet aus London t Im Unterhause erwiderte Bonar Law auf die Frage, ob Bar- nes in Genf die Alisicht der englischen Delegation zum AuS-r'ck gelnacht tobe, oi3 <r auf ber ccklae- meinen Verhanblung beS VöllerinmdeS auf die Vor ige Aufnahme Deutschlands in b n Bund drang, BameS habe nur seine eigene An­sicht wiedergeaeben. Tie Abgeordneten müßten ein? gewisse Redefreiheit haben. Die entscheidende Stimme toer^t iedoch vom ersten Delegierten nach Beratung mit seiner Regierung abgegeben werden, die fich darüber mit her französischen und den ander-n Regierungen schlüssig mache.

Wie oi's r<y-on ntmtPe* wich, befassen sich Letoites, Llo^> Gc^wg- und Efvilit i bei ber in Londwn sta^findenj>n K>msrren.z nicht nur mit her griockn'^-en Frage, stnhern auch mi' der Frage des .Handels mit Ru^laub bet vm Den t sch- lanb «" rahlenhfn Entschädigung unb hem tur'i'che'i Fri b'r^y^-'rage , Dir Awves-m- hei' Gv'li t s i't ig ,me*f bei ben Ve- sp'-ech'mgen üto" h<u Ost ei' des Mi t<llmee-eS unb Kleina'ien auch italsenischc Interessen zur Sprache ldmmen.

Erster blatt (70. Jahrgang Freitag, 26. November 1920

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Drtd anb Verlag: Vröhl'sche Univ.-vuch. und Steinbruderei H. Lange. Schnftleltung, GefchSftrstelle und Druderet: Schnlstrahe 7. tom'tuch in Sieben

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