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zurück.

Lebensmittel

geführt.

Kreis Friedberg.

i

Fortsetzung

(Nachdruck verboten.)

Wer bann ging ich zum anderen Teile

des

D«

Setter?" na, na!

bemerke idj, lieS

rar

der Brief dich mter-

bald einen erstaunter.

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inricü-ten, urrch etmnal

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den, der den Dod meines Baders ans dem wissen hat.

Was? Dem Erbgnrfen?

Ja.

Wo in aller Welt bist du rhm begegnet?

Bel der Gräfin.

Tick schüttelte bat Kopf.

du es nicht

sie gerne darüber, aufilären, der Ordnung halber, verstehst du?

Soll geschehen. Dick, wenn alles sich toätcr entwickelt wie bisher. Wir sind nunmehr Partner.

Partner?

Jawohl, wenigstens sagte sie das.

Tu redest etwas rätselhaft. Was ist denn seit gestern oorgefallen?

Eine Menge Dinge. Unter anderem kann ich dir mitteilen, daß ich das Vergnügen gehabt habe.

bliche, sagte er:

Tas ist doch eine verflixt lalle ®ef<Wr Was bedeutet all kos?

Tas ist's gerade, was ich dich fragen n®Otr Was meinst du zu dem BoEage, dve GcMA auf 'unserem Weg nach Balhorn zu besprech«^ Vielleicht werden wrr m jcroan Vierirtwrr Ansllärung erlang«.

(Fortsetzung falgt.)

Die Grskin.

Roman von G. W. App le ton.

Hierbei ist zu bedenken, daß nach der Ein­führung der Reichseinkommensteuer die Ein­kommensteuer der Länder und der Gemeinden

Xus Stadt rrnd Land.

G testen, den 26. Mai 1920.

Der Steuerabzug vom Lohn.

lieber den zehnprozentigen Ab- zugvom Arbeitslohn macht das Reichs- sinanzministerium jetzt eine Reihe wichtiger Mitteilungen. Der Abzug wird von den Ge­hältern, Besoldungen, Löhnen, Tantiemen und ähnlichen Bezügen der in öffentlichen oder privaten Diensten angestellten oder beschäf­tigten Personen vorgenommen, ebenso von den Wartegeldern, Ruhegehältern, Witwen- und Waisenpensionen. Frei vom Abzug sind die Zulagen auf gründ der Militär-Pensions- und Versorgungs-Gesetze, Bezüge aus der Kran­kenversicherung und die Pensionen und Ruhe- gchälter, die im Jahre unter 1500 Mk. be­tragen. Jeder Arbeitnehmer must sich von der Gemeindebehörde für das Rechnungsjahr 1920 eine Steuerkarte ausstellen lassen und diese dem Arbeitgeber vorlegen. Der Ar­beitgeber hat bei der Lohnzahlung 10 Prozent Arbeitslohn einzubehalten, wobei der abzu­haltende Betrag auf volle Mark nach unten abzurunden ist wenn die Lohnzahlung für eine Woche erfolgt, auf volle zehn Pfennig nach un­ten (n allen anderen Fällen. Für den einbet- haltenen Betrag must der Arbeitgeber Steuermarken kleben und diese entwer­ten. Liegt eine Steuerkarte des Arbeitnehmers nicht vor, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Steuermarken in Höhe des einbehaltenen

Oho! rief er.lieber Geschichte macht sich.

Halte dich nicht ans! Weiter! Ich wußte, daß eijtemi würde.

Dicks Gesicht begann---... .

Ausdruck cmzmfehmen. Ich wußte, daß mes ge­schehen würde, und als er schSieMch wieder au?"

Last den Unsinn! sagte er. Du sagtest doch, daß sie auf sehr gespanntem Fuße nritein-

t ernMführrn?

st! sagte ich lachend

mich zu weigern, dem Mann oorgestellt zu wer- G--

ander leben?

Gewiß, das tun sie ober taten sie. Gestern aber sprach er in den Formosa Mansions vor, so­viel ist sicher, und störte ein reizendes töte-ä-tßte.

Und sie hat ihn empfangen?

Jawohl, imb mich gefragt, ob ich dem Erb- orafen Frangivam vorgestellt zu werden wünsche.

Und du sagtest?

Nein, danke!" und empfahl mich.

Jahreseinkommen von:

1500 Mark 155 Mark

3000

5000

7500

9000

10,000

12,000

15,000

Betrages aufzubewahren, bis der Arbeitneh­mer seine Steuerkarte vorlegt. Die Steuer­marken werden zunächst bei den Postanstalten zum Verkauf gestellt. Verlorene oder un­brauchbar gewordene Steuerkarten werden er­setzt. Die Steuerkarte wird als Zahlungsmit­tel verwendet. Der Einkommenstcuertarif wird in folgenden Sätzen g e st a f f e l t:

Die Einkommensteuer beträgt bei einem

Wirtschaftsgemeinschaft der hiesigen Ortsgruppen des Deutschen Offiziersbundes, des Reichsv«chcrndes der Poliz ibeamteu Deutschlands, des Rcichswirt- schafrsoerl-andes deutscker Berufssoldaten und des Bundes deutscher Milirärcmwärter hält morgen abend 8 Uhr imGroßherzig" ihre erste gemein­same Versammlung ab, um zur Vergenossenschaf­tung unseres Wirtschaftslebens Stellung zu nehmen. Nachdem sich in den größeren Städten Deutschlands neben den Arbeiter-Wirtschastsvei'- einen auch Becrmten-Wirtschaftsvereine und in letzter Zeit auch Mehrer-Wirtschaftsvereine gebildet haben, soll versucht loerix'ii, die hiesige Wirtschafts­stelle des Wehrer-Wirtschaftsvereins Kassel zu etn.-m Wirtschaftsbund auszubauen, der die gesamte Leh­rer-, Beamten- und Wehrerschaft Gießens umfaßt. Die Bundeswirtschaft als Bewahverrn vor Zwangs­und Freiwirtschaft dürfte am Ehesten in der Lage sein, sowohl der Zeuger schäft (Produzenten), als auch der Zehverschast l Konsumenten) gerecht 511 werden.

** Die Dentfche demo'kr rtr sche Partei schreibt uns: Die heute stattfindLide demokratische Versammlung dürfte in weitesten Kreisen von größtem Interesse sein, schon b-ird; die Auswahl der Redner: Frau Landtagsabgeord­nete Balzer aus Tarmst<ü»t hat seit chrer Wayl znm hessischen Landtag die Interessen der Frauen in hervorragender Weise vertreten, so daß sie den Wählerinnen ganz Besonderes zu sagen haben dürfte. Von Herrn Landtagsabgeordneten und Stadtvenordneden Goll aus Franksurt, der selbst dem gewerbtätigen MittelstaiLe mr gehört, iuerß man seit langen Jähren, daß er die Nöten bieder Berufsklassen stets richtig erkannt hat und jederzeit mannhaft für deren Hebung eingetreten ist.

** Die öffentliche Versammlung der Deutschen Volkspartei im Hotel Ein­horn beginnt heute abend bereits um 8 U h r, nicht wie angekündigt um 8V2U.br.

** Reichsmini st er Dr. David spricht Freitag, 28. Mai, abends 8 Uhr, im Saale des Caf6 Leib in öffentlicher Wählerversammlung der sozialdemokratischen Partei.

* Der Katholische Frauenbund Deutschlands, Zweigverern Gießen, vevm- staltet am Donnerstag, 27. Mai, abends 8 Uhr, im kath. Vereinshaus, Vi^bigjlr. 19, einen öftentlühen politischen Vortragsabend, in dem Oberlehverin Frl. Breuer, Franksurt a. M., sprechen wird.

Landkreis Gießen.

g. Taubringen, 25. Mai. Zur großen Freude der Familie imb der ganzen Gemeinde ist der lange Zeit in russischer Kriegsgefangenschaft befindliche W a l t e r als erster gesund zurückgekehrt. Hoffentlich folgt der zweite und letzte, Wagenbach, bald aus Rußland nach.

Kreis Büdingen.

na. Nidda, 26. Mai. Bei Gartenarbeiten stieß am vergangenen Donnerstag in Nidda ein Mann auf eine dort liegende Handgranate,

Xus Heften.

VL Darm stadt, 25. Mai. Parlamentari­sches. Eine dringliche Anfrage haben die 4ll>geord- neten D 0 rsch und Gen. an die Volkskammer ge­richtet : ,Hst der Regierung bekannt, daß nutzem in allen anderen Ko mmunalverüänven für den ab- gelieferten PftichtlMer 60 Mk. für den Sentnet gezahlt wurden, im Kreise AlsfelD nur 20,75 Mk. für Öen Zentner gezahlt werden? Ist die Regierung m der Lage und bereit dafür zu sorgen, daß die Bauernschaft des Kreises Alsfeld in dieser Hinsicht den Landwirten der anderen Kreise glcichbehcmdell wird?

in Fortfall kommen.

Steins Garten.

Für 350000 Mk. erwarb die Stadt von Ingenieur Otto Göbel dessen Liegenschaft (früher Steins Garten), Bergstr. 20. Ob das Gebäude als städtisches Dienstgebäude Ver­wendung finden wird, steht noch dahin und soll erst in der nächsten Woche entschieden werden. Wir kommen auf den Ankauf näher

** Das städtische L evens m i 11 e l a m t veröffentlicht im Anzeigen teil eine Bekanntmachung über Souherausg abe von Eiern, weiter über die Ausgabe von Kartoffeln und Kar - tvffel mar ksn.

** Stadt. Seefisch-Markt. Morgen Donnerstag früh trifft wieder lebmdfrische Ware, wie Kabeljau, Schellfisch und Seelachs, in voller Eispackung ein imb gelangt in den Marktlauben zum Verkauf. Der Beginn des Verkaufs wird am Stadthaus, Lebensmittelamt und an der Ver- kausssÄle bskanntgegeben.

Veranstaltungen.

Mittwoch, 26. Mai: Caf6 L-eib, 8 Uhr, öffentliche Versammlung der Deutschen demokra­tischen Partei. Hotel Großherzog, 8 Uhr, öffent­liche Versammlung der Deutschen Volkspartei. Lichtspieltheater wie gestern.

rnt. Bad-N anheim, 26. Mai. Das Hes­sische Finanzministerium erläßt eine Verordnung bett, die B ade - und Kurverwaltung In Bad-Nauheim, wonach die Verwaltung des staatlichen Bades und des Salzwerkes zu Bad-Nau­heim durch die .Hessische Bade- und Kur­verwaltung" geschieht, die dem Hess. Mini­sterium der Finanzen unterstellt ist. Vorstand ist der Babe- und Kurdirektor. Der Verwaltung sind unterstellt das Betriebsamt, die Salzwerksverwal- hmg, die aus zwei Abteilungen.bestehende Anstalt für Bäderkunde, der Forstassistent. Es ist Wetter bestimmt, daß dem Tiefbauamt Bad-Nauheim das Kcmalisatious-,. Wasserversorgungs- und Jnstalla- tionswesen, dem staatlichen Hvchbauamt Friedberg das Hochbauwesen übertragen sind. Der Bade- und Kurverwaltung wird ein Berwaltungsausschuß als Beirat zur Seite gestellt, dessen ordentliche Mit­glieder sind: der Bade- und Kurdirektor, die Vor­stände bet verschiedenen Abteilungen, ein von dem Ministerium zu bestimmender, btiit Staatsdienst laugehörender Arzt. Außerdem können durchs bas Finanzministerium geeignete Personen, inslTson- bere Bad-Nauheimer Aerzte auf die Dauer von drei Jahren zu außerordentlichen Mitgliedern er­nannt werden. Die der Baoe- und Kurverwaltung vorgesetzte Behörde erläßt übet die Obliegenheiten bett, die Verwaltung des Babes uftv. die nötigen Borschriften, wie Mich die Aufstellung der Ge­schäftsordnung für den Verwaltungs-Ausschuß. Die Q^erorbraing tritt mit dem 1. Juli b. I. in Kraft.

Starkenburg und Rheinhessen.

sw. Darmstadt, 25. Mai. In der Nackß vom 21. auf 22. Mai sind auf dem Postamt I verschiedene Pakete, darunter ein solches mit einer Standuhr aus Messing mit Glasplatten gestohlen worden. Von den Dieben fehlt bis jetzt noch jede Spur.

nur. Mainz, 25. Bi. Auf dem Mainzer Wochenmarkt kostete vorben Feiertagen Spargel 1. Qualität 3,003,50 Mark, 2. Qualität 2,20 bis 2,50 Mark und 3. Qualität 1,502,00 Mark SpaiMl behaupteten also ziemlich ihren Preis und 'hobm nur wenig gegen die letzten .Märkte nach- gegeben. Bezeichnend ist, daß dieselbe Spargelsorte, die die Händler mit 2JdO Mark verkauften, von den Landwirten zu 3,30 Mark angeboten wurde. Dabei ist zu bemerken, daß die Umgegend von Mainz be­kanntlich zu den Haupterzeugungsgebieten Spargels gehört.

Kreis Wetzlar.

«XL Wetzlar-Niedergirmes, 26. Mat Ter etwa 16Mrige Heinrich Becker, Sohn ves unlängst verstorbenen FriedhofÄvärters Loras Becker, ertrank am zweiten Feiertag nattinüttotf in der Lahn an der Stelle, wo die Freibacxranstml demnächst wieder eröffnet werden soll. Die Leiche tonnte erst gegen 9 Uhr abends gelandet werben.

wa. Wetzlar, 26. Mai. Der Inhaber der Automobllwerkstätte Röhrich in der Braunfelser Straße Ingenieur Bruno Röhrich, ist Donners­tag nachmittag so unglücklich von einer Leiter gt- stürzt, daß er nach mehreren Stunden starb. Wäy- rend auf den ersten Blick Verletzungen an der Leiche wicht wahrzumchmen waren, stellte eine ge­nauere ärztliche Untersuchung fest, daß der stürzte zwei Schädelbrüche und einen Muttrgo» ms Gechrn durch den Sturz davongetragen hatte.

die explodierte und den Mann am Gesicht, Händ«^ Armen imb Brust so schwer verletzte, daß er alsbald nach Gießen gebracht werden mußte.

b. Nidda, 25. Mai. Gastwirt und Metzger« meister Heinrich Rullniawn scn. feierte am 1. Pfingsttag seinen 80. Geburtstag.

Nid 0 a, 22. Mai. In einer der letzten Nächte winde einem .Lanowirt in Ober-Widders- heim ein wertvolles Pferd aus dem Stalle g e- stohlen.

Stockheim, 21. Mm. Hier fand gestern eine Versammlung sämtlicher Bürger- meiner und Beigeordneten des Kreises B ü d i n- gen statt, auf der die Gemeindevertreter von Kreis- Airektor Boeckmann aus Büdingen auf die neue Verfassung vereidigt wurden.

Kreis Schotten.

y. Eichelsdorf, 21. Mai. Ein Dienstmäd­chen aus Rainrod, das bei einem Landwirt hier in Stellung war, hat sich aus Liebeskummer in seinem Schlafzimmer erhängt.

c. Stornfels, 25. Mai. Unser sehr hoch­gelegener Ort hatte von jeher an großem Wasser­mangel z»ui.leiden. Seither wurde die Gemeinde durch ein Pumpwerk mit Wasser versorgt, das von Benzinmotoren bedient wurde. Bei den uner­schwinglich hohen Preisen für Benzin trägt man sich jetzt mit der Absicht, den Anschluß an die elektrische Licht- und Kraftanlage zu erreichen und das Pumpwerk durch elektrische Kraft betreiben zu lassen. Zu den entstehenden Unkosten in der Höhe von 40 000 Mk. haben die Ortsbürger unserer fiemen Gemeinde den Betrag von 24 000 Mk. freiwillig aufgebracht. , _

Schotten, 25. Mai. Tie diesjÄhrige Haus­versammlung des Vogelsberger Hühen-ClubS findet am Sonntag, 30. Mai, in Büdingen statt.

e. Ulfa, 25. Mai. Die hier neu eingerichtete Gemeinde-Krankenschwesterftation wurde durch einen besonderen Gottesdienst eröffnet und die neue SchweftA: Doris S chmitt in ihren Dienst ein­

sei. Daß sie am Loben und in Sicherheit sei, daran hatte ich nicht den geringsten Zweifel, denn ihr Tod würde den Plänen ihrer Feinde ein Ende madjen. Die große Schwierigkeit mm lag darin, ihren Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Wenn dies ohne Inanspruchnahme der Börse der jungen Gräfin geschehen konnte, um so besser; doch konnte ich mir den Umstand nicht verhehlen, daß cd zur Erlangung der Freiheit der alten Dame vielleicht notwendig sein würde, unsere Zuflucht zur Be­stechung, und zwar möglicherweise in größerem Maßstabe, zu nehmen.

Auf alle Fälle schien sich, dank der Schlauheit des Maurers Mimms, ein Weg zur Erlangung von Informationen zu eröffnen. Dieser Weg führte in die Richtung noch Balhorn.

Punkt ein Uhr erschien zu meiner Freude Dick Molyneux in meinem Sprec^immer.

Ich hatte eben meinen letzten Patienten be­handelt und schloß die Türe ab.

Nun, fragte Dick, wie haft du die Gräfin vorgefunden?

wesens imb der Wucher gejetzgebung. Wir^ werden nach Bsenbigung ber Tagung auf bte Verhand­lungen, die im übrigen nichtöffentlich sind, zuruck- kommen. 3

** Tie studentischen Vv l ksun t er- richtskurfc sollen wieder wie früher schon ab» gehalten werden. Beginn 31. Mai 1920. Lehr­plan: 810 Uhr abends: Montag: Deutsch, Diens­tag: Geometrie, Mittwoch: Algebra, Donnerstag: Englisch, Freitag: Französisch. Tie Klirse^ftnden im Physikalischen Institut der Universität Gießen, Eingang Stephansttaße 24, kleiner Hörsaal 13, statt. Anmeldung im Kurs. Siehe Anzeigenteil.

** Eingebrvchen wurde heute nacht nach 12 Uhr in dem Zigarrearge schäft von H. P. Koch, Ecke Plockstraße und Seltersweg. Die Einbrecher drangen von der Plocksttaße aus in das Gebäude ein, indem sie die Füllung einer Holztür l^raiis- schnitten, und stahlen für mindestens 6000 Mk. Zigarren und Zigaretten. Vor Ankauf.wird ge­warnt. Auf Namhaftmachung oder Herbei,chaft ma der gestohlenen Waren (Zigaretten Matteo duxIjeM",Khef".Bospvr",Salmi",Knser- mog",Gerbathy" und Zigarren, Marken Kleine Heros", Gitana" Bigoi/^,Gtti Adler",Goldene Wege",Saluta",Prinz Rupp­recht") ist gute Belohnung ausgesetzt.

** Wäschedieb stahl. Aus einer hie­sigen Waschanstalt wurden entwendet: Fünf Herrenhemden, weiß n. bunt aus Zephir, gez. A. M., ein Herrennachchemd, eine seidene Un­terhose, zwei Damenhernden, weiß, gez. H. V., zwei Damenhosen, gez. H. V>» ein Damen­nachthemd und sieben Anstaltshemden, gez. M. K. Vor Ankauf wird gewarnt.

** Die Allgemeine Ortskranken­kasse Gießen bittet ihre Mitglieder, die Aerzte nur in den dringendsten Fällen in Anspruch neh­men zu wollen. Etwaige gezahlte Honorare der Aerzte werden von ihr zurückgezahlt. Näheres siehe

GesellschaftLiebig-Mn- s e u m" veranstaltet am Sonntag, 30. Mai, vor­mittags 11V4 Uhr, im Liebigmnseum eine Mitglie­derversammlung.

** Das Konzert zur Hundertjahr­feier des Akademischen Gesangver­eins findet am Mittwoch, 9. Juni, abends 6V2 Uhr, in der Stadtkirch? statt. Es gelangtDer Messias'" von G. F. Händel zur Vorführung.

* DieDeutfche Wehrerschaft" als

Aus dem besetzten Gebiet.

Die Kosten der Besetzung des Rheinlandes.

Berlin, 25. Mai. Aus Aachen wird den P. P. N." gemeldet: Pariser Nachrichten zu­folge überreichte der deutsche Geschäfts­träger dem alliierten Rat eine Note feiner Regierung, die gegen die fortgesetzte Erhöhung der Stärke der alliierten Besatzungsttuppen im links­rheinischen Deutschland Einspruch erhebt, da Deutsäjland diese Belastung finanziell nicht er­tragen könne. DemTemps" zufolge erhebt Frankreich für die vierzig Tage Besetzung des Maingaues Ersatzmrsprüche in Hohe von 29'/s Millionen Francs gegen Deutschland.

Der Gipfel der Schamlosigkeit.

Flörsheim, 25. Mai. Am Samstag nachmittag badeten nach der Meldung eines Frankfurter Blattes etwa 20 Mädchen mit Franzosen in vollständiger Nacktheit im offe­nen Main. Männer aus Flörsheim zogen als­bald nach dem Mainufer, konnten aber leider nur sechs von den Bade-Jungfrauen er­wischen. Es setzte Ohrfeigen links und Ohrfei­gen rechts, und wer weiß, vielleicht hätte diese Prügelszene ein tragisches Ende genommen, wenn die Flörsheimer Polizei dieDämchen" nicht in Gewahrsam genommen hätte.

*

ma. Mainz, 25. Mai. Aus arten Gegenden der Provinz Rheinhessen kommen Nachrich­ten über eine epidemisch auftretende Viehseuche (Maull- imb Klauenseuche). Tau- fenbe von Ziegen, Hunderte von Kühen, Rindern imb Jlmgschweinen sind bereits eingegangen, wo­durch insbesondere {ov F eisch- und Milchversorgung auf das ernsteste gefährdet wird. Die Seuche ist so stark, daß in einzelnen Orten des Kreises Bingen z. B. täglich 2030 Tiere, vielfach Ziogen, verenden. Tie Veterinär Polizei ist gegen bte Weiterverbreitimg der Seuche trotz aller Tes- infektüms- und Sperrmaßregeln machtlos und er- toägt, ob nicht ein vorübergehendes Ver­bot großer Menschenansammlungen auf Großmarkteu, in Ver f a mml ungen ufro. zur Bekämpfung der Seuche erforderlich ist, da erfahrungsgemäß durch Menschenansammlungen die Seuchenteime verbreitet werden. In der gleichen oadtf richtet der Hessische Bauern­bund die öffentliche Bitte an die Parteivorstinbe aller polittschen Parteien des Kreises Groß-Gerau, im Interesse der Erhaltung des Viehstandes unb damit der Ernährung des Volkes mit Fleisch und Milch, alle aus Anlaß der am 6. Juni stattfinden­den ReichStagswah! jgeplanten Wahlversamm­lungen zu unterlassen, da durch die im Kreiseöerridjenbe Maul- und Klauenseuche die Gefahr außeuordentllch groß ist, daß durch Zn- lammenLünfte von Menschen die Seuche verschleppt wird.

Weißt du, bis jetzt sieht sie mich immer noch als armen, windig bezahlten Assistenten in einer Lambechcr Klinik ober dergleichen an. Ich möchte

Briefes über. Was ich davon hielt? Offen gestrn- öar wußte ich nicht, was ich dazu sagen stollte. Ich tixmte dem Erbgrasen alles zu. Ich muhte das tim. Daß er ein schlimmer Gesekbe fei, davon war ich so fest überzeugt wie oon meiner eigenen Existenz. Aber trotz allem konnte doch etwas Wahres an seiner Aussage sein. Das '.var nicht schlechterdings unmöglich. Er war sicherlich nicht der Mann, der am Pontifex Square oorgefprochen hatte, trotz der Versicherung der alten Gräfin, er fei es gewesen. Sie hatte erklärt, daß die Stimm', die sie unten im Gange hörte, die des M rrmes sei, der meinen Vater ermordet habe. Daß sie sich getäuscht hatte, davon war ich jetzt fest über­zeugt. Zweifellos war die Sachlage jetzt noch verwickelter geworden. Vielleicht war der das Opfer eines noch größeren Gauners, als er selber einer war, in welchem Falte sein - 1 mutwrg daß die in meinem Besitz beftuDtichm Papiere der Gräfin wertlos seien - mit einem Schlag Lügen gestraft tonrbe. Darüber hatte !'? meine eigenen Ansichten. Nichts konnte meine Überzeugung davon erschüttern, daß der Iiihllt des mir anvertoauten Pakts von großem Werte

Das ist schon toll! sagte Dick. Hast dar bow feine Zeit, mir das näher zu erzählen?

Ta lies! erwiderte ich und händigte chm bat Brief der Gräfin ein. Ich habe den Bries da beut morgen erhalten. Er enthalt alle Aufklärung, t* ich dir geben kann, unb außerdem noch ein pacv andere Tinge, worüber ich gerne deine Meinung hören mürbe.

Er zog den Brief aus seinem Umschläge.

** Amtliche Personalnachrichten. Erledigt ist die Stelle eines Bureauassistenten bei ber Laubes-Heil- und Pf lege anstatt Gießen. Sie kann alsbald definitiv besetzt wer­den. Meldungen sind bis l.Juni an die Direk­tion dieser Anstalt zu richten.

** D r. Erwin P r e u s ch e n f. Schon wie­der ist die theologische Fakultät der Landesuniversi­tät von einem schweren Schlage getroffen worden. In der Nacht von Pfinastuwntag auf Dienstag starb in Hausen bei Gießen der dortige Pfarrer D. Dr. Erwin Preuschen, der als außer­ordentlicher Prvfeffor an der Universität wirkte und in diesem Sommersemester das Fach des Neuen Testaments, für das nach dem Tode Bouf- sets noch kein Ordinarius geltronnen war, allein vertrat. In Preufchen verliert die Universität wiederum einen hervorragenden Gelehrten, ber seinen Namen durch zahlreiche Arbeiten auf bem Gebiet des Neuen Testaments und der Kirchen- gefchichte in ber deutschen und außerdcutschen For­scherwelt bekannt gemacht hat. Ein besonderes Ver­dienst hat er sich burch Gründung und jahrzehnte­lange ßeitung derZeitschrift für die neutesta- mentliche Wissenschaft" erworben. Auch in reli­giös interessierten Laicnkreisen war er bekannt durch eine in vielen Zehntcmsenden von Exem­plaren verbreitete volkstümliche Darstellung der Kirchengeschichte. Er war aber, auch em vortreff­licher Lehrer. Fakultät und Senat hatten ihn als Ersten für die Nachfolge Boufsets in Aussicht ge­nommen unb bereits ber Regierung in Vorschlag gebracht, fo daß seine Berufung täglich erwartet werden konnte. Bor allem aber war Preufchen ein vornehmer und lauterer Charakter, unb befaß viele Freunbe, bie nun um den zll früh Geschiedenen trauern. Geboren 1867 in Lißberg (Oberhessen), war Preuschen 189397 Pfarrverwalter in Stein­bach, Hausen, Eberstadt und Darmstadt, wurde 1897 Religionslehrer am Gymnasium in Darm­stadt unb 1908 Pfarrer in Hirschhorn am Neckar. Als solcher habilitierte er sich 1910 in Heidelberg für das Fach des Neuen Testaments. Die nahen Beziehungen, die ihn von jeher mit der Gießener Fakultät verbanden, ließen ihm die Ueberfiebehing nach Hausen unter gleichzeitiger Ernennung zum Professor 1918 als wünschenswert erscheinen. Nur kurze Zeit des Wirkens ist ihm noch vergöimt gewesen. Kr.

** Die 10. Tagung der deutschen Landes - .Provinz-unoBezirkspreis- prüfunysstellen beginnt am 26. Mai in Gießen unter dem Borsitz des Ministerialdirek­tors H ü 11 e n he i m vom Reichswirtschaftsmmi- sterium in Berlin. Die Tagung dauert drei Tage unb umfaßt wichtige Fragen der allgemeinen Preis­politik und der Organisation des Preisprüsungs-

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34,300