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Nicht«- Ij Wmisönger in Da Kamin hat al Mgen als der btt Polizei vor? fommifiar 300 5 mrd ihm rin 2n Ät in die Geh« fifrm. Als nun echÄl der üommi Mel unb er mi IM und der 9 m dir dmd. SS wn am Tclcpi verdöÄris vor. 1 M CchuhmM gmndlta im ,

Im.Lillv dem Hmchtgam plüm jufamtnfl Md einem mibl stand verdreht 1 blättchen auSgch rinen falschen Hu Grgeruieisler. öiillertür an die

11918 smngemSh Anwendimg. Mit GÄbstrafe W ° zu eintausend Mark wird bestraft, hxr der An­

ordnung zuwüterhaubelt, die sosort in Kraft tritt.

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Prozetz Lrzberger-htlfferich.

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ters der Ktavi.nchompvsittvn. q u c u r (Gesang), Geh. 9tni

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Zucker.

Nährmittel: für Januar lr20. 250 Gr. Auslandsgrvs, 2jO Gr. Reis.

L U. Landes-Universität Gießen. An dem Z w i s ch e n s e m e st e r , das im Februar und März ds. Js. an der Universität Gieren gehalten wird, wird sich, neueren Beschlüssen zu­folge, die theologische Fakultät nicht beteiligen.

** Volkshochschule Gießen. Eine von her Gi ß ner Volks Hochschule am Samstag abend veranstalteteM u s i k a l i s ch e Abend- Unterhaltung"" führte in die 'I'rio-Literatur des 18. und des beginnenden 19. Jalnbunderts (Mo za rt, Bcethoven) ein. Ludtrrg Spohrs Ada,io aus dessen b -kannten 7. Konzert machte mit dem mehr und ntfljr in Vergessen Hirt geratenen genialen Sliomtvntfiat vertraut, demlebten aus der Reihe jener echten, ernsten Musiker, deren Jugend noch von der sttaltmden Sonne Mozarts unmittelbar beleuchtet ward"", wie Richard Wagner treffend urteilt. Lieder von Schu bert.B ra hm s und Beethoven vcrnnscliaulichten die EnNvick- lung des Kunstliedes in plastischer Weise. Cho­pins erster Satz aus seiner B-moU-Sonate brachte ein klares Bild von der Grandiosität dieses Mei-

250 Gr. Teigwaren, 250 Gr. Graupen, 125 Gr Auslands gries.

Nährmittel und Zucker f'r Zugezogenc: Hch. Heyne, Woll orstr. 5. L. Lublins y. Tamm- straße 41. C. Schwa-ib Nächst, Sele.sweg 23. Th. Schlierbach, FraNlsurter Str. 9. M. Schäfer Wwe., Kaiserrcklee 4.

Z u ck e r für Kranke: C. Schwaab Nachf., Sel- tersweg 23.

Nährmittelfür Kranke: Hch. Driesch, Sel­tersweg <0.

M ehl für Kranke: Kg. 1,70 Mk. Emil Dörr, Großer Steinweg 14.

Nährmittel unb Zucker für Fremde: K. Rudersdorf, Bismarckstraße.

Seife: Marte für Januar 1920 Anteil 125 Gr K.-A.-Seifenwukver, das Pfd. zu 2 Mk.

Maßnahme« gegen die Wohnungsnot.

Zur Unterbiiignmg von alleinse senden Per­sonen insbejondere von Studier nden der Uni- ver Ität kann das Wohnungsamt auch benutzte, im Verhältnis zur Zahl dec Bewohner ütergroße Woh­nungen hinsichtlich einzelner für diese eu ^-ehr­lichen und für eine Abgabe passend gelegrnen | Räume in Anspruch nehmen. Aus diese Räum: i ftnden die §§ 4 und 5 der Bekannttnarimng über Maßnahmen gegen Wohnungs mangel vom 23. 9,

tiger Ablieferung.

A n jeden Verbraucher, deraus Be­zugsschein beliefert ist, ergeht die Ausforderung, alsbald pro Kopf 25 Pfund an den Kommunalverband ab­liefern zu wollen. Die Ab'iee.ung wird egelweise ohne ©e.äl/rbung dec eigen n Verior- -nrng möglich sein, da die auf Demgrschein belie­ferten Versorgungsberechtigten vi.lach mehr Kar­toffeln erhalten haben, als ihnen aus Grund der gesetzlichen Rationierung zustan:enDatei sei er­wähnt, daß ein von der Stadt Darmstadt an die Einwohnerschaft gerichteter Appell zu frei­williger Ablieferung besten Erfolg gehabt und bereits über 7 000 Zentner Kartoffeln dem Lebensmittelamt erbracht hat.

Die Erzeuger werden auf gefor­dert, im Interesse der allgemeinen Versorgung pro Morgen Anbaufläche 1 Zentner Kartoffeln freiwillig an den Kommunaloerband abzuliesern.

Tas Landes, rnährung amt ist überzeugt, baß dieser Appell an den Gememsrnn und die Opfer» s»ereitschaft der Bevölke.-ung nicht ungehört ver- i-allen, sondern durch möglichst allgemeine Er­füllung dieser freiwil igen Au lagen dem Landes- ernährungsamt die zur Versorgung dec Gesamt Bevölkerung für di« nächsten besonders schweren Wochen erforderlichen Kartoffelmengen zur Ver­fügung stet len wird.

Tas Landesernährungsamt hasst, daß so durch freiwilliges Eintreten des versorgten Teils bei Bevölkerung für die unoersorften Bevöl'erungs- kreise die allgemeine Versorgung für die nächste Zeit sichergestellt werden kann. Sollte jedoch diese Aufforderung nicht den ema rieten Erfolg haben, so müßte sich das Landcs-rnährungsa nt zu seinem Bedauern zu einem zwangsweisen Vorgehen ge­nötigt sehen. Für diesen Fall der zwangsweisen Erfassung würden alle sreiwil ig abgelie erten Kar­toffelmengen in Anrech.cung gebracht werden.

Herabsetzung der Verbraucherration für Kartoffeln.

Das LessisckM Landesernährrm gsa mt macht be- tannt: Im Änvernehmen mit der Reichskrrwffel- stelle wird lüermit die den Verbrauckiern zustehende Ra nm an Kartoffeln vvn 7 Pfund pro Kopf und Woche auf 5 Pfund herabgesetzt.

Gültige Lebensmittelmarken

für die Zeit v-im 26. Janwrr bis 1. F 6rn.it 1920 Brot: 2300 Gr Brot oder 1680 Gr Mell Buot Kg. 1,18 Mk., Weizenbrotm^h. Kg 1,44 Mk.

Butter: Marke 4 40 Gr. Bu.ter zu 76 Pf., 80 Gr. Margarin-' zu 92 Pf.

Fleisch: W"chenabschnift 4. Mehger für Fremde: Gustav Krouder, Neustadt 15.

Zucker: Mar.tz 1. Januar 1920. 750 Gr

Der Ausbau der elettrischen Nederland- zentrale Vberhesseu in Wölfersheim

bat die Regierung veranlaßt, der Volkskammer eine Vorlage über eine Forderung von ctioa 61/, Mil­lionen Mark zu machen, die von dem Finanz­ausschuß vorbehaltlich der Zustimmung des Ple­nums der Kammer unb einer vor.ie.igen Be.ich- tiiiung gutgeheißen wurden. Ain 22. Jan. sand nun in Wölfersheim eine Besichtigung de- ganzen Werkes und eine mehrere Stunden dauernde Besprechung wegen des wefteren Ausbaues statt, an denen außer den Vertceterr dec Regierung Geh. £Leri.anzrat Ba 1 fer unb Vaurat Bert die Mitgftedec des Finan^auSschuses Dr. Büch­ner unb Brauer, von der P ov.n; Prvvinzial- direktor Dr. ll s inge r und P ovin ia.rat Wo l s, ferner Direktor v. Stadler sowie die Mitglr.der des Provin'ialaus.clu.s,es Langsdorf und R e ch t i c n teilnahmen. Ob die Verhanblungcn zu einem alt Teile leideti enden Erge^ni se füh­ren werden, kann augenblicklich noch nicht beur­teilt werden.

Verkehr mit dem besetzte« Gebiet.

Infolge der mit der Ralifikd «n deS Friedens- Vertrages in Kraft getretenen treuen BerVehrsbe- stimmungen im besetzten Gebiet genügt künftig zur Einreise für Risende,.die im unbesetzten Gebiet ilnen Wohnsitz haben, der B-iitz eines von der zuständigen deutschen Beh'irde ausgestellten deutschen Rd.episses mit Lichtbild. Ein besonderes! ranzösifches Visum ist nicht nwljr erforderlich. Für Reisen tn daS Saatgebiet gelten diese Bestim mungen nicht. In solchen Falten sind die deutschen Reisepä se mit zwei Licht­bildern und eht.-m besonderen Antrag wie bisft-r au das Hessisckie Ver^h.sÄommissariat in Tarrn» habt zu richien, welches die französische Einreise- gmebmigung enrneft. Für Personen, welche im besetzten Gebiet il-ren W'hnsitz haben, genügt zur Reise nach dem unbesetzten Gebiet der Besitz dec dort bereits ausgestellten roten JdentftätsLlrte^

Bcranstaltnnqen.

Montag. 7 Uljr. Sta t.Heater. Hamlet. Licht,psekhäuser wie Sonntag.

Berlin, 24. Jan. Auf seine Frage Borfitzenden bemerkte E c z b e che r: Ich kann unter Erd aussageu, daß ich in ijeiitcr ganzen eigen Tätigkeit mich niemals »ird) gesc1)üftlt.ct>? Vorteile irgendivelcher Act be üiuiien lieft. D:r Zeuge fügt aut ^üircgimg des R<cs:^anwalds A l s^ berg I.iiiu, daß in der Natlonatper.ammlung emt ganze Anzahl Abgeordneter sitze, txlchc XfcriTtter wirtschattlicher Verbände seien. Errnat traten Ver- treicr des FleijäLr^lverles an im hc.an, um ihm die Vertretung Ayrer 3nt-n|ieit im Parla­ment zu übertragen. Durch f.inc Ernennung zuni Staatssekretär war die Saclye erlogt. Alsberg bemerkte dagegen, es sei etrvas g^rz anderes, wenn Dietrich §>ühn als Vertreter b-i Landwirtschaft au [trete, oder wenn der Minister Eczberger fck' tz- als ^TtTCter des Viehlya:idc>.s woii.il er dock, wohl nichts zu tun habe, auftrete. Dr. Frieo - Jan ber hielt dies für rein arafcmifdy Er'.fttc- rmrgtn, die ngentlid? ins Plaidopcrgelwrx-n. Bo r- sitzender: Ich möchte auch nid» i^rn, d- l;t?r F-r gen gestellt werden, die zu riitcm spatev:n Fall gelyören. Aus ii :e F-rnge Ai »e gs, ob Erz- ber .er für zuläs ig haj:e, bat Witgicier de. Parlaments bei der Vertretung ytivaKr Inter­essen batei verschnZeigen, daß sic fxwsönlich be­teiligt sind, antwortet (S r i b e.r g * 1: E s kommt ganz aus den Fall an. Wena ei r A.^vr- tteter in ganz m nimalem beteiligt i , etwa mit iy2 oder 1 2Jro c.it, dmn halte ich es allerdings ni-.hck für nötig, difj er besor^d.rs mi teilt, daß er Le.ciligt ist. (Bcwvung tm Zu-

HSreri'onm.)

Aus die Frage Alsbergs, r»y es s'ch mi! dem Ankauf von HapagoSiien durch Erzberger verhaste, erklärt«- Ü.'ser: Ich gab ba ma.i nach der Verlängerung ie5 Wa feni.il!- tzemdes ÜL-'tt mich herfiel, w-il ig ang>b ich un­sere SxaibelSilotte den Feinden ai) ie ert?, ganz ofiijicll, nicht unter einem Deckvruen, sondern unter meinem vollen Xiamen der Deat.chcn Bank den Auftrag, für mich Lwp-^gaklen zu kaufen. Ich tat dies, nm darzudm, welche V.-rtrauen id> nach wie vor in den Wi«t)eraufbau int1 ixt 8-andels- flotte habe. Ich gab sogar meinen Ministerkal- Legen Gies'.-er ts denselben Rat. lnror ich F- «anzminiiier wurde, oerfauite ich tznftftche Sxi- pagattien und nahm dosür Prämienanleihe. Reckfts- anwalt Friedländer erklärt es ^rnz mtmö> , lieb, so zu produzieren, wie die ®cpetleite es tut Man stelle dein ytarnt, der in d.m btzten Jahren wohl mehr erlebte a!s alle, gcbizlih unertonrtelr Fragen, die er u-ter Ei) betrntnroim soll. Da­durch würbe die Möglichkeit von Widerspruch gi- schassen. Es niüß:en vvrl-cr schritjich.' Mitlei- lungen zu den Akten eingercidyt terixn. Sell- ferid) vernahm dagegen bc-n Zeugei Lcn'ing im Saale regelrecht. Delfferich pro»'je t erregt aufsvr mgend, dagegen Das sei Unhe r eit. Der Sorfipenbe tat bringend, doch krißtmöglich.e Ruhe zu bewahren.

Alsberg wies daraus hin, drü er das ge- - famte Beweismaterial ber Gegenseite Lristlichmit geteilt habe, während ber Gegner sch mit vän teil uno Füßen bagegen gesträubt hüte, die Be weiserhebung über das engste Maß tes ucsprüng lichen Strafantrages auszudehnen. 2es weiteren frug Alsberg, ob lErzberger itgenbni Fall be karmt sei, daß bei einer Gesellsck)ast an Aufsichts- mt statt Tantieme ein Fixum erhalten hätte. Erz­berger bemerkte, ein solcher Fall sei ihn im Augew Aick nicht in Erinnerung. Er habe ftn Fixum aus dem Grunde selbst angerert, da er an dem Gewinn des Unternehmens nicht beteiligt sein wollte. In englifdjen Gesellschaften H dies gang und gäbe. Helsferich bestritt dies. G folgte die Vernehmung des Direktors Rabes mm Thyssen- kanzern, der bk Stellung Erzbergers zm Konzern darstellt. Die Friedensresolution sei öte Ursache für dessen Austrftt aus dem Lufsichtsrat

gewesen. Hierauf wurde Fritz Thyssen als Zeuge vernommen, welck)er teftätigte,

daß Erzberger bei seinem Eintritt in den AufsichtSrat betonte, daß seine poktische Aus- fafiimg nach keiner Richtung hin be.infußt werden Dürfte. Bei ber festen Vergütung hätten feine Hin­tergedanken bestanden, so daß man brrt ^tm^e mcht al3 Bestechungsge d h.tte ans tzr können. Auch sei Erzberger nicht als Angestell.e. »er F^n.a zu betrachten gewesen. Bei der weitern Verneb- mtmg erklärte der Beuge Fritz Thyssei, daß sein Vater sich einige Zett mit dem Gedanken beschäftigt habe, Ansprüche auf die Briey-Grrben zu vtachen unb zwar lebiglich als Audeich für die Wegnahme der eigenen Gruben in der Nor­mandie. Im übrigen sei er der Ansicht, vaß Erz­berger wegen des Ausscheidens aus den Thyssen- Smizern seine Ansicht nicht geändert fnbe. Sein Vater sei auch nicht der Ansicht gewesen, daß Erz- berget nur mit Rücksicht auf materiell- Vorteile den Dosten angenommen habe. Die Vetbandlung wird aus Montag vertagt.

Aus Hessen.

Die Prodipzialtagswahlcn in StarkeHurg.

rm. Darmstadt, 25. Jan. Zu tat Prv- vmrialtagswahlen tu Starkenburg wird mitgeteilt daß im Gegensatz zu Rheinhessen, wo nur die Ver­einigten Parteien der U.S.P. gegenüberstchcn, sich ein heftiger Kampf erheben wird, bt nicht weniger wie 30 Wahslvorschläge eingeveicht sind, was sich daraus er Härt, daß die Parteien durch fast jeden ihrer Kneis-Wahloerbände Listen etnnidym ließen, die miteinander verbunden sind. Mau rech- net, daß auch bei schwacher Beteiligung et nm 2000 Stimmen zur Erlangung eines MandabS not­wendig sein wird.

2000 Mark entwendet hatte, verhaftet. Etwa 1800 Mark hatte sie bei der Festnahme noch im Besitz, die dem Eigentümer wieder zurück gegeben werden konnten. Zuletzt war sie üt Gießen bedienstet unb hatte sich am Freitag heimlich entfernt, nachdem sie die Herrschaft auch erheblich bestohlen batte.

♦♦ Ein Eingesandt vier Langs- dörfer Landwirte intGießener An­zeiger"", das zu einer Rede des Eisenbahn-^ Unterassistenten Stephan gelegentlich einer Versammlung im Cafs Leib Stellung nahm,, hat zu einer Privatklaae des Herrn Stevyan gegen die Einsender geführt. Anlaß der Klage war die Bezeichnung Herrn Stephans als eines fyrr Haupthetzer bei dem Eisenbahner-- streik'". Die Klage kam am Freitag vor dem Schöffengericht zur Verhandlung. Es kamen beide Parteien zu Wort, Ber^leichsvorschläge­scheiterten. Das Gericht trat in eine Zeugen­vernehmung nicht ein, sondern gab bekannt, jQjj morgen (Dienstag) seine. Entscheidung verkündet werde.

.** Eine Kundgebung gegen die Aus­lieferung deutscher Staatsangehöriger findet am Do.ilterstag be.t 29. Januar a ends 8v< UW in ber neuen Universitatsaua statt. Redner: $y.rr Professor Dr. Küntzel-Frank,u.t. NSlieces siehe Anzeigenteil.

""DieJngendgruppederDeutsch- nationalenVolkSparlei vrrn.ifa tet F.^v» tag beit 30. Janu-.r, 7.30 Ulw x e.tbd tm Saale des Hotels Utrlx>m einen Vater.ändischen Abend, an dem u. a. bis DramaScapa Flow" von R. Goering zur Aufführung gelaugt.

Landkreis Giehen.

O Grün berg, 24. Jan. In den hiesigen Nachbawrten sind im berflos enen Jahre eine An- zalst landwirtschaftlicher Bezugs - und Absatzgenossenschaften gegrün.et worden. So haben sich in den Dörfern Göbelnrod, Lehn- "bim, Liirdeitstrukh, Sai.sm, Sd.n^uod, S.vch- Hausen und Weickartshain solche Genossenschaften gebildet. Der Zweck ist gemeinfcha t icher Einkauf von Verbrauchs slosfen unb Geen.länbeit des la nb- wirtschaftlichen Betriebes, sowie gemeinschaftlicher Verkauf landwirt^ckta t.icher Er,eugnis.e. Es sind durchiveg Genossenichaften mit beschränkter Haf- Hing. Die Haftiummc betragt für jedes Mitg ied durchschnittlich L302J0 Mk. Zu ihren Veröfsent- lidntngen bedienen sie sich ber Zeitschrift für das Genossen!chastsweienTas Lassen and".

± Klein-Linden, 23 Jan. ^im abgelau­fenen Jahre sanden frier 30 E h e s ch l l e ß n n g e n statt, während diese Zahl in früheren Jahren nur 1315 betrug.

Kreis Schotten.

B. Kaul ft o s. 24. Jan. Die nen^egrünbete. Ortsgruppe bes hessischen Bauernbundes umfatzt 2/ Mitglieder unb bamit die muffen Land­wirte der Gemeinde. Eine Haussammlung zur Ecrichtmtg eines Ehrenzeichens für die ge­fallenen Kaulswser ergab den Betrag von 1900 Mk.

Kreis F i dberg.

rI Friedberg, 24. Jan. Die auf gestern atenb in das GasthausZnm deutschen S^auje"" einLerufene Ha u ptver lam mlung der Orts­gruppe ber Deutschen VolkSpartei erfreute sich eines felw leal-asten Beaches: die Leitung lag Li den Händen des 1. Vorsitzenden CefortJinfiTat Spieß. Aus dem Jahresbeririü konnte man ent­nehmen, daß infolge einer lrb>l>aften Agitation un» Werbetätigkeit eine grö^.t Anzahl neuer Milgli> bet der Ortsgruppe Lxigetivten finb; aber auch auf dem Lande I-at infolge dieser Tätigteft die Pattei festen Fuß gefaßt, n»-.s sich nicht nut durch Beitritt zahlreicher Eiuzelmi g ieder, so den ruch durch Grütlbung einer Anza. l selbständ.g-^r Otts- gruppen bemiribar macht. Dieser Eciolg i.l um,o Hölter anzuschlagen, als wsr hier im Mittelpunkte der bündlecischen Beivegung fiel,-en, die durch ihr Organ, die Neue Tageszeitung, natürlich einen sehr starken Einfluß auf die Landbevölkerung lat. Nach ber Rechmmgsavlage fand »roch die Ecgän- z ungs wa hl bes Vorstandes statt und Ivar man ber Ansiclft, daß infolge des Frauenstimm­rechtes auch tinge weibliche Mitglieder Sitz unb. Stimme im Vorstand Halen müßen. Es wurden deslialb Foau Prof. Kloos, Frl. Weiß, Frau Cor­des unb Frau Kommerzienrat Ferftsch in den Vor-, stand gewälftt. Der am 3. F^cuar in Darm» stabt statt!ürdenbe Parteitag wird durch < tne Aw» zalri Mi g-iexr (w?f mit werden. Nach B-em bigung des gefd)äftiidten Teiles Irivlt der Vvrfitzlmbe des hiesigen Finanzamtes Regieruugsrnt Hoos eüten Vortrag ü.»er die neue Steuerg s tzgebnug, der efnegn klaren und höchst interessanten Vit* stünt-iten Ue erblick über b e uns Iterocflel,extern neuen, versäriebeuattigen Steuettt gab und leb­haften Beifall aus.öiie. Der Vorjitzenbe schloß um V« 12 Uhr die Versammlung.

Starkenburg und Nhcinhesse«.

sw. Darmstadt, 24. Jan. Tic Stadt« oerorb netenoerfam in lung Lritril igte dem A> sfchuß für Leitesüoungen eine iLl/rftche Bn- Hilfe von 5000 Mk., die für Zwrk: Der dem 9CulM schusse migehörigen Sport- uns Turnvereine zu o-erwenden ist. Zur Beschaffung von Beklei- dungs- unb Wäschestücken für die heimkcchr.mbcn, mittellosen Kttegsgesangenen wird aus städtisch« Mitteln ein weiterer Äftedit von 7000 Mk. be­willigt. Zur Deckung des Defizits des Stadt- krankcnhauses wetten die Berpsleguitgssätze erhöht. . Die Stadt beginnt in den nächsten Sattelt mtt dem Verkauf der Braunkohle aus ter GrultePrinz von Hessen"" zu folgenden Verkaufs- irte'fen: Al»gabepreis an die Zlvhlenchändler ab Grube 5 M7., an die Verbrauchte 6 Mk., Ber- lau.spreis durch die ÄWeifbdnb'er 9 Mk. pro Zentner. Durch Beschluß ber Stadtverordneten­versammlung wutte ber Mi l chverkaufS- preis ab 1. Februar auf 1,86 Mk. crbiM Tltrch daS Prärnftmsystem erchöhte sich die MUcb- ablieserung auf 400 Liter.

Hessen Nassau. Hochwasserjchavtu.

me. Frankfurt a. M., 23. Jan. Jetzt, nachdem sich daS Mainhochwasser so 8tem- lich verlaufen hat, zeigt sich erst, in roeldeum Maße ber Fluß an Feld unb Flur Schaden äu­ge richtet hat. Im Maingau farm man nrlria eine Ichadenzifser von 23 Millionen annehmen. Große Strecken angesäte Siedet sind vollkommen fienrichtet. Wiesen wurden aufgewühlt, so daß bie blanke Eiche nach oben kam. B sonterS hart mit* . genommen ist der zu Frankfurt gehörige Hof Goldstein. Auch die Ortschaften am Untermain, 1 wie Sckzvanheim, ZeilL.eim, Kelsterbach haben fdnueren Schaden erlitten. Eine Frankfurter Bau* ' firma beflogt allein den 9Cbtrieb von Grubenholz : im Werte von 250 000 Mk.

iVioline), Prvf. Tr. Henle (Klavier) unb Stu­diosus Pfeiffer (Violoncello) vermittelten als sachkundige Interpreten. Die den Darbietungen jeweils voranfg.-h-enden erläuternden Wvtte Geh. Rat Krüger mad^en den Abend besonders wett­voll. L. M.

** I m O be r hessischon Geschichts­verein wird morgr.it abend Professor Tr. S ka l- weit, ber Vertreter der Staatswiisensch.ift an der Landesunrversi ät, über ,^Lehven der Stamts-i wirtschaft Friedttck)s des Großen für die Praxis des Sozialismus"" sprechen und diese die Gegenwatt beherrschende Frage aus den besondteS lebrreichen. AnsckxntUlrgen ber ftidettzianischen Zeft geschichtlich bdeirdjten. Ter Vortrag ist öffentluh, auch Nicht- mitgllebet des 33ereins haben freien Zutrrtt. (S. Anzeige.)

** Ausdrusch von Getreide. Das Hessische Landesernährungsamt hat bestimmt, daß Besitzer befch!agn-ahmter, nich nicht ausgedroschen'r Brotgetceibevocräte verpflichtet finb, diese bis spä­testens zum 1. März 1923 auszudreichen. Zmvider- handlungen gegen § 1 werden nach 8 83, Ziffer 12 der Reichsgetreideordnung für die Ernte 1919 mit Gefängnis bis zu einem Iaht und mit Geldstrafe bis zu 50000 Mark ober mit einer dieser Strafen bestraft.

** Einbruchsdiebstahl. In der Nacht zum 24. b. Mts. wurde in La uns- bad) in einer Zi g a r ren fa br ik ein Ein» bruchsdiebstahl auSgeführt, wobei den Dieben für 5000 Mk. Rohtobak in die Hände fiel. Da die Spur nach Gießen führte, gelang es am nächsten Tage der hiesigen Polizei, die Täter in den Personen des Schuhmachers Ernst Gümbel, Musiker Philipp Kraft und Schuhmacher Heinrich Ar^t sestKunehmen. Bei Gümbel wurde ein Teil von dem Tabak vorgefunden, worauf bei ber Vernehmung nach längerem Leugnen die Drei die Tat eingestanden und zugaben, den Tabak für 1000 Mk. an einen in der Neustadt wohnen­den Tabak- und Ziaarrenhändler verkauft zu haben. Er wurde dort beschlagnahmt und dem Eigentümer wieder zurückgegeben. Vor 14 Tagen ist in derselben Fabrik schon einmal jin gleicher Diebstahl vorgekommen, den diese Personen offenbar auch begangen Haden.

** Schwindler. Am verflossenen Samstag wurden zwei Personen festgenom- men, die sich in dem hiesigen Durchgangs­lager als entwichene Kriegsgefangene aus- gaben und versucht hatten, sich in den Genuß der Entlassungsgebühren zu setzen. Ei,rer besaß dabei die Dreistigkeit, sich als sein in Gefangenschaft verstorbener Bruder auszu­geben und blieb hartnäckig dabei, ttotzdem chn seine Mutter auf dem Bilde wieder­erkannte.

** Gefaßte Diebin. Gestern wurde ein Dienstmädchen aus Lingelbach, das von verschiedenen Behörden wegen Ngentums- vergehen gesucht wird, als sie einem hiesigen in der Walltorstzraße wohnenden Schneider

A«r Srtaot «rrd Land.

Gießen, den 26. Jan. 1920 Da» Eintreffen der Lriegdgefangene« in Gießen.

L« Kommandantur des Durchgangslagers Gießen teilt mit: _ .

Jladf telegr. Mrtteilung deS Stabs der Gruppe Rhein hat bas Du.'ch.,angS(ager Gießen mit bem Eintreffen von fr an;. Heimkebrer-Transp^rten vov^russiÄtlich zu red?..en am 2 8. und 30. I a- n u a c sowie am 2. unb 4. Februar.

Der Oberbürgermeister Bit et bebet btc Einwohnersch-^ft, ihrer Freude ü~N:r vte lang­ersehnte Heirntehr durch Beflaggen der Häuser AuSiruck zu ge >et und bm H-i:ntehren- ben einen hcrz.ickien Empong zu bereib n.

Dacmstabt, 25. Jan. Tie ersten ^.'fan- genat, etwa 100 Mann kamen am Freitag nach- mittag auf bem Bahnhof Griesheim an. Die ftan- jösische Besatzung gestattete aber nicht, baß bie Leute, zu beaen Empfang sich schon za lreiche An- fvhöttge unb Fveunbe eingefunlen leiten, noch in >er Nacht ausg^ litten wurden. Sie mußten in der kalten Nacht noch in bem Zuge verbleiben unb wur- ben erst am Samstag früh gegn 9 Uhr unter Be­gleitung ber Schwarzen, bie bad ©eiten- gernebr aufgepslanzt hatten, um bas Dors Griesheim herum (!!!) in bas Ba­rackenlager gebracht, von wo aus sie nach 48ftün- bigem Aufenthalt in ihre H imat entlaf en werden können. Ueber bicse unb bie bisl-ettge Behänd!img flogen bie Leute sehr.

Aufforderung zur freiwilligen Abliefcrnng von Kartoffeln!

Tas Hessische LanbesernährungSamt ettäßt Dlgenben Auiruf:

Tie 93eriorgung des Landes mit Kattoffeln ist z. Z. ernstlich gefäljrbet. Twtz schärfster Er­fassung ber ab'ie'erungspftichtigen Men ei ist eine ausreichende Belieferung der Btterrfssollen nidxt tnöglid». In verschiedenen Städten des Landes bat sich bie Lage xbevart vett'chärft, daß länge.c Zeit hindurch Karftosseln nicht ober nur in ge ringen Mengen au5g?g?&e;i werden.men. Tie außerordentliche ftartolteihi<U>bl,eit hat das Lan­desernährungsamt veranlaßt, bie Verb auchec- ration im Einvernehmen mit den beteiligten Aus­schüssen von 7 Psund pro Kopf und Woche aus 5 Pfund l)ecabzusetzen.

Um über bie z. Z. herrschen den Ver­sorgungsschwierigkeiten Hinwegzu­kommen, richten wir an den mit Kar­toffeln versorgten Teil ber Bevölke­rung bie Aufforderung zu i.reiwil-