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I mti> VE dem Frankfurter Bildhauer Bäune-Elkan modelliert ist. Das Denkmal stellt eine trauernve

Frauengestall dar.

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für Rasenspiele 1900. Kommenden Sams- len und drei anderen Quellen aus dem na v - tag, nachmittags 3V3 Uhr, toirb unsere Hockey-,OAe SchwalheiNauherm-r SM abteilimg das erste Wettspiel in dieser Saison! gehören zu den erserchaltigsten, kohlensäuvere^

gen Einblick erhalten können. Abends findet die Siegerverkündigung, Konzert und Tanz statt, wozu nur Mitglieder Zutritt haben.

Hockeyabreilung des Bere ins

yoch^chttlnachrrehten.

Hl. Der Marburger ne u test amen t, lich. e Lehrstuhl. Wie wir hören, ist der durch den Weggang Pvof. Hei nrüllers nach Bonn er­ledigte Lehrstuhl für Neues Testament an der Universität Marburg dem o. Prvfeifior an der Universität Ze na Geh Kirchenrat D. Dr. Hein­rich Weinel angeboren morgen. Pros. Weinel, der aus Vvrhausen, Kr. Büdingen in Hessen, gebürtig ist, studierte in Gießen, sowie in Berlin bestand die beiden thsolog. Prüfungen, pvomo- viertc 1898 in Gießen zum Dr. phck und -um Lic. thevl. und erwirkte int Sommer 1899 seine Zulassung als Privatdo-ent in Berlin. 1900 kam Memel nach Bonn, wo ihm zugleich die Stelle des Znspekvrs des evangelisch--cheologischen Stiftes übertragen wurde. 1904 wurde er a v. Professor in Zena, wv er später -um Ordinarius befördert wurde. Zin Jahre 1911 ernannte ihn die Giestcner theobog. Fakultät zum GhrentVktor. Der Gelehrte ist Herausgeber derLebensfragen".

GerlchtrsaaU

rm. Darmstadt, 21. Sept. Für die am 27. ds. Mts. beginnendem Schwurgerichtsveihand. langen ist die Aburteilung nachstel^nder Fälle vorgesehen: Gegen Lwsth. und Ivh. Grämlich in Weiher im Ob. wegen Mord ihres Vaters. Zvh. Hock, Taglöhneriw Viernheim, to-gen Mach. Versuchs, Karl Fleckenstein von Weihersbrum wegen räuberischer Erpressung, Peter Schuh­macher von Mainz und Ernst Schnurmann von Stuttgart wegen Straßenraub, Job. Wer­ner von JügeSheim wegen Notzuch.vechuchs. Aw 6. Oktober gegen Wilh. Kretzer von Schaafheim und O. E. Krause von Bitterfeld wegen Raub' Mordes an der Frau Perschbacher in Schaafheim. Vorgesehen ist Wester noch biß Verhandlung g<ga Gg. Schmidtmer aus Darmstadt, der feinet Braut seinerzeit den Hals durchschnitten hatte.

A«r Stadt rrnd Land.

Gießen, den 23. sept. 1920.

Erleichterte Sch«ei»ehaltu«g,

In einem Rundschreiben des preußischen S oa swmmissors für VvMermchrung wird aus- gesühr': Die F-eigabe der MaiSernfuhr bietet zahl- reick-?" HaushÄ ungen nunmehr die lang entbehrte Möolickckeit, mit einem legrlen Mastfutter unter gleichzeitiger Verwendung der HauShaltabsälle Schweine für die Hausbalttmg heranzuziehen. Meüe Kreise der nich'landwirtschaftlichen Bevol- terimn, auch selche, loelcbe sich früher der Haltung von Sckweinm ferng'hrl en habn, erhal'en damit Gelegenheit, ihren Haushalt mit Schweinefleisch 7iz einer Zeit zu versorgen. rtr> die im freien Ver­kehr gehandelten Scknvernefleischbestände noch von befchränftem Umfang sein werden. Insbesondere bietet lick den Werkl^itungen der Weg, durch zu- sammenfassen'-e Beßellung von Mais und Abgabe an ibre Arb-i'er und Angestellten diesen den Be­zug von Mais und die Haltung von Schweinen für Haus'hal sschlachtzwecke zu ermöglichen und damit zur Hebimg der Versorgungslage ihrer Arbeiter und AngestÄltcn bcryitmgen.

Eine größere Sendung Schweine­mastfutter ist bei der stadtischm Futtrrmittrl- stelle erngetvofftm. Mzugschrine werden auf Zim­mer 13 des städtischen Lebcnsmittelamtes aus­gegeben.

Turnen, Spiel und Sport.

Turnvere in von 1846. Sein dies­jähriges Abturnen veranstaltet der Turnverein von 1846 am ko m wenden Sonntag in seiner von der Hand des Malers Holl mann neu hergerichteten Turnhalle bei Oswalds Garten. Zum ersten Male nach dem Kriege findet das Turnen in größerem Umfange statt. An dem W e t t u r n e n, das vormittags 8 Uhr beginnt, nehmen die aktiven Turner, Fechter, Zöglinge, Schüler sowie erstmals im Wettkampf, die Damenriege teil. Nachmittags 3 Uhr soll die Weihe der Gedächtnis- täfel für die gefallenen Turner des Vereins stattfinden. Ein großes Schauturnen aller Abteilungen schließt sich an. Nebenher findet Konzert statt. Zu diesen Veranstaltungen ist auch Nichtmitgliederir der Zutritt gestattet, damit auch sie von dem kräftigen Vorwättsstreben der deut­schen Turnsache in allen Zweigen der Leibesübun-

Der fertige uchen. Sihn Naturforscher in w Hauptsache jt Md Wahlen besch M Dr. M. $ Menschaftlichen kngel (®it6 «Ufn m-'dijinixj lehrten Pros, p Men I'md. W genannt. Hetifner der < Mr Geburtssiäti I?. mvattende ^loninN Sfif ein' Pj&t 5inc freit, s Irlich g«g derdeutsL Mvendige unb

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WSA btt Sw AS KfA'«, noÄ twB I MlenM Wjli Md Mer sein müssen. st dasAlsicM.ö bei Mutom!' schnnlild vvn L halten ihre Sali im Osten imhj qelsberg lagert. Wruld des rl in der Tiefe ble Freiheit dräng, gerissen nriirto bestimmter Mei vom Stmd bc von Mdnschlo einsluht. M üche Sprudel in fieibmbimg oben abfließen, mitrrihen kann del erschlossen, ÄMutz buti frei werdende nach einiger : ringstwert, ui ursprüngliche Redner fomrr die Kohlensör Sulhngebitta frrtunft [ei

derfchst über die Tagu ansmche des % Wefäeit toßm.

N. L. Wiesbaden, 18. Sept. Ter Nas­sauische Landverband ILandwlrtschiftS- kammer für den - Regierungsbezrrk Wiesbaden, Ver­ein nassauischer Land- und Forstwirte, Bezrrks- bauernschaft für Nassau und den Kreis Wetzlrc. Verband ländl. Genossenschaften Raisftiscnscher Or- ganisatton E. B. in Nassau, Frankfurt a. M., Verband der nassauischen landw. Gcnoisenschasten E. V. in Wiesbaden) befaßte sich m ferner letzten Sitzung vom 17. ds. Mts. eingehend mit dem Preisabbauproblem. Im Borderg und standen die Erörterungen über den Ko r t o f fe lpre is. Um der minderbemittelten Bevölkerung, insbesom»eoe den Kriegerwitwen, Kriegswaisen und Krtegs- beschädigten, den Bezug von Derbstkarpoffcln zu erleichtern, wurde beschlossen, die einzelnen Unterorganisattlvnen, insbesondere auch die Orts- unb Kreisbauernschaften anz-uweisen, »ü r die mrnderbemittelte Bevölkerung Herbstkartoffeln zu einem wesentlich billigeren Preise zur Verfügung zu stellen. *

up. Aus deut Ohmtal, 22. Sept. Die Kartoffelernte ist in vollem Gange und liefert ein gutes Ergebnis. Die Befürchtungen, die man wegen der langen Trockenheit gehegt, haben sich glücklicherweise nicht erfüllt. Durch die letzten Niederschläge fntb die Knollen entschieden voll­kommener geworden. Nur sind bei Spätsorten die Schalen noch sehr dünn. -

ra. Biedenkopf, 22. Sept. Aus der Mitte der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wurde dem Magistrat dringend ans Herz gelegt, dafür zu sorgen, daß der minderbemittelten Bevölkerung zu billigen Kartoffeln ver- holfen wird.

Magdeburg, 22. Sept. (WB, Ter Ober- pläsident stellte heute nach eingehenden Verhand­lungen mit den Vertretern der Bel-örden, der Kom munalverbände und der Beamten- und Ar- beiterschaft an die Reichsveaierung den Antrag, den Erzeugerhöchstpreis für Kartoffeln auf 20 Ml. sestzusetzen sowie eine sttenge und hol« Bestra­fung für Ucbertretung des Höchstpreises anzu- ordnen.

gegen die Rudergesellschast Wetzlar austvagen. Tas Spiel dürfte zugleich eine Probe _ für die Be­schaffenheit der Gießener Mmrnschaft sein, die in nächster Zeit gegen auswärtige Vereine, die im Hockeysport mit an erster Stelle stehen, wieEin­tracht" - Frankfutt, Ä. S. C. - Göttingen, S. C- Sachsenhausen, Kurhessen-Kassel, Hannover usw, hier spielen wird.

Fußball. Am nächsten Sonntag nehmen die Liga spie le um die Westdeutsche Meisterschaft ihren Fortgang. Der Verein für Bewegungs­spiele Gießen empfängt auf seinem Sportplatz Trieb die Ligaclf des R.-?SP.Germania", Mar­burg. Die Germanen haben zwar ihr erstes Ver-, bandsspiel gegen ihren Lokalrivalen hoch verloren, sind aber dennoch ein beachtenswerter Gegner, der schon öfters durch Ueberraschungsreftlltate alle Vor­aussetzungen zunichbe machte. V. f. B. muß für sei­nen befanntcn Mittelspieler Kappel!er mit Ersatz antreten, ba Kappeller vom Oberhessischen Bezirk bisqualiftziett wurde, wogegen der Spielausschuß des V. f. B. hnm Kreis Protest eingefogi hat. Trotz­dem dürfte V. f. B. einen Sieg unb damit zwei wertvolle Punkte erringen, wenn-die Marmschaft ihre zu weiche Spielweise in eine etwas Erfolge bringende ändert. Dem Treffen sieht man allgemein mit Spannung entgegen.

dafür, daß er in einer sehr intevessanten Vesalru-> Ausstellung in den oberen Räumen des Kurhaus das gesamte erhaltene Schriftwerk des grohe» Niederdeutschen den Fveurrdm der Geschichte M | gänglich gemacht hat. Mit besonderer Al' mcrksamkeit wurde dann ein Vortrag von 'M Dr. S te ue r kDarmstadt) verfolgt, der einer^ besten Kenner der Geologie unserer Que.len w Ter Redner sprach in äußerst anschaulichen Au> führungen, die auch weitere Kreise interessier nxrben, überDi e Bad-Nauheimer O ueI- len und d i e Geologie der Wetterau' und führte etwa folgendes aus: Die Nauheimo Svole ist schon zu aftgermanischen, römifchen urt' fränkischen Zeiten gewonnen morden, doch nicht au.* den heutigen Quellen, die sämtlich erst im von-' gen Jahrhundert erbohrt worden sind. Die Trml-: guellen liegen auf der westlickien Seite der Ufa un. * kommen aus jüngerem Tertiär, über unberdev^ nifäien Ablagerungen. Tie Sprudel sind tm mitte. 6 devonischen Kältst ein erbohrt, der an einer -öe-c wcrfung am Rande van Taunus und Wettevri abgesunken ist. Tas. Bad wurde 1835 ernähr Zu den Bädern liefern hauptsächlich die Sprud-i das Wasser, das scl-on unterirdisch aus dem steig6- rohr abgeleitet wird. Außer der So ole ist btr Kohlens äure besonders wirksam. Tazu komnu als dritter wichtiger Hei'fattor noch die n a t ü r« liche Wärme der Quellen. Nach ihwm G« halt werden die Bäder abgestuft in Sprudclstroni-- bäber, Sprudelbäder, Thermalsprudelb der uitv Thermalbäder, die in natürlicher Temperatur gegeben weichen, und deren H-erstellung im et?" jetuen besprochen wurde. Außer ihnen wcrdcm noch kohlensäurereiche Brunnenbäder aus ixn Trinkgucllen unter Erwärmen Bereitet. Wicht« sind ferner TrinkHiren aus den drei Trrnkqu^--

86. Versammlung deutscher Natursorscher und Aerzte. (19.25. September 1920 in Bad--Nauheim.)

II.

-4 Bad-Nauheim, 21. Sept.

Am heutigen zweiten Verhandlung^ tag sind w.iter zahlreiche Gäste aus Näh und Fern angekommen, besonders auch aus Oester­reich und der Schweiz, so daß die Besucherzahl die 2000 nun schon erheblich überschritten hat Heute begannen schon einzelne Fack>gruppen mit vorbereitenden Sitzungen im engeren wisfensckM- lichen Kreise, lieber 400 Vorträge sollen in diesenS>onbertaginigen der Abteilungen gehalten und disiutiert werden. Es f<nm natürlich unmög lich unsere Aufgabe sein, in unseren Berichten alle tiefe Referate, von denen viel für die Oeffent- lich-eit nicht das germgste Interesse haben, zu emühnen. Interessenten werden in ihrer Fach­presse ja das finden, was sie wünschen und ge- biauchen. Wir bringen die Verhandlungen nur insoweit, als sie durch befarmte Persönlichikitor in den Interessen kreis unserer üefer gerückt unh von allgemeiner Bedeutung firti).

Am heutigen Tage standen bei den Teünch- mem die großen gemeinsamen Beranstalrungu im Konzerthaufe noch im Vordergrund bd Interesses. Am Morgen hielt die natur­wissenschaftliche Hauptgruppe eint Sitzung mit dem BerhandlungsgegensiandDie neuen Forschungen über de n Bau der Moleküle und Atome". Die Profesforoi Tebye (Zürich), Frank (Berlin), Kossel (Mün- dxm) waren ttc Berickst.rstalter in diesen zum Teil streng wissensck-a t ichen und schwierig n Pro« blcmen. Aehnlicbe, für den ausgesprock-enen Fach mannn hocknnteressante Fragen wurden am Nach mittag von Prof. Dr. Reime (Leipzig) be­handelt, der über Kristalle sprach und seinen Vor­trag durch anschauliche Lichtbi.der erläuterte.

Um zu zeigen, daß die deutsck)en Naturforsche! und Aerzte nicht nur im GegenwariSleben mr ihrer wissenschaftlichen Arbeit verankert ftnb, son­dern daf. sie auch den historischen <3inn int jüngeren Geschlecht wach halten wollen, wurde die dritte allgemeine Versammlung am Nachmittag ein geleitet mit einem Li lstbildervvrtras aus der Geschichte der Medizin. (Mjeimrat Pwi Tr. Sudhoff 'sprach über Andreas Vesa- lius, der vor 400 Jahren nach kurzer Lehr-, tätigfkit in VLnedtg als Zeibarzt Karls V. tätig war und an der Schwelle der neuen Zeit mittoU die medizinische MenscMit aus fast IV-tausend jährigen Banden zu entfesseln. Er fami mit Re<b als der Begründer der mobenien Anatomie bezeich- net werden. Dem Referenten gebührt hoher Dnil

Die preisgeftaltung.

Das Ende der Karloffeltransportsperre in Hessen.

Berlin, 22. Sept. (Wolff.- Tre Rei'chs- kartoffelstelle erklärt, daß die >L pe r r e der Eisenbahner in Hessen über die ^artossel-- t r a n s P o r t e als beigelegt ^trachtet werden könne. Tas Eisenbahnbetnebsamt Mvrden teilt mit, daß dort keine KartofseltranSporte angehalten wurden.

Ein Appell an Sie nieoerhessischen Lanowirte.

Tie Deutschnationale Volkspartei in Nieder- hessen richtet an alle ihre Landwittschaft trei­benden Mitglieder die dringende Bitte, an^ftchts der schweren wirtschaftlichen Nöte unseres Volkes bei der Festsetzung der Lebensmittelpretse, ut erster Linie der Kartoffelpreise, die ausrelchende Versorgung der sicürtischm Bevölkerung durch wert- gehendes (Entgegenßornmen sicherzustellen. Wohl halten wir den Vorwurf des Wuchers, der heute vielfach in unbevechtigter Verallgemeinerung gegen die Landwirtschaft als solc^ erhoben ttnrb, für imhegrfctbet, da auch die Selb>ckl>sto^ be§ land-- wirtfchafllichen Betriebes gewaltig gewachsen sind. Wir hoffen jebodj, daß tvotzb^m die Landwirtt, die sich za unsever Partei bekennen, im Jntereise der wirtschaftlich Schwachen die Preise der land­wirtschaftlichen Erzeugnisse so niedrig tote irgend möglich stellen wn^en.

Wir glauben auch, durchaus im Sinne der in unseren Reihen stehenden Landtoirte zu handeln^ wenn wir es auf das schärfste mißbilligen, daß sich immer noch einzelne finden, die unter Außer­achtlassung der durch die lanbtoirtlchaftltchen Berufsvertretungen vorgenommenen Preisfest­setzungen für Kartoffeln und sonstige Sehend mittel Preise verlangen, die von weiten Krersen der der Verbraucher mit Recht als Wucher preise ange­sehen werden. Wer derartige bedauerltche Aus­wüchse bekämpft, dient dem Wohle des Vater­landes 'iinb handelt im Sinne, unserer Partei.

** Ter P rovinzialverband Ober- Hessen der Deutschen demokratischen Bartei hält Sonntag, den 26. September, vor- »ittags 10 Uhr, imAquarium", Walltorstr. o, eine Hauptversammlung ab. Siehe Anzeige.

** Festsaal Einhorn. Ab heute beginnt eine neue Spielfolge. U. a. wird das Ludwig Fuldasche LustspielTas Wunder llnd" aufgeführt Tie Vorstellung beschließt der Görlitzsche Schwank Sie hat etwas". Tie Vorstellung-n beginnen nm 8 Uhr 15 Minuten.

Landkreis Gießen.

D Grünberg, 21. Sept. Ein reges Leben zeigte sick< heute in den Nachmittags stunden aus der Alsfelder Straße. Mit Kind und Kegel, Frau und Mann, war man hier mit dem Pflücken des Obstes beschäftigt, das am Vormittag vcr- teigert worden war. Da das Obst reichlich voll hing und kein unberechttgtes Abpflücken des Obstes wie im bemrchbar'en Kreis,Alsfeld stattgefunden, kam jedermann auf seine Kosten. Die Preise waren mit Ausnahmen mäßig. Der Zentner kam wohl im Durchschritt auf 30 Mark.

-m. Hungen, 21. Sept. Gegenwärtig finden hier und in der Umgebung die Aepfelver-« teigerungen der Gemeinden und an den Kreisstraßen statt. Es ist dabei erstaunlich, welch abelhaft hohe Preise erzielt werden, ttotz der iberaus reichm Ernte, die uns dieses Jahr be­chert hat. Es besteht kein Zweifel darüber, daß der gezahlte Preis sehr häufig in gar fehlem Verhältnis zu dem Wert des ObsteS steht. Die Hauptschuld der unerhörten Preistreiberei ist zweifellos auf da? Konto der Händler zu setzen Ls gibt auch Einheimische, die über ihren Bedarf 'feigem und dann zentnerweise wieder zu Wucher­preisen verkaufen. Diesen müßte das Handwerk ganz besonders gründlich gelegt werden. Aber die privaten Steigerer verteuern sich natürlich auch elbst gegenseitig die Ware. ES mag ja vielleicht viele die Sorge, ihren Bedarf nicht zu bekommen, veranlassen, so hohe Summen für daS Obst aus­zuwerfen, jedoch muß die betrübende Tcttsache fest- gestellt werden, daß sehr häufig Neid und Miß­gunst die Ursachen des gegenfeitig so unvernünfti-' gen Hochschraubens der Obstpreise sind.

Kreis Büdingen.

ba. Büdingen, 21. Sept. Unter allseitiger Beteiligung fand am Mittwoch nachmittag in der Sdadtkrrche die Trauung der Prinzesra Hertha mit dem Prinzen Albert zu Schleswig-Hol stein- Glucksburg statt. Die Vereine unb Schulen hatten zur Spalierbildung auf dem Wege, den das Paar zur Kirche nahm, Aufftellung genommen. Im engen Familienkreise wurde im Oberhof die Hoch­zeit gefeiert, woran auch die amtierenden Geisb­licken, der S andesbeantte und Bürgermeister, so­wie der KaMmerdirek.vr teilnähmen. Mit dem Mvrgenzuge verließ das Neuvermählte Paar un- ere Stadt und damit die beliebte Prinzessin ihre alte Heimat.

Veranstaltungen.

Donnerstag: Oswaldsgarten, Vergnü­gungspark. Casö Leib, 8 Uhr, Konzert und Darstellung der Medick-Meidinger. Hotel Ein­horn, 81/f Uhr, Gastspiel BuMvakd. Licht­spieltheater tote gestern.

* Amtli che Person alna chrichten. Ernannt tourben am 14. Sept. 1920 der Notar mit dem Amtssitze in Groß-Umstadt Justizrat WUh. Salzer zum Notar mit dnn Amtssitze in Nieder-Olm mit Wirkung vorn 1. Oktober 1920 an als Nachfolger des Notars Bohn, der Rechtsaitwalt Siegmund L ö b in Seligenstadt zum Notar mit dem Amtssitze in Seligenstädt, der Rechtsanwalt Otto Hill in Hirschhorn zum Notar mit dem Amtssitze in Hirschhorn, der Rechtsanwalt Herm. Schollmayer in Groß-Gerau zum Notar mit dem Amtssitze in Groß-Gerau mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 an als Nachfolger des Notars Kleinschmidt daselbst. Heber tragen wurden am 18. Sept, dem Lehrer Ludwig Horn zu Elms- Hausen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Zwingenberg, Kreis Bensheim, und dem Lchrcr Albert M ö n n i g zu Staufenberg eine Lehrer­stelle an der Volksschule zu Grebenhain, Kreis Lauterbach.

L.U. Von der Landesunrversrtat. Der Tirefor her Universttä*r-Fvauen^inik, Pro­fessor Dr. von J a schke, bleibt unserer Univerfftät erhall! m: er hat den Ruf an die Wiener Universttät abgclehnt.

** Fahrraddiebstahl. Vorgestern wurde hier em Fahrrad entwendet, MarkeOpel", Fa­briknummer 384591, mit schwarzem Rahmenbau, gelben Felgnn, Freilauf und ohne Schutzbleche. Die 'SanFftanne ist an der Gabel durch ein Stück 4 cm langes Rohr verlängert. Die Vorderdecke hat zwei rote Ueberlagen. Die Hinterdecke ist neu.

** Handleiterwagen-Diebstähle. In letzter Zeit sind wi-derhllt in Großen Hand- letterroagen rm unbewach'en Augenblick an Ver­kaufsstellen oder Gärten entwendet worden. M§ Dieb tommt der Krankenwärter Wilhelm W-lller von Klein-Linden m Frage, der in Haft genommen wurde. Personen, die von Weller Handwagen ge- tanft ober zum Kauf angeboten wurden, werden gebeten, der Kriminalabteilung Nachricht zu geben.

** Verzinkte Kessel. Trotz wiederholter Warnungen an bieder Stelle, so schreibt uns das Chemische Untersuchungsamt, gibt es noch immer Leute, die zum Einkochen von Marmeladen, Mus usw. aus Unb'nntnis der damit verbuntonen Fol­gen verzink e Kessel benutzen. Wir motten daher nicht versäumen nochmals darauf aUfmerllam zu machen, daß Zink und seine Verbindungen giftig sind und sich leich' m den im Obste befindlichen Pflanzensäuren auftösen. Es dürfen daher Spei­sen und Getränke in zinkhalttgen Gefäßen weder zubereitet, noch aiifberoabrt werden, wenn nicht die Gefahr einer Zinkv-ergiftung eintreten soll.

** Freibank. Freitag. 24. Sevt., werden Von 13 Uhr die Nunrrnem 24012450 beliefert.

** Eine Ausstellung deS Obst- unb Gartenbauvereins findet am Sonntag, 26. Sevt., in der Turnhalle der Stadtknabenschule statt. Siehe Anzeigenteil.

** DieTrockenanlage des Elektrizitäts­werkes der Stadt Gießen teilt mit, daß am Frei­tag, 24. unb Samstag. 25. September wegen Uebe'-füllung Obst unb Gemüse zum Trocknen nicht angenommen wirb.

** Die Gewerbebank Gießen macht ihre Mitglieder rm Anzeigenteil unseres Mattes ba^xrut aufmerkmm. baß sie ihnen auf Grunb einer gesetzlichen Vergünstigung, ebenso wie für die Zu- wachssteuer auch für bas Reichsnotopfer IKriegsanleihe zu einem Vorzuyskurs zur Verfügung stellen kann, die zum Nennwert in Zah- Tima genommen wirb. Nähere Auskunft erteilt der Vorstand. Fällige Kupons werden nach Neuester Verfügung bei Abnahme von Kriegsan­leihe von her Sten erlasse nicht mehr angenommen. Es ist deshall» ratsam, Abschlagszahlungen vor dem 1. Oktober zu leistm Die Bank weift ferner barauf hin, baß sie Mitgliedern den einmaligen Fern sprechbeitrag zu mäßigem Zinsfuß vorschießt.

** D ie Mitgliederversammlung der Deutsch-nationalen Volkspartei im Poftkeller am 21. d. M. abends, in der besonders die Fugend- giuppe stark vertreten war, brachte viele Anregun- tzen: u. a. wurde der Parteitag, der am 9. und 10. Oktober in Darmstadt stattfinden soll, unb die Presseftage besprochen. Den größten Teil des Abends füllte ein Vortrag über den politischen Frauen kursus in Salzuflen, der vom 6. bis 11. September über 160 Teilnehmerinnen in dem freundlichen Städtchen vereinigt hatte. Hervor­ragende Gelehrte, wie Prof Diedrich Schäfer, Pro­fessor Brimstädt aus (Mangen und Abgeordnete, Pfarrer Ritter, Lembach und Paula Mueller hiel­ten den Kursus ab. Ten Schluß bildete eine Feier am Hermv.nndenkmal im Teutoburger Walde.

* Li chts pielhaus, BcAnhosstraße. Ter weiße Pfau. Ein sehn'üchtig wildes Lieb, nennt sich ein Film, bet augenblicklich im Lichtspielhaus ge­geben wird. Die Handlung ist spannend. Darstel­lung und Regie sind erftfiaffig. Nichts wirkt er­künstelt. Die befaimte Sängerin Grit Hegesa und Hans Mierendorf verkörpern die .Hauptpersonen deS Stückes. Wohltuend berührt die sparsame Verwen­dung der Filmtttcl, die auch b't dem vorzüglichen Spiel entbehrt werden können. Der Besuch des Films wird für jedermann lohnend sein.

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Kreis Schotten.

X Sellnrod, 22. Sept. Die Wo hnhäu­ser, die durch die Kriegszett ein unansehnliches Aeußeve bekamen, da keine Handwerker aufzu­treiben waren, eichal'en jetzt vielfach einen neuen Aufputz. Dadurch bekommen die Hofreiten ein freundlicheres Aussehm.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 22. Sept. Die Stadtver­ordnetenversammlung gab einstimmig ihre Zustimmung zur Anfertigung einer Neu­auflage städtischeu Notgeldes in Höhe von 50 000 Mk. Tie Herstettungs- unb Stempel- kdsten betragen 15 600 Mk. Tv die Schulver­waltung den Antrag gestellt hat, die Räume ber Volksküche zum 1. Oktober freizugeben, da sie von der Schule benötigt werden, so haben die Stadtverorbneteu vorläufig beschlossen, die Volks­küche zu schließen.

ra. Kinzenbach, 22. Sept. Auf dem hie­sigen neu gegründeten Eisenwerk kam am vorigen Freitag bi: Wünschelrute mit gutem Erfolge zur Anwendung. Ter -Betrieb erfordert eine reichliche Wasserverwrgung> die bis jetzt noch unserem Torfe fehlt. Da an zwei Stellen Wasser­adern feflgcftellt wurden, sollen fofort Bohrungen vor genommen werden.

Hessen-Nassau

Neue Steuern.

fb. Frankfurt a M., 22. Sept. Amtlichen Mitteilungen tzufvlge muß in Zudttrst oluch der in den Wirtschaften zum Ausschank kommende süße O b ft m o ft (süße Apfelwein) nach den Sätzen der Weinsteuer mrt versteuert werden. Ebnso. unterliegt der Rauscher der Weinsteuer. Nirr weim das Süße" unmittelbar von der Kelter ans zum Aus­schank kommt, bleibt er steuerfrei.

fb. Fulba, 22. Sept. Infolge ber Besol- dungsordnung für die städttsch.n Angestellten unb Arbiter erhöht sich der Fehlbetrag des stäbttichen Haushaltsplans auf 950 000 Mk. Der Aui fall soll durch Einführung einer Klavier st euer, Dienstbotensteuer, Wohnluxus-steuer unb ähnlich schöne Dinge ausgeglichen werden.

Ortskrankenkassentagung.

fb. Frankfurt a. M., 22. Sept. Im Stei- nenten Haus hielten die An-7ehörigen ber Sozial­versicherung aller größeren OrtskranSe'ikas'eir von HessenundHessen-Nassau gemeinsam mit den Berufsgenosfenschastsangestellren eine Tagung ab. In der Konferenz nmrbe miigetei't, daß die An­gestellten mit dem Krankenkassenverband der Pro­vinz Hessen-Nassau über die Besoldungsftage einen Tarif abgeschlossen haben. Ein Antrag, ter die Be- amtenbesoldungsordwlng für die Krankenkassenan­gestellten abbehnt und sich völlig auf den Boden des Abschlusses freier Tarifverttäge stellt, fand An­nahme. Auch ein Antrag Mainz auf sofortige Vor­nahme ton Neuwahlen der Versi-ck).rungsiräger zu den Krankenkassen, Versichemngs- und Oberver­sicherungsämtern fand die Billigung der Konferenz.

Ein neuer Lantz rat.

fb. Höch st a. M., 22. Sept. Wie das Frank­furterVolksrecht" meldet, ist der Stadtverordnete Zimmermann (Mehrheitssvziallst, Irankftrrt am Main), zum Landrat von Höchst anÄrsehen.

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mc. Frankfurt a. M., 22. Sept. Die Maffenabliefernng geht in Franlf.>rt recht flott von statten. Es sind schon beträchtliche Men­gen abgeliefert worden, na'ürlickt meist Militär­gewehre und Revolver. Doch '(jaben auch einige Leute audi schon Teile von Oseschü'^en unb Minen­werfern gebracht. Da nick',, gefragt wiro, woher die Sackten stammen, ist ber Zulauf sehr stark. Die Massen werden sofort an Ort und Stelle nn- bvauchbar gemacht.

mc. Frankfurt a. M., 22. S'pt. In der nächsten Woche wird in der Taunus-Anlage ein I Ten final zur Erinnerung an die Kviegsnst ' enthüllt, daä von Frankfurter Bürgern gestifvet