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schlagen zu sein. Aber es kann noch schlimmer

kommen, unZ) man mutz auf der Hut sein.

Hierauf raurbe als em»

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fe'tgestcllt.

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brcvokateuren". Somit scheint das erste Ge- wtri,Äaftsmrm.fter zu bcauftragm, aui der rum

b? klagen, wenn sich jetzt eine grob" Abwe­ge gen Großbritannien in Asien auÄr-nten

niclrt gung rtnrb.

nr. 221

Dec -lehrner Lnzriger

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emltniibtncn Nu n bttinträtbtw < , Evanotrasl. R» durch t'tnt »uv t tauxt» Slaltoropiir» lentUtbt Sur Ä /<- n.

brrch die Organe der Arbeiterschaft", das väre ja bereits die terroristische Herrschaft des Proletariats. Daß es dahin kommen soll, Äglichst bald und gründlich, das zeigt der ktzle Punkt des kommunistischen Aufrufs: Schaffung politischer Arbeiterräte! Also die vvwjetbildung, der Kampf gegen das Parla- ?ttnt und gegen die demokratische Staatsver- toffung.

Trotz aller politischen Sorgen, mit denen nieder winterlichenSaison" entgegen gehen, Dirkt es doch beruhigend, daß die Radikalen "Nit chrer neuen Bewegung auf den geschlosse- ^en Widerstand der beiden anderen sozialiftt- wtn Parteien stoßen. Die Unabhängigen und Ivar auch für die Freilassung der Weißenseer Missetäter, aber ihre Parteileitung erklärte ausdrücklich,daß heute nock) nicht der Tag ^kommen ist, nm diese Forderung durch eine ^waltiae Massenaktion zu erkämpfen". Und :.^Mebrheitssonaldemokratie warnt ernst- M vor denkommunistischen Spitzeln und

des Kzftnnetts

Ein wir fch"f spo i i'cher KeLin-tts^at.

Berlin, 22. Sept. (Wolff.) Nack, einer Meldung derVoss. Ztg." bildete sich ein wirtschaftspolitischer Kabinetts­rat, dem der Wirtschaftsminister, der

Ein Bruch zwischen England und Rußland?

Moskau, 18. Sept. (Funkspruch.) 21 o n b George hat die vckiischen Verba'd^imgen mit Rußland abgebrochen. ES dar, si^ diher

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verabschiedeten Steuergesetze

Finanzminister, der Schatzminister, der Ar- beitsminister, der Verkehrsminister und bei Ernährungsminister angehöven. Das Blatt meldet, daß dieses WirlschaftSkabinett gestern seine erst» Sitzung abhielt.

Tie Bcsatzungstosten im Rheinland.

Ra riS, 22. Sept. (Wolf,) Aus eine Anträge des Senators Faurmcnt nach der tzöl>e der Be- satzungskoften im Rheinland und der Don Teutsch'and dafür geElen Entsä>Ldiguug antivortctt der Finanzminister, daß die BesatzungS- toften bis Ende März 1920 1,8 Milliarden Franks betrugen und daß von Deutschland bis zum 31. Jul» d. I. 1 388 047 285 Mk g jablt wvrdeu seien, was einer Summe von 402 800 530 Franks ent|paed>?.

Die vocabstimimmg in $rantrcl(f).

Paris, 22. Sept. (Wolff., In der hcuttgen Vorabstimmung entfielen von 813 abgege­benen Stimmen aut Ministerpräsident Mil­ler and 528, aut den ScnatSpräsiden'en Leon Bourgeois 113 und au, den Kammerpräsiden­ten Peret 157 Stimmen. Die übrigen Stimmen nxiren zersplittert btto. es nMrv.n weiße Zettel abgegeben worden. Damit ist Millerand ils alleiniger Kandidat für die Präsident- sck>aftSwal)l ausgestellt.

Millerand alleiniger Kandidat.

Paris, 23. Sept. rWTD.) Havas berichtet: yftlch Schluß der Vollsitzung empfing Millcrand seine M inister-.'llegen sowie ytffl reiche Senatoren, um ihre Glückwünsche en g-^enzunedmen. Später versammelten sich die Mitglieder der Kam­mer im Senolsgebäude. Rach! deniEchotdc Paris" neigte man in spater Abendstunde mehr der Bil­dung eine§ vollkommen neuen Ka­bine t t s zu, in dem nur einige der gegenwärtigen Minister verbleiben sollen unb an dessen Spitze Briand stehm würde. Das Blatt setzt aber lnnzu, t- jede Voraussage in dieser Hinsicht unmög- lich sei.

wütiger Wille daß die von

Abbau der bisher genehmigten Stellen, erneute Rachprüfung des Bedarfs in den ein-einen Ressorts unter Anwendung besonderer Kommis'äre oder sachverständiger Bnuftmfter des Finanzministe­riums, schöner und besÄeunigter Abbau der be­stehenden Kriegsvrganisationen, insbesondere der Kriegsgesellschaften und Kriegs stellen unter Mit­wirkung und Mitkontvolle des R.ichriinanzmuu- steriums, schleunig.' Abwicklung der Kriegsfonds und Abbau der noch bestchenden Ste len des alten Heeres. Tas ReichssinanzMinisterium roirb bar> über beim Zuiammmtritt des Reichstages so,ort eine Denkschrift vorlegen: Zusammen egung aller Organisationen, welch' gleichen Zwecken dienen: ein beionbrrer Kommis'ar vom Reichs inanzmrrn- sterium wird alsbald bi? Zusamm n.egungsarbei- ten einleiten. Tas Reichskabinert ist der Auf­fassung, daß die Beserrifung des Fehlbetra­ges von 16 Milliarden bi der Eiien- b a h n imd 2 Mil! iarden bei der Post mit allen Kräften angestrebt werden muß. lieber die notwendigen und b refts in Angriff ge?-ommeneu Maßnah" en machte der R-'ichsve te r?mrr.i V" cm- gehende Mrtt'ckmig-n Sch ießlich trat daso'.ve-t in eine Erörterung der S o , i ai sie r un g s- fragen ein imb b sch ein'.i nmig, den Rcrchs-

Drr Weißenseer Knmmunistenprozeß.

Berlin, 22. Sept. (WB? Im Weihen» feer Kommunistenprozeß wurden die Ab­lehnungsantrage der Verteidigung als ilnbegrün- dct erklärt. Tic abermals vom Verteidiger be­antragte Prüfung, ob das Gericht zuständig sei, lehnte das Gericht ab, ebenso einen Antrag des Staatsanwalts aus Ausschluß der Oeffent.ichkeit. Tic Vernehmung der Angeklagten zu ihren per­sönlichen Verhältnissen ergab, daß der ziveftc und dritte Angeklagte Hilssschu en besuchten. T-or zweite Angeck.agtc Bann gerade feinen Raman schreiben, der dritte muh statt der Namensunterschrist drei Kreuze machen.

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letzte Hoffnung ig nfl, i*t der toriie-

Genchtlicher Nachspiel zur Entfernung Perzahne von der französischen votschast.

Berlin, 22. Sept. (Wolff.) Vor der Straf­kammer deS Landgerichts I wurde heute gegen den 2ljährigen Rohrleger Paul Krzeminski verhandelt, welcher am 14. Juli die französische Fahne vom Dach der französischen Bot­schaft auf dem Pariser Platz entfernte. Der Angeklagte sagte aus, er hätte sich über daS außerordentlichheraussordernde Be­ll e h m e n französischer Offiziere und Zivilisten erregt, die mit ihren Damen vom Balkon der Botschaft aus der auf dem Platz angcsammelben Menge höhnische Bemer­kungen zuriefcn. In der Menge fei rine sehr erregte Stimmung entstanden. Er beftreit, daß er für die Tat Geld erhalten habe ober angeftiftet worden sei. Mehrere Zeugen sagen ähnlich auS. Der Staatsanwalt beantragte neun Monate Ge­fängnis. Das Urteil lautete auf 500 Mark Geldstrafe. Der Angeklagte Hot, wie die Ur­teilsbegründung ausführt, nicht aus eigennützigen Motiven gehandelt, auch nicht, um das Deutsche Reich in politische V-wlegenheften zu bringen, sondern in höchster Erregung. Das Publikum sei durch das Verhalten der Franzosen fahr gereizt worden.

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Ddsseluujl §ii-und S-sodi -

finanziellen Lag? und die We.terdehrublung der W.rtschaft^fracvn erwlgt im Wi.tscha t ausschuß les Reich^kabimetts, der Freitag die programma­tisch? Beratung forts.'tzcn wirb. Tie ober- schlesische Frag? hat bas Rcichskabinett heute nicht beschäftigt. Die Angabm eines MittagS- b'.attes, die von einem neuen, vom Reichsminisrer Dr. Simons auSgeacbcit ten Plane für Ober- schlesien wissen wollen, finb.lig unzutresferrd.

Rcich-minister Dr. Wirth über die Finanzlage.

Berlin, 22. Sept. (WTB) In der heutigen Sitzung deS R-ichskabinetts führte Reichsfinanz' mintfter Dr Wirth aus:

Im Jahve 1919 stellte die Reichöfinanzver- waltung einen Haushalt auf, der den.ordentlicl)en Einnahmen und Ausgaben nach ein Soll in Höhe von 16,8 Milliarden hatte, ferner außer­ordentliche Einnahmen und Ausgaben hi Höhe von 47,2 Milliarden, somit gesamte Einnahmen und Ausgaben mit 63 Mickiarven. Der Vorarischlag für 1920 sieht, wie er jetzt dem Reichstag zirgeht, Em- nahmen imb Ausgaben in Höhe von 398 Milliarden vor, wobei allerdin-gs zu berück­sichtigen ist, daß diefenigen Reich.e-nnahmen aus Steuergesetzen, von denen ein Tcii den Ländern und Gemeinden zufällt, mit dem vollen Aufkom­men in der Einnahme und mit dem an die Länder und Gemeinden abzufühvenden Bet-agc von 9,4 Milliarden Mark m der Ausgabe nach)eiviesen sind, so daß nach Abzug dieser Summe die eigent­lichen Ausgaben des Reiches sich in dem ordentlich n Etat auf 300f 4 Milliarden belaufen. Der mi her ordentliche E at sieht Aus­gaben in Höhe von 39,7 Milliarden Mark und Ennahmen von 2 Mi färben vor. hat also ei ten Frhlb trag von 37 Milliarden. In diesen Zahlen sind die reichseigenen Betriebe, Eistnbahn und Post, nicht mit cn'haltm., für sie wird vielmehr ein be­sonderer Haushalt ausgestellt, bei dem jetzt für die Reick>seisenbahnrerwal1ung ein Fehlbettai von über 16 Milliarden, bei der Post ein Fehlbetrag von über 2 Milliarden seststeht.

Bei den Ausgaben sind int außerordentlichen Hauslxckt allein Aufwendungen aus Anlaß der Turchführung deS Friedensvertrages und seiner Vorvertriige für das Rechnungsjahr 1920 mit 25 Milliarden vorgesehen. Dazu kommen noch die ftnanzbetlen Anforderungen an das Reich für Entschädigungen an Reichsangehörige aus Anlaß dos Friedensvertrages, welche geschätzt werden auf 17 Milliarden für die Abtretung der deutsch?n Handelsflotte, auf 90 Milliarden für dir Liqui­dation deutschen Eigentums im Auslände, auf 10,5 Milliarden für die Ablieferung von Kriegs- gerät usw., auf 13,5 Milliarden nach dem Kriegs schädengesetz vom 3. Juli 1916, sowie nach den in Dorbereftungobeftnblichen Kriegsschäbengesetzcn für Sckvden int Ausland, in ben ehemaligen deut­schen Schutzgebieten usto. Die Gesamtsordermm für Entschädtgungen an Reichsangehörige infolge des Krieges beläuft sich demnach auf 131 Mil­liarden, wobei das in ben letzten Wochen erfolgte Sinken des Marpvertes noch nicht berücksichtigt ist

Rich! eutballen sind in diesen Zatz.en cri Sum­men, die das Reich für Lie ferungen und Leistungett zti vergüten hat, die als Wicoerautmachung im Sinne des Friedensvertragfs an bie einzelnen Ententestaaten bewirkt wuften und wefter brivirtt werden und deren Gesamihöhe iid) überhaupt noch nickst absehen läßt. Es ist deshalb nickst zu ver­wundern, daß die schwebende Sckwld d?s Reiches gewal ig in die Höhe geht unb daß ihr Amvackste?; und die damit verbundene Papierflut lawirenhart ber-rivstnet werden nuifj Die schwebende Schuld be-?> Reiches ist im Jahve 1920, und zwar bis zum 18. September um 47,5 Milliarden getoadri n Die Gefam sckiuld beträgt 242,7 Mi'liarden.

Diese Zahlen rechtfertigen wohl das Urteil, daß unsere Finanzlage mehr als ernst bezeichnet werden muß. Man darf sich deshalb nicht verwundern, daß der Reichssinanzmimf^r der Erlediguna der Besoldungsordnung, die neue große dauernde Lasten bringt, mit der aller­größten Besorgnis entgegensieht, vor allem dann, wenn festzustellen ist, daß allein die Rrichsrisen- b ahn Verwaltung einen Zuschuß von über 16 Mill liarben in diesem Jahre erfordert. Tas Besol­dungsgesetz Dom 30. April 1920 erfordert an Grundgehältern, Lrtszuschlagen unb Teuerungs­zuschlägen fnach Turchschnittssätzen bereckM-.-t jähr lick, 9,9 Milliarden. Tie Mehrkosten einschließlich dessen, was die Nationalversammlung noch zu­gefügt bat in Höhe von rund 2 Milliarden, be­tragen 7,8 Milliarden gegenüber der früheren Besoldung. Ter jetzt zur Entscheidung stehende So genannte Referenten vor schlag, der übrigens im Benehmen mit allen Ressorts und den Bcarnten- organifationen zustande kam, erforbert eine Mehr- aufwendung von 824 Millionen gegenüber dem Geriet» vorn 30. April. Die jetzt noch geäu^rten Dünsche be£ Beamten würden noch der Berech­nung des Reichsfinanzministeriums eine weitere Mehrfvrderung tx>n wiederum 863 Millionen rund bedeuten, wobei diesen Wünschm gegenüber noch in Betracht kommt, daß Tie auch in den Ländern und Gemrinden wiederum zu neuen Forderungen führen müssen ujtb ebenso Rückwirkung auf bie Tarifverträge der Angestellten sowie der Reim­und Staatsarbeiter äußern würden.

durchgeführt werden. Keinerlei AbsckstväckMng der Steuergesetze ist beabsichtigt, ins^sondere gilt dies von dem R e i ch s n o t o p f e r. Ein Gesetzentwurf, der auf der Grundlage des Reichsnotopfers einen er» l-ebtichen Teil de-s Ergebnisses alsbald dem Reiche zuführen soll, wird mit Beschleunigung ent- gebracht werden. Das Reichsftnanzministerium wird bem Rrichstag sofort nach seinem Zusammentritt Rachveisc über den ge?enroärtigtn Stanb der Steuerveranlagung imb Erhebung geben. Die wei­teren Erörterungen über die prog-rammatischen Tarlegungen des Reichssinanzministers führten zur vollen Einmüttgkeit hi dem Beschluß, die Steslung tvs Reichsfincrnzministers im Reichskabnett zu stärk?n imb seinen Einfluß atf die Fmanzge» barung des Reiches zu erroeitem.. Dieser Beschuß wurde mit Rücksicht darauf gefaßt, daß eine im» bedingte Notwendigkeit besteht, zur Skrmeitwtg des Zufammenbinchs unserer Finanzen einen Still­stand und womöglich einen Abbau in Reichsausgaben herbeizuführen und alle Mittel zu ergreifen, um der weiteren Geldentwer­tung zu Begegnen.

Heber folgende Grundsätze wurde ebenfalls Einstimmigkeit herbeigefübrt: In den ordentlichen Etat 1921 sollen grundsätzlich keine neuen Aus­gaben eingestellt werden. Eine systemattsche Ein­schränkung der bisherigen Ausgaben ohne Unter­bindung des Ausbaues von werbenden Anlagen soll in allen Etats duvchzeführt w?rden. Neue Beamtenstellen sollen nicht geschaffen wer­den. Wefter wurden beschlos'en: größte Sparsam- leit auf persönlich m und sachlichem Gebiet bei schärfster Nachprüfung aller Ansätze, bei Kürzw.rg dirrch das Reichsfinanzministerinm, fortichrritender

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Ein srnnzösischkS Generalkonsulat in Stuttgart.

Stuttgart, 22. Sept ^Wolsf.) Wie wir hören, beabsichtigt die französische Regi-'rung zur Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Bezichimgen einen Generalkonsul in (Stuttgart zu bestellen. Nach Artikel 279 des Versailler Ver­trages bat die Reichstegierung (Auswärtiges Amt> demselben die Genebmiguna ohne tveiteres zu erteilen. Auch in anderen Städten Deutschlands z. B. Frankfurt a. M. und Karlsruhe, sind seit dem Friedensschluß ftanzösische Konsuln wieder bestellt worden. Vor dem Kriege war Frank­reich durch einen Kmrsul unb einen Vi^konsul in Stuttgart vertreten. Mit der Frage eines diplo­matischen Vertreters hat die Errichtung eines Kwn- strlates, das vielmehr lediglich der Pflege wirt- schasllicher Beziehungen zu dienen hat, nichts zu tun.

Entscheidungen in der U. S. P.

fd. Frankfurt a. M., 22. Sept. Im Streit um den Anschluß an die dritte Inter­nationale in Moskau und ihre Bedingungen entschieden sich die U. S. P. von Offenbach, Nied, Südhessen und U n t e r l a h n - kreis für den Anschluß, während sich die Organisationen von Wiesbaden, Biebrich, Rheingau, Rüsselsheim, Kreis Biedenkopf, Oberwesterwald sich dagegen erklärten.

Berlin, 23. Sept. Die Unabhängrgen in Halle, Erfurt, Magdeburg, Go­tha, Jena und Suhl erklärten sich für den Anschluß an die dritte Internationale.

veschlüsie der Reid)sfabinett$ in den Unanzftagen.

Berlin, 22. Sept. (WTB) Amckich. Heute njadjimittag fand unter d?m Vorsitz des Reick>spräfi- bemen eine Kabinettsitzung statt. Gcgcir- ficnb der Verhandlungen war die Finanzlage des Reiches. Die Beßeldungssvay.^ in der die Sckwieriglli.en der Finanzlage ii dr letzten Zeit besonders deutlich, zum Ausdruck tarnen, bildete nur einen politisch und materiell allerdings wichtigen Teil der Beratungen. Utter de Grundlagen der zu t>erofg?nbe i Fi.ianzpoli if er­gab sich eine emh^i lick'« Ausfa fung d s Kabinetts. Zur Au frech esth l ung des von dem gteid^fi::»"» nrniifter eingereich en Iiückrrittgesuckis big feine Vllnnlasfung mehr vor Ter ReichSfinanz- mrnister leitete die Beratu.n'en mit einer ein* gelfenden Darlegung der Reichsf^an-lage ein. Seine Aus'ührungen geben wir g>-sondert wieder. Im Anschluß an tiefe Ausführungen erörterte da- Kabinett zunächst ben Reseve rtmvorschlag für bie Befoldungsardnung. Die Beratimgen füchrtzm zu dem Beschluß, daß der Reseraftenvarschlag mit Bvrbeholi lleiner Wanderungen zur Grundlage des Gesetzentwurfes gemocht werden soll. Ueber die Notrven di gleit hc5 Erlasses eines Sperrge- setzcs, tniaf*. welches eine einheitliche Regelung der Deomtenbesolt-ung im Reich? und ben Ländern ge­sickert toerben soll, herrsche Einstimmigkeit. Die Vorlage wird dem Reichsrat und dem Reichstag alsbald zugehen. Der Reicksfinanznnin' er ent­wickelte tarauf in programmatischen Ausführun­gen eine Reihe von Forderungen, die er zum Zwecke der Gesundung der R ichsfinanzen als un-

Sonn. urb Feiertags.

Bejugsprrift Monatlich R cr!t 3.60 and Mb. - 65Tragerlohn, oietteljähi l:<j)*Diarh 10 80 unbmh.l.95TrägerIobn; durch bie Post viertel­jährlich Mark 12. ausschließlich Bestellgeld. Fern sprech-Anschlüsse: fHrdieSchristleitung 112; Verlag,^echöfisstelle 51. Anschrift für Drahtnach­richten: Snj ij«r ließen, poftsche-tonto.

SrasffMri a. M. 1168 >

Lin vorstoh der Kommunisten.

Unser Berliner Mitarbeiter schreibt uns:

Prompt mit der gesunkenen Valuta ihr derzeitiges Wiederansteigen ist wohl nur sehr vorübergehend stellen sich innerpolii- tische Unruhen ein. Nicht nur die Insassen des Berliner Obdachlosenasyls versuchen Umzüge, auch die politi»'che Organisation des linksradp- kalen Sozialismus meldet sich, um eine Stims- mung zu erzeugen, wie man sie vor den Spar­takistenkämpfen der früheren Winter erlebt hat. Just zu dem Tage, an dem vor dem außerordentlichen Gericht des Reichswchr- «rupvenkommandos I der Prozeß wegen der Weißenseer Unruhen vom August begann, jagte die kommunistische Partei Deutschlands, tie sich jetzt stolz Sektion der III. Internatio«» Aal« nennt, eine große Demonstration an. Ge- -lant ist im Geheimen die Befreiung der Wei- ßenseer Angeklagten. Aber das wird natürlich nicht vor allen Leuten gesagt. Der Aufruf znr Demonstration verlangt nur sofortige Freilas­sung aller revolutionären Kämpfer, Niedei^- schlagnng aller gegen sie anhängigen Verfah­ren, insbesondere sofortige Einstellung des Ausnahmeverfahrens gegen die Weißenseer Genossen. Der anspruchsvolle Aufruf, der die Arbeiter Groß-Berlins mir nichts dir nichts am Werktag um 11 Uhr vormittags in den Lustgarten berief um diese Zeit können doch nur Arbeitslose und herumlungernder Pöbel kommen, verlangt aber noch mehr, näm­lich die Aufhebung aller Kriegsge­richte. Darüber ließe sich reden, sobald die Herren Kommunisten durch ihre kriegerische Haltung nicht immer wieder Anlaß zur Ver­hängung von Belagerungszuständen geben. Aber soviel Einsicht in den Zusammenhang von Ursache nnd Wirkung besitzen sie nicht. Ein merkwürdiger Mangel an Gefühl für eigene Bloßstellung zeigt sich auch in der Fov- derungsofortiger Festnahme aller konter­revolutionären Verschwörer gegen die russi­sche Räterepublik und ihre Auslieferung an Rußland!" Erinnern sich die Leute, die solches wollen, an den umgekehrten Fall der kaiser­lichen Zeit? Welches Geschrei erhoben sie, wenn einem russischen revolutionären Stu­denten aus Gefälligkeit gegen die zarische Re­gierung Schwierigkeiten auf deutschem Boden bereitet wurden? Und jetzt sollen die russischen Gegenrevolutionäre der Rache der Moskauer Bolschewisten überliefert werden? Nun kann man sich vorstellen, wie es in einem kommu­nistischen Europa ausfehen wurde. Ein Staat müßte dem anderen internationale Rechtshilfe zur restlosen Durchführung des politischen »errors leihen. Ein AsylrÄt gäbe es nicht mehr.

Der einzige Punkt der Forderungen, den auch andere Parteien unterschreiben könnten, lautet:Freie Einreise für die gesamte russi­sche Gewerkschaftsdelegation einschließlich des Hilfspersonals!" Warum fort, man diese Mussen nicht herüberkommen lassen? Nachdem der unabhängige Sozialdemokrat Dittmann Gelegenheit hatte, russische Verhältnisse zu bel­ob achten. sollte russischen Sozialisten voller Einblick in deutsche Dinae gegeben weroen, schon damit sie erkennen, daß sich eines nicht für alle schickt, und daß der russische Kommu- rismus in Deutschland heller Wahnsinn fcärc. Aber diese Forderung ist auch der ein­ige vernünftige Gedanke des neuen Vorstoßes kt deutschen Kommunisten. Was sie sonst noch eit ihrem Rumoren wollen, ist nichts anderes >ls die Gier nach der politischen Macht. -Entwaffnung und Auslösung der Orgesch" follten sie der derzeitigen Regierung überlas- fen.Unterbindung jeder Herstellung und je- bes Transportes von Waffen und Kriegsmate- erial" würde -uns in die traurigsten Konflikts nit der Entente bringen.Bolle Kontrolle iber Erzeugung unb Verteilung aller indu- hicflen und landwirtschaftlichen Produkte

/on der Regienm? Währung verteilt, inser

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plänkel deS kommunistischen Feldzuges abge-l voriiegendm-Grundlage des Berichts der Soziali- ' ' ' ..... sieruugskomMillion urngebmb den Entwurf emeo

I Gesetzt über die Sozia iiitartig deä Bergbaues norju egen. Ti? Ucberpritzuitg der Ernäh.unas- polfttk deä Reiches im Zusammenhang mit der

_____ . 170. Jahrgang Donnerstag, 23. September 1920

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