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sei. Bebauerlicherweife iverden unsere gauzen^Em-

bie mcifien groben Vermögen über die (grenze ge

Steuerabzug an

gjinmentipy

Fortsetzung

(Nachdruck verboten.)

meine Wiesen legen

10 da

fragen eine Chaussee durch will. Meinst vielleicht?"

rei mit ne'vn S.euem.teseitige jede noch vor^anbcne dem Lande tets längere Arbeiten verbiete. Tw £)pfem l i,.e t. Zor..,r n. irerden neue Te.lava- tiiiiuitmieire.uS cn Beinteudoma en seien k«r ch-.- tionen 'verl-mgl,hateri o>er nicht me'-r viel Lett, i.-a fertigt, ia der Wein .als Genußmi.tcl zu '.etcach'en

Der Klostermüller.

Eine Erzälstung von Karl Neurath.

1. N ffmnnnö;,; -|unt pj.

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hältnis zwischen Staut und C

loren und damit das Pflichtgefühl gegenüber dem Staat. -- Seine Partei verlange im Reich wie im Lande grdSparsamkeit, demgegenüber erhebe er die grd hl en Bedenken gegen die Ber- wehrnitg der Bcamtenstellen. Eine Verein­fachung dei- Staatshaushalts sei absolut notwendig, eine Herab e .u'-lg der Minister- und Präsidenten­stellen sei, ähnlich wie in anderen Staaten, Baden usw., nicht zu umgehen. Gegenüber den Aus­führungen b&5 Aln. Kaul, der einen anderen Geist der Beamtenschaft verlange, frage er, welche Poliiik die Beamten denn eigentlich haben sollen; früher habe man bei Nickstbestcitigung von Bürger­meistern und Beigeordneten großen Spektakel ver­ursacht und heute werde von derselben sozialdcmo- kratisckkn Partei die freie Ansicht der Beamten-

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Es gilt nit dir. Fidele! Ter Bagage drüben gilts!" Und er winkte mit dem grauen

Die Sette sperrte den Mund auf und sah ihn bestürzt an. Erst nach geraumer Zeit fand sie die Sprache wieder.

Ia, was habt Ihr denn angestellt?"

Angestellt!" Der Müller brauste auf.Alte Gammel! Was soll ich denn angestellt haben! Ter Asfenschwanz da oben steckt nämlich dahinter. Ter bringt uns schließlich noch alle von Haus und Hof!"

Ach Jesus, Maria, Josef! Was nit alles auf der Welt vorgeht! Wo soll man denn da in seinen alten Tagen noch hin?"

Meinst vielleicht, ich gäb denen auch mir das geringste Schnippchen? All ihr Lebtag haben die Wehrmms hier g sessen, meinst du, ich weich? Noch nit, wenn sie mir jeden Backstein imi) jeden Leien mit Gold auhiri'gvn. So, jetzt weißt, warum ich räsoniert hab, jetzt gch und mach dich fertig; es wird Zeit zum Amt."

Er ließ die Sette stehen und stieg langsam die Treppe hinauf, um sich völlig anzukleiden.

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1 KrsanMlelN- Liter ja * Wer 5angn ! sowie Piston' QfKung.

dem Lande h-vh' Rücklagen machen. Tatirchlich haben'viele Reichisbäamte auf rem Lande lange nubt ;u hohe Gehiilier wie die Lehrer. Charak- tcrft.isch sei die Schaffung ton 4 00 neuen Be- am.en'wllen in Hessen. Man müsse demgegenüber entschieden für eine Vereinfachung Eintreten, ^ev jetzige Ministcrppaii^nt Ulrich solo4 habe schon seit 2J Jahren erklärt, daß ein Minister für Hessen genüge, er habe nun selbst Gelegenheit, int Interesse der Ersparnisse an dem Abrau mit­zuwirken, jedenfalls sei er ein Opfer der Ver­hältnisse geworden. Es gehe auch nicht an, daß jeder Minister und Pra;rvent und (Geheimrat dauernd Sprechstunten habe und dadurch in seiner Arbeit gestört werbe. Die Preisprüfung-sstellen eien wertlos, da mit der Aushebung der Zwangs- wirtschast sich der Preis von selbst regele. Die Zahl der Bildungsanstaltm in Hes.en könne auch verringert werden, da Hessen an der Spitze fast aller Bundesstaaten stehe. Verkehrt sei die Absicht, die Freiheit der Lehrmittel auf dem Lande einzu führen. Warnen möchte er vor den Bestrebung.n, allen Vocksschu.lehckrn akade­mische Bildung zu geben. Die Haupt,achn sei die pädagogische Anlage eines Lehrers, zudem die heutige Zeit nach jeder fRidytung zum Sparen dränge. Auch auf dem Gebiete der Volksge­sundheit mußten bedmtende Mehrausgaben vor- gese'lxm werden; besonders durch den Achtstunden­tag der Wärter, der für die Kranken sehr nach­teilig lvirke, wurden große Kosten verursacht. Zu verurteilen sei das Auftreten agitatorischer Heyer in den verschiedenen Anstalten. Große Kosten habe aud) die Arbeitslosenunter st ützung beansprucht, ohne daß produktive Arbeit gewistet wurde. Auf dem Gebiet der Boden­melioration und Bodenentwässerung könne wirklich

dem Wirtshaus kommt. Und schön räsoniert 'habt Ihr!" r .

Sette, mautenier dich! Wenn id) räsonier, dann hab ich meinen Grund dazu, auch ohne Wirts^rus. Oder meinst du vielleicht, ich soll mid) freuen, wenn die Lump nl-ande da drüben über meinen Kopf weg und ohne mich auch nur zu

flüchtigen Gebet an dem Grabe seiner Frau qufi durch feine Wiesen nach Hanse.

Ter Anblick der Gemeinderäte hatte von neuB seinen Grimm erregt und er ärgerte Jtd> aui über sich selbst, weil er schon mehrmals eine A» abgelehnt batte und sich dadurch selbst um feilt Einfluß gebracht hatte.

Mit dem Hut auf dem Kopf, aber in Hem> ärmeln saß er noch mitten in seiner Schlafstube, als die Sette hereintrat und ihm zuraunte, dav der Bürgermeister gekommen sei. Wehrum hxm den Hut auf das Bett, zog seine Weste glatt um> stieg langsam die Treppe herunter.

Seltener Besuch!"

Man hat sein Schaff mtd Jchr wohnt außer der Richtung." W

Tas ist das beste. Da bleib ich auch un=* gestört."

Er lud den Gast zum Sitzen ein und ntaw» sich in der Sofaecke breit, währmd die Sette einen Krug Wein und Gläser herbeibrachte. ,

Um die Sache kurz zu machen, Wehrum begann der Bürgermeister.Ihr wißt, warum tw komme?"

,^Ich? Bin ich allwissend? Nit im gering' sten!" . ,

Na, wegen dem Weg! Wir haben letzt w schlossen . .

LFort'.ctzung folgt.)

dts gj «ö? &hbe

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v. Dbti Soimtag :tii Öberlais fdt. A w alten ftirdv DtWtV.d) Utittoirlunc Herrn Kam beMkabr mtb der 3i Feier ein?. im Buche"! flott. Jlorfi enti KaW Lebmer Hütten bcgai Glaube l sühnge-i Td ienfaudtrol Sanbe-j ly?at?r mit. Ader a Obrrlais iwr würdigen Al da» von der Ith, das vor milgtfintgen ^armswöi Mntuiw de mtb die so n Md Land. W tarnet öthderich' lE> durch der sck' etansall- 3 diesem 3t i wilüitimis f Ä!tni W Dberlai! JMtt uni) 5

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^."fesrvo ktben i0|

Tas Frühstück ließ er unberührt. Seine Mühle! badjrte er. Tie war fern alles, mehr wie all die Viensd-en um ihn herum. Und er sollte sie im Stick- lassen? Er sollte zusehen, wie man das Haus niederriß. in dem schm Vater unb Vnters- vater geiöirft hatten und viele andere von feiner Familie vorher? Tas wäre gelacht!

Vom Dors herüber kamen mit dem Wind die Klänge der Kirck-englocken. Er stülpte den Hut auf und schob das abgegriffene Gesangbuch in die Rocktasche. Am liebsten wäre er da Henn geblie­ben, der Sinn stand ihm nicht danrach, sich unter die Leute zu misck-en, aber wer jvnßte, was sie dann wieder zu tuscheln hatten, w itu fein Platz leer blieb, feit iünfstg Jahren vielleicht zum ersten­mal leer b.ieb? Er stand und zauderte und wiegte unsMüssig den Kopf. Da klang die Stimme der Sette vom Flur herauf:

Es wird Zeit, Wehrum! Ihr müßt Euch eilen!"

Er hob das Kinn, stieg dann die Treppe hin­unter und ging mit starken Schritten durch die Wiesen dem Dorf zu. Mit funkelnden Augen unter den bnsckügcit Brauen trat er in die Kirche und ließ diese Miene tvährend des ganzen Gottes­dienstes nicht. Es Ivar ihm, als ob alle klugen auf ihm 'hafteten, und seine Erregung wuchs. Aber er meisterte sich und als der Pfarrer nach der Pre­digt in die Sakristei trat, verließ er lautlos, doch hoch aufgerichlet seinen Platz und eilte nach einem

fdjafft sind. Verfehlt nach jeder Rickstning ser der > nahmen durch bie Besoldirngsa.isgaben und ^eue- ~ ' der Quelle. Das persönliche Ver- rungSz-rckagen in Anspruch genommen; wayrml-d

Staat uitb Steuerzahler gehe ver- nun viele Beamten in der etoht mit tl;ren Ve­das Pflichtgeiühl gegenüber dem zügen kaum auS.'ommen, iÄnnen die L eh r.e r am Partei verlanae im Reich wie im dem Lande Tob' Rücklagen machen, TaNrchlich

Produktives geschaffen werden. Fehlerhaft fei die Absicht, bei der Abänderung der Bauordnung die mit gutem Erfolge bestehenden Kultur-Inspek- timen, statt sie o uszngestitten, unter die Tiefvau-- ämter zu stellen. Unbearbeitet sei auch noch das Gebiet der Unterhaltung und Bearbeitung der Wasserkräfte, damit der Mühlenbetrieb und die Mehlbeschaffung besser ausgestaltet werde. Auch in der Frage der Braunkohlenbeschasfung habe man noch vieles zu schaffen; durch die Ausbeutung der Wasserkraft kömre man viele Kohlen sparen. Erfreulich sei das Wachstum der landw. Winter- schnlen, doch müssen Mittel und Wege gefunden werden, nm die Lehrkräfte ausreichend zu ver>ven- ben. Die Landwirtschaft müsse für ihre Arbeit entsprechend entlohnt werden, der Landwirt ver­diene noch lange nicht soviel wie der industrielle Arbeiter.

Finanzminister Henrich beklagt mit dem Abg. Brauer das Verschwinden der SteuerhoT)eit des Landes und der (£emeinten, doch war es fcf?ver anders zu ervoichen. Eine Steuerkontvolle in den Gemeinden sei absolut notwendig. Die frühere Be­seitigung der ftcvatlichm Bermög-enssteue.' berechtige peirte dazu, daß man den Grund und Boden durch das Land befteiccre. Steuer von 125 Mk. für den fOturgen, entsprechend dem ErtvagÄvett, ent­spreche den Berchaltnissen und fei nicht zu hoch. Es entspreche nicht l>en Datachm, wenn be xinptet werde, daß die hesnsch? Bcsoldmiysordnung über die Leistungen des Reiche; fnn»ui5gd)e. Tie B« ck,wep.e über allju: arte Jmrnsmuckprckhme der Mini».er durck) DespreckMngen mit der Be­völkerung und dadurch ent.n^^ende Zeitv rsäumn ff-? sei ivohl berechtigt, las c sich aber nich: Ön ern, solange die Minister auch volitisck-e Adgearo-nete sind. Tie Furcht, daß die Kultnrinspek.ronen den Tiefbauiämiem untereilt wcr en, "hat kein m Grund. Wenn man Ausgaben habe, müsse man auch für jedeSteuereinn ahme sorgen, die möglich fei, und die Vesck)weckde über den Steuerabzug habe keine Berechtigung. Zweifellos müife für i-en Eingang mit all r Energie einge- treten werden, bedauerlich sei d r Aufbrauch der bisherigen Reserven, eine andere Einteilrmg sei aber nickit durchführbar. Trotz verschiedener Kritiken sei b &)er nicht nachgewicf-m, i> bic neu geschaffenen Beam ens'cllcn ü.erflüfsig seien, zudem drehe es sich hier nur um die An.ellung schon lange befchäf.igter Arbei sstäfte. Er ; ecke feit, daß bi^.'ycr Pein Beamter '.veg-en ferner poli­tischen Anschauung zur Entlassung gekommen sei. Tie Regierung müsse aber veilan^n, daß b'c Politik für die sie auch verantnwrttich sei, nicht bekämpft werde.

Abg. Kiel (zur Gesch-if sirdnung) beschwert sich darüber, daß er nicht früher zum Wort ge- liommen sei.

Schluß IV2 Uhr. Nächste Sitzung Freitag l/210 Uhr.

Berlin, 23. Juli. Tie weiblichen Ab­geordneten der Kammer rid;tcn in einer L rin glichen Bitte an die Regierung das Ersuchen, och bei der Reichsregierung sogleich dahin wir­ken zu wollen, b-afe baldigst alles inög.iche g.'schiieht, um die Nückbeföroerung der noch in (Sibirien ge­fangenen Deutschen vor der kalten Jährrszcit z» ermöglichen.

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Kops nach dem Dorfe hinüber, das nur mit seinem spitzen Kirchturm über die blühenden Obstbäume hiuwegsckxlute.

Plötzlich) wandte er sich heftig ab.

Was lag ihm an dem Ort! Er hatte sich nie viel Gedanken darüber gemacht, warum sollte er sich jetzt darum kümmern? Sein war die Mühle, sein blieb sie mit allem, was dazu gehörte. Da hatte ihm niemand dreinzuredcn. Daß er sich überhaupt Gedanken darüber machte. Es war zum Lachen! Die ganze Bande konnte ihm ge- ftohlenttve den mit Haut und Hxraren, vom Bürger­meister b.s zum ärmsten Hungerlcider.

Er straffte den Nacken und reckte die Schul­tern.

Sollte nur einer kommen! Wie tolle Hunde jagte er sie davon. Er stampfte auf den Boden, daß das Kratzeisen klirrte und fuchtelte mit ge­bauten Fäusten in der Luft umher. Fast hätte er die Sette an den Kopf getroffen, die ihn zum Frühstück rufen kam.

Na, Ihr sch'int ja wieder gut gelaunt zu fein! Kein Wunder auch wenn man so spät aus

schäft in dieser JBeife angegriffen. Die Beamten Ijaben voll ihr? Schuldigkeit g*tan und man könne nicht obre weiteres einen Gesinnungsumschwung verlangen. Er sei erstaunt, daß die von der Sozial­demokratie immer zugrsagte po.icksche Freiheit in dieser Form beschränkt werden solle, obwohl sie von dort immer im Munde geführt werde. Ter Redner wendet sich nun gegen die Durch­führung dcs Ackr undentag?s. denn es nnisse pro- du'live Arbeit gelei et werden, nur durch stark? fiabit.il: i cfje Pr.r uktian töime man wieder vor­wär s (ummeu. Tie Aushebung der Zwingswirt- sckirft, wie die Beseitigung der Kriegswirtschaften fei absolut notwendig. Erfreulich sei, daß. der Tem-an r tionFzug der 2000 Bau-rn. der jeden­falls mc'br imponiert hat, wie 5000 kv ntrvl- lierte Arbeiter den Erfolg Ixrtte, daß die fo^infbemoCrvtl J-dye Regierung alsbald die Kontrolle der Wiegnwi 'er aukhob.. Unter der Trostlosigkeit der Finai'ckae^ d?s Reiches haben befonber^ die Gemeind A Landes $111 D n. Tie reue 'Firnw?-- gesevgebung bedeute eine ©ntreditimg der Städte und Lau. gemeinden. Auch die wirtschaftliche Selb- fuan.igitii dcs Landes werde vom Reich bedroht und von den maßgebrnd?n Handelskammern und anderen KörperfdM.t.n werde Kiefe Absicht sckxcrf verurteilt. Tie wirtick-afttiche AnnÄ)-crung an Frankfurt und Msstru werde von vielen Bevöl- ferungyfrziien scharf bekämpft. Der babi'd)? Mi­ni erbräfiwnl habe sich ^uid) gegen die Zu arnrnen- sassung verschiel-emr SüpdeutsckZen Sta-tten, Würt­temberg, Hessen. Ba-'en usw. aars e-spvochen, mit Recht, denn die Berül-rnngsia'unkte sind nur gering. Auf die Wahlen übergehe-cd, stellt er die dabei für die rechte Seite erzielten Erfolge fest. In Hessen haben die Ergeb.risse der Wahl ansck>einend keine Spurerc bei der ^Regierung hinterlassen. Ge­genüber dem Einwurf, daß die Demokratie mora­lisch gesiegt habe, müsse er feststellen, daß die Demolratie bei den Reichswahlen von den Sozial­demokraten durck) die Deutsche Volkspartei befreit wurde. Die Ausführung der Staatsregierung, daß die seitherige Majorität nicht ersd)üttert sei, treffe nicht zu. Der Wahlausgang habe doch das große Mchtrauen der Bevölkerung gegen die da­malige Regierung zum Ausdruck gebracht. In einer Reihe von Staaten haben Neuwahlen stattgefun- ben und es sei nicht richtig, sich auf die Verfasfung, bie erst in 1921 eine Neuwahl feslfetze, zu berufen. Wenn man wolle, könne man sehr wM die Neu­wahl bornebmeu, man wolle aber nicht, weil man bie Macht nicht abgeben wolle. Es fei doch auch sehr fraglich, ob die Zentrums- > Wähler ' alle aus dem Boden der Repu­blik stehen. Auch unter den Demokraten F gebe cs viele Monarchisten. Fn dem Wahlkampf habe man die Frage der Monarchie aber nicht in » den Burdertirimd gestellt. Nur die Frage des Miß­trauens stand an erster Stelle,die tei Erfolg brockste Die Foleermig 'hätte man auch in Heften jidfe.r müsse i. Man müsse Ncwva-lm auch in H ssen ver­langen, damit bann die politischm Verhol ni'fe neu ge*-c-'clt werden, sonst Föiuie seine Einheitiich'stit im Reiche geschisfen werden. De 1 Glauben an die Zu- fünft Deutschl-'nds habe feine Partei schon seit 40 Jähren. Nickst der deutsche, sondern der e n g l i s ch e Imperialismus 'habe den Krieg hestvorgeru- fen. Ter fanatische Haß i»er Fra^zo en gern alles Deutsch?. auch b'i den d^' äugen en

yim 9lusdruck t m. habe da Weitere dazu b v getragen. Df- Expansi.'nslust u:v ^errsch u ist Eng- lau'-s unb Rußlands sprechen deutlich genug. Den Gck^panken d s Pazifismus und Völkerbwrds dürfe man nicht hock) kommen laften. Erfvnilich sei der Beiveis iFt rländiscber Oöe'inmmg in Ost- und Destpre ußcn, die mit Freuden ihr T-eutschtum zum Ausdruck gebracht 'haben.

Abg. Brann lH. Vp.f bespricht zunächst die Arbeitsfreudig feit der Bauernschaft, die in keiner Weise ge reif, h-rbe, un") 'rellt bann fest, daß der Hauptvermsckll g Iveseutlich vereinfach' wustte. Tie Holzerträgnisfe konnten nicht niedriger ges ellt wer-en, da die Preise in den Nackst-arslaaten so lMh geheckten wurden. Ter Ausfall in Hessen hacke auf andere Art wieder eingebracht werden können. Tie Wiedereinführung der Steu.-c <u Grund und Boden müsse vom Lande mit Energie bel-ämpf: wer en. Ter Acht- undentag auf dem Lande sei ein wirtschaftlicher Un inn, und fei es b^auerlich, daß m-an auch den Hand^werkern aa

denplatz, an die B.-zirVe 1, 11. 6, 8 und 12 Käs« ausgegeben. Auf einen Anteil entfallen etwa 100 Gramm. (Preis 6.40 Mark das Pfund.)

** Freibank. Am Sams.ag, 24. Juli, von 13 Uhr nachmittags werden die Nummern 902 bis 1000 beliefert.

** Gießener Waldbühne. Tie für gestern angefiindigte Aussührmig mußte infolge des Regenivetters versck«obm werden. Sie nnrt) heute Freitag, nachmittag 41/2 Uhr stattfinden. Bemerkt sei noch, daßTer Nacht- iväch'ter" van Kindern im Alter von 10 bis 15 Jahren gegeben wird, so daß der Körner-Einakter namentlich- die gleichalterigen Lbameraden an- sprechen dürste. Sollte sich nochmals eine Ver- schiielmng als notwendig erweisen, dann wird dies um 4 Uhr -^urch Anschlag an dec Bürgermc-isterei und an der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers bekanntgegeben.

** Gießener H ochs chul gesell schäft. Professor Dr. E. st e r aus Bonn, der -als Stell­vertreter des verstorbenen Geheimrat Hansen die Pvosessur für Botanik verwaltet, lstelt vorgestern abend vor einer zählreichen Zuhörersck-aft einen Vortrag:Botanische Betrachtungen "über Zauber- Pflanzen". Bei seiner Beh-and.ttmg der Rolle, welche die Za überpflanzen im Leben des Menschen spielen, gab der Vortragende auf drei Hauptfoagen Ant-. wort: Die erste Frage war die nach den Gründen, die viele Pflanzen in den Rus der Zauberkraft ne» bracht 'haben. Der Vortragende verwies auf die AienschenLhnlichA.ttt der Mraune, auf die Panzer­struktur ?-ed Merrwannsharnisch, auf di-stenigen Gv« wüchse, welche aus dem heiligen Lande stammen ober Beziehungen zu Christus, den Heiliger oder dem Teustl aufzuweisen scheinen. Tie Frage nach den Leistung'n See Zauberpftanzen erledigte er mit dem Hinweis auf die Abtvehckraft der Hauswurz, auf die lösende Kraft der Springivurzel und durch Liebeszauber wirksamen Gewächse. An dri Stelle wurden die Vorschriften, die beim Summe und Verwenden der Zauberpflanzen wich ig smb erörtert, vor allem an der Alraune. Der Vortrag schloß mit einem Hinweis auf die Industrien, bii den Vertrieb und die Verfälschung der Zaulerpfl-im- zen besorgrn, und ein Hinweis aus die Wün'ckielrute, die vorn Rang der Zauberpflanze allmählich zu dem eines wissenschastlickien Hilfsmittels aufrücken zu sollen fdjeint. Die Ausführungen würben durch eine Reihe von Lichtbildern erläutert; mehre« Zauberpftanzen warm auch in natura zur Stelle.

** Von der Deutschen Volkspartei wird uns geschrieben: In der am Mittwoch abend von dec D e u t j d> e n Volkspartei abgehab tenen Haupttoer ammlung wurde nach Begrüßungs- Worten des Vorsitzenden, Dr. Krausmüller, dec Kassen- und Jahresbericht, welcher u. a. eine Verdoppelung der Mitg iodcr gegen das Vorjahr ausweist, erstatt.t. Einstimmig erfolgte die Neu- bzw. Zuwahl von Mitgliedern in den engeren und erweiterten Vorstand sowie in die Finanz« kommission. Tie auf ihren Wunsch aus dem Vorstände aussdieidenden Geh. Rat Dr. Wim- men au r und Rektor Iann wurden in Aner­kennung ihrer langjährigen treuen, der Pattei stets in aufopfernder W ise geleisteten Dienste einstimmig zu Ehrenniitg.ied.rn ernannt. Nach« dem roeitere geschäftlid^e Angelegenheiten erledigt uni) die Ausnahme der zahlreichen neu ange­meldeten Mitglieder erfolgt war, referierte Par­teisekretär Dr. Lutsch in eingehenden Ausfüh­rungen über die Stellung der Deut;dien Volks­partei in der inneren und äußeren Politik feit den Reid)stag.wahen; feine Dar egingen fanden die volle Zustimmung der Anw senoen. Mit herzlid>en Worten des Dankes für die der Pattei geleisteten Dienste verabsd>ied-ete Dr. Kraus­müller den infolge s. iner Bernswig zum Ge­neralsekretär der Landesi.artei Bavens aus seiner hiesigen Tätigkeit oussd^ivenden Dr. L u t s cf) , welcher seinerseits der Herz ichsten Dankbarkeit alicn Mitgliebem und Freunden oer Partei gegen­über Ausdruck verlieh.

** Keine unnötige Bel 5 stigun - durch Behörden. Eine eingehende Nachprü­fung von Handels- und sonstigen Betrieben muß immer noch häufig auf Grund der Vorschriften dec Kriegs- unb Ueb.rgangswirtsdmst erfolgen. Diese Prüfungen hab.n für die Betriebe häufig Be ästigungen zur Folge. Jnsb.sondere werden oft Aufzeichnungen und Bücher beschlagnahmt und auf lange Zeit den Betrieben entzogen. Ter Reidoswirtschaftsministec hat deshalb die betei.igten Behörden ersucht, darauf hinzu- wirken, bau bei Nachprüfungen di: wirt d>aftlichev Interessen der Betriebe mehr wie bisher berück­sichtigt werden. Insbesondere soll die Prüfuu? von Büd-ecn mit größter Beschleunigung durch- geführt und diese unverzüglich zurückgegeben werden.

** Entlastung des Telegraphen Trotz zahlreicher Versügungen war es nicht ge langen, die Behörden inw Beamten zu ein? spai-samere Inanspruchnahme des Telegraphen a> zuhalten. Dazu kamen sehr zahlreiche Fälle, I enen überhaupt die Gebührenfreiheit zu Unmk in Anspruch genommen und ein überflüssig^ Schristwcchsel verursacht worden ist. Seit der Be­seitigung der Gebührenfreiheit test ^raphieren die Behörden weniger, weil sie für abermäßige Aufwendungen in dieser Beziehung ur Verantwortung gezogen werden kön en. Tat Wirtfchaitsleben hat geraoe unter der Ueberlastun!

21U5 Statt und Land.

Gießen, ben 23. Juli.

Gründung einer Ortsgruppe Gießen des Bvlksbundcs deutscher

KricgSgräbcrsürsorgc.

Im Saale des HotelsGroßherzog v. Hessen" fand gestern abend ans Einladung der staatlid-en und stäbtisd-en Behörden und des Herrn Verlags­buchhändlers Töpelmann eine gutbcfudjte Ver- [amnüimg statt, in der Herr Dr. H. Schneider über das Thema sprach:Was schulden wir un­seren Gefallenen. ?".

Nach einigen Begrüßungsworten durch den Versammlungsleiter, Sdadtv. Valentin. Muller, und nad) kurzen sachlichen Darlegungen über den Zweck der Versammlung hielt Herr Dr. H. Sd>nel- ber einen von sürsorgender Liebe zur Sache ge­tragenen Vortrag, in dem er in ebenso warm­herziger und ein-driargsicher ivie sachttch und tul- cuiell begründender Weise sich über bte Notwen- bigfeit und Bedeutung der Pilege unlerer Krieger­gräber verbreitete. Seine A^ftthmngen waren getragen von dem Gedanken, daß es unsere höchste Ehi-enpflidst ist, die Grabstätten unserer Gefallenen, die ihr Bestes für uns gegeben 'haben, zu ehren iwrb zu pslegen. Wir wissen, daß die, die treu waren bis zum Tod, nicht umsonst gestorben sind uni) wir haben die feste Zuversicht, daß der Tod nicht das betzte bedeutet, daß es em höheres Sein gibt. Die Pietät «riefen Gedanken gegen über überträgt sich auf die Grabstätten. Und diese Grabstätten zu kennen und gepflegt zu wissen, be -entst für die Zurückgebliebenen einen totfaffbaren Trost. Dock nicht allein das. Die liebevolle Pftege der Kriegergrabstätten im In- und Aus­land ist aud) geeignet, ein verbindendes Band von Volk zu Volk zu spannen. Hier erwachsen der privaten Fürsorge ehrenvolle Ausgaben. Sie schließt das Vock zu tätiger Mitarbeit zusammen und ist somit der Ausdruck des geeinten Volks- Willens. Sie trägt den Gedanken der Krrrgs- gräbersürsorge von Volk zu Volk und bereitet jo den Boüen für eine Fürsorge, der die gemein­same Totene'hrung jenseits allen Völ/e.'Has;es hei­lige Pflickst ist. Der Redner legte sodann die Ziele des Volksbundes dar. Er will die Her- rid)tung, Sd;muck und Pflege der Kriegsgrab- stälten im Reichsgebiet und im Ausland dem Volksempfiiiden entbrechend förbem, den Ange­hörigen der Gefallenen und Verstorbenen in allen Angelegenhoiten der Kriegsgräberfürforge behuf- lick sein unb die zwischenstaatliche Füriorge für die Kriegsgcäber auf der Grundlage der Gegen­seitigkeit oetr.iben. Nach kurzer Erläuterung der Ziele fijüb.-rtc der Redner auf, zur Gründung der Ortsgruppe zn sch.vriteii, nnd bat um reckst zahlreiche Beteiligung.

Dec Veriammmng-leiter dankte dem Redner und eröffnete die Aussprache, an ter sich Frau Major Krame;, Herr H c ß, Herr Horst. Herr Landgerickstsdirekioc Wiener, Herr Land- gecickstsr.it T r ü m pe r t un» H.rr Hausverwalter Loh beteiligten. Hrrvorznheben ist, baß Herr Horst wünscht, daß ter Volksbund vor allem mit ten besteh rtben Drganiiationen der Kriegsopfer in Verbindung treten soll, worauf Herr Dr. Schneider antworten konnte, daß fowohl mit der Zentrale in Benin, wie in Darmstadt mit der Reichsoereinigung ehemaliger Krirgsgefangener und mit dem Volksbund ter Kriegst, ftnehiner und Kriegsbeschädigten die Verbrndung durch den Volksbund ausgenommen sei. Nach der Aus- spcack)5 folgten zahlreich. Beitriltserklärungen und die Wahl des Vorstanbes. Diese ergab: 1. Vor­sitzender : Herr L hrer Bal. Müller, 2. Vorsitzen­der: Herr Staatsikssierer Kinkel, Sck^rittiühlerirt: Fran Oberstleu wmt Großm.n.i, ^-chatziwrisler: Herr Hausverwalter Loh, Beisitzer: .verr Heß, Herr Horst, Herr Landgerichtsrat Trümp.rt, Herr Dr. Sckmeiter, Frau L.hrcr Sckstvöoel, Herr Ver- lagsbuAhänih-ler Töp^mann. Nack) einigen Schluß­worten schloß ter 1. Voriltzente die 23er.ammlung, Ter Vorstano wirb nächstens Einzeichnungslisten auslegen.

Bcrunstaltungen.

Freitag, 23. Juli: Liebigshöhe, 3 Uhr: Tennisturnier. Gießener Walbbühne, 41/2 Uhr : Der Nachtwäckster" undDer 23ruder und die Schwester". Stadttheater, 7 Uhr:Mignon". Hotel Einhorn, 8V4 Uhr: Gastspiel Buchwald. Lichtspielhaus:Tiefland" uni)Seine Fran meine Braut". Lichtspiele Seltersweg:Der Spuk im Hause des Proseisors",Ich möchte kein Mami sein" unbDer ©rfretät ter Königin".

** Zum Kvnrektor der Oberreal­schule touroe durch Entschließung d s Land-cs- amts für das Bildungswesen Studien rat Dr. Georg Krausmüller ernannt.

** GoldeneH 0 chzcit begehen am 24. Fuli Herr Frie-ttrich Zeidter und Frau Margarete, Neustast 55.

** Silberne Hochzeit feiern morgen Holzhändler Julius Wellhöfer unb Ehefrau Wilhelmine geb. Nickel. Am gleichen Tage findet die Hochzeit ihrer Tochter Minni statt. Die Eltern der Frau Wellhöfer, Johannes Nickel und Ehefrau Wilhelmine geb. Schiff mann feiern demnächst ihre goldene Hochzeit.

** Ausgabe von Käse. Morgen wird ii den Verkaufsstellen der Molkerei Grieb, Schanzen- straße, Bismarckstr., Frankfurter Straß.' und Li..-