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170. Zahrgang

iiaiicn öuioaiflB

Die

hindern, dem Emir zu Helsen.

zu

31.

Die Lchuldfragen in Oesterreich.

uni

Protest gegen die französische Gewaltpolitik in Syrien.

itet werden, § 3 jinn''

hessische Volkriammer.

rnt. Darmstadt, 22. Juli 1920.

Unter den heutigen Verhältnissen bedarf cs «amtlich gar keines besonderen Hinweises, das; re Landwirtschaft alslebenswichtiger Betrieb" bn. eigentlichen Sinne des Wortes angesehen lver- !)cr mutz. Gerade für die Lanöwirtsdiaft, luclctje

Die landwirtfchastliche Uothilse.

Töenn auch in unseren hessischen Bezirken Le Gefahr des Streites landwirtschaftlicher Kcbeiter gewiß nicht im Vordergründe stehl, t> geben wir doch gerne der nachstehenden Zu­trift Raum, in der eine wichtige Zeitfragc in unser Deutschland besprochen wird:

einMcM lassen wird, Ties er gibt gtc iKofelabat

Der Rrichrwirtschcift;rat und die Lrgcbniffe voa Spaa.

Een Privat- n.

von Rauch-

wg mit ban : Ausnahmen

ignahmt. Zu iri tu einer eiche gilt von ahmt ist und wig auf eine

fr das w lf die feA'

llbilllch.

da« von der & nc Rede sein kanr Türkei.

rn den Tabak .bei gegenüber >ajt. Liese ist et.

scheu Venvie- izusendcn. Tie

der nach §§ 3 i der Znland- nsausjchuß er-

Freitag, 25. Juli 1920 AnnütiMe von Anzeigen für d.eTagesnummer bis u a. zum Nachmittag vorder Ä °bn< icilc lietbinblidihcit.

Ak preis für l mm hohe für

M Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame, y Anzeigen von 70 mm

Brette 150 Pf De, Platz.

Qch keine Aniwort der Solschewisten an polen.

Rotterdam, 22. Juli. (WTB.) TieTi» "iifö"" mel >et aus Warsch-u: Ter Umstand, daß -iire 9( n t to o r t der Bolschewisten auf d<is ). lniscke Waffen still st andsangebvt i..ch nicht ein getroffen ist. verursacht in Men Beunruhigung. Tie Polen glauben, daß die Mschewisten möglirlK große Vorteile aus der Mtärischev Lage ziehen wollen. die ihnen im Augenblick fefyr günstig ist. Amtlick^ pstnifchc iriie sind sick» darüber Efar, daß die von EugtaL» n'.ästete Hilfe nur aus Kriegsmaterial bestehen rmid.

Wie dieDossisck^ Zeitung" aus Warschau iaudtet, hat der Estnische Landesverteidi-- »ngsrat beschlesten, dem englistb-en Rat zu tilgen un ein Waffen still standAangebot Sneft nach RdosÄu zu richten. Um dem 2üiigebot 1l«chbruck zu verleihen, soll ein Ko -a l i t iou s - «bin et t aus allen Parteien gebil et werden jii^t besonderer Berücksichtigung der Bauernpartei der Sozialisten.

Nach einer Meldung desBerliner Lokal- ilnreigers" aus Marschau ist tort die Nachricht uus Paris eingetroffen, daß Ende dieses Monats

B. i-, .

Rotterdam, 22. Juli. (WTB.) Tintes" erfährt aus Kairo:, Der Kö­nig von Heb schas hat in einem Tele­gramm an Lloyd George seinerUeber- raschung und Enttäuschung über die rücksichts­lose Politik der Franzosen in Syrien Aus­druck gegeben und um die Intervention Eng­lands gebeten. Der König sagte, er sei nicht imstande, den Bruder oes Emir Fessal daran

Wien, 22. Juli. (Wolff.) Im Ausschuß ffft Heeveswesen erjht etc Wippern igg ' Soz.\ Be­richt über die bisherige igknt der Kommisiwv zur F-eststellung uns B rfolgumg militärischer Pflichtverletzungen im .Kriege. Er be­sprach im beJni-ewn den Kommissionsber'cht über tne Urfad)e:t d s Zuftrnmenbruch^S der öste^eicht- fd'en Südrvestftmt int Herbst 1918. Die schuld trifft darnach das Armeeob rlvmmando, das zuertt das Telegramm an die Front schickte, deu Wasfer- still stand bedingungslos -^n zunehm, n Dees ^eV«= gramm wur -e durch ein späd res wieder annulliert Auf Grund des ersten Dstegramms s-?l te die öster­reichische Armee sofort bie Feiudse.ix5ei er. ert ic.o tie Jp.rlie-.rer, die die Verpftickrtung l^er, die Feiudseligv itcn nach 24 Stunden ernzu: e len, beg gannea sofort die Verfügung. An ch-Nst an diesen Kommi ffvcmsbcrichl betont- der Be t_.it» erftat er, daß neben dem Arm «ober>ommoar o der Ka i ser die Be r<i n two r t u n g r dt e vo r - zeitige Einstellung der Feindselig-

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General-Anzeiger für Oberhessen

vrnck und Verlag : vröhl'sche Univ.-Buch- und Steinbruckerei R. Lange. Zchrislle'ttung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7.

Präsident Adelung eröffnet die Sitzung 91/-. Uhr. Tie Generaldebatte über den Haupt­voranschlag wird fortgesetzt.

kn, daß nicht durch plötzlick)e Arbeitsuiederlegun- kN die Mül)<m eines ganzen Jahres vergeblich a-ivacht werdett und unser Volk der Hungersiwt der der völligen Verschuldmrg aits Ausland preis- kgeben wird. Denn auch in der Landwirtschaft »Den wir für die Zukunft mit ernsten Streik-i cialjrcn zu rechnen. Wie in der Stadt unter der wifftriellen Arbeit.rscha-t, so setzt auch aus dem tlaiibe unter den Landarbeitern eine immer Wetter m sich greifende radikale Verl-etzung ein. Rian ter sucht, die Landarbefter gerade in den wichtig­en Zeitpunkten zu unbesotmenen Streikhandlwv- (cn zu verleiten, mrd die damit schon an sich üeraus sck)wierige Volksernährung gänzlich un-

Da die Erwartung auf eine besonders frühzeitige Frühkartoffelernte nicht erfüllt ist, erscheint es im Interesse der Kartofselversor- gung geboten, die bisher bis zum 20. Juli er­folgte Freigabe der Einfuhr von Frühkartof­feln aus Lolland und den übrigen angrenzen­den westlichen Ländern bis zum 31. Juli zu verlängern. Die von der holländischen Regie­rung gegebenen Ausfuhrkonsense werden daher fortan durck) die Hand einer von der Reichs­kartoffelstelle im Haag eingerichteten unab­hängigen Stelle an die einführenden Händler ausgehändigt werden. Die Aushändigung tvird davon abhängig gemacht werden, daß ein b e st i m m t e r Preis eingehaltcn wird. Dieser Preis wird von der Haager Stelle in kurzen Zwischenräumen, je nach der Marktlage, festgesetzt und den Inter­essenten bekanntgegeben. Gleichzeitig wird die Frist für die Einfuhr italienischer und spani­scher Frühkartoffeln ebenfalls bis. zum " Juli 1920 verlängert.

Abg. Tr. Osann (D. Bp.) be pricht zunächst die Finmizverwaltung, die vollftwrdig an das Reich übergegangen, den Ausfall der Hebet Eisenbckhn- entnahmen und die Uni lbständigkeit des Lcr.tdes in finanziellen Fragen. Er verurteilt scharst dag die Feilst betrüge von 35 Millionen o-irrd) Anleihe qejedt werden sollen, denn ein Abbau der Besol- k-ungen sei zunächst sichn nicht zu erwarten. Be- säuerlich sei, daß die leisten Er parntsse ans eb auckst wetten müssen. Das tarn keine gesun < Finanz- Verwaltung sein. Bst aller Notwenstigkett d!>e.der liereinznbringen, müsse man bei der aHcrenieinen Wucherbekämpfung, doch auch auj die un­geheuren Erträgnisse aus Holz irrr> W.sttt, twlcfx «r Regierung zugute kämmen, htmvn et. Gan, ziveifelhaft sei es, trotz derzahlreidet Sten erb! Uten, ob wir ine notwendigm cu^rübernx:ivorn Reich erholten. Zum Ausgleich des Reich, ymis- Halles mus en noch drei Milliarden S te u e rn er. funben werben. Katastrophol Wien un Reick bie Kosten der Be t r i e b s ve r wa l t u n g, die Höhe der Reichsschuld fei eri cb e^enb, nur cce Notemwessc könne lstcr noch hel e t.

(er Steuer, den man als Lteuera.ec. be^jebner könne, sei sehr zweifelhaft, die firttval-ien e - tiale>

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Aus dem Ueicbe.

Eine Prügelei mit französisckken Soldaten.

Berlin, 22. Juli. (Wolff.) Heute vor­mittag kam es amKaiserhof" an der Ecke des Wilhelmsplatzes und der Mauerstraße zwi- chen französischen Soldaten und mehreren Zivilisten zu einer Prügelei. Rach den bis- ycrigeii Ermittelungen stießen die fcanzösi- ck)en Soldaten mehrere Bankbeamte an. Dar­aus entspann sich ein Wortwechsel, der zu der Prügelei führte, in deren Verlaus einer der Bankbeamten einige Kratzwunden davon­trug. Vor der anwachsenden Menschenmenge lüchteten die Franzosen, nachdem der eine einen Schreckschuß abgefeuert hatte, in das HotelKaiserhof". Wir erfahren dazu, daß der Vorfall nach Rücksprache mit dem fran­zösischen Kommandanten bereits erledigt ist.

Ter ehemalige deutsche Kronprinz.

Amsterdam, 22. Juli. (Wolsf.) Der vormalige deutsche Kronprinz ist ge­stern nack>mittag nach Doorn abgerrist, um an­läßlich des Todes seines Bruders, be-5 Prinzen Joachim, den Eltern einen Besuch abzustatten.

Verlängerung der Einfuhr für holländische Frühkartoffeln.

Abg. Schvm iZtr.) geht zunüchst aus die durch den F-riedeusschluß bestel-enden sckstecksten Ver- lstiltnisse nätyer ein, die mir nur durch Arbeiten uiw Arbeiten bessern können'. Tie U n zu lang- lickleit der Beamtenbesoldungsreform, die Ver- iyrben'beit unserer Jugend, die traurige Lage vie­ler Rentner, der nohpenbige Pre sabban, Auf­hebung ter Zwangswirlsckaft. Außer dem guten Willen gehört auch Kraft zur Arbeit, auch bie Wohnimgs tot müsse gehoben nxtien. Er bejpncht -as Ergebnis der Wa'h.'en. bie bem Befttz tand des Zentrums bescnwers in Hes eu keine Embuße brach­ten. Tie Erfolge bes bitterschveren Hanges nach Spaa müssen abgewartet wer an. Die angeregte Neuorientierung nadl Fiaufturt und Kurl^eilen weroe in Rl)enchessen auf schärfsten Wicenpruch f.o^en Er wendet sich bann gegen bie gelingen Ausführungen des Abg. Kaul und beiiredct, daß bie Verzögerung der Sdiulgesetzresiorm, die ia not­wendig sei, im Volke große Erregung Worgmifen 'habe. Berechtigt s. , c Mi, lch nack) besserer Schuld bildung, bie alte Sck-ile fei aber wich dieser Rich tung besser gewesen. Gaiiz entsthic <m müsse ber Anschauung des Abg. Kaul, daß Die -va m 11 te ein wirtschaftliches Produkt sei, wider- spröden werden. Tie Familie bleibe nach) wie vor die lirzelle unseres Be eh ns, auch die Jugeno- erziehung müsse in chri lick?em Glauben ftlgen Er schließt mit Bismarcks Worten: Nicht:- schielst bie Menschen mehr zusammen, wie gemeinfames Arbeiten in gemeinsamen Ausgaben.

iftimnumg mit Verteil UM des ihtabaüstudlet, nabe b)N 3io^ m chcvihanvel- chern Rohtabak ei üilänöiiM Iltens 60 Sito- a WW!

es dafür »uge- g unieriPJrien. ibe im ictra? erhöh " W -M-l mit dem W

tet und drM senden Abens sS

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imung 'NUblH1 heEinM Os be5l?rhen Nf i'landl'^-njlicht " Hezngspl^ < hi finb ^*' lbftd1,' Per-

Eine Rede des Grafen Sforza.

Rom. 22. Juli. (WTB.) Stesani. Ter Minister des Aenßern Gras Sforza erklärte in Beantwortung melyrerer Anfragen über die aus­wärtige Politik in ber Kammer zur Kivlsteiiftage, nad, den Verträgen von Versailles hätte Italien Teutsckstand das Darle>l)en verweigern können, das fid) durch den Unterschied züvi-chen dem in bem Friedensvertrage fe*. gesetzten Mftüe preis und bem wirklichen Preis ergibt. Llber bann würden bie deutschen Bergarbeiter nid)1 gearbeitet lxrben, und man hätte ba§ Ruhrgebiet besetzen müßen, um Kohle zu erhalten. Ties sei durch seine Vermittelung verhindert iwrdeii. Weiler sagte er: Um zu einem Urteil über Spi-a zu ge­langen, muß man vor allem an die 2tbgrünbc beuten, die sich vor ber Konferenz autgdrm hätten, wenn sie plötzlid> abacbmd>cn wori>en ivärc, wie man cs einmal befürchtete. Mein ganzes Be­streben lag bar in, bie Gefa'hren zu termetbm und Europa auf einen fruchtbareren Weg zu führen.

!kr. 1J1

Iv« Siegener Anzeiger ! sheinl täglich, außer 5onn. und Feiertags.

Be)«gsprel|e:

Hlonatlid) V.ark 3.60 i)MK.-.65Trägerlohn, xerleljährlich'plarli 10 80 iribmh.l.95lrägerlobn; jurd) bie Post viertel, »rlich Mark 12.- ^sschsteßUch Bestellgeld. ,riisprech - Anschlüsse: ; jr6ie5d)rifileituiigll2; cklnlag,Geschäftsstelle 51. ,!»schrisl für Dr. hlnach.

chten:An; izrrOießen. poftscheutonto:

antfiirt n. IH. 1168)

Wie dieTeutsche Mlgemeine Zeitung" aus Königsberg eriälyrt, liegen feiner(n An^stchen für jie Bildung einer o sl preu ßi s ch e n Roten Armee vor.

Aus der rufsifchcn Antwortnote.

Rotterdam, 22. Juli. lWolsf.) Dem Manchester Guardian" zufolge wird in ber mss.- sck»en Aniworftwte außer den fd)on bekannten Tat fachen Fo'gendes dargstegt:

Die Sctoictregikrung nxigert sich bestimmt, mit dem Vertret.r des Generals Wrangel zu sammeuzukommen, oder seine Sach^ an,\uerfcnne;L Wrangel wird dauernd dernv.utembe General" genannt. Die Sowjetregierung ist bereit, seinen Truppen und den unter seinem Sckpitz befindlichen Personen Sick>crheit zu gcroäljreinen. Aus ixr anderen Seite verlangt sie bedingungslose Ue ber g ab c der ganzen Halbinsel Krim tuib aller darauf befindlichen militärischen Vorräte. Was den Völkerbund angeht, so w'ig-Ntt sich die russische Regierung, sich an die Vorschriften dieses Bundes zu halten, den sie einen ,.B und der alliierten Regierungen" nennt. Die Antwort weist darauf hin, daß bas Bestehen des Bundes Rußianb niemals amt.ich mitgefcitt wurde und daß sie alles, was es von bem Bunbe wisse, aus den Zeitmigen erfahren habe. Die Sowjet- regienmg betont, baß twy ber Bestimmungen des VölKrbundsatzes die Alliierten nichts taten, als bekannt wurde, daß Polen einen Angriff auf Rußland beabsichtige. Daher sehe die russisck-c Regierung nicht ein, warum sie sich jetzt, wo Polen vor ber Katastrophe' eines von ihm be­gonnenen Krieges stehe, bem Bunde unterwerien solle.

London, 22. Juli. (Wolsf.) In emer von Reuter verbreiteten Mitteilung heißt es: Aus der russisd>en Note geht deutlich hervor, daß es in Moskau zwei Parteien, eine Kriegs- und eine Friebmsparki, gibt. Welche von den beiden die Oberhand behält, w.woe sich wahrsck)cinlid) noch Ende dieser Wock>' zeigen.

Amsterdam, 21. Juli. (Wolff.) In ber gestrigen Unterhaus sitzung erklärten in ber Aussprache As quith und Lorb Robert E e c i l, es sei zu beklagen, baß bie Intervention des Völkerbundes in dem russisch-polnischen Streit nicht eher angerufen worden sei. Diese Aus- fübnrngen gaben Lloyd Geor ge Veranlassung, zu sagen, die jüngste Antwort Moskaus habe große Mißachtung für den Völker­bund zum Ausdruck gebracht.

Zum Austausch der österreichischen und russischen Kriegsgefangenen.

Berlin, 22. Juli. (Wolff.) Die öster­reichische Regierung ließ der deutschen Re­gierung durch die hiesige österreichische Ge­sandtschaft mitteilen, daß sie sich weigere, die russischen Kriegsgefangenentransporte über die deutsch-österreichische Grenze zurückzulei­ten. Infolgedessen wurde die Rückbeförderung der Transporte vorläufig eingestellt. Die kriegsgefangenen Russen nebst den politischen Personen, die dem Transport angeschlossen waren, sind in der Nähe von Stettin untec- gebracht. Die Entscheidung über die weitere Behandlung der Transporte wird getroffen, sobald festgestellt ist, ob die österreichische Re­gierung auf ihrem Standpunkt beharrt.

Berlin, 22. Juli. (2Mif.) Im vorläufigen Reichswirtschastsrate erfin tetc Reicks wirtschaslsminister Scho l z Bericht iuer die Ber haiwlungen in Spaa furt. jfcg^e ine auficrotieaitli'd i < Schwierigkeiten dar, bie für die bentid/2 Delegation zu überwinden waren. Er persönlich halte das AbLmimen von Spaa für eine vielleicht unerträg­liche Belastung ix5 beutln Wirtschaftslebens. Unter allen Un^'iÄu-en bedeute das Abilomimm eine unerhörte Beladung ber deutschen Berga rbei- t e r s cha f t. Andererseits sei. es voranssich lich nicht tzlii vermeiden, daß der deutsckMi Jndu,irie neue Einschvänkmigen auf erlegt werben, bie schon bie gegenwärtigen Beschränkungen tont ertragen könne. Tann werde aber auch bie deutsche In­dustrie nickst so große Reparationsleistun­gen auf bringen. Eine Mckli-rsörderung an Kohle fei nur denkbar, wenn bie beutfdjie Arbeiter;chast diese Leisung vrllbringen wolle. Tie ©Hgranig der Kvhlenprvdukrion fei daher in eriier Linie eine Arbeiterfrage und bc^.itb nu'ißten den Ar bestem alle möglichen Erleichterungen versd-afft werden. Er rotberfvrad) dem Kohlenabl'omm 'n, weil es nach feiner Ansickst ber deutch-en Industrie fast un- e r t r ä g I i d)i e Lasten auferlege. Trotz em wer!:c er alles tun, damit das Abliommen erfüllt werden könne. Teuffchland habe bie_ Verpflichtung nun» mehr übernommen und müsste nun auch alles daransetzen, um bie Verpflichtungen yu.erfüllen.

Tann sülhrle ber Neichsarbeftsmmister Dr. Brauns u. a. aus: Angesichts der Verl>andliin- gen in Span bemädV igte sich ber Bergarbeiter ritte groüe Erregung. Gerade bie Beigarbestcr. sagte der Minister, salten ssthr zähe an ihren Siechten f£it, nun sollten sie sich infolge ber Drohung ber En­tente vor der GQvalt beugen. Tic Bergarbeiter fügten fid) durchaus solidarisch nrit ber ganzen Arbeitersdxaft Teutschlan: s und sie müssten nun­mehr befürchten, daß die Forderungen der Entente miume'br ta5.11 fiüjren müß en, daß die .bentfa)1 Indir rie stlllgelegt und dadurch d.e AstbeitÄoirg- Peit rod) bermelyrt würde. Ferner füvchpsten die Bergarbeiter, lutz auf bem Weg? über das >'len- abibmmen in Sprra bie Frage der normten .auer in einer für sie ungünstigen Weste mloit weroen sollte. Mit dieser Stimmung b- Berg­arbeiter fckaft muß auch bie Wrtfd>aftspoftyk hu- ?.eii mrb drüben vedyren. Gleick^vo hl hofse td), oafe die Bergarbeiter endgültige EntsdM:e nicht in ber Erregung des A gc-nblickes fasten löcrocn. A.ic Bergarbeiter wollen nun dis IIeherfchichstnaldom- men l'i-n igen und bas Arbeitsmini crium leitete ,(Hhalb schon Verl-andlimgen mit ihnen em, wovon mir uns rin günuiges Ergebnis versprechen. Wir Tuffen auf die Möglichkeit, das Abkommen ton 3paa so zu erfüllen, baß beshalb uns r deutsches Wirtsdws.sleben nicht voll ä id'g zu enchüttnui braucht Ie-enfalls möchte ich faiftetten, bas- di eiitfden Arbeiter bereit sind, am Widcviusbau. es zer'orten Europas, aber auch ber deutschen Wirtschaft 'atkräft g mit-,uwicken. Wr erer'iefts muß alles gesd) h n. um den Bergbau nach der tech- irird)?n Sri:e zu heben. .

Reichem.ni'er für Grtiäü/nmg und Landwirt- tchaft Hermes legte tar: Um fette Grundlagen für bie Ver'e serung der Emä-lamng zu schaffen, wird des R.ickscr:'L.mung-nft i e ium in Verbin­dung mit bem Wirtichef smimüermm und dem Aibritsmini eriurn mit bat Bergarbri erorgmii- fationen zu estier Besprechung zu anrmentreten, ^jr allen Dingen ist eine schnelle Verbesse­rung des Brotes vorgri'-hen. Im Ernal>- rungsmi i eriurn wird ein ri ftieit^icher Plan für ie ErndlstrungÄvirst'diast ber näch en Jahre zu- gleid) mit einem Einführpwgramm auÄuarhritd. -er

Vorschrift 20 Auychlag. Hauptschristleiter: 21ug Goetz. Verantwortlich für Politik: 2Iug. Goetz; für den iibrtgcn Teil: Dr. Reinhold 3cn3; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Gießen.

anderen Snme als bie vorherige Gntfdjcibung. Sckstleßlich habe er du das DbcrCjmma;ibo nie» i-crgelegt und sich der Verantwortung in nicht sehr würdiger Weise entzogen.

Die einnialige Vermögensabgabe in Oesterreich.

Wien, 22. Juli. (Wolfs.) Die Natio­nalversammlung nahm das Gesetz über die große einmalige Vermögensab­gabe in allen Lesungen an. In das Gesetz ist der ausdrücklich ausgesprochene Wunsch der Reparationslommission ausgenommen, daß die Bestimmungen des Gesetzes über die Ver­mögensabgabe nur insoweit anzuwenden seien, als sie nicht mit den Verpslichlungen in Widerspruch stehen, die sich aus dem Staatsvertcag von St. Germain und aus der Note der Reparationskommission vom 21. 5. über die Vorschüsse an Oesterreich er­geben. Die Nationalversammlung nahm so­dann die Vorlage betreffend die Vorausset­zungen der Ucbernabme der österreichischen Kriegsanleihe als Schuld der Republik Oester­reich, an.

nöglich zu machen.

1 In ber Erkenntnis dieser Sachlage beabsid>- tigl bie Leitung ber Technischen Notlftlse auch eine lanbwirtschaftliche N 0 thilse einzu - richten, bie unbekümmert um bie wirtschasts- Ivl itifcheii Miseincmbersetzungeu zwisd>en Bauern tnl) Landarbeitern nur darauf bedacht ist, bie un- amesstichen Werte ber landwirtschaftlichen Pro-- tutiton für unfer Volk zu erhalten und zu sichern, hierbei liegt eine gewaltige Aufgabe für bie Tekli­nische Not Hilfe nicht nur allein darin, daß sie die k-rforguug ber Landwirtschaft mit elektrischer Girergie, Gas, Wasser sicherstellt, die Zufuhr von knftbünger gewährleistet und bie maschinellen! Hinrichtungen in ber Landwirtschaft vor Sabo- tage schützt und in Gang erhält, sondern baß sie segebeuenfalls die Einbringung ber Ernte über­nimmt, besonders Feldftüchte vor dem Verberben schützt. Demgemäß sollen für bas ganze Reich vor ÄkHen bie 3uderrübcniitbnftrie, Molkereien, Bren­nereien, Dreschmasdstnenbetriebe, Notstandsarbri-- tnt während der Ernte usw. durch die landwirt- fbaitliche Nothilfe aufrechter halt en toerben. Dazu bitimt natürhd} nod) bie Hilfe bei Störungein Win bnt laichwirtschaftlichen Betrieben in Fällen tert höherer Gewalt, zur Bergung von Kartoffeln bei Frost und berg!, mehr.

Ilm biefen Gedanken einer landwirtschaftlichen ^»thilse in die Tat umzusetzen, ist bie Leitung «Mrlich vor allen Dingen auf bie Unterstützung ter länblidxm Kreise selbst angewiesen. Dazu iver- tm Fachleute gebraucht imb es ist deshalb bringend ici®rberrich, daß sich Landwirte, mehr als es ii>i)er gofdieben, ber Technischen Nothilse zur Ver- ügimg stellen. Außer bin Landwirten sei bst kom- Tt-n vor allen Dingen Gärtner, lmibwfttsckxlst- | ließe Schulen und Inhaber ober Pächter von edkebergärten in bnt Vorstädten in Frage. Der itebter unb namentlich ber Eftoßstäbter, welcher i lec Hauptverbraucher landwirtschaftlicher Erzeug- -issse ist, hat als Mitglied bet, Techni'd>en Not- 1 lil t die beste Gelegenheit, an seinem Teile dazu Iniiiitraacn, daß die Ernährimg des deutschen 800. kes sicher gestellt bleibt. Denn in keinem ande- m lebenswichtigen Betriebe ist eine so ausgedehnte : Eertvenbmtg migelernter Hilfskräfte möglid?, wie fewabe in ber Landwirtschaft, wie es bas Beispiel bar während des Krieges in ber Landwirtschaft tnroenbeten Schüler aller Lehranstalten bewiesen :rt. Sdstießlich ist auch zu hoffen, daß burch üok Nothilfe in ber Landwirtschaft manch r Städter kim größeres Verständnis für bie Schwierigkeiten, nrit ber bie Landwirtschaft zu kämpfen hat, imb imbr Einsidst für ihre Bedürfnisse bekommen wird, sv-baß bie landwirtschaft:id>e Nothilfe eine neue d'üde zum notwendigen gegenseitigen Verstehen Mischen Stadt unb Lcmb bauen können wirb.

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iwJ ' Ve Ernährung unseres Volkes gewährleistet, muß mime emnt btt. allen Umständen in der Weise gesorgt wer-

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ha an freiet eiuh-effcu toer.cn. Tie Transport-: leiten trage. Ter Kaiser tabe in_ caier Jcart' i>e£ren voraussichtlich über See geleitet unb in I dreimal von seinem Recht d.-s Wi'.tensti lstnids- ^cmzig emgeschifft. werden. befthlmfes Gebrauch gemocht unb jedesmal tit er^ew