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a. UL, 23 3u(l

(Beü)

21. Juli

1358,10 1358,90 1368,60 1371,40

Berlin

Abend" Abend- Schluß Schluß-

143,50

150,

180,25

309,50

305,

3(15,50

zahl guter Büd)er und c Verlosimg mit nndh

für

der

Ü

450, 483, 379, 314, 203,

ein- ihm

Zürich . . . , Amsterdam .

Pop;n;;ag«n.

Stockholm. . Wien

Prag . . . .

Shire 20.7.

79,50

Kurs 2i.7.

79,50

468,- 376,50 310, -

1. untere Beamte 630765 Mk.

2 mittlere Beamte 9001740 Mk.

3. obere Beamte 2400 Mk.

22. 7. 14,50 7,223 15,65 11,80

340,35

643,15

638,65

849,35

149,20

221,25

150,02

39,17

320,35

68 1,20 618,15

23,28

25,63

84,72

24,13

Triel 22. Juli

Wörsenknrse.

Frankfurt

142,- 185,- 177, - 354,76 302,- 325,- 372,- 223,

308,50

329,50 369,-

231,50

279,50

Datum:

Amsterdam. Notterd.

Drüstel.A'itwerpen .

(khristiania

Kopenhagen ....

Stockholm

Helsingfor« jtaiien London Aew-Pork Pari« Schweiz Spanien Vien (aller) . . .

1 eutsch.Oesterr. abg.

Prag

Budapest

1 ulgnrien ....

Konslanttnopet. . . .

338,65

646,85

644,35 856,60 147,ö0

222,75

152,10

40,20

318,65

696,80

629,35

23,97

25,34

84,52 23,92

15,75

11,90

Kurs 20.7.

79,50 70,20 60,10 67,60

145,25 264,50 197,-

162,50 150,75 141,75 184,25 177, - 358,50 300,50 325,-

374,50 223,- 271,- 445,- 484,75 310,- 302,- 190,- 417, 226,- 310,75 236.75

82,75 311,50

SaiiOel.

Berlin. 22 Juli. Börienbericht Bei den Besorgnissen wegen des russischen Vormarsches Realisationsneigung, besonders in den in der letz­ten Zeit gestiegenen Kühlen-, Eilen- und Kali- Aktien, so daß die bis.'/er sichrenden Werte dieser (Gattungen Kursrückgänge von 5 bis vereinzelt von 11 Prozent erfuhren. Tie dadurch, geschaffene Un- sickerl)eit griff auch auf die anderen Marktgebiete über, so daß es bei einzelnen chemischen und Elek- tra-Akfien gleickffalls zu RückgÄt^n kam. wenn­gleich^ 'frier auch neuerdnrgs mäßige Vrursbesserungen zu verzeichnen gewesen sind. Trotzdem blieb das Geschäft ziemlich lebhaft, bei ixniemb mchl ganz ein'l-eitlicher Kursgestaltung. Im werteren 23er»

219,50 308,- 230,-

21.7,

14,65

Markuotieruugerr.

Datum:

Mit dieser Fes.setznng wird dos ganze System pvozentnalen Erhöhung des Mietpreises durch- brockten. 'Was für den Beamten gilt, muß auch für den Nichtbeamten gelten.

Fr. Schmalz, Amtsgerichts-Sekrebar.

290,

230,

Frankfu': Devisenmarkt.

GeldBrief

Datum: 5°Deut.K iegsanl. 4°Deut Reichsanl. 3°/Deut.Neichsanl. 4° n Preuß. Konsols Darmstädter Dank Deutsche Bank . . . Disconlo- Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Treditbank H..Amerik.-Pakets. NorddeutscherLloyd Boch.Gutzjtahlwrk. D -Lrxemb.Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Obe schl. Eiseni>. B. Oberschles.Eisenmd. Phönix-Brgb.-Akt. Dad.Änilin-u Soda Höchster Farbwerke Eleklr. A. E. G.. . Schuckert-Werke. . Felten-Guilleaume Daimler Bud -lkisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/0 5eJJ.StaatsanI. Electron Griesheim

339,65

641,85 637,35 848,15

148,80

223,75

149,7 2

39,07

319,65

681,80

616,85

23,22

25,57

84,52

24,07

339,65

619,15

645,65

858,10 148,20 223,25 152,40

40,30

319,35

698,20

630,65

24,03

25,45 84,72 23,98

Kurs 21.7.

79.50 69,50 59,25 68,-

145, 263,- 194,- 162,25 149,75

141,75 182,

175,13 348,-

309,50 321,-

370,25 234,-

279,75 456,- 472,- 379,- 309,-

200,- 425,-

220,50 283,- 238, -

ie »ejijifi tingeknte ig?ii äetnebmi nt> btr LorM Dgtilliast eM bi? Bewebe b-c Monbere n* s>:jchiagnaW! t kn entzogen.^ iflcr h°t,^ ucht, darE Z n bi-' n)irt:W wie bisher W c soll die * iM rurückgrzv

Telegr-tzb- i war t» * Beamten P*J

UW

Frankfurt, 22. Juli. Die Provinzial- krrtoffelslelle Hessen-Nassau hat auf Anordnung dec Reichskartoffclstellc den zunächst auf 35 Mark für den Zentner festgesetzten Frühkartoffel-» E r z e u g c r h ö ch st p r e i s für die Provinz b ffsen-Nassan mit Wirkung vorn 21. Juli auf 32 Mark für den Zentner ermäßigt.

rot" ebenfalls ein'n feierlichen Abschluß. Auch in diesem Stück z izten die Darsteller das beste Verständnis für iijre Rollen. Zur Verschönerung des Festes trugen weiter Lieder des Doppl-Quar* Istts Oberlais unter Leitung von Lehrer Strö- iiinfltr und Musikvorträge der Jugndka pelle bei. Das Waldfest wurde obgesÄos'en durch eine An- iorache von Gustav S e u n - Oberlais. Uebervus stark war das Fest nicht nur von den beiden 'Gemeinden Oberlais und Glashütten, sondern von allen Nad'.arori-n besucht. D^r Abend vereinigte ini Scia e des Gastwirtes DH äs; in Oberlars noch einmal eine groß.' Zahl Gemein.eglieder und aus- Dkriger Besucher. R ben den Liedervorirägen von fijerta Doevncr und Deklamationen von Rose «ubner und Ernst Langheinz bildeten zwei twn Johannes Bischoff gesungene Lieder den .^frminlt dieser Abmdimterhaltung. Als schöne Lmnerung an das Fest konnten viele Besucher ^nc proste Anzahl guter Bück»er und Silber als Gewinne einer Verlosimg mit nach ®aufe nehmen Mit einem packenden Schlußwort aus Lauterbach und einem ^ankeswmt de^ Orisgelstlickien an alle Mitwir- ftnhen wurde das zweite Jugendfest beendet.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Lloyd Georger über die rusfisch-ponische Zrage.

London, 22. Juli. (WTB.- Im bidjt besetz­ten Unterfra ufehielt Lloyd George gestern eine ausführlich.' Rvt»e über die politische Lage. Zunächst besprach er die Erfolge Griechm-- lands in Kleinasien und führte aus: Die englische Regierung ist zu dem Schluß pebmmen, daß es nm besten ist, griedjiicfrc Streitkräfte für Ixe,en Zweck zu verwenden. Frankreich habe seine Zustim- nrung txryu gegeben. Die griechischen Truppet haben ihre Aufgabe innerhalb zehn Tagen beendet. Ich hoffe, daß die (Griechen in Thrazien den glrick^n Erfolg erzielen werden. Die Griechen haben Ge- schicklichlrit, Mäßigung uno staatsmännische Klug­heit bewiesen. Deshalb haben die Alliierten die Griechen zur Herstellung der Ordnung in diesem Teile der Welt umfangreich hevong-ezagen.

Tie Türkei habe zehn Tage Zeit erhalten, um den Friedensvertrag anzunehmen. Er hoffe, daß sie ihn unterzeichnen werde.

Palen hat den Alliierten Anlaß zu großer Sorge gegeben. Ich habe offen zu bei Polen ge­sprochen und bedauere, daß sich meine Befürch­tungen verwirklicht haben. Ein unabhängiges Polen ist für die Erhaltung des Friedens unentbehrlich. Cime ein unabhängiges Polen würde eine große agressioe Militärmacht über d«as (Gebiet eines an­deren Volk s istnweg di re t g gen tie deutsche Grenze heranrücken Der polnisch- Minisderprästoent hat fick- bereit erttärt, die Polnisch Armee innerhalb der eigentlichen Grenzen Polens zurückzuziehen., Millerand hat die Antwort der Sowietvegierung I

15. Juni 1920 ist in Artikel 15 gesagt:

Bei Einräumung enter Tim.Wohnung wird diese dem Beamten, ßüls das Anf<mgsgriind,.;ehalt seiner Besoldungsgruppe 7000 Mk. nicht über» sckweitet mit 30 v. £>., falls es 7000 Mk., aber nicht 11000 Mk. überschreitet, mit 40 v. H., im übrigen mit 50 v. £>. des l)öch'!en Oriszuschlags seiner Besoldungsgruppe in feiner Ortsklas.e ' schließlich des TeucrttngsMischlags auf den zuüefrenben Oriszuschag an gerechnet.

Hiernach bezahlen Beamten in Gießen eine Dien Wohnung:

Eingesandt.

(Für Form und Inlett aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

In der am Montagabend im Caf6 Leib abge­haltenen Mieterversammlung wurde nach heftigst Angriffen gegen Vermieter und Miet- einigungsamt einstimmig ein« Entsckiließung aei- genommen, die gegen die vom Haus^esitzerverein angeblich geplante allg meine Mictu«igimng vro- tefüert und die sofortige Regelung dec Vöchstmiettn für Dessen verlangt; als an gerne ifen wurde ein Zu­schlag von 15 bis 20 Prozent jur Miete vor dem 31. Juli 1914 erachdri.

Tics die Forderung der glücklichen Nicht- Hausse i ver. Gl-.'.ub wir 'ick, jemnn u daß der tzaus- bcsitzer bei einer 15- bis 20plozentigen ONi'stpr 'rs- erl/öhung die gewaliig gef.ie'.wneil und nutfi ständig steigem-en Unkosten aller Art zu decken in her Lag' ist? Was wäre letzten Endes der Fall? Tie aller- nvtdürstigsten Reparaturen ivürden nicht mefrr aus- gesührt, und der Verfall der Objekte ioäre nmins- bleiblich. Würde etzva ^hierdurch die WohmmgsNot behoben? Eine Stimme warte sogar laut, die die reichsgesetzlichc Regelung der L>öch mi.ton wünscht. Ist denn etwa reiches gesetzlich) nicht der Maßstab für die der Mieten sestgelegt? Be­trachten wir ims einmal näher die hessische Be- svldungs-ordming, die sich der Reichsbefoloungs- otbimng aerp,cht Im Regieru-ngsstlatt 15 vom

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b ch'" fee-gnint ; Ui*sln#'

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S(K.

Starkenburg und Rheinhessen.

dz. Alzev, 22. Juli. Sier wurde eine weit- «tffrcn^c W-ohnnn gsfür sorge g. soffen Tie 'i rmrinnü ge ^augeno s nscfaf.t h-.t 16 Mhnungen -rm sofortigen Bezug fertiggestcllt. Jec« Wohnung l't ell aus urei Zimmern nebst großer Wolmküche Speicher. Kistler, WaschLück>e, Stall und Garim' 2er Miei preis wurde einlieitlich vom Sess' Landisarbrits und Wirtsckxof samt festgesetzt und taiixig: 450 Mark jährlich?. Als Mieter kommen v.rer nur minderbemittelte, in Alzey mofrnenhe Lriegsteilnel-urer in Betracht.

Hessen-Nassau.

Wicdcrlicrstellunq

des ReqiernngSbe^rkS Wiesbaden.

Frankfurt a. M., 22. Juli. Ter Ober» Jraji ent Tr. Schwan der gibt bk nut. baß die Abteilung Nassau in Sla sel aufgehoben ist. Auch die unbesetzten Teile des Regst rungsbezircks «wsbateri ist die Regierung in Wiesbaden nuiv- melw wieder die zuständige Stelle.

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Aschen fei* .^fwgen k den Gcünk, l^rnneä auf \ - N> Le Nin-teni^en tz ! Lande ihmme

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Wirien,b «berßaLenjftj vieArmcheint ' allmählich tu k tittt Difrüchn nflen murten bin clämert; mrf;r? Mhira zur Sick n Volkspact >m Mittwoch abe lpart-i obgch ! noch Leqrubur.? KrausmüUe , wüchrr u. a. ti gejen baj 3jor;t erfolgte btt % n in ben engen ie in bie Fimp Wmrfch auS tr . Rai Tr. Ast n würben in 8« treuen, der V ge.'eistckn Tief 7i rciamrt. 91c* egen£eiten erlebt .uchen neu an; r, reierirrte Ic gehenrin AuÄ Täßchen W rßecea Aoich! c Lar egimgai Mscnoen. -V für bie ber 2c ch? Dr. Krau Berufung zum'»

Laoen- aus ki :ben Dr. fiurs ichfien Tonstari m Der Partei

als im pertinent be^ridmet. Ich imlrbc lieber das Wort unlogisch anweirden. Tie Sowiet- regierung erklärt, daß sie bereit sei, die Frage dcsk Daffenstillstandeo mit Palen in freundschanlirhe Erwägung zu ziehen. Es snrd indes Üln-eidm da­für vorhanioeit, daß die Sowfetregieruird lediglich bereit ist, über die 9lngelegenfreit^mit einer Pro­letarierregierung zu veri-anoeln. Tas ist eine un- erträglid>e finge. Mes, was die AlliierMi bezüg­lich Rußlands gewünscht l>aben, ist, daß es in voller Freilieit seine eigene Regierung wählen solle. Die S^owjetregierung ist nicht Von Rußland gewählt worben. Sie ist eine ebenso groß? Audokratie wie ihre ßorgänc.e.in. Um Vie Ehrlichkeit der Sowjetregierung auf die Probe zu stellen, l-abon die Älli^rtm den Polen den Rat gegeben, an Rußland hcranzu- treten unb um Waffenstillstand zu er­suchen. Wemr Rußland dieses Ersuckicn abtehnt tmd russische Truv.en in Pol.'N rinmarfdricren, bann merbai die alliierten Machte Polen alle in ihrerMachtlieg ende Unterstützung ge­währen.

Innerhalb der letzten Tage haben die Polen ein freiwilliges $>eer von 300000 Mann aufge­stellt. Die Polen habrn also reichlich Mann­schaften, aber Mangel an s2l u 81 ü ftu n g und organisatorischen Krü t u Frankreich und England können diese liefern. Es liegt im Interesse von England und Europa, ixiß Polen nicht vernichtet wird. Frankreich und Grvß- britannieu fra vn besondere Gesandte nach P o 1 e n^g e s ch i ck t, die darüber berichten sollen^ welche Schritte ergriffen werden Fön mit, um dem frolnifrfyen Volke bei d?r Veriridigung seiner Gren­zen beizusteh^n. Wir haben den eng stchen Bot­schafter in Berlin mit ciu.-n milktririscktz'n Ver­treter abgeschickt. Frankreich sandte General Wev- gand. Es ist auch sehr möglich, daß Foch nach Polen gehen wird. Aber ich hoffe, daß dies nicht erforderlich sein wird.

Lloyd George wendet sich dann den Ergeb­nissen der Konferenz von Spaa zu und führt u. a. aus: Die Konferenz gao den Deutschen die Möglichkeit, mit den Alliiert n in einer ruhigeren Atmosphäre und einer auf b ioen Seiten etwas zugänglicheren Stimwun,' usamwenzu- kommen Ich habe den Emoruck, das; der beuLd)e Reichskanzler und Dr. Simon; zw 1 vollkom­men ehrenhafte und aufrichtige Aiän- ner sind, Leute, die ihr bestes tun werden, um den Friedensv. rtrag au. z MH reu. In <Swa sind für jedes einzelne Land wertvolle Ergebnisse er zielt und die Einigkeit der Alliierten gestärkt worden.

An Großbritannien sind seit dem Wassew» stillstand etwa 2 Mickionen £o. Schiffsraum aus- geliefert worden. Diese Schisse werden zum Vor­teil des eng'ischen Staatsschatzes tieriauft weroen und dec Erlös wird m erster Linie für die Un­kosten der englisch n Vesatzungsarniec und in zwei­ter Linie für Den eng ifdym Anteil an der Wieder­gutmachung verwendet werden.

Deutschland Hal zugestimmt, 2 Millionen Tonnen Kohlen Monat ich zu l.efern, wovon l' ,- Millionen an Frankreich geh n w.wse l. ES ist erwiesen, daß sich die Deutschen mit dem Problem der Entschädigung a b ge» müht haben und große Anstrengungen machen, um damit vorwärts zu kommen L.o>.)d George betont- dann, daß Pläne zur Beschaffung vonGeldmitteln au gech- lt um Teutsck)- land in den St<aw setz n, Zahlungen zu leisten. Ein Verstlch Deutschlands, sich den eingegangenen Verpflichtungen . u entzichm, ist nicht wahrzu­nehmen Während der-.frf'en Wochen wird «ich ein Ausschuß von Sachoeritändigen mit den Plä­nen befassen

Zur Frage der Kricgsverbreckier bemerkte Lloyd George: In Svaa ist eine Abmachung ge­troffen, c-ie es ermöglich-, die Frage zu einem neuen Zeitpunkt ohne Verzug mit Nachdruck zu behandeln

Die En tw ass nungs frage ist eines der schwierigsten Probleme gewesen. Bezüglich der Kriegsflotte ist ein befriedigender Foriichritt er­zielt. Es sind nur noch einige Schiffe und ge­ringes Material auszu icf rn. Alle großen Schiffe, U-Boote und Torpedoboote sind au?g.'liefert. Gegen Ende September dürfte der ganze Rest der slriegs- sahrzenge auägeh.iert fein. Unter den an die Al liierten aueg.li f rten Kricgsmaterialbeständen befinden sich 2JÖ03 schwere Geschütze. Tas deutsckie Heer hat noch 2000 Maschinengewehre, eine grjfre Anzahl Grabenmörser, l*/a Millionen Handfeuerwaffen, 176 Millionen Patwnen, 25 Millionen Granaten im) noch ben größten Teil i>er Flugzeuge. Die deutsche Armee ist bereits aus 200000 Viann vermindert ipordcn. Es befinden sich aber noch 3 Millionen Flinten in Deutlckstano, die noch nicht ausgeliefert sind. Tie Hcklfte der mlsgelieferten Geschütze ist bereits zerstört. Von lern Rest werden gegenwärtig 1000 Stück wöchentlich zerstört. Tie Deutschen haben noch 6000 Ma ckstnen- gewehre. Ferner befime.l sich außer dem regulären Hserc noch ungefähr 1 Million b.wiffnete Män­ner in Teutschlan». Es befindet sich also allzuviel Kriegsmaterial in Dnttschlano, als daß man sich fidier fühleil flamt. Die Gewehre toenben nicht and» gelleferi, weil ine politischen Parieien in Deutsch­land einander mißtrauen. Tie ?llliierien 'xtben verlang^ daß eine Proklamation erlassen tvird. Sie hoffen, daß daraufhin die rückständigen Ge- wchre bis Ende September aue^eliefert sind.

Ter Premierminister schloß- Es sind viele billiae und alberne Spöttereien über die bisherigen Konferenzen laut genwrden Hätte die Konferenz von Span vor 1914 statt gefunden, hätte es Über­haupt keinen Krieg gegeben.

Einladung Wilsons zu einer Völkerbunds- nerfannnlung.

Landon, 22. Juli. (WTB.) Reuter. Ter Völkerbundsrat gibt beDamit, Wilsan habe bie Völkerbundsversammlung für ben 15. November nach Ge n f einberufen

Die Bolschewisten vor Viplistock.

Paris, 22. Juli. (WTB Nach den letzten in Paris eingetroffonen Meldungen soffen sich die Bolschewisten bereife vordenTarenvon Bialistock befinden.

Sport.

** Leichtathletik. Bei ten national l en leichtathletischen Wettkämpfen am vergangenen Sonntaa in Marburg, bei wel­chen unter anderen auch bie Städte Kassel, Fulda, Hannover und Bad-Nauheim vertreten waren, errungen bie Teilnehmer des Gießener Vereins für Rasenspiele 1900 e. B. folgende Preise: 100-Meter-Lauf: Rud. Werner 1. Preis mit 11,9 Sec. unter 27 Mit bewerbem: 400--Metcr-Lauf: Münier 3. Preis 57 Sek.; 800-Meter Lauf: Stcffens 2. Preis. Ferner errarig die Stafett en -Mann schaft in der Olympischen Stafette den 2. Preis.

** Fußball. Für Sonntag ben 25. Juli hat ber Verein für Rasenspiele 1900 e V. ben Wannten Fußball-Sport-Verein F-vankfurt zu einem Wettipiele nach Gießen verpslich-rct. Tic Vramisck-aft gilt als befou.ers spi ck stark und stand bei den letzten Mei,.erschaftsspielen im Nord-Main Kreis au zweiter Stelle mit nur zwei Punkten weniger als der Streikntcifler Frankfurter Fußball Verein. Tie MnrnfckMft des hiesigen Vereins spielt in alter Aufstellung. Siehe Anzeige.

£)ocbfcbttbmd>riditen.

fg. Heidelberg, 27. Juli Dr. Arnold Rüge, der Privatdozent für Philosophie an der Heidelberger Universität, ist durch das badische Kultusministerium bie Erlaubnis z u Vor­lesungen entzogen worden. Sluge ist ein Nachkomme des berühmten Acsthetikers und Poli­tikers und stammt mütterlick>erseüs von Rudolf Vftchow ab. Die Gründe seiner Maßregelung werden in der Betätigung seiner schroff nattonali- stischen und antisemitischen Gesinnung gesucht.

lCird>[idie Nachrichten.

Israel. Religio nsgemeinde. Gottes­dienst in der Syn-aaoge (Süd-Anlage). Samstag, den 24. Juli 1920. Virabd.: 7,45, morgens: 8,30, nadj.ni.: 4,00, obds.: 9,15 Uhr.

Israel. Di e l i g > n s - Gesellschaft. Sabbatfeier den 24. Juli 1920. Freitag abend 7,45. SamStag borm.: 8,00, nachm.: 4B0. Sabbat- ansgang 9,15. Wochengottesdienst: Sonntag mor­gen 6,15, an ben übrigen Tagen 6,30, abds. 8,00.

Vermißdite».

* Prinz Joachim als Husar. Aus Kassel wirb uns geschrieben: Einer der flotte­sten Husarerroffiziere, die Kaffel je gehabt, war ber jetzt verstorbene Prinz Joachim. Die erste Eskadron des Husarenregiments 14, deren Ritt­meister er war, hatte einen fürsorglichen Chef. Er liebte es, mit Musik durch die Stadt zu reiten. Gelegentlich ber Tausendjahrfeier ber Stadt Kassel wurde er mit seiner Eokapron gefilmt, und als ber Film in einem Kino vorgeführt wurde, hatte er nichts Eiligeres zu tun, als das Theater für einen Nachmittag zu mieten, damit sich seine Bindfadenjungens" auf der weißen Wand be­trachten konnten. In der prächtigen Karlsaue bewegte er an jedem Morgen seine Pferde. Auch dabei ließ er sich gar zu gern filmen und phow- graphreren. Besoilders fröhlich war er in fröhlicljem Kreise, und bei dem Kaisergeburtstagsball drehte er manche Husarenbraut im Tanze. Kabarettkünst- ler zog ec oft zu Sonderdarbiettmgen als Gast in das alte kur hessische Prin^enhaus, das ihm zur Wohnung diente. In denselben Räumen hatten sein Vater und fein Onkel, der Prinz Heinrich, als Gymnasiasten gewohnt. Wenn man in Kassel vom Prinzen Joachim sprach, dann hakle man nur den ftöhllchen Husar vor Augen. Anders konnte sich ihn niemand vorstellen.

1 laufe Wer schritten Harpener. PliSnir-Nhemstabl und besonders Bismarckhütte nach Zurückgewinnung der anfänglichen Einbußen die gvi.ngen Schluß- furie teilweise erheblich. Bei den letzteren sott es sich um Jnteressenkäufe handeln. Petroteumivert. waren bei unerheblichen Kins chwantungen, ebenso wie Kolonialwerte, vernackiLaifigt. Auch auf den übrigen dMrkten, eiiffchließlich dos Rentenmarkre^. ivar nidtS von Bedeutung Veranden Am Ein hritsindustriemarkt ist iveiter eine zuuehniend: Br teiligung des Publiflums feststellbar.

Frankfurt a. M., 22. Juli. Börsen­stimmungsbild. Tie Sttmmimg war bereife an der Mittagsbörse wieder etwas besser und ge staltete sich im Abendverkehr wieder aus ben meisten Gebieten fest. Vielfach fjnnten die .^lürseinbußeti teilweise zurückgewonnen, teiliveile erhöhen. Im freien V'rfehr waren Teuffche Petroleum um zebn Prozeiit höher (807.\ Teutsche Erdöl fest 1560. Monsfelder Küpe 4675. Heldburg 288.. Südsee- Phosphat 1850.Elettro Lahmep r blieben bei regever Nachfrage 201. plus 12 Prozent A. E. G. 310., Siemens Vckriobe 103 2 plus 3' « Proz. Schantungbahn zigen um 20 Prozent auf 660. an. Teutsch Uebcrfee Eertificatc genunn.cn 40 Pro­zent auf 795.. Mexikanisch: Anleihen lebhaft und höher. 5 Prozent Gvlönlexikaner 359. plife 831 Prozent. 5 Proz Silbermexiktner 296 bis 300 plus 512 Proz.. 41/« J-rrigattonsanleihe 2081/» plns 8Vs. Auf dem Gebiete der Jndustriepapere sind Ehernisdje Mansth.im um 6 Prozent auf 528. gesteigert, Maschineiif. Faller u. ScAeick)er zogen . 7 Prozent auf 139 an. Holzverkohlung fest 350 plus 5, Bad. Anilin eriplt 468. plus 3 Proz. Farbwerte Mülffhckm 6 Proz. lröher 256.. Mon- tanpapiece ungleichmäßig. Gesteigert nnrü.en um IG' , Pr^z. Lochringer Hütte, Harpener 372. 7 Pr^z. l/öher, dagegen miterlagen Buderus er­neutem Angebot 290. (minus 14Vs). Spiegel imt> Spiegelglas notierten 3GOV4, Metall Biaigwerte , 230., Hamburg Paketsahrl 1801/4 minus l3/«. , Ratioivallunk für Deutschland "bluff nachböfelich 150 bis 151.. 5 Prozent Reichsanleihe 79Vr.

Iber Telegraphenlinien mit bevorzugten Tienst- iriegrammeu b sonders zu leiden.

** T a b a k ,1 e u e r u n d A r b c i t s m a n g el. Die Uut.riiüBung an Hausgewerbetreibeiioc auf Grund des Tabaksteuergesetzes ist vom Reichs- mimftec ber Finanzen erweitert worden Um mög­lichst zahlreichm Arbeitnehmern Beschäftigung zu terithaifen, sind statt 8 vielfach nur 6 Stunden am Tage gearbeitet worden. Die Arbeiter haben somit nur drei Viertel ihres vollen Lohnes be­zogen und würden ki weiterer Kürzung um ein Viertel nut neun Sechzehntel des normalen Ar­beitsverdienstes als Unterstützmig erhalten. Um dies zu vermeiden, soll bis auf weiteres bie Unterstützung aus ben vollen Betrag bes früheren gemäßigten Turchschnittslohnes erhöht werden.

** Tas Wettspiel des Vereins für Bewegungsspiele gegen die Ligo Mannschaft des V. s. R. 1900 Offenbach findet morgen, Sams­tag, abend 6V2 Uhr auf dem Trieb statt.

Landkreis Gießen.

** Wieseck, 23. Juli Am Sonntag, dem 15. Juli, veranstaltet das Wiesecker Orchester ein iroßes Blaskonzert unter Mitwirkung des Gesangvereins Eintracht. Das Programm ist sehr reichhaltig. .Neben anderem kommt ein von dem Leiter ber Kapelle PH. Groß komponierter Wie- vcker Sängermarsck) für Gesang und Orchester sowie Piswnsolis ^Solist Herr Kümmel) zur Vorführung.

Kreis Alsfeld.

np. Aus dem O h m t 2 l, 22. Juli. Tie Poggenernte hat begonnen. Im bärigen Jabre wuche der Roggen kur; vor ber Ernte in einigen Gemarkungen vom Hag l zersch'agen. Tie Roggen- feFcr standen meist sehr schön, nnkrautfrci. lang» halmig und vollkommen in ber Aehre. Es wird von Miseren Landwirt'n begrüßt, daß bas Ver­wiegen ber ans.g.brosckenen Frucht ausoehoben ist. Die letzten Gewitter haben zwir kräftigen Regen gebracht, aber immt iixf? feine gründliche Tnrch- ioeichung d«S Bod^rns. D»fe> zeigt sich in dem rtieueren Wasserstand der Bäche. Aber Kartoffeln, Bohnen unv Gurken ist der Regen äußerst dienlich gewesen.

np. Dow Vogelsberg ^22. Juli. Die letzten Wochen fiitb für unsere Bienenzüchter völlig honigarm verlaufen. Wohl blüb n die Linden reichlich, aber die Trockenljeit ließ keinen Honig ent­stehen. Die Blumen an den Feldrainen usw. sie tragen keinen Honig. Die Nachtracht, die sonst durch Sommerraps ermöglicht wurde, ist ausgesaffen.

Kreis Schotten.

Iugendscst bei Glashütten.

v. Oberl ais , 22. Juli. Am vergangenen Snmtag feierte die Iugendvereinigung Oberlais Glashütten ihr zw itfe Jugend- fest. Es toirbe durch ein n Festgottesdienst im alten Sir di ein zu Unterlais erngrieitet, wo ber Drt-?grifll:dy? Pfarrer Weidner predigte. Die Mitwirkung von Frl. Geria Doepner und Herrn Kammer änger Bischofs, Mbe vom Pan* deStheater in Dacmstadt, sowie des Schiilerchors intb der 3ugcnbfapelle gaben ber gotfesdioistlidvn Feier ein- besondere Wckhe. Am Nachmittag sand int Buckienwald bei Glasbübetn ein Wald fest statt. Nack, einer Ansprach- des Otto Poller aus Glashütten und einem Li"de des von Lehrer Lehme r geleiteten Jugendgesangvererns (Glas­hütten begann die Ausführmtg von Schönhcrs »Glaube und Heimat". Wie bei der vor- iftfrrigen Tel aitffüfrnmg wirkten auch MeSmal in len ,vaut*tro l n bewäl> t Künff er des Da mftü tec Landes h at.rs und Bao dffiuheimer Kurii-eaters ntit. Aber aud) die jugendlichen Darsteller von Oberlais waren ihrer Aufgabe gcnxrdrfen. Einen würdigen Abschluß fand die Auffülftiing durch das von ber Jugend kapelle an gestimmte Luther- l.ed, das von den Anwesenden mit Begeisterung mitgesungen wirr de. Direktor Hafsinger- Darmskaot hielt bie Festrri>e. Er sprach über die Bedeutung des Volksthwters für die Volksbildung uni) die so notwendige Verständigung von Stadt und Land. Der Jugendverein Glashütten brachte baruad) Körners SoldatentragödieJosef Heyder i dt" wohlg lungen zur Ausführung. Sie Ä ftinb durch ben gemeinsam n Gesang vonMorgen-

Bad-Nauheim v

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