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Reichs
Völkern ngspolittk betreffend die Errichtung
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d s den ftem d s '.eutfchen indu riellen 2ebcnd bildet. Tcm Voritzenden deS intcrai iicrlen lieber« wackun gHaussckms' es für das 2arj>..-&r, Omer dl Rollet, ist cruß?td?m. eine genaue Ueversicht bet Truppen verbäick: ut ter öOb'.ilometcv-Zane übci-
Devon
imfeeittn aniam| i($)8eit lagen wit
mittel t worden.
Die Verhältnisse
iit den Marinegarnisonen.
Berlin, 22. April . (WTB.) Im
Der 1. Mai.
Danzig, 22. April. »Wolff.) Der Än trag der sozialdemokratischen Partei, den 1. Mai als gesetzmäßigen Feiertag zu erklär- • ren, ist vom Staatsrat abgelehnt worden.
tsangehörigkeil te« i Angehörigen oder getragen werden,
n, 500 Mark.
n unter besonderen lbteilung sür M-
eföhlene mit Unter nanstalt zur . .. rdcn, haben sich u geleisteten Bahitien Inahme ihrer Weg' der Anslattsdireknan
ntg, bie oon _ jeden in gebrauchsiÄWr rmg 82ttin dr Myrn Amenoci'
Ürt sind oder klinisch v>it der Anstallsnc fen Krankenhaus p enlMSpslege. eW terstWngsPkllchtrga
Bergmanns wo hnungew
Abg. Tr. M u m in (D.-N.) befürwortet Antrag, bei der Gunvährung von Beihilfen Reicksmitlcln für Bcrgmannswohnungen, den Erzbergbau dem Kohlenbergbau gleichzustellen.
Abg. Osterroth iSoz. beantragt, auch die Kalrbergarbei er cinzubeziehcn, die Mi tel ab.r nidn aus Reichsmitteln, fonbent aus den AuSlarrdsüber
Revolten in der Hörtet
Amsterdam, 22. Avril. (WTB.) Laut „Telegraar" melden die „Times" aus Konstantinopel : Die nationalistischen Truppen habcu bat Smyrna- Abschnitt teilweise geräumt.
Dom parlamentarischen Untersuchung;- aurichuh.
Berlin, 22. April. (WB.) Der zweite Unter« ansschuß des parlamentarischen Unter» s u 'chn n gsausscku s s es beschäftigte sich heute in nichtöffentlicher Sinnig mü b-m Stande und der Fortsetzimg seiner Arbeitar. Es wirb zunächst beschlossen, den für die Friedcnsa Etun Wilsons weientlichen Teil der Ansagen des kommisarssch vernommenen Majors v. Poren zu veröffentlichen. Weitere ^Vernehmungen sollen in der Fnes.ns-- aktion Wilsons vvraus'icknlich nicht mei,r statt- finben, so ba& die Arbeiten des Unterfuchnngs- ausfchusses über diesen GegTnstcmb der Untersuchung vor dem Mschluß stehen.
Ter Ausschuß beschloß ferner, nunmehr bad gesamte Aktcnmaterial über die Vorgänge, die zur Juliresolution 1917 führten, sowie die Wirkung, welche diese Refolutron in der Friedensfrage auslöste, mit besonderer Rücksicht aus die F-rage, ob tatsächlich durch diese Resolution tne Friedensmöglich teiten unterbrochen würben, zu ver- öfscntlichcn. Ter Bericht des Unterausschusses über die Eraebnisse seiner Untersuchungen über die Friedens-aktion Wilsons an das Pl-mmn des Unter- suchmigsausschuss-es soll noch vor dem Zusamnten- tritt des neuen Reichstags durch den Berichterstatter erfolgen.
.ut. • • • • jungen, welche iw» §oder ^eweiM “n mir die wW f chne EinwilliM
Deutsche Nationalversammlung
* Berlin, 22. April.
preisen zu entnehmen.
Der Ausschußantrag wird mit dem Antrag Osterroth angenommen.
Der Gesetzentwurf über
Maßnahmen gegen den Wohnungsmangel wird dem Wohnungsausschuß überwiesen.
Es folgt die zweite Äwatung des Entwurfes
Vizepräsident Lobe eröffnet bie Sitzung um 1.20 Uhr nachmittags.
Mündlicher Bericht des Ausschusses für
Generalstreik in Clsak-Lothringen.
Paris, 22. April. (WTB.) Rach einer So- vaSmeldmtg aus Mülhausen ist ter Befehl junt Generalstreik nm Mitternacht geg^ den worden. Die Ei'enbal-ner haben heute vormttiog die Arbeit verlas'en. In der Stadt ist der Verkehr unterbunden. Die Textilfobrilen, die Metall- worenfobriken, die clekt'.ifchcn Unternehmungen uno die großen Geschä'te find geschlossen. Keine Fettung erscheint. Tcleplion und Telegraph funktionieren noch. Die Sd'.dt ist sehr lebhaft. Die Ordnung wurde nicht gestört.
Rach einer Havismeldung aus S t r a ß b u r g sunktioniert die Elektrizität seit Mitternacht nicht. Seit heute vormittag ist der Ausstand allgemein, nur die Post 'hält einen beschrrnkten Tratst aitTj recht. Einige Züge sind angelommcn und abge- gangen.
Rach einer Havasmeldung aus a a r g c - münd und Metz scheint in Lothringen der ()k- neralstreik nicht allgemein durchgefuhrt worden zu sein.
Au» dem Reiche.
Pcrfonalverändcrungen in der Heeresleitung.
Berlin, 22. April. (Wolff.) Auch Hauptmann Hahn vom persönlichen Stabe des Reichswehrministeriums wurde, wie Major v. Gilsa, beurlaubt. Wie wir erfahren, stehen weitere Personalveränderungen in der Heeresleitung und in den Personalämtern bevor. Der persönliche Stab des Reichswehrministeriums soll ganz aufgehoben werden, da man von dem Gedanken ausgeht, daß der persönliche Stab nur eine Wiederholung des Reichswehrministeriums sei und als solcher durch die Verkleinerung des Heeres überflüssig werde. Irgendwelche Differenzen sollen bei der Beurlaubung nicht mitspieleu. Beide Offiziere beantragen lediglich einen längeren Erholungsurlaub. Mchjor v. Gilsa will sich nach Oberbayern begeben und auf Wunsch des Reichspräsidenten später einen Posten in der Reichswehr übernehmen.
Rechtsanwalt Bredereck feftgenonrmen.
Berlin, 22. April. (Wolff.) Rechtsanwalt Bredereck, der Pressechef der Kapp- regierung, der sich unter dem N^men eines Ingenieurs Karl Schuldig in Teltow bei Potsdam aufhielt, wurde von Polizeibeamten dort fest genommen und in das Berliner Polizeigefängnis gebracht.
Eine sozialdemokratische ReichSpartri- konftrenz.
Berlin, 23. April. Wie der „Vorwärts" mitteilt, wird die Reicksparterlianferenz am 5. und 6. Mai im Herrenhaus sdtttnnden. Ter Partetiurstand erwartet 250 bis L <5 Teilnehmer. Tas Referat über den einzigen Punkt ^rLages- orbmmti. die politische SaöC_unx> bie bevorstehen- den Reicks agswahlen, hat Laxndenumn.
Reichswahlgefetzes.
Reicksminister Kock: Ich begrübe es mit großer Genugtuung, daß der OJe,e(K!tttvurt im Ausschuß einstimmig mit genug n Aend-rungm angenommen worden ist, weil dadurch iic Gefahr einer Vergiftung des Wahlkampfes wegen deb Verdachtes einer gefälschten W-olilgeometrie entfällt. Alle Fehler ter Verhältniswahl sind nock nicht vcrmssden. Aber die spbundene Liite bteiet noch) immer die größte Freiheit. Daß bie Wahl denjenigen für g.wälckt er Härt, der über 60 000 £ tim men auf sich vereinigt, Wirb die Wahl vol ls- türnlid) machen. Die umstä dich)? Berechnung entfällt und die Zahl der Abgeordneten steigt mit der steigenden Wahlbeteiligung. Bebauer ich ist, daß wir noch) nickt überall zu kleinen Wall kr eil en zurückichren konnten. Eine Ueberfchätzung br Bedeutung der Reichswahlliste für die überzähligen Stimmen ist nickt angebracht. Die emi.cn G:- fak-ren für bie Abstimmungsgebiete durch die früher an ne letzten Reickstagsiralilen dürfen nidjt verkannt N'erden. Tic Wahlen in Oberfchleien und Ostpreußen zu vertagen, scheint nock immer das go- ringfte liebel. Hoffen, wer, d 1: das laute Bekenntnis zum Teutl'cktum nt bi en Pwvinze,, unverändert bestehen bleibt. Bedauerlich ist es, baß es uns versagt ist, un <r>aar<K5üt und in Eupen- Malmedy wählen zu lassen. Wir gcdenvcn trotzdem der dortigen Bruder in Toeue.
Abg. Schmidt- Sachsen (Soz.): Der Gesetzentwurf kann sich sehen lassen. Der Ausschuß bat gute Arbeit geleistet.
Abg. Broda uf (Dem.) nimmt dem zu. Ter Entwurf wirb auch ben schwierigsten Verhältnissen gerecht.
Abg. Eichhorn (USV.) bedauert, baß durch bie Verhol tniswÄl bic engen Beziehungen des Ab geordneten zu seinen Wählern lxeinträchtigt werben. „ .
Abg. Dr Dietrich (T.-N-): Den einzelnen Bestimmungen des Enuvurfes können wir im »wesentlichen zustimmen. Es war bie Schuld der Regierung, baß sie bas Wahlgesetz nicht früher eingebracht hat.
Nach weiteren Bemerkungen der Abgeordneten K e m v k e s (D. Bp.), Schmidt- Sachfen (Soz.), Wald stein (Dem.- und Leicht (Ztr.) wirb § 1 des Entwurfes angenommen.
Zu 8 2 beantragen bie beiden sozialdemokra - tischen Parteien bie Streichung des Absatzes, welcher ,
den Soldaten das Wahlrecht nimmt.
Abg. Schmidt-Sachsen (Soz.) begründet biefen Antrag.
Abg. Hausmann (Dem.) spricht dagegen. Bei den letzten Wahlen war es etwas anderes, als ein Heer von neun Millionen aus dem Felde zurückkehrte. Jetzt dürfe man dem Heere, besonders den £ irisieren, nicht die Erlaubnis zu politischer
Reickstagswahlen zur Schaffung einer sozialdemokratischen Parlamentsinehrl-eit fordert imd iid) unter Ablehnung jeder Diktats utr^HerbeisüInung «einer Einigung mit der IlSU auf dem -Boden einer rem demokratischen sozialistischen Republik bereit erklärt.
Kabincttswechskl in Sachsen.
Dresden, 22. April. (Wolff.) Die Meldung über den bevorstehenden Rücktritt des sächsischen Ministerpräsidenten Dr. Gradnauer bestätigt sich. Mil dem Mini sterpräsidenten wird verfassungsmäßig da? gesamte Kabinett zurücktrcten. Es darf als sicher angenommen werden, das; das neue Kabinett wiederum ein Koalitionskabinett fein wird.
wird feit drei Tagen hestig gekämpft. Der Kamps scheint ungünstig für Anzavur Pascha zu sein, beim er ist in der Richtung auf Panderma zurück- «gangat. Aus Konstantinopel wurden Mann- schäften und Munition an ihn abgesandt. Tie Regierung, die den Offizieren der regulären Truppen nicht traut, ist damit beschäftigt, ein Frei- Willigenkorps gegen die Nationalisten zusammen- zustellen. Auch in Thrazien ist es sehr unruhig. Damad Ferid Pascha, der zum Gouverneur von Rodosto ernannt worden war, ist, ohne sein Amt übernommen zu • haben, zurückgekehrt, weil sein Leben in Gefahr war. Jaffar Tajar Bey, der Militärgouverneur von Adriaiwp.'l, bat, ermutigt durch die Niederlage Anzavur Paschas, wiederum revoltiert.
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Agitation geben.
Abg. v. Graefe (D.-N.): Meine Parteifreunde sind sich darin einig, daß die Politik nickt m das Heer hineingetragen werden darf. Ein Teil meiner Freunde hält auch heute daran fest; ein anderer Teil glaubt, daß man Söldner, die sich auf 12 Fahre verpflichten sollen, nicht von bat politischen Rechten ausschließen bars. ,
Gras Posabowsky (D.-N.) hält mr feine Person eine politisier en de Armee als eine Gefahr für jede Regierung. Ein politisch gewordenes Hser ist noch gefährlicher, oM ein polrtt-
Kann sich die Lage der Lederindustrie ändern?
Der neue Reichsfinanzminister Wirth hat am Dienstag int Hauptausschuß der Nationalversammlung einen düsteren Ueberblick über die Reichssinanzlage gegeben und ein • Defizit von annähernd 3 Milliarden Mark festgeftellt. Die Deckungsfrage hat der Minister kurz gestreift, und sein Programm im eiiv zelnen hat er noch nicht verraten. Da er auch von Monopolen und einer Verbindung von Steuer- und Wirtschaftspolitik sprach, ist der folgende Vorschlag ivohl beack)tenswert, den Herr G. B u e tz in der „Deutschen Wirt- schafts- und Sozialkorrespondenz" madit:
Bon allen Seiten erheben sich die Klagen über die Zustände auf dem Häute-, Leder- und Sckmb- flMirte. Die Preise sind in der Tat ungeheuerlirij. Der fabrikmäßige Herstellungspreis eines Box kalt- Lerrenfchuhs betrug Ende Februar 362 Mk. Ein Schuh, der im Frieden etwa 12 Mk. kostete. Tie Häutepreise sind unter der Aushebung der Z'wangs- rmrtfdMft in einer erschreckottden Weise gestiegen. Die Höchstpreise betrugen im August 1919 für Bodenleder 13,75 Mk. für ein Woaramm, heute werden das Kilogramm zu über 150 Mk. gehantelt: Oberleder, bas 25,50 Mk. pro Kilogramm kostete, ist heute zu über 200 Mk. zu haben Boxkalf stieg von 3,15 auf 55 Mk. pro Quadratfuß.
Die Feststellung biefer unhaltbaren Tatsackxm ijitft nun sehr wenig, wenn sie nicht zugleich mit ber Frage verlrunden ivird, ob nicht eine Aenderung der bestehenden Zustande rnvglrck) ist. — Eine neue Zwangswirtschaft einzuführcn, nack)dcm die .VriegSpoangÄvirtschost aufgelwbcn wurde, erscheint «icht ratsam. Wohl aber sollte man ben Gedanken her (Srrid4ung eines Häutemonopols unterstützen. Die Zustände siitd in der Tat unhaltbar. Der Preissteigerung ist nicht zu begegnen, sie wird sich int Gegenteil durch bic Massenablieserung au Vieh noch verstärken Auf biefem mit ber Hilfe der Regierung errichteten Häutemonopol müßte lieb in der Form von Selbstorganisationen die Produk- titm der Leder Hersteller und der Lederfabrikanten aufbauen Das auf der gemeinwirtschastlickwn On-undlage betriebene Gefällemonopol Würde die Pr-ise-senken, und so den Selbstverwaltuugsorgani- iatiouen die Möglichkeit bieten, ihrerseits eben- fall» weit unter den heutigen Preisen produziere» ■u können. Die Selbstoerwaltungskörper der Ledcr- yrfteUer und der Seberfabritanten müßten ihrer- ritL von der Regierung gcgenkontrolliert iverden, m zu erreichen, daß auch hier nicht nur eine reine Interessenvertretung heraus gebildet Wird, sondern taft auch hier die Prinzipiell der Bewirtscl>astung cuf der gemeinwirtschastlickicn Grimdlage anerkannt werben. Zu diesem Zivecke müßte der Regierung ein Vetorecht den Selbstverwaltungsorganl- ßrtionen gegenüber eingeräumt werden. Eine be- jmberc Berücksichtigung hätte bic Frage der Em- kuhr zu ersahren. Selbstverständllch müßte bic Läute- und Ledereinsuhr, soweit cs unsere Zahlungsfähigkeit zuläßt. in icder Weise gefördert werden. Ta hierbei Auslandsware und Fnlands- rnore in einem Preismißverhältnis suchtmtber toen, müßten bic Preise miteinander ausgeglichen werden, um einen einheitlichen Preis für Auslands- und Zulmtbslvarc zu erlangen. Um hierdurch nicht eine neue unerwünschte Preissteigertrng Für Inlandsware eintreten zu lassen, würbe eine Lusgleick-slasse zu schaffen sein. Tiefe ?lnSgleick)s- küsse würde das inlänbische Gefälle den etnge- fübrten Gefällen gegenüber burck Zuzacklnngcn auf die gleiche Stme bringen. Natürlich wirb | diese Form der Bewirtschaftung in den Ledergroß- kändlerkreisen auf eine starke Abneigung stoyen. ES muß aber hervorgehoben werben, daß die Leber- iitbuftrie von sich aus nicht verstand. Maß zu feilten, denn bic von der Industrie selbjt un Derbst 1919 festgesetzten als ausreichend erkannten Preise laben sich heute schon nahezu verzehnfacht *ue nittlccat und bic kleinen Industrien |tnb letzt tmon »msähig, den Kredit aufzubringen, um die,Roh- frtare bei biefen Preisen einzukaufcn, sie können <udi das Risiko nickst übernehmen. Tiese, in ihrer triftens gefährdeten, Kreise rufen dringend nach «nur Aenckerung ber bestehenden Zustände. Wetter muß daran erinnert werden, daß Leder, für bie Industrie alS Treibriemen, für die Landnnrt- -vfaft al3 Geschirrleder, unentbehrlich ist. Für die -Bevölkerung ist Sckuhwcrk so iwtwendig wie das sffen. Die Bereckgrigung ber Forderung der Pro- wkrion aus gemrinwirttchaftlicher Grundlage muß ncr anerkannt werden.
Ernst unb int Bewußtsein iTrrer Verantwortung I um sich mit regulären Truppen gegen Anzavur immer wi t> r daraus ftinweicn, m;c nächtig es I Pasck« zu vereiniaen. Im Bezirte von Belikesi, ist, immer wieder für die Stube, Sicheryett unb 180 Kilometer nördlich des SoeS von ^Marmora, Ordnung in dein Ocbicic emflehen zu können.
€hte amtliche Mitteilung über die Cruppenzahl im Ruhrgebiet.
Berlin, 22. April. (WB.) In einer vom ÄtTriitze. den der deufchen Friedensdelegittm in -Lettin Prä'idcnvm ber Friedens.ommi i?n rikrgebenen Note ist darauf hingewie'en worden, Satz infolge ber bis zum 21. 4. burckgeführten Verminderung die Kopfstärke der Truppen in ber 50-Krlometer-Zone Sic zulässige Zahl nicht m^hr übersteigt, daß nur nxh b:e Zahl der Verbände um 10 In- »rntene-Betaillone und 10 Sartericit iiberschritten it. Tie Wit.re Veirninderung der Verbände ist in geje w -rt gen Äugend ick nicht angängig, da Üc Durchführuna ber nolizrilickLN Maßnahmoi rt den stark bevölkerten, dicht beieinander liegenden Ortschaften es oe o:'.ders vorteilssafl er'ckeincn la -- kleine Verbände zu verwenden. Unter btc en Umflmtben bat die deutsche Regierung gebeten, -^rß bic zulässige Trnppeitzal.l c..t'prechend trü- *lerer Anttägc lediglich nach Kopsen be- ncjfcn werde. Sie müsse aber inü besonderem
tr-ehrminii'terium fanb hm'e "N»-r dem Bv'' tz deS R icksweh Ministers uno n Anwescnl-ei d s Un er ftaatssekreiärs sowie des fteUveiir.iC.iuen EhcsS der Admiralität eine Besprechung statt mit Vertretern ber Mannebehörben von Kiel und Wilhelmshaven, ferner derolbenburgischen Regierung unb mit dem derzeitigen Zivilgouver- ncur von Kiel. Es wurde festgestellt, daß die ein* aiider ividersprechenden Meldungen über die Zii- tände in der Marine und in den Garnisonen, wie ie vielfach verbreitet worben finb, nur zwecklos >ie (V/cmüter im ganzen Volke erregen und eine objektive Beurteilung trüben, bic wünschenswerte Entwicklung der Verhältnisse zu einem ordnungsmäßigen Dauerzustand aber crschwereii. Es herrscht zurzeit ht Kiel wie auch in Will,elmsl)aven Rul-e «und Ordnung. Alle Teile sind sich darüber klar, >aß auf bic Dauer ohne Offiziere ein regelrechter Dienstbetrieb nicht möglich ist. Es herrscht indessen auch dariil Ueherrinfthnnunrg, daß kein durch die Ereignisse konipromütierter Ossizier zum Dienst Wieder zugelossen werden darf. Tie Unteffuchung der Vorkommnisse in der Marine Wirb burch bas Untersuchungsamt bes Wehrministeriums mit großer Beschleunigung und nur durck dieses durch- gesührt. Ein parlamentarisck)cr Ausschuß prüft unb degulachtet bie Untenuckungsergebnisse, deren Ber- öfsentlickMig bann sofort erfolgen wirb.
• Die Uonferenz von Son Remo.
Berlin, 23. April. Zu der Meldung bes „Matin", Nitti und Lloyd Geopge hätten bie Anwesenheit deS deutschen Reichskanzlers in San Remo für wünschenswert erklärt, er» tänri bic „Rassische Ztg." aus der Reichskanzlei, daß bie deuischc Regierung von einem solck-cn Vorschlag amtlich feine Kenntnis erhalten lM.
San Remo, 22. April. (WTB.) Die beutschc Note, welche bie Forderung nach einer Armee von 2 0 0 000 Mann stellt, hat in Kvnsercnzkrcisen lebhaften Eindruck hervorgerufen. Es fcheint, baß sic ohne lieberrafd/ung und auf cngtifdxr und italienischer Seite sogar mit einem gewissen Wohlwo'len ausgenommen wurde. Aus französischer Seite behält man sich die Bildung einer Meinung vor bis zur Prüfung dieser Frage durch die Konferenz. Es möge sein, daß die bolsck>cwistischc Gefahr eine Vermehrung des deutschen Heeres nötig mache, welches allerdings schon zahlreicher sei, als cs sein solle. Nach dem militaristischen Staatsstreich Kapps könne aber Frankreich gegen eine Verstärkung der deutschen Armee Bedenken hegen. Wenn ber Bolschewismus zu fürchten sei, so sei es der Militarismus nicht weniger. Wenn der Fricdensvertrag daher die von Deutschland gewünsckste Aenderung erfahre, erscheine cs gerechtfertigt, daß Frankreich genügend Garantien erhalte gegenüber jebem Versuch einer militärischen Revanche. Die deutsche Note werbe den Regierungschefs Anlaß geben, das ganze Problem der Entwaffnung Deutichlands zu besprechen.
Paris, 22. April. (WTV3 Der Sonderberichterstatter des „Journal des Debats" in San Remo meldet, daß die deutsche Angelegenheit schon den Gegenstand besonderer arbeitsreicher Verhandlungen zwischen den Miuisterpräsi- denten gebildet hätte. Die Meinungsverschiedenheiten seien ernst.
Die Haltung Amerika».
P a r i 5, 22. April. (Wolff.) Havas meldet aus Washington: Das Staatsdepartement forderte den amerikaniscken Botschafter in Rom auf, an der Konferenz von San Remo tciliunchmcn, ohne sich jedoch an der Debatte zu beteiligen.
Tic Finauzkonfercnz in Brüssel.
Amsterdam, 22. April. (Wolff.) Den englischen Blättern zufolge erging an die Bereinigten Staaten eine besondere Einladung zur Teilnahme an der internationalen Finanzkonferenz in Brüssel. Es ist ferner in Llussicht genommen, daß außer den Mitgliedern des Völkerbundes auch andere Staaten, darunter auch die ehemals feindlickien Länder, an der Konferenz teilnehmen sollen, um Erläuterungen zu geben oder sich über besondere Fragen in den Sitzungen der Konferenz zu äußern.
Ter Prozeß Eaillaur.
Pari s, 23. Amäl. Ter Oberste Gerichtstvf hat mit 213 gegen 28 Stimmen bat Antrag des Generalsiaatsanwalts, E a i l l a u x auf Grund der Artikel 77 und 79 des Strafgesetzbuches zu verurteilen, zurückgewicsen Ter Oberste Gerichtshof prüft nunmehr, ob andere Artikel des Strafgesetz- buckes gegen Eaillaux angewendet werden können.
DitinlitrtiW ltlU' igi9 M
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Aus der sozialdemokratischen Partei.
Berlin, 23. April. (WTB.) In der geitri* aen Funk'.ionärversammlung der so z ia l b e m o -, kratiscken Partei gelangte eine Resolution fierenbes amgehobenes Heer, -tas ictzige deuhcke jur Amuchmc, die die Benutzung der bevorstehenden I Heer darf nur ein Gchonamsorgan der vollziehen-
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Zrettag, 23. April 1920
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