Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Die Gräfin.

Roman von G. W. Appleton.

(Nachdruck verboten.) Fortsetzung 27.

Ich blickte sie erneu Moment schort au, benot ich antwortete, aber sie hielt dm Blick fest uiti) furchtlos aus.

Warum zögern Sie? fragte sie. Ist dies; 3-rage ungehörig?

Nun, Madame, antwortete ich, Wenn ich ehr­lich fein soll, muß, ich zugeben, Mh diese Frag; in unserem Berufe etw.is ungewäMlid) ist. Wetzte, genau wie Rechtsanwälte, sind durch einen imgr- schriebeibcn (So e k der ve pfli 'stet, bi '.^ngetegen- l-eiten ihver Kundschaft nicht mit Fremden zu be­sprechen, und Ste smd, rote ich in aller Ergeben­heit betonen möchte, mir völlig fremd.

Sie zuckte mit ihren prachtvollen Sdwltem, schien aber nicht im entferntesten in Vetkegenlieit zu geraten.

Das ist ja richtig, pflichtete sie mir mit zu­stimmendem Läch ln bet, und g ro s ermaßen vet- biene ich den Tadel. Aber tatsächlich wünsch' ich gar nicht über die Angelegeuhnten tjhr.-i. Pa­tienten zu reben. Mögliche, ro.ie bin i ' schic lt unterrichtet roo.ben. Ich mödjte nur das 2i mir diesen Zweifel durch ein nnzig^s "

Ich werde lölleHms e. t.ä.ifr i ' ~ rtür

alles

einen tieferen Gtirud hatte, mich zu befragen, zö­gerte ich mif meiner Antwort.

Verzeihen Sie, Madame! sagt: ich und ßtzte mein gewt'nnendses Lädteln auf. Aber ich kann nicht umhin, es sehr seltsam zu finden, daß, Sie in dieser Angelegenheit gerade mich zurate gezogen haben. Von Quenis Grate nach Lambeth tft >es ein sehr w ider Weg. Meine Mrtienten sind zu­allermeist recht einfache Leute.

Ich bin mir heften roölst bewußt, sagte sie. Bis gestern war Lambeth für mich nur ein Name, der zugleich mit Armut und Elend verbunden war.

Das ändert nichts an der Sache, tagte ich. Sie können Beinen Grund dafür haben, Ihr; An­sicht heute zu ändern.

Ge.viß' nicht. Ich habe mich ungeschickt aus- gedrückt. Ich wollte nicht btete Auslassung Her­vorrufen.

Tas wäre auch unverstänblich. M^ame, er­widerte ich. Es ist mir gleiclxrmaßen unorstäni- lich, wie Sie bizu kamen, meinen Namm und meine Adresse fennm zu lernen.

Aber mir ist d s sehr leicht verständlich, ent» gegnete sie. ohne sich in ihrer guten Stimmung stören zu lassen.

Tenn, fuhr ich fort, Gräfinnen sind sehr selten: "-aste :n unserem vn us prech.i l a m cligm St d-

Ta von bin ich nicht fo rc't überzeugt, sagte

nehme, in erster Linie einfach <tne Frau )etn. In meinem Bat r ande kommen nnr glicht al5 Gräfinnen zur Welt. Wir si b zunächst einmal Frauen, und Gräsinnen erst nachlxr, nenn W.r törickst genug sind, die hart verdienten Millionen unierer Bätet gegen ausländisch: Titel einzu­tauschen.

Als ich dies hörte, riß, ich die Augen weit auf. So, wirklich? sagte ich. Ich habe mir bas gedacht.

Ich verstehe Sie nicht, erwiderte sie und bohrte mir einen halberzürnten Blick gerade in ine Augen.

Daß Sie eine Amerikanerin sind, beeilte ich mich Hinzuzufügen.

Wiederäm blitzte sie mich an.

Meine Aussprache, rote ich annehme?

Nein.

Was bann?

Ich kam?s Ihnen wirklich nicht sagen irgend ein bestimmtes Etivas, das hm

Stimmt. Ich muß beten leiten Tadel ivohl annehmen Gut also, um zu unserem alten Thema znrückzukeliren: es ist mir sehr klar, baß Ihnen de Bc.mggtündc verdächtig do.kommen, die mich veranlag! haben. Sic zu bitten, heute abend noch lüeh.rzu kommen. Ich gebe zu. b 6 mein Borgehen nicht ger-b.- Vertrauen ein flöß m Gönnte. Bor allem ist e-3 klar, b.nj es das nicht getan hat. Es soll mir eine Lebte, und zwrr ein' etwas beschä» menbe L,'l>re fein. Si' sind ein seltsamer Mann, I S?ert Tolloi!

ersteigerungvon Abfall-

*

Lest Eure Kartoffeln um!

Ihr bewahrt Euch dadurch vor Neberraschurrgen und Schaden!

Aus dem Haushaltsausschutz der National­versammlung.

Berlin, 21. April. (Wolff.) IM Haus- Ha l t s a u s s ch u ß. ter Nationalversamm­lung kam es bei ber Bespredmng der gestrigen Rede d_s Finanzmruifters zu ausgedehnten Erör- tenmgen bei dem Anträge, die Teuerungs­zuschläge für Ei e b ihnarb i er und B rwal-- tungsarbeitet ctuszuzahlen. Auf ernt Anfrage er­klärte der Reick)ssinanzmrniser, sio schwer auch bte finanzielle Belastung des Reichs durch die neuen Lölrnzuschlä.te erscheine, fo notwendig fafa er aus politischen und sozialen Gründen die beantragte Erhöhung an. Er nehme bte Konsequenzen auf sich. Auch der ReilAvcrltehrsminif er Tr. B ll empfahl die Annahme ter Erhöhung. Schließ ich wurde bet Slntrcg Kvtzur (Soz.) angenommen, die Natronalvetsommlurg Wolle be-schließ N:Tie Reichsregiemng wird ermächtigt, bte Tcuerungs- zuschläge für Ei e hrhnatb iter u b Berwaltwigs-

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 22. April 1920.

Wo bleibt die Butter?

Ties ist eine Frage, dwetwillen sich die Gie­ßener Hausfrauen al.Wöcheuteich den .stvpf zer­grübeln, wenn die Lebensmitteltabelle wieder ein­mal nur Margarine oder Talg verspricht. Man weiß sich nicht mehr zu erinnern, wann die letzte Butterverteilung in Gießen stattgefunden hat. Da­bei müssen die Landwirte und die Molkereien ständig ihren Buttertribut der Landes Milch- und Fettstelle entrichten ohne daß man weiß, was dar­aus wird, denn in den meisten Wochen hapert es' sogar an der Krankenbutter, die nur ntefa in seltenen Fällen zugebilligt wird. Wie in Gießen ist es aber auch in anderen hessischen Städten und fo ist es zu begrüßen, daß der Oberbürgermeister von Mainz eine Eingabe an die BolkoHammer, wie an das Ministerium gerichtet hat, in der über die ungerechte Verteilung der Butter Be­schwerde geführt wird, da die Stadt Mainz seit einiger Zeit nicht mehr in der Lage fei, selbst an Kraule Butter zu verteilen. Nicht der Mangel an Ware, sondern die ungerechte Verteilung durch die Landes-Milch- und Fettstelle solle hieran die Schuld tragen. Dieselben Klagen werden gleichzeitig in Darmstadt und durch die Bürgerschaflsvertretung von Offenbach erhoben. Es wäre datier höchst an­gebracht, wenn sich auch Gießen offiziell dem

Holz findet Freitag nachmittag 2 Uhr im Hof des Stadthauses statt. Siehe Anzeigenteil.

** Die Zahl der Unfälle auf Bahnübergängen hat sich im Jahre 1919 gegenüber dem Jahr 1918 wesentlich vermehrt, insbesondere hat sich die Zahl oer überfahrenen Fuhrwerke auf unbewacht«! Eisenbahnübergängen verdoppelt. Dte Ufo fälle sind fast immer auf Fahrlässigkeit des Geschirrführers zuvückzusühren. Wir weisen auf die Gefahren hin, die durch UnaufmerL- samkeit beim Befahren, besonders von unbe­wachten Eisenbahn-Uebergängen, entstehen.

** Geräucherte Schinken! In einer amtlichen Bekanntmachung heißt es: Da die An­meldungen im Verhältnis zu den tiorbanbenet Schinken zu zahlreich erfolgt sind, diese im Inter esse der Empfänger aber nur einmal biirdjgeteilt werden können, muß einem Teil der Reflektanten ein Stück geräucherter Schinkenspeck zu-

Valutagewinne besteuert, aber nicht als Sonder- befleuewig, die über den Rahmen der übrigen Steuer gefafa hinausgehe.

Oh..e erhebliche Debatte und mit unerheblichen Abänderungen wird der Gesetzentwiurf erledigt, ebenso in dritter Lesung.

Es folgt die zweite Beratung deS Besitzsteuergesktzes.

Nach kurzen Bemerkungen tat Abgg. Rießer (D.Vp.), K eil (Sojl), Düwell (USP.), Wald- tein (Dem.) und Dr. Mumm (D.-N.) wird der Entwurf angenommen mit der Abänderung, daß außer den Goldmünzen auch die Silbermünzen nach dem Metallwert zu bewerten sind.

Das Gesetz wird dann auch in dritter Lesung angenommen.

Außerhalb der Tagesordnung kommt sodann noch zur Beratung ein Antrag des Haushaltungs- ausschusses betreffend die Auszahlung der detem- barten Teuerungszuschläge für die Eisenbahnarbeiter und Verwaltungsarbei­ter, die zwisdsen der preußischen Eisenbahnverwal- tung und den Eisenbahnerorganisationen verein­bart worden sind. Eine entspreckiende Ermächtigung soll für die übrigen Zweige der Verwaltung erteilt werden. Es handelt sich zunächst um einen Betrag von 21/2 Milliarden. . .

Reichs inanzminister Wirth: Tie finanzielle Tragweite ist auß,?ootdmtlich groß für das Reich. Ter NeichsverkefaSniiuislet unb der Neickspost-- ministm sind mit mir einig, die Konsequenzen des Antrages auf uns zu nehmen. Die Reichsbesol- dimgsovdnug wird zunächst sich darauf aufbiuen müi en. Ti? V rhandlm.gen über einen RickS- lvhittaris mit de 1 Eisenbahncworgcmitatwrten besin­nen in den nächiten Tagen. Die Er-enbllmet brauchen eine Verschleppung nicht zu befürcksten. Tie ein getretenen Teilüreiks ft.b mit dem demo­kratischen Gedanken uillst vereinbar. Durch sie hat sich niemand beeiiiflusten lassen. Aber wenn man Zuschläge geben will, gebe man sie rasch. Mit dem Vorweg! ehmen dieser Zufch äge wird allcr- dings die Finanzgebahrung des Reiches auf lang? hinaus auf das Empfindlichste be inslnßt. Ich werde über untere Finanzlage Anfang nächster Woche ai s'ührlich sp echen. Dte Lage wird durch die Vtahllemgung bedingt. Ich will aber feine Polemik entfadjen. Stimmen Sie dem Anträge zu, so schwer es Ihnen auch wird, aber geben Sie dem Manne, der in der Arbeit steht, die Lebensnotwendig Veit.

Abg. Pachnicke (Dem.): Wir befinden uns in einer Zwangslage. Wir stimmen zu mit Rücksicht auf die Erklärungen der drei betei.igten Minister int Ausschuß, daß die Bewilligung nötig sei im Interesse der Aufrechterhaltung eines geordneten Betriebes. Wir erwarten noch immer das Schlich- tuNgsgesetz.

Reichsvetkefasminister Dr. Bell: Die Forde­rungen der Arbeiter sind nach eingehender Prü­fung seitens des preußischen Ministeriums b.r öffentlichen Arbeiten und des Reichs Verkehrs Mini­steriums als durchaus berechtigt anerkannt worden, insbesondere im Vergleich mit den Löhnen der Privatindustrie und in den städtischen Betrieben. Wir erwarten aber, daß diese Streikandrohung die letzte war und daß die Arbeiter ihre ganze Kraft in den Dienst des Vaterlandes stellen.

Abg. Frau Zieh (U. S.) stimmt dem An­träge zu, der ein Mindestmaß darstelle.

Abg. K 0 tz u r (Soz.): Die Streikdrohung ist geschehen vor dem Zeitpunkte, als der Ausschuß sich mit der Frage beschäftigte. Die Teuerungszulage muß nach der Skala erfolgen, dte wir gefordert haben.

Abg. Nacken (Ztr.) stimmt dem Anträge zu. Sachlich sind die Forderungen der Arbeiter be­rechtigt.

Abg. Deglerk (D.-N.) protestiert gegen das Vorgehen der Arbeiter. Die Bcamteupensionäve warten seit länger als einem Jahre auf eine Auf­besserung ihrer Lage. Es ist sehr schwer, dem An­träge zuMstimmen.

Reidzssiuanzminister Wirth: Ich übernehme die Verantwortung für den Antrag.

Nach weiteren Bemerkungen b.t Abg. Beu er­mann (D. Vp.) und Frau Zieh (USP.) wird der Antrag angenommen.

Nächste Sitzung: Donnerstag 1 Ufa. Wahlge­setz, Reichspräsidentenwahlgesetz. Schluß 9 Uhr.

deutsche Wagen in polnischen Zügen amfber Strecke EzersrMarienwerder und nur bet 4-age offen. I Eine derartige plötzliche Sperre entspricht zumindest nicht dem Sinne des Artikels 89 des Vertrages. Wir haben sofort Einspruch erhoben. Unsere Be­amten sind besonders schwer davon betroffen. Wi haben auch bei der interalliierten Kommission tu Paris protestiert. Morgen fährt eine Abordnung pes Auswärtigen Amts, des preußischen Staats­ministeriums und des Reichst ustizmi-istetiums nach Ötefen zur Regelung der B-eamtenfragcu. Es ist Aussicht vorhanden, daß die Paßschvierigkeiten ge miwert werden. Zwangsmaßnahmen auf wirtschaft­lichem Gebiete erübrigen sich, weil wir schon die ! Ausfuhr gesperrt haben, da Polen seine wirtschaft­lichen Verpflichtungen nicht erfüllt hat. Die M>- schnür mig Ostpreußens müssen wir durch Verbesse­rung der Soeverbindung verfandem. Angesichts der ganzen polnischen Methode hält es die Regierung für ihre Pflicht, zu bedenken zu geben, daß Polen Mindestens so sehr auf Deutschland angewiesen ist Wie umgekehrt. Niemand weiß, wie die Dinge im Osten sich gestalten werben. Polen muß auch nut Rücksicht auf die vielen Deutschen in seinen Gren­zen mindestens ein erträgliches Verhältnis zu uns einhalten. Dte Regierung wird alles tun, Ost­preussen wirtschaftlich und administrativ diefenige Selbständigkeit zu gewähren, die es beanspruchen kann. Geistig und moralisch wollen wir mit den Ostpreußen, wie von alteröher, in voller Gemein­schaft leben. (Beifall.)

Abg. Wolff (Soz.) schildert aus eigenen Er­lebnissen die Schikanen polnischer Soldaten und Beamten im polnischen Korridor.

Abg H e i d s i e ck (Dem.) wünscht, daß die Unterhändler mit den Polen sich etwas weniger zaghaft zeigen mußten. Das hänge mit den etwas veralteten Anschauungen im Auswärtigen Amte zusammen. Tie Polen betrachten bemgregenübet die Verfanblungen nicht bum fachlichen, sondern vom politischen Standpunkte.

Abg. Tr. Fleischer (Ztr.): Die Polen täten gut daran, sich allmählich an die Bestimmungen des Vertrages zu gewöh.ien, die auch für sie bin­dend sind. Anstelle des Rödstes ist im Osten die Willkür getreten und das ist doch für das Ansehen des Obersten Rates und des Völkerbundes nicht etwa förderlich. Die Mschaffung der Willkür lägt auch im Interesse der Polen selbst. Für die For­derungen und Bedürfnisse Ostpreußens muß im preußischen Gesamtministerium eine Zentralstelle geschaffen werden. Ter Seeverkehr nach Ostpreußen muß cmsgestaltet unb subventioniert werben. Die Bemühungen Skhaniers in London, bie Friedens- veist-andlungtn betreffend den Schiffbau zu unseren abzuändem, müssen unterstützt werden.

Abg. Gras Dohna (Dt. Vpt.): Dem Minister sind wir dankbar für seine Ankündigung energi­scher Maßnahmen. Wir hätten vielleicht eine etwas schärfere Sprache gewünscht gegenüber hem brutalen Rechtsbruch der Polen.

Abg. Schultz- Bromberg (D.-Nat.) wendet sich besonders gegen einige Ausführungen des Abg. Wolff (Soz.), der bie jetzigen Schwierigkeiten mit Polen auf bie preußische Polenpolitik unb bie Hakatisten zurückgefufat hatte. Man mögt Leute zu bett Verhandlungen nach Warschau schicken, die von den Dingen etwas verstehen. Unf.re Auslands- politik muß mit Bismarckschem Geiste getränkt sein.

Reichsminifter Dr. Köster: Gegenüber einer Bemerkung des Abg. Heidsteck sei gesagt, daß eine der sechs Mteilungen des Auswärtigen Amtes für den Osten bestimmt ist und eine von beten Unter­abteilungen für Polen. Sonberabmachungen mit Polen existieren nicht, dte die Polen berechtigen, uns Schwierigkeiten zu machen. Danzia bleibt deutsch Wenn mir hier mit Auslandspreisen rech­nen, fo geschieht das aus praktischen Rücksichten, um Schiebungen unmöglich zu machen.

Reichskanzler Müller: Der Abgeordnete Schultz ist noch in dem Gedankenkreis von vor 40 bis 50 Jahren befangen. Die fremden Diplo­maten sind heutzutage auch keine Fachleute. Der Außenminister soll durch seine Persönlichkeit und seine Politik Vertrauen im Auslande erwecken, und dazu scheint mir Dr. Koster der geeignete Mann zu sein. (Beifall.)

Abg. Henke (USP.): Herr Köster hat gestern sehr natfanalisllsche Töne ange chlagen. Tie Po­litik der Polen ist eine Frucht der Politik der Rediten. Tie jetzigen Minister sind immerhin noch besser als bie der alten Aeta. Die Arbeitersdwst rocko mit den Resten der alten Aera aufraumen. Dasselbe MTB., das während der Kappage im Tienste der Re k.ivn stand, verbreitet letzt eiU' Meldung, in Polen sei ein Militärputsch zu be- iürdften. Tas ist natürlich Tendenz. Die Abfidst der Interpellation war, für die Wahlen zu Wirten.

Damit schle't die Be'predcung.

Tritte Beratung b s Entwurfes betr. die Ver­längerung von Patenten und Gebrauchsmustern. Ter Entwurf wird ohne Debatte erledigt.

. Es folgt bie zweite Beratung eines

Reichsausgleichsaefttzes.

Abg. Schneider-Frankm «'B yer. Bolks- Vartet': Wir wollen diesen Ausgleich annclfmen, aber keine Präz^denz für die künftige Besteuerung schaffen. Wir haben Hüten richtigen Ermitte- lungsmoßstab für das Vermögen. Tas Papiergeld ist kein solcher Maßstab.

Regierungsseitig wird erklärt, daß alsbald dem Hause ein Steuergesetz zu gehen soll, welches die

** Amtliche Personalnachrichteu. Ernannt wurde am 12. April der Kreisamtmann Regierungsrat Dr< Wilhelm Wehner zu Bübin­gen zum Vorstand des Polizeiamts Darmstadt

** Massen gewalt im © t a bt t>a rta­rnen t. Tie Vorgänge in der Stadtverordneten- Versammlung am 15. September vorigen Jahres finden morgen vormittag ror bet Strafkam­mer ihr gei-ichtliches Nachspiel. Wegen Lanb- friedensbruchs werden sich ein Beledigter namens 23 i er au, Frau Burk, Kranken tassen­angestellter Lutze und Eisenbcchmmterassistent Stephan zu verantworten itaben.

** Tachkandeldiebsta' hl.l Aus einem Winkel eines Hauses am Seltersweg wurden etroo 10 Meter Tachkandel gestalten. Vor AnLuis wirb gewarnt.

** Fahrcaddieb stahl. Vor einigest Tagen wurde hier ein vor der Ortskranken­kasse aufgestelltes, stark, gebrauchtes, älteres Fahrrad im Werte von 500 Mk. entwendet. Der Tater, ein etwa 1,70 Meter großer Mann mit feldgrauem Rock, in den 30er Jah­ren, mit langem, herunterhängendem Schnurrbart, fuhr mit dem Fahrrad in bei Richtung nach bem Lubwigsplatz davon. Vor Ankauf wirb gewarnt.

Beranflauungen.

Donnerstag, 22. Llpril: Hotel Schütz, 8 Uhr, offenesche Frauenversamml irg des allg. deutschen Fraueltvereins und des politische>iF-rauen- r er eine. -- Lichtspieltheater wie gestern.

Proteste anschliehen würde.

Erhöhung de» Kartoffelpreisc».

Tas städtische Lebensmittelamt teilt mit:

Tie polnische Regierung hat den Kartoffel­meis für die von Polen an Deutschland zu lie­fernden, aus den früheren deutschen Gebieten stam­menden Kartoffeln weiterhin fahöht und der Klein-- verkaufspreis mußte daher auf 35 Pfennig für bas Pmnd festgesetzt werden. Ter Preis von 35 Pfennig deckt bei weitem nicht den Einkaufspreis, so daß von feiten der Stadt eth'blichc Zuschüsse zu leisten sind." 2l8o die Kartoffelmarken der 17. und 18. -Woche beliefert werden, ist ans dem An­zeigenteil zu ersehen. *

** Städt. Seefisch-Berkaussstelle. Der Verkauf von Kabeljau und Schellfischen beginnt morgen Freitaa vormittag um 8 Ufa und nach­mittags um 2 Ufa.

** Marken-Ausgabe. Freitag und Samstag den 23. unb 24. April gelangen in den Bezirken Boot- und Kartoffelmarten zur Ausgabe. Ferner Zuckermarken für Kinder unter einem Jahve. Stehe Anzeigenteil.

Leieholzsammeln im hiesigen Stadtwald.

Wir weisen nochmals daraus hin, daß nach einem Beschluß der Sladl'vevordneten-Verfamrnlang für die Folge das Lese^olz'ammeln nur noch am M ittw 0 ch jeder 2Aoche in der Zeit von Sonnen­aufgang bis Sonnenuntergang gestattet und in den Monaten Mai und Juni überhaupt berbuten ist. Das Ausreden von Stockholz darf ab 1. Mai nur Mittwochs und Donnerstags nach den An­ordnungen der Obersörstevei Gießen unb nur tn den von dieser zu bestimmenden Abteilungen er­folgen, wozu besondere Erlaubnis einzüholen ist. Sowohl zum Leseholzsammeln als zum Steckholz­roben sind für bie Folge besvirdere Ausweisfarten notwendig, die während der üblichen Geschäfts- ftunben auf bem Sladkhaus, Zimmer Nr 6, gegen Vorlage ber SebendmittelJarten ausgefertigt werden.

geteilt werben. Das Los entscbeibet. Dieses gilt gleichzeitig als Bezugsschein unb ist am Montag, den 19. b. Mts., vormittags von 812 Uhr, auf bem stäbt. Wirtfchastsarnt zu ziehen. Die Aus­gabe ber Schinken erfolgt bann am Dienstag, den 20. April, in den hiesigen Metzgereien. Leiber gilt diese ^Bekanntmachung nicht für Gießen, sondern für Weitburg.

** Belieferung der ® renn Rio ff» Bezugsscheine. Laut BeMuß ber städtischen Deputation für bie K-Menversorgung werben im Umlauf befindlichen Brennstoffbezugsscheine mit Wirkung runt 16. Mai ds. Js. für ungültig er "klärt. Wir machen die Bezugsberechtigten daraus aufmerksam, daß Ausnahmen hiervon nicht ge­stattet werden können, auch daß ein Anspruch für die Belieferung mit einer bestimmten Sorte Brenn­stoff nicht besteht. Ta nicht vorauszusehm ist, welche Kohlensorten in nächster Zeit etngefan wer­den, empfiehlt es sich, bte Kohlen zu nehmen, welche die Kohkenhandlungen auf Lager haben,

* Vermögenszuwachssteuer. Die H and wer ker-B er atun gs stel le des Ortsgewerbe-

vereists sd)reibt: Nach den gesetzlichen 23estimmmi- gen soll als Endvermogen das am 30. Juni 1919 vorhanden gew.sene Vermögen angegeben werden, lieber die Berechnung des Wertes desselben be­stehen bei den Steuerpflichtigen noch sehr viel Unklarheiten. Es sei deshalb auf folgendes hin- gewiesen: 1. Soweit der Grundbesitz gegen 1913 «Veranlagung zum W fabeitrag) durch Um- ober Anbau unb bergt keine Veränberung er­fahren hat, wirb ber bamal ige Wert ber Veranlagung zur Abgabe vom Vermögenszuwacb- zugrunbe gelegt. Andernfalls ist bie burch die Ber- änberung b.tbeigefübrte Wert d;öbung zu berück' sichtigen. 2. In der Zwischenzeit käuslich erwov bene Grundstücke sind mit den Geste hungs« kosten einzustellen, einschl. etwa übernommener Ueberschreibungs- usw. Kosten. Das zu 1 Otaiagt? gilt auch für 1913 bereits vorhandene Betriebs einrid)tungen. Während des 2Zecanlagungs zeitraurns erworbene Maschinen, Geräte, Wem zeuge usw. sind äuf alle Fälte mit den stehungskosten cinzutefan. Etwaige Wertmindenm- gen können unter Umständen durch Abschreibungen lerichtigt wnben. 4. Warenvorräte finb mit tat Betrag einzustellen, den ein Kaufmann ober werbetreibender nach den bestehenden Markt- IM Preisverhältnissen anlegen müßte, ro.itn er btf Waren am Stichtage (30. Juni 1919) anschafien müßte.

** Der Silberpreis sinkt wer ter. Vor einigen Tagen bereits wurde ein Fallen des Silberpreises angekündigt. Das

arbeitet, bte zwischen der pvauAschen Er^endähn- Verwaltung und den EilcwbalMorbeitervrgaui a- tiio. en als Tari?kontväl,e.iten te .einbart wurd.n, ai'szuzahlen. Eine <mtspred)e..be Ermächtigung wird für bie übrigen Zweige der 25erroaltung er­teilt." Untersraatssekvetär Moesle teilte sodann im HauShaltsausschuß mtt, daß der Boiwurs, datz Erzberger gege. über ber ©teuerbdl-dibi roiss'Mt- (id) falsche Angaben machte, nach bem Ergebnis einer <ingjeljertbcn UnterlUdnmg keine Bestätigung inde.

Berlin, 21. April. (Priv.-Tel.) Wie bie B.--Z." aus Tanzig meldet, wurde zwischen ber polnischen Regierung und Str Reginald Tower ein Abkommen über Eisenbahn-, Te- lephon-undTelegraphen-sowiePvste ragen abgesckllvssen, das falgendc Bestim­mungen enthält: Tie Verwaltung bet Eisenbahnen geht ausschließlich :.n die Hände des, Freistaates Danzig über. Van Danzig nach Königsberg und Berlin verkehren durchg.-fande Züge, die aus pol- nisckem Gebiete weder Wien noch der Kontrolle ausgesetzt sind. Tie Güterzüge werden teilweise auch durchgellend nach Deutschland durchgefüfat. Stückgüter werden in geschlossenen, plombierten Wagen befördert. Die Danziger 2Aehörden erhalten birette Telegraphen- unb Telephonleitungen iiach Teutschland. Die oberste Kontrolle wird einst­weilen noch von England ausgeübt.

Ich sah sie erstaunt an.

Ich? Keine Spur. Zuweilen etwas yu faj1 mtitig vielleicht. Ich gehe gern den Dingen aus w Grund.

Ich auch, lautete bie rasche Antwort, ich weis? ganz genau, baß, trotz Ihrer zwätellos Wählgem 'N " ten Ausllüchte, meine Informalümen völlig N» - tig finb. Aus irgend.inem mir unverständlichcui Grunde wollen Sie mir die Tatsache zu ou- bergen fud>en, baß Sie in ber letzten Zeit unM Ihren Patienten eine Verwandte von mir Hatter^ an deren Wohlergehen ich i!tn fahr tiefes un'e warmes Interesse habe.

Als sie zweifellos m meinem Ge'ichtc unoer* höhlen es Erstaunen las, fuhr sie Port: Warunn sehen Sie so verwundert aus? Seit langem ftpotu judje ich den Aufenthaltsort ber lieben alten Tar'^ zu erfvrscl-en. Unb jetzt, roo rnir's endlich ?3: glücken scheint, spri.igen Sic mit menen Nac- forschungen in cigentümlidjer Weis; um; ich rounj Ihnen bas sehr übel nehmen, wenn id) nicht erFtmra: hätte, baß Sic ein ehrlicher Mensch imb nur irgen.1 roic getäuscht worden sind. 2ßetm Sie in btefar 1 celegenfait irgendwelche Hintergedanken fabc?*' sollten Sie mich, wie ich denke, schon ans blotz'c s Höflichkeit etnroeifcn. Sie sind doch fing gmu>. Herr Doktor Perigord, um ei izufahen, daß meva WoNe ber Wahrheit entsprechen.

(Fortsetzung sotgt.)

* d ^»uuns^.

Mittel^

h 7

Mhften

hftbf entstckt ft tzikMMezu

ÄS

-tft A>'.

dic Sntai Ar, Nüller-WAwW

♦♦ Evang den Mitgliedern ipfifeit, verai mb Ännötüg n -bende, <m VrdlüberE nnrd. 5 nctai durch m 3icfa Snxi-e.)

« Itr SB

«OfltMtft am des $

im W. Mv iifln tft Stabil tet SlAtfinte 5^?^ Vereins Statt W it

«S

den! Ai nnvd p.'Mn.

x Wicstt!

Wt in Stabt wrtr engem: '' Vrdpparat m des chm nilstkvi^attk roirb (

t zur Bez

l0 s

aus 3aai mit fön

Jb dietenht «fa Will 1 to MncH ro

kr Fall r

Wolbert, finde

«nm« ft *«ttt llfn).,

f mllon von L 5llönn- sotvir & "Der C

starke . rm.fBer 5tbt Arier N" vermute WteW

t Steingof «rfelliiiiß

»^eitsps

6. ISNti

HS

Ä

Pog 64p Jm. 8&lll fi