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Varis, 20. De^ (WTB.) Nach en an 'peuch aus 2Qo«au hat Tschitscherin dem f ranzösischen und dem englnchen Minister für aus wärt ge Arigelegenhei'.en eine Note überreichen lassen, um dagegen &u pro­testieren, daß die Entente den Anhängern des Generals Wrvngel b* Erlaubnis gegeben ^abe,

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rinden des Kreiser, iijtlid) auch in bieiti VeichnachtssP'ndef bei mschast gerQ.i'W nr! emb:r 1919 twr ir Kriegsge'angene r in GckngenM ne Enti-tließung W Mng der Seihils'^ Auszahlung, moghcr len mir Ihnen, bmns

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Holländische Spenden für Deutschland.

B e r l i n , 20. Dez. (ÄTB.) Der deutsche Zentralausschuß für Auslandshilfe teilt mit; Das holländische Zentralkomitee zur Linde- rung dec Nahrungs- und Kleidernot in Deutschland, Sitz im Haag, hat dem deutschen Zentralausschuß für Auslandshilfe in Berlin als der Zentralorganisation aller mit der Ver­teilung von ausländischen Liebesgaben in Deutschland beschäftigten Vereine und Ver­bände aller Art mitgeteilt, daß es beträcht- liche Spenden für Deutschland zur Verfügung stellt und weitere Liebesgaben zu senden beabsichtigt. ES handelt sich zunächst um 5 Waggons Kartoffeln. Angekündigt sind fer­ner 14 Säcke mit Kleiduna aller Art, und 20 Kisten kondensierte Milch ustv.

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, BeschäjiiqMn M Arbei.slrG «.

ti, Magistrat

Genfer Bilanz.

In einemGenfer Bilanz" überschriebenen Artikel schreibt derVorwärts" -um Schluß der ersten Bölkerbundstaguug, daß das Schauspiel in Gan auf alle aufricfjtigai Freunde der Völkerbund-idee stark entläuick^nd gewirkt habe. Das Blatt sagt: Hat jemand mit gutem Gewissen behauptet, daß der Geist von Beriailles bereits überwunden ist? Dars man rrunmehr m dem Völkerbund etwas anderes und etwas Ed­leres erblicken, als ein Machrmstrument der sieg­reichen Entente? ~ .

Auch dieDeutsche Allg. 3eitung" kommt zu dem Schluß, daß in Genf auch der Geist von Versailles vorgeherrfcht habe unb hofft, daß schließlich doch noch eine Macht bestehe, die höher stehe als das in den Friedensverträgen nreder- geleatc Recht, eine Mocki, deren Kraft in dem ewigen Bestand der heilige« Gerrchtigkeü nni->elc. Nur eine solche Macht könne den wahren Völker­bund schäften.

Die deuilch-beltzische Grenzfeftlrtzung.

Köln, 20. Dez. (ATB.) DieKöln. Ztg." berichtet aus Aocken: Ter deutsche Grenzkom- miftar teilt mit: Im »erlaufe der in der ver­gangenen Woche in Lüttich «-gehaltenen Sitzun-

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Dtr Sießeuer Lazeiae» erschein» täglich, außer Sonn- und Feiertags. Betugsprcifr.

<JT( o :i n 11 ich am 3.60 undMK - boTrägerlohn, vierlkliahttichilllarb 10 80 undMK.1.95Trägcrlohn; durch die Post viertel, jährlich Mara 12. ausschlieglich Bestellgeld. Ferwfprech. Anschlüsse: für die Schristleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Unschrift für Drahlnach.

Vie Brnfseler Aonferenz.

Brüssel, 20. Dez. (Bom Sonderberülst- erstakter des Wsl'fbureaus ) In der Sifcimg der Brüfteler 8>pa aticnslonserenz von Samstag vor- oiitba-i ergriften vier de utsche Sachvcr- stLndige -J5 Wort, um ergänzend? Dorträge zu halten zu einigen aus dem Friedensoertrag fid) ergebenden Hindernissen für ten Wiederaufbau Teuisä>'ands, die Staatssekretär Bergm-ann am Tag vortiet bueits kurz ski gierte. Ministerial- bircftor un Nei chswirtschaftsministerium. von Le Suire. sprach über die ungüa fügen Wirkungen, )ie sich für das nnrtftstaftlicl^e Leben Deutschlands nis bet Tatsache ergeben, daß der Friedevsve^ttrag nicht die nniti «'tidje gegenseitige Mrti'lbegünüi- pmg zur Grmidlage habe.

Deutschland könne nur existieren, wenn in 'einer Handelsbilanz die Ausfuhr die Einfuhr Ibersteige. Um das zu erreichen, sei Deutschland zezwungen, seine Einfuhr aus das möglichst nied­rigste Maß sowohl bezüglich der Menge als auch be3 Preises zu beschränken. W-iterhin habe es ten internen Gebrauch seiner eigenen Produktion terabgubrütfen, um soviel als nur irgend möglich M den Export -u erübrigen. Teutichland brüfte nid) eine firengc Kontrolle üb?r sein Ex- -ortgeschäit aus üben, um für seine Ausfuhr Bie bestmöglichsten Preise zu erzielen. Deutsch- stand habe nun die Verpflichtung, den Alliierten die Meistbegünstigung zu gewälpen, aber cs «sabre nicht dieselbe Meistbegünstigung durch die KHiiertm. Das Ergebnis davon sei, daß Deutsch- Imb nickst mehr in der Lage sei, beim Abschluß ton Handelsverträge» den Vertragsgeanern irgendwelche Vorteile zu bieten. Bon Le Suire Betonte, daß der Vertrag selbst nach einer ge­wissen Reihe von Jahren eine Lockerung einiger dieser besonderen Schwierigkeiten zugunsten Deutschlands ins Auge fasse.

Präsident Delacroix bat, die Wünsche der deutschen Delegation genauer zu präzisieren.

Von Le Suire entgegnete darauf, er wolle mir feststellen, daß die Bestimmungen des Frie- t>-nsvertrages ebensosehr den Interessen Deutsch smds wie denni her Alliierten zuwider seien. Denn die Voraussetzungen des Friedensvertrages bestehen blieben, so müßte der für die Wieder- cKtmachung verfüglmre Betrag geringer sein als r.i sonst möglich sein werde. Es sei die Frage, noaS am vorteilhaftesten sei. Wenn indessen die s?onserenz eine konkrete Anregung bezüglich der kÄan'eln des Friedmsvertrages über die Meist- lvgünstigung wünsche, so würden die deutschen Delegierten sie unverzüglich vorbereiten.

entgegen. . .

Dankdirektor v. S t a u ß gab dann über d:e Wirkung des im Friedensvertrag vorgeiehenen Ausgleichsverfahrens auf die wirt- -haitliche und finanzielle Lage Deutschlands Er- kärungen ab.

Er verwies msbewndere mir den großen 45Jt- tming der alliierten Länder in der Technik des Ausgleichsverfahrens. Dieser Vorsprung hatte das Ergebnis, daß in den Monaten JuliOktober rin Betrag von über 8,8 Millionen Pfund Ster-

Melchior sprach über die Liquidation kdes beutf'en Eigentums im Auslande rrnd meinte, daß dies zu bat wichtigsten Punkten gehöre, die die Voraussetzung für die Fähigkeit Deutschlands zu den Neparationsleiüvngen bilden.

Rach einem ungefähren Ueberblick, den man bisher über den Wert dieses deutschen Eigentums ' fstabe, bezifftre es sich auf über neun Mil star­ken Goldmark nur für die aus der Konferenz certretmen Länd-r Eine Einbehaltung dieser sämt­lichen W>rte 'rntrbc. da die deutsche Regierung ihren StaatsangehSriwn nach dem Friedensvertrage den Zchadm, der durch die Einziehung der Entente CTtffrte ersetzen mi^fe, für das Deutsche Rach eine Dntschidimmg^pslicht von neunzig Mtlkrard^n Va- tt*rmarr b daiten. Er lwffe nur. daß man schon mit dieser Konferenz ein sehen werde, daß ^mtich- □mb zu keinen Reparationsleistungen größeren iLmsangeS fähig sein werde, wenn es diese Wert:

' uerlierr Er würde es schon für euren Jchr be- ÜButcuben Fortschritt halten, wenn dte All werten »iei Grundsätze anerkennen würden: 1. soweit der- artige Maßnahmen noch nicht durchqeführt sind, stillen sie imtcryeibnt: 2 soweit Güter seauestrttrt L 'Md, aber noch nickt liguidi-rt. sind sie in natura, I 3ei schon crwlgter Liquidation ist der erztelte | O0eg-Tm*rt y-rüchugebm. Abgesehai von allgem n- I iren Gründnt. die für diese seine WuFassung

abkommen rund 60 Millionen Goloniark gleich 3 Millionen Pfund, aui Grund seiner Kohlen- lieserungen beanspruchen konnte, was für drei Monate also rund 9 M illimten Pfund au^inachte, sich die int Ausgleichsverfahren von Deutschland beanspruckstcn Beträge ungeiähr auf die gleich? Summe beliefen, und daß, während man in Spaa Höften toimte, daß diese Vorichüfst gegen em weiteres Dinabgleiten des deutichen Mark' kurses eine gewif e Vorbeugungsmaßnahme bilden würden, mzwlichrn ein neuer Zusammenbruch stattfand, der beinahe zu einer Katastrohe führte, von Stauß legte der .Nvnfevenz cm Diagramm vor, das den Niedergang des deutichen Mark­kurses int Vergleich mit anderen Währungen ver­anschaulichte und auch die starke Wirkung dieses Zusammenbruchs auf die Währungen anderer Staaten zeigte. Schicßlich sprach von Stauß die Ansicht aus, daß es ernt große Hilst wäre, wenn die Alliierten eine Aenderung in der 5)öhe des Ausgleichversahrms lierb.'ifuhren würden, welche so willkürliche Ergebnis e. wie sst bisher erzielt wurden, zukünftig ausfch'ießen.

Generaldirektor Cuno beschäftigte sich nut dem durch den Friedensvertrag verurechten Ver­lust der deutschen .Handelsflotte.

Es fei Dies eine Sache, dte bereits verschiedene Male aus den Sackverständigenkonfeienzen be'pco- chen worden fei. Die deutsch Regierung habe tm November 1920 VcrgefdAtg'ii. die Auslieferung weiterer deutscher L«ndels chi fe an die Rein a- twnskommiftion möge eingestellt und das not- roenbige Minimum an Tonnage von den bereits ab» gelieferten Schiffe möge zurückgegeben werden. Eine Antwort auf diese Llnregung sei bt^her nicht erfolgt. Eine eigene Daudel^flotte fet aber unbedingt not­wendig für die DurchsÜhrw:g bcr Wtedergut- machungsleistungen. Tie deutsch: Handelsflotte vor dem Kriege war ungefähr 5,2 Millionen Register­tonnen groß, deute habe Deutschland nur noch 300 000 Tonnen, darunter nur zwei ober drei seegehende Schifte. Teutsthfands Ein- und Aus­fuhr sei dadurch fast vollständig von fremder Ton­nage alchängig; da»u käme noch, daß Deutsckslland für die Frachten in fremder WLHnun« zahlen müsse, während vor dem Kriege feine Flotte mehr als aibjreidenb gewesen fei für feinen eigenen aus­ländischen handel und ein echediches P us der bcutfdxnt L-audelsbtlanz durch Transporte für an­dere Völker er-ielt worden fet. Tie Zurückerstat­tung eines Teiles seiner Flotte würde nicht nur die Arbeitslosigkeit in den Kreisen brr seemänni­schen Bevölkerung, sondern auch der mbustnellen Arbeiterschaft erheblich vermindern. Aul solche Weise würde nicht nur den Interessen Deutschlands gedient, sondern auch denen der Alliierten sonne auch den Jnteresfeii der ganzen Welt.

T-ie nächste Sitzung wurde für Montag nach­mittags migefetzt. In der Zioischenzeit sollen be­sonders beauftragte Teleg erte uri> Sachverstänbige über die einzelnen Punkte sich unterf/atten, worüber die Alliierten noch nähere fLusführu.lgen wünschen.

Brussel, 20. Dez Ter Sonderbericht­erstatter der Agencc LwvaS: Während des teutige.i Bvrnnttogs wurden die Unterredimgen -wischen den Son irr (k auf trogten der Verbündeten und der Teiit- scben fottgesetzt, anschernend jedoch ohne tyu. greif­baren und endgültigen Ergelnrissen zu führen. Man hatte gestern die Absicht, heute nachmittag 4 Uhr eine Vollsitzung statt finden yi lassen, aber gegen Mittag teilte der Sekretär bcr Ävnstrenz mit, daß honte eine Sitzung der alliierten Abord­nungen statt.finden würde: vielleicht würden sogar die deutschen Vertreter nicht vor Mittwoch zu wetteren Darlegungen aufgefordert werden. Unter diesen Umftänixm wird es fraglich, ob die Kon­ferenz noch zu dem ursprünglich vorgcjdhenen Zeit­punkt, also vor Weihnachten, auseinander­gehen kann. Zwei weitere deutsche Sachverstän­dige sind inzwischen in Brüssel ring troffen, nämlich der Sekretär des Deutschen Gewerkschaftsbundes Silbersckmidt als Vertreter der Arbeitneh­mer und Bergrat Hilger als Vertreter der Aohlenerzeuger. Der zweite fran-ösische Vertreter Schleyssen- ist wieder nach Brüssel tzurückgekehrt.

Brüssel, 20. Dez. (Wolfs.) Staatssekretär Bergmann hatte gesstrn eine längere Bespre­chung mit dem Führer bet französischen Talega- tum Seydoux <

Küuig Stonftantiui Ankunft in Athen.

Athen, 20. Dez. (Wolfs.) König Ko n - stantin ist gestern vormittag 11 llhr im Soiiderzuge hier eingetroffeu. Er begab sich unter unbeschreiblichem Jubel b c 5 Volkes zunächst in die Kathedrale und dann in den böniglicyeu Palast.

König Konstantin an sei» Volt.

Athen, 20. Dez (WTB.) König Kon­stantin bat an das grreckniche Volk eine Bot­schaft geruhtet, in rorl.drr u a erN^rt wird, daß er sich gliicklich fühle, sich wieder bei seinem Volle zu befinden. Die Volksabstimmung bnbe bie Wahrheit der von seinem katveraeßlichen Vater übernommenen LosungMeine Starte liegt in der Liebe des Volkes" gezeigt Sein Leben werde mir noch das eine Ziel Geraten, sich würdig zu errveifen bcr Liebe dos bellemschm Volkes durch strenge Imiehalttmg der Verfassung und des par­lamentarischen Regimes. Er w-rdc im Jnlande Rickx' und Eintracht, nach mchert bie Vollendung des nationalen Wiederaufbau, s erftrrben imb alle Anstrengungen machen zur Fefticrinq bester Be­ziehungen mit den Alliierten mib mit dem tapfeimi verbündeten Serbien. Tie Berlobimnen iein-'s Sohnes Georg, des Tbronßilg-rS, mit Elisabeth, der Tochter des ru,m4nifd)m st')nig4 und ferner Tochter tzelene mit dem rumänischen kThronsolger Starol knüpfe hertzlick-e Bande mit IRuuumien.

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rimgat sich zu die'em Schritte entschlöftM' Unverletzlichkeit des Privateigen. ! tlti m 8 unterstreiche. Melchior kam dann weiter oenf die Repret saftenNausel (§ 18 Anlage 11 zu Teil 3 "des Friedensvertra^esf zv sprechen und er- kkärte, daß es infolge dic'es Paragraphen für .....d im internationalen Verkehr keine Reckte ullu s_,.rfrrbäten mehr gebe. Es fei klar, daß auf X^rimb bcr <Vfhmnrunrm diel'es Parograpben dre .>»«1 Mte imb bk Sicherheiten ftn Verkehr mtt ben I «(liwttm Ländern fehlten, sie fehlten aber auck ßnflWP' W gegenuf*r ben früheren Neutralen, ba btc Mitt'! biH*1 111 l^efes Paragraphen hart genug seien, um bt^cn ?Bcrfebr zu erschweren oder ganz zu verhindern.

- J Wenn Hncm alliierten Lande die Zusammenarbeit ttflfM Ii mit T-wtfcklanb in geickäftftckem Jnterette loün- I Ä^n^-rt crfifieine, müRte cruck Deutschland tmnen. j» rtflfPf E f il vast fern" Interessen in diesem Lande ge ckatzk wür- wd iem^nt°^ uncktige Rohstoftgebiete ver- Ihren ba^, sei <nrt ben intematwnalen ^wkehr mehr als vor dem Kriege angtimekn, um fähig zu ftin, seine eigene Wirtschaft in Dnrnunn zu bringen mb um außerdem Reparationsleistungen zu machen, titeryi gehöre vor allem Freden, nicht nur poli- tftck^r und militärischer, sondern auch wirftckaN- Lcher Frieden. Dem stehe der § 18 hindernd

Ans dem Ae!che.

Drr Ausschuß für auswärtige Angelegtu- Helten.

Berlin, 20. Dez. (Wolff.) Der ReichStagsausfchuß für auswär- tige Angelegenheiten trat heute vor­mittag in Anwesenheit des Reichskanzlers und des Ministers des Aeußeren im früheren Reichsamt des Innern zusammen. Er beschäf­tigte sich mit den letzter Zeit Deutschland Übeo- reichten Noten und mit dec Brüsseler Konfe­renz. Die Vechandlungen sind streng ver­traulich.

Eine Versammlung der Ausländsdeutschen.

Berlin, 20. De». (WTB.) Der Ver- einderAuslandsdeutschen veranstal- kete gestern vormittag im Zirkus Busch eine sehr gut besuchte Versammlung, woran auch Reichstagsabgeortrnete verschiedener Parteien teilnahmen. Der Vorsitzende protestierte da­gegen, daß nach dem Auslandsschadengesetz zu­erst die Entschädigungsberechtigten aus ben abgetretenen Gebieten, an zweiter Stelle die Kolonialdeutschen, unb erst an dritter Stelle die Ausländsdeutschen bedacht werben sollen. (Sbuatb Bernstein führte aus, die Unter­stützung der Ausländsdeutschen sei keine Par- teifrage, aber die Finanzlage des Reiches er­fordere eine außerordentliche Sparsamkeit in jeder Hinsicht gebieterisch. Als einziges Mit­tel empfiehlt er, ruhig, aber mit aller Energie die Ansprüche geltend zu machen. Darrn spra­chen noch für das Zentrum Abgeordneter F l e i s ch e r, für die Deutsche Volkspartei Ab­geordneter D a u b, für die Demokraten Abge­ordneter Erkelenz, unh Schriftsteller Kährer für die Sozialdemokratische Par­tei. Abgeordneter Naumann sprach für die Kommunisten und Abgeordneter W u l l e für die Deutschnationale Volkspartei. Breitscheio von der Unabhängigen Partei wurde in letz­ter Stunde am Erscheinen verhindert. Es wurde eine Entschließung angenommen, worin die Ausländsdeutschen eine sofortige

lohnt. Ter deutsche Vertreter hielt bei Antrag ans Rückgabe des DahuIvfoS HerbeSthal g u-ibsätzlch auirocht. In den nädVten Sitzungen nnrb bie bou.sel'-bclg scke Gre. z e 1 tzu g-.- ommif wn ' da­rüber zu entscheiden l)aven, ob iallS der deutsche Anspruch auf Rückgabe doS Bahuboies verbeSttat wirllich enbgültig abgolkhnt werden fällte, em neuer deu tscher Grenzbahnhof <rm der Linie RonheibeHerbestbal ober au) der Vinte RoichcideMertzen ober au) der Sttecke zivisren den beiden Limen errichtet worben loll. Im Ver­lauft der letzten Xkrlx blungcn erllärte sich bcr belgifche Vertreter bereit, nadibem von deutscher Seite die Kvstcnsvage ott'gchend be'.euchtet worden »rar, nameiis der belgischen Rogierung, züi den Kosten deS neuen deutschen Grenz'nhnhoftS einen Beitrag von 22 Mill. Frcs. zu leisten falls der nace Grenzbahnhos auf der ßinie Ronheide Montzen gebaut werde.

Zurückziehung der cnneritanischen vesatznnqsarmee?

DerNewpork Heralo" läßt sich aus Washington melden, der Kongreß fasse die Zu­rückziehung der amerikanischen Be- satzungSarmee am Rhein ins Auge. Für ihre Unterhaltung habe Amerika bis jetzt 257 Millionen Dollars bezahlt, Deutschland aber habe nur 34 Millionen Dollars zurück­bezahlt.

Eine amerikanische Anleihe an Deutschland.

Paris, 20. Dez. (Wolff.) Rach einer Matin"-Meldung aus London wird aus Washington berichtet: Abgeordneter Ma- b o n c habe im Repräsentantenhaus erklärt, der Vorschlag, an Deutschland eine Staatsanleihe von 1 Milliarde D o l l a r s zu begeben, die dazu bestimmt sei, die Wiederbelebung des Handels zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland zu be­werkstelligen, werde demnächst dem Kongreß zugehen.

Heues vom Bo!fd)eu>ismus!

Ein Aufruf der russischen Sowjet- regterung.

Moskau, 20. Ter. (WTB.) Ein Auf­ruf oer Regierung verweist auf die schwere Lage in der Metallindustrie. Im vorigen Jahre arbeitete nidjt ein ein­ziger Hochofen. In diesem Jahve feien fünf Hoch­öfen ht Betrieb, die ungefähr drei MUlwnen Pud Metall liefern, d. h. 3 Prozent der Produk­tion vor dem Krtege. Tie Metallinvustrie brauche ungefähr 20 000 Arbeiter. Etwas besser sei bie Lage der Textilindustrie, die im vorigen Jahre in Anbetracht des Mangels an Baumwolle fast vollständig stillag. Heute habe die rote Armee Turkestan befreit. Rußland habe ungefähr drei Millionen Pud Baumwolle zur Serfüguna. Dte Produktion müsse in allen Zweigen mindestens auf die Hälfte bet Produktion vor bem Kriege erhöht werden. *

Ein Hilferuf der ukrainischen Sowjetrevablik.

Nikolajew, 20. Tez. (WTB.) Die Reme- nmg ter Ukraine richtete an die Ministerien für auswärtige Angelegenheiten in Bukarest, Sofia, Belgrad, Konstantinopel, Athen, Men, Prag. Riga, Reval, Berlin, Parts und 3lom einen Funkipruch, in dem es u. a. heißt: Jetzt, wo die Beendigung des Krieges neue Kräfte frei macht unb neue Mittel gibt, wird die Macht der Arbeiter und Dauern mit droch größerer Energie ihr Derk d-S wirtschaft- lichen Wiederaufbaues unb der Förderung des Woblstandes bet Massen fortfetzen, indem sie bie Ungeheuren natürlichen Reichtümer des Landes arfbeutet In der Annahme, daß dies Werk den Inte reffen aller Völker und aller Regierungen mt- spricht, scklägt die Arbeiter- unb Bauernregienmg ter Ufrainr allen Regierungen, besonders den R> gterungen ter angrenzenden Länder vor, im Jnter- effe ted allgemeinen Friedens und zur Wiedwher- stellung der normalen und politischen und wirt- schaftlicken Beriehuagen mit ber sozial»stiichen irfrctnijdjrn Sowjetrevublik in Verbindung zu treten, wie Polen und Georgien schm jetzt mit der Ukraine in Verhaudkaven stehen.

Ein Protest Tschitscherins an Frankreich und Englaad.

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Erster Blatt go. Iahrqang Dienstag, 2t Dezember 1920

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Ung an England und etwa 39 Dtillionen Franken I gen ber deutsch-belgischen Gtenzfest - an Elsaß-Lothringeu bcjüblt wetveu mußten. Essetzungskomrnisfion lcchnte dtcse die von ttas sich überaus unglücklich, daß gerade ui einer | Deutschland beantragte Rückgabe des der Stabt Aachen gehörigen, für oft Wvisscrverforgiing Aachens wichtigen GuteS Haabmoen ab. Tas Aachmet Wasserwerk auf Brandenburg mit einer 1000 Meter breiten Schutzzone an ber Nordostt grenze des Kt'-iscs Eupeti erkannte btc Kommis­sion Teutschland zu. Die Straße von Aachen u»cr Lichtenberg Marienthal fällt hiermit an Deutschland zurück. Die von Teiltschlano beantragte Rückgabe deS Bahnhofes Herbesthal wurde ütui bei Kvinmifiou ab ge­

ll nd völlige Entschädigung chres Gesamtschü- dens in einer Form verlangen, bie sie rn ben Stand setzt, ihre Tätigkeit im Auslande sofort wieder aufzunehmen. Die Interessenvertre­tung der Ausländsdeutschen müßte eine weit­gehende Wirkung bei ber Vorbereitung der Ausführung der Entschädiguugsgesetze haben und ben Ausländsdeutschen müßten -um Wie­deraufbau des Außenhandels und zwecks Wie­deranknüpfung dec Beziehungen zum Aus­lande die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Am Schlüsse der Versamm- ___ lung wollte noch ein Kommunist sprechen,

^^^id^üt dieft^sft! wurde aber niedergeschrien, worauf sich die Versammlung zu einem DemLnstEw.nS-ug -------- I fncmüide.