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handbung getreten werden. Es soll vorgeschlagen leerben, alle bürgerlichen Parteien zu dieser Feier zu vereinigen; sollte dies nicht gelingen, so wirb

Die Gesellscl-ast hat beschlossen, eine Sckvfen zu halten, deren Wolle an einwohner abgegeben wird, die nicht sind, stDst Schafe zu halten.

Zwecken zugeführt werden, was mr rnteresse nur zu bogeiifem ist.

Kreis Friedberg.

Bad-Nauhe im, 18. Tech.

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weiteise Beschlußfassung Vorbehalten. Zum Schlns | der Versammlung erstattete noch Parteiseruetä

Betrüger Bor kurze.

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Dr. Krause einen sehr interessanten Bericht übo den Parteitag in Nürnberg.

rechtskräftig an. 1Q1O

Ein Arbeiter aus Mainz, der Ende 191j der Reichswehr Gießen ci-getreten war, /I® im Januar l. I. ohne Urlaub nach seiner DeM° stabt. Als er sich dort etwa 10 Tage herumgMr

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Das diesjährige Weihnacht sM-schäft sei wohl nicht glanzend, aber doch recht befriedigend. Die Ge­schäfte, die mit Lebensmitteln handeln, beklagen zwar auch die Höhe der Warenpreise, geben aber M, daß trotz der hohen Preise die Waren gekauft werden, und daß von einem schlechten Weihnachts- gesclM in der Nahvungsmittelbvanche nicht die Rede sein könne. Nur das Süßigteitsgewerlx? leide unter der Preisvn^euerung stark. Der Handel mit Sckwkolade, Pfefferkuchen, Bonbons usw. könnt.

gerade vorhanden ist.

Beranstaltnngen.

Montag: Cafö Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Ehiemsecr. Lichtspiell^ms, Anna Bvl-eyn. Lichtspiele, Seltersweg, "Der Ratten- sünger von Hameln",Mamas Weih achten" und Weihnachten des kleinen Schauspielers".

s^.cUcrvora«ssage

für D i e n s t a g:

Vorwiegend bedeckt, zeitweise leichte Nieder­schläge, etwas wärmer, nach Südwesten drehende Winde. c.

Das Hochdruckgebiet, das brsher die Wetter­lage beherrschte, zieht langsam nach Osten ab. Wir geraten immer mehr unter den Einfluß einer vom Atlantischen Ozean hevanrückenden De­pression. *

** Die Zustellung des Gießener Anzeigers wurde in der vergangenen Woche infolge Maschinenstorungen einigemale verzögert. Diese Störungen sind nunmehr behoben und die Bezieher desGießener Anzeigers" werden ihr Blatt wieder regelmäßig erhalten.

** Amtliche Personal nachrichten. Der Landgerichts, irettor Schilling-Trygo- phorus und der Oberlandesgericht^rat Martin Heßel warben zu Mügiluft^rn des Verrval-

durchausangepaßt waren.

Die beiden ungleick-eu Schwestern wurden ton Cläre Türk (Marie) und Else Koop (Tn« mit dem entsprechenden Kontrast gespielt. Etac echte Märchengestalt war Rose R u b n e r als Fnm Holle. Ein Max und Moritz ähnliches Paar gab® Rudolf Goll und Horry Noebert ab. LM Rammel, Auguste Marcks, Karl Volck E Georg H e d i n g versahen die Verwandschaft. All' Mitspiclenden waren bestrebt, die Herzen bet tan­nen Zuhörer zu fesseln. Unb das gelang Mini vollauf, nicht zuletzt ben mitspiel enden Kindem deren Tänze von Lina O l d i n i reizvoll ran studiert waren. Selbst Musik wurde geboten, allerdings in den Zwischenakten in dem fröhluM

Franks weiter.

Schöffengericht.

Gießen, 14. Dezember 19^L

In der heutigen Sitzung kamen wieder mkM» M i l i t ä r g e r i ch t s s a ch e n zur Aburteilung

Ein früherer Angehöriger des husten Di-M gangölagers hat gemeinschaftlich mit einem reits früher abgeurteilten Kameraden, eine w Militärfiskus gehörige Decke an einen EinwoM von Wieseck veräußert Unter Einbeziehung nj von der hiesigen ©traftammer gegen ihn enan-n Gcfängnisstrac von 2 Jahren erhielt er eine jr samtgefängnisstrafe von 2 Jahren 2 MonM Mit ben Worten:Tas macht nichts, das gen einem Treck hin" erkannte er sofort das Urten v

Die SeavüenbeMmg.

Der Deutsche Beamtenbund, Ortsgruppe Gießen, ersuch: wis um Au,nähme der folgenden Darlegungen:

Der Reichstag hat dieser Tage eine neue Desoldungsvorlage verabschiedet. De von verMe- benen Parteien noch in letzter Stunde erugevrachien Anträge wurden unter Hruwcis auf tac lchtechrc Finanzlage des Reiches avgti-chnt und nur erne Erhör-ung der Kinderzulage gewü)nugt. Ern groger Teil der Beamtenschaft. der man bis zur dungsgcur-pe 7 nicht einmal das errechnete E rstenz- mhnininnt gewrchft hat, und Hutter dem Cuttsrnmen eines Arbeiters zu Äcürlecht. hat damit eine neue Enttäuschiuig erfahren. Viele Orte sind bei bie,er Geleg-nhett einer höheven Ortsllaffe mgct:nlt wor­den. Der Unterschied gegen den seither bezahlten Ortszuschlag soll ben Beamten mchlge eines be­sonderen Antrass sogar noch vor Dem Weihnachts- feste ausbezahlt werden. Leider ist die Heoung Gießens von Ortsklasse, C nach B noch nicht erfolgt, trotzdem die Be.echtigung dieser Fm:>e"nug bereits vor mehreren Jahnen du ch die zuständigen amtiichm Stelen anerkannt tt»r:tn ist. Dagegen verlautet zur allgemeinen Ueberraschung, daß die bedeutend firmeren Strebte Friedberg und Lampertheim in die Ortsklasse B gekommen sein sollen. Die Bearntenschast Gteßens muß es deshalb sehr bedauern, daß man sich im Stadt Parlament <rm 8. De.'ember nicht dazu ent ck^ießen feimt ', eittsprechmd dem Antrag Simon sofort bie notwendigen Schritte bei Landes- unb R-ftchs-- regierung zu tun, um die von einer Dienststelle seinerzeit an gegebnen zu niedrigen Teuerungs­zahlen rn widerru'en, wodurch die Einreihung in Ortsklasse B zu erzielen wäre. Durch H-inem-iehung bet Sebcn5mittelbeteitatwn bei der zukünftigen Aufstellung der Teuerungszahlen ist diese Ein stufung nicht mehr 'N erreichen. Die Beamtenschaft Gießens wird hieraus erkennen, daß sie sich bei Abgabe i^rer Stimmzettel getäuscht hat. Auch für die Sta-atsarbtiter ist die Ein-eihung Gießens in Ortsklasse B von gleicher Wichtigkeit bei Fest- sebuna des Tariflohiies. Es erscheint deshalb an- Hebracht. auch in diesen Gruppen hierzu Stellung zu nehmen.

Um der Oefsentlichkett Kenntnis zu geben, welche Nacktteile sich für die hi'sige Beamtenschaft aus der Zuteilungur Ortskla'se C ergeben, feien einige Zahlen au'g'fühtt, die bei der außerordent­lichen Not der Beamtenschaft sehr ins Gewicht fallen. Der Ortsiusch^ag beträgt einschließlich des 50prozentigen Teuerungszuschlagrs bei einem Jahresgehalt von

mn, ^onn 4900 5700 7000 8.00 10500 über

JJitt. 4JUU 57ü0 7000 8100 10500 12500^2500 ln OrtsbLC: 2100 2550^000^3450^J900~1350 4800 biDrtshLB: 2400 3000 3600 4200 4800 5400 6009 Hieraus ergibt sich, daß die hiesige Beamten­schaft, abgesehen von dem bebeutenben Verlust, ben sie seit der Einreihung in die Ortsklasse C im Jahre 1909 erlitten hat, für die Zukunft vielleicht auf Jahre hinaus, in bet Gruppe 1 um jährlich 300 Mk., 2 um 450 Mk. 3 um 600 Mk., 4 um 750 Mk.r. 5 um 900 M^. 6 um 1050 Mk., 7 um 1200 Mk. geschädigt ist. Diese Beträge gehen aber nicht Nur der Beamtenschaft, sondern auch den hiesigen Geschäftsleuten verloren, die gar nicht daran denken, die Preis» für dir Beamten niedriger zu setzen, wenn Gießen in Ortsklas'e C verbleibt. Um all diese Beträge wird die Kaufkraft der hie­sigen Beamtenschaft geschwächt denn an eine Rücklage kann der Beamte schon lange nicht mehr denken Und wer genau hinpeht, wird schon bald, wie in den Jndustriezentven bereits lange der Fall, das Veamtenproletariat leicht äußerlich erkennen, bem es bei den hohen Preisen für die dringendsten Lebensbedürfnisse ' schon lange nicht mehr zur Meide'nns-chasfimg reicktt. Die Beamtenschaft Gie­ßens ist sich wohl bewußt, daß es bet der ablehnen­den Haltung der RegieruTig schwierig ist, tn letzter Stunde noch einen Erfolg zu erzielen; sie weiß aber auch, daß da. wo ein Wille ist, sich auch ein Weg findet. Herr Stadtverordneter Simon hat imStabt- parlament einen Weg angebeutet, der aber leiber nicht beschritten woiÄen ist. Die Beamtenschaft wirb diese Tatsache entsprechend zu würbigen wissen. Hoffentlich wirb das Ziel demnächst mit Hilfe der Gießener Reichs- unb Landtagsabgeorb- neten erreicht.

Berlüngecun-g der Umlaussfrist darf deshalb nach einer Verfügung an die preußischen Re­gierungspräsidenten entsprochen werden, so­weit ein -würgendes Bedürfnis vorliegt. Da man nicht weiß, wie lange der Mangel noch aichalt, braucht die Uinlaufsfrist nicht mehr im voraus begren-t -u werden. Es muß aber voraeschen werden, daß die Wertzeichen in­nerhalb einer nicht zu langen Frist nach Auf­ruf, etwa nach 3 Monaten, eingelöst werden. Versuche, das Stadtgeld nach dem Vorbild des Reiches als Einnahme zu benutzen, sollen nicht geduldet werden. Es soll auch nicht der Sammeleifer ourch Ausgabe von verschiedenen Rechen derfelben Zechen angeregt werden.

** Freibank. Dienstag, 21. Dezem­ber, werden von 12 Uhr die Nummern

tungsgericbtshofes für die Tauer der von ihnen zurzeit beHciöeten Äemter ernannt. Am 13. De­zember 1920 wurden Otto Svahn zu Selters i um Kanzleigehilfen bei der Hessischen Oberförsterei KonvadAoorf, Philipp Stört yi Ober-Rosbach zum Kanzleigehilfen bei der Hessischen Oberförsterei )ber-Rosbach vom 1. April 1920 an ernannt.

** Personalnachrichten. Der Studien- rat am Realgymnasium in Gießen unb außer- etatsmäßige a. o. Professor für Neues Testa­ment an der hiesigen Universität Dr. theol. Oskar Holtzmann tritt am 31. Dezember 1920 als Stubienrat in den Ruhestand.

** Aus dem Stadttheaterbureau. Als nächste Neuheit vvr ben Feiertagen gelangt am nächsten Mittwoch im Älbonnement Franz Lehars neueste OperetteWo bie Lerche i n g t" zur Aufführung. Der Name bes Kompo­nisten betLustigen Witwe" dürfte genügen, um selbst kurz vor ben Festtagen der Ausführung verdientes Interesse au sichern. Herr Regisseur Goll, Herr Kapellmeister Schlager sowie Frau Lina Olbini leiten bie Einstudierung der Ope­rette, bie auch an Ausstattung Sehenswertes bieten wirb.

** Tie Weihnachtsferien. Nach einem Erlaß des Landesamtes für das B-rlduoigs- wesen können zum Zwecke der Kohlenersparnis bie zwei Unter richt sstunden am Mittwoch, ben 22. Dezember, ausfallen. Die Ferien bauern bis einschließlich Mittwoch, ben 5. Januar 1921.

** Weihnachtsfeier. Die Buchdrucker Gießens (OrtsveveinTypographia") veranstal­teten gestern tat Gewerkfchaftshaus eine Weih­nachtsfeier, bie in allen Teilen eilten schönen Ver­lauf nahm. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Feier begann UM 4 Uhr nach­mittags unb das reichhaltige, gutgewählte Pro­gramm, dessen emzelm Nummern mit großem Beifall ausgenommen wurden, wickelte sich ch flotter Weise ab. Sehr gut gefiel auch die Musikbe- setzm«. Mit Tanz mürbe bie Veranstaltung be- Älossen.

* D ie W e ihn a chts fei er des Wart- burgvereins Gießen war außerordentlich zahlreich besucht. Das große unb sehr abwechs- lungsvolle Programm fano begeisterten Beifall. Nach dem Eröffnungsmarsch sprach Frl. Julie Schön einen Prolog Pfr. Äe ch t olshe i m er begrüßte die Erschienenen und dankte ihnen für bie Teilnahme und den Beweis ihrer christlichen Ge­sinnung. Pfr. Bechtolsheimer sprach sehr schön von dem Wert des deutschen Christfestes. Nach dem gemeinsamen Lied unb einem Vorträge vonWilden- bruchsWeihnacht", den Frl. T t l l y Damm sprach, rollte der Vorhang auf über einem Sttm- mungsbild aus dem deutschen Marchenwald. Eta reizen des Singspiel, das im weiteren Verlauf des Abends geboten wurde, voll tiefer Bedeutung: Kein Heimatland kein Mutterhaus", ward mit großem Dank von dm Zuhörern auf genommen. Auch ein längeres MusikstückFröhliche Wech- ntobten", TongÄnälde von Kabel, sowie bieZigeu­nerweisen" von Sam säte die Kontzerttneister Voll-° brecht narb Kapellni t'tec* Wigger mit Lust unb Liebe nortrugen, fanden reichen Beifall. Im Schluß­wort faßte Pfr. Becker den Eindruck der ganzen Feier noch einmal zusammen unb bankte ben sämt­lichen Darbietenden für ihre Mühe.

** Beschlagnahmt würben in Gießen 2 Bettücher, gez. F. G. unbl Vorschlagsbettuch, gez. K. S., Mit Spitzen aus Hausmacherteinen, bie jedenfalls von einem Diebstahl herrüyren. Tie Eigentümer wollen sich bei der Kriminal-Polizei Gießen melden.

** Das Stadtgeld bleibt unbe­grenzt. Das Stadtgeld, die Ersatzwertzei­chen über 50 Pf. und kleinere Beträge, soll­ten ursprünglich nicht über den 31. Dezember hinaus im Verkehr bleiben. Zwar haben die Reichsmünzen in den letzten Monaten die Aus- ' Prägung von 50 Pfennig-Stücken weiter er- heblich gesteigert. Von Ende August bis An- . sang November wurden rund 64 Millionen

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** Die Treigliederung des sozra- e n Organismus, lieber dieses Thema hielt am Freitag abenö im großen Einhornsaale auf Einladung der Antroposophischen Hoch^chulgesell- chast Walter Kühne einen interefianten Vortrag, >er leider wegen verschiedener gleichzeitiger Veran- taltungen nur schwach besucht war. Ter Redner ührte u. a. aus, baß ber Staat nicht bas höchste auf Erden sei, sondern ber Mensch, ber den Staat bilde. Deshalb solle auck jeder Mensch in diesem Staate yu Worte kommen. De vielen Reoolutionen ber Weltgeschichte hätten ursprünglich auch kein anderes Ziel gehabt. Doch sei Lus jeder nur eine Umtehrung besten geworden, was war: erst habe ein Fürst geherrscht unb nun ein paar Volksmänner, vvr denen sich das Volk ebenso beugen mußte, wie früher vor dem andern. Ans wem bestehe zum Beispiel denn dieVolksregierung" Sowjetrutz- lands? Aus Trotzky, Lenin unb ein paar anderen, bie gerade so despotisch mit dem Volke, umgingen, wie vordem der Zar. Herr Kühne ging in allem, was er sprach, von ber Teilung bes sozialen Lebens in drei Klassen aus: Geistesarbeit, Politik unb Wirtschaft. Tie Geschichte sei immer nur von einer dieser drei Klaisen bestimmt gewesen. So hätten im alten Griechenland bie Philosophen, bie Künstler unb die großen Dichter geherrscht. Im Mittelalter sei bie Politik in bie Mitte ber Inter­esses getreten. Dies sei wohl auch ber Grunb, veshalb zu jener Zett keine neue Kunst unb Wissen- chaft entstanden lei, denn Renaissance unb Hu­manismus/seien nur Nachahmung, dessen, was schon früher da war; die Geistesaröett sei eben hinter die Politikir.-üd'gctreten. In der Neuzeit endlich stehe bas Wirtschafisleben im Vordergrund. Mehr als ie werbe heute die Geistesarbeit verachtet unb unter» schätzt. So sei ber Schwerpunkt des öffentlichen Lebens vom Geistesleben über das politische ins Wirtschaftsleben geraten, man könne fast sagen gesunken". Das wichtigste sei aber, daß sich jeher Mensch in gleicher Weise auf allen drei Gebieten betätige. Man dürfe sich micht von einem ab- roenben, (um sich ganz, dem anderen zu widmen. Nur wenn das geschehe, könnten wir dem Chaos ent­gehen. Herr Kühne sprach dann über bie von Dr. Rudolf Steiner gegründete Walddorfschule, die bie Kinder zu freien denkenden Menschen erziehen wolle, zu Menschen ohne Stanbesoorurtett, zu Menschen, bie aus allen Gebieten tätig seien, zu geistig, polittsch unb wirtschaftlich regsamen

artige Schiebung, die zum Glück aber schon aufgedeckt ist, wurde dieser Tage mit Koks vor­genommen. Für die Mrverw-altung nnirbe ein Waggon Kols ausgeladen. Der Fuhrmcam lud zwischendurch einen Wagen vor einem Hause in der Lmsenstraße ab. Anwohner haben die Sache aber jur Anzeige gebracht. Der Koks mußte wieder an die richtige Made stelle gebracht werden.

S Friedberg, 19. Dez. Die Ortsgruppe eutscheu Volkspartei" hielt gestern abend ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Die von Reallehver RingÄjausen geführte Nech- ramg ergab das erfreuliche Bild, baß trotz ber grofeen Kosten des verflossenen Jahres für Wahlen usw. doch noch ein Ueberschnß vorhanden ist. Der Mitgücberbettrag Ytntritt von 2 Mk. auf 5 Mk. jährlich erhöht, wovon je 1 Mk. nach Gießen unb Darmstadt ab^sführt roerben muß. Es ist ge­plant daß am 18 Jan. $ur Feier der 59. Wieder­kehr der Neichsgründmig ctae Familienfeier abge­halten werden soll. Da jedoch die dsitt^ch-mationale Partei bie Abhaltung einet gemeinschaftlichen Feier dieser beiden Parteien angieregt hat. soll erst noch einmal mit dem Vorstande dieser Partei in Ber­

ta diesem Jckh-r vertonen.

mc. Frankfurt a. M., 19. Dez. Der heu­tigegolden^ Sonntag erreichte, was das Geschäft betrifft, nicht seinen Bvrgänger, den sil- bentea. Trotzdem war bei Verkehr tanerWö der Stadt icaid) von auswärts reutet stark usd> ©traeeii* bahn nxe Eisenba^m hatten vollauf zu dm, .die Massen zu befördern. Flottes Geschäft hattm bie Staifleate mit Bedarfsarti!ein gevv gerer unb mitt-- lerer Ctaxfität, auch ber ^^tjafenyiizibel, der jid> immer mehr anSbrevct, Hai gut vertäust. Aus dem Weih?WÄtsn»arkt herrschte ebenfalls reger Be:- iel>r, yrm.i der sta te Eisgang aus dem Mta- viele Närgierib a lockte. Tre drei sonntage haben, alles <n allem genoutmen, die Hoffnungen der G.sck-äfMeute nidji ga z erfüllt, Venn auck- Grund zu direkter Un-ufnettekchett: nicht

Artzs Stadt und Land.

G i e § en, ben 20. Dez. 1920.

Der goldene Sonntag.

Das Weihnachtsgeschäft geht ta wenigen Tagen zu Ende und unsere'Geschäftsleute haben schmi fetzt einen Hebe Mick über dessen Er­gebnis. Die drei letzten Sonntage vor bem Feste haben unseren Kaufleuten allerbings weder Kupfer noch Silber noch Gold eingebracht, wohl aber viel Papiergeld, btryu Kleingeld aus Aluminium und WiLeren Ersatzmetallen, sowie ein Sammelsurium von schmutzigen Notgelbfcheinen. Das allgemeine Urteil über bas Weihnachtsgeschäft, we überhaupt über ben Kleinhandel im laufenden Winterviertel- fckhr, geht dahin, daß der Warenhunger der Be­völkerung, wie er noch vor einem Jahr vor Weih­nachten sich geigte, nicht mehr vorhanden ist. Der Umsatz ist gegen das Vorjahr erlfeblich zurück- gegangen, was seinen Grund haben mag in ben mit der Zeit sehr gestiegenen Preisen fast aller Bedarfsartilel einschließlich der Lebensrntttel. Be­sonders in ben Mittleren Schichten ber städtischen Bevölkerung wirb oft erklärt, 5U Weihnachten nur das aller Notwendigste kaufen yi könn-m, weil der größte Teil der verfügbaren Mtttel für ben not­wendigsten Lebensbedarf gebraucht toerbe. Der früher sehr kaufkräftige ÄUttelstand fehlt heute gewissen Geschäftsleuten, die gerade für solche Kundschaft emgerichtet sind unb es klagen daher auch solche Geschäftsleute «m mnsten über schlechte Werhiiachtsgeschäfte. Ganz anders verhält es sich in den Läden, wo schon vor bem Kriege die Land­wirtschaft treibende Bevölkerung Einkäufe $u Machen pflegte. Dieser Teil misever Geschäftswelt klagt zwar auch, ba1 es Heuer bei der Kundschaft an Kauflust fehlt, über das finan^cllc Ergebnis

lich fast 11000 Mark für ben Aorinalmorgen. Die bis jetzt entstandenen Feldbereinigungskosten be­tragen sicherem Vernehmen nach rund 78 000 Mk., werden sich aber nach erhöhen, da verschiedene größere BodenverbesserungSarbeiten noch in der Ausfühnmg begriffen sind. Bei der Bildung des Masselands konnte niemand'se Steigerung der Preise voraussehen. Die allgemein, auch bei an­deren Verkaufen beobachtete Steigermrg der Preise hat ihren Grund darin, daß die Zahl ber Land- bedürftigen wett größer ist als bie Zahl der ver­käuflichen Grundstücke. Das starke Landbedürfnis wiederum hat feinen Grund in den hohen Preisen aller Produkte. Eta-ckgang der hohen Preise auf allen Gebieten kcnrn auf die Dauer nur durch Steigerung ber Produktion erreicht wecken. Die Steigerung der landwictschaftlich n Produklion ist dec Hauptzweck der Feldbereinigung. Die Allge­meinheit hat deshalb keinen Grund, gegen die hohen Erlöse bet .Masstlandversteigerungen Stel­lung fru nehmen, da diese Summen produktiven

Hessen-Nassau.

Der Hmis^rlts^lan.

fo. Frankfurt a. M., 18. Dez. Nach Den Beschlüssen der Stadtverordneten- versa mmlungen ist oer städtische Haus-- joltsplan für 1920/21 nunmehr im Drei* narium für Die allgemeine Verwaltung auf 348026130 Mk., für Die Betriebsverwal­tung auf 293 676 720 Mk., im Extraorütao- rium für Die allgemeine Verwaltung ans 38 124 250 Mk., für Die BetriebsverwalttiNL auf 10 616 860 Mk. festgesetzt. Der Magi- trat hat dieser Festsetzung zugestimmt. Einem Beschluß Der Stadtverordneten­versammlung, von Der Einziehung des 10) Prozent übersteigenden Hauptsteuerzuschlo- ges abzusehen, stimmte^rer Magistrat nicht zu.

fd. Frankfurt a. M., 18. Dez. Dkr Magistrat teilt Der Stadtverordnetenversamni- lung mit, daß das Verfahren wegen ErHöh­ung des 20prozenti gen Zuschlag es der Mieten im Gange sei.

mc. F r«a n k f u r t a. M, 19. Tez. Um fetnem wertvollen Platinvorrat zu schützen, hat dcs Scnckenbergische Museum d<as Metall durch eme geschickt n-ack^machte Atttapoe ersetzen fa.jat. Attrappe hat man denn auch prompt, wie Dorgey sehen, he stöhlen.

mc. Frankfurt la. M., 19. Dez. Im Truckereigebäude der unaStjTQ. Zeitung , Volk?. recht" entstand ans unbetannler Ursache e;m Kellerbrand, d?m g ößere Mengen Material zum Opfer sielen. Der Schaden wick auf eimge zehntausend Mark geschätzt.

mc. F r a n k f u r t a. M., 19. De-. Die Po. lizeistu n de wurde Samstags am IV/z Mr, an allen anderen Tagen ans 11 Uhr festgesetzt.

Eietzener Ltadttheater.

Frau Holle.

Märchen von Hermann Steingoetter.

Gießen, 20. Dez. 1920.

Märchonbeackeitungen für die Bühne baba meist den Fehler, daß sie zu literarisch aufgtmadbt und damit dem kindlichen Gemüte entrremtet ton- den. Das Kind ist ganz Auge und will die Bunde Märchenwelt seiner Phantasie naiv und künstelt wieder sind en. Es darf ihm auch fern Märchng^schehnis unterschlagen werten, elbst wem seine B-erwirksichung auf der Bühne den größten technischen Au, wand eifvckert. Kinder Herren simd anspruchsvoll, aber auch dankbar. Die Begeiste­rung der kleinen Gäste toirb Herrn Steim- g o e 11 r, dem Verfasser und Spielleiter te Stückes, besser wie irgend ein Erwachener fapn können, daß er ber rechte Märchenzaubever grtotien ist. Wie konnte ein kindliches ®emüt bie Schicksete ber Goldmarie und Pechtrttie bei der guten Fniu Holle erleben! Was wurde nicht alles sichtten Wirklichkeit! Der redende Gicktt, der Etagenbt Back­ofen, die wandelnden Brote, und bann twr

Saarb rücken, 18.. Dez. (WTB.) |j hiesige Sondergericht verurteilte heute M - ehemaligen Verleger derVölklinger M tung", Buchdruckereibcsitzer Hugo Scheuiu ew#llingL jetzt wohnhaft in Bonn, Verleger derW 1 'btn 23. ner Zeitung", wegen S ch l e i ch h a n behil 4 24. 3 Monaten Gefängnis und 1000M Mark Geldstrafe bei sofortiger W tung, weil er Ende vorigen Jahres, al^ noch in Völklingen wohnte, mehrere gons rationiertes Zeitungspapier im 'Sd)l^ handel erworben und mit einem enormen ^ winn nach Straßburg i. E. weitervew.- hatte. Nach eigenem Geständnis W" Scheuer für je einen Waggon ZeitungsM- 14 000 Mk. und verkaufte chn für 101--

Menschen.

Landkreis Gießen.

Geilshausen, 18. Tez. In unsrer Gemeind: hat sich eine Gefellschafts-Schä- i e r e 1 gegründet, ber fast sämtliche Landwirte an» gchören. Ein eigner Schäfer ist schon vorl-anden. Schwierigkeit bereitete fruerft die Wohnungsfrage

fall <nt n«w TO* fmtgnrodrt örtbe. T« J-n-1 Wrfargt werden. Trotzdem iy der Mangel an Haber der Ä-schäfte in der Neustadt,, Marktsttatze' kleinen Zahlungsmitteln noch nicht gedeckt, unb in der Bahlilwfstta^ klc^en, dLÄ-teilweise bra Etwaigen Anträgen größerer Gemeinden aus Eisenbahn.sonnta§sührpta^i aus ber Umgebung nach Gießen für -ahtasche Ortschaften mt^inftig sei. Die Kundschaft aus diesen Dörfern konnte am Bormftttas., wie sie es bisher gewolM war. nichl-

* imb ging der Geschaftswett

* Rab ertshausen, 18. MasselandversteiHerung der Felbbereini- gung Rabertshausen wirb uns noch^ mitgeteilt, bah bei der iivzwi schien vevanstalteten sweiten Ver­steigerung für bie etwa 27 Morgni Masseland rund 274 000 Mark geboten wurden, also durchschnitt-

Apfelbaum, der geschüttelt werben will, die l<m- zenden Hirschkäfer und schwebenden Elm Garnicht zu glauben die Borgänge im Brumikn- chacht, durch den man zu Frau Holles Rrich kommt. Ein Bimnnenschacht, in dem Frösche Salamander zierliche Tän-e auffühven unb ffrofct F-ische einher schwimmen. Ganz so, als ob mar durchs Glas in ein richtiges großes 9tauariin hineinsahe. Wie viel Tage man noch darüber nab denken und wieviel Nächte man noch davon ho men kann. Keines der Kiicker, die das gefejei haben, wird ruhen, bis seine Geschwister und Sv«- genommen geführten ebenfalls in dies Märchenreich eiltet» «graten !J gangen sind. In diesem Bewußtsein muß für ten a-ielt.

Verfasser ber schönste Lohn liegen. Bemerkt jjzt Ein jy noch, baß auch die leichten anmutigen Verse gw j mgültige

u..v, konnte dieser Stücke g^rägt, außerdem 8 Millionen bisher nennenswerte^Mige von den gefüllle-- 10 Ps. und 8o Millionen zup Pf. herge- Sägcrn nicht erzielen, doch bestehe die Hofsnu-ig «stellt. - ftteichsbanka-.stallen konnten viel- datz in ben letzten Tagen vor oem Feste dec ^u-- I ach über chren Bedarf mit 50 Pf.-Stücken