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Montag, 20. Dezember 1920

Erstes Blatt

170. Jahrgang

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gen seien durch den

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entsenden.

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daß Deutschland trotz allem muen genug Ke l d habe, um die i

Chile an der Seite Argentiniens.

Genf, 18. Dez. (Wolff.) Die ch i l e n i

. (Wolff.) Die ch i l en r-i überreichte dem General- <3 Löllerbuudstates fob-1

fcheDeleaation sekretär zu fänden i

gen des Schreiben:Die Regierung von Chile in Anerkennung der hohen Ideen, die die ar­gentinische Regierung in dec Völker- bundsversammlung in Qkit? leitete, wünscht bei dieser Gelegenheit, ihre unerschütterliche Sympathie für die ,üüamecikanische Schtvester zum Ausdruck zu bringen und wünscht zum Erfolg dec wichtigen Grundsätze beizutragen, die die argentinische Delegation in den von ihr oorgelegten Abänderungsantragen junt Bölkerbunosvertrag Vorschlagt.

deutschen zu geheimen Sonderberatungen zu- >am7nenf<mden und immer erst beschließ.

Lwtahme von Lnzetao fit die Sagesnummer bi» zum Nachmittag vorher ahne jede Verbindlichkeit. Srtis |Qr l nun höh« für zeigen o. 34 mm Breite örtlich 35 Pf.. au* wärt»

Die Rede de» Staatssekretär- Bergmann. I

Brüssel, 18. Tez. (Wokff.) Bon un)etrm | Sonde rberichtcri»tt er. Är der Vormittog-^sitzung vom 17. Tezember gab Staatssekretär Berg­mann eme offene und geschäftsmäßige Dar­stellung deS ReparationSproblernS, wie es sich ihm darstelle. Er sagte, daß es in zwei Teile zerfalle. Die erste Frage sei die Feststel- lung deS Betvages der deutschen Sd>tlb. Deuftch- lairds Rolle fei in dieser Sache eine sehr passive Es habe ein weienrlicheS Interesse daran, drtz die Summe sobaL wie möglich und in vernünf­tiger Weise scstgcstellt werde, d. h. imierbalb der Zahlungsfähigkeit TeutzchLwidS. Der moralische Erfolg, welchen er von toter Entscheidung über den Betrag erwarte, sei van größter Bedeutung. Unermeßlicher Schaden würde entstehen, wenn man eine theoretische Summe verlange, die voll- lommcn auhechalb der deutsck-en Zahlungsfähigkeit stehe. -Solch ein öerLrigen würde mir zur Ber- zweiflANg führen. Was die Art und Weise angehe, in welcher die Schuld abfrutnagen sei, so beziehe er sich auf die in Spa gemachten Borsästäge. Bon der Gesamtsumme müßten die bereits ge-

Aur dein Reiche.

Wuchergerichte lmd Hotztldetriebe.

Hannover, 18 Dez. lWolft.) Der 15tt* waltungsvat des BerbaudeS der Hotelbesttzer- veretne Deutschlands, der 'abends M- fammentwi, anerkennt in einer (Sittich, t.fpmg, datz durch die gestern im Reichstag beschlosfeite Abän­derung der Duchergerichtsveiord'ung eine der grundlegenden Fvdeiungen des Be.ba deS erfüllt ist. Bon der beantragten Schiebung alter KÜchen- betriebe soll deshalb oorläitiig a geieltcn werken. Dagegen erhebt der BerwalttorgSrat mit allem Nack^ruck die wsi ere Forderung, daß die gestern beschlossenen Ma'mahmen sowrt ergänzt und den Inhabern gewerblicher Äüdrn die Mögliästeft ge­boten werden müsse, ihre Betriebe stvaslos roettro- zu sichren.

Berlin, 19. Tez. (Wolff.) Die seit sechs Tagen gesdüosssnen Küchen der großen DotelS und Restaurants sind heute wieder geöffnet worden.

zahlen könne. Seiner Meinung nach sei es durchaus nötig, hen Betrag der Besagungskostezi soweit zu ermäßigen, daß er nicht die Enrschädi aungsleisnmg unmöglich macht Bergmann er­klärte dann weiter, mit dem Verlust von Obe r - schlesien würde Deut chland nicht nur Koh.e, sondern auch bedeutende Industrien einbüßen. Be­züglich der Frage des Privateigentums in den alliierten Libyern sagte Bergmann, daß in dieser Beziehung der Vertrag von Versailles sehr un­günstig für Deutschland sei. Wenn Deut ch!and alle seine Interes en im Ausland verlieren würde, so wäre es natürlich schwer, das Gleichgewicht im deutschen Land«! bertüftelten. Deser Punkt sei seiner Me-.nung nach von entscheidener Bedeutung. Die nächsten Fragen betreffen das Erfordernis der wirft chaitlichen Gleichberechtigung, ^xhießlich kam Bergmann noch auf die Fräse der dondeiS- flotte zu sprechen. Er sprach die Hoffnung aus, daß Generaldirekwr Cuno darüber der Konferenz näheres mttteüen würde.

Die Schlietznng der Senser öölferbunbsoerfammlung.

Genf, 1& De». (2STV.) D« Bolker- bun dsversam m lung hat heute abend ihre Sipunsen abgeschlossen, nachdem sie den Rest der Anträge und die Kommission-berichte angenommen hat Dabei wurde auf den Antrag des belgischen Delegierten Lafontaine, der die Frage geprütt haben wollte, ob Espe rantoals Weltsprache ein* geführt werden könnte, nicht weiter einge­gangen Präsident Lwmans dankte der SckZoei; tatb der Stadt Genf sirr ihre Gastlichteit sowie alten Beamten des Völkertemdes für ihre Dienste und rühmte vor allem den G^möatz der Gleich­heit zwischen allen Staaten. Der Völkerbund werde sich durch die Skeptiker nicht irre machen lassen. Bundespräsident Tlotta g*adjte der «zfün tagen Ausgaben des Völkerbundes Er nannte dabei die Berulngung der Geister, die Versöhnung der tzerzen und die Annähermm der Völker und schloß mit einem Änweis auf das kommende Deihnachtsfest, dessen Verheißung sich erfüllen möge: Friede au Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!

machten Zahlungen obgr rechnet nxnben, und für den Restbetrag der SchuL seien Annuitäten sestzu- feten. Er fasse Iahres^alfümgen ins Auge, die sich über eine Zeit von dreißig Jahren erstreckten, wie sie im FriedenSoertiag vorgesehen seien. Es sei da zu unterscheLen zwischen der EntschÄngnng in Geld und derjenigen in SachleiftungTn Geld­zahlungen seien augenblicklich nicht möglich. Teutsklüand kmme seinen guten Willen bester in der Frage der EntschädignngSleistung durch Sachleistungen b w.isen r-*-*-- - -

genug Ge l d habe, um die notwendig­st e n N a h r u n g s m 11 t e 1 e i n zu s ü h r en Ter Wert der deutschen Wahrung im Ausland habe so cchgenommen, daß er in keiner Weise mehr mit der Kaufkraft des Geldes in Deutschland Überernstimme. Er hoffe, daß durch eine Krediteperation der not­wendige Anstoß zur Besserung geoeben werden könne Staatssekretär Bergmann gab dann die Ver­sicherung ab, Laß Deutschland dre (tatsthädtgungen ai Geld b g inten mürbe, sobald es ttiri^r Gleichgewicht in sein Budget gebracht habe und eine vernünftig Besserung und Stabiltsterung des deutfchen Geld- n^rtes erreicht habe. Aber er erklärte, <8 würde cincrfdti nicht ehrlich und offen gepcock>m fein wenn er nicht auf die Lindernrsse hm- weisen würde, die sich dem entgegenstellm. Zu­nächst sei da die Frage der Bes a tzun g s ko ste n, 4'/. Milliarden Mark seien bereits dafür gezahlt worden, und man nehme an, daß im laufenbat Geschäftsjahr die Gesamtkosten sich bis aut fünf- zehn MLiarden Mark belaufen würden. D«se Beträge umfaßten nur die Paptermark, die für die Besatzüngsarmoe bereitgestellt würden, und den Wert bet für sie gemachten Sachlet'vmgen. Ntckst eingeschlossen seien d« von den Alltiertenbet Itch zu Laufe aufgebrachten Kosten, deren Betrag er I nicht schätzen könne. Er fürchte, baß bec Geimnt- betrag dieser Kosten bet größten Tetl der I Summe auf zehre, die Deut, chlaud

3, 4, 5 'und 6 Teil VI----------- T _

der Lvhlenliefermigen sei für den Augenblick in Spa geregelt worden, irnb de Leistungen Kmben auch, abgesehen von augenblicklichen BerlelTrSschwic- iurfeiten, in der vorgesehenen LSHe sta t, nach Ablauf des Spa-Abkommens müsse die Frage b.r späteren Leistungen geregelt werden. Dabei leien xrei Gesichtspunkte zu berücksichigen: einmal die Menge, welche von Deutschlands wirft ctratlicher Leistungsf'öhgfei! uhhänge, unb tzw itm8 de? Drcfte, die in vernünftiger Weise teftiulegen leien. Ta­bei kämen in Frage die Lieferung von Chemikalien und Farbstoffen, welche eben Ms durch Verein­barung geregelt fei und zu frieden stell ei .d von statten ginge. Es blieben nur noch die Lieferungen nach Annex 4, welcl-e ein ganz besonderes Interesse nicht nur für Frankreich und Belgien, sondern auch für Deutschland hätten. ES handele sich tn um Ma­tertallieferungen für bat Wtederauf- ba u der zerstörten Gebiete. Teutsct>lanb jei fest entschlossen, soweit es ihm irgend möglich sei, dabei mH zuhelfen. Geld habe Deutsch- laiib nicht, aber es habe ferne Arbeit und bte Erzeugnisse ferner Industrie. Deutschland fei be­reit, bet ieder praktischen Lösung mit?.uarbcitkn, mib es hoffe, eine Berständigimg erreichen ;,u könne-" mit dem Ziel eine5 schn llcn Diebe.au ^bans, der notwendig fei für die wi tsclMliche W^cdecherstel- lung von Europa. Er sei nicht in der Lage, im Augenblick einen Plan in allen Einzelheiten dafür zu entwickeln, aber er könne sich persönlich vor- stellen, daß etwa die deutsche Reglern':g einen gewissen Marlkredit eröffne, der freilich inner­halb der Zahlungssähigkcil Deutschlmibs liegen müsse, um einen Fonde- zu fdxxffen, aus dem frau- zösische oder englische Bestellungen bei deutsäfen Liesevanten gezahlt werden'ben. Dies würde mit den £xuuxtidjtoietigfeiten des Annex 4 auf­räumen. Er mente, daß die Einzelheiten tn einer besonderen Kommission festzustellen fein würden, deren Emfevung er vorstchlug.

Ein Zwischenfall bei einem Diplomaten» essen in Paris.

Paris, 18. Dez. (WTB.) Vergangenen Mittwoch gab der Kammerpräsident P e i e t dem diplomatischen Korps em Essen, zu dem auch ter deutsche Botschafter gelaßen war. Tic Pariser Ausaabe desDaily Mail" deinchtet oon einem Z w i | chenfall, der sich bei die em offi­ziellen Essen ereignete. DerTemps" gibt btcie Meldung wieder und erklärt: Der amerika­nische Botschafter Wallace und her deutsche Botscha ter Dr. Mayer waren g?laden. Da der amerikanische Botschafter der emsige Teil- nehmer war, mit dem der deutsch? Bolschaiter noch keine Beziefmngen urrttrhi.'lt. bat Dr. Mayer hen Cltef des Protokolls, Fougineres, ibn dem amerMa­nischen Botfckar'ter vorzuitelsen. Tiefer wies über auf den zwischen den Bereinigten Staaten und Deutschland noch herrschenden Kriegsiuslaitd hin und bemerkte, daß diese Vorstellung nicht erfolgen könne.

In WirNichkeit ist der Zwischenfall auf fol­gendes zuruckzuführen: An der Tafel war der deutsche Botschafter Dr. Mayer zur Rechten der Gemahlin deä amerikanischm Botschafters plaziert. Jnsolgebessen hielt es Dr. Map?r den gesell- schastlicken Regeln entsprechend für angebracht, den Ebes des Protokolls zu ersuchen, ibn dem amerikanischen Botschai'ter vor ustel ei, bam;t die er ihn, bat deutschen Botschafter, seiner Gevablin vorstelle. Das Verhalten des amerikanischen Bot­schafters muß um so mehr aufsallen, als alle übrigen diplomatischen Persönlichkeiten sich dem deutschen Botschaster m höflichster Weise vor­stellten. *

Paris, 19. Dez. (Lxmas.) Ministerpräsident Leygues hatte gestern nachmittag ein«» Unter­redung mit dem deutschen Botschafter Dr. Ma yer.

KrifiS im Wiener GastwirtSgewerbe.

Wien, 18. Dez (WTB.) Wie die Abend­blätter melden, bestoß eine Bersammlima der Gaslwirte, die Forderungen der Gast­wirt sg e hi lfen ab»ulehnen unb nötism- falls sämtliche Wiener Betriebe zu spervot.

Aus Hessen.

Rücktritt eines LandtugSab^-Eordneten.

rm. Darmstadt, 19. Dez. Tas deutschnativ- nale Mitglied der hessischen Volkskammer, Land­tagsabgeordneter Dorsch-Wölfersheim be­absichtigt, sein ßanttag5manbat nvtterwiegen, um sich ganz seiner Tätigkeit als Reichsteg abgeord- nrter widmen zu können. An ferne Stelle beab­sichtigt der Sxliifdx Vauernbund fernen Lattdes- vorsitzenden, Dr. o. £>e l m o 11- Niederwöllstadt, für den Rest der Wahlperiode in die Volkskammer

Die Brüfseler ttonferen;.

Die Wiedorautmachungskonferenz in Brüssel soll auf keinen Fall über das Weih- tachtsfest Hinaustagen. Man ist also eigentlich chon so gut wie anr (5iti>c. Da die Konferenz feine beschließenoe, sondern nur eine iüforma- iotische Zusammenkunft ist, hat man sich in xrtitildten Kreisen von vornherein kernen all- ju großen Erwartungen hingegeben. Aus den ipeutschcn Denkschriften können sich die Alli- erten alle Zahlen zusammenstellen, die sie zur Ausfüllung von immer neuen Paprerbogen roch brauchen. Es bat jedenfalls keinen mten Eindruck gemacht, daß die alliierten De>- egierten sich nach jeder Berührung mit den

In Beantworttrng einer Frage der italienischen Delegierten sagte Bergmann, daß er men e, Deutschland würde auch bereit sein, die Möglichkeit eines ähnlichen Arrangements auch mit« Rücksicht aut d« zerstörten Gebiete von R o r d i l a l i e n zu erwägen. Es sei notwendig, die deutsche Währung auf ein etwas höheres Niveau als jetzt zu stabili­sieren und toteber her^ustellen. Er zweifle ab'.r, daß Teuftchland imstande fein würde, das aus erge- nen Kräften zu vollbringen. Er stelle sich die Möglichkeit enter Krediteperatton in großem Um- ftmge vor. Er sei der guten Zuoersicht, daß Deutsch­land schon auf dem richtiaen Dege sei in be$ug auf die innere Ordnung und die ArbeitSfreudrgteit. Tie Dauptschwierigkeit aber bestehe barm, ba& Deutschland trotz allem guten Willen Nicht

RuS Griechenland.

Athen, 19. Tez. (tzopaS.) Oe Univet« fitätsprofessoren, die van der 9trgtmnrg Veniselos en:annt wurden, sind abberufen und burd) die früheren Prmessoren ersetzt worden.

Paris, 19. Dez. lWTD.) DasEcho de PariS" stellt fest, daß an dem Widerstand der italienischen Regierung der Pl,m gescheitert ist, die Eesmidten Frwikreich^, EnglandS wid Italiens in dem Augenblick mi3 Athen ab;w berufen, ui dem König Konstantin dort fernen Einzug hält.

llr. 299

Der Siedeeer Sazetaer nfchewt täglich, außer Sonn» imb Feiorlags. »ELpreise:

Monatlich Mar« 3.60 und Mb. - ebTrägerlohn, vierteljührlichMaick 16 80 undMd.'.LSTrngerlohn; durch die Pest viertel- jährlich Mark 12.- ansfchüehtich «efteKge». 5erB|pre*»«n|*#*: fürdieSchriftl-it«nqIlr,- 5erlag,®eid|afisfteCe 51. Anschrift für Drc.hu, ach. richten: Seielger letzen.

p.stfcheLi«tto:

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mißten, wie nun weiter vcrhandell werden 'olle. Diese mißtrauische Art und Weise läuft schnurrstracks auf die alte Diktatmethode zu, die man in Brüssel doch abstreifen wollte. Eine kalte Douche für die Brüsseler Stimmung itaren auch die Erklärungen des Ministerprä­lidenten Leygues in der Pariser Kammer: Deutschland wird bezahlen, weil es bezahlen muß " Das klang wenig versöhnlich. Noch un- »eriöhnlicher öer Satz:Zahlt Deutschland »icht, so toito Frankreich 'Pfänder nehmen »der Sicherheitsleistungen verlangen." Die deutschen Delegierten haben in Brüssel einen Soßzügigen und ehrlich gemeinten Plan der iedergutmachung auf dec Grundlage einer rnternationalen Kredithilfe und eines deutsch- ftanzö i'chen Wirtschaftsabkommens vorgelegt. Frankreich muß jetzt Farbe bekennen, ob es wirklich die Wiederautmachung haben oder Deutschland weiter schinden und quälen will.

Ein franzöfifcher Stimmungtzbericht.

Brüssel, 18. De^ (Wolff.) yn der Mel­dung der 9(aence L»ovaS fRcuter heiß eS:Die FRebe deS Eh fs der deutschen Delegatwn 93er g* mann in der heutigen VormittagSsitzung der Sonferetti hat die Frage der Reparation ti Natuca und in bar endlich mit einer ge* roiffcn Loyalität anftedjmt'en. Staats­sekretär Stergmcnm broxntn damit, daß er darauf hinwies, bar T-eutschland fick bemüht habe, bis Sur Grenze des Mögliche die Verpflichtungen deS friedens Vertrages zu erfüllen. Aber er erklärte sodann, daß es viell-ickst noch mehr tun tonne, ntbem es sich neue Opf.-r auferlsge, unb skizzierte tn groften Zügen ein System, bas es erlauben würde, den Anteil D-nitschlands an emer Repa* mtioii in Naftira wir!sanier zu machen, und zwar h der Forni von Leisfuugen, wie es im Annex 4

Teiles 8 keS Ver'ailler Vertrages vorgesehen ÖL Heber die Modalitäten der Verwirllichung dieses Planes bat B-ergttrann nickr's Genaueres ge- Ragt, fonbem vorgeschlagen, es der Hnterkommisswii der Konferenz »'n uErlassen, die Wirkung dieies SlaneS tu allen Erm-Eiten zu priifen. Tiefer Vorschlag wurde übrigens anamontmen. Was die Separation in bar betrifft, so be'onte'Berginmm fluvdjai!; bguten Willen Deutschlands, «'rfjarte aber, daß es sozusagen nicht möglich wäre, die Zah* Imgtn in bar leistenf, solange sich die wirtschaft- lliche und fina zielle Lagt: nickst gebessert hätte. Bei ttiefer Gel^mbeit spielte Bergmann auf die Ler- gungen an, die für Deutschland die Kosten der Dktupationsarmee bedeuten und weiter auf Sie Hngewißde t, in bet sich Teutsckstand bezüglich Ses Sch'ck'als O b erschl esiens b findet, ferner ecuf die Garaufte feiltet Gütet und Jnterefsen in Auslände, aus die Zuteilung der Lcmbelsflove unb besonders auf den niedrigen Stand des Kurses ! Ser Mark. Indes hat es Bergmann mcht voll- ffändig a(igelehnt, mit bat Oiierten über bte Frage der Bezahlung in bar diskutieren.

Der Präsident der Konferenz, Delacroix, I Dänbigte den Dclegierten im Namen der Allnert'n | «anen Fragebo gen <viS, der von den Alltterten gemeinsam über Ixe Reparationsfrage aus gearbeitet worden ist. Gl ichzeittg wurde den Deuftchen iwh* s tßziert, daß die Alliierten hatte nachmittag zu einem I 'Neiwungs auStausch utitereinander sich zufammen- isiiden würden über dir Art und Weise, wie bie ; 'Diskussioii weite vgeführt werden soll.

"^Sv bedeutet die heutige Vormittagssitzmtg röten Schritt vorwärts. Die Vertreter »Deuftchlands haben den Eindruck hrnterlasfen, daß fe damit chtDerftnnben sind, noch etioaö mehr >rauszusck«ffeu, als sie bisher geliefert haben, und non ist entschlossen, sich an bie Arbeit machen, !a die Daiftchcn nicht ftbe Zusammenarbeit ad- "ehnen." . ,

Brüssel, 19. Der. (WTB.) 2^e &aög- Reuter über die heutigL Sitzung berichtet, fuhr­st die vier Darlegungen, die heute gegeben wuv- len und lmdyt tecksttischer Art waren, m der^lumg I >pi keinerlei Diskusston.

lat Privatbesprechimgen imt bat deutschen ^-Ue- Ificrtai werden in den nächten ^agen uatthnten. Äe Bespreckrungen können unt so leubter var :tbcn, als sämtliche Deleztetumeit unt Ausnahme !er italicniWiei tu bemfefben Dotel svv^nat und la die nächste Vollsitzung erst am nächsten Montag jor sich geht. Diese Art i>rr Verbandbing mufz, vie der 5)avas-Rarter-Berichterstatter wernt, zu "iuchtbaren Ergebnissen fühvat. Der Eindruck : nKonfera^kreis-m iit heute abend orfenf rcht- : sich gut. Der heutige Tag bebeutet den ersten Schritt aus bem Wege zu Lösungen, die zweifellos ächt ohne Schmer gfeitai erreicht werden können, ferat taisäckstiä-e Äuffmdung aber nicht u-imoglKh ist. Es ist eine solide Basis für die Diskufswn schaffen.

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhefsen

vnick unb Verla-: vröhl'sche Univ..Vttch- uwö Stemiraderet TL £<mge. Schriftkitung. Gesch4ftssteLe ent Druckerei: Zchvlstratze 7.

Aur dem besetzten Gebiet.

Zeitun-Sverbote.

fb. Koblenz, 19. Dez. Im besetzten Gebiet sind verboten dasMannheimer T a g b t a 11" vom 1. bis 31. Dezember 1920, Die Gegenrechnung" in München Dontx 1. Dezember 1920 bis 28. Februar 1921, und auf unbestimmte Zeit bet ,Lahrer Lin­kende Bote", neuer historischer Aalender, für 1921.

Koblenz, 18. Dez. (Wolff.) Die in­teralliierte Rheinlandskommis­sion verbot den Vertrieb deS BuchesDer UntergangFcankreichs", das rm Ver­lage von Hoffmann und Campe (Damburg) erschienen ist, für die besetzten rheinijchen Gebiete.

Französische Wilderer.

fb. Darmstadt, 19. Dez. Die vom Truppenübungsplatz Griesheim leicht zu er­reichenden Jagdbezirke der Gemarkunaen God­delau, Griesheim und WolfSkehl werden von den französischen Besatzungstruppen mit Vor­liebe zur Ausübung der Wilddieberei aufge- sucht. Die Franzosen haben sich Frettchen an- gefchafft, mit denen sie den wilden Kanin!- chen, die zum jagdbaren Wild gehören, nach­stellen. Die Jagdpächter sind-geaen diesen Un­fug, der nachgerade zu einer Kalamität ausge­stellter wird, machtlos.

tnc. Soblen-, v'.^De». Tie Ameri­kaner stellen für arme Kinder xu Da^mchten 14000 Pakete #ur Verfügung. In Koblenz Andernach, Mayen, Neuwied ufw. werden wieder rm Freien große brennende Christbäume

45 Vf.; für Reblame- Anzeigen von 70 mm «rette 150 Pf Sei T lag. »oftchrM 20* Anjschlag. siaupftchrstttettec lug. «octz 'verantwort 114) für Politik: lug. Goetz; für den ihrigen Teil: Dr. Nrinhold ßenj; ftr den Injeigenteil: ft. B«fc, |dmtlid) in Gießen.

Tie Konferenz bat die Darlegungen angehort, die namens der deutschen Delegation gemacht wur­den: 1. vom Ministerialdicettoc Le Su.re über die Folgen der Anwendung der wirtichastlichen Klausel-n des Vertrages auf den Wederau bau Deuft'chlaw>?, 2. die Darlegungen von Tr.Vselchior über das deutsche Eigentum im Ausland, 3 bie Darlegungen bes Gäternldwrklors Eimo über die Folgen des Verlustes der Landelsmarrne für Deutschland, 4. Erklärungen dos Ba-iitzirektors von Stauü über die Rückwirkung der A.^wmtrung der Verpflichtung des Versailler Vertrags ü' er bic Ausgleichsämter aus den deut chen Wechselkurs. » Nachdem die deutsche Detegatiou sich frurihf(Flogen ~ t , 1 . * hatte, bafm die Delegierten terAll»-r e i fefiimmte

Frict^->iSvertrag rui sirchaug P^sElichk-siten aus chrer Mite bamv bnairtragt, lll voryefchrteben. Tu F^age ^n Vertretern Deutschlands nähere Einzcl- herten über einige Punkte zu beschaffen, bte im Verlause der Sitzung Mr Sprache gekommen sind. Die Konferenz vertagte sich bamt aus Montag nachmittag. Sie will bann die Berichte an Höven, die ihr von den verschickcnen Delegierten etftottd