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machend Angeklagte, der offenbar vvn seinem Kameraden zur Tat verführt worden ist, tL_ Gesänqn sstrase vvn einem Monat ^rei Wochen.
erhielt. .
Ein junger Sattler aus Wetzlar fuhr auf eine ungültige Fahrkarte von Gießen nach Lindheim und wurde dabei erwischt. Mit Rücksicht auf seine b Lhcrige Unbestraftheit kommt er mit einer Geld-
infolge der Weihnachtsfeierlage findet die Aus» zschlung der Wochengeld-Unterstützung am Donnerstag b.<n 23. und des Krankengeldes am Freitag den 24. Dezember bs. Is. von norm. 8 bis 1 Uhr statt.
Gießen, den 17. Dezember 1920. 13466c
Die KastenVerwaltung._______
Wester wurden noch ein:« Privatklag-n verhandelt, die zum Teil yerg'ichen wurden, für die Allgememheit aber tem beivnderes Interesse bieten.
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Ein Metzger aus dem Westerwald machte in einer hiesigen Wirtschaft eine Zech.- von 181 Mk. Als es an das Zahlen ging, stellte sich feine gänzlich' Mittellosigkeit heraus. Wegen Betrugs erh-elt der bereits vorbestrastc Angeklagte eine Woch Gefängnis
Im Januar 1919 verkaufte ein Sch'o'ser aus Mainz, der damals bei der Nachricht en-En'atz- abteilung 18 als Pserdepfleger einae'tellt war, zusammen mit einem bere ts abgcurtriltTn Kameraden zwei Landwirten aus dem We'erwald vrer seiner Pflege anvettraute Pferde. Wegen Di:b- stahls erhielt der einen beschränkten Eindruck
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öcrauf kam er in Abwesenheit des Studenten zu besten Wirtin und schwindelte ihr vor, der Stubent habe ihn geschickt, um seine Uniform, seinen 5ommermantrL ein Paar Stiefel, seine vand- ctubc und seinen Koffer abzuholen. Die leicht- iliubige Frau fiel auch aus den plumpen Schwin- )cl herein und gab ihm die Gegenstände im Ge- itmtroert von mindestens 1200 Mark, die der Mtrüger dann alle nach und nach veräußerte. Tor kurzem wurde der Bursche in Berlin fest- gewmmen und hierher gebracht, wo er für seinen 8 J)iobcn Vertrauensbruch 6 Monate Gefängnis
Berlin, 17 Tez. (WTB Nach Ablauf der für die freiwillige Wafjenabliescrung festge- fetzttn Frist ordnete der Rerchsentwaf reungSkom- missar auf Grund deS EnvoaffnungogesetzeS die Zwangsdurchsuchung f ü r da S ganze Reich an Mit der Vornahme der ^vangsdurch- suchung wurde vormittags auch in Berlin bm gönnen, und zwar setzte die Durchsuchung zunächst im Westen Berlrnc rin. In der nächsten Zeit! werden auch andere SUti..viertel Groß-Berlins einet Tttrchfuchung nach Waffen unterzogen.
Unliebsame Auftritte in einem Berliner Lazarett.
Berlin, 17. Dez. Gestern nachmittag Bant eS m dem Krankenlazarett Tempel- Hof-Berlin zu unliebsamen Auftritten, weil aus Anordnung deS Lxiupt Versorgung Za mtes und des ReichswirtfchaftSmiTtisteriums ein Teil der Kranken entfernt und in Krankenhäuser überführt werden sollte. Sämtliche Lazavettinsassea erklü.ten, baß sie sich nur geschlossen in dir anderes Lazarett überführen liehen. In Rollstühlen, Personen- und Lastautos flamen etwa 300 bis 400 Kranke aus anderen Lazaretten und unterstützten durch ihre Denwnsttation die Forderung der Tcmvelhofer Krau Ben. Da von den Demonstranten die Telephonzentrale besetz' wurde, ries die Lazarettleitung die Sicher^ üspolizd zu tzilfe. Diese sorgte dafür, dah sich die zum Teil sehr enfgertaten Kranken nicht zu Unbesonnen- heilen binreihen liehen.
Eine Entente-Konferenz in Nizzas
Paris, 18. Dez. (WTB.) Der „Malin" meldet aus Rom, datz man in römischen, journalistischen Kreisen versichert, daß Gio- I i 11 i am 28. Dezember Rom verlasse, um mit Lloyd George und Leyg ueS eine Zusammenkunft in Nizza zu haben. Die Gegensühe im russischen Bolschewismus.
Ko penhagen, 17. Tez. (Wolft.) Die „Na- tionaltidcnde" meldet aus L>clsingiors: Tie G gensütze in der bolschewistischen Par« t e i verschärften sich von Tag zu Tag. Die Opposition gegen Lenin und das Zenttalkomitee ge>s tmmien täglich mchr Anhänger. Aui dem letzttn Parteikongreh in Moskau trennte sich bte Oppv- süion von den Bolschewisten und hielt eigene Sitzungen ab. Lenin fand sich auch in dreien Sitzungen ein und wies die Beschuldigungen zurück, die man gegen das Zentralkomitee erhob, gab aber auch zu, dah die Anklagen gegen das Sowjetsystem, es sei zu buroaukratisch, nicht unvollkommen begründet seien. Er entschuldigte jedoch diesen Fehler damit, dah die Arbeiter noch nicht gelernt hätten, einen Staat zu regieren. Mehrere OpposikionSredner richteten heftige Angriffe gegen Lenin.
Handel-
Verlegung der Megutn A. G. nach Butzbach.
** Butzbach, 18 Dez. In der heutigen ordentlichen Generalversammlung der Meguin- Mtiengesellschast wurden säml ich« An träge der Verwaltung einstimmig angenommen, so insbesondere die sofortige Verlegung des Ge- feltschaftSsitzes von Dill innen an der Saa r nach Butzbach l'eschloss-m De satzungsgemäh auSsck'«ide7iden Mitgli^r des Aus- sichtsra.s ^neraDi. e.'tor Schleismbaum, Jusft:- nat 5)vfs1ndl, Stadtt>rt Diel.-r und Generaidireklor Schen; wurden tmedergewcchlt, sowie Herr ^vuard Röchling neu in een Dulsichtsvat g>m>Mt Ter Sleingtiviirn wurde aus neue Nechnung vorgetragen und dir Bchchlustsastung über feine Derwendung derjen'gen lAenc al^ersam mlu g über assen, di« über das Ergebnis des laufenden Gefcha t iahrs zu beschlichen hat AuS dem Berichte des Vorstandes ist zu erwähnen, das; der Umsatz während der seck)s Monate der verstossenen Berichts zeit (1. Januar bis 30 Juni 1920) aus 28 555 984,75 Mk. stieg gegen 14 290 719 Mk in den zwölf Monaten des Geschäfts obres 1919. Ter Reingewinn einschließlich dcs Vortrages von 335 572,20 Mk. betrug 782 984,71 Mk gegen 937 876,56 Mk im Geschüftsjalir 1919 g-ür Abschreibungen aut Gebäude unt> Einrichtungen ist ein Betrag von 146 527,03 Mk. vorgesehen g^gen 280 2-0 87 Mk. im Geschäfts ahr 1919. Die Dillinger Werksanlagen sind gemäh Beschluh der Generalversammlung vom 26 Mär; 1920 an die neu gegründete Trllinger Eisen- und Maschtnenbau-A -<S veräußert worden: aus dem Erlös dieses Berkauso wird das neue Werk in Butzbach errichtet, in das die TiUtnger Fabrikation der Gesellschaft verlegt wird.
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Freiaesprochen wurde ein Zigarvmfabrikant tum Gnofien Linden, der beschuldigt war, un6ehiat 3-$0 Pfund Tobak angetauft M haben. Er wies herauf hm, dah der Tabak bei ihm gelagert habe trab dafi er bei der Deutschen Tabakbaudels-Gesell- schaft in Bremen angefoagt habe, ob sie ihm den T-abak aui sein Kontinaent anrechnen wolle. Da te kerne Antwort erhalten und dem muffig gewordenen Tabak Verderben gedroht habe, habe er b.ts Schweigen der Gesellschaft als Zustimmung mfflcfoüt und sich «n Verarbeitung für berechtigt - — • - - dafi derAngeklagte
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Berlin, 18. Tez. Börsenstimmungs- bild. Im Zustande der Geschäftsstille mib Zu- rückhallung der schon seit einigen Tagen für tne Vechältnisse an der Börse kennzeichnend war, trat auch heute keine Veränderung nn. Ent'preckgnd den geringen Umsätzen, hielten sich auch die SurS- verändermigen nach oben und unten in engen Grenzen und erreichten nur vereinzelt 10 Droz , wie z. B. bei DH. GoS>schmidt und Augsbnrg- Rürnberger, die ebenso wie Mannesmann und Lursch-K'upfer sowie MeMrner lebhafter gehandelt wurden. Später nahm die Tendenz auf die Wochcn- schlutzdeckungen em festeres Gepräge an, ohne daß aber m der Geschäftsstille sich wesentlich ettr-as veränderte. Auch der Einheitskurs für Intmstriewerte war ziemlich still bei ziemlich fester Tendenz.
Frankfurt a. M., 18. Tez. Börsen- stimmungsbild. Tie Börfc bewahrte auch am Wochenschluß ein ruhiges Aussehen. Die Zurückhaltung wurde verstärkt durch die geringfügige Bewegung des Devisenmarktes Da sich aber der Tollarkurs befestigen konnte, trat eine mäßige Erhöhung in mexikanischen Anleihen ein. Montwi- attien zeigten teilweise ein festeres Aussehen. Buderus schwächer, ba die gestrige General Versammlung enttäuschte. Adler Kleyer abgeschwächt. Ä»e- mische Werte etwas gesteigert Tie meisten Elektro- rrerte zogen an. In Schiftahrtsaltten txxt für Rordd. Lloyd Llbschwächung em. Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft noch mehr ein, doch war die Tendenz vorwiegend fest. Drivatdiskont 3T/e <y»
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(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Beschlüsse deS (xuiptauSschusses deS Reichstags.
Berlin. 17. Dez. ^WTB.) Der tzaupt- auSs chufi deS Reich-ttogS nahm das Den- ionseraänzungSgesetz und eine Entz- chließung der Deutschnaiionalen an. wonach Pen- ionäre urtb Beamtenhinterbliebene, die jetzt Au- vruch auf staatliche Versorgung haben würden, aber arur anderen Kassen oeriorgt werden, durch Reich?zuschüsie aus die Bezüge entsprechend den geltenden Pensionsgesetzen gebracht werden Zum Haushalt des Reichspräsidenten beschloh der öcmptauSschufi, dessen Auswandsgelder von 100 000 auf 150 OÖO Mk zu erhöhen.
£ Schweßm !Tu»sifti den Kontrast S^-.
NSW befttMbie^ sein. Und. das den
2inc b ^s > n Muk Mrsr-A
PngTns verurteilt. Alsdarrn echiek er vvn der dor- Lgeu (Strailamme: rangen RückiallSoiebstahls eine qKefängnissttaje von 8 Monaten, die er zurzeit ü Butzbach verbüßt. Unter Einbeziehung dieser Strafe erhält er heute wegen unerlaubter Knwng über 7 Tage einen Monat Mittelarrest «ID wegen militärischer Unterschlagung einer :Ueihe von Ausrüstungsstücken 3 Monate Gefäng- -sd und hiernach eine Gesamtgesängnisstrase von tl Wonatcu
Segen Beleidigung und verbotenen Tftschens 12 bet Labn ist ein früherer Bizefeldwedel des hic- riigen og.mLts zu GeDst aien ron
cO und von 10 Mark verurteilt wordcn. Er jatte nämlich einem Pächter der Fischerei in der Safot, der ihn wegen des Aus legens von Angeln 11 ruhiger Weise zur Rede stellte, eine Reihe un- s ätiger Beleidigungen ins Gesicht geschleuoert. xiur der Umstand, daß ihm von einem unbeteiligten dritten lugerufen worden war. ,chas R-W.- .3at 35 sei eine schöne Sippschaft", und daß et strdurch noch mehr erregt worden wat, schützte ■ m vor härterer Bestrafung.
Ein Schlosser auS Schierstein knb ein Schlosser ai Höchst a. M. waren ebenfalls wegen uner- utbter Entfernung von der hiesigen Reichswehr mgeflagr Ta sie nicht erschi'nen ftnb, wird Bor- rihrungsbefehl gegen sie erlassen.
Zwei junge Burschen aus Atzbach haben im Äai l. 3; ein einem hiesigen Schreinermeister gc- jrigei Fahrrad, das er an einem Laden abgestellt .atte, gestohlen und es bei Atzbach in einem Korn- ild versteckt Ta sie es nicht veräußern konnten, warfen sie es schließlich in die Lahn. Jeder erhält xtfflr 2 Monate Gefängnis.
Wegen Kohlendiebstahls auf dem hiesigen tHüterbahnhof sind zwei Mädck>en von 17 und ron 15 Jahren von hier angefiagt. Mit Rücksicht cif die geringe Menge nahm das Gericht keinen Liebstahl, sondern nur Entwendung von Gegen- äänben des hauswirtschaftlichen Verbrauchs in ge- nnger Menge an und verutteilte beide zur Strafe dxS gerichllichen Verweises, der ihnen sofort erteilt iöurbc.
Ein mehrfach vorbestrafter Metzger und Witt tim Lollar hatte im Frühjahr b. I. trotz Der- meigerter Genehmigung deS Viehhandelsverbandes r-n Pferd nach Frankfurt a. M ausgefühtt und dort verkauft. Mft Rücksicht auf seine Vorstrafen muß er sein Vergehen mit einer Geldstrafe von 1500 Mark büßen.
Erfolg hatte ein Eisenbahnschaffner aus der Qkgenb von Hagen i. W. mit seinem Einspruch A kg en einen Strafbefehl Er hatte in Oberhessen eine Partie Weizen und Gerste unberechtigt aus- «ckauft, um sie nach seiner öeimat auszuführen. .Uoibei wurde er von der SicheriieitÄnariie am Ine» ii zen Bahnlws angehalten. Mit Rücksicht aus seine 4 coße Notlage und seine starke Familie wurde die «zagen ihn erkannte Geldstrafe auf 20 Mark herabgesetzt.
Die Freigiebigkeit eines hiesigen Studenten gegen einen ehemaligen Kriegskameraden wurde twn diesem mit großem Undank belohnt Derselbe hatte den Studenten, mit dem et während deS Feldzugs in derselben Batterie gewesen war, hier ausgesucht und von ihm außer einem Frühstück tüten alten Mantel uni) 20 Mark erhalten. Kurz
^halten. Das Gericht nahm an, daß der Angeklagte • litt) in einem unverschuldeten Irrtum befunden
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