Ue
Erstes Blatt
170. Jahrgang
I»1 “ 1 1 u ' 6 u n g, ii sicht, daß amtes (b:
die Verordnung des ßanCxrcnäbrungS»
Vernendw'g ter durch a.tg^'fommel ei STetcctr*.
£w‘fm<r n e.np itijh die die iBie'.r -anör Id c bände D r . nt ai
auf )l-n
den worden ist und nimmer überwunden werden wird!
un- ter au^ub-r ei, tos Döl erbam es. führbar'eit I/Ier zu des V l e. bun' eZ, den ter Krieg sie
fe e5“eg-3 Es fei iiidtf La e die s-8e t ä;c u d i re Au - t-Bhi e e •, a'er es sei Sadx de Vielt aus tem Daß, Ü! gc .ü y. bat. zu vttei. Tic
scheu Material. GS kann mir fefbgcfbeflt vocrbcn, das; der Umfang der fluryirbeit in ein-elnri Zn- «uftnen, bet tnclÄneije in der Tex il- und C^d^h- iiLaiftric, erbeb!id) zurüchgogangcii ist, das; er ober in anbcren Qntmitn n, btdlxnonrert in der Metall- inlmstrie irnd im .yü.ytcnx*tbc, eher im 3 incfnnen beririifen ist. Amt litt» aber mus; irch le out ncr en, , das; Sivvhl die offen lichcn Behönen als auch Betriebe wie Priva untenniehmungeii in Rnmi abfru* ich benben Maße TKTid/l ierte CmocrMoini] üil<>rge betreiben dadurch, bah sie zum Teil heittritig, zunr Teil unter dem Iivangc der Temcbil11-ndninq<b(’T» idirirten Arbei Skräite über ten notivcnbigcn Bedarf hinaus besd>äs igcn Das ist ein Zuslwtd, der offenbar auf die Dauer nicht fvrtbcftebcn Iknni, wenn er mich selbswwsdändlich nur mii aller Sdjo- nung für die Beteilig en und mt der gclxnencn: 9iikn"id)t aus die Vagi- bed Ariei smar tes gväiibert wer.»en ba rf. Aucl) die e Tatsache must gewürdigt werden, roenn man die wirkliche Lage des SlibetlA* marües berüeben will.
b »»Ä
ötn I verleit
Erwerbslose und 90 447 ^-amili.lumTeböri^ < den Freistaat Sachen. Tie vurtebenZen Zah
baren Zustände hinnei en
Darmstadt, 19 Nov. fSBol'f.) Der La n b-l tag faßte nach einer dre tägigen Debatte über die/ Kartossclversorgung eine E ri t s ch l i e - in der es bn&t: Der Landtag ist her An-
(PD&c Zahl der towkürzi Ar'ei ente i hinzu. • v in chrer (nnjammcndlag.’ tndfad) nicht we'entlich des er daran sind als die voll Erwerbslosen. Auch __________ ... _______________a_
hier fehlt es leider an einem brauchbaren ftinutv I amtes (durch die die SreBänitei bwollmächligt
Samstag, 20. November 1920 Annahme von Anzeigen für b.e lagcsnummtr bis a a zum Nachmittag vorher ohnejrdeBerbindlichlieit.
,rr.«-elK*'
A
Neue Zahlen der Erwerbslosen- sÜ7sorae.
Berlin, 19. Nov. (Wolg.) Vorn Reichs- arbei sMinisterium wird mi grtt--.lt : Die Zol len ! er incteritüb en Erwerbslosen im Re.che fino and) racf» dem letz'en am tidien S r'rfit, der bei S and tum 1. 9b tarnber e fih*, weiY*r zu r uch- gegangen. Wchrmd nad) : en en- gültigen Jest- ftelluixren am 15. Otobrr 3-4 3'..8 Erwerbslose unterstützt Wunden, waren es am 1. 9hAemler 361 717 Tie Zahl der Fwm lienan^ebör g.n, t>ir als 3ufd),aaAeTmtärrrer unersün: wer en, hat ei re S e g nntg to n 344 8c2 aul 34.5 3 )6 erfahren. Diese Seg rung erklärt sich al er daraus, tast and Wür-tembery, das bisher in die er Zusammen - srellu: g fehl e. -um er'teirmal Angr'ei Ü5er Zn- <di ag emif inger gmtad)' si:rd. Ta Lch ich ist auch iie Zahl ber un'erstach en Erw rd-slo en zurüilge- oartgen. Bon den 361 17 mt er'-üz en Etw r.-s- (oien und den 345 306 unterstütz en FamÜi n- annehörigen. die am 1. 9bo4x?mler nn Reich? gezählt wurden. at<i-'en 94 2 9 Erw rbs'ose unb 81 89.5 Familienangeh rg? cur Grvh-Verlin mt"? 98 2 3
KIM
tüte J
,n k T ’.Mitnbctr'
be C
WbaH ।
neben, wie bei frühe-en Mit e lung^m mit R«ch in der Tagespres e hntowgeloben warten ist, in keiner Wei e ein er mdtoenbed Bild tom dem Um* fw ge ter Arlxi s o igfei*. Einmal sind wch die- jei-ren Arlxr slo en hn'Vl-.ired/nen, die aus irg?w.weld»m Grünten nid« un er üßt werden. Bei der 5^(60'. firng, die die Bvraus'eyuN' en der Kontrolle der Erwerös'o enun ers Ü3ung im Lause der Zeit ersahen haben, wird die Zahl ii? er ind) un erstützten Arb its osen k.rum g-ringu fein als ie der un erftüb en Es trüt roe.tcr Ci?
gi.*rung5ixrt e c. t klä t, daß mau n> gen ber L»5H« ber in Frage konimedeu Sumn e r^xl) ntbt schlüssig g-'worien sei. Adg.
E.ntranmg der $krmögen bin Gn? a sek.e'ariat einer Kommission zur neuer.ichn B-mfung unterbreitet nxrden, um einer verschied n n Inter- Delation d.’s Artikels oorz-ubeu-wn. AIS letzter Redner ftorad) Baindesprasiden! Motta Er ver anite, daß von einer Kommission die Frage gwrüft werden müsse, tue bie Beziehung.n des Äö k'rbunses yim Dö.Verbundsrat und ber Völlerbundsoer- lammüung klar geregelt werben können. Auch müßte die Haltung festgelegt werben, die ber Völ Verbund gegenüber den Staaten einmnehmen habe, die ben Vö.Verbundsvertrag nicht unterzeichnet haben. Bei der Ausführung der Bestimmungen der Verträge, bi? vom Völkerbund auSzu- fichren sind, müs e im Geiste ber G?recl>t igk.il uub in voller Unparteilich'eil üorgegangen werden. Dies sei um so notwendiger, als diese Bestimmungen sich aus Länder beziehen, die dem Völkerbund noch irid)t angeboren. Mot a behandelte dann eingehend die Frage d?r Gintraung der Verträge beim Völkerbunds sc kretariat unb erkläittr, baß tne Schw’iz den größten Wert aus die Oes entlich- Rit ber Verträge lege. Der Völkerbund müsse eine Aera der offenen Diplomatie ei öffnen und die zwischen den einzelnen Mitgliedern deS VolkerbuntEs abgesch os'enen Verträge müßten dem Vö.Verbundssekreta iat in vollem Umfange wört.ich zur Verösseut ichung ü'.'ergebcn werden. Nächste Sitzung Samstag vormittag 10'/r Uhr.
Deutsche veschwerve über die Verteilung der deutschen Kolonien.
Gens' 20. 9-ov. (WTB.) Beim Völkerbundssekretariat ist eine 9Lote Deuts chsands einqelansen, in der Deutschland Beschwerde führt über die durch den Dölkerbundsrat vorgenommene Verteilung der Mandate über die ehemaligen deutschen Kolonien.
*
butt'?1' 6
ten, aber unsere Toten sprechen alle aus I gemacht werden. Der hvländische Minister des ‘ Aduhern Karnebeek beantragte, daß ber Ar- | titel 18 dos VolVerbundverträges betreffend di'
Die Auflösung der Wrangel'schen Armee.
Konstantinopel, 20. Nov. Don der Krim sinh weiter hier eingetroffen de Mar- tre, Admiral Dumesnil und General Braussand, sowie zahlreiche Zivil- und Militärbehörden, die sich an Bord des „Waldeck Rousseau" befanden. Es sind bisher 1 05 000 Flüchtlinge eingetrvffen, nämlich 24 000 Zivilpersonen und 81 000 Soldaten. Man erwartet, daß die Zahl der Flüchtlinge 150 000 erreichen wird. Es sind Maßnahmen getroffen worden, um 20 030 Flüchtlinge nach Lem- nos und die gleiche Anzahl nach Gallipoli zu senden.
England und Rußland.
London, 19. Nov. (WTB.) Die englische Negierung hat gestern eine Note Tschitscherins erhatten, aus der hervorgeht, daß sämtliche englische Gefangene in Rußland minmehr auf freien Fuß gesetzt worden sind.
Tie Lage in G5ric<fcnfaitb.
Athen, 19. Nov. (WTB.f Reuter. Die Minister leisteten in Gegenwvrl von Kon- durvotis den Eid. hierauf begaben sie sich nach dem Tatoi^Aalast und ersuchten die Königin Olga, die Regentschaft bis zur Ankunft König Konstantins zu übernehmen. Königin Olga erklärte sich hierzu bereit. Kvn- durrotis ist zurückgetreten.
b tr. die Alsda'sung -er Dru dw ärnie t be An- nähme. Dann wird noch die B'd-i^rde t> r Stadt Mainz über die schlechte Bu tecix rfo "u^ g ber Oie.iierung zur Abä stemng ies Zu a de. empfohlen, woraus sich das Daus bis nad)..en TrenS- tag vertagt. *
Ter GesetzgebungsauSschuß enp'aht in seiner le te t ci -u g c ie ..n a nn- ei er R - aicrungsro la e, furch weld« e n^rlin a ch fiaa> lih anerla mtc Sparta sen als £>in e c u g?i‘t. ler bestimmt werden könne i. Ebe^rso xi ,b b- V >rlag< b tr. die Ge rä rung ti f Aus an S? tfd> big ng für di Va cnrichter Annahme Bei Vv atu.ig bei Gcsd)äftsorbnw g wurde norgefd/a e?i, bin in Zukunft vor der e. üe i Be arung im Au Schutz alle ^torfagen erst das Ple iun in e c Lein g p.st- fieren sollen. Um e ne tirl-i r4eiu g eint et n zu la sen, soll weiter varge'chlege > nrrben, a Ie Vorst, llungen im Au3'ch.itz ni g iftig zu er e igk-n, wenn alle Mitgl.e^er damit eintxrstanden sind.
Der Abg. D v r s ch bat eine dringliche A n- frage betr. die Haussuchung in ben Ge- schäf sräumm b*r „Hess, fianbe.jrtnng" gerichtet. In einer weiteven Anfrage führt er Be di-v-r' e. baß bei ber Herste limg von Lich - unb Krafton'agen in Leisen meist nichtheisiiche Firmrn b Vorzug! iver- tvn. — Abg Dr. Büchnern mm1 in einer b üblichen Anfrage Stellung zu ber (htr.d>:uni eines Fvn'drmas-Jnstituts für Leder in Darmstadt fin einer Regierungsvorlage werden 23)003 Mark für .Herstellung und Stützrnarern eines W^nb.-rgs in Nierst in angeforbert. — Die Ab^g U r ft a b t uni Oknoiien beant ann. die Renerung um a sbildigi Borlenmg eines hessischen Wahlgeietzej zu ersuchm. — Fn einer dringlichen Auf-age bo dy «ren sich die Abg. P ie hier unb Engelmann über die durch die Demobilmadwngsl'er- orbmmg vcranlaßle De.nachlässinmg ber Ge- meinb.’tjenva' ungtn im Kreise Main; seitens dw beüiftfrn Acm er. Weitere fRe ri'-'rung'oorfogcn betreffen den Em^eiterungsbau für die Kinber- flinif in Gießen unb die Unwettettchädeu im, Frühjahr 1920, endlich fvrd rn die Ab'^ K a u l j unb Genossen in einer dring iche.i Auf a*f den als- ba'bigen Umbau be» Hauptbahnhoses in Offenbach, wobei sie auf die dortigen unhalt-
hessische Volkskammer.
rrn. Darmstadt, 19. Nvv. Die heutige Sitzung, er.'ffnete V z-Präsident R e h um 9,5 Uhr. Zunächst ver ei >ig SCLg Widmann in länge irr Re. e die Maßnahmen des Landesernähiwigeamies, kritisiert bas Verhalten v.eler Land-virie, tritt aber für eine 53erftän.'igung ein A.»g Piehler greift in scharfen Worten die Landwirte unb ihre Führer au, gegen die man rück, ich slos vor galten wü.se. Alg Brauer lH. Bp) weist die maß- loien Angriffe zurück unb erinnert an die 70er Fahre, in denen man nicht nach ber VauCmnrtfdxift fragte, sondern die Lebensmi tel auch aus tx-m Ausland bezrg, wenn iie billiger wir n Er weist aus die ©dünncrigrciten unb ungeheuren Lasten ber Landnir:e hin, die sonst jedinzeik le.eit nxircn und find, ihre ©dy.itbigfeit zu tun. Durch bi*rartigt Angriffe werde die Lage aber nur tx-rdtkdytcrt. M>g. Frau Steinhäuser g-ht auf die Kar- tosielnvt in Offenbach näher ein. Abg Neff (Soz.) berich'et über die ung.hörige Tätigkeit ber lantiv. Zeniralgenossenschaft, die an der ganzen Kalamität die Schuld trage Abg. Frau Balser (Dem.) wirft die ganze Sd>uld auf die Gk-oiffeni (oiigfeit aller Kreide. Abg Frau 93 ie r a u sD. Vv ) er'udü roa.tutend für die Minderbenii t-lten die Kartoffeln jül>erzus!el.'en. Abg Hahn (D. Bv.) beruh'et über die auf gütlicher Verständigung beriibenbe, gtnrbnele Ver org-mg im Kreise Worms. Nach wei er en Ausführungen bet Al>gg. Fe n ch e l unb Pichler wrden zwei E n t- ld)Hebungen angenommen, terrn erste einen Apvell an Landwirte xu gütlid^r l'tänZiigung bildet, der sich auch die B rbrandier anpassen sollen, während die zw.tt'c die Maßnahmen ber Regierung in ber Äüriofiti'toeriorgung gulhcisst.
Nach Erledigung eint'er X<orre3im ei werden die drin gl. An ragen ter Abg. Knoblauch und D o s s m a n tx b fpv>de i, weldie t ie Enkschä- Digurg der durch die Maul- u *i b 5l i a u e n - )' c u d? e tetro ,'eve'i Lanbwute let isst De. 9lo
‘•A
• 5
t»h t,,'
01 ’n alfc Wen und inibmtn ttn Ata, “onitantmi. ®-) im ,hi tmelbet: tX ,ten Thm mr. w Jtenjuw.ial Diodslhen bet üj jätten trfiin,3 üng anb ml ?rd gtundiäy'ich ij] ' SontiDonbötl MWnt lidxt, ine Liste w. i )tt Wrtt ba Ü men endiito । Pfähl btt glich i eit fügen toi| iffungjttenbtw xnimirbt^iilti die Thionf»!-1 I werde |obei tt werden.
Wand.
(WTB.) fr! »andelsadh , der in btt h )itb, sieht W er Gtsangemi en Provabaichl zrundsätzluhe I i Lrivake, ur!t
Mitwirkung ter ele.i.als sei blv'ei Lä dr an ber Finanzkonferenz in Brüs'el tet ron größtem Wert getueen rr d f«3e sich fdym tu g> jr gt, ta"; nur i-urd) er e Litern tio ialc Zi- famnivnaitrit u > ter Zu ie nr e te a s fern - li lxn S rraten enios Pof.ti gcfdn'fcn rcer. e । könne. Ter Re ner ruhr sott: Wir mü'e i las alte Stzsem ter x> Htnda i Al rcr ?«r au g be i, das soviel llnfe l gesd>rse i bat. D« Ergangenen Verbrek'oi re ge'sei nnr nt 5t urti) ft tö b r Meinung, daß Sa-rk ionen rö tg ;tnb. Aker leute must doch 'est e'elt me.te■ bi; b*> Tai''crfidx3? R.. ^eru'-gei inti be ux e a tn>' ti'ei .f'an^e-; versdummteri frnb u b einer ‘.e a-grnrn Zeit a - schären urrd daß be fRegenmixn, mit denen wir cs fettf $u tun Ijdben, Bert ert des deutschen Boltes sind, t<r? Erisluß mn br- e 9'enerimg t at Der Böl'erlmnb ' -uß i i t jirüfeen. t»r: e.*n h de Zu u ft b i en Nr da n in b tJ im möglich f in, si!» tfc 'Kitnnrhr g ter rangen iLeli zu fidiem uib em E.ir pa les Frie und ter kulturellen (£Xuicfmig für alle »i schasfe.i.
(Beifall.)
Nach Barnes sprach Zahle 'T-änerrari'), der u. a. die Fo.bermig un erstützte daß die Dokumente aus den Derhanb.'un en dos Vö kerbunds a es der CdfcnmcSteu in vollem Umfange zugänglich ge-
einem lebendigen, gegenwärtigen Reiche, in bem die Jahrzehnte nur Provinzen sind, und sie.rufen uns zu, baß sie nicht in Parteien gchchreden sind und daß wir es auch nicht sein sollen. Suchet und findet Führer, bv mit machtvollem Willen, der sich nicht in innerem Hader verliert, den Ausweg aus der Sklaverei zu -eigen wissen! Die obersten Führer von heute reden oft eine unzulängliche Sprache. Was ist von des Reichskanzlers Nheinlandsreden in die Herzen und Gemüter gedrungen? Er redete vom „warnten Echo", das die Sorgen der in Fremdherr- Ichaft Schmachtenden bei uns im Reiche sanden, aber bas war nicht ber Ton, ber bie Müben aufrüttelt, die Beizten anfeuert, dem Geist ber Wahrheit und 0>^echtigkeit, wie er von uns ins Ausland dringen soll, neue Kraft verleiht. Wir wünschen unS jetzt nicht die Sprache des Kriegsmannes und streichen aus dem Katechismus Kleists in der Anwendung auf das Heute gerne die Verkündigung gewaltsamer Erl-ebung, aber wir wollen staatsmännische Leiter, die tief im deutschen Boden wurzeln und mit dem Reich unserer Toten verbrüdert sind! Dann fällt in die Klage über Entschwundenes, zu Grabe Gebettetes auch der Trost des Stolzes auf Deutschlands Größe, die nimmer überwun-
Totensonntag!
Denn morgen, heiliger Sitte nach, die Menschen auf die Friedhöfe wallen, die ■ Hröber ihrer Verstorbenen mit Blumen und fc ganzen schmücken, dann steht die Not des 1 Ackerlandes dabei, und die Zwiesprache mit Iben Toten geht um ein gan-es Reich des 1. Arsunkenen. Wie nah sind sie uns jetzt, I fiese Toten, seit wir nrm geworden sind, ■ ftr Weg ins Leben uns abgesperrt zu sein ■ iikint und die frühere Jagd des Volkes nach W^ichtum und Genuß in ben trübseligen 1 i,cmpf um Versorgung mit dem notwen- 1 htgften Lebensbedars sich verwandelt hat? Der I^tensonntag ist so wenig wie irgend ein »anderer Novembertag zu einer „Feier" ge- Br.flnef. Zu stiller Einkehr und Buße nur, ■ irie sie im preußischen Nachbargebiet schon »g-übt worden ist, wollen wir uns zusam-- ■ Tienftnben. Klopstocks weihevolle Obe von ber WJuh Gespielin, Stunbe bes Todes", wird Mhciite unserem Fühlen und Verstehen näher ■KTÜrft als jemals, wenn er ruft: „Des W-chlafes Stunden oder Jahrhunderte, fließt ■ WH vorüber, fließt, daß ich aufersteh'! f Nein, sie säumen, mid ich bin noch hies- ki?it am Grabe!" Wir möchten gerne mit 5 hm gehen in der Abkehr vom Allzuirdi- Usckien und möchten zugleich mit ihm beten: : Doch laß mich leben, daß am erreichten MZiel ich sterbe!"
Was können die Toten uns geben, un? « ihren? — Diesen Geist der Hingebung an Ewiges und Göttliches, ben Sinn der Pflicht st iüc die „Laufbahn, wo an dem fernen Ziel I He Palme wehet." Die im Weltkrieg Ge- 'Nenen reden ihre besondere Sprache. Sie Winken ins Grab, als die nationale Hoff- i Hing noch feststand, und fast scheuen und toämeti wir uns, ihnen zu zeigen, was wir Wkit zwei Jahren erlebt haben. Sie wollen Wkviß nichts wissen vom Kampf, in dem Mir uns selbst zerfleischen und sie warnen ^WiiS vor jeder inneren Radikalpolitik. Und Mtr sich rühmend vvr sie hinstellte und die Mrningenschaften des 9. November preisen Wollte, der hätte ihren Beifall nicht! Das fi’rt dieser Toten, die für Deutschlands Mh"e und Gedeihen gekämpft haben, darf man Wicht durch eine Feier des „Bruches mit Mm Gedanken des Krieges" verdunkeln. W'nn dieser Bruch war garnichts Selbstge- Wolltes, er war eine Niederlage, von seinem ei'en Gedanken, der noch von Zutrauen auf Wilsons „Punkte" geschwellt war, bis ans tnbe bie bitter ft e Enttäuschung, bt Deutschland je erlebt hat. Wir mußten s uns bieten lassen, daß der Präsident des kfnfdjcn L an besamt? für das Bildungs- tesen das Gedächtnis für die Toten in un-
Schulen mit einer Nachfeier für die Re- Vlutvon verbinden wollte. Seltsam, daß er verordnen" zu Können glaubt jene für hie solche Schulfeier erforderliche Umwand- lirp der Gesinnung vieler, wohl der meisten, J'f'Tcr! Dabei wollte Herr Dr. Strecker uns siLher ein Prediger des Geistes der Befrei- ti^fricge sein! Er rühmte und zitierte k'chte, den Mann, der sich im Grabe um- lickten würde, wenn Streckers Erlaß ihn be- Wi^rhigen könnte. Wie war der gutgemeinte Wcllbürgersinn bei Fichte vor der Not des Wtersandes zerstoben, tote dringend beschtoor Jf üe Deutschen, in nationaler Glaubens- »»^ersicht zusammenzuhalten, und wieviel wyiqer und flammender noch als damals färbe erheute sich nicht an die Menschheit, frbeTn an die deutsche Nation wenden, so schmählich in Knechtscl)aft liegt! Ja, Wh die großen Toten der älteren Zeit Wen heute zu uns reden, um die Luft zu ■billigen von dieser Darmstädter Weisheit, ijt die Kluft im Bolle erweitert ynb in ’J Schufen bringen möchte. Kleists Kate- 'Evinus ber Deutschen sollte heute in allen 'fcilcn gelesen und gelehrt werden: dann II* in den Schuten „den besten Gefühlen •<6nnnn getragen" werden, die sich an die
ährige Erinnerung knüpfen:
I ^rage: Wo u Hakan bi? Deutschen, die er- ^en sind, jetzt a"ern Zeit?
|[' Antwort: Das Reich, das zertrümmert ward, ^dtrb-rzustellen.
■ Ifrage: Unb die Kinder?
’ Kntivort: Dafür zu beten, daß es gelingen ikje
, Vieles kann sich in der Weltgeschichte wiederholen, aber der Aufbau einer •^er* Geisteswelt der Deutschen kann aus
Armut unserer Tage ebenso auferstehen, Vieles, was einst geschah, kann sich in der -^llgeschichte nicht wiederholen, aber der itt; u ""er neuen GmsteZwell der Dent- • \ rann aus der Armut unserer Tage
auferstehen, wie in den Tagen der ^^-iungskriege. Damals, als ebenfalls Geld ; IS? dahin waren, hat die Erneuerung '^..nationalen Lebens auf allen wichtigen - Patten herrliche Führer gefunden. Sie sind w d ckannt, als daß wir sie -u nennen brauch- ;
Ur. 214
-Der Siebener Unzeiger reschemt täglich, außer Sonn- und Feiertags. ve;ng?preife:
Monatlich OJiarN 3.60 undMK.- 65Trägerlohn, oiekielfahi lichNiai k 10 80 andMk.t.95Träger!s!m^ »urch die Post oiertel» ähclich Mark 12.— rusfchiieh'ich 18eflelly?lb. ^ernjprech-Anschlüße: ürdieSchristleitung 112; 0 erlag,(ßefd)dftsfteae 51. Znschrist für Drahtuach» ächten Mnj her chiebea.
postjchedtsnlv- jranffurt a. M. U68>
..W ar, Weinstuben ■ in vollem 8s
Englische ArbeilerfordLrungen in der Genfer Vöikeibunözverfammlung.
Genf, 19. Nov. i'Wolff.) Die Völkerbundsversammlung setzte ihre Arb iten am Freitag vormit ag so t. Präsident HymanS gab den Eingang e;ne5 Danlteicgvamms trs Präsidenten Wilson bekannt. Der englisch: Delegierte BarneS sprach hieraus dem Rat seine Anerkennung für die bereits gelastete Arbeit aus, forderte ebod) eindringlich, daß der Völkerbund unbedingt Mittel finden nrüifc, um das armenüch' Volk vor dem Untergang zu retten. Er hob bi? Aufgabe des Vaterbuntes hervor, burd) intern atonale Vereinigungen das Los der Arbeiterschaft zu verbessern und verlangte AuZdmst da.über, ob ein Mitglied des Vö terbundsrat s das Rech' habe, id) zu beschweren, roeun eine von der Arbeite, kon- fevenz getroffene Entfch i ung von dem einen oder anderen Staate nicht dn-ch^eführt werbe. Eine weitere miß.rordent ich wichtige Aufgabe be» Vö.terbunbes liege darin, die Konflikte zwifch.m den verfchiedemm Ländern zu vermindern. Es müsse, wie der Redner betont, feilgcfteilt werden, daß der Völterdundsrat es versäumt hat, den polnisch-russischen Krieg zu veihindern oder, nach em er schon einmal auZg brachen war, einen Absch uß zu vermitteln. Auch heute noch, wo tein fecknitiver Frieden abgesch oi.en sei, mü sc der Vö.kerbunb daliin wirken, daß der Konflikt durch einen endgültigen Fri den au3 der Welt geidjaf’t wird. Er richte die kategorische Frage an den Vö.kerbundsrat, warum er in dem polnisch- russifchen Konflikt nicht interveniert habe. Unter großer Au merrfamfeit b:r V rfamm ung kam sodann Barnes cuf die Frage der Zulass ungder e he malsscindlichen Staat n u prechen. Er erklärte, mit voller Bei antwort! ichk it im Namen der englischen Aib .termasei die Forderung yu erbrfrm. daß d.e.'e damals feindlichn Länder im Völterbund zu cla sei n>e? e.t. Di< se Ar- fdiauung der e. glifujeii Arbei e n ai cn we.de zmxn- (Ftrift rot ter Arbe t rsil«'t der gn z u Welt. Dtee 9Iu‘ra7)ung e s s i ri ler Fr' g ter Was?,niigw er Kon e e t’ zum Tur'^nito go- lammcn, <r i ter die eigli^.« Arb iters.trist teil» junoTymen fid) weigerte. n>>ern nt fit auch Die Arb iter ter e ewals frtnMv'e’.i Lä-ider i. rv Vn- tv ter e te t-en lö nten. Tie enstis 'ie Arb.tt e - fd«"t rerge fc ie.rein» taß die 3e tralmädre im Jahre 1914 d e Well ii eäi Blut :e r gestü zt fiabm und trug en die öc.aifito rt i rt t. Keser Völler und ih.e P'li t di ie nm et u Ge ie'e
zkef -er -< _ ßauptldjriftltitei
Seneral-Anzeiger für Vberheffen tzM
Dntd und Derlog: brüh! sche Unio.-Vuch- und Steindruckerri R. Lange. Zchnstleitung. Seschastspelle und Druckerei: Schulstratze 7. ?ämUid) in i.ß.n.'


