würden, Maßnahmen zur Versorgung der Bevöl7e-> nntg mit ftortoffetn zu treffen) rechtlich begründet mtb durch bte ungenügende- Versorgung der hefsi- schnr Bevölkerung mit Kartoffeln gerechtfertigt ist. Der Landtag ersucht die hessische Regierung, alle gesetzlich zuläs'igen Maßnahmen zu ergreifen und bis zur völligen Brhebimg der Not mir Entschiedenheit durchzuführen, die not- wmdia imb geeignet sind, bte im Lande erzeugten Kartoffeln höchstens zu dem amt'ich festgesetzten Preise bet Benölkrung zuzuführen und damit weitere Kreise unserer Volksgenossen vor schwerer Not zu bewahren.
In einer zweiten Entschließung richten die frsfischen Landiagsadg^-ordneten aller Parteien in voller Einmütigkeit, erfüllt von dem ganzen Ernst der Lage, einen Avp'll an die Landwirte, hi: Kartoffeln zu dem festgesetzten Preiseabauliefern, und zwar so'o-t ab-nstresern, damit unser Volk nicht verhungere und Ruhe und Ordnung und der ersehnte Frieten im Volke herbnigefüh-t würden. An die Verbraucher wird die Mahnung ge- ridjt't, vernünftig zu sein imb nicht in das Räter- ttrrf deS Staates einzugreif-n. 6zeuget imb Verbrauchs werden ermahnt, sich rusammmzu chließen in dem eirfrif itfrm Willen, a'lrs aufzubieten, damit all.- lebm können und nicht verhungern müssen. „Die Vernichtung f(freitet üters Land. fröret alle unsere Stimme! Noch ist es Zeit! Noch ist unser Land zu teilen!"
Arrr St<iM «nd ikand.
Gießen, den 20. Nov. 1920
.Heimkekirerlager.
Da? Reich beabsichtigte vor einigen Wochen da? hiesige Lager mit mehreren Tausend „Z iellv ser" zu belegen. Auf Grund eine? von her Stadt gestellten Antrags wurde durch gerichtliche Verfügung dem Reich die Bergung verboten. In der Verhandlung am hiesigen Landgericht am 18. d. Mts. wurde mit Rücksicht auf die in Aussicht stehende außergerichtliche Erledigung der Sache ein Antrag nicht gestellt, so daß der Rechtsstreit in der Schwebe bleibt.
Wie uns von zuständiger Stelle mit- geteilt wird, entspricht das in der Stadt verte'eifote, anscheinend aus einer irrigen Auffassung des Gerichtstermins entstandene Gerücht, die Stadt habe der Belecmng der Lagers nunmehr zugestimmt, nicht der Wahrheit.
Berichtigungs-Selbstmord.
Die Berichtigung des Abg. Vetters zu seiner Rede im Hessischen Landtag steht nun auch in der Freitag-Dummer der „Oberhessifchen Volkszeitung", für die Herr Vetters verantwortlich zeichnet, und zwar mit folgenden Ausführungen:
„Zur Landtagsdebatte über das Urteil der Gi-mm^r Sraskammer in Sachm der wegen Tst'b« di^bstafrs Angeklagten <m3 Rödgen bei Bad-Nau- ■frv*' wird dem „Gießener Anzeiger" be- richtet, daß Aba. Vesters behauvt-t habe, die Staatsanwastschast selber habe sich für Aufhebung deS Urteils ausgeivrochen. DaZ ist unrichtig. Detters hat nur gesagt, daß, toi1 er gehört hab?, jetzt selbst die Staatsanwaltschaft dm Fast mstter arisch-. Von einer Aufhebung des U'ir'if? kann schon deshalb nicht die fjtebe sein, als di? Benr-t'ilten s'ine Rechtskraft anerkannt haten imb deslwlb sich keine Instanz mehr damit zu frschäfliaen haben wird. Nur im Gnatenw'ge rst noch eine Umwmildfewg der Strafe möglich. Eine solch' hat aber das Ju^izMinisterium bis jetzt noch nicht ’-sprochrn, sondern nur dem uch nm Unterbrechung der .Hast bis zur Erledigung des Gnadm"efuchs zugeslimmt."
Wir können aber den bereits gestern mitgeteilten Pressestinmren noch eine weitere, für die Partei des Llbg. Vetters besonders ausschlaggebende Zeitungsäußerung hinzufügen, nämlich den ausführlichen Landtagsbericht der — „OberhessischenVolks - zeitung" selbst? Es wundert uns, daß Herr Vetters seine Berichtigung gegen den „Gießener Anzeiger" richtet, während sein eigenes Blatt schon am Donnerstag über seine Rede mit folgendem Satze berichtete: „Ich habe neuerdings gehört, daß der Staatsanwalt in Gießen selbst seinen Standpunkt nicht mehr aufrecht erhält und die Aufhebung des Urteils beantragt h a t." — Der Kammerberichterstatter de? Vetter? scheu Blattes verzeichnet nach diesem Sake die Ausrufe des Erstaunens „Hört, härt?" Wieviel kräftiger werden diese Ausrufe „Hört, hört!" aber im Kreise der Par- teigenvssen des Herrn Vetters und auch anderswo ertönen, wenn sie seine Berichtigung und diese Feststellung zu Gesichte bekommen?
Beranstaltungen.
Samstag: LirbigShöfr, 3 Uh": F ier des öehujäh-men Bestehens be$ Fröbelseminars. — Stadttfrnter, 7 Uhr: „Lis lott von der Pmlz". — Cafe Leib. 8 Uhr: Kornett und Vorstellung der Medick-Meöingcr. — Lichtspiesbaus: „Wo die Serrfr f:ngt" und „Die tugendhafte Jofe'intt'. — Licbtsm V S.ltersweg: „Tie Spione^^ und „Abm- teurerblut".
. Sonntag: Oberh s'ischer Kunstverein: Ge- mältea Stellung von 11—1 Uhr geöffnet. — Neue- F"i dh's. 11 Uhr: Gemei'same GetenNeier der Das ia-Militärver'ine, des Volksbuntes deutscher Krieasgräberfürsorre und der freiwilligen Sanitätskollmne vom Roten Kreuz. — Neuer Friedlwf. 3 UTyr: Gedächtnisfeier des ReikbSfoin- te° der Kri g^beschädirten. — Sladtthea'er, 6 Ufr-: „Don Co l 's". — Lich svisthaus, 11 Uhr: Medizi ischer Au klärunrsfilm über die Geschlechtskrank- heiren und ihre Folgen.
P2c!tcuvoraussage
für Sonntag:
Heiter, trocken und kalt, strichweise nebelig, südöstliche Winde.
Unter dem Einfluß des kräftigen, mit feinem Kern über Rußland liegenden kontinentalen Hochs werden wir vorerst das heitere Frost Wetter behalten, zu- mal die atlantische Depression nach Nord- osten zu wandern scheint.
AIS Höchsttemperatur wurde gestern mittag 2 Uhr 5 Grad über 'JhtU seh
gestellt. Diese Temperatur war abends 9 Uhr auf 2,2 Grad unter Null gesunken. Als Mindesttemperatur wurden während der Nacht 5 Grad unter Null verzeichnet. Heute früh gegen 7 Uhr wies daS Thermometer noch immer 4,3 Grad unter Null auf.
*
** Tie Darenausgabetabelis teS Letensmit elamtes für die Wocke tom 21. us 28. November ist aus dem Anzeigenteil der heutigen Nummer ersichtlich.
** Zur Frage der Schuhpreise. In Gießen hielten in diesen Tagen die Schuhwarcn- bändler von Hessen, fre sen-Na sau und dem Kreis Wetzlar eine zafrreich besuchte Versammlung ab, die sich mit der gegenwärtige Geschäftslage im Schuh«eschäit befaßte. Zur Frage der Schil)prcile wurde folgente Erklärung em stimmig zum Beschluß erhoben: „Die heute jm Hotel „Großherzog von Helfen" zu Gießen veriammelten Schub Händler aus Oberhess-n, He ften-Na sau und dem Kreise Wetzlar protestieren entschreoen gegen die in letzter Zeit wieder ein getretene Preistreiberei auf be m Hautemarkt und die mrch Terror ge u ene Berte nrerrr g dos Leders und der Scfrche. Wir richten tri t« Reichsrecieiimg'as Ersuchen, die Häuteasik io* et durch Bemrte der Pwisprülungsstelsen überwachest zu lassen, um Preist re iberei-n zu verhmlern. D-r Schuliwaren- Klemhan'el hat rur geringen Ein luß aus die Gestaltung der Schuhweise: er muß die Preise bezahlen, die ihm von beit Schuhsabrikknten, al? feinen Lieferanten, abverlangt werden. Ein Abb-u ter Schuhpreise kann deshalb nur vom L'der- und HÄitemarki aus^ehm. Di- derzeitige,Not'age de? Sckiuhhandels zwinrt uns auch, energisch Einspruch zu erheben gegen die Schnhve kiufe von se.ten der Behörden, die ge'ignet sind, uiferen ganzen Stand zu vernichten. Wir können nicht länger zusthmt, wie der Staat selbst uns ent_‘5 großen Teiles unseres Einkommens beraubt und uns gl ichzeitig mit Steurern und Abgaben ü'erbürgt. Auße dem vergangen wir g^sttzstchm Schild ffc-yett die Eingriffe der Gewerk cha'tn, der Großindu'trie, der Konsumvereine, der lani'wirtscha't ichen Ge"0 sen- scha'd-n und der Gemeinte-Berwa tun gen in u ser Gew-rfr. Die Versammlung forbc-t dr'ngend, baß da? Reich'wirtsckia t?mr i'e tu n auch der Notare unseres Standes Beachtimg schmkt und dahin wirkt, daß ter für die Volkswi stchalt so notwendige und wick-tige Stand ter Schuhbänder vor dem Untergang lewahrt bleibt."
** Ter Ober hessische Gefchi cht s o e r- ein Hal die Reihe seiner diesjäh.iTett W.nt'.r- vorträge in glüu'lich'r Weise eröffnet mit einem Bortrage über de Vorgeschichte unserer Heimat. &err Lehramtsasessor Q. Kunkel, als Assistent drs Oberhesn ckjen Mtveums an du ?ülsM- al'unr-en hervorragend betet igt und mit der wissensckwfl.'tchen Forschung wohliertraut. en» wick lbe vor einer sehr -ahlrevcher Zu ö ersr'rrft em anschauliehLs und f s'elnde? Bild vom der Vorzeit unserer Eggend in finster Ausa b.ntmig nach Form into Inhalt. Borzüglicl» Lich bilter e.läuterten die lehrreichen Ausführungen. Borausgeschickt wurde eine Uebersicht über die Entwii'ung ter Borges chichksforschmg ans ter Bteksage heraus bis zur Geg.'un arl. Nach fre cm grlebrten Hin und Her gelang es endlich, den Berlrcis der Kulturimtwick- Htng zu gliedern in Sein-,eil, Bronzezeit, Ei,enzeit nmb ihre zahlrcick>en linier stufen. AnS den Eis- zriiwt sind m innerer eigrren Heimat Berre sickere Spuren der damals Teutschlanb durchst^-eifenden Jägerhorden nacl>Wpreisen: in der sich allmählich he 'ausbi.'d'nden jüngeren Sleinznt dasegm teginnt rcidrre? Bölkerleten auf und nieder zu slut.m. Bauern te cyen die fruch baren Lößböhm unsev:r Gegend, Jäger und Hirten durchstreif:n Wlitter und Täier. Tie um 3^,00 v. Cfr. begiuuente Bronzezeit führt in ihrem Verlauf ein neues Jägeroolk erobernd fertei, das die alten Herren d:s LanteS unteriocht. Einige Jahrhunderte svöter, zu Beginn ter Eisenzeit, aber verschafft manckZerlei Zuzug auS dem Süd-n dem bäiuerlichen Element'wved'r größere Geltung, und die Kul/ur un'e.er Heimat erfährt in dieser Periode große Bereicherunq von außm ter. Dann bringt von Frankreich he- wieder ein Jäger- und Hirtenvolk krie.ierisÄ em. Vorboten des 'gwßen Ga4ier,zu''es über den Rtein, der Mitte des letzten vorchristliclmt JahrtauendS Sü'deutfch- land überschwemm'e und aus dem Tr eb b i Mieten wohl feine nördlichsten Spuren hin e: lassen hat. Vom Ente des zweiten vorkfrist.ichen Jahrhunderts an teginnm die Germanen an teil Klammern zu rütteln, mit tenen Kelten und Slawen sie umschließen. Von den Kämpfen um die Germanisierung unserer Heimat zeugen oetvuIHge Ringburgen, wi' der Tünöberg. Nach dem Siege der Germanen b'- ginncit die Römerkämpse; in die feuch baren Gefilde ter Wetterau teilen sich jetzt römische B'te- ranen. Römischm Hande' erweisen die F -nte aus tem G-rmanendorf der Rödgener Sandrruben, dem alten Urfulunt. Als unsere Heimat wieder freier Germanenbe'itz geworden war und dann Chlodwigs siegreiche Scharen die Frankenmacht rechts des Meins begrüntet hatten, entstanden Höfe fränkischer Edelinge auch bei uns. Bon ihnen erzählen Ire berühmten Leihgesterner Särge; und tot* die Ortsnamen auf „mar", „lar" und „Hausen" von den alten Völkern teS Landes berichten, so die auf „heim" von den neuen Herren. — Bon Kämpfen ohne Zahl um Hof und Heimat ist die vaterländische Boroe'chchte ersü lt; sie lehren Liebe zur Sckwlli, in unserer Zeit zermürbender Heima'entft-'mdung ehre bindende ft'ixr't van tzö-frse n Wert und die Erfrrsck>ung ter Dir-eit ist leb e unsouckst^a e Arbeit. Für feine ausgezeichnete Darbietung dankt' dem Redner ein voller, wohlverdienter B'isall.
In der Bortragsvereinigung hatte sich Herr Köppen die Aufgabe gdleflt, nachMrorif m, daß der Kaufmann z im Wie^-rauf- bau unseres Staates am meisten ber.fen sei. Unterstützt van zahireichen Lichtlichem leitete er bije Lehre auch auS Deutschlands Bergangercheit her: denn wenn Deutschland je groß, und blüfriü» teige» standen habe, so habe es daS seinem reichtegabten, arbeilfamen und wag-miutigen Kansmannstand verdankt. Im Mittelalter, zu einer Zeit, da die Fürsten durch die Qfcrxmfeii an die Ztergröternng ihrer Tbrone und Thrönchen sowie durch Erbstreitigkeit m davan behindert waren, tem Kaufmann Schfri und Förderimg an gefeiten zu las en, da habe dies-r sich zum Träger deS deutschen Ge- danlens ausg s^Rvung'N. Trotz „Sorg und Fäte- lichkeit" jener Zei'en sei er vom Händler yur sto zen ■f bfh'idje en Persönlichkeit aufgestiegen. Un—r tem feHfrgetoa.fmen Sämtz befestigter und mi einander verbündet, r Städte habe er ter Kunst ein Heim geboten und f-inen Reichtum zu Nutz und From- mm iier Allg^weinteit angewendet. Lei'er sei oi'ser Geist des fürstlich gesinnten Kaufmann- iluter fxm Auswücl)sen deS kapiralistisrten Zeit- alt'-rs imm-r mehr «N'fchwiniden Der Tanz um5 goltene Kalb habe den einen zur rücksichtslosen
Ausbeutung des andern getrreben und das Volk in Klössen und Kasten gespalten. In ter Biüte Deutschlands hite schon der zernagende Wurm gesessen. Ter Geist der Raffgier, dec auch beim Kauimann-stond Eint.itt gefunden habe, Ri großen Teils schulo an dem Weg nach Versailles. Vorbedingung juim Wiederaufbau sei eine sittliche Erneuerung. An ten Pranger mit tem Wucher- und Schicbertum! Das Vertrauen des Auslandes, des irns gut gebrauchen könne, müsse man durch Quali- tätÄoaren wieder gewinn-en. Der Kauimann, ter ins dlusland rrte, müsse Ras'enpsychologie treiben, um jedem Volke in der rechten Skife begegnen zu können. Datei könne es nur förderlich sein, ten oerte^n Ausländer ersolgreich über Dcu.schland cruszuklären Den Forderungen ter neuen Zeit, die nicht mehr wegzuleugnen sei, müsse man durch Prüfen von Fall zu Fall upd vorsichtiges U^cher- (eiten gerecht loerden. Aus der beuifclen Geschichte sollten wir ten Trost nehmen, daß auf Jahre von Not bie Läuterung und Neuaufbau folgten. Durch seine mcrfig*, von geistreichem Witze belebte Vor- tcagswcise wußte ter Redner ständig zu fesseln und erntete reichen Bestall.
** A n der Grenze deS Uebersinn-- I ieben führte Dr. Mayer°-Weil o Do-nne s!ag abend jene le ter nidü sehr Ag'^treichen Hö er hin. ES berührte nach ter Dmr.'ell.et gennjei verc-angk', er Tarßictinr. e t olkulüsist'clxr Art ä::* fjrtfr itN^jüirnb, laß ein wisjensck« tlich kühler Kopf sich nicht sch u e, Ge'-aikenül« tragung, 8x11* •^en, Ge a iien esen und Telcpat ie als Erscheinungen eir.er ive.in auch je'jr benci texten, jo doch stets natürlil«! Be-»bachiungs- und Mle'eg'lx durch B ispe.e zu erklä ei. Mit kurzen Bemerkungen verwies ec so <rtn aus e nen temnädyfhgen Bockvag über Hzp u t s-nus u d Sug-estim l,t i. Dcstre knappen Erklärungen ßa' ei auch eine ver- stänoige Letendlung fieser Fra«ii erwarten. Vorläufig gab er mit sich selbst ein glänzende? B t- spv l, TO-je man mit Autosinge'lron lerne g< tilgen Fähigkiiben, z. B. das Ge"ächb is, bis ans Fa.el- haiv- steigern Bann. Rete au gaben: au? zweistelligen Mte'i 3. und 4. Pole.% dazwksck-en 96.* pop-uzicr-eu e er 5 Mi üben roher a Sivenidg grtentten Reihe von Zitaten usw tu und anfjer ter Reihe, B-estimmung von Taten nach tem Worten big. alle? zu gleickier Seit; dann Ä.'wei e ]Viroe5 au ter er e t licken geschi lstlichen Gcdäcl-t- nisseS, lei allem tonn e fern Zuhöver ter Verstand stille stehen, währe d ieterr ra end und ge au a » b itete. Ten Scl-luß n.aststen einige Borsührungen mit flüssiger Lust.
** Zu einem Vortrag des Vorstandsmitgliedes res Teu shnationalen Ha.d ung-soch'lsmv banteS, Reicks a di ge.r>nc» ten Lambach, hatte gestern die h eftge 59er» ba d>o t gruppe eingcfrd-n. Lambach spach über Not und Hossnung des Hanoi ingsgehilfenstanteS. In intcrrfiant'n Ausführungen legte er die Un» mneinbarkiit kauf männl scher Interessen mit tem So ialismus und des en Politik dar. Trotz aller Belämp ung von di s t Seite her würden aber die Angestellten als Spioniere des deu.schrn Wieder- ausbaues doch der K"p'arbeit tororr zu ter i(yr g.büh endni s.'zialen Stellung verfrrli>en. Der Vortrag schloß mit einem Appell an daS ethii'clse und nationale Bewutes nn der fauim. Angestellten. Reicher V i all her zahlreich Veisamme.tz.'n lohnte die Ausführungen.
♦* K r i e ge rvere in. Donnerstag abend hielt der Kriegerpwein im „Pvstkeller" eine Ver- ci.iiiversmmnlung ab, wozu sich zahlreiche Mit- glie er enrgefuichen hat en. Der 1. Vorsitzende Lmi_>gerich örat Trünipert tz. nnte die erfreuliche Mi eilicng nradieu, daß in den letzten teer Wachen allein 25 neue Milgll:«? er le"geiTct>m sind. 50 Mark nnrt-en aus der Vereinens'e tewillial a'-8 Wnhnadst?g«te für die 300 Deut-chen, welche sich bei -frignon noch in fra-k'zö-jielsnr Geftrng-rn- schaft Mrrt-gn und leid'! ter: nach franz-isisch in K riegsge^ichtsspruch -um Teil rod» lange Ztel znrücklbehal e.i weven sollen. Der Vorsitzende hielt roitter einen reck- fckselnten Ertrag, ter so deutlich -eigte, bei«, es nicht genug danwar anerkannt und immer wieder hi bürg ■toten werden muß, daß ivistve tapferen H^re den tsYrieg m Feindesland hinübergetragen heben. Di-, gany Ztersamm- lung verlies rech kaureradschaf lich.
** Die Deutsche Vvlks pariei teilt mit: Am 1.8. N bember fano eine aut te'udite Versammlung ter Fvauengrnppe aus ter „Schönen Aussicht" sta t. Frau Sckute erstattete Bericht ük-er die Tagung des Rtehchvailenausichusses in Haw- mter. Ein daran cmsthLießgwex f&oclTag von aut informier er Sei e rückt-- die sich miß dem Ältesten beimlich an die Wurzeln tes Grmranentums ern= sch-lcidxmden Gefahren tiefernst tat Augen. Es wurde aufgefvadert, fixfj. tem unpvlitisckgen „Deut- sckien Nvtlmnd" anz-uschließen, aus den auch an dieser Stelle eindrink^ich hingew'.escn werten soll. Zum Sckstuß madye >Fvau Schudt aufnrerkäm auf die Organi'a ivn te" HauswirtsckxiTt'icken Hilfe ter D. B. P. für ten Wahlkreis Hes'en mit tem Sitz in Darmstadt. — Die Den siche VolkSpar- t e i heranstal et Montag den 22 l. Mts., 8'/2 Uhr, im „Hindenburg einen Vortrags«teiid, bei dem Svnt'ikuS Tr. Krause über „Die Sozialisierung im Bergbmi" sp.icht. Freunde ter Partei können durch Mi alieder eingesuhrt werden.
** O oerhessischer Kun st verein. Die zum Teil erst leit acht Tagen ausgestellten Bilder und andere- bleiben nur noch morgen in der Ans- ftefhino. Nächte SBkxf-e finde' 'mietet e n größerer Wcch'el der Gemälde statt. Mwgen. Sonntag, ist die Äu-delung von 11—1 Uhr geöffnet.
** Der Gießener Konzertverein veranstaltet sein 4. Konzert am Sonntag, 28. November, abends 8 Uhr, mit Frl. Alma Moodi (Violine) auS Berlin und Frau Anna Jacobs (Alt) vom Landestheater in Darmstadt.
** Tos Fe st der silbernen Hochzeit begehen Montag, 22. Nov., Väckrmcister Ludwig Weber unb Ehefrau.
Landkreis Gießen.
*o» Grvßen-Linden, 19. Nov. MS letzter Kriegsgefangener unserer Gemeinde — im ganzem waren eS 22 — ist nun auch Oberlehrer Albert Diem er, ein Sohn unseres LehrerS Diemer, zurückaekehrt. Sr war fünf Jahre in russischer Gefangenschaft: davon hat er den größten Teil in Sibirien zugebracht.
er Röthges, 19. Nov. Die raut schon l’/i Jahr schwebende B ü rger me i ste rw a h k RötteeS wird, wie Helf. TOinifür tum mi teilt, nun in Kürze am Berwal'ungSgerüh.shof in Darmstadt -uc SterhanLstung Bommen. — Die noch in unterer Gcm» inte yle^nten Grund st Ücke, Eigentum oeS Fürsten b n Colms-Bramisels, wurden nunmehr durch den hie bgan Landlewerberoer- ein durch Vermittlung teS Lande-Zsiedlmtrsamts ariflctauft. ES sind dieses noch zittta 12 Morgen.
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Das Land muß, da es an einem Stück liegt emgeteilt und dann unter bie Bewerber^l^ werden.
Kreis Schotten.
O Gedern 18. Nov Im Gasthaus sltT Traube fand am Mittwoch aberd eine Versamm, hmß ber frer wohnvaitm ch maligen Angehoiiacn teS Leibgarde - Jnianterie - Reai, men 15 91 r. 115 statt. Die Anws:nd.n schlo,stn sich zu eurer Ortsgruppe clremalirer 115er in. lammen und beschlossen, bei all-n Kime'aden ßter mtb in ter Umgegend das Inter-sie zur Te lnabw.e an der 300jährigen Gctenkf rer der Rc-iments- Gründung am 11. März 1921 zu wecken. Am Sonntag, tem 28 November, soll bann na fr mittags um 2 Uhr im Gasthaus z ir Traube eilt große Versammlung für dm Bezirk Gedern er- folgen, in welcher ter Ausbau dec Ott c-grupp z-ur Bczirksgruppe vorgenommen werten s.ll. Aiv Meldungen zur 115er-Ver.-inig'ing nimmt Hof. Prediger Widmann-G-tern ntt"e>rn.
Starkenburg und RhcsNheffen.
rm. Darmstadt, 19. Nov. Eine Ver» schmelzung aller landwirtschaftlichen Vereinigungen ist, wie wir bestimmt erfahren, aus Anlaß der Regierungsverordnungen über die Kartoffetversorguno im Gange, um gemeinschaftliches Dorgehe! zu ermöglichen.
Kreis Wetzlar.
Krofdorf-Gleiberg, 19. Nov. Bei zahl« reicher Beteiligung nahm die von der hie vn Ortsgruppe des NeichsbundeS le1- Kriegs.^schädigten und -Hinterbli benen am 14. November im Lokale des Gastwirts Freund vei>instal^ete W o h b tStigkeitSfeier einen würdigen Ve lauf. Mit ter Feier war außer Konz-'rt unb Tanz eine Verlosung verbunten. Kam vad Schie erstem s.e>achtc in feiner Begrüfvngsansp ache der K i gsopscr, hieß die znrückg kehr et Gefangenen wtlUommev und wies aus oie wichtige Beeckung ter Seiet hin. Nachdem Kamerad Leib fiten F>?stprt'le» und Kamerad Hosmann ein? Rezitation „Feinde" vvrgetragen hatte, wurde eine Ve losung voran, staltct. Alle hiesigen Geschä tSinfriber und einigt Einwohner hatten ausgiebig dazu beigetragen. Auch die Firmen, welche am fr eigen Otte Zigarren sabrilen beit en, unt-rstüsten tic Orts- aruppc. Die Musickap lle Gl i'erg fri‘te sich zur Versügung g-?st.llt. Au gründ btei vi-Isach n Enk- gep<fittomntcn5 wird ein erheblicher Ucberschuß er< zielt werden.
Hessen-Nassau.
Der Magjst'atsklwfllkl in Hinan.
X Hanau, 18. Nov. In tem remflbeta Konflikte zwischen ter Mehrh it dec Stfrtve vcb uetenversammlung und dem Magistrat, tec jetzt zur Auflösung ter Stadtrerordnetcnv.r'ammlunr- sühren wird, ist bekanntlich auch der Dberbürget* meister Dild als besoldetes Magistratsmitg.ü!» zum Rücktritt aujgcfortect worden. Er hat, wie bte übrigen besoldeten Magistratsmitg i der, unter Wahrung feiner Rechte sich zum Rücktritt bereit erklärt unb ist seit AuSbruch des Konflikts üc Urlaub gegangen. Der Urlaub ist jetzt verlängert worden.
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Ucberfall.
0 Marbury, 19. Nov. Gestern abenb wurde in der Nähe von Cölbe ein junger Mann angeblich von zwei Wegelagerestl überfallen und in die Lahn geworfen Der Dedaueniswerte, der sich wieder auS dem Wasser herousarbeitete, wurde von vorübergehenden Leuten gefunden und mit Wagen in die hiesige Klinik geschafft. Untev suchung ist eingeleitet.
Kassel, 18. Nov. (Afol'f.) Ter Des stich« Bankverein A.-G. in Kässel nmrte durch euiö äußerst raffinierten Betrug um le.i B I ag tu 280 000 Mk. gesckEig' die ter 18 Jahre alck Bur^augehilfe Otto Waste unter Be'wtz'ing wr geschickt angezerliglei Urlinttei mit Hilfe bedruckte Briefbogen und eines ihm zugängli et Sk'wpcll- ter Fürstlich W tt..en'eriscte t Le rtif a jenre?1 inaltuna in Laasph- in Westälen, lei n e dxi fi 6e]chäftigt war, abgehoben haste. Tec Täler tt: fluchtig. ____________
Turnen, Spiel und Sport.
— Hockeyabteilung des V. f. R. 19(Ä Im Laufe des Sonntag si.iden in Gießen (58. i.® Sportplatz unb Oswcstbscartzn) mehiere Ihockev" Wettspiele statt. Der Verein für Rasen picke dr: sich für biesen Tag bie bekannten Mann frutn: des Turn- unb Sportvereins „Eintracl>t"-Frcuil" furt verpflichtet. Die 1. Mannschaft Eintracht i steht auc;enb.t(flic6 in Frankfurt an dritter Stckb: unter ten anderen dorttgm Ho^eyk.ubs. An er)^ Stelle steht bie 1. Mannschaft teZ Sportf uzi 1883, die, eben glänzend in Form, ui ten bei»> Mamischa'st'n Deut cfrands gehört. Sodann so-: ter Turnverein 1860 und dann Ei t acht-Ftam ' fiurt. Tie Stärke ter „Eintracht"»Mannck)ir; liegt hauptsächlich in dem vorzüglichen Mi.'k^ stürnrer unb dem guten Flüge spt l. Der reck-' Flügel ist besonders hervorzuh den. Die Gieße::«- Mamischast wird dirsesmal ohne Eräz aaLefer.. doch dürfte sie einen sehr schweren Stand yax5 Drefes Spiel findet morgens 10 Ufr aui M OSwaldsgatten statt. Vorher üwtet das Spei W 2. Mamtschajten statt. Auch dieses dürft? W äußerst interessant gestaltrn. Am vergangeM Sonntag konnte diese den Turn» und Spoctst^ Marburg 1800 mit 10 :0 sch agen. — Nachm'ü^ 3 Uhr aus tem Sportplatz wird die Einlaß Tamenabteilung gegen V. f- spielen. Dieses Spiel ist in'oiem für Gi»vv Bedeutung, als zw i komplette Damenabtei.uag >; zum erstenmal gegeneinander sple'en. 6Ultra • wird auch hier wieder in seiner beka'mfe'i uu stellung spielen. Hervorzuhebeu ist ter stwkeStu »[ unb die gute Torwächterin, während ©KJ™ Stärke hcmptsächick auf einer guten 8.wJ ffitng beruhen wird. — Die Platzänbecungcn mup ten vorgenommen werben, da der Spo tv atz ter Hardt teilweise für Verbandsspiele 11 '
— Die Hauptversammluny btt, Bundes Deutscher Radfahrer. JJ tn nach beschäftigte sich in dn Hauptiache mit nächstjährigen Straßenw-tt'äfren und d.-n■ * fi«nb8tvo^n. ffiir f»ortti(fe ™;
nächstes Jahr em Fonds von ^00 000 Mark schaffen. Zu Vorfftrenden mit W\
unb Pflichten wurden KnegSgerichtSrat veac Schwerin unb Dr. Martin»BerlU gttv«i^ übrigen fetzt sich ter Vorstand nne !^0 zuiammS _ Dom 1. Januar 1921 ab erscheint , w,,der ein. Bundcs-eitung StaalsmmiitnWalrai-KSm«v^ yum Ehrenmitglied ernannt- Der Bundestag Milte nach Aachen vergeben.
llbllerb's Z nleirn Sdirihl r01Ml i) d. (Ui ttbrn/1.3\irml ymn^l Mlnia ftiBU iDi'midji ml |Ho.Wle;fn,ii.i Ito: frib, Wo’iB. b. munfetiL <rfjr io>m.(«if
I Mn. 1, j »Wirt «i öi, i tiUfimieirr.) Z «yWUbj Jltiiif jffiert Hflen odutfiL
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u-l'i;ifeb.oorh.
Witin.


