gen
Dr. Ri- th üm 15. d. Mts.
eines
Akademiker in Franckfutt a. M., Universität, zu
— Im Anschluß an diese Mitteilung
Kritik mache einen schlech.cn Eindruck im Lande
Bcvollmäckstigten des Auswärtigen Amts und dec Reichsrcgicruttg ti Darmsoadt ausgenommen.
** Von der Landesuniversität erhalten wir die folgend« Werwolfe Mitteilung: „Die Nieierlmrdizche Handelskammer für Deut ^cfr and in Frankfurt a. M. ist mit dem Berufsamt für Akademiker in Franck,urt a. M. eine Arbeit sgenrein- schaft eingegangen, um deutschen Akademikern Stellen in Holland, den hölländi cken Wcstkolonien und Hollöndich-Ossindien zu verschaffen. Alle Gesuche innerhalb Deutschland sind an beit Ber- tvauensmcnm der Nieter! äudisckien Handelskammer, nämlich den Gesche st s.uhrer des Benifsemts für
ES folgen noch persönliche Bemerkungen der Abg. Lux, Dorsch, Vetters und Kiel, woraus die Besprechung der Angelegenheit beendet ist. Schluß der Sitzung nach 1 Uhr. Nächste Sitzung Mittwoch vormittag 9 Uhr. Ernährungsdebatte.
zu erfahren. Den Betv°rbungsschreibcn sind beglaubigte Zeugnisab ckrriflen unh die Angaben von Empfehlungen, möglichst auch in Holland, beizu- sügen, cmßev>em ein Bild. Ferner macht die Nie- derländirhe Handelskammer darauf aufmerk>am, daß sich.in den Niederlanden eine Bereinigung gebildet hat, die den Zweck lmt, ten Ausländern, die inlvlge schleckten Ba u instantes nicht in der Lage sind, sich niederländische und niederländisch-indische wi'senschaf lickte Bürtet zu beschaffen, diese zu be- schafscn. Vvrsitzeutet Pwfe'slot Dr. A. W. Ni-
Arrs StaM unb Land.
Großen, den 17. Nov. 1920
Lebensmittel.
UM) er habe die Mtlc au alle maßgebenden Behörden und Instanz, giidfcr und S aatsanwäld:, im Interesse des Aufbaues der mensckfiick-en Ges-ckl- ickaft mit allen M itteln gegen denGeist des Wider st an des und des Verbrechertums mrz-ikämpfen. Das Recht müsse nicht nur um seiner selbst Willen, fontern auch zur Aufrechterhaltung der sittlichen Ordnung ge- 'chützt werden. Rechistesriffe könnten sich allerdings nick^ ändern.
Abg. Reh (Tom.) sieht in den Angriffen den durchsi.ßtigm Zweck, bi? Autorität der Regierung zu untergraben. Tie Angriffe bei Abg. Dr. Osann feien unverständlich Die Arbetie- f t?n unzwei ck- farft strafbar, n> nn dies ni" t gescke e e t* ständen uninrlcbave Zustände. Etenso sei auch d t Kritik an dem Geßencr Urteil te-rocrf ti), n»enn man b ine weiteren Unterlagen 'fr-.be. Das Urteil der Richter basiere aus Grund dec Beweisaufnahme irnb eine scharfe Strafe sei nötig gewesen. Wenn das Vorgehen aupergewöhnlick» sec, so sn es durch außetgewöhnlicte Urachen le,rrüntet u d gerccht- fcitcgt. Ter Auseirttelt des Iusrizmini ers ut Bad-Nauheim gab ihm Gelegenheit, die dort ent- sÄnid.men Unruhen und Bedro?:ur,g«n re[5ft zu fr- urteilen und er habe sich damals ft?ec die Mög- lichkrit einer Haftent «rssung nur informiert Seine Beamten haben spater die HaslenUassung angrord- rtet. Ter ganze Bor sali sei außefrienitlich auf- g*bauscht und bedauerlich Es sei ausgeschloss^., daß das Urb il parknpv.iiisch bteinflußt ;ct. Im übrigen möchte er die Ausführungen des Aog. Sck^röder unfrrstützen.
sich an das Preußische Ministerium wenden.
Abg. Schröder <Ztr.) hält es für einen Fehler, das; man dieser Angelegenheit einen politischen Hintergrund gebe. Ebenso ungerecht sei es, den Gerichten Klaisenjustiz vorruwc chm. Es sei sehr gefährlich, wenn die Ur eit* der Gerichte in dieser Weise kritisiert werden, genau so fehlerhaft wie die Kritik an der Tä igteit des Iustizministers. Man könne nicht annehnun, daß allein aus poli- >i chen Grinden ein hartes Urfril gefällt wurde.
** Kartoffel-Ausgabe. Vvn nwr- 77N ab werden bis auf ^weiteres im Keller der Turnhalle der Oterveackschcke Kartoffeln zum sofortigen Gebrauch abgegeben. Die abzuscbmde Höchstmenge beträgt einen Zentner.
Abg. Dorsch tritt den Ausführungen des Abg. Dr. Osann bei. Es gehe nicht an, die Ge- rcchtsurteile zu sabotieren. Der Redner bestreitet, daß er irgendwo gegen die Ablieferung der Kartoffeln gesprochen habe. Im Gegenteil habe er wie alle seine Freunde, für die Ablieferung bei annehmbaren Preisen (Zwischenruf: Was ist annehmbar?) gesprochen. Auch in Wölfersheim haben sich die Landwirte zur Ablieferung großer Mengen freiwillig zum Preise von 20 Mk. bereit erklärt und große Partien abgeliefert. Er wendet Uch dann gegen den Abg. Lux, in dessen Gemarkung s. Zt. ein Landwirt erschossen worden sei, ohne daß man den Täter bis jetzt entdeckt habe. Wenn man solchen Bedrohungen, wie cnBad-Nauheimusw. nachgebe breche alles zusammen. Man lege zu viel Gewicht auf D-te Stimme der Straße.
, 3 Abg. Münze r lv. Bp.) verurteilt die Kritik de» Abg. Kiel an dem Spruch der Gießener Richter, deren Gründe auf den vorhandenen Unterlagen beruhen. Dieses Vorgehen s-i eine große Gefahr. Das Verhalten des Ministers sei etwas u ngewöfrnlich, da es üblich sei, bei beantragten Haftentlassungen die erkennenden
** Volkshochschüle. Man schreibt uns: Die Arbritsgemeinschaft über Weltanschauung s f r a g e n, die bisher verschoben werden mußte, beginnt nunmehr moraen Donnerstag, 18. November, al>cnds 8 Uhr, in der Oberrealschule. Anmeldungen werden dort noch entgegengenommen. Eine Änzrige in dieser Mmrmer enthält eine kurze Uebersicht über die Fragen, die in dieser Arbeitsgemeinschaft beprochxn werten sollen. — Das zur Zeit laufende Semester ist übrigens das frfte feit Gründung der Volkshochschule. Auch die Zahl der auswärtigen Besucher ist trotz der Unomnfl d?r Verhältnisse gestiegen. Der Gedanke der Volkshochschule gewinnt also langsam aber sicher auch in unserer Stadt und Umgebung an Boden.
**,Die hessische Gewerbeschule hat ihr Wintersemester am 1. November begrmnen, und d'var mit 1002 Sckchlench, die sich mir folgende Abiellungen verteilen: Bauabteilung, Schreinerfachs ckm le, Maschinenbauschnle, außerdem auf die Kurse für Kunsthmrdwerk, Metallarbeiter, Schreiner- und Buck/Öruckergehilfen. Die umfangreichen Einrichtungen, die im Interesse der Eisenbahn- beHörde ins Leben gerufen worden sind, Halen einen weieran Ausbau erfahren, iv daß neben der Loknwtivsührersack'schule nunmehr die mehr- semestrige Elsenbahnw.-rkmeiste'ckckmle und die Fack>- klasse für die Eiscnbahmln'erassistentmlaufbahn bestehen. Der weitere unbedingt w.ttmndige Ausbau der Anstalt muß we-en der beschränkten Räumlichkeiten bis auf wri eves aufgeschoben werden.
** Totengedächtnis feier. Wie hnr hören, sinder, gngeregt durch die Reichswehr, am Sonntag, den 21. d. Mts., vormittags 11.15 Uhr aus dem neuen Friedhof eine Totenfeier zum Eiedächtnis der im Weltkriege Gefallenen statt. Tie Feier wird einen enrache.i, schlichten, kirchlichen Clarakter tragen. Pfarrer Ausfeld wird die Gv- dächtnisvche baffen.
♦♦ Der Straßenbahnver'kehr nach dem Friedhof wird am Scnmtag den 21. ds. Mts. (Totensonn.an) Vvn vormittags 11 Uhr bis nachmittags 5 Uhr aufreckxt erhalten.
** Zudem EinbruchinderPelz- handlung Kretzschmar erfahren wir noch, daß die Diebe durch die Haustüre kamen, in die Werkstätte eindrangen und dann, nachdem sie die Klingelleitung zwischen Werkstatt- und Ladenraum durchschnitten hatten, ungestört arbeiten konnten. Merkwürdig bleibt es immerhin, daß die Diebe so ungestört arbeiten konnten, wenn man bedenkt, daß der Marktplatz, auch des Nachts, wohl als der belebteste Platz Gießens anzusehen ist, und weiter bedenkt, daß fast unmittelbar vor dem Kretzsch- marschen Hause eine elektrische Bogenlampe bis zum Morgen leuchtet. Herr Kretzschmar, dessen Vorräte übrigens nicht versichert waren, hat eine Belohnung von 10 Prozent des Wertes der wiederbeschafsten Gegenstände ausgesetzt.
** Fahrraddiebstahl. Am 13. 11. d Is, vormittags IOV4 Uhr, wurde hier aus dem Hoie des Arbeitsamts ein Fahrrad, Marte „Hah- nel" entipenfrt. Das Rad hat schwarzen Rahmen-1 bau, gelbe Fagen und neue graue Bereifung I
Tfnträge ustv. veckfrrndelr werben sotten: die Frack- tioncn haben Gelegenheit, sich vorher zu beraten.
Abg. Köhler fragt wegen sedier fdx>n am 23. Okwber eingereichten Anfrage bett. Pacht- einigungsänrter an und bittet um recht dringende Erledigung
Sfe.tt präsiberit Ulrich ernnbert, daß man ter sckMvcrigen Frrage näher getreten sei und fu so bald wie möglich erledigen werde. Abg. Reh (Dem.) teilt mit, daß schon einige Zeit vorher der Abg. Schreiber und Abg. Engelmann (Soz.) in gl icher Weise erneu Antrag geteilt hoben und ersuchen ebenfalls um schleunigste Erledigung.
In die Tagesordnung eintretmb werden hierauf erledigt: die Vorstellung des Brindes deut' scher MicktcEonwärie, Landesverband Hefen, bett, die Zivilversorgung der Militäranwärter in Hessen.
Die Vorstellung der Arbe t:g mriuscha t Heimat, Handwerk, Junend in Darmstadt, Einspruch gegen Eingriffe in die historisch'. Wahrheit bet'., wird nach Bericht des Abg. Gesser für erledigt erklärt. Auch die Vorstellung des Saar-Vereins in Berlin, bett. Stärkung und Erha.tung des Deutschtums in den Saarlanden, wird nach der Antwort der Regierung für erledigt erklärt.
Justizmiritter v. Brentano über die Haft- entla'sung verurteilter Felöräuber.
Hierauf gibt Justizminister v. Brentano Auskarung über das Urteil der Gießener Strafkammer, der A beiter in Rödgen und die durch den Iustizminister beran'aftte Hatte'tt- lassung der Bern t.-i'ten. Unter eingehender Schilderung der zu den ganzen Vorgängen geschehenen Schritte stellt er fest, daß der Verstoß gegen ihn, den Iustizminister, völlig ungerechtfertigt sei. Er bestreitet, irgend welchen persönlichen Einfluß ausgeübt oder beabsichtigt zu haben, sondern er habe lediglich auf Grund der Anregung eines Abgwrdneten ^Wittig) und zu seiner In- svrmativn sich an die Oberstaa'sanwaltschaft und den Generalstaatsanwalt gewandt. I^er Vnr.nurf der K a b i n e t t s j u st i z iei in ieher Hinsicht un- -fterecktfer igt. Die sämtlick>en Mitteilnng-m in ber Presse kei n tent-enziös entstellt und «inicbeinend bÄ»auerliicherweise durch die Kenntnisnahme von Akten au^gebansch'. An Hand der einzelnen Daten teilt der Redner mit, daß er am 10. August zum erstenmal auf Grund einer Beschwerde des Lonotagsabg orb-e^en Wittig mit der Awte- legcnfr'it sich befaßt, was den Erfolg hatte, daß ohne jede Beeinflussung seinerseits einer der drei damals Verbafte'en freig'lassen und gegen diesen überhaupt keine Anklage erboten Worten sei. Einige Tage später habe er erneut aut Grund eines Besuchs einer Deputation ter Gewerkschaften bei dem Generalstaatsanwalt über den Vorfall angefragt und mit Rücksicht aus die Drohung der Gewttkckmsien, daß Unruhen im Bn'^Nauteimer Batetetti-cb entstehen und das WAsersleimex' Werk stillgelegt wrte, fönte (raß ferner in einer Prvtestter'ainmlung in Wölfersheim mitber Festnahme des Oberamtspricht e r s gedroht wurde, im allgemeinen Interesse zur Erwägung anfrnmgraeten, ob die Leute nicht vorläufig aus der Haft entlassen werten können, bis das Urteil gefällt sei. Der OterstaatS- anwalt habe indessen fixi ere Schritte nicht getan Von ihm selbst <nis sei alte keinerlei Eingriff er'vlgt. Es war damals zu tetenken, welch' nachteiligen Folgen ein Streck für Bad-Nauheim, wo viele Herzkranke sich aufhalten, hätte haben können, zudem eine Flucht der Badegäste schon ein* getreten war. Eine kurze Unterbrechung ter Hast mit Rücksicht auf die Familienvcrhältnis'e hätte unter diesen Umständen, zudem ein Fluchtverdacht nicht begrüntet war, keinen Nachteil bringen können. In ahnlich'n Fällen hab» man auch bei Landwirten in g'eicfrr Weise Milte walten lassen. Durch seine Räte sei dann ohne fein Zutun die vorläufige Freilassung bis zur Ent schn^ung über das Gnadengesuch veranlaßt Worten. Der Staatsanwalt silhst habe an^rfannt, daß er persönlich keinerlei Weisung erteilt habe. Er hab» trotzdem die Verantwortung für J-in Ministerium voll und ganz übernommen und die Haftentlassung aus sozialen Erwägungen für richtig gehalten. Im Interesse des Rechts und der Gerechtigkeit werde er seinen Schritt verantworten.
?lbg. Dr. O s a n n (D. Vp.) stellt zunächst den funnewühnlicfrn Vorgang fest, daß ein Minister außerhalb der Tagesordnung einen k"'ch'inen Gegenstand zur Sprache bringe, so daß die ^lteeordne^en nicht in her Lage seien, ihren ovgnerischen Sttndttmkt erschöpfend zu begründen. Zur Tat selbst fühtt et aus, daß in der Rödgener Ge-^nh fo.t-e etzt Feldstüchte in größe'-em Umfang gestohlen fü-urhen mü> die Rmiberfrvchen mit Wal- fen perseben, die Eigentümer bedroht haben Das Urteil ist Schutze von Recht und Ordnimgi erfolgt und es sei Tatsache, daß ter Justizminister zweimal in der Angelegenheit einbegriffen habe. Man sollte sich feiner Täuschung darüber bingeben, daß dieses Vorgehen auf tert Richterstand im allgemeinen, wie auf die beteiligten Richter cinen erre-gten Eindrnck gemacht, selbst wenn dieser Eingriff ter Justizverwaltung auf Gnmd ter Beschtrerte eines Abgeordneten erfolgt sei. Es b.'teute einen Eingriff in ein schwebendes Strafverfahren, denn die Briefe des Iustizministers mußten af§ indirekter Wink an die Staatsanwaltschaft auf= gefaxt werten Es sei sehr gefährlich aut Drohungen des Gewerkschastts kar tellS ?e * tirtige Schritte zu unternehmen. Gegenüber den Drohungen bttcb zunächst ter Oberstaa'-ranwolt fest und auch der Justizminister hatte erklären sollen, datz ibm ferner ei Vtecht in die Hand gegeben sei. Dr. Osann hält es für sehr bedenklich, daß nicht wie bisher üblich, die Justizbehörde vorher an» .tebört wurden. Die Handlung des Iustizministers sei ungewöhnlich für die Juriftenwelt. Die ö a r t e 1 Polrtik spiele hierbei keine lstolle.
Abg. Vetters (Soz.) hält die Borwürre im Gießener Anzeiger und DarmstäLtt. Tcg» licl-en Artiger üke>- Zkab ine t ts 1 u str z nach sern-r eigenen Aussasfung. die er in ter Verhandlung gewonnen, nicht für teredtfigt. Tie Tat selbst sei zu verurtei eu, es handle sich hier aber um durchaus unbestrafte Leute und um die Tat
reichen anderen Fällen erram derartigen Umfang angmommen, daß jede Autorität untergraben werde. Ter Geist tec Witersetz.ttä-- Kit wäre durch die Sozraltemokralie besonters teu Landwirten gegenüber in er. e W- ise untcrftutzt, bati diese nur durch geiverksüai.licte',' Zufammen- schluß «mge»enfiter em Paro i Liefen können
Abg Kaul .Soz.) hält die hier crufgwollte Angelegenheit nicht für eine Frage tes Rechts allein, man habe sie allerdinZs zu einer großen politischen Frage konstruiert. Tatsache fei, das m Gießen Zeugenaussagen gegen A u s - jagen standen. Man sei ja bei ter Gießener Ltras- kammcr gewohnt, daß dort cinieitig Z ugeuaus- sagen zugunsten ter Landwi te oeni^ntet den. Man könne heule nicht rein formattfttsch zu äßeri gehen. Redner wendet sich dann in [(fracren Angriffen gegen ten Abg. Dorsch und die agitatort- schen Bauernsührer, welch: du.ch istt Sßorgejen bei ter Sartorie.ab.ieicnuig die Autorität tes Staates untergraben.
Justi.Minister v. Brentano bestreitet wiederholt, daß er dem Oberstaats- anmalt in Gießen oder dem Generalstaatsanwalt besondere Weisungen gegeben habe. G genutet ten Borwür.e.i tes Abg. Dr. Osann stellt er fest, daß mit Rücksicht auf die Streikdrohung das Borge en tes Justizministeriums gerechtfettigt g nx^en s i. In keiner Weise habe er einen persönlichen Einflutz oder einen Eingriff versucht, und das isas er getan, lasse er «ich als sein gutes Recht nicht nehmen. Er behauptet, daß die Angriffe nur dem Koalitionsminister gegolten haben.
Abg. Lux lSvz.) mentet sich gegen die Ausführungen Tvrschs, ter in dest^ Echzeller Fall anderer Meinuna geween sei.
Abg. Fenchel >H. Vp) terwahtt die Bmiern- schaft gegen di? Vvn feiten ter A >g Kaul erfr denen Ä>rwürfe. Es werde baldige Ausckärung erfolgen darüber, wer Schuld daran sei, daß einzelne Bezirke feine Kartoffeln erhiel en. Die Vorgänge bei Verbrennung der Viehkataster in Oberteilen lassen sich hier zu Ve-gleichen nicht terauziehen. Pf lickst und Schuldigfeit tes Iusliz- miikislers sei es gewesen, auf die Angricke in der Presse anch tort zu awWorten.
Abg. Kiel (USP.) bch>-ichnet das Gießener Urteil als Klassenjustiz, wie man sie in Gießen nicht anders genwhnr sei. Auch das Mar- lmrger Urteil sei ungerecht gewesen. Er vermisse auch dieAmnestieüberdieVerurteilten wegen der Vorgänge im Stadtparlament zu Gießen.
Preis 28 Mk. Letensmittelausir>eisAarte ist vorzuzeigen. Gleichzeitig werten nochmals Saatkartof- seln „Kaiserkrone^' zum Preise von 41 Mk. pro Zentner an Jedermann abgegeben.
** Stadt. Seefisch-Markt. Morgen Donnerstag früh trifft wieder lebend- frische Nordseeware wie Kabeljau, Schellfisch und Schollen ein und kommt von 8V2 Uhr an in den Marktlauben zum Verkauf.
Veranstaltungen.
Mittwoch: Stadttheater, 6V2 Uhr, „Der ersten Liebe goftene Zeit". — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Deutschnationale Volkspartei, ösientlicher Vo trag tes R ichskoKsabg. Lrmbach — Cass Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung ter Medick-Mei- dinger. — Lichtspieltheater wie gestern.
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** Amtliche Personalnachrichten Ter Gesandte G af vo.r und zu Lerchenfeld auf Kösering und Schiönberg hat als Nachfvlger tes, in das Auswärtige Amt berufenen, Legattvnsrats
Iustizminister v. Brentano nimmt die '^uevtiniccr m üraniruri a. ’jju, uniotnuai, zu Gießener ©rafTammei- gegen die Vorwürfe Kiels richten. Tie Bermittrlungsbedingungen sind dort in Schutz. Wegen des Marburger Urteils solle er
fache, daß Z^u^en vorhanden hxr er welche fr- jyynrorcn, daß die Verurteilten zurzeit ter Tat nicht dort gewesen sein tonntet. Selbst wenn sie bte
Tat ausgeführt hätten, sei das Urteil trofetem I ote^‘^©7? a f 00 II ft'red 5 ”n a^"
fe&r hart. Wie er vernommen hat, soll sich jetzt b e h ö r d e z u b e f raa e n im horltewnhpn L Staats a n roa l t s f t fE Auf- sei davon ab
tebung tes Urtnls auAefprackfen tc.en. Abg. Kaul die Meinung erwecken, als ob das Eiw
Abg. Tor ich IH. Vp.) wendet sich gegen die gceiieu oer höchsten Zn stanz wirklich bearuntef AuMbrungen teS ^^rs und hält e, für Lew-n iei & nxtre Ädyt tesser ge^stn von fraglich, ob eS nn Interesse des Latwes gelegen ten üblichen (pflogenbeiten nicht abzuweichen war. daß ter Justtzm mi-ler diesen Weg z u E i n e Postkarte an den 6)eneralstaat4- fetner Rechtfertigung gesucht bat a n 0 i : funnte ten Glauben eriWen u's ob die k'E droh nn gen durch die Gewer kfcha Fr.Leute infolge ter Streikandrohung te n haben ut WolferShetm w ui Berlin und zahl-1 erfo.gr ■ <
Ebenso habe man fein Recht, in die Würdigung en wen Huis in Heil-en^ Sckiwiftführer Dr. P. C. der Beweisaufnahme einza-'re en. Eten'v interfreu- Molhuisen "
sich sei es, die Beamten des IusnzminisdettumS in machen mir nochmals darauf aufmerk'am, daß an Vieser 22eise an^ugreifen. Pwzei'fual sei es nickü unserer Unifrn.i ät Gelegenfrit geboten ist, Nie- unznlässig, wenn Erwägimgen über eine Frei- tersiindisch zu lernen. Ein Niederländer, Stert lar(img an gestellt werten und juristisch iei es in Pwfes'or Dr. van ter M .'er fron ter Universität biesem Fall empfehlenswert gwesen, daß sogar Frankfurt, veranstaltet einen Kurs zur Ein,üIrrung eine Haftentlassung die F-lge war. Eine terartige in das Niederländische. (Donnerstag 5—7 Uhr im
: Hörsaal 51.)
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erworben hat.
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** Festgenommen wurden 2 junge Leute nxlche es sich zur Spez.a ität gera.i-f fritten' Handletterwagen zu steh.e.i und mietet zu verkaufen.
"Jubiläum. Am 19. ds. Mts. begeh* Öerr Karl Wähtum als Angestellter bei öer Gewerbe bank sein Lbjähri^s Dienftjuli.au m.
** Die Literarische Gesellschaft schreibt uns: Fuc ten nächsten — und für das Fahr 1920 letzten Dichter-Avend — ist ter bekannte Schriftsteller Walter Hasen clever au; D es- ten GCtoomtcn wotoen. In Barlin, Hambu g, j.öin Breslau, Prag und vielen anoeren Stuten, in denen Hasenclevet las, wurde ihm ein gleicher ftütmiscfrr Beifall bereit t. Seine Bo tragswüst ist von einem warmen dichterischen Gefühl getragen, das in ehrlicher Begeisterung überzeugt. — (Siehe Anzeige.)
** Vortrag Lambach. Wie aus dem AnzeigenteU ersichtlich, hat auch di: Ortsgruppe Gießen im Deutschnationaten Haudlung'gehilrn- verbcmd ih.en bewährten Vetbanssge.chä t fü'rer, den Reichstagsabgeordneten Wa tec Lambick zü einem Vortrage gewonnen, und zwar spricht Lambach am Donnerstag den 18. November, abends 7V2 Uhr, im Saale tes Hotel Gtoßhet'.og über tes Tteina: Unseres Standes Not utö Hoffnung. Lambach ist einer der hervorrag ndsten Sozial- polckiker mrseret Zeit. u. a. B tsas er und Heraus- gebet ter Monatssch i t „Ku tnr das Kaufmanns". Der Vortrag kann a fen kau männi'chm Angestellten nut aus das wärmste empfohlen wnden Zur Ottentierung für unseve L s.n bemrrfeu wir. daß Reichstagsabgeordncter Lambach h ute im Einhv n vor ter Deutschnationa'en Volksfa tei und am Domierstag den 18., also morgen, im Saale tes Hotst Grotzherzog zu ter Ortsgruppe im D. H. V. sprechen wird.
** Die Borgeschichte unserer engeren Heimat, w rüber im Oberhe'fl/' er Geschichtsvetein morgen (D> n: es ag Le t« amtsosfessot Kunkel spteckLN wird, ist im letzten Jahrzehnt wrfentlich anfgehellt morgen. Ergebnis- t-i^te Ausgrabungen, an te et te. R^d er als Assistent tes OberhefsisckLn Museums t'ttgrn An- dnl genommen hat, und de immer ntf.jt g> sicherte Be-vertung und zeit i e Einr i'y:mg bei Funde lailen die Siedlung l-gesckü l»te und Kultur unfeoer Vorzeit immer fa e : erV inen. Zugleich wird über Entwicklimg und Wesen ter Vo g> sckstchtsforsckrung Anfscläuß gegeben werden T« durch Licktb Der er aut n e Vo t ag fintet a'e M 8 Uhr im Hörsaal tes Phys.kilifcke'rt Instituts (Eingimg Sfeplansttahe) statt und ist bet fte.M Eintritt allgemer-t zugänglich.
** Der Naturheil verein veranstaltet am Montag, 22. Nvv., abends 7'/s Uhr, im Saale tes Hotel Einhorn einen öffentlichen Vortrag. Dr. med. Erwin Silber aus Frankfurt a M. wird über den sittlick>en und ätztlick>en Kamps gegen Unzucht und Geschlechtskranktetten spreckfen.
Landkreis Gießen.
O ©rünberg, 15. Nov. Ter B-lksbil« dungSvevern frevansta'ie e am Sonntag in te Turnhalle ti en „B u s ch" -Abend. Nach ei ei einleitenden Borttag tes Lehrers Psoch über bei großen Humoristen Wilhe'm Busch, war en Don seinen Werfen „Mater Kecks l" und „Iulchen" vorgeführt. Tre brg eiten e i V rse sprach M lehret Kohlbach. Am NackMtttag war derselbe Vottrag and) als Schüler-Vorstellung getezdf < worden. Ta fride Borsiellungen sehr gut bcsch waren, dürste dem Ve ein wohl ein namhcf« Ueberschuß verble ben. tet er zur we'teren Lus- gcftölturg 'einer Volksbibsi t ek kennte i will. - Tie Hellische Landes Wanderbühne wtd hier in der Turnhalle am 8. ili£> 9. Tezemba ein Gastspiel geben. Zur Aufsührrmg sollen krm- men „Bersunksme Glocke" ton Herhratt Haupt« mann und „Kabale und Liebe"" von Schicker.
Klein-Linden, 17. Nov. Tas Feß ihrer silbernen Hochzeit feiern heute bit Ebeleute Wilhelm Langsdorf I. und feine Frau Katharine geb. Weigel.
Kr?is Büdingen.
* B ee rsta d t, 15. Nvv. Gestern atenb fand im hiesigen Kvchschen Saal die Verteilung da Preise statt, die bei ter vor kurzem durch bit hiesige Ortsgruppe des Obst- und Garten« bauvereins freranstal e en Ausstel ung g» Wonnen worden waren. Es wurden mehrere Musikstücke vorgetragen, ter gemi ch e Chor hatte seine Kräfte in ten Dienst des Abends gestellt, ein Ver« tretet der Ortsgruppe begrüßte di" Anwesenden,
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Ä eleftr ^^erftras,
Kranke, Genesende uni), für Aufnahme von etwa 60 bis 70 Kindern errichtet werden. Der Platz ist sehr geeignet hierzu. Er liegt sonnig und geschützt vor rauhem Nordwind direkt an Laub- und Nadelwald Die reine, milde Gebirgs- und Waldluft kommen den Heilsuchenden sehr zu statten. Wasser und elektrisches Licht müssen von Laubach her a^ geschlossen werden.
Kreis Lauterbach.
rr. Schlitz, 16. Nvv. Im nahen Uetzhaul« hielt in ter Nacht von Samstag auf Sonntag eine dteckövfige E i n b t e ch e t b a n d e bis in' die stuye Morgenstunde die Einwohner in AlarmbercitsaM- Sie frenndite in frerschietene Häuser ei^'tz'nnM, wurde aber immer wieder verscheucht. Erst gegen Vr8Uhr morgens entfernten sich die Gauner, m- tem sie sich mit vora.-haltenen Refr.'sitern cct Abzug in den Wald erzwangen. Hier siebt maw wie heutzutage eine kleine ‘Sorfgcmeinte nach «ti Ablieferung aller Waffen tem Verbrechertum 0* radezu hilflos preisgegeben ist.
Kreis Friedberg.
4 Bad-Nauheim, 15 Nov. Wie mA anders zu erwarten wat, ist das poli'ijche nach den vielen Wahlversammlmigen ter htm“ uns liegenden zwei Jahre beruhigter S^orven- Füt polisiscke Versammlungen ist nur noch er geringes Interesse in ten wei esten Schaßten 00 Bevölkerung Vorhäuten. S' hatten auch veioen ersten politischen Veranstal ungen dieses WM ter nur schwachen Besuch aufzstweien, das gut rvr allem von ter Verrammlung ter SozialdeMD- ktatischen Partei, Me für Mittwoch -ur (Erinnerung an den Tag der Ju»
eben 0 sprach ein Ver r er Iv5 Heu t ersins, serna wurde ein Vortrag fiter den Verlauf und Nntzcü der Ausstellung gehalten, sv daß sich di.' Preis- Verteilung zu einer schönen Feier gestaltete, bit i;o0|(t sicher ebenso wie die Ausstellung selber tem Obst« bau unb dem Cbftbaufrerein wieder neue Freimdt
Frankfnrt le ton Tr Moi liyiffent üb ii’.lnng einer, wijjiifer am 1. I Wembtt IC jrtaiifer ton ' b'm geftiegen,
Prozent aui ^verschiedenes Beben.
I K. Dillen! DM notmitlag- Mhof bei ton G p) beim Einfahr fr mit jipfi Losin Eijn hen Bainhl Lache g’ütüii ui ter Deich >r geschob ,:e Lokornoüve «lcrialscha! ^Men’onal
Kreis Schotten.
E. L a u b a ch , 1Nvv. Auf dem nahe« gelegenen Ramsberg, dem täglichen Aus« flugsort von Laubach, mit schöner Fernsicht zum Vogelsberg, Taunus unb Wefierwalo, । Kanon* soll in Kürze ein Sanatorium für
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