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fd. Frankfurt O. M, 16. Nov. D:e Bib- livthek Jeidels, eine cinjigartigc und reiche Büchersammlung der Gtddmvcth-fmift, bl ibl durch die hochherzige Opferfreudig kett eines Frankfnrtev Bürgers der Stadt und der deutschen Oeffenllichünt erhalten.

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Turnen, Spiel und Sport.

' Ebersgöns, 14. Nov. Ter hiesige Turnverem ist dem Gau Hessen der deutschen Turnersrl-aft beig<-treten.

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Gerlchtssaal.

Ein nächtlickkr Raubüberfall vor dem Schwurgericht.

»>!' cii beff Herrn nili «Bnion a verrn. 019119

Die Kartoffdüerforgnng.

Die Kartoffelpresse.

Das hessisch Ministerium des Innern ver- öf^ntltcht folgende Anweisung an die KreiSämter: Neuerdings unternehmen es an hohen Kartoffcl- vrei.en interes irrte Personen, die Behörden zwecks Einschüchterung öffent ich mit Anzeigen zu bedrohen. Wir haben zu allen Nachgeord­neten Behörden und B amt n das Zutrauen, daß sie. sich durch derartige Machen,cha t n von der pflichtmäßigen Durchführung der Hinsicht ich der Kartofselversorgung get o jenen Anordnungen und Anwerbungen unter keinen Umständen abhalten lassen. Im übrigen nehmen wir B.-zug auf die Bekanntmachung des Hn si chrn Landes Ernäh- rungsamts vom 13. November über die Ka tosfel- oersorgung und empfehlen 1. bi? Einhaltung der behördlich festgesetzten Preise ständig und genau zu Überwachen und bekannt werdende Zuwider Handlungen unnachs cht'ich zur Anzeige zu bringen: 2. gemäß dem Schußsatz der erwähnten Bekanntmachung die ersorder.ichen An­zeigen gemäß §§ 110 und 131 des RStGB. er­statten zu lassen und weiterzuleiten.

0 Marbu r g, 15. Äov. In der Nacht vom zum 12. April dS. IS. drangen im S ädlchen Battenberg zwei maskierte Männer in daS Sckilas- zimmer deS allein zu Hause befindlichen 72 Jahre alten Fräulein Freudenthal ein, steckten der aus dem Schlaft cpDctfcen und laut aufichrei nden alten Dame einen Knebel in den Mund und» mißhanbel-

anfiint a S.r. RÜaWsMl in stechen. !&tn.

Zoü. Ter -L l ÄMttq Ü| beiid. Wij ccrs üfci Busch, nr.ir> 11" imbM

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v Stuttgart der kürzlich auf dem ParteitngL der b'fischen Landesgruppe durch seine Ausführungen Ken bie Aufmerkscmrkeit der hessischen Parteige- f'en aus sich, lenkte, über ,.Deutsche Auf- io 6 e n", die uns für den Wiederaufbau gestellt .. L\ Bom deutsch-völkischen S andpmikte aus be- llinbelte er in seiner Rede auch den Geist und die Mlle, die das Judentum in der deii'sckien Politik fhrle. Pwf. Dr. Werrrer sprach im Anschluh daran ter die politische Lage, ebenfalls un er star- h Beifall. Nach Schilderung der Folgen des limtren Friedensvertrages führte er aus, daß nur K alte bewähr e Bismarcks, litk das in Trüm- wnt liegende Reich wieder aufrich en könne. Wir stllrm daher Anschluß nach Osten suchen, der zu «um Bündnis mit Rußland und Japan führen liife.

Hessen-Nassau. Jndcrziff rn.

Frankfurt a. M., 15. Nr». (Wolff.) Nach kn ton Dr. Moritz Elsas herausgeg-benen In- Itmf f ern über die Kosten b<r Lebens- 1 o 11 u n g einer vierköp^ism Fam.lie Le r "gt die JrMjiHer am 1. Nr^mler 316 gegen 281 am 1 Sep ember 1C20. Für Lebensmi tcl ist die 3''ernrfer von 197,00 um 16,87 Pmzmt auf ff133 gestiegen, mr Kleidung ton 26,25 um

Pwrent aui 2 <97 Für Wohnung. Heizung v- Verschiedenes smd die Ziffern die Zeichen ge-

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Lietzener Ltadttheater.

Bnnbnrh.

Eine triviale Komödie für ernsthafte Leute von Oskar Wilde.

Oskar Wildes tiefe Mensch!ichk.nt, die erst im Zuchthaus von Recr-ing durchbrach, ist in dieser GesellschaftSsatire kaum zu erkennen. Dafür herrscht der geistreiche pointier'.« Witz echt englischer Her­kunft, der srch eine triviale Lmvmüsnelle Form sucht, um dem ahnungslosen Publikum ein geist- Ibrühendes Gebräu darin zu servieren. Pawoie aus den Geschmack und die Lebensweise der eng- li-chen Gesellschaft, wie wir sie eigcnlltch zur Ge­nüge aus den Komödien seines sarkastisch ge­wordenen Schülers Bernhard Shaw kennen ge­lernt haben, ist auch das Leben-.<lemcnt viel cs Stückes. Ernsthaf«, oder mortaetreuerseriöse" Leute werden gerade an der Jncungrucnz von Form und Inhalt ihren Gefallen finden. Die nicht wih'os erfundene Handlung ist toHilommen neben» säcklich, sie dient nur als Mi.tel, liebenswürdige

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Kkfbc nnd Schule.

# Ortenberg, 15. Nrv Nachdem Bürger­meister Hebbel to gen Arbeitsüber Häufung leitt Amt als Vorsitzender des Schulvor­standes nicbergekgt hat, wurde Lehrer Köhler zum Vorsitzenden ernannt. Für den zur Zeit, wegen gefdjtvädi er Gesundheit beurlaubten Lehrer Kraft, kam Schulverwalter Roß von Jtu'-enheim a. d. Bergstravs^ hierher, er war zuletzt in Pfung­stadt tätig. Nackidem am 13. d. M. die gesetzliche Verpslich una der Lehrer zur liebem ahme de 5 Or­gan ist enbienstes durch Auslobung des § 50 deS VSckG. gefallen ist, nnire un'er bisheriger h>» währter Organist Lehrer Köher durch freien Ver­trag als Organist der Kirck>engemeinde angestellt. Am gestrigen Sonntag satür in unterer Kirche durch Dekan Schäfer aus Büdingen eine orbent* liche Ki chmvisitation statt. Am Vormitta-g war Gottes acnst, ansckiliesxnd daran Bc p eck^mg mit den Ehri.'enlehrpAchtigen, am NachmiltagJugend-. goltesdicnst mit anschliessender Sitzung des Kir- ckrenvorstandes. Leider lieg der Besuch t>?r Gottes­dienste zu wünsck-err übng. Eine Kvllekie ergab 86 Mk. Tie Opferwilligreit ter Gemciirde wurde vvm Visfta.vr besonders anerkannt.

mc. Frankfurts. M., 15. Nov. Da- Frankfurter Oberlyzeum und in Ver­bindung damit das Lehrertnnensemi- nar sollen ab Ostern 1920 um die Hälfte abgebaut werden. Statt 48 Schülerinnen wer­den nur 24 ausgenommen. Der Magistrat begründet diese einschneidende Aenderuna da­mit, daß der Bedarf an Lehrerinnen durch den Geburtenrückgang wesentlich vermindert sei und man keine unnötigen Lehrkräfte heranbilden wolle.

!tr*m anbertnmrt war. Kaum besser besucht war ,« gelinge Bermmmlung der Deutsch-natio- .«len Volkspartei. Die Par eileitunaen |f rinen mit dem llmstand der >>n eressclosig/eit .politischen Leben auch schon gerechnet zu haben, itm sie von vornherein kleine« fccriammlung^ pÜitäten als die seither benutzten -gro^n Säle ghtten, um so ihren Rednern die En.lLuschimg ersparen, vor leeren S üblen" -u sprechen. I)7i der von Bildhauer Rößler geleiteten sozial- reofratifrfen Versammlung sprach) Redar.enr a rckwald (Franifurt a. M.) über die deutsche )'-yolution, den FrievenSb.-rtrag und Die poli- || dje Zerrissenheit des Proletariats. Auch die

t ick-n a t io n a l e Golkspartei Halle Mcihre von Dr Brücher geleite e Versammlung Ijitm auSgez ickmeten Retmer gewonnen, den Ge- Mekretär R o o s (S uttoart), ter überDeut - l/je Aufgaben" sprach Eingehend fdnfierte ssr reutscheS 23?eienz wahre Freiheit, deutsche Politik, »i fincg und seinen Ausgang, die ZwaTrgsivirt- fflft in ihren Folgen und die daraus entstanoene i «meine Demoralisation. Die Rettung sieht der fflitner in der Rückkehr zum wahren Deutschtum zn beiden Versammlungen melde.en sich gegnerisch-e 8 hier nicht zum Wort.

-- Bad-Nauheim, 15. Nov Mit dem fertigen la-e erfährt der Badebetrieb inso- fra eine weitere Einschränkung, a'S die Badehäuser ( tnb 8 bis auf weite-e-s geschossen bleiben Vor- rie bleibt noch Bade^xrus 7 geöffnet. Auch das lrhalatorium ist in den Morgenstunden noch in ftiricb.

0 Butzbach, 14. Nov. In einer Versamm- ferfl der Deutsch-nationalen Vvlks- kartei, die unter dem Vvrsih Don Geheimrat fäger toraeT^em im Taunusirnosaale stattsano, prZch unter lebhaftem Beifall General ekretärRvvs

Bosheiten an den Mann zu bthrgen. Die Bosheit bleibt immer liebenswürdig und verbindlich, Die Satire wird aber nicht SarkaZmuS wie bei ^>haw, ist aber dafür wesentlich reizvoller. Man denke etwa an die kleine Szene, da die beiden Frauen sich zum erstenmal gegen überstehen und zwischen Freundschaft und Feim>schaft schwanken.

Die Aufführung war eine der künstlerisch ge* schlossensten dreier Spielzeit, sie erwies damit aber- mals tnc besondere Eignung der vorhandenerß Schauspielkräfte für das moderne GesellschaslS-» stück. Sehr geschickt war der Gcsamtton aut eng-, lische Gesellschaftsverhältnisse eingestellt. Die um­ständliche Umschreibung der ein fad); len Vorgänge, das Verschackteln von Gesühlsmomenten in kon­ventionelle Phrasen und die parc^oxen Schluß­folgerungen aus nebensächlichen Bemerkungen wur­den in einer Art zur Geltung gebracht, die oft zum Schreien komisch wirtte.

Alle Darsteller hatten mit sichtbarer SviÄ- freutngteü ihre ganze Kraft eingeietzt, so daß den Abend in vollkommenem Zusammenklang vertief. Die ©txelleiürngiÄkrd BolckS, lern dios aLZvoller Erfolg zu buchen ist, hatte auch im zweiten Auf- *uge ein besonders schönes Bühnenbild geschaffen. An der vorzüglichen Darstellung waren beteiligt die Damen Luise Rammet, Else Koop, Cläre Türk. Margarete Wernicke sowie die Herren Wolf L e u t h e i s e r, Oskar F e i g c 1, Karl Vo 1 ck, Georg H e d i n g. Selbst Die Diener DilheltN Ruppert, Hans B e ch st e i n und HcMS SUl>estrr B u n s e l trugen echt englisdies Gehabe zur Schiau.

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ten und bedrohten sie, wotoi ihr einer einen Re> oolrer vor daS Gesicht hielt, wenn sie nicht zeigen würde, nw sie ihr Geld und die sonstigen Wert­sachen habe. Sie raubten bann Geld, Ketten, Ri ge, Bwschen, für e.wa 10000 Mk., Kleidungs­stücke, Wein und sonstige Lebensmittel. Der Ver­dacht der Täterschaft lenkte sich aus ein aus Hörde in Westfalen stammendes früheres Diensomädehen der alten Dame namens Martha Uhlig, deren Mutter Eva Unger und deren Sohn Walter Unger, sowie zwei junge Männer namens Jo et und Hein­rich Schröder, die um die Zeit in der Ba tenebrger Gegend gerne en und mit Säcken unb Schlietzkorben wiec-er gekommen waren. In den S&jitemebmun» gen hatten sie die Sache auch zum Teil schon ein» gestanden, nur heule vor dem Schwurgericht mach­ten lic, |id< gegenseitig beschuldigend, al.erhand Aus­flüchte, bau iie ja nur tm Hamstern wollen und bei der Gelegenheit 'eien die jungen Leute in das Schlafzimmer der Beraubten gera en. Tie Ber- hairdlung endete in den spä en Al-enditunde i damit, da',; Waller Unger wcgm schw ten Di bstahls unb Raub zu 4 Jahren Gefängnis, Jo es Sdwbter zu 3 Jahren Gefängnis und Marlin Uhlig zu 9 Mona'en Gesangnis verureilt nntrben. Hein­rich Schröder unb Eva Unger erhielten we en B.-günstigung unb idjrorrcn Ti bstahls je 1 Jahr Zuchthaus. Den beiden letz'eren ro.irben die mil­dernden Umstände versagt. Außerdem wurde sämt­lichen Dngeklag-ten mit Ausnahme v.m Martha Uhlig di' ' ü*--" Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren aberkannt.

Ui.i drütcputfchprozrtz.

Dessau, 16. Nov. (Priv-Tel.) In dem zwei en Eöthener Räteputschprozeh vor dem Ausnahmegericht des Reid^wehrgruppcnvom- mandos I wurde heute abend das Ur eil ge!prvd)en. Der Hauptangeklag e Boas aus Eöthen erhielt l'/r,3<lhr Gefängnis, Konrad 9 Moirate und Grimm 5 Monade Gefängnis. Zwei Angeklag e erhielten je 6 Monate Gefängnis. Drei wurden sreigesprochen. Am Donnerstag beginnt vor dem­selben Gericht der dritte Eöthener Rätc- putschprozeß aegen die vermutlichen Haupl- anftirter des Pu sches, Mehnart aus Magdeburg, sowie 10 Beteiligte.

ta Dillenburg, 15 Nov. Samstag gegen Uhr vormittags e n t g 1 e i st e auf dem hiesigen imhof d-r von G i e ß e n kommende G ü t e r z n g V5 beim Einfahren am Subturm. Der Zug, wel- t: mit zwt'i Lok.'motiven bespannt war. f.ihr lang» n in den Balnhos. Wäh enb die erste Lokomotive t xBeidie glücklich paniert hatte, entgleiste bie iste in der Deiche. Re^m Wagen wurden i n e i n- ider geschoben und zertrümmert, die ent» liste Lokomotive wurde zur Seite gedrückt. Ter iaterialscha den ist bedeutend. Vom fttegfeitpefouat wurde der Zugführer des Zuges

l^^tverletzt, tomtie aber zur Heimatftation Greßen rurückfahren. Dre AuftäumurrgSarbeiten wurden so­fort ausgenommen^ D f. Haup^.'eise sind nicht ge- 'perrt, so der Per io nenzugs verkehr ungehindert war, doch fuhren dre Grfterzüge mll einigen Stun- den Benpacung ab.

5fVb<^D,>L16- Forstmeister Tefert, wclcker jub während der Kriegszeu um dre .strersiugendpilege jo se-r verdient gemacht hat, verwtzt' ^'c^cin^cr TUtt^ ^Pwvinz Sachen^

ra. Biebenkopf 16. Nvv. Um eine Deckung der tne5)abngen Ausgaben zu ermöglichen, envCT;en srch die im städtichrn Haushalts­plan vorgesehenen Zuschl & zu den Ertrags- steuern zu gerrng. Ter Magistrat sckstägt daher m Ueberermttmmung mit der FinanzLmrmisjron vor, biefe Zuschläge we folgt zu bemessen: 500 Prozent zur Grundsteuer, 300 Povzent zur Ge­nerbe- und GelSndesveuer und 100 Prozent zur Betriebssteuer.

mc. Frankfurt a. M., 16. Nov. Ein großes Frankfurter Warenhaus verkauft Ledergürtel,garantiert englisches Fabrikat". Wer dann dre Rückseite des Gürtels betrach­tet, findet darin einen StempelMade in Gev- many", Hagen (Westfalen), Juli 1920. Wir haben anscheinend noch immer nichts dazu gelernt.

. 16. Nrv Schließung

b e s Geschäfts des sRetzgcrmeiiters Wald'chmidt ist rückamrgig gemadst, ebenso die gegen ihn ver­fügte Verhängung der Unterfuchungslwst.

Höchst, 15. Nov. Unter der Anschuldigung des Betruges und der Urkundensälldmug in Höhe von 600 000 Mark wurde hier der aus Mannheim stammen e Kmiftnann Schweizer v.whaste', tvr tn Karlsruhe in Gemeinschaft mit einem Stadt- rat unter Benutzung gefälsdster Papi re eine maße Menge Beklei ungsstück? aus dem tor ig n Hee- resabwicklungsamt an sich gebracht hätte in. der Ab.ickst, die Kleidungsstücke zu verMieben. Tte ®cg?n)tän?e Bonn en nod) rcd> yitig bechlag- nahmt werden, der'er aber ist damals ent­nommen. Nack» seiner Verhaf ung gab er vor bet hiesigen Polizei leinen Mftschul. igcn, ben Karls­ruher S^a^rat, preis; dessen Verhaftung ist jetzt m bie Wege geleitet.

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