behördliche Anzeigen.
Bekanntmachung Betr.: Tie vorläufige Entrichtung der Einkommensteuer für das Rechnungsjahr 1920. c _
Die endgültige Veranlagung der Ernkommen- steuer für das Rechnungsjal-r 1920 findet erst tm Anfang des Kalenderjahres 1921 statt. Bis dahm ist Einkommensteuer zunächst vorläufig (§08 Ms 2 und 7 des Einkommensteuergesetzes vvm 29. März 1920) zu entrichten, und zwar ent- ro e bL in öö5c der für das Rechnungsjahr 1919 gezahlten Staats- und Gemeindeeinkommensteuer letztere einschließlich des 7., 8. usw. Ziels) oder:
II. in Löhe der u iter Zugrundelegring des für daS Rechnungsjahr 1919 veranlagten Einkommms nach dem neuen Reichsernkommensteuertarrs ftch berechnenden Sttmer. , _ .
Ob die vorläufige Steuer nach I oder II zu entrichten ist, bestimmt für jeden Steuerpflichtigen das zuständige Finanzamt; grundsätzlich soll immer die höhere Steuerschuldigkeit angewrdert toerben. Die eine Anforderung schließt die andere aus. Im Falle zu I geht dem Steuerpflichtigen in Kürze eine „vorläufige Einkommensteuerfeitsetznng", im Falle zu II ein „Ansorderungsschein usw." zu. Mit der Einkommensteuer werden zugleich die all- gemeiire und die örtliche Kirchensteuer erhoben. Die Schuldigkeiten sind in vier (anstatt seither in sechs) Zielen zu enttichten; das erste Ziel un Juni d. I. Gegen die Steuerfestsetzung steht dem Steuerpflichtigen binnen einem Monat das Recht der Beschwerde zu. — Diese vorläufigen Steuerzahlungen werden auf die im J<chre 1921 durch die erstmalige Veranlagung zur Reichsetn- kommensteuer für Rj. 1920 festzustellende endgültige Steuerschnldigkeit angerechnet werden.
Die Steuerpflichtigen mit Einkommen aus Arbeit (Gehälter, Löhne, Gratifikationen oder unter sonstiger Benennung gewährte Bezüge und geldwerte Vorteile der in öffentlichem oder privatem Dienst angestellten oder beschäftigten Persomm, Ruhegelder, Witwen- und Waisengelder usw.) haben vom 25. d. Mts. ab Einkommensteuer durch Abzug von 10 v. H. des jeweiligen Arbeitslohns ufio. zu zahlen. Ihnen soll daneben eine be- fonbere Steueranfvrderung nach I oder II dann > nicht mehr zugehen, wenn der Betrag vcm 10 vom Hundert des derzeitiaen Arbeitslohns! — bzw. von 7,5 v. H., da der Abzug vmi 10 v. H. -nur für 9 Monate des Rechnungsjahres 1920 stattsindet — voraussichtlich lwher ist als jene Anforderung. Ist der voraussichtliche Betrag von 10 bzw. 7,5 o. H. des Arbeitslohns geringer als eine Anforderung nach I oder II, so hat eine solche auch neben dem Abzug von 10 v. H. zu ergehen. Die durch Lohnabzug embehaltenen Betrage können dann aber schon auf die vorläufig zu ent» richteiide Einkommensteuer angerechnet werden, ^n allen anderen Fällen ist eine Anrechnung dieler Bettäge erst nach der endgültigen Veranlagung für Rechimngsiahr 1920 zulässig.
Da die endgültige Veranlagung in 1921 das im Kalenderjahr 1920 tatsächlich bezogene Einkommen steuerlich erfaßt, mithin wohl regelmäßig die Festsetzung eines höheren endgültigen Einkom- mensteuerbetraas zur Folge haben wird, ist es im Fnteresse auch des Steuerpflichtigen selber an- gezeigt, wenn er schon in den kommenden Monaten die im Frühjahr nächsten Wahres «u zahlende endgültige Einkommensteuer sicherstellt.
Darmstadt, den 9. Juni 1920.
Lcmdesfinanzomt. Abtellung I.
vr. Hetlwig. 6624V
Vorstehende Bekanntmachung wird zurr Kenntnis gebracht.
Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den
15. Juni 1920.
Die Finanzämter.
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Bekanntmachung
In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Heyligenstädt und Comp., Wertzeua - Maschinen - Fabrik und Eisengießerei, Aktiengesellschaft in Gießen, eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 3. Ium 1920 ist das Grundkapital um 300 000 Mark erhöht und beträgt jetzt 2 300 000 Mark. §2 bed Gesellschaftsvertrags ist geändert. (Erhöhung deS Grundkapitals.) 66368
Gießen, den 11. Juni 1920.
Hessisches Amtsgericht.
Die noch rückständigen Beiträge zur Krankenkasse und Invalidenversicherung für den Monat April 1920 können noch bis zum 30. ds. Mts. ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieses Termins sind der Einzahlung aus unser Postscheckkonto auch die Kosten beizufügen.
Gießen, den 15. Juni 1920. 6615c
Allgemeine Ortskrankenkasse Dietzen.
3. A.: Hinkler.
Schulgeld an der höheren und erweiterten Mädchenschule.
Auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vvm 7./v. Juni d. I. ist das Schulgeld vvm 1. April 1920 an wie folgt festgesetzt worden:
3. für b t e höhere Mädchenschule für die Klassen 1—7 auf jährlich 270 Mark, für die unteren Klassen auf jährlich 240 „
b. für die erweiterte Mädchenschule für die Klassen 1—4 auf jährlich 150 Mark, für die unteren^ Klassen aus jährlich 120 „
Für beide Schulen erhöht sich das Schulgeld für Schülerinnen, deren Eltern nicht in Gietzen, aber im Freistaat Hessen wohnen, um 30 Mark jährlich irnb für Schülerinnen, deren Eltern nicht im Freistaat Hessen wohnen, um 60 Mk. jährlich
Gießen, den 11. Jmm 1920. 66388
Der Oberbürgermeister. I. 23.: Krenzien.
$täöt. tebmmihelamt.
Ausgabe von Käse.
Donnerstag den 17. Juni 1920 wird in den Verkaufsstellen der Molkerei Grieb, Schanzenstraße und Bismarckstraßc, an die Bezirke 4, 5 und 11 Käse ausgegeben. Auf einen Anteil entfallen etwa 100 Gramm (Preis 6,40 Mark das Pfund).
Die LIusgabe erfolgt aegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte mw Abgabe des Abschnittes 7 der Lebensmittelkarte.
Die Belieferung der übrigen Bezirke erfolgt je nach Eintreffen weiterer Käsemengen. 66428
Versteigerung.
Wegen Sterbeiall werden, auS dem Nachlaß der Ludwig Schlavv II. Eheleute zu Mainzlar Freitag den 18 Juni vormittags 9 Ubr anianneud folgende Gegenstände öffentlich versteigern 4 Küste. 1 trächtiges Rind, 1 Rind |etnjähr.),2Zkegew -Schweine,4 Schafe, mcbxeve Hühner und Gänse, 2Wagen, Pflüge, Eggen, Znggefchirre, iHäcksclmaschlne, lD<ckwurzmüblennd andere landwirtfchastllche Geräte^ zirka 30—40 Ztr. Stroh. 010864
Mainzlar, den 16 Juni 19M.
Heffisches Ortsgericht.
_______________Vogel, Vorsteher.________________
Versteigerung.
Freitag den 18. Juni, vormittags 10 Uhr sollen im Lager der Firma Leopold Mayer in Hungen auf Rechnung dessen den es angehl
zi fa M Ztr. graue Erbsen öffentlich meistbietend gegen gleich bare Zahlung versteigert werden. 6623
Hungen, am 15. Juni 1920.
Mori, Gerichtsvollzieher.
VkttkdinigvliilEi'h-ii.PlüSikrsüBkbttttt.
Der Aus- und Abhnb von ca.4000 cbm Boden in unserer Siedelung an der Licher Straße soll mit den nötig n Planierungrarbeiten in Lose geteilt ober im ganzen vergeben werden. Angebotsformulare können gegen Erstattung der Adschreibekosten bei Architekt Hamann, Derystr. 11, bezogen, Bedingungen daselbst eingesehen werden.
Derschlossene, mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis 22. Juni ds. Fs. abends 6 Uhr daselbst einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart etwa erschienener Bewerber.
Baugenossenschaft 1894, E. <B. m. b. H. zu Gießen.
Für den Vorstand: 65450
Wolf. Fourier.
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