Ausgabe 
16.4.1920
 
Einzelbild herunterladen

11nhalt gewesen. Die nächste Veranstaltung bed Vereins ist ein Konzert, ausgeführt von dem

um 1.20 Uhr.

steht die erfte Sero»

tetr. Aufhebung der

Interesse

das

x Wieseck, 15. April. Unsere

Volks

nach

Gesetz juv

a

an über

Hochschule, Dr. Hans Werner, wird dann den Apparat mit einem Lichtbildervortrag im Saale von Braun einweihen. Näheres wird noch bekannt­gegeben.

der Couctisane falbet im «Strudel gewaltige Werk hat Anspruch auf aller Bevölkerungskreise.

Landkreis Gießen.

Gießener Strafiammer.

Gießen, 13. Apnl 1920-

2er Landwirt Reinhard A. von Lounspach in® Kutscher Martin Sch. von Kleimcttschen tabtn st» mehrfacher Diebstähle schuldig gem<rd>t. j-'t- sind in den Heizraum der hiesigen psychittrüw^ Klinik eingestiegen und haben fvrtg'-fatzt KMM entwendet, um sie zu verkanfm. A. hattutytiK-1, seinem Arbeitgeber, einem hiesigen

nach und nach für etwa 4000 Mk. Säcke gestvhl-r^ wobei ihm Sch. in einem Fall behilstich war, «nO bei Beendigung seines Arbeitsverhältnrsses tn eman Klinik ein Badetuch und verschiedene W'wung^ stücke mitgehen lxeißen. Im Lani^.richtsgesangn-s Gießen lernte er einen Mitgefangenen kennen ma benutzte dies, um nach seiner Entlassung angwil« in dessen Auftrag bei seiner Mutter EßwarF.l wj® Kleidungsstücke zu erschwindeln; zu bie,*m ZcoE zeigte er auch ein Schreibm vor, das er Kl1 an gefertigt und mit dem Namen feines )xv* gefangenen unterschrieb:n batte. W<-gen ichoerD und einfachen Diebstahls im sttüchfall,, Betrugs

1. Friedberger Doppelquartett unter Seitimg des musikalisch hochgclnloeten Dirigenten Herrn Semi-

100 Mitglieder zählende B o l k s bi l d u n g s- verein schloß am vergangenen Sonntag feine Wintertätigkeit durch einen wohlgelungenen Thea­terabend ab Neben einem dramatischen Dreiakter wurden noch einige Stückchen mit humoristischen

Starkenburg und Nheinhesscn.

rm. Darmstadt, 15. April. Die der «stadt Darmstadt gehörende Braunkvhlengrube Prinz vonHef sen", in der Nahe von Messel und des bekanntenEinsiedels" liegend, welche für die Stadt in Anbetracht der herrschenden Not an Breimmaterial von außerordentlicher Bedeu­tung ist, aber bis vor kurzer Zeit unbenützt liegen geblieben war, wurde gestern durch die Stadt­verordneten unter Führung des Oberbürgermeisters

NL): Meine Porter geg-nüber. Die Zu-

justitiare.

Abg. Warmuth (D. strcht dem Entwurf ablehnend tunst der Hecresiuftitiare muß sich^rgestellt rein.

Abg St ücklen (Soz.): Fälle wie derZabern- und Marlvh-Pvozeß haben das Vertrauen der Mr- litärjustiz völlig erschüttert. Ich beantrage die Vorweisung an einen Ausschuß.

Ahg. Graf Dohna (D. Bpt.) wünscht amen Auszug aus dem Gesetzentwurf, da zur Zeit -me gründliche Durchberatung unmöglich sei. Zudem haben wir nicht das nötige Vertvauen zum Reichs-- iustizminister, der den Tempel d'.r Justiz cntM'rht hat, um ihm auch diese Erweiterung seinrr Kom-

x Trais-Horloff, 15. April. Der Weihnachten 1919 gegründete und bereits i

Deutsche Nationalversammlung.

Berlin, 15. Apnl.

Präsident Fahrenbach eräifnet be Sitzung

und des Beig. Ritzert einer Befichttgung unter­zogen. Vorlier gab Geh. Oberforstrat Kullmamr einen Ueberblick über die Erträgnisse und den Um­fang der Darmstädter Forsten, aus dem hervorging, daß Darmstadt etwa 2000 Morgen Buchwald hat und aus dem zu Friedenszeiten jährlich etwa 3000 Festmeter geschlagen wurden, in der letzten Zeit hat sich, durch dre Verhältnisse gezwungen, das Erträgnis allerdings auf etwa 10 000 Fest­meter erhöht. Weiter darf jedoch nicht gegangen werden, wenn der zu den schönsten Waldgebieten Hessens gehörende Wald nicht außerordentlich be­nachteiligt werden soll. Tie Grenze des bis jetzt Möglichen fei überhaupt schon überschritten. Unter Führung des Büg. Ritzert erfolgte dann die Besichtigung des sehr regen Braungruben- betriebe, aus welchem mit etwa 70 Arbeitern täglich etwa 600 Zentner Kohle gefördert werden sonnen. Der Betrieb ist allerdings unter dm ietzi- gen Verhältnissen außerordentlich kostspielig und muß durch maschinelle Einrichtungen und Be­nutzung her elektrischen Kraft usw. unter Benutzung aller möglichm Hilssguelten auf eine entsprechende ^ gebracht werden. Hierzu müssen allerdings ganz bedeutende Kosten aufgewandt werden. Ein gemeinsamer einfacher Imbiß im Oberwaldhau.se chloß sich an.

Hessen-Nassau.

Feuerkampf um ein Rind.

= Groß-Heu bach, 15. April. Um ein Rind, das der reichste Bauer des Ortes, Gustav Münch, äbliefern sollte, kam es hier zu einem Mutigen Streit. Als der Bauer die Ablieferung verweigerte, drangen fünf Gendarme in den Hof ein. T^r Bauer empfing sie mit Revolverschüssen. Vor dem Stalle stellten sich Münch, dessen zwei Sohne und der Schwiegersohn den Beamten mit Knütteln und Mistgabeln entgegen. Bei dem sich nun entspinnenden Kampf wurden alle Gendarmen mehr ober minder schwer verletzt und mußten das Feto räumen, so daß die Bauern Sieger blieben.

nartefrrer I. Kuhn.

und Schule.

± Selbe aber gen, 10. April. Der dienst* älteste Bolksschullehrer des Hessen­landes, Wertheimer, ist nach 62jähriger Amts­tätigkeit in den Ruhestand getreten. Lange Iah« ü forte er den israelitischen Lehreroerem im Volksstaat Hessen.

± Klein-Linde n, 11. April. In dem überfüllten Gotteshause hielt heute Pfarrassistent Eidenmüller seine Äbfchieospredigt. Er war drei Jahre hier als Seelsorger tätig und verwal­tete aucb die erteöigte Pfarrstelle zu Mlendorf an der Lahn. Er siedelt nunmehr als endgültig an­gestellter Pfarrer nach Geinsheim hei Groß-Gerau über.

U Lang-Göns, 12. April. Gestern wurden durch Pfarrer Weber 45 Konfirmanden emgefeg- net, davon sind 19 Knaben und 26 Mädchen, dies ist die größte Zahl, die nach den Kirchenbüch!« eit dem Jahr 1771 vor dem hiesigen Altar stand m.

4 Nidda, 15. April. Die Hessische Landesvereinigung des Deutsch- Evangelischen Gemeindetags hiell gestern nachmittag den schon für Herbst vorge- ehenen 'Oberhessischen Gemeindetag hier imGambrinus" ab. Trotz der erneut ein* getretenen Verkehrsschwierigteilen war der Ge­meindetag besonders auch aus den Kreisen bet Kirchenvvrstände und Ki rchengemeindevertretüng« sehr gut besucht. Er wurde von Prof. D. Schian (Gießen) geleitet unb im Namen des Kirchenvvr« standes Nidda von Geh. Justizrat Römheld (Nidda) herzlich begrüßt. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand ein Vortrag von Professor Schian überDie neue kirchliche Lagt und die evangelischen Gemeinden in Hessen", in dem der Vortragende in äußerst klaren, sachlichen Ausführungen alle die Mr Zeit Kirche und Gemeinden durch die politische Um­wälzung besonders beipegenben Fragen wie Ur* wählen ober inbirefte Wahlen, Pa­tronat, Psarrwahl, Religionsunter­richt, Organistenfrage usw. vom Stand­punkt der Gnzelgemeinden als auch der hessischer Landeskirche als organische Zusammenfassung der Gesamtgemeinden beleuchtete und forderte, daß bei der Lösung aller dieser Fragen vor allem darauf gefabelt werden müsse, wie der freien Gemeinde- entwicklung und der Förderung des Gemeindelebenr Rechnung getragen wird. Eine sehr lebhafte Aus­sprache schloß sich an, an der sich Poftfakretär Lein (Gie^u), die Pfarrer Memmert (Ober- widdersheim), Strack (Wallernhausen), Fritsch (Ruppertsburg), Döll (Wallenrod), Kalb Henn (Obermockstadt), Vogel (Reichelsheim), Wid­mann ((Gebern) beteiligten, auf bie Professor Schian in einem Schlußwort einging. Es wurde bie Mitarbeit der Lehrerschaft aufs wärmste be­grüßt, bas Elternhaus unb die Gemeinden zur Wachsamkeit gegenüber allen drohenden Gefahren, zur Unterstützung der Pfarrer und der Schule aufgerufan, für die Organistenfrage Aufhebung alles Zwanges, für die Gemeindevertretungen mefr Arbeit gefordert, für die Müm«r, Frauen und Jugend besondere Vereinigungen, wo sie. möglich unb nötig sind, gewünscht, aber immer wieder betont, baß alte Arbeit geschehen müsse unter ban einheitlichen GesichtspunktLebendige Ge­meinden, Mobilmachung aller christ­lich-religiös-sittlichen Kräfte in ernster, zielbewußter Arbeit in und an den evangelis chen Ge m ein den". 24 neue Mitglieder traten dem Gemeindetag bei. Hin 3/<6 Uhr wurde bie Tagung geschlossen.

x Wieseck, 15. April. Sonntag nach Osten wurden in unserer an solchen Tagen viel zu kleinen Kirche 79 Kinder, 37 Knaben und 42 MLxhot, tonfirmiert.

Auf der Tagesordnung tmtg eines Gefetzennovrf^s oerr. uxiivcvujiy vcl Militärgerichtsbar test und betr. dte ÄetDLs-

** Der erste Waggon Kohle ausIK dem Westerwald ist nach Msttestung zuständiger Stelle für Gteßen angctommen. handelt sich um ^genannte 2 ignitkohlr der Hermanuszcche, an der unsere S *

Vereine und Veranstaltungen.

** Liga zum Schutze der deutschen Kultur. In den letzten Tagen bildeten sich neue Ortsgruppen in Schlitz (Kr. Lauterbach), Ortenberg (Kr. Büdingen), Wetterfeld (St. Schot­ten) unb Röthges (Kr. Gießen).

Büdingen, 14. April. In außerordentlich zahlreich besuchten öffentlichen Drrfammlungm d:r Deutschen Bolkspart-ei sprach Partei­sekretär Dr. Lutsch aus Gießen am Samstag abend in Altenstadt und Samstag nadfomtttog in Hain chen überDie politische Lage und di: Deutsche Volkspartei^. Der lebl.afte Befall, rot» cher von den Anwesenden gespendet wurde, wurde von den Vorsitzenden der Versammlung^., Rechts- an walt Holzapfel- Ortenberg und LanÄvirt H. Rei cha r d-Hainchen, in Wv te des Tantes gekleidet. In den nachfolgenden Diskussionen wur­den die von dm sozialdemokratischen Gegnern Abg. Wittich- Butzbach und Valentin Dillemuth - Hainchen erhvbTnen Einwendungm von Dr. Lutsch in durchaus sachlicher Form widerlegt.

Düdelsheim, 14. April. Sonntag abend sprach auf Einladung der Teutschen Bolks- partet vor mehr als 400 Männern und Frauen in öffentlicher Versammlung, geleitet von Bürger­meister Albrecht, Parteisekretär Dr. Lutsch aus Gießen über bie gegenwärtige wirtschaftliche unb politische Sage. In der sich anschließenden Aussprache wurden von bat anwe endm Gegnern ferne Einwendungen erhoben, und der Redner des Abends gab dann noch eine Reihe sehr interessanter Aufklärungen über einzelne politische Fragen der Gegenwart.

X Lich, 15. April. In einer vorn Verein der Deutschen demokratischen Partet ein- berufenen öffentlichen Ansammlung sprach -im 10. April Herr Lehrer Fis cher-Gießm Wer Demokratie ober Diktatur^ Die durchaus fach­lichen Ausführungen des Redners galten zunächst einer gtntndsätzlichen Verurtestung b?r den Frieven und Aufbau unseres Volkes und Vaterlandes aufs äußerste gefährdenden Ereignissen der letzten Wocbern Das Kapp-Lüttwitz-Verbrechen bot dem, den deutschen Militarismus süräzte.iden Frankvnch einen zur Besetzung bei Mainchene willkomme­nen Vorwand, west es durch sein Auslösen bir Unruhen im uforgebiet einen Einmarsch b*c Reichswehr in diese neutrale Zone notwendig ge­macht 'batte. Diese auf Diktatur gerichtete fjtoftttk von rechts und links gereiche unser nn deutschen Vaterlande vollends zum Untergang, demgegenüber nur der Wille zur Befestigung der Dnnokritte dessen innere Gesundung unb Auffti tg garantieren. Tie in der darauffolgenden Aussprache von Landgerichtsrat S ch u d t vorgeboichten Entgeg­nungen wurden von dem Redner b*5 Abends widerlegt.

** Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Die Pest von Florenz, Lachender, sonnig blauer Himmel unb bet schwarze Tod. Tie Gestalten der Renaissance werden lebendig, Happigste Feste der Liebe, daneben tiefstes Ringen um Gott, die denk­bar grölten Gegensätze. Im Mittelpäakkt stehl die Geschichte des Büßers, der durch die Künste Dd^intt. Das

Hochschule hat nun endlich ihxen eigenen Licht­bilder apparat. Der zuerst für diesen Samstag ge­plante Volkshochschulabend kann erst am 24. d. M. stattfinden. Der Geschäftsführer der GießenerVvlks-

für den 27. toffen, daß

<Seri cbUfaaL

RMK. Darmstadt, 14. April. Am 20. Aug v. I. hatte die Gendarmerie aus Babenhausen eist Revision nach ScUeichhändlern unb Wucherern bös Lebensmitteln in Sickenhofen Dorgenommen. Sit erwischte dabei eine Anzahl Käufer vonMilch. Eiern usw.; bei der Feststellung der Berkäufo entstand aber in dem Orte durch Zusammen oottung der Einwohner eine bedenkliche Unrute und nur mit Mühe konnten die beiden Gendarm« den Ort unversehrt verlassen. Einige der bamaU Ungebührlichen wurden empfindlich bestraft. ute heute hatte sich die Ehefrau des Landwirtes G. D H. zu verantworten, west sie damals ausgeschriebs worden war, da sie an ein Mädchen aus Babe» Hausen, das sic sehr darum angegangen hatte, einen Liter Vollmilch verkauft und dafür e i n e M a r k angenommen hatte. Sie hatte bantaif einen Stvafbefafol über 100 Mk. erhalten, dagegen Berufung verfolgt, worauf das Schöffengericht d« Strafe auf 12 Mk. herabsetzte. Hiergegen foant wieder der Staatsanwalt Berufung eingelegt, V daß die Sache heute vor der Strafkammer M Verhandlung kam. Die Angellagte erklärte, w« schon früher, daß die Käuferin be3 Liter Wa­ben Betrag einfach hin gelegt und fort gegangen stt. sie habe die Mark für das Liter nicht gefettete Das Äerichr kam zu der Auffassung, daß die Der' vrdnung über die Höchstpreifa, wie auch Über boi Milchverkauf fetoft überschritten sei, fetzte aba be Strafe auf tweißig ALark fest, wozu jetzt noch dr* Kosten kommen. Wegen Bigamie wurde tez 31 Jahre alte M. Fr. Zischlet in Offenbach, du in der Annahme, daß chr Mann gefallen fei, entm andeoen heiratete, angeklagt. ©ee wird zu irevem Monaten Gefängnis verurteilt.

Ans Stadt «nd Land.

Giehen, den 16. Avril 1920.

Die Anleihe der Provinz Oberhesten.

Das hessische Gesamtministerium erteilte der Provinz Oberhessen die Genehmigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen bis zum Betrage von 10 Millionen Mark zur Beschaffung von Mitteln für Erweite­rung und Neuanlage der elektrischen Uebev- landzentrale in der Provinz Oberhessen.

Beränstattungen.

Freitag, 17. Aprll: Stadtttzeater, 7 Uhr, Lanzgastspiel E'we Warnen, daz-uLob der Narr- hest". Lichtspielhaus,Tie Pest in Florenz". Lichtspiele, Seltersweg, bis 6% Ufor wie gestern; dannDiplomaten" undWetterteuchteu um Mft- teruacht".

** Amtliche Personalnachrichten. Am 10. April 1920 wurde der Steueraufseher Johann Friedrich Lang zu Friedberg vom Tage des Dienstantritts an zum P fand meister für den Beitreibungsbezirk Grünberg ernannt.

** Erhöhung des Schulgeldes an den höheren Lehranstalten Hessens. Laut Verfügung des Hessischen Llmdesamtes für das Bildungswesen gelten von jetzt ab bie folgenven Schulgeldsätze an sämtlichen höheren Lehr­anstalten: Für Obersekurtoo, Unter -und Ober­prima 300 M k. jährlich, für Sexta bis Unter­sekunda 2 70 M k., für die Vorschulen 240 M k.; in bet Höheren M ädchens chule, Klasse Vll bis Klasse I: 2 70 M k., tn deren Vorschule 2 4 0 Mk. Der Jahreszuschlag für Nichthessen be­läuft sich aus 60 Mk. Auch für die erweiterte Mädchenschule ist im neuen Schuljahr mit einer Verdoppelung des Schulgeldes zu rechnen.

** Aus dem Stadttheaterbureau. Nochmals sei nachdrücklichst auf den heutigen Tanz­abend Ewe W a r r e n hingewiesen. Die Künst­lerin, die tn Berlin, Dresden, Leipzig, Tusseldvr unb anderen Großstädten Triumphe feierte, wird auch dem hiesigen Publikum einen genußreichen Abend sichern, der noch gewinnt tumb die Auf­führung des netten Spieles in zwei TestenLob der Narrheit" von Reinhold Z e n z. Beginn des Abends 7 Uhr.

** Ertappte KeNerdiebe. In der Nacht zum 14. April statteten Diebe verschiedenen Kellern in der Ba'ttnhvnlrahe einen Besuch ab unb ließen hier Wein, Satt und Eier im Wert von mehreren hundert Mark mitg.Jfoicn. Sie er­freuten sich jedoch ihrer Beute nicht lange, beim in SBe&far erreichte sie ihr Schük^al, wo fte feste genommen und ihnen der Raub wieder abqerom- men und dem Eigentümer übeogeben werden tonnte.

zur Hälfte beteiligt ist Dieser erste Waggon wird I zu Versuchszwecken verwendet werden. .

** Marktzeit. Ter WochenmarR beginnt ab 17. Aprst vormittags 7 Uhr und endigt nach­mittags 1 Uhr.

** Bei der städtischen Obst- und Gemüse stelle kommen morgen unb folgende Tage u. a. auch Bo hnen, das Pfund zu 2 Mk., zum Verkauf. ,

** W egen ungenügender M tlchzu- 'ufor tonnen für ^Freitag den 16. Apttl dir auf Vt Liter lautenden Milchmarlien uick)t beliefert wer­den. Tie auf Vs Liter lautenden Mstchmarken wer­den dagogen voll beliefert. ''

** Die Eier werdenbillig^'.Frische Trinkeier Stück 1.40 Mk." Dieses Angebot steht man jetzt in einer großen Anzahl von Laden­geschäften, leider aber nicht in Frankfurt ober in Gießen, sondern in dem sonst so teueren Berlin. Dieser erfreuliche Rückgang der Kleinfoandelspreife ist in erster Linie der jetzigen warmen Witterung Kuzuschveiben, bie bie Hühner zu einer besonders regen Tätigkeit veranlaßt. Das Angebot tn Eiern ist wiederum leider nur in Berlin augen­blicklich sehr stark, so daß mit einem weiteren Rückgang der Preise in Kürze zu rechnen tst In Frankfurt tosten die Eier immer noch 1.80 Mk.; es gibt aber sehr viel Geschäfte, die butte noch 1.90, a 1.95 Mk. verlangen. In Oberfoessen werden sogar vvm Erzeuger 1.50 bis 1.60 Mk. verlangt.

** Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen Die noch rückständigen Betträge zur Krankenkasse und Invalidenversicherung für den Monat Februar 19 20 können noch bis zum 3 0. d. M. ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ab­lauf dieses Termins sind der Einzahlung auf unser Postscheckkonto auch die Kosten beizufügen.

** Alle kaufmännischen Lehrlinge Gießens und Umgebung werden zu einer Versammlung kommenden Samstag im Hotel Köhler eingeladen mit dem Thema: Deichen Wert hat der Zusammenschluß der jungen Handlmigs- gehilfen. Anschließend ftndet eine Aussprache über die Wünsche ihrer Fortbildung statt.

** Das Fest der silbernen Hochzeit feiern am Sonntag David. Karninka und feine Ehefrau Betty geb. Maier.

** Eine Versarnrnlung bon Kranken- pfleger und -Pflegerinnen. Das Kliniks­personal der Siechenanstalt machte am Montag abend im Gewerkschaftshaus interne Angelegen­heiten dieser Anstalt zum Gegenstand einer öffent­lichen Versammlung. Der Verttcmensmann des Krantonpflegerpersonals, Metz, trug die Beschwer­den des Pflegepersonals vor, die sich insbesondere gegen den bisherigen Verwalter Lerch richteten. Von den beiden anwesenden, der sozialdernokratt- schen Partei angehörenden Mitgliedern des Pro- vinzialausschusfas, Bürgermeister Rechtien in Vilbel und Dr. Aaron in Gießen wurde gegen­über den Angriffen der wahre Sachverhalt Rar» gelegt und die Stellungnahme des Pvovinzialaus- chusses dargetan. Es stellte sich heraus, daß die Beschwerden weitaus übertrieben waren und daß mittlerweile in den wesentlichsten Punkten Abhilfe geschaffen werden tonnte. Im weiteren sprach der Gauleiter der Staats- intb Gerneindoarbetter über die Notwendigkeit der Durchführung des Acht­stundentages in bat Krankenhäusern und Pflege­anstalten, wozu eine entsprechende EntscUießung angenommen würbe.

petenz zu bew.lstgen. _

Abg. Falk (Dem.): Die Kompetenz des Reichsfustizminifters wtrd durch bie Vorlage nicht erweitert. _ , _

Reichsminister Blunk: Der Entwurf tst be­dingt durch die Verfassung. Er ist ferner nvt.ven- dig durch die erschreckende Zitnähm; der Krrun- nalität in der Reichswehr.

Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Schul z- Bvomberg (N.-Nat.) und persönlichen Bemerkun­gen werden beide Gesetzentwürfe an einen 21glied- rigen Ausschuß verwiesen. Der Gesetzenttvurf betr. die Schaumweinsteuer wird in allen drei Lesungen erledigt. Es solgen mündliche Bericfae des Aus­schusses für Wohmrngspolitik, welche ohne Aus­sprache erledigt werden. Es folgt die zweite Be­ratung des Gesetzentwurfes über die Prüfung von Dienstreisen für Lichtspiele.

Abg. Ende (Dem.): Das Heer von Ar­beitern, das bei den Lichtspielen beschäftigt tst, darf nicht brotlos gemacht werden. Die Prüfung muß vereinfacht und einer einzigen Stelle über» tragen werden, bei der auch pädagogisch und künstlerisch Gebildete mttreden.

Abg. Frau Weber (Z.): Die Jugendämter müssen an der Durchführung des Gesetzes Mit­wirken. ~ _ ri.

Abg. Frau Mende (D. Vpt.) fftmmt dem zu.

Abg. Krüger (S.): Die Selbstzeusur der Fllmbesitzer hat den Erwartungen nicht ent­sprochen. Polittsche und religiöse Gründe dürfen für die Zensoren nicht maßgebend werden.

Abg. Foau Gierke (T.-Natl.): Der Staat muß die Dedingun-gen für eine sittliche Wettevent­wickelung schaffen.

S 1 wird in der Ausschußfasfang angenommen mit dem Zusatz, daß die vorgesehmen Verbote für In- und Ausland gelten sollen. Zu 8 3 befür­wortet Abg. Fvau Zieh (USP.) einen Antrag Agnes, das Alter für Jngendvorftellungen Dam 18 auf 16 Jahre hevabzufetzen. Tie Zensur wird von der polittschen Stellung der Zensvven beeau ftufa werden.

Abg. Krüger (S.): Tie Sozialisierung der Filmindustrie wäre bie schärfste Zensur der Kinos.

Der Antvag Agnes wird abgÄehnt. Zu 8 6 wird Absatz 1 gestrichen, welcher besondere LandeS- prüftmgsstellen für Jugendfilme einfützren will. Eine Reihe weiterer Paragraphen wird im wesent- licken in der Ausschußfassung angenommen, ebenso der Rest des Gefatzes. Tas Gesetz wird darauf auch, in der dritten Lesung angenommen. Der Antrag m£| Kommunalisierung der Vorführung der Bckd- streifen wird abgelehitt.

Nächste Sitzung morgau Mnfaagen, Aufhebung der Vorschulen nftv.

Schluß 53/4 Wv.

Kreis Schotten.

E Laubach, 15. April. Waren bei der ersten hiesigen Holzversteigerung schon hohe Preise erzielt worden, so waren sie immer noch annehmbarer, als bei der ^netten, welche gestern stattsand. Gestern waren die Preise enorm hoch. Es wurden haufttsächlich sogenannte Schichtbaufen zur Versteigerung gebracht, welche zum Teil auf 600 bis 700 Work zu stehen kamen. Die Steigerer waren nicht zurückzuhalten. Man überbot sich mit 10 bis 20 und 50, ja manchmal mit 100 Mark. Jeder wollte Holz haben. Diese abnorm 'hohen Preise sind wohl größtenteils auf ben Kohlen- mangel zurückzuführen; benn Steinkohlen sind hier so rar, wie die weißen Spatzm.

Kreis Friedberg.

** Friedber g, 14. April. Der bei dem Zufammerftreffen mit einer ftanzösischen Patrouille bei Ober-Wöllstadt schwer verwundete, seinen Ver­letzungen erlegene Reich^wehrleutnant Gras Kal- nein wurde unter gewaltiger TeilTrahme der Be­völkerung von der hiesigen Leichenhalle nach item Bahnhof übergeführt und von hier mit einem Zuge in die Heimat zur Beisetzung verbracht.

sw. Friedberg, 15. April. Tas nach Butz­bach verlegte Reichswehr-Regiment Nr. 35 ist wieder frierfoer zurückckgmo mmen worden. Tie Verlegung nach Butzbach war lediglich erfolgt. Um Zwischeiisälle mit den Dumufcnben Franzosen zu tietfrtttoem.

** Friedberg, 15. April. Am Dienstag sand in Friedberg imDeutschen Haus" eine Sitzung des Forstwirtschaftsrates Gie­ßen unter dem Vorsitze von Forstmeister Augst aus Friedberg statt. Ms Gast nahm an den Ver­handlungen der Vorsitzende des Verbandes Hess. Oberförster, Forstmeister Heyer-Jugenifreim, teil. Zur Beratung stand der Entwurf des neuen Wald- nesetzes für den Freistaat Hessen. Bei bet Fülle des Stoffes und der Wichtigkeit der Bestimmungen, die m Zukunft für innere Waldwirtschrst maßgebend sein werden und wegen oer not­wendigen ein gehenden Besprechungen war es nicht möglich, ben ganzen Gesetzentwurf auf einmal duvchzubsnaten; eine zweite Sitzung ist deshalb

esetzt worden. Es ist zu intg aller interessierten) kommt, das geeignet ist, Uten und Miseren

mc. Frankfurt a. M., 15. April. Im Monat März erhielten in Frankfurt a. M. nvcb 1655 Männer und 47 Frauen Arbeitslosen­unter st ützung. Im Februar warm es 2579 Personen, also eine Abnahme van 34 Pwz. Die Summe bet verausgabten Untecstützungsgelder be­trägt im März 912406, gegen 643 586 Mk. im Februar. Die Erhöhung ist auf Auszahlungen burch Bettiebseinschränkungen infolge bet Kvhllnnot zu erklären. Starker Bebarf herrscht in Frankfurt an Metallarbeitern aller Art unb erstklassigen Schrei­nern.

.Frankfurt a. M., 15. April. Als ganz moderne Einbrecher erwies sich die Banve, die in einer der letzten Nächte das Palast-Schuhhaus in der Vilbeler Straße heimsuchte. Duuch ein Sauerstoffgebläse zev- ftörte sie von der Straße aus das Gitter­werk vor dem Schaufenster und drangen dann in den Geschäftsraum ein. Die Beute bestand in Schuhwaren im Werte von 60000 Mk.

Q Marburg, 15. April. Tas Landratsamt hat die Kartvfselenteignung angaorduet. Wer mefrr als 3 Morgen bestellbares £tnü> besitzt, muß seinen Bedarf selbst ziehen.

kM fabt 1

Mi- N j feiner Gene! ; Äk Ame »»«ti lc$u2S 1M Norden-, ^als ledig!

LV

Sn Ti-bstolk gtfps

Ilääl des tzMIts W-

'1a jfinaii p .baten, fw^

dlvfgefaba bai den D mletznng

!Das Ge il, mit 1 linen e nicht e Msamr

ÄMlck 6r Ist tentovr m nnrn s und i «eshalb t

3t. Ar tonte de wissen, i llsictzunz Lgs für fang.

Der Ar

I Schöhentzeril Asche Gefäi (^luminetgu i tvchdmg an I lauten war. I cingelegt- B I subjektiven (5 Die Verb faebterg hat

w

Di Detektii von He 2.1ettl Nordist

Zur , nmsttnd

Ri nnr zur Vorfthn

heut«

L

Ns

D

Niti

Mi R*