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Erste; Blatt

170. Jahrgang

General-Anzeiger für Gberheffen

druck ubö Verls-: Vrichl'sche xw\> Sletr^rvckerei R. LaNge. SeschLftrstetzc »s- Prnderd: Zchulsttatze 7.

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zur

Ucn ötäd^

-rkaussläger n

unb Stuttgart (für Würtremberg) aSreartni »»er­ben. D.e interalliierte TtÜrtd tommi lur.'. iv-nurFt, bäK bet) Gujrctben vom 9. Dc^ mver * ine Here Sttpabe darüber enthält, wi: bterc JnlL^de frnöcit roerten sollen, u.ib .war eben o »e >ig ytn- sichtlich der 5-ragt der Frist.n. aui bi; .-«rin bin- gebeutet nnro, wi: noch auch hmn-to!*:) bet £-nuutfragc lelbit, uw nur bcbmgte öletaliait inl Äuge {jeiaßt sind.

Indei.i die interalliierte gjh'tterfn tT"H'-n» m ssion nochmals ben öfr u ib fi1' k*r fo ert. en R f- .u.tg und (Siihvalhump in Anwenbu:.?. br thte- frenSDer traget und des Spa-Pro tokol < be- strhr sie noch einmal daraus, bah bte deut ch» Nc- nicnnig ihr unverzüglich die zu t r e H e n* den Maßnahmen m itteilt

Dir lliullchängignt und die cihtodrHy Politik.

Berlin, 14. Dez. 2ant ,^Soss. Ztg." 6ät die Fraktion der Unabhängigen Sozial- demokraten dem Reichstag eine Interpella­tion über die auswärtige Politik her ^Regierung

tHh. Sfr TTiteatl'ii) für V®l*tik. S*g. kko<tz; fir btn abriqen Teil: Dr. $k:sb©lfc 3<*3. iür den Swjevctuieil: fi. V**, |imtli4) in Ziehen.

tt 1°^ F Mil in M. ttt handel LotelZ als len" * k;'

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Denlsch-iialienische Vertzandlunaen.

Berlin, 14. Dez. (WTB.) In beit letzten Tonen fcmben zwischen der deutschen Reichs» r * n i c r u n n und den Sertretem der italieni­schen Regtetung in Berlin Verhand­lungen statt mit dem Ziel, den Verkehr inn* scheuSciitidjLeub imo Jtnlten, Ur 1L> fce.r.« jetzt günstig mtnrirfrlt bat, m ^stichst z l erleich­tern. Es banbclt sich l^arrptsächlich um die Grlti hing direkter Tarife, uw die durch dxe tetrf noch crwrderlichen mehrt «eben 3tvij'.tcnai»* rertiffimgcn -bedingten Sch vien gleiten uiio Ber- triierungcn zu beseitigen ^'.ch Um Verlauf der Berhandltmgen darf angenommen iixrtcn, datz eine bcfrirbigfnbc Regelung der Frage erreicht wird.

D. 2*)5

Dci feu^ner ÄMieaef scheint tStzl'ch. ei^ft 5»mt. und ,5-eiertegs.

BcjaisureM?:

Nonaklich tfia^ 3.60 inifl*.- S^ragerl-Hn, nen^b^Tid»^^ > 10 M) xr ö Wm. 1n; vrch bie viertel» ihrlich ^ard 12.- .^sschl>ch''A »«F«89ero.

'ernsprech-A^sch lüfte: 14r die 112;

»»erlag, So, <|ä*Mi#e<ftil. lnscheftt fk D:«htn«ch. n^n. Snvljer >i0j«L

Die Pveußenwak»^en.

Berlin. 14. Dsz. Der Blättermeldunq über eine bcabfichttste Vers<i«bvng bei Preußen- wählen tritt eine .MLtteiücritz von »uflinbietr Stelle entarten.. Danach werde eine Verlegung der ans tet 20. Febnmr sestzgesetzten Wahlen nur dann crwopen, lucrm eS notwendig weide, den an der Abskinmnnig in Oberschlesixm beteil i^un bei* mattreucu Oberschlesiern die Teilnahuie an bei Wahlen yt ermöglichen

Die deutsche Regierung verlangt ün übri^n eine Ausnahmestellung für die Selost- scbutzorganisattoncn Bayerns und Ostpreußens. ES mutz zimäckst darauf hrngcwiese.'. werben, daß an* oere Staaten des Deutschen Reiches, deren Sicher- der

Berliner Hotelkrieg.

Unser Berliner Mitarbeiter schreibt und : Berlin, 14. Derember 1920.

Dom m-orgigen Mittrooch, den 15. De- ttxdbrt ab, luoiten alle großen Hotels und Beinttrtrtf (haften Berlins ihre Speisungs- äerrirbe schrieben, als Protest gegen die rigo- 30je Wlichcroerfvlgung der Staatsanwalt- 'fhast. Wahrfchrinlrch scklieHen sich diesem uerzlveiselten Vorgehen der gvoßen Hotels txnb Restaurants auxb die kleineren Betriebe m. Was das bedeutet, ist leicht zu ermessen, trenn man sich erinnert, twe genau vor einem Affyre, Mitte Dezember 1919, der zweitägige Streik der Berliner Gastwirte wirkte. 9hui ftnn aber daS Elend wochenlang dauern! lie Hotelgäste erhalten nur noch schwarzen Aassee, Brot in Menge der abgegebenen Brot* marken, Süßstoff und Marmelade Die i Sperre wird so streng durchaeführt, ba^ in It-en Hotelzimmern keinerlei Getränke verab- micht werden. Natürlich hat bereits eine ge­waltige Flucht der Fremden eingesetzt. Die ^otelwirte halten sie nicht. Sie ziehen bereits m Erwägung, auf die Zimmervermietung zu verzichten, und ihre Hc'user als Bureaus ober Vnvaträume zu vermieten. Angebot ist in* leige der Wohnungsnot zur Genüae da. Die hreftoren der Hotels schicken sich an, ihre Aisten zu verlassen und sich anderen Berufen lUzuwenoen. 7000 stellunglose Gastwirt- 5-oftsangcst-Ote laufen jetzt schon in Berlin ^rum 10 000 weitere Arbeitslose werden Dem 15. Dezember ab (vor Weihnachten!) der rSucherabtetlung des Polizeipräsidrums flu* iben, durch derengerechte" Maßnahmen sie ilin- Unglück gestoßen sind. Staat und Ge- irtmbe werden infolge der Erdrosselung der frTembeninöuftric einen ungeheuren Ausfall an Einkommen-, Gewerbe-, Wein- und 11m- lE|fleuer erleben. Wird man die toenigen »nicht streikenden Hoteldirektoren und Kvn- Miloreibesitzer auch rwch verfolgen, so muß it den überfüllten Gejängnissen mancher

cjigebratbt Ferner svroern die Unabhängigen die sofortige Einberufung deS auSwärtiyen Ausichusseö Besprechung wichtiger außenpolitischer Fragen.

schwere Iu.nae frei gelassen werden, um io schaffen für die zu verhaftenden Gastwirte. M daS alles nötig? Nötig nicht, aber wer bi; Zusammenhänae erblickt, kommt zu der iliteren Erkenntnis, daß es so kommen inihte, wie eS kam, durch die leidige Poli­tik! Durch die Politik links radikaler Ele- [Kentf, die gegen die angeblichen Schlemmer üTb Prasser in den Hotels hetzen und sich all Denunzianten hinter die Behörden stecken, um der verhaßtenBourgeoisie" und den ! Lavita listen" eins ausruwischen. Nun ist Mim» das Treiben der Schieber und Gewinn- l« in Berlin recht unerfreulich, widerüch lub aufreizend. Aber diese Kreise toben sich ! in verschwiegenen Wirtschaften, Schlemmer- I Idolen und Nachtbars aus, nicht in den footeit und guten Weinstuben. Hier sind viel- wehc bie Ausländer, die ihr gutes Geld her- duiDringcn, die Industriellen, die die deutsche Mrtschaft wieder in Gang setzen sollen, bie | Mitglieder der Ententekommissionen, die unS rar noch mechr Schaden zufügen, wenn wir sie trnrärgem. Der Reichs tagsabgeordnete Dr. Neiffer hat in einer der stürmischen Ber- saonmlungen der Hotelbesitzer mit Reckt bar» enf hirgennesen, daß nicht immer da ge- Eilemmt werde, wo gut an gezogene Leute

bcn. Man sehe sich nur einmal bie Chauf- lirkneipen an, in denen cd auch in der Zeit crgster Fleischnot reichlich Fleischgerichte gah Mm preußischen Landtage werden täglich Oirtfe Kuchenberge vertilgt. Alle diese Kuchen sind aus feinstem Schleichhandels-Deizen" rrehl, Schlrichbaudelszucker, Schleiclchandels- trifter und anderenverbotenen" Zutaten brraeftefit. Und unter den Abgeordneten bei­derlei Geschlechts sollen eS gerade die llntS- tAbiFalen Abgeordneten sein, bie biejeSSudxr- klare in Massen verzehren. Was man bei ben ~.L so schweres Verbrechen ansieht, Aimlich die Abgabe weißer Brötchen, wirb in städtischen Betrieben gemacht, ohne baß Taenbeine Stelle bisher einaeschritten wäre. Die sehr bie Politik bei diesem Airtschasts- Vönbf mitspiell, zeigt das Verhalten des %lon. Es hat sich bisher dem Vorgehen ofler anderen Hotels nicht angeschlossen ES ^t, so heißt eS, unter der heimlichen Dik­tatur eines radikalkomTNunistischchi Kuchen- AesS, der zwar kapitalistisch soweit arriviert P, daß er sich einen Jagdwagen halten Fann, ün übrigen aber Gleichheit des Hungertuches tebigt und fortgesetzt bie Konkurrenzbetriebe tilgen Schlemmerei anzeigt. Man kann es mgesichtS solcher Verhäitnisse den ftreitenben ^stel» und Gastwirtscyaftsbes.tzern nicht übel «hmen, daß sie ihrerseits eine Art Denun- i' a tio n S a uS s ch u ß aufgestellt haben. Lieser Ausschuß sendet huiiderte von Spähern auS, unt die noch nicht angezeigten kketnebe auffiiegcn zu lassen, namentlich Sc- flkura Honen mit proletarischem Publikum, v: denen crfahrmigsgemäß mehr gepraßt und Sßtzwelgt wrrd, als in denvornehmen".

beit ihrer An licht na-b ebensowenig verbürgt ist, die gleiche AnSnabniestellm'g bcanimicfni könnten. Tiefe AuSnahmebcklrnblung w.'cke desto leicher tut VerollgemernenMg führen, je «r.-s^etkhnter die den örtlichm Bebörben rn Bezu^ aus tue Sttiaspmg von Selbsrschutzorevnsalronen belastnien Besngnis e sind. Aber hi* Ta^chm selbst muxriovcdrn den Gründen, die $u Vmrsten Bayerns u -b Osipreußens t?otflrfr-adM luorbat sind. Wenn sich in Bayern einerseits die Z^hl der KornimLiisten a*:r ungefSi'r 50 (XX) beläuft (und sie sb-d ivahrsckeirlich nicht all? ffärnyier), so bekamen sich andererfeits die re- anlSnm Kcüste not) dem Borans^g der deutschen Negierung selbst out M'i 40 000 Mmm. Außerdem würbe die Bereinismig dec für die -ficntllche Ord- mmg gefSl>rllch geltenden Elemente crn einem Orte die eventuelle Mckerhersicl'u- g ber Crbnimg nicÜ ersck-weren, sondern im Gegenteil erreichtem. Ohne aus btt SckSpmg der Z«rht der Westen ein<rd- ar'ien, die btt Konmruriisten ün Zal>re 1910 in den Yasemen von München anfoctuuten haben können, möchte ick nur bemerken, das, nach ben Erklärun­gen, die Sie mir <mr 9. Noveinber gemacht haben, dre kommunistische Gefahr im Reiche iflr die Znkuntt aCi überwunden zu betrachten ist. Was Ostpreuß-n anlet i ff, fo glaubt sich die intenalliierte 9Ri.i;6dtmtroinorn- Mission aus die Erfahrungoi des lehren Sommer# verlosten ju Mimen. Sie erinnert daran, daß d e beuildx Scflienmfl damals nicht aut die regulären Trupven aus dem Inneren des Reiches »urück- aegnssen tat, mid day mich ber eigenen Ansicht des C&eaxäf<bmten der Provinz eine Verstärkung von ungesäbr 3000 Moorn ymügem* tnrr, am du Sichechei! aurrechi »u eHja.'trn. Unter die en Um­ständen ist eine SMiderbcka ch-una weder ür Bar­em noch für Ostvreußen enorderlich, deren. Srlb' - schutzoraan.ikittoilen. tmc die ber arb'ren Teile Teutsch^ucks aufgelöst und entwafsnet werdenmüfsen.

Andererseits glaubt die interalsiierte Militär- kmitroll-Kommi'sion g'geei'ioer bm T!ervslichtu"g-n trr.b Verlörechurigen DcutschandS be ond-rs anr ben heute bestehenden Zustand Hinweisen zu müssen. '11 Monade nach dem Ink a freien des Friedensvertrcne; und 5 Monade nach Unterzeich nntg tzeS Prodoklls von Spa.j Die Zahl ber der BevÄkerrrna abaenemmenm. und au die intet» alliierte M ilitirro.it rolltommii'ion abaetieier* t en Waslen erreicht bei roettem nicht bie Zahl der vo rhanden en, und noch fein? von den Verbinden stammend- Dass? ist an bie gufry krs lajaeüifenci Sjsiiflsbera, Wüuchcu

aber oft s-chr rationierten Hotel- ersten Ran- ged. Der Klassenkampf im Gastwirtschafts- aewerbe spielt sick^ also auf dem ^elde gegen- fettiger Angeberei ab Der Hauptieidtragenbe ist dabei daS, was man doch von allen Sei­ten heben wollte, da- ?dirtfchastSleven.

5«m UsrsM Dr. Streders mtt der randerullioersiLat.

Ter Berstoh des Präsidenten Dr. Strecker in dec Kammers!tzmig vorn 3. Dezember 1920 gegen die Landesuniversität gibt dec Orts­gruppe Gieße.: der Teutschnationalen Bolkspartei Veranlassung, folgende Ent­schließung zu veröstei'.tlicheu:

Herr Dr. Strecker hat an der Rektorats wähl intb dem SBerfabrcn bei der Berufung eines Do­zenten scharfe Kritik geübt uno ohne Spur eines Beweises behauvtet, politische Einstüsse seien dabei misschlnggebend gewesen. Beide Wah­len sind aber nachqewiescnermaßen in ge­heimer Abstimmung unz> unter Wah­rung ber dafür erlassenen Vor­schriften der Universitätsverfas­sung e r f a l g t. , _

Der Versuch, diese Wahlen und ihre Motive varteipplitisch cruSsunutzen, verdient d i c schärfste Zurückweisung, zumal wenn c_- von dieser Stelle auS unternommen wirb.

Ii: gleicher Weise müssen wir ent­schieden dagegen Verwahrung ein­te g e n , daß der oberste Poimte des Landesamt- jür bas B.ldungSwesen bei d-r ahn "di'' bestehen­den Zerrisienhei. des Deutschen Volkes durch un­begründete, zum Dcü sogar bdctbüxnöe Ausfälle gegen Dozenten und Studenten, srxoic durch Angrisse aui die akademische Freiheit, die jedem Teutschgesinnten am Herzen liegende Einigkeit ber verschiedenen Berufsstände einer erneuten schweren Belastungsprobe au-setzt.

Mr sind gewiß, daß weite BolkSkreise in der Venrrteilung solchen Vorgehens und i m schärfsten Protest gegen die Versuche, un­sere vorwiegendfte Bildungsstätte zu diskredi­tieren und zu politisieren, mit uns zusammen­gehen iverben.

Bon dents chn at ionaler Seite erhalten wir gleichsam als Ergönzung zu ben obigen Dar­legungen folgende Zmchrift:

In ber Sinwg ber hessischen Volkskammer vom 3. Dezeniter 1930 hat Herr Dr. Strecker die Rektoratsloohl und die angeblichen Vorgänge bei der Berufung eines Dozenre-i scharf kriti­siert. Beide Wahlen sind tu geheimer Sitzung erfolgt, die eine vorn Senat, die aubere von der philoiophischrn Fakultät ber Universität. Kein Ällißenstehender sollte, solange die Verfasiung der Universität bte ach-mie Wahl vorschreibt, iür oder gegen die ihm doch sicher nicht betomtgegebenen Motive der Wählenden Stell'.mg nehmen, selbst iDcmi ihm Ein-elhe.tc.i mis Vieser Wahl berichtet wyrdcn sind. Dieser Grund'atz sollte ganz be­sonders iür ben Herrn Präsidenten des Lcmdes- amtr-3 für das Bildungvwrseu gelten, ber in erster Linie berufen ist, über bie Wahrung ber gesetzlichen Vorschriften m wachen.

Weiterbn! hat ber Herr Präsident seinem Be­dauern darüber Aufdruck gegeben, daßwährend des Krieges sehr viele $roTef;orcn zu ben 2111- t-eutschen standen, während viel weniger sich etwa su den Sozialisten ober jum Zentrum bekaiinten". Er sieht also in den Hoch chuck-dr-rn m er'ter Lrnre die' ihm nicht genehmen politischen Gegner und bestreitet ihnen das Recht der politischen Mer- nimg3* tmb Redefreiheit, von der unter _ dem ödniW der Monarchie wohl kaum jemanv öfteren Gebrauch ti marht iMt, als der Herr Präs ident selbst.

He'-r Dr. Strecker hat ferner behauptet, daß an ber Unwersitit weite Schichten unseres Volkes überhaupt noch nicht vertreten seien. Es sollten neue dlusst-egsmöglichsr-ite" oe^'fen wert-eri, da mitw.r nickst nur solche Studi cende an u-iiereii Hochchulen bekommen, die auf Gründ eine« wvhl- geswcktcn Geldbeutels dahin komme,:". Er will den S^dentrn staatliche Unrerstützung gewähren, damit tarsepos.tiv su würdigen wi ien, waS Iür neue Werte und uw5 iür neue sch-ne Znkunsts- mMIicbfciten m dieser RevuXik lieg«:. Auch solche Studenten haben wir nötig, und dafür werden

Demgegemuber sei wstg-st-llt: Die Statistik, die Herrn Dr. Strecker bekannt fein sollte, ergibt, daß die St^enbonschatt aus allen Kreisen ber Bevölkerung, nam-nitlich auS dem setzt beionders notleidend«: Mitkelstlmd, sich iujammen ejiL

Mit tiefster Empörung muß bte Abucht deS £^trn Dr. Strecker »urücksew«fen werden, durch eine an sich ja unbedingt notwendige s,.«iu^Iie Unterstützung t<r Stui»termben eine Becinslussung ihrer polit.schn, vesaumng zugunsten der mng--n Republik erzwingei: zu wollen. Mit Geld sollenalsodieGeistererkaultwerden.

Besonders bedauerlich ist es, bau oer Herr Dräsident die twiergreinrche Gedäckstn^rede des >on der Studenten!ch-rsl hochverehrten- Herrn Professors © d> i an als die unangeh achte Rede einesPolitikers" »eniicrt und wt oben h^rab als eine Repe be^ich'rt.wie er ste nutzt Horen möchte" Und dock wu »eite diese.aus txMrr *emt>- inbmtg kommende und von reinster oaSertandiikt^r Gesiwnmg getragene Reco 9<m» im Fichte, dem Beg .-Ünder beS deut chm F e^'smus.

Beträgt es sich wirklich mtt den P>lichten und dem DerMitwortirngsge ühl eniej Präsenten des Landesamteei für das Blldwrgswe«:, bielen zu bekämpfen, dec unS allem aui der L:ese, m die uns bte Revolution gesro-en b-rt, empor­führen kann?

Qoou6Qüä taar.Qtn * t »

Der demokratische Parteitag.

Nürnberg, 14. Dez. 1920.

Am Montag »omiittng erstattete zunächst ReichstagSabg. Dr. Böhme sein Referat über die Bedeutmig des SiedelunaSwefens iür bie deutsche Xkrtdjaft. Die Demol>oirn löimtar mit gutem Gewissen auf ihrem bisherigen baueru* freunblichen Wege wetteraehen. miifeten bahüt arbeiten, daß bie Bestrebanaen auf dem Gebiete bei sleinsiebelungeu, ber öeimflätteiifieixlun^en stch zusammeuschließen, um eine große volünche Mach: zu geben, bie nicht beisettegkfchoben werde» könne, gegenüber der Rechten und der Linken.

Gegen die Rathenauschen Bor* fchiäge wurden m der werteren Au?kp.>»che zahlreiche Bedenken erhoben. Sie führten über die Leiche der felbftänbigen Unternehmer. Zhr unge­wolltes Ziel sei die Sozialisierung, mit ber man bekanntlich in verhältnismäßig für ter Zeit jeben rentablen Betrieb ruinieren könnte. Sehr erwäg ent­wert sei dagegen die Beteiligung der Arbeiter'chaft am Gewinn und an der Verwaltung der Betriebe. Reich-tagsabg. Dr. Fischer: Rothenau : igc: die endgültige Lösung sei die Ueberfüforung des Unternehmens nicht in den Besitz der Staates, sondern in ben Besitz ber taten Hand einer zu b-lbenden PrvdiktionSgemeinschaf! unter dem Schutz des Staat es. DaS sei also die Schäftung neuer Organisationen, von denen wir gerade genug hatten. Die alleinseligmachende fiiaft des So* iialismus sei im Schwinden. Jetzt aelte es alle Volkskräfte auf demokratischer Grundlage zusam­menzufassen, nicht etwa im Sinne eines oeralieien Bürgerblocks gegen den Arbeiterdlock, sondern im Sinne einer großen, arbeit fördernden Volks­gemeinschaft. _ , .

Minister Oeser sagte u. a.: Sobald Mufon sicht mehr ArLsident \tx, müsse an Amerika tzerun*

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ittel recht 5.

v!e Auttrorluotr der Schere!) Ne8rt.

Berlin, 14. Dez. (taefff.) Die Antwort­note des Generals Nollet auf die Note des Auswärtigen AmieS über die Einwohner­wehren leitet:

Triellerq! Ich beehre nnck J^neei br-i Ernv- saug Ihres Schreibens vow 9. dS MlS , bctrrf:enb die Auslösung und Entwassmnm der Setbstschu?- organisationen, zu bestättsen. AuS weiter unten wiyesührten wesentlicktz-n Gründe'i kann ttt inter- all nette Milirärkontrollkornrnislion weder die in diesem Schreiben enthaltenen Ar­gumente gelten lassen, noch die dar­aus gelogenen Folgerungen aner­kennen. Dre deutsche fR'-vrecnmo hält sich n cht für verpflichtet, die Sell^ckttu,"org(m satumen auf- znlösen. Sie erklärt, daß diese Organiiattonen, da sie weder imlüärifdxm Charakter noch irynb- welche B^iehmi-en zur ZöeichSrrvhr haben und ausschließlich bent Zweck bet 'XufiedMrr^iltiuy der inneren Cxbrem» bienten, durch keine Besmu- mung des Friedenstwttra,«s verbot roeib r. In­dessen bewe.sen bie Narhri^t'm. die lie aUerulliiertv Militär- und Ksntrollkourmissimt über gewis'e Cr ganisationen besitzt, baß sie in WirklboLit m i 1 i- tärischcn Charakter haben w b daß sie in enger Verbindung mit regulären un!i:ävif<pen 93c- seblöstetten stehen. ES fgauxit bevvXüaeile aus ben WottlentSatzurtacn des Lanoe-^verbrundcs der Ei.lwohnerwe^wen»Baye-,nL E. L." Ivmuitoeifen, die von dem Landeshauptmann Estyrrich unter- zeichret und durch ben LaickeSauöschuß am 10. März 1920 bestätigt roorbe' sind.. Darm wird die LandeSleittinrr nett der Berböchwm mit dem Dehrkreiskommanbo barusttagt, unl> die §rns- hauptleute sichert darnach bi: V er dir. dang mit ben NeichSwehrbrigaden. (kberfo reiÄci es in LH.- prcußen zu der VLufgübc z toetc^Gerset'alstabsosi- Aiere der ersten In anlerio^Division, die Verbin- tnmo mit den Selbstschutzovganen aufrecht >u er­halten und bir Bedürstn'se dieser Organe in ab- mrnistrativer Hinsicht yu erfüllen

In Wirklichkeit stellen die Sekbstschutzorgani- fetienen und hierunter versteht ber rnteralldtrte HeereSüberwackMUgsauSschuß Grenzwchren, Grem- sckmtz, Stadtwebren, Einmohnerwe-ren, die Orgeich unb andere ähnliche Becerue Organisatlonen dar. die geeignet Unb, eine Mobilisation zu er­leichtern, Sie fallen also unter die Bestimmungen deS Artikels 176 deS Frievensdectrsges und niüs.en aufgelSst werden. Ihre SufccdjteiC-aining nach ber Durchführung ihrer vhttiuairnunfl iri.r? üorigeirS auch durch rein innere Grurcoe nicht zu recht- fertigen, denn sie würden, ihrer Waffen entbUS&i, nicket mehr in oct Lage fein, nxrfiam an ber Aufrechterhaltung der Cronnng teilzunehmen. Es ist zwar ridjtifl, oaß die denHche Regierung ben Velbstschutzorganisationen nur provitorischen Cha- ratter beilegt. Aber die interalliierte Militär- kontrolllommission vermag nicht einen Verband als provisorisch KU bett achten, welcher sckwn letzt Kundgebungen ferner Tätigkeit für das Jahr 1922 unb bie folgenden Jahre ixnfieöt (bayerische Ein­wohnerwehren).

Mittwoch, 15. Dezember 1920 »* Injet«« ftr tz t I<ge5*ummrt 6« jum Rach»'N«g voihre aljMf ijtibinl'lktkitl. emt prell ftr \ m» Höste 3nvi$en » Breite öttlch 36 Vf., oi.eärt« Pf.: |üi Otekl J me.

Äjjw Sn^c*.ee>: »er 70 nun »reite If-CT'f »<-T*<S »orVyciU 2iT , ?l»s,chlag ySmtfcderiti eilet. 3tua.

Aur öcm 3dd>e,

Vom RcichSwi i tscho stSmt.

Berlin, 14. Dez (WDV.) Der vorläusitze ReichswittschaftSrat nahm bei ber Weiterberatnng des Antrases W i s s e l l über bk pr^tntktive E r* werb slosen fürs orq« die Leusäke des Un- terccusschusics nut ber Wänderurrn räustimmig an, daß eure Verlängerung der Arbeits-ch ber Bau­arbeiter uüht aeforbert werden und mtrcxMirbdi nur nach tariflkfri Vereü.bcrn.'ng lul&ifia kix soll. Der Slitlraa LLifsell auf bun t evies Au^> touffo? von 24 Mitglicdem für daS A.^h7i-. Bn»- unb Sie del ungs wesen wurde gLetchs allS etnstLmmig auskuonttncu.

Dir DrsüÜmngSk''6gcn..

Berlin, 14. Dcz. (Wolfs.) Der Haupt- auöschuß deS ReichsraaS beschloß, daß den Beteranen die Zulage von 150 Mark nock vor Weihnachten anSgezah'll norden soll, und nahm zu der AdänderunaSvorlage itim Besoldungsgesetz ben Antrag an, bet»- jentgen Beamten, bei denen infolge Wegfalls ber Betriebszulage eine Einkommens Minde­rung eintreten würde, im Wege der ÄuS- führungSbeftimmungLN einen LnLgleichSzu- fchuß zu geirxchren.