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tcilimg für Boot- und Krankenverioryllng bfeu fiutlou§ als Tc^utatioii bestehen. Die Angestellten wervz I^rjMese^ größtenteils entlassen 'aber der ErwerbsliofenMck rinuitg der
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fb. Langen schwalbach i. T., 14. Li Mucken. Ein schwerer Automobilunfall ereignete si Lorlau
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am Dienstag auf der Kemeler Straste. An einci mit drei Holländern und einem Deutschen fo
wakischer Hörer $u vereiteln. Später kam es - Verhandlungen zwischen den beiden Parteien,:
sorge zugeführt. Auch die Kühlen stelle faTI wesentlichen Teilen eingeschränkt werden.
aus dem Wagen zu retten, wurde aber dabei i heftig gegen einen Baum geschleudert, daß • bclld darauf starb, während die drei andern $r- foffen mit verhältnismäßig leichten Verletzung davvnkamen. Ter Wagen liegt vollständig zo trümmert am Stahlbrunnen.
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tzochschulnachrrchten.
Wien, 14. Ott. (Wolff.) Die „Neue ftrr
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Mhen. - H >°ck lSreis 1 ckcke ausgebr fudie ist in Üften Mllich »ratze M.A ' "eibgeftenre T® angeordne -Katze %, ß j'31, Frank *b 9?r.30a Je Gehöfte ^fgehobm
1 ib Gemeind i|ie Lerteilm -wände ani 1919 in den । Lhm Einkorn erhobenen E mrd von de ani die Gen für die tüdl Cftobcr, spä Wien den $ von dielen lMen den G aut der ton jM im En betätigen.
Maul» w zu r Saul» imb .1 ikr Lrtsteil ।
Schöffengericht.
Gießen, 14. £••
ntse-.; thebung und lstilchcn Offilm Dienste und
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Münchener Motteriel in
Presse" meßet aus Prag: Jrn ZufammenhWg $ den Stveitigkeiten -wischen deutschen unbfi- e3r5.liml wakischen Hörern an der Prager Unittt- 1,1 ■
sität wegen des aufgehobenen numerus claun besetzten gestern die deutschvölkischen Studentrn da Zugang zur Quästur, um die Einschreibung st
Ai^che und Schnle.
— Lauterbach, 14. Oft. Arn 15. Ofteir beginnt Professor Messer (Gießen) auf Vera- lassung der Kreisschulkommission mit seinen B o:> l e s u n g e n über Psychologie, insbesondere über M Apperzeption und deren pädagogische Bedeutum Die Vorlesungen finden an vier aufemanber (ries' gen Tagen statt.
Gevicht-faaL.
Danzig, 13. Ott. (Wolff.) Heute tnw in dem seit zwei Tagen vor dem hiesigen Sdjtoir* gericht geführten Landfriedensbruchptv ze ß wegen der Vorgänge am 29. Juli, wobei n> läßlich der Demonstration gegen die hohen Stmer Oberbürgermeister Sahm mißhandelt^ gegen polnische Mitbürger und polnisches tum Ausschveitungen und Beschädigungen eifalAL das Urteil gefällt. Bon 11 Angeklagten 8 zu Gefängnisstrafen von einem Monat bis - zwei Jahren verurteill. Drei der Angeklcs.e wurden fveigesprochen.
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setzten Kraftwagen versagte die Bremse, der infolge dessen in rasendem Tempo die stelle Straße untersauste. Der Deutsche, der den Holländer b* knickt aus । gleitete, suchte sich durch einen kühnen Sbnir;
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Der Parteitag der Unabhängigen.
Halle, 14. Ott. (WB.) Aiuf Dem Partei- tng der unabhängigen Sozia ldemo- kraten begann heute die Aussprache über die dritte Internationale. S i n v s e w, Vorsitzender des Exakutivcrussthusfes der dritten Internationale, wurde von den linken Unabhängigen' lebhaft: begrüßt. Er verglich den gegenwärtigen Parteitag mit dem der Bolschewisten und Menschewisten vor der Oktoberrevolution 1917. Sinowsew hob hervor, daß weder Crispfen noch Dittmann das Mort „W c l t r e v o l u t i o n" ausgespnochen hätten, was beweise, daß die Rechtsunabhängigen die Mell-' revolntion als eine überwundene Idee betrachteten. Niemand fordere,' daß die M'ltrevolution morgen kommen solle. Die erste Pflicht sei aber die Propaganda der proletarischen Revolution. Diese Aufgabe könnte aber nur von den Kommunisten durchgesührt werden. Als Sinowjew sagte, die Amsterdamer Gewerkschaftsintornationale sei das letzte Bollwerk der Bourgaoisie und der Strick um den Hals der SJjmmimtfen, erhob sich brausender Beifall der Linken und entrüstete Abwehr der Rechtsunabhängigen. Der Lärm war so groß, daß die Sitzung unterbrochen werden mußte.
Nach Wiedereröffnung der Sitzung sagte Sinowjew: Sei man der Auffassung, daß die Weltrevolution möglich sei, so müsse man es aussprechen. Well über die drei Schicksalsfragen des Proletariats: Demokratie, Weltrevolution und Taktik in Moskau keine Einmütigkeit mit den Unabhängigen erzielt würde, gebe es' für die .Kommunisten ferne Möglichkeit, mit den Unabhängigen zusammenzargehen. Die Bolschewisten seien in der Theorie Terroristen gewesen in der Praxis der Revolution aber zu gutmütig. Sei der Besprechung der Aufnahmebedingungen sagte Sinowjew, das Exekutivkomitee toerbe, wenn es sich um Prinzipien Han dele, g r o ße Toleranz üben. Tie Unabhängigen sollten die Bedingungen formulieren, die sie für annehmbar hielten. Er erkläre im Auftrag des Erekutiv- Ausschusses, daß Moskau zu Unterhandlungen bereit fei. Moskau fordere nur systematische Propaganda und Vorbereitung auf die Weltrevolution. Moskau sei bereit und in der Lage, das deutsche Proletariat finanziell zu unter stützen. Es handele sich nicht Um die Ver- mchiung der U.S. P. T. Nur wer nicht Kom- mumst sei, müsse abgeschüttelt werden. Partei müsse alle kommunistischen Elemente der USP T der K. P. D. und die besseren Elemente derK A P' D. unpassen.
Die Praxis in Rußland.
r Die Blätter geben eine
Meldung des Moskauer Bolsch wistenblattes Prawda wieder, wonach die Sowjetvegierung über 12 russische Go uvernementsdi strikte Darunter über Moskau und Petersburg den Ausnahmezustand verhängt hab'. In ^cklen Gouvernements würden revolutionäre Vvlks- gerichtt emgtfefct
Ein auf dem Fundduveau des hiesi bpf5 beschäftigter Eisenbahnanwärter er Beiseiteschaf ftmg von vier Paar neu Schuhen, die ein Reisender aus der Dillenlxn Gegend int Zug hatte stehen lassen, und die iHv amtlichen Aufbewahrung übergeben worden 3 Monate Gefängnis. Seine Behauptung, seien, als er einmal kurze Zeit abgerufen fei, von dem Tisch des Fundbureaus auf Kärii^e Weise verschwunden, fand keinen ©ja»*
Em Landwirt aus der Äiagdrburger war beschuldigt, im Dezember 1918 aus1" Rellbahn am Brandplatz einer Sanitätstompa^ deren Wachtmeister er damals war, 2 P f gestohlen zu haben. Da er nachweifen daß er bereits am Abend zuvor von hier aus seiner Heimat abgefahren war, mußte er F gesprochen werden.
denen die deutschvölkischen Studenten die 3» lassung einer Höchstzahl von 400 fremden Höiv zugestanden wurde. Sie stellten aber weite« dmgungen zur Währung des deutschen Eharakk: Der deutschen Universität. In einer am ddni> mittag abgehaltenen Versammlung lehnten Die il- walischen Studenten die Forderungen der bedi’c- völ fischen Studenten ab.
von Frankfurt nach Gießen gefahren war, diesen Betrug mit 30 Mk., int UneinbrckW keitsfolle 5 Tagen Gefängnis, büßen.
Ein Schneiderlehrling aus Trohe, der seinen Kameraden gehänselt wurde, lief mit einem offenen Messer nach und v einen von ihnen habet nicht unerheblich am I schenket. Das Gericht nahm nur Fahr! äffe;
In letzter Zeit mehren sich die Fä Reisende eine höhere Wagen benutzen, ohne im Besitze der entf Fahrkarte zu sein, oder daß Reisende auf eine Bahnsteigkarte eine 9?etl~ unternehmen. Werden solche Personen ernn so haben sie nicht nur eine Nachlöfe^rte 20 Mk. zu zahlen, sorrdern werden auch wi Betrugs bestraft. So erhirit ein Junge hier, der auf der Fahrt von hier nach S berg auf eine Karte 4; Klasse in der 3. Klal>^ fahren war, mit Rücksicht auf seine die Strafe des gerichtlichen Verweises. EmD»^ mädchen dagegen, das mit einer Bahnstet
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umyergereist sei, seine Kollegen in
den Augen der Wähler Herabzuseyen. Die Planwirtschaft Wissels sei übrigens ein Produkt seines llnierstaatssekretärs Dr. Möllendorf, dessen Idee er sich zu eigen mach e. Schon damals seien die Nerven Wissels heruntergewesen. Erst nach dem Ausscheiden Wissels tarn man zu aufbauender Arbeit. Später unterzog Bauer die heutige Wirtschaftspolitik einer Kritik u-id machte die Feststellung, daß sich feit d.'r Regierung d7r Deutschen. Bolkspartti die Valuta rasend schnell verschlechtert habe. Bei der Besprechung der Sozialisierung warf Bauer ein, daß eine Verwaltung durch die Arbeiterschaft abgelehnt werden müsse, sozialisierte Betriebe müßten durch die Allgemeinheit, verwaltet werden. Zusammentzassend bemerkt er, daß das Gut, das d?r neuen Regierung übergeben worden sei, in unverantwortlicher Weise verwirtschafte: worden sei.
Wissel wehrte Heb in seiner Entgegnung auf die gegen ihn oorgeboachtOi Vorwürfe: Wir tonnen, so sagte er, nicht aus Kredit leben. Ich will in dem Gegeneinander der Wirtschaft Ordnung schaffen. Wenii in ivisscnsä>astlich:n Far- derungen Parteidoktrinen entscheidend sein lallen, kommen wir nie aus dem wirtschaftlichen Eleno heraus. Ich wallte den Einfluß der Arbeiter ein» schalten. Was ich will, setze ich durch. Dieser Parteitag ist ein Beweis, daß sich die wirtschaftliche Erkennlliis durchsetzt.
Diobert Schmidt: Ich lehne es ab, die Parte, in Illusionen zu führen. Wissel verkennt, daß unsere schlecht Lage die Folge der "wirtschaftlichen Depresfion ist. Die Urfexhe der Mehrförderung in der Kohlenwirtschaft ist nicht, wie Wissel meint, die erweiterte Organisation.
Hieraus erhält Hildebrand das Schuß- wort. Er befaßte sich zunächst mit geschäftlichen Angelegenheiten. Die meisten der etng-egmgenen Anträge wurden der Fraktion überwiesen. Erwähnenswert ist ein Antrag, der eine Mißbilligung der Amnestie der Tellnehmer am Kapp-Putsch zum Ausdruck bringt. (Schuß der Vvrmittagssitzung.)
Kassel, 15. Oft. (WTB.) In der gestrigen Nachmittagssitzung des fezlalbemokratis dya Parteitages wurde der Antrag e i m a n n, dem Ernährungsminisfer Hermes das Mißtrauensvotum auszusprechen, mit 138 gegen 137 Stimmen angenommen.
Zur Sozialisierungsfrage wurde Oie von Dr. Adolf Braun eingebrache Entschießung einstimmig angenommen: die großzügige, wenn auch schrittweise Vergesellschaftung der Produktionsmittel wird durch diese Entschießung gefördert.
Meerfeld-Köln berichtete über den internationalen Sozialistenkimgreß in Genf und begründete eine von ihm eingebrache Entschließung, nach der der Parteitag sich auf den Boden drr Genfer Beschüsse stellt. Er empftehlt, die Entschießung der Frau Juchorz, die sich gegen die neue Ententeforderung von 81000 Milchkühen richtet. Beide Entschließungen wurden einstimmig angenommen.
Ein bestcchlichcr Beamter.
Berlin, 14. Oft. lWTB.' Zu den Ausführungen des preußischen Ministerpräsidenten Braun auf dem Kasseler Parteitag über die Bestechlichkeit eines Beamten des Reichsernährungsministeriüms toirb bemerkt, daß der betreffende Beamte sofort beurlaubt worden ist, nachdem die Angelegenheit zur Kenntnis der Behörde gekommen war. Nach Prüfung des SachverHalls ist sein Ausscheiden aus dem Reichsdienst veranlaßt und bereits erfolgt.
Kassel, 14. Oft.
Die Aussprache über die Wirtscha ftsläge fetzte im Anschluß an die gestrigen Referate von Wissel und Schmidt am heutigen Vormittag lebhaft ein. Otto Braun forderte die lleberführung der Düngemittel in die GemeinnTirtschaft, damit so die Landwirtschaft billigere Düngemittel erhalten imd hin widernm ihre Erz.-ugni sse zu niedrigeren Preise liefern könne. Nur auf diese Welle kcnrno ein Preisabbau herbeigeführt werden. Sein Vorschlag geht dahin, den Landwirten Düngemittel zur Dersugung zu stellen, die sie zu einem Drittel fofort in bar, die beiden anderen Drittel nach der Ernte mit Getreide befahlen können Braun machte hier die Mitteilung, daß in der Abteilung des Reich/sernährungsministeriums, die die Sttck- sttffpreise zu kontrollieren hat, ein bestechlicher Bea mter sitze. Er sei allerdings jetzt beurlaubt.
Dr. Nestri epke- Berlin mochte Bedenken geltend gegen die Art, wie Wisfeli sein Amt verwaltet habe H e i l m a n n - Berlin greift dann den Ernährungsmtnister Dr. Hermes an und beantragt, ihm ein Mißtrauensvotum anszn- fprechen. Er habe in gewissenloser Weise sein Amt mißbraucht, um das deutsche Volk zu schädigm Heilmaarn fordert darum: Fort mit diesem Volks- schäbiger! Dann sprach Hoch-Hanau Mit all gemeinen Ans-chuldigungSn li»mm<' man nickst ,»eiter. Wenn Hermes -eht, flammt ein anderer Hermes und wir wissen nicht, ob trief er besser n
Ari- Stadt ttttö Land.
Greßen, den 15. Oft. 1920.
Veranstaltungen.
Freitag: ©tabttlfeater, 7 Uhr, Lie elott von der Pfalz. — Caf6 Leib. 8 Uhr, Konzert und Vorstellung dcc Medick-Meidinger. — Stotel ®in=’ Horn, 8 Uhr, Variete intb Ringkämpfc. — Licht- Ipieltheater wie gestern.
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** Ein b ruchsdi ebst.ähle. In der vvr- oerflossenen Nacht wurde durch Einbruchs aus einer Wohnung in Gießen außer anderen Sachen em frisch geschlachtetes Huhn gestohlen. — Ferner wurde vor einigen Tagen aus einem Garten Hause eines Gartens an der Lahn eine gwße 9lnzahl Herren- und Damenlleider, 3 Paar Damensliesel, 1 Paar Herrenzugstiefel, 1 Paar Arbettslchuhe, 1 Rosenscheeve, 1 Gartenmesser, 1 seidener Regenschirm gestohlen. Bor Ankauf wird gewarnt.
** Die Ausschußwahlen zur Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Landkreis Gießen finden am 28. November statt. Näheres enthält der Anzeigenteil.
** Eine K'leider-Ausgabe findet an Flüchtlinge zu ermäßigtem Preise bei _ der Städtischen Flüchtlingsfürsvrge, Aster".veg 25, statt. Siehe Anzeige.
** Kein Ucberhasten beim Ein- steigen in Züge. Die auf den Bahnsteigen versammelten Reisenden versuchen oftmals die einfahrenden Züge und zugehenden Verstärkungs- Wagen zu besteigen, bevor die ^ah^euge vollständig zum Sttllstand gekommen sind. Hierdurch sind Unfälle unausbleiblich. Es liegt daher im eigenen Interesse der Reisenden, den Anordnungen des Äufsichtspersonals willig Folge $u leisten und sich nicht eher vorzudrängen, um die Wagen zu besteigen, bis triefe vollständig stillestehen.
** Zur Kranken Versicherung haben die Revisionssenate des Reichsversicherungsamts verschiedmte bemerkenswerte Entscheidungen getroffen. Weim ein Versichetter mit Ermächtigung der Krankenkasse einen auswättigen Facharzt zu Rate zieht, so sind ihm neben den Reisekosten auch die notwendigen Zchmngskosten zu ersetzen. Zu den Kosten der ärztlichen Behandlung gehören auch die Aufwendungen des Versicherten, ine durch die Zuziehung des Arztes erforderlich werden. Nach einer zweiten Entscheidung ist der erkrankte Verücherte an seine Zustimmung zur Unterbringung im Kranfleuhaufe solange gebunden, als die Fortsetzung der KrankenhauspfleAe notwendig ist. Eine Kranke war vor ihrer vollständigen Heilung zu ihren Eltern zurückgekehrt und verlangte Krankengeld vom Tage der Erkrankung bis zum Wiedereintritt der Erwerbsfähigkeit, Ersatz von Arzneimittelkosfen und Hausgeld für die Dauer der Kranken haus pflege. Es wurden ihr aber nur die Kosten der Wagenfahrten ins und vom Krankenhaus bewilligt.
** Der Kathvl ische Frauenbund Deutschlands, Zweigverein Gießen, veranstaltet am Sonntag abend 8 Uhr im „Katholischen Vereinshaus" einen öffentlichen Vortrag über das Thema: „Mutterarbeit an armen Verlassenen, eine bedeutsame Frauenaufgabe in unserer Zert".
** Der Naturheil-Verein häll Mvw- tag den 18. Oktober, abends 8 Uhr, im Saale des Hotel Schütz einen öfferttlichen Bortvag nur für Herren über das Thema ab: Was muß der Mann von seiner gefunden und kranken Frau wissen?
Landkreis Gießen.
—o— Großen- Linden, 15. Ott. Am Mittwoch begann unser Bo lkshochschul- fberein unter Leitung von Rektor Bach feinen dritten Elementarkursus. Es beteiligen sich wie an den früheren Kursen wieder über 20 Hörer, darunter auch Mädchen. Der zweistündige Unterricht wird wöchentlich einmal abends abgeb alten und umfaßt diesmal Deutsch und Rechnen. Für die Wintermonate lädt der Verein in Verbindung mit der Liga zum Schutze der deutschen Kultur zu zwei Vortragsreihen ein. In der ersten (Mutter und Kind) wird Frau Dr. Marx (Gießens über Gesundheitspflege für Frauen und Eleonoren- Schlvester Marie Nagel (Gießen) über Säuglingspflege sprechen. Fn der zwecken Reihe werden mehrere Redner volkswirtschaftliche Fragen behandeln. Die Vorträge sind alle 14 Tage am Mittwoch abend und sollen mit Anschauungsmaterial und Diskussion ausgestattet werdeir. Am 27. Otto her beginnt Professor Schlarb mit einer Besprechung bet wirtschaftlichen Lage von Sowjetrußland.
i. Inheiden, 13. Oft. Da unser diesjähriges Kirchweihfest durch die Maul- und Klauenseuche ausfallen mußte, hat sich jetzt eine Gruppe junger Leute zusammengeschlossen, einen Unterhaltungsabend herbeizufühven. Durch theatralische Vorführungen und darauffolgendem Tanz soll etwas Abwechslung in das alltägliche Leben geschaffen werden. Die Veranstaltung findet nächsten Sonntag statt. Sollte sich ein Ueberschuß ergeben, so wird dieser zu WohltMgkeitszwecken verwendet werden.
Kreis Lauterbach.
fb. Herbstein i. V., 14. Ott. Im nahen Hochwaldhausen verstarb ein auswärtiges junges Mädchen an Arsenikvergiftung. Die Leiche wurde, als sie in die Heimat verbracht werden sollte, auf Veranlassung der Hanauer Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.
Hessen-Nassau.
Bankunterschlagungen untz Clearmssystrm.
fb. F ran kfur t a. M., 14. Ott. Bei den Vernehmungen des MillioneTrdeftxrudanlen Hetz- n e r spielen seine Manipulationen, durch die er die Fälschungen und Unterschleife ansgesührt hat, eine große Rolle. Er erklärte dabei ausführlich das von den Banken von England übernommene Clearingsystem. Wie das Wort fefcon sagt, bedeutet es eine Art Reiniglmgssystem, uno zwar die Reinigung des Verkehrs zwischen den einzelnen Banken von der Uebermittlung des Bargeldes; mit curdern Worten also: der bargeldlose Verkehr zwischen den Banken. Tiefer Verkehr vollzieht sich in folgender Art: Ein Geschäftsmann weist seine Bank durch Scheck an, einem andern Geschäftsmann eine Summe auszuzahlen. Tie Bank übermittelt den Scheck einem Bankhaus an dem Orte des Empfängers und die dortige Bank belastet die andere mit der Summe. Es findet also gegenfeitige Verrechnung statt, die sich nicht mir auf die Banken erstreckt, sondern auch von den Kunden der Banken in Anspruch genommen wird, indem sie sich das Gelo nicht ausza^en, sondern auf ihr Bankkonto gutschreiben lassen. Nun hatte Hetzncr diese Clearingbuchungen vorzunehmen, wobei es sich oft um Summen handelte, die in die Millionen nmgen. Diese Summen trug er nicht auf das Manta des Bankkunden ein, sondern auf ein neu geschaffenes Konto, dem er einen fingierten Nomen gab. Gleichzeitig stellte er ein Scheckbuch auf dieses falsche Konto aus und lieh durch ferne Avmptizen
Toderfragen-Berlin trat für dir Rechte der uncMicben Mütter em. Die oberschsesische Fvage tourb: van Fran k-Ktttowitz angesckmitt.-n, der sich darüber beklagte, daß man in Deutschland nach viel zu wenig Verständnis für die Bedeutung Lberschlesiens habe. Ter Parteitag müsse dahin wirken, daß die Jnternatianale eine unbeeinflußte Absttmmung in Oberschlesien ermögliche. Eine besandeve Vertretung der Bewohner des Saar» gebiets in den preußischen und bayrischen Parla- menten verlangte Dieser-Hamburg (Psa'zl. Die Gefahr fei nicht von der Hand zu weisen, daß selbst gute Deutsche dem Vaterland durch die zahlreichen Wirtsckaastlichen Schwierigkeiten entfremdet wurden. Eine van Ministerpräsident Braun ab- <Fg?bcru: Erklärung betont, daß die preußischen Delegierten sich eins fühlen mit den Gemässen in Bayern und alle Bestrebungen bekämpfen, die auf Lastvennung vom Reickfe und Aufteilung Preußens hin zielen. Tie politische und nrirtf chaftlicbc Einigfeit des Reiches dürfe nicht angetastet iver- fcen, ebenso wenig aber auch die Republik. Die Erklärung verurteilt auch alle Treibereien, bte einen Gegensatz Mischen Preußen und Bayern künstlich zückten und nähren wollen. Braun sand lebhafte Zustimmung.
Hierauf verbreitete sich Rudolf W i s s e l l eingehend über
die deutsche Wirtschaftslage.
Wenn sich im vergangenen Jahre irgend welche Möglichkeiten zur Sozialisierung geboten hätten, sv habe Schmidt sie durch die von ihm, betriebene Wirtschaf.spolckik selber zerschlaaen Seine angeblich prailische .Wirtschaftspolckik scheine uns zum Verhängnis geworden zu fein. Diese Wirtschaftspolitik Miete der Sozialdemokratie das Verttauen der Wähler. Wenn jetzt wieder die Massen der USV. zur Partei zunlckkehrten, so täten sie dies nickt weil sie unsere Politik für richtiger hielten, sondern aus Furcht vor den Zielen der äußersten Linken. Seit Julc 1919 wuttfen die Märkte zum Tummelplatz rücksichtsloser Spekulanten und das Gegenteil von dem trat ein, was Bauer und Schmidt varhergesagt hatten. Die jetzige Wirt- schastsvolirik wird von der Geschichte angeklagt werden. Wir sind, so sagte er, geitrogen, aber zu leicht befunden worden. Die Schuld der USP. aber ist noch weit größer. Ohne planmäßige Wirtschaft geht es nicht, schon imfeFrieden konnten wir uns nickt ernähren, und jetzt erst recht nicht. Auf einen Zwisck?enruf des früheren Reickskanzlers Bauer, daß die schlechte Valuta auf Wissells Politik zurückzuführen sei. ruft dieser erregt dazwischen: „Nein, deine Polittk hat verwüstend gÄvirkt. Das hat schon Erzberger fest- gestellt." Wir müssen, so sagte Wisfell. versuchen, ans liefern Defizit h-rauSzukammen. Mit brutaler Härte Missen wir diesem Ziele zustveben. Ich will keine Begeisterung ettvvcken. sondern nur Klar Heck sckaffen. Das Volk zu nüchterner Wckcklichkcck zu- rückzufübren. das fei unsere Aufgabe. Nachdem nrir eine poft ifcke Erfassung gftckafwn haben, müssen wir ouck eine wirtschaftliche Verfassung Herstellen Die Rede Wisfells wurde ntic stürmischem Beifall auf genommen.
Robert Schmidt nahm hierauf das Wott. Er verwahrte sich gegen die Kritik Wissels und suchte ferne Wirtschaftspolckik zu verteidigen. Wissel hat, nicht mit Unrecht, darauf hingewiesen, daß in der Sozialisierung keine Lortschritte gemacht worden seien. Aber nrir muffen erst einmal ab- warten, bis unsere Industrie wieder erstarkt ist. Ban heute auf morgen läßt sich nicht sozialisieren. Wenn nicht sozialisrert wurden ist, so sind daran auch die Unabhängigen schuld, dfe uns in diese politische Kvnstellatton hineingebvacht haben. Wenn Wissel weiter anführte, der Konsum müsse eingeschränkt werden, so glaubt Schmidt, daß von einer Konsumeinschränkung in der Lebenshaltung nichts zu merken sei. Ich war es, so fuhr Schmidt fort, der die Mehleinfuhr gegen die Thw- rien der Planwirtschaft durchgefetzt hat. Wäre das nicht aelungen, so wäre die Existenz unserer Republik bedroht gnosfen. Ich stelle fest, daß Wistels Auftreten höchst demagogisch genannt werden muß. (Bauer ruft: Sehr wahr.'» Wir müssen mit aller Energie den Außenhandel wieder in Gang bringen. Es ist ein Trauerspiel, daß wir amerilanische Kohle einführen mußten. Und trotzdem mußten ans der Leipziger Messt Millionen von'Aufträgen zurückgewiefen werden, weil es uns an Kohle fehlt. Tie Ursache der Krise ist nicht die Minderproduktivn, sondern die Unterkonsumtion. Wir machen heute sehr gefährliche Experimente auf volkswirtschaftlichem Gebiete, an einen Preisabbau ist für lange Zeit nicht zu denken. Ter grundlegende Irrtum der Planwirtschaft ist der, daß er die Wirtschaft organisieren will, während wir es als unsere Ausgabe betrachten müßten, die Arbeiterschaft zu organisieren. Wenn irgendwo Chancen bestehen, die Sozialisierung mit Erfolg durchzusühren, so ist es auf dem Gebiete des Kohlenbergbaus, der keine Sorge wegen des Absatzes hat. Das alles soll uns aber nicht abhalten, mitzuhelfen an der Wiedergesundung unseres Volkes. (Lebhafter Beifall.)
Hierauf wird die Debatte auf Donnerstag vormittag vertagt.
Die Riefensummen durch jene Schecks rofeber heben. Daß dies so glatt geschehen konnte, erf&- ftch auch aus den heurigen Zeitverhältnissen; bm früher wären Millionensummen nicht so formli< und ohne nähere Prüfung an unbekannte ftn? Leute, trotz ordnungsmäßiger Schecks, auSgehLi digt worden; sicher aber nicht, wenn sich feU^ Großzahlungen im Verlauf weniger Tage mch> fach wiederholten.
rnc. Frankfurt a. M., 14. Oft. Die Mil lionenunteri chla grrngen des 21jährigi Bankbeamten Willi Hetzner belaufen sich, wie rn.tr jetzt festgestellt hat, auf vier bis fünf Millionen Hetzner hat in Gegenwart des Staatsanwaltes #i umfassendes Gestcckrdnis abgelegt. Die gungen sind das Werk weniger Tage. Der als M tätcr in Betracht kommende Kaufmann Fritz Stra rold aus Nürnberg ist wahrscheinlich ins Auslan« geflohen. Er hat ungefähr 60000 Mark erhallen
do. Biedenkiops, 14. Akt. Nach Beschfe des Kreistags soll für Befeitigupg von Hoch wasferf'chäden ein Darlehen von 30 000 W ausgenommen werden unter der Voraussetzung, fr der Staat 60000 Mk. zur Verfügung stellt und d' Gemeinden den Rest für die ihnen entstanden: Schäden ganz übernehmen und als Beihilfe zu Beseitigung der Schicken von Privaten in gleich Summe wie der Kreis zur Verfügung stellen
fd. Frankfurt a. M_, 14. Ott. Die Wo- nungsno t in Frankfurt ist derart geftieae daß der Magistrat öffentlich abermals vor be- Zuzug warnt und darauf hinweist, daß bis 1. Januar 1921 vom Wohnungsamt keine 2r Meldungen von Wohnungsuchenden mehr äugt nontmen werden.
mc. Fran ksurta. M., 14. Oft. Das Fen' furter Lebensmittelamt soll bis Ende bd Jahres völlig abgebaut wewen. Nur die D
In der Frage der Sozialisierung des Bergbaue-: /lrmec müsse gegebeirenfalls das Voll'sbegehren inirrfe?'-. Fowft führt merixm. Ter frühere Reichskanzl i 93a u c i t?. ? r t machte Wissell bitten? Vorwürfe, daß er rack L i ? r ; fernem Ausscheiden aus dem Amte im Reiche ' rq< n
%la(b einer Meldung der „Daily Mack" aus ttt der Oberbefehlshaber der Rot«- amenero fernes Postens enthoben. Die


