daß die Vertreter der Staaten $unt Völkerbund durch die Parlamente der verschißenen Länder ge" stellt werden sollen.
Rücktritt des Grafen Sforza.
Rom, 14. Okt. (Stefani.) Der Minister des Aenßern, Graf Sforza, ist zurückgetreten.
Vie Verhinderung der Kapital- und Steuerflucht.
Berlin ,14. Okt. (Wolff.) Amtlich nnrb folgendes mitgeteilt: Die hohe interalliierte Kommission für das besetzte Rheinland gab ihre Zustimmung dazu kund, das; daselbst ebenfalls nunmehr Poslübcnvachungsstellen eingerichtet werden, die Unter Leitung der Reichssinanzoerwaltung den Postverkehr zur Verhinderung der K api- tal- und Steuerflucht überwachen. Die neuen Stellen werden am 1. November in Köln, Cleve und Ludwigshafen a. Rh. in Tätigkeit treten. Es bedarf hiernach kaum noch der Erwäh- iTung, daß die Einrichtung von Postüberivach.ings- stellen im besetzten Gebiet in keiner Weise mit der Besetzung zusammenhängt imd insbesondere nicht von der hohen Kommission veranlagt ist. Nackter Einrichtung der neuen Postüb.-rwachungsstellen wird sich die Möglichsieit bieten, in Erfüllung zahlreicher Wünscl-e ans Industrie und Handwerker- kreisen den Wertbrief itnu Wertpaketvieckehr mit Frankreich, Belgien ' und England zuzulasstn. Nähere Mitteilungen hierüber werden seinerzeit von der Postverwaltung ergehen.
grieöe im Berliner Zeitungsgewerbe.
Berlin, 14. Okt. (WTB.) Auf Grund des im Berliner Zeitungsgewerbe gestern abgeschlossenen Vergleichs ist die Arbeit im Laufe des heutigen Tages wieder ausgenommen worden.
Druck der Regierung und Nachgcbcn der Arbeitgeber.
Berlin, 14. Oki. (WTB.) In einer Er- llärung des Arbeitgeberverbandes für das Berliner Zcilamgsgewerbe über den Abschluß des Streiks im Zeitungsgriverbe heißt es: In der UmerrÄ»mig, zu der die Vertreter des Arbeitgeberverbandes nach dem Reich - ar bei smmi Hrrium eingeladen waren, wies Unterstaatsselvetär Hirsch im Auftrage des Gesambmrnisteriums die Vertreter der Zeilungsverleger darauf hin, das; das Nichterscheinen der großstädtischen Presse von der Regierung mit Besorgnis empfunden werde. In außcrpvlitischer Beziehung nrache sich dies dadurch bemerkbar, daß das Ausland seine Berichte in einseitiger Darstellung erhalte und auf weitgehende Arbeiterunruhen schlösse, eine Tatsacl?e, die in tvrrt- sckaftlicher Beziehung auch auf die Entwicklung der Valuta imgünslig eiMvirlc. In innerpolitischer Beziehung müsse es als unerwünscht bezeichnet 'werden, wenn gerade in der jetzigen Zeit, in der ivich- tige Parteitage abgehalten wurden, jede Berick't- erstattung durch die bürgerliche Pr-Zse der Reichs- Hauptstadt aussalle^ Auf den Hinweis der Zeitungsverleger, daß sie unmöglich in der Lage seien, weitere Belastungen, wie sie die neuen Gehalts- fvrderungen darstelltcn, zu tragen, und
daß trudi die Abonu<mten und Inserenten j d. toei er? Belastung durck; eventuelle ^tbivälzung grundweg ablehnten, er
klärte der Staatssekretär, daß die Regierung an- gesichts der geschilderten Umstände Opfer von den Zeitungsverlozern verlangen müsse, daß letzten Endes die Regierung genötigt sein würde, die Arbeitgeber zu Lohn- erhöhungenzu zwingen, roemt sie sich nicht freiwillig dazu entschlössen, und daß sie das Nichterscheinen der Zeitungen nicht länger mit ansehen föirne. Angesichts dieser Erklärungen haben die Zei- tungsverleger die neuen Belast, engen. die die Ge- haltscrhölmngen für die kaufmännischen Angestellten darstcllen, auf sich nehmen müssen. Die Arbeiter verlangten die restlose Bezahlung der nicht ge- arbeiteten Tage, da sie die Entlassung wegen der Arbeitsverweigerung nicht anerkannten und die Arbeiter als ausgesperrt bezeichneten. Von den Vertretern der Arbeitgeber wurd? die Einsetzung eines Schiedsgerichts durch das Reichsarbeitsministerium vorgcschlagcn. Von den Arbeitervertretern tvurde dieser Vorschlag rundweg abgelehnt. Die Arbeitgeber erklärten sich schließlich bereit, auch hier in finanzieller Beziehung nachzngeben. und sie akzeptierten ans Drängen du Verteeter des Reichs- arlteitsministeriums und de- Reichsirirtschastsmini- steriums, welches zuletzt tuxb in die Verhandlungen eingriff, schließlich die neue finanzielle Belastung der Bezahlung der ausgefallenen Tage in der Weise, daß die Arbeiter nur eilten Ausfall von 25 Prozent ihres Lohnes erleiden. An der Forderung eines Schiedsgerichts aber hielten sie im allgemeinen Interesse fest, und es gelang schließlich dem Unter- ftaatssekrctär Hirsch, die Arbeitervertreter zur Annahme dieses Vorschlages zu bewegen.
Hin Dem Reiche.
Die auswärtige Politik Bayerns.
München, 14. Okt. WTB.) In der heutigen Sitzung des Staatshaushrütsausschusses wirrde bftm Etat des Staatsministeriums des Aeußern ein sozialdemokratischer Antrag eingebracht, vom 1. Januar 1921 an dieses Ministerium aufzuheben. Ministerpräsident v. Kahr erklärte, daß aus der Vorlage des Haushaltsplanes zu entnehmen sei, daß die Regierung zunächst nicht beabsichtig', die Aufhebung des Ministeriums des Aeußern zu venvlgen. Dte Enrwictelung der Verhältnisse seit,dem ^rüyiahr laste es der Regierung nichk ratsam encheiueu.
gerade in dem gegenwärtigen Zeitpunkt mit einer loschen Maßnahme Vorzug chen. Zudem hätten fick die Aufgaben des Flüßen Ministeriums seit Frühjahr unerwarteterweise vermehrt und verlieft. Ferner sei nicht nur die Reichsregienmg gewillt, eine besondere Vertretung in Münden emzurichten, tempern auch Sachsen und Württemberg hätten iljrc Vertretungen bZbehalten. Ter MinislerpräsiLeil könne auf keinen Fall auf einen Apparat verzichten, wie ihn das Außenministerium barstet!e i Seine sofortige Aushebung würde keine wesentliche Vereinfachung im Verwaltungsdienst bringen. Te-- dalb habe sich die Regierung entschloßen, für Die vorläufige Belassung des Ministeriums des Aeu- ßern eftizutreten. Nach einem Sdstußivort der beiden Refeventen wurde der Antrag der Sozia! demokratcn mit allen gegen 8 sozialdemokratiscl)e Stimmen abgelehnt.
Kultusminister Hänifch in Breslau.
Breslau, 14. Okt. (WTB.) Die „Breslauer Zeitung^schreibt: Kultusminister Hani sch, welcher im Stadttheater gestern abend der Aufführung von Smetanas „Die verkaufte Braut" beiwohnte, ließ sich nach der Aufführung das beteiligte Personal vorstellen, dem er mitteilte, er hoffe, daß die bisherigen Hoftheater in Berlin, Wiesbaden, Kassel und Hannover von jetzt ab von den betreffenden Städten selbst unterstützt würden, indem sie ein starkes Drittel der Kosten aufbrächten. Die Ersparnisse, die der Staat hierdurch mache, würden anderen städtischen Bühnen zu gute kommen, erhebliche Mittel seien bereits bereitgestellt. Der Oberbürgermeister sprach die Erwartung aus, daß der bedrohte Osten stets eine für sorgliche Beachtung bei den leitenden Stellen finden werde, sei doch das Breslauer Opernhaus das einzige in Ostdeutschland.
Ans dem besetzten Gebiet
Derbreitungsvrrbot der hessischen Note.
rm. M ainz, 15. Okt. Die fr anzö fische Z ensur hat die Verbreitung der N o t e des h es s isch en M in i st e r i u m S an oas französische Oberkommando in Mainz wegen der Schießerei französischer Soldaten in Ober-Ingelheim verboten. Die Note darf weder im Wortlaut noch im Auszug wiedergegeben werden. Auch die Mitteilung der bloßen Tatsache ist nicht angängig. Dies ist umso unverständlicher, als bisher alle die Angelegenheit betreffenden Notizen veröffentlicht werden durften.
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Saarbrücken, 14. Oft. (WTB.) Ein Groß feuer brach heute früh 6 Uhr in der ehemaligen Artillerie fa ferne St. Arnaul aus, das auf den französischen Automobilpark übersprang und über 100 Automobile und große Menge Zubehörtelle vernichtete. Der Schaden einschließlich des Gebäudeschadens wird auf mehr als 25 bis ZO^Millionen Mark geschätzt. Die Entstehungsursache ist bisher noch nicht bekannt.
mc. Saarbrücken, 14. Okt. Im Kasernenviertel, in Altsaarbrücken, wurde dieser Tage ein 13jährigerJunge von bisher unerkannt gebliebenen •: Tälern e r- schossen.
hessischer Parteitag der Dentschnationalen volkspartei.
Der diesjährige stark besuchte Parleüag fand am 9. und 10. Oktober in Darmstadt statt. Ihm ging am Freitag ein Unter halttmgtsabcnd der Darmstädter Ortsgruppe voraus, der unter dem Zeichen „Die deutsche Frau" ftanb und einen überaus hübschen Verlauf nahm. Die eigentlichen Verhandlungen begannen am Samstag vornntiag im FürsleM'aal. Der LandesvorsitzendeDr. Kl i n g- s po r-Offenbach a. M. entbot allen Anwesenden, den Landtagsabgeordneten, dir vollzählig erschienen waren, und besonders dem gleichfalls airwesenden und lebhaft begrüßten Dr. Helsferich. einen Herzlickei: Willkommengruß. In seinem Berichte über die Lage und Tätigkeit der Partei in Hessen hob der Vorsitzende hervor, daß die für die Partei bei der Reichstasswahl abgegebenen Stimmen sich gegenüber dem Ergebnis bei der Naftonalwahl fast verdoppelt hatten. Er fand scharfe Worte des Tadels über den mangelhaften Schutz der Regierung bei dem tervorischen Verhalten der Ruhestörer m mehreren von Dr. Werner abgehaltenen Wahlvcrsammlimyen. Der Redner sprach iobann über den Ausbau der Organisation, über die Erwerbung der Heimchen Lmid^szeitung als Parteiorgan und mahnte zur Einigkeit und treuem Zusammenhalten angesichts der ttefernsten Lage.
Lehrer Kling-Gießen gab einen Bericht über die Entwickelung der Parcel in Ober Hessen und wies besonders auf die gemeinsam mit dem Bauernbunde bei den verschiedenen Wahlen erzielten Erfolge hin. Rechtsamvalt Meise l-Tarm- stadt weist zahlenmäßig eine erhebliche Zunahme der Stimmen in allen Teilen der Provinz Starkenburg nach. Bei zäher Arbeit seien tne Aussichten Tür die Partei in Starkenburg durchaus günstig. Auch der Vertreter von Rheinhessen, To. med. Raiser-Worms konnte sestftelien, daß die Parteiorganisation in diesem Teile Hessens täglich an Boden gewinne. Er hofft, auf dem nächsten Parteitage erfreuliche Fortschritte mel
den zu können. Landtagsabg. Brauer gab in längeren Ausführungen ein Bild von der Arbeit • '-'r Landtagsfrvktivn, nahm insbesondere Stel- -iucg zu der Frage der Siedlungspolittk, wobei er betonte, daß Hessen zu Siedlungszwecken nur svenig geeignet sei, da nur 5 Proz. des Bodens in Händen des Großgrundbesitzes seien. Herr Brauer äußerte sich sodmm über die finanzielle Lage Helsens. Sparsamkeit sei das Gebot der Stunde, und es mute m.Tfioürbig an, daß unter dem Präsidium Ulrichs die Zahl der Minister ver mehrt worden sei, wahren.) Ulrich als Abgeordneter jahrelang den Standpunkt vertreten habe, daß für Hessen ein Minister genüge. Fleiß, Otewissenhaftlgkeit und Gründlichkeit könne unser Volk wieder hoch bringen, lieber die deutschnatio- tw'e Frauenbewegung sprachen Frau Stadtv Heraus- Offenbach und Frau K o w a r z i k-Gießen. Hierauf ergrift Exz. Hel ffer i ch das Wort und teiebnete in ungemein fesselnden Darlegungen ein Bild von der politischen Lage und von der Arbeit ber Reichstagsfraktion. Er erklärte u. a , daß die Partei unter vollem Bewußtsein der scywie rigen Verhältnisse und der ungeheueren Verantwortung bereit gewesen wäre, an der Regierungsbildung teilzimehmen. Aber diese Mitarbeit sei schnöde zitrückgewiesen worden.
In der Aussprache trat sind. med. Vossius - Gießen für einen stärkeren Einfluß der 3ugtnb in der Partei ein. Schriftsteller Kindt- Darmstadt forderte di§ Unterstützung der nationalen Presse, während Stadtvervrd- ne ter S t re b-Offenbach eine rege Fühlungnahme der deutschnationalen Stadtverordneten in den verschiedenen Hess. Gemeinden vorschlug und bemerkte, daß die Partei auch die Interessen des Mittelstandes und oer Arbeiterschaft vertrete. Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg meinte, daß der christliche Gedanke die Grundlage unserer geistigen Erneuerung sein müsse. Nachdem noch Pfarrer Germer-Bingen die unbedingte Treue bei linksrheinischen Brüder versichert hatte, dankte der Vorsitzende allen Rednern und verlas mehrere Entschließungen, die einstimmige Annahme sanden, und in denen die sofortige Auflösung des Landtages und Ausschreibung von Neuwahlen, eine Vereinfachung der Staatsverwaltung, vor allem eine Verminderung der Ministerien, verlangt wurde. Die jüngst erfolgte Berufung des sozialdemokratischer Lehrers Diehl in die Sckmlab- tcilung gab Veranlassung, «gen derartige Berufungen Verwahrung einzulegen und der Wirk- samkell des Herrn Dr. Strecker ein Mißtrauensvotum auszusprechen. Erwähnt sei noch, daß Generalsekretär Ros von der Württemberg, (deutsch- nall.) Bürgerpartei den Verhandlungen beiwohnte und die Grüße der süddeutschen Parteifreunde überbrachte. Hiermit vertagte sich die Versammlung. Bei den abends fortgesetzten Verhandlungen des Parteftages sprachen stud. Zimmer- Gie- ßien und stud. I u n g - Darmstadt über die Ausgaben der deutschnationalen Studentengruppen. Dr. Lenz-Gießen betont die Bedeutung einer stärkeren Erkenntnis der geschichtlichen Wahrheiten unserer deutschen Vergangenheit und glaubt, daß das einigende Band der nationalen 3bee alle Meinungsverschiedenheiten beseitige. Rechtsanwalt Meisel erwiderte, daß diese Meinungsverschiedenheiten größtenteils in taktischen Erwägungen beruhten. Nachdem man noch der Not der Oberschlesier gedacht hatte, wurden die weiteren Verhandlungen gut Sonntag vormittag verschoben
Am 2. Verhandlungstage kam es bei dem Anträge Gießen auf Namensänderung der Partei zu einer langen und lebhaften Aussprache, an der sich k. a. auch die Abgg. Dorsch und Dr. Tehlinger beteiligten. Oberpostsekretär Kohlhase - Gießen begründete diesen Antrag und empfahl einstimmige Annahme. Schließlich einigte man sich dahin, daß der Name der Partei in Hessen zukünftig „D eUtsch - nationale Volkspartei, Landesverband Hessen" heißt und daß der Landesvorsitzende beauftragt wird, mit der Landtagsfraktion ins Benehmen zu treten, damit diese ihren Namen „Hessische Volkspartei" sobald wie möglich ändere. Der Landesvorstand wurde hierauf durch Zuruf einstimmig wiedergewäh't, an Stelle der wegen Krankheit ausgeschiedenen. Fran Oberstleutnant Ris trat Frl. Lei eun e- Bad-Nauheim in den Vorstand ein. Organisa- tions- und Poesseftaaen wurden noch erörtert U7id der deutschen Brüder int Kärntner Lande gedacht. Wild- Offenbach freute sich über das warme Eintreten des Abg. Tr. Helsferich für die deutschen Arbeiter, Schriftleller Kindt brachte eine Entschließung ein, in der die*Erhaltung des deutschen Kolonialbesitzes gefordert wurde. Sein' Gruß galt den Deutschen in Südwest. In seiner Schlußrede dankte der Landesvvrsitzende allen Teilnehmern an der Parteitagung. Er forderte zu einer entschlossenen Weiterarbeit aus und gedachte aller jener Parteifreunde, die in stiller Werbe- und Kleinarbeit der gemeinsamen vatelländischen Sache dauernd große Dienste leisten. Die Verhandlungen, die gegen Mittag ihrem Ende entgegengingen, waren getragen von dem einmütigen Willen, unter dem großen einigenden Bekenntnis zur nationalen Idee den Wiederaufbau von Staat, Wirtschaft und Kultur zu gewährleisten. Mit Stelz darf die Partei auf eine Tagung zurückblicken, die durch keinen Mißklang gestört wurde und die durch die Anwesenheit Dr. Helfserichs em ganz besonderes Gepräge erhielt.
$O5iaIöemotratifd]er Parteitag.
Kassel, 13 Ott.
Der heutige Tag brachte die Fortsetzung dec Debatte über den Fraltw.isb if,l. Helme Grün- berg-Nürnberg verlangte einen Nanonafteiertag, der auch den Frauen die Erkenntnis beibringen könne, daß Deutschland eine Republik fei. Fvav
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ung vom 24. 'Xuguii unö die 'Warnte zust ds. U. Mi üüwrbnungen iverta nn sie toiiicntlid-' Ucsängnis.
tben 39. Münchenn in vessen zu oer- ehörde genehmigten ,20 Mk. au&gfgeben ' mit dem heiiiichrn Während ter Zeit eutzisch-SüddenliLen ) Vertrieb der Loi,
"ben der Niederlage in Ostpreußen und ?'mmerellen hat sich die Entente hier eine -ruc Niederlage geholt, die wiederum beweist, -t unwahr unb Verbessemngsbedürftig ihre 'fiebensschlüsse nach dem großen Kriege sind.
Triebe zwischen Rußland und Finnland.
. öelsings^rs, 15. Ott. iWTB) Der 'ttt'edensvertrag atoifdm Rußland und 'irnland wurde am Donnerstag in Dorptt
lheNr.65,Sre>f ranksurt-tstt die 2euche erlojM. .maßregeln sind M'
Delacroix und Lloyd George.
Paris, 14. Ott. (WTB.) Nach einem '^ckspruch-aus London soll der belgische Mi- IMrprasident Delacroix plötzlich nach !l bissel gereist fein, wohin ihn dringende ^häfte gerufen HLtten.
Kongreß für den Völkerbund.
I Mailand, 14. Okt. (Wolfs.) Der Kongreß 4 ft mternationalen Vereinigung für einen V ö l - t ;ibunb nal)m in feiner gestrigen Sitzung mit
*_ter Mehr beit eine Tagesordnung an, bir jun l^n aussprick,: daß alle großen und Heinen l -Orten ohne Ausnahme der ehemali^m Feinde arerzüglich um Völkerbunde zuge
^^den. Gegen diese Tagesordnung tonten nur die französischen imb russischen De- O^n In einer weiteren mit gnoher Mehrhell ^iwrnmenen Tagesordnung sprich: sich dn: Kvn- .;, rur ‘’te öldnvmi'che und wirtschaftlich« Gleich- Maaten in den unter einem Mandat s^üsen Gebieten aus. Schließlich wurde auf ^chlcy der llaliemschen Vertreter befchloisen.
Wien, 15. Okt. lWTB^ Anläßlich der Hrntner Abstimmung richtete das Prä-- ^tirm der östenr.ncbischen Nationalversammlung ' 6 die öfterreidnirfr Oeftentlichkeft eine L'und- r*img, worin es darauf hinweist, daß die Mebr- ftt der Bevöllerung in den strittigen (Gebieten «iht für das mit natürlichen Hilfsmitteln f.) reich regnete Jugoslawien, sondern für unseren in dlfend Nöten ringenden Staat sich entsäneden ht. Das Präsidium ter Nationalversammlung ".ist gus innigem Herzen den Kärntnern für
Treue.
Klagenfurt, 14. Okt Nach dem offiziellen '"gelmis ‘ sind für Oesterreich 22 025 und für mgoslawien 15 278 Stimmen abgegeben worden.
Wien, 14. Okt (Wolfs) Die Blätter drücken fre große Freude über das Abstimmunas- ''Sebnis in Kärnten aus, wodurch dieses süddeutsch und ungeteilt bei Oe st erlich verbleibe. Sie betonen weiter, daß der ritige Tag auch deg Signataren des Vertrages irt St. Germain bewiesen habe, wiev'.el Unrecht
Volke Oesterreichs durch den Vertrag gegeben sei, und drücken die Erwartung aus, daß *r Vertrag revidiert werde. , .
Nach einer Mellamg der „Vvs''i'chen ZcttwM '-8 Klagenfurt hat die interalliierte Ple- 'ftzitkvmm issionfür Karn t en roten Er- a fc hcransaeyedm. wonach tr* fübla'inxrcn Be- :tten am 46 Ok'obrw die Verwaltung den .Kärnt- j:Zone an Oesterreich zu übergeben haben. Mit Imikligimg der in Klagwifurt stationierten eng» **3tn und frmiz'ft'rschen Vertreter hätten die Itnlie- "*3 Truppen in großer Stärke zwischen Tarvis , Villa ziisanrmenyezogen, um dem Ery'bnrs ,.>-Vosksabstimmnn<7 gegebenenfalls Nachdruck zu liW&en.
■*" r i cf) gegen den Anschluß an Serbien er- ärt. Nach dem vorliegenden Ergebnis in rc Abstimmunaszvne A erübrigt sich eine en tveitcr in ielgtit- kblllmmung in der Zone B, so daß Kärnten mneteift bei Oesterreich verbleiben wird.
Hr.245
v-r 4i<tzcner »nzelyer rtbeirt täghd), aufetr 5^,. und Feiertags.
3-00 .iLMd.-öbTrägerlohn, üerlrljährli-t.Mar.': 10 80 mbmi.QSlrägerbhn; >nrd) die Post viertel. Ehrlich Mark 12.- mrschließlich Bestellgeld. rern|pred,.»nfd)lüfje: ir6ieSd)riftteitungll2; gerlag.töeschäftsstelleSl. tlnschnst für Drahtnach. rchte« aniftgcr Liehen, peßldftdfonto;
»ranffurt a. M. 11683
Der -eutsche Sieg in Kärnten.
Der Vertrag von St. Germain, der eben- i wie der von Versailles eine Fülle schreiew- ethnologischer Vergewaltigungen ent- ft-itt, hat es 'fertig gebracht, der erstaunten, Helt das Märchen aufzutischen, daß sich in han seit mehr als einem Jahrtausend urdeut- i-jen ehemaligen österreichischen Kronland Kärnten eine slawische Jrredenta befinde, er durch den Anschluß Kärntens an (den neuen nossawischen Staat auf Grund einer Volks- fflimntiinq zu ihrem Rechte verhalfen wer- ien müsse. Aehnlich fine in Schleswig batte ijei der Oberste Rat das Kärntncrische Land t zwei Abstimmungszonen eingetcilt. Gegen
Sinn des Vertrags von St. Germain itten die Alliierten die Südzone den Serbew ^geliefert, die mit den Mitteln militärischer eletzung dort die übliche Vergewaltigung der lkerung vornahmen. Als diese auf den Otfrfjrai der Bevölkerung endlich zurückaezv- -T wurde und eine interalliierte Kommission wog, organisierten Die slawischen Natio- rlisten die berüchtigten Vrügclbanden. die in riberer Form den serbischen Terror sortsetz-- Irn, ähnlich wie in Oberscblefien durch die ^lnifchen Sokolgarden die Bevölkerung flitqeschüchtert werden sollte. Am ver- trugen en Sonntaa hat nun endlich für die kärntnerische, bis aufs Blut ^peinigte Bevöllernng die Stunde der Befreiung geschlaaen, indem int südlichen Ilffimmunascwbiet (Zone A) die Vollsab- immima stattfand Die Bevölleruna hat sich lit überwältigender Mehrheit für Oester-
_____ 170. Jahrgang Zreitag, 15. Moder 1920 ft 'V*F O Annahme von Auze^en
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General-Anzeiger für Oberhessen MM W ’ 9 1 1 AnzeigenteU: H. De»,
Druck und Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. 8chriftleit»ng, Geschäftsstelle unö Druckerei: Zchulstrahe 7. sämtlich in Gießen.
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