2.
an einer
Druck der Brühl'schen UniversitäLs-Duch. und Stcinbrudierci 3?. Congs, Gistzrn
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Berlin
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Alle 1. in 2. in
Hunde sind an einer kurzen Leine oder Kette zu führen dem Botanischen Garten,
den öffentlichen gärtnerischen Anlagen innerhalb der
Iürlch
Amsterdam .
Kopenhagen.
Stockholm. .
Wien .. . .
Prag . . . .
licken 1.
Straßen, Wegen und Plätzen
bissige oder von der unterzeichneten Behörde als bissig bezeichnete Hnnde mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maulkorb versehen sein und an einer kurzen Kette oder Leine geführt werden;
Hunde der nachstehenden Rassen:
a) Bernhardiner,
b) Neufundländer,
c) Leonberger,
d) Doggen (Deutsche Ulmer, Dänische und Bulldoggen),
e) Barsoys,
Betr.: Ueberleitung der Gesetzgebung im Bereich der Einkommensteuer.
An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Soweit Sie mit der Erledigung unserer Verfügung vom 8. Juni 1920 noch im Rückstände sind, erwarten wir ?d)tc Berichterstattung innerhalb einer Frist von 8 Tagen.
Gießen, den 5. Juli 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: H e m m e r d e.
10.7.
14,70
16* — 11,95
Stotternde werben nochmals auf die am Dienstag.
13.d.M. von 11-1 u. 2-7tm „Eisenbahn-Hotel" stattstno.
Betr.: Errichtung einer Müllerzwangisinnung für die Stadt und den Kreis Gießen.
An die Bürgermeistereien des Kreises.
Wir erinnern, soweit noch nicht geschahen, an oie Erledigung unserer Verfügung vom 1. Juni 1920 (Amtsverkünöigungsblatt Nr. 76 vom 7. Juni 1920). Fehlanzeige ist erforderlich.
Gießen, den 3. Juli 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r.
Bekanntmachung.
Betr.: Schweinerotlauf zu S t e i n h e i m; hier: unter dem Schweinebestand des Otto N i ck l a 3 I. daselbst.
Unter dem.Schweinebestand des >O t t o N i ck l a s l. zu Stein- heim ist die Rotlaufseuche festgestellt worden. Tie Sperrmaßregeln sind von uns angeordnet worden.
Gießen, den 8. Juli 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: v. G e m ni i n g e n.
Bekanntmachung.
Betr.: Ansteckender Scheidenkatarrh unter den Rindviehbeständen der Gemeinde B e l l e r s h e i in.
Unter den Rindviehbeständen der Gemeinde Bellersheim ist der ansteckende Scheibenkatarrh festgestellt worden. Tie erforderlichen Sperrmaßregeln wurden von uns ungeordnet.
Gießen, den 5. Juli 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: v. G e m m i n g e n.
Gemarkung Gießen,
3. auf den Bahnsteigen der Bahnhöfe.
Tie Besitzer oder Begleiter von Hunden dürfen Rasenplätze, Blumenbeete, Gebüschanpflanzungen und dergleichen in den öffentlichen Anlagen durch die Himd^nNicht betreten lassen.
Es ist verboten, Hunde in öffentliche Tienstgebäude, in Wirtschaften oder Wirtsgärten innerhalb der bewohnten Teile der . Stadt, $u öffentlichen Feierlichkeiten, auf Märkte oder in Räume mitzubringen, Ivo Nahrungs- oder Genußmittel hergestellt oder feilgehalten werden. IV.
Tie Besitzer oder Begleiter von Hunden haben zu verhindern, daß die Ruhe durch andauerndes Gebell oder Geheul ihrer Hunde gestört wird.
Es ist verboten, zur Nachtzeit, d. i. in der Zeit .von 10 Uhr abends bis 6 Uhr morgens, Hunde ohne Aufsicht auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen frei umherlaufen zu lassen.
Gießen, den 2. Juli 1920.
Polizeiamt Gießen. Lauteschläger.
Bekanntmachung. *■
Auf die nachstehenden Bestimmungen der Polizeiver- io r b ii n n g, die Aufsicht über die Hunde betreffend, vom 2. Februar 1912 machen wir erneut besonders aufmerksam:
Innerhalb der bewohnten Teile der Stadt müssen auf öffent-
9.7. 14,70
7,40
12,-
imb stürzte eine unterbaute Feldschwer um. Hw fckL tz veonichäete saft die ge -amte Körnerernte. M * volle Ackerkrume und Kartoueln nnirden mit f gerissen, Wiesen und Straßen mit Schlamm bet
Die £ebeusmitielteiierimg.
rm. Darmstadt, 5. Juli. Der 2 bau aller Preise und Bekamp fu d e s W u ch e r t u m s war Gegenstand der ratung einer Versammlung, bie das M sterium heute vormittag in den Räumen ersten Kammer einberufen itte-und zu alle maßgebenden Behörden und Körpersc ten, insbesondere auch die Provinzialdirek nen, Vertreter der Konsuincntcn, Produ, ten, Landwirtschaft, Handel. Gewerbe i vertreten waren. Nach umgehender A spräche, an der sich auch,Minister d. I. Fulda, Oberregierungsrat Emmerling u beteiligten, wurde- energisches Vorgehen Stadt und Land gefordert und eine Ko Mission bestimmt, die sofort zusammenl und geeignete Schritte unternimmt, um a berechtigten Wünsck-en gerecht zu werden.
s. w. Bingen, 10. Juli. Tie verein, Maurermeister von Bingen, Bingerbrück Umgebung haben besckftosseu die Preise Maurer-Arbeiten infolge Pr isabschlag emze Baumaterialien entsprechend herabzusetzen. .
fd. Bad Homburg v. d. H., 10. Eine BürgermeFteroersammlung des Obertnu kreises an der auch die V.'rtrcter der Gewerli, ten imb die Vorstandsmitglieder des Kreis bau ixrein^ teilnahmen, richtete an die Landwirts einen Appell zivecks Herabsetzung Preise der landwirtschaftlichen Zeugnisse Die Vertreter der BauernfckMft klärten sich bereit, den Aufruf,, der sich beson für eine Herabsetzung des Preises für Her fartoHeln aussprichit, der in. den nad Tagen nach Homburg einberufenen großen sammlung der Dauer nsckM des Kreises vv legen. Mau erwartet, daß diese Bauernversw lung des Obertaunuskreises als erste Nas mit einem guten Beispi 1 vorangehen werde, sich dann auch die übrigen Kreise des Gel anschließen dürften.
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licht, nach welcher die Frist endgültig auf den 31. Juli festgesetzt worden ist. Mit einer nochmaligen Verlängerung der Anmeldefrist über den 31. Juli hinaus ist hiernach nicht zu rechnen. Derjenige, der auch die neue Nachfrist unbenutzt verstreichen läßt, hat narb der oben erwähnten Veröffentlichung von WTB. auf Grund des § 64 des RAG. Straf
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f) Mastiffs,
g) Zieh- und Metzgerhunde, sowie alle aus Kreuzungen dieser Rassen hervorgegangenen Hunde — kurzen Seine oder Kette geführt werden.
II.
erfolgt, nach §§ 15 und 18 des RAG. durch Anordnung einer Spruchstelle des RAA. auf das Reich zu übertragen sind, falls sonst die gesetzlichen Voraussetzungen zutreffen. Um die beütfd^n Gläubiger zur möglichst schleunigen Anmeldung ilyrer ausgleichspflicmigen Forderungen zu veranlasien, dürfte es vielleicht zweckmüßig fein, darauf besonders hinzuweisen, daß jeder Gläubiger sich selber scküd-igt, wenn er die Anmeldung seiner Forderung verzögert, weil er um so länger auf die Auszal>- lung des Betrages seiner anertarmten Forderungen warten muß. je später die Anmeldung solcher.Forderungen beim RAA. oder der zuständigm Zweigstelle eingeht. Ferner wäre daran zu erinnern, daß, wie aus den Tageszeitungen bekannt ist, das britische Ausgleichsamt mit dem ersten Schub im Mai nmd 35 000 Fv-rLerungen gegen deutsche Schuldner angemeldet hat, die nach 8 7 der Anlage zu Artikel 296 des FV. als völlig anerkannt galten
Sprechstunden desHerrnDir.Warnecke ausHannover bingewiesen DieWarneckscheMe t bode ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus als eine rationelle bek. u. kann der Besuch d.Svrechstuud. nur dring, empfahl.
I werden. Es ist der einfachste, sicherste u. billigste Weg i • aut dauernden Beseitigung des unseligen Nebels, t71**
irunvi uIvh t*ji itirncn wuuw.u vw-^xw-n. »i» i*-i- stehende Tatsache, daß die Bewohner infolge des Verhaltens der belgischen Behörden der Ansicht ind, daß jeder, der sich in die Liste einträgt, über kurz oder lang ausgewiesen wird. Deshalb wagt es ferner abzusttmm>en. So erklärt es sich, daß heute, wo die Abstimmungsfrist ab gelaufen ist, kaum ein Prozent der Stimmberechtigten sich em getragen hat. Tie deutsch- Regierung stellt fest, daß das Eraeb- nis der Volksbefragung nicht als der wahre Ausdruck des Willens der Bevölkerung angesckhen werden tarnt. Sie hält ihren Protest mit Nachdruck aufrecht und spricht die Erwartung ans, daß endlich Maßnahmen getroffen werden, die eine freie Willensäußerung der Bevölkerung, entsprechend dem Friedensoer trag und oen Zusicherungen der I alliierten Mächte ermöglichen. Die.Note schließt I mit folgender Bemerkung: Die alliierten Mächte I sprechen am Schluß ihver Note die Erwartung aus, daß Deutschland alles vermeiden werde, was als Versuch einer Fälschung der Volksbefragung ge- ? deutet werden könne. Tie deutsche Regierung vermag nicht zu ersehen, was mit dieser Bemerkung gemeint ist, weift aber jede Verdächtigung die darin liegen sollte, entschieden zurück, eie muß ihrerseits daraus aufmerksam machen, daß in den Kreisen Eupen und Malmedy belgische Agenten, wie der belgische Krimrnaltammissar Trcvailley unter dem Namen Freiherr v. Seydlitz, v. Ptaten und Dr. Krmise, nrit gefälschten Auswetspapieven und mit der Angabe, sie kämen im Auftrage der deutschen Regierung, als Agents provocabeurs tätig sind.
Ein neues Wirtschaftsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz.
46/' Preuß. Konsole Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Pakets. NorddeutscherLloyd Boch.Gußstahlwrk. D -Luxemb Dergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Obe schl. Cisenb.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix-Brgb.-Akt. Bad.Anilin»u.5oda Höchster Farbwerke Elektr. A. E. G.. . Schuckett-Werke. . Felten - Guilleaume Daimler Bud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerke .... 40/0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim
Marknstteenuge«.
Datum:
nachgeliefert. r ,
— Alt-Flandern von Prof. Tr. Rüh.,
Graul. Das öpn Rich. Gvaul heransgegebene, den! zur dauernden Beseitigung des unseligen UebelS. P**
Zeit ein Anssiruch auf Wochenhilsc mich anderen Vorschnsten zu, so bewendet cs bei diesen Borschrifteir. Ist am 1. Oktober die Vezugsdaner für das Wochengeld oder das Stillgeld zwar nach diesen Aorschrifteir, nicht aber nach dem vorliegenden Gesetz abgelaufen, so sind der Wöchnerin diese Leistungen bis zum 1. Oktober 1919 weiterzugewähren. , .
Für Bersicherungssälle, bte vor dem 7. Atar 1920 erngetreten sind gelten die Vorschriften dieses Gesetzes -in der Fassung vom 26. September 1919 weiter, soweit sie für die Wöchnerrn gun- ^^Äöchuerinnen, die in der Zeit zwischen dem 1. Oktober 1919 und dem 7. Atai 1920 entbunden worden smd und als „nrchtver- sicherungssrei" keinen Anspruch auf Wochenhilfe nach § 205a der Reichsversicherungsordnung in der Fassung vom 26. September 1919 haben, steht der Anspruch vom Tage der Niederkunft ab zu, wenn sie den Voraussetzungen des § 205a in der Fassung vom 30 April 1920 zur Zeit der Niederkunft genügten.
‘ Berlin, den 22. Mai 1920. ,
Der Reickisarbeitsminister. Schlicke.
Gauturnfest.
Es war ein gewagtes Unternehmen, als beiden Gießrner Turnvereine sich entschlossen, diesjährige Ganturufest des Ga ies Hessen zu i nehmen. Doch trotz der ungünstigen Seltner, nisse darf man nach dem gestrigen sehr günst Verlaus imb bei dem außerordentlich starken such das Gaufest als gut verlaufen bezeich Am Samstagiiachmittag begann das Fest der Kampfrichtersitzung, an der weit über hur Kampfrichter teilnahmen. Der Vorsitzende Festausschusses Erle begrüßte die Erschiene Namens der Tumerschaft Gießens sprach, ( turn wart Will, namens des Gaues Pfeif Wetzlar. Beigeordneter Dr. Seib wünschte Gaufeft besten Verlauf, hob Gießens Bedeüi als Tumerstadt hervor und betonte die hohe deutung des Turnens gerade in der heul Zeit. Am Samsag abend fand ein Umzug daran schlossen sich tnrnerisck)e Darbietm ' Glanzleistungen waren das Turrien der Bai nege und die Hebungen der Riege des T und Sportvereins 1860 Marburg. Vor c seien auch erwähnt die Stabübungen der Dai riege vom Gießener Turnverein 1846 und Langstabübungen des M.-T.-V.-Gietzen. — Sonntag vormittag von 6V2—1 Uhr fand Wetturnen statt. Rund 600 Wettumer Musterriegen und 22 Faustballmannschaften men teil. Als Ehrengäste hatten sich eingefu der Rektor der Landesunioersität Prof. Dr. K fleisch und der Provinzialdirektor Geh.in
U finger. Mittags 2 Uhr setzte sich Stadttheater ans ein ansehnlicher Festzug i die Hauptstraßen in Bewegung und dann ( sich eine dichtgedrängte Menschenmasse auf waldsgarten, der als Festplatz biente. Am J mittag werte übrigens Oberst % u m m e mit le Abjutanten längere Zeit auf dem Festp^atz und folgte mit großem Interesse die turnerischen sportlickien Darbietungen. Nach dem Aufmarsc Wetturner erfo'gten unter Leitung des Gau warts Will die Freiübungen von etwa 550 nem. Sie machten einen vorzüglichen @inp>«u und gaben Zeugnis davon, daß das Turnen im Gau Hessen wieder eifrig gepflegt wird. Gauvertreter Pfeifer-Wetzlar dankt der Stadt Gießen, ihren Bewohnern und den Gießener Turnern dafür, daß infolge ihres Einspringens das Gaufest überhaupt ftatrtinben konnte. Die Turnvereine hätten in ernster Zeit die ernste Aufgabe, die deutsche Jugend zu tüchtigen Staatsbürgern und Echovaktcren heranMbill.en, alle Klaffen, alle Stände und beide Geschlechter müßten Mitarbeiten zur körperlichen und seelischen Erstarkung unseres Volkes. Lauter Beifall folgte seinen Worten. Darnach turnten die Musterriegen an ihren Geräten. Die tausendköpfige Menschenmenge zeigte lebhaftes Interesse für die Hebungen, die Leistungen ernteten allgemeines Lob. Viele Zuschauer bewunderten besonders die turnerischen Leistungen der We^arer Damenriege, die Faustballspiele und "das Fechten der Gießener Fechterabteilung. Bei dem Altersturnen war es außerordentlich erfreulich, daß gerade die älteren Turner, die im Alter von 35 bis über 50 Jahren stehen, der Jugend zeigten, wie man den Körper bei fortgesetzter Uebung bis ins Alter hinein tüchtig und elastisch erhalten kann. Ihre Leistungen wurden als hervorragend bezeichnet. Es beteiligten sich daran Turner, die bereits auf Gau- und Kreisfesten unter den ersten Preisempfängern standen. Die rings um den Turnplatz aufgestellten Wirtsck>aftshallen, Karussells und Schaubuden erfreuten sich eines sehr starken Zuspruchs. Große Anziehungskraft hatte besonders die Kapelle der Oberlandler in der bayerischen Bier Halle. — Infolge der großen Zahl der Wctt- tumer und Musterriegen hatte der Berechnungs-
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und jedes Postamt entgegen, ebenso auch der Verlag in München, Perusastr. 5. Ter Abvmremonts-- preis beträgt vierteljLhrlich nur 12,60 Mck, die einzelne Nummer kostet 1 Mk. lohne Porto). Die feit Beginn eines Vierteljahres bereits erschienenen Nummern werden neuen Abonnenten auf Wunsch
Betr.: .Ansprüche Kriegsbeschädigter ans der Angestelltenoerfi cherung.
An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises
Tas nachstehende Ausschreiben teilen wir Ihnen zur Kenntnis- nckhmc mit. Im gegebenen Falle wollen, Sie für entsprechen de Antragstellung Sorge tragen. Ten etwa in Ihren Gememden vorhandenen Vertretungen von Kr'iegsbeschäbigten-Vereinigungen ist von dieser Verfügung Kenntnis zu geben.
Gießen, den 5. Juli 1920
Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. H e ß.
Hess. Hauptfürsorgestelle der .Kriegsbeschädigten- n. Kriegs- 'lftnterbliebenen-Fürsorge.
Zu Nr. H. K. F.: 8209. Darmstadt, den 8. Mai 1920. Betr.: Ansprüche Kriegsbeschädigter aus der Angestelltenoer- sicherung. 1 . . ...
Wir machen Sie int Interesse der Kriegsbeschädigten aus die nocksolgenden Bestimmungen über Ansprüche Kriegsbeschädigter aus der Angestelltenversicherung aufmerksam und empfchlen Ihnen, Ihre örtlichen Vertrauensleute und Ausschüsse darauf hinzüweisen mit dem Auftrag, im gegebenen Falle für entsprechende Antragstellung Sorge zu tragen. . ,
Auch den Verttetiingen bärtiger Kriegsbeschadlgteu-VereiNigun-i gen empfehlen wir von dieser Verfügung Kenntnis zu geben.
„Während bis zum Beginn- des Jahres 1918 Den Hinterbliebenen der nach dem Versicherungsgesetz für Angestellte versicherten Kriegsteilnehmer die Versicherung nur insofern zugute kam, als sie sich die Hälfte der eingezahlten Betrage zurück- crilatten lassen konnten, ist für bie Hinterbliebenen der nach dem 1. Januar 1918 verstorbenen Kriegstellnehmer auch die Möglichkeit einer laufenden Witwen- und Waisenrente gegeben. Voraussetzung ist, daß der Ehemann vom 1. Januar 1913 bis zum 31. Dezember 1917 ohne Hnterbrechung versichert gewesen ist: dabei werden bie im Heeresdienst verbrachten Monate als volle Beitragsmonate angerechnet. Allerdings konnten bie im ersten Jähre znr Auszahlung gelangten Reitten den eingezahlten Beiträgen entsprechend nur niedrig sein; die Witwenrente beträgt nach fünfjähriger Beitragsleistung des Versicherten im Höchstfälle b. h., wenn ber Versicherte ein Gehalt von 4000 bis 5000 Mk. bezogen und infolgedessen den Höchstbeitrag von 16,60 Mk. monatlich zu leisten hatte, 159,60 Mk., die Waisenrente 79,80 Mk. jährlich.
Alle Anträge auf Witwen- und Waisenrente nach dem Versickerungsgesetz für Angestellte sind an den Rentenausschuß der Reicksversicherungsanstalt, Berlin-Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 193—95 zu richten: bie nötigen Unterlagen (Versicherungskarte Sterbeurhmbe Heiratsurkunde und Geburtsurkunden ber Kinder) sind dem Anträge beizufügem"
I. V.: Linkenheld.
lfverfvlgung zu gewärtigen, ganz abgeseheir davon, daß Forderüngen, deren Anmeldung bei dem RAA. nicht innerhalb der vom Reichsminister für Wiederaufbau be in inten Frist
Büchertisch.
— Das Abonnement auf die
Bekanntmachung.
Betr.: Pferderäude im Hof Graß.
Tie Räude unter dem Pferdebestand des Rudolf Weiß zu Hof Graß ist erloschen. Tie von uns angeordneten Sperrmaß- nähmen rverden hiermit ausgehoben.
Gießen, den 6. Juli 1920.
_________Kreisamt Gießen. I. V.: v. G e m m i n g e n^..________
Dicnstnachrichten des Kreisamtes.
Tie Maul- und Klaueuseuche ist ausgebrochen im Kreise Blu- dingen in den Gemeinden Haingründau, Tiebach a. H., Selters und Rodenbach, im Kreise Friedberg int Stadtteil Friedberg-Fauerbach. Tie erforderlichen Spernnaßnahmen sind augeordnet.
In ber Gemeinde Dorlar (Kreis Wetzlar) ist die Dtaub- und Klauensellche amtlich festgestellt worden.
*
Tas Ministerium des Innern hat der Gemeinde G r 0 ß - Untftaöt die Erlaubnis erteilt, anläßlich des am 16. und 17. September 1920 daselbst stattfindenden Pferde-, Fohlen-, Faselund Zuchtvieh-Marttes zu Prämiierungszwecketi eine Lotterie zu veranstalten und diese ausnahmsweise nach Maßgabe des vorgelegten Lotierieplans <lls Geldlotterie $ur Ausspielung zu bringen. Ziehungslerrnin: 17. September 1920. Es dürfen bis zu 25 000 Lose zu 1,20 Mark das Stück ausgegeben werden. Ter Vertrieb der Lose ist m Hessen gestattet. Während der Zeit des Vertriebs der Lose zur 1. Klasse einer Preußisch-Süddeiftschert Staatslotterie ist Aniündigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose nicht gestattet
Berlin, 10. Juli. (Pvivat-Telegr.) Nach einem vertragsloftn Zustand von sechs Monaten wurde gestern in Berlin ein neues Wirtschaftsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz unterzeichnet. Laut „Berl. Tageblatt" sei eint Lieferung von monatlich 30—35 000 Donnen Kohlen vereinbart worden.
ur eine ihrem Geiste entsprechende Tätigkeit aus- üben möchte. „Ei", sagte Frau Schlegel heiter, „ick habe niemals gehört, daß es zu viel Strümpfe gibt, wohl aber, daß zu viel Bücher gemacht werden. Es cheint mir verdienstlicher, einen Strumpf zu triefen, als ein Buch zu schreiben."
Handel.
** Tie Anmeldung deutscher Forderungen. Durch Bekanntmachung des Reichsministers für WiÄ>eraufbau vom 28. Juni in Nr. 142 des Reichs-Gesetzblattes vom 30. Juni ist die Frist für die Anmeldung deutscher Forderungen beim RAA. nochmals bis jum 31. Juli 19 2 0 verlängert ivvrden. Tazu hat Wolffs Tele- gvapNiches Bureau (WTB.) unter dem 1. Juli eine Mitteilung von zuständiger Stelle Veröffcnt-
ausschuß schwere Arbeit zu leisten, und so erfolgte die Preisverteilung etwas veripätet.
Vom Ergebnis des Wettirmens am Sonntag bringen wir nachfiolgmd nur die 10 ersten Sieger Ous jeder Stufe: 1. Altersriege (Turner über 35 Jahre, 20 Teilnehmer): 1. Sieger Karl Müller MTV.-Gießen, mit 89 Punkten: 2. Karl Bender-Wetzlar, 85V2 P.; 3. Georg Dickhaut- Alsfcld unb Fritz Sckwtidt Lich, 84V2 P4. Wilh. Heues, Tv. 18JO Bab-'Itauheim, unb Karl Möser- Grünberg, 79V2 P ; 5. Hrch. Jockel, Tgm. Friedberg, 78V2 P.: 6. Robert Köhler-Wetzlar, 76 P.; 7. Karl Salzma^m, MTV.-Bad-Naul>eim, 75V2 Punkte; 8. Fritz Melzer-Wetzlar, 74^ P.: 9. Karl, und deren Betrag dem britifd)en Ansgileichsamt Horeyseck. TV. 1846 Gießen: und Wllli Schmandt-1 alsbald gutgeschrieben werden muß, wenn nicht
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