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MNgÄrdnung

jsblatt.)

Bedenken darüber

fern Toren steht. Spaa ist die Anerkennung,

Verein®

daß man sich über europäische Fragen auch aus in Spaa eine geeignete Vertretung gefunden mit uns auseinandersetzen muß. Man wird - habe. Die Regierung erläßt, daraufhin eine amt- uns nicht beiseite schieben können, tvenn auch siche Erklärung, wonach aus Erwcten der baye-

europäriche Frage geworden rst. < -dm berufen, sondern auch Regierungsrat

Obwohl unsere Gegenvorschläge unter der

langen der

genommen. Minister

Namen der deutschen

Wolff? Ge'ec^ abnd

Die vor-

ezeichneien Be- tb, werden m- Mark beträgt, zum Betrage mgeld für zehn

Strafmaßnähmen in Aussicht Dr. Simons erklärte im

5 dem Reiche iben, steht bei Hungen, fjtoif ö Wochen hi l sc 5M. S. 200) btt Entlassung Mn der Zeil nach der Enl- lfe aus Mitteln chbl. S. 1467)

Vie Unterzeichnung de; Vaffrnabkominenr. Spaa, 9. Juli. (Wolff.) Savas. Deutschen haben das von den Alliierten

nach Spaa berufen, sondern auch Regierungsrat P i r n e r dorthin abgeordnet worden sei, der das Referat über Polizeir»esen und Einwohnerwehr im Ministerium des Innern innehat.

Sicherheits- und Einwohnerrvehren auch vom Standpunkt der besonderen bayerischen Verhältnisse

Delegation, daß die deutsche Regierung niclN im Stande sei, ohne eingehende Besprechuo e.t mit den Sachtserftändigen zu der Angelegenheit sich zu äußern. Es wurde darruf gegen 7 Uhr eine neue Sitzung auf Sonnabend 11 Uhr angesetzt.

Brüssel, 9. Ju'i. sWol'f? Laut B ätter- Meldungen ist der b kamt d ut e v n uftereJe .Hugo St innes in Spaa eingetoosf.n.

Frist für die Herabsetzung der Reichswehr auf 100 000 Mann von 18 au <> Monate herab und verlangte die sofortige Entwaffnung der Einwohnerwehren und der Sicherheitspolizei sowie die Auslieferung der Waffen und des Kriegsmaterials. Die ge- singen Zugeständnisse, die Vvn der Gegen- eite gemacht wurden, fallen durchaus nicht ns Gewicht.

Da die Alliierten sich sagen mußten, daß sich eine ihrer Verantwortung bewußte Re­gierung auf solche Bedingungen nicht ein­gehen konnte, so griff man zu dem bewähr- tat Erpressertrick vvn Versailles und stellte unseren Unterhändlern ein befristetes Ulti­matum mit der Drohung, »vidrigenfalls einen das Ruhrgebiet oder einen anderen Teil deutschen Gebietes neu zu besetzen und erst zu räumen, wenn die Erpressung erfolg­reich war.

hcfrauen, sowie sicherten, welche

,n b haben, 195a nicht zu-

siedeckmst min­der Reichsver- antcnkasse gegen

rnrng, nicht aber zur Annahme der St as.esrim- muuoen bereit, b?m rktr Lloyd George, es gete nur ein Jo oder Nein. Diixsuf imtev- zrichncten die D utschu. __

Berlin, 9 Iu i. ______

fand, h^r unter dem Vorsitz ves R i>-p äfiberten eine Besprechung ter hier awe.enöat-

RLparatvons^ommisirou bt" immte

Paris, 8. Juli. (Wolff) Ter eternalte Mte nister Renault hat dem Mini^/pvare r Mil- lcrand trlegvapksch mit^tterlt da>z dec iwrn'^r- aussckuß für auÄiürtige An^lkV'N.e.ten den X>c- richt überd« EntwoNnunaTeutschla m cinsrimmig angenommen tat Rnwutt uno «anL- licl-e Kvmmissämsmmrlled r mitzbi! W .e-JMj- vertan geruirs, die man der deutschen gQvährL.

Nr. 160

Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn« und Feiertags, ve^rgspreisc:

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potz»ch«2lO«to: zranftnrt <l M. NbN

fd. Frankfurt a. M., 9. Juli. Wie das Offenbacher Abendblatt meldet, ist im altbefetzten Gebiet eine französische Arniee von 50000 Mann zum Wie­dereinmarsch in den Mainz au zu­sammengezogen wvrden, deren Spitze in der vorigen Woche Mainz er­reicht hatte.

DK Sicherheitspolizei.

Stuttgart, 9. Juli. (Wolff.) Zu Beginn der Landtagssitzung teilte Staatspräsident Dr. Hi " bet mit: Am Donnerstag abend ging von der Reicl)sregierung ein Telegramm ein, worin die württernbergische Regierung um ihre Stellung­nahme zu dem Deutschland in Spaa gestellten Ultimatum aufgefordert wird. Der Ministerrat übermittelte dem württemtergischen Bevollmäch­tigten in Berlin den folzend-m einsrimmigen Be- scÄuß des Kabinetts: Ein Verzicht aut Po­lizei und Einwohner wehr ist unmög­lich mrd wäre aleichbedeutend mit der Auflösung jeder staatlichen Ord­nung. Bezüglich der Reichswehr wird die Ent­scheidung der deutschen Regierung überlassen. Das Hans rmhm die Erklärung beifällig auf.

München, 9. Juli. Die bayerische Re­gierung erläßt eine Kundgebung, in der sie erklärt, sie habe wiederholt, zuletzt in der Nacht vom 8. auf den 9. Juli, bei der Neichsregierung dahin Stellung genommen, daß auf die Ein­wohnerwehren und die Sicherheits­wehr in Bayern unter keinen Umständen ver­zichtet werden könne, und daß die vorliegenden Forderungen der Entente aut Entwaffnung dieser Wehren abzulehnen seien. Die Nach­richten aus Spaa hätten diese Haltung der baye­rischen Regierung nicht zu ändern vermocht. Sie werde von diesem ihrem unverrückbaren Stand­punkt aus ihre Bemühungen fortsetzen, dem Lande dem Schutz Ku erhalten, dessen Siiiat und Vslk zu ihrer Sicherheit unbedingt bebürften. Man wird wohl bald erfahren, in welcher Richtung diese Bemühungen gehen und wie die bayerische Regie­rung sich ihre Verwirklichung denkt.

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bestandes auch eine ganz andere, viel gründ­lichere Bewaffnung dieser Ordnungssoldaten als die, mit der wir in gewöhnlichen Zeit­läuften unser Auslangen finden tonnten. Mit vollem Recht hat Lloyd George erklärt, daß die Waffen, die sich in unbefugten Händen radikal gesinnter Zivilisten befinden, eine Ge­fahr für uns selbst bedeuteten. Es Muß alles getan werden und es wird wohl auch alles getan werden, um diese Waffenvorräte der Zivilbevölkerung zu erfassen und unschädlich zu machen. Aber Las kann nicht durch Anordnungen und auch Glicht durch Vereinbarungen erreicht werden, sondern es wird nur gelingen, toemt die -Ordnungsmacht des Staates in Zahl und Bewaffnung stark genug ist, um allenthalben die Herausgabe der Waffen zu erzwingen, mit denen gegen den Staat und für die Beltrevolution gekämpft werden soll. Auf diese Zusammenhänge hat in Spaa bereits der Reichswehrminister Geßler hingewiesen, aber das neue Ultimatum der Entente hat diesen Verhältnissen nicht im geringsten Rech^- nirng getragen. Die Bedingungen der Alli- -ierten sind so schwerwiegend, daß deren Folgen irod) nicht übersehen werden können.

München, 9. Juli. In bayerischen Blät­tern verschiedener Richtung wurden in diesen Tagen über geäußert, ob die Frage der und Einwohnerwehren auch vom

Berlin, 10. Juli. Wie die Germania -u- verläisig erführt, traf in den Morgnistunr-en bei fc>cr ReicliSregieruns m Berlin.,ein Telegramm aus Spaa ein, wonach unter der Entwaffnung der SicherheitsPolizei fcinestatöß deren völlige Entwafftnorg ober <Mt deren Ausl sung zu versbehen sei. sondern vielmehr die Einziehung schwerer Waffen und Entm l.tar-s>erimg. Sonach nrört-e also die Sichcrheitswehr als reine Po­lizeitruppe fcrtbeMen.

Die $rage itr ttri'grverbrecher.

Spaa, 9. Juli. (Wolff.) Die heutige Sitzung der Konferenz, in deren Verlauf die deutsche Dele­gation das militärische ProwkoN unterzeichnete, dauerte bis ll3/< Uhr, worauf Generch v. Seeckt und die drutscheir Militänsachverstim-igen den Be- ratungsssal verließen. Die Sitzung wurde bann sofort wieder ausgenommen, um die Frage der Kriegsvergehen zu bchandeln. Jules E a m b o n roofjnte der Sitzung als franrr,stschcr Sachverständiger bet

Spaa, 9. Juli (WTB.) Tie Konferenz trat nach der Erledigung der militärischen Fragen in die Besprechung der FroHe der sogen. Kriegs­verbrecher ein. Nach Aussührurrgen des beut-

gTieber des Kabinetts üb r bi? Lage in Spaa satt Darm sä/loß sich ein1 Aus pr ch- mit te-i P^it ilüwern. wo a t auch i M tg i?d r las pr - ß s hett Kwinett t i nahm n Für beute mo geil 8 Uhr war -'ine g m inian-* Sr utg de Öanfbairu 'g auesctus es und des Reichsr. t e:, - .ernten. Die Bes/r duntgen waven streng ver trau ich.

Berlin, 9. Juli. -.Wolff.) In einer mit den Parteifül/rem, dem ^Xlnptaussdmß und bem Reichs rat gepflogenen Bespnäiung über die Be binginvgw der (Snitmfc? br der EnMxissnungsffvrgr nmrcc vom Reichsminister Koch herv-vrgeh.'be>r daß der Reichskanzler und dir in Spaa anwesenden Milchiger der ReichSreyi^mng über die Auffas­sungen dieser Drprme unlerridytet sein müssen, be vor eine En t sch nun g getroffen wert«. Tie Be­ratungen zogi.m sich lns mich Mitternacht hin und wurden nu.rgens um 8 Uhr wsc.er aufs-mommen. Tie BedingunF.m der Entente losben die fdfleerfam Betanken aus. Ansbesoiüere erAickten tue P>rr- teien einmütig in der Bedrvhu.'rg> mit der Be­setzung deutschen Gebiets eine sclstvereGe­fährdung unserer ibratlicheu Sriiteni und der Her­stellung eines ehrlichen friebliayen Zusammenarbei­tens. Tie Vertreter unterer Regierung in Spaa wurden von dem Ergebnis der Besprechungmr un­verzüglich in Kenntnis gesetzt.

Be r l i n, 9. Juli. (WTB.) In einer Besprechung der Parteiführer über die Entwaffnungsbedingungen der Alliierten lehnten laut Abendblätter alle Parteiest ge­schlossen die Drohung mit neuen Besetzungen deutschen Gebietes ab.

geschlagen« Abkommen um 11 Uhr 15 Mi­nuten unterzeichnet, nachdem sie er­klärt hatten, daß keine Bestimmung des Frie­densvertrages von Versailles sie zwingen würde, neue Gebietsbesctzungen sich gefallen zu lassen, es sei denn im Falle der Nichterfül­lung der Wiedergutmachungen.

Brüssel, 9. Jn'i. WLB.) Die Ageutu'- Havas-Reuter verbreit t hier solg n>eu Beicht über die h".tt-gr Si;im in 3t>aa: Di' Uevrein» fünft betret.end die Entwaifmmi wur e h-ute von den deutschen Bertr t ra nach eine? s br ueroegt n Sitzung unteiyidntet. Nachc«m Dr. Simons er­klärte, feine Ko legen und er seien zur Unter leib

n)od)tnrü<fi>!i(t

Utter die Aussichten der Konferenz von Spaa heute schon ein zuverlässiges Ur­teil abzugeben, ist unmöglich. Die etwas vor­sichtige Kennzeichnung der Lage als ,^rnst, ater nicht hoffnungslos", charakterisiert nicht nur die Stimmung, die unsere Delegation nach der ersten Begegnung mit den Entente- StaatSmännern beherrschte, sondern sie muß vorläufig auch für die Gesamteinsck>ätzung der .Chancen von Spaa maßgebend sein. Die Welt wird über die Vorgänge in Spaa leider wieder so gut wie ausschließlich durch Berichterstatter der Ententepresse unterrichtet, die natürlich das Bestreben zeigen, die Konferenzen nicht als paritätische Verhandlungen, sondern halb und halb als Gerichtssitzungen erscheinen zu lassen, in denen die Ankläger und Richterder alliierten Nationen die deutschen Angeklagten verhören. Zweifellos haben die alliierten Staatsmänner die Siegerpose nicht abgelegt, als sie das Vcrhandlungszimmer der Villa de Freineuse betraten. Zweifetlvs widerstrebt es zwar nicht allen, aber doch vielen von ihnen, gleich bei dieser ersten Zusammenkunft mit den Ministern des besiegten Deutschland, die Atmosphäre der Parität entstehen zu lassen. Die Aeuhcrung Lloyd Georges, daß man sich jetzt geschäftlich unterhalten müsse, weil der Austausch von Noten zu nichts führe, bedeu­tet einen tatsächlichen Fortschritt, für den man ein gewisses Maß von Ueberhebung auf der andern Seite immerhin in Kauf nehmen kann.

Die ersten Verhandlungen der Konferenz haben den militärischen Fragen ge­golten. Nachdem die Entente in ihren letzten Noten erklärt hatte, daß eine Debatte über diese Fragen überhaupt nicht zugelassen wer­den könne, bedeutet es an sich einen Fort­schritt, daß man in Spaa Gewicht darauf gelegt hat, auch in dieser Angelegenheit un­sere Wünsche und unsere Beweisgründe ken­nen zu lernen. Niemand in Deutschland denkt an einen Krieg gegen äußere Feinde, zu dessen erfolgreicher Durchfilhimng uns ja auch dann alle notwendigen materiellen und psychologischen Voraussetzungen fehlten, wenn nicht ein einziges Maschinengewehr und nicht eine einzige Kanone mehr ausgeliefert würde. Aber die unbedingte Aufrechterhal­tung der inneren Ordimng verlangt unter den außergewöhnlichen Umständen, mit denen wir zur Zeit und leider wahrscheinlich noch auf lange hinaus zu rechnen haben, neben eines verhältnismäßig großen Mannschafts-

fchen Justizministers schlug Lloyd (George vor, die Einzelheiten oct Frage einer Besprechung der Justizminister zu über laben. Tie Sitzung wurde nach 1 Uhr vertagt. Tie nächste Sitzung, in meld>cr die Justizminister die Bestrafung, stage b sprechen werden, findet nachmittags 3 Uhr im Sch. de la Freneust statt.

Die Plenarsitzung findet nachmittags 4'/, Uhr statt, um die Berxltung über die Kdhlensrage zu beginnen.

Reichs Wehrminister Geßler, General tv Seeckt sowie die militärischen und Marine ackn-ersiändigen sind heute abgereift. Nachmittags werden erwartet: Decnburg, Rathenau, Bankdirektor von Stauß, Banldirektor von Urbig, Bergwerksdirektor Liibie^» Essen und Geheimrat von Flotom. Staatlichetär Albert begibt sich nachinittags vorübergeheicd nach Berlin zurück.

Spaa, 9. Juli. (WTB.^ Berickst über die Vormittagssitzung vom 9. Juli. D.e K.mi.renz ist um 1/811 Uhr zusammeng treten. Präsident De­lacroix forderte die deut,d>e T« egativu auf, ihre Antwort, die sie sid) für heute ooemikag vorE-halteu hat betr. Unterz ichniing des Pro­tokolls mit,niteilen, dessen Text a.l u T< enterten: durch das Genera sekcebariat zug s.e« t roor cn sei. Die deutscte Delegation erklärte lid) beut . t<rS Protokoll zu unterzeichnen, setzte aber ausein­ander, daß sie ba-5 Protokoll mit den durch bie Aläierv.'n aufrr c;]t n S r r a s b e si i m in u n g e n im Falle ber Nichtaussührung der Bedingungen dem Reichstag unterbreiten u ußic. Lloyd George erklärte im Namen der Alliier­ten, daß das Protokoll tatsäckstich zw'ierlei Maß­nahmen ins Auge fasse, die einen ie t.ms Deulich- lands und die anderen seitens der A li-erten. Er Selye nicht ein, was der Nüchttag mit den Straf­bestimmungen zu tun habe, wäyrend ehuaige Ab- anbenrngen ben Alliierten zu'tänden und übrigens ausbrücktich bereits in dem Schußabsatz des Pro­tokolls vom 10. Januar 1920, daS Deutschland unterzeichnet habe, vorgesehen seien. Der Kanzler nahm bie Argumentation von L oyd George an und erklärte dann, daß die deutiche Delegation das Prowwll unterzeichnen würde. Die Sitzung wurde einige Minuten unterbrochen, um das Pro­tokoll zur Unterschrift fertig zu machten, und wurde um 12 Uhr mittags wieder ausgenommen Ans ter Tagesordnung stand die Besprechuttg der S age der Schuldigen. Der brüt tf) "usllzmimster Dr. Heinze setzte auseincmbcr, wietve.t das Ver- fahnen gegen die Schuldigen vor dem Reichs­gericht in Leipzig vorgeschritten s i. Lloyd George gab der Ansicht Ausdruck, daß die Frage noch nicht so weit gefördert sei, um in der Konfe­renz besp.vchen zu werden. Es miute tnrrter eine Zusammenkunft zwischen den zuüänbigen deutfchen und alliierten Ministern ftattjinben. Wenn sie nicht zu einer UetereinPunft gelangen sollten, würbe die Angelegenheit wieder vor die Konferenz kommen. Die teutlche Delegation hat dem Verfahren zugestirnrnt und an rfa mt, baß T«utschlanb ebensoviel Interesse wie bi? A.l irrten baran hat, die Verbrechen gegen bie Kriegsgesetze zu bestrafen.

Die Uohlensrage.

Spaa, 9. Juli. (WTB.) Tie Sonderteshrech- ung der Justtzmrnister fand um 3 U'jt r achnnttergs im Schlaffe de la Freneuse sätet. Tie Beratungen fiThrten zu dem Abschluß eines Uebereinfom- ui en s. Es trxirb dadurch dem be « t f die tt Reichsgericht der dirc kte Verkehr mit ben Justizbehörden der Alliierten o'fyne Benutzung tes diplomatischen We i-'s zur Ve- id;lcimigimg ter Verfahren gegen die Kri-g^beschul- digten ermöglicht. Das WSommm wurde in der späteren Vollsitzung genehmigt und unter dir leben. Tie Vollsitzung trat um Vz5 Uhr zur Besprech­ung der Kohl en frage zusammen. Tie Dele­gierten waren von einem zahlreichen Stabe von Sad-verständiaen begleitet. Ministerpräsident M il- lerand machte im Nomen ber Alliierten längere Ausführungen, die darin gipfelten, daß Teutsch- lanb mit den Kohtenlieferuuaen, zu denen es durch den Friedensvertrag verpflichtet sei, im Rückstände wäre. Die Alliierten 'hätten)-Üb bestimmte Beschlüsse gefaßt, bie sie Dentsch land zur Unterzeichnung verlegten. Nach diesem Beschluß bar Alliierten wird 1. den Kohl-manfori«- nntgen J-rankreichs dir Priorität aus allen deut­schen Förderungen gesichert; 2. eine aLiiertr Koh- i entern troll Ejmmih'ion mit dem Sitze iu Berlin rin» gerichtet, um die gesamte Skrteitung der in Teutsch- icmd geforderten Kohle zu überaxrcheu und zu bc- aufsühti^Ten; 3. Teittschlanb zur Vorlage eines ge­nauen Kohlc-nlteferungsplcmes für seine gesamte Kohlenwirtschaft zur Genehmigung diir<i d'ec Kob- leirkavtro l-ommis ion genö igt; 4 rtrrbe v\ ?alle ber Nichterfüllung dieser Bedingung.-n -ruf Bev-

Eine neue Besetzung deutsck«n Gebietes verstößt zwar gegen den Versailler Vertrag, aber was von mrsdren Gegnern danach ge­ragt rorrb, zeigte sich bei bet Besetzung des Maingaus.

Die deutschen Unterhändler haben nach Besprechung mit den in Berlin verbliebenen Mitgliedern des Kabinetts das Abkommewun- terzejchnet, indem sie sich gleichzeitig ber Ein­marschklausel widersetzten, die eine Abände­rung des Versailler Vertrages bedeuten würde. Französisch-belgische Truppen standen bereits zu einem neuen Einmarsch bereit, ber anscheinend wiederum dem Maingau gelten ollte. Die süddeutschen Staaten Haven gegen )ie Auflösung der Sicherheitswehren Protest erhoben, und Bayern scheint sogar gewillt zu ein, auf eigene Faust wegen ber Belassung der Wehr in Spaa zu verhandeln.

Das Ergebnis ber ersten Verhandlungen ist eine schlimme Vorbedeutung für die folgen­den. In der Kohlenfrage soll anscheinend die gleiche Erpressermethode fortgesetzt werben. In den wirtschaftlichen Fragen besteht zwei­fellos hier eine sehr große Spannung zwi- chen dem, was die Entente von uns erwartet mb dem, was wir ehrlicherweise zu ver­brechen und späterhin zu leisten vermögen. Es wird sich zeigen müssen, ob sich die En­tente-Staatsmänner heute schon stark genug Mlen, die unvermeidlichen Enttäuschungen in Kauf zu nehmen und vor ihren Völkern zu vertreten, die sich gegenüber den unsinnigen Hoffnungen, die bisher genährt, und den un­möglichen Ansprüchen, die bisher erhoben wurden, aus der harten Wirklichkeit ergeben. Wie schwer das sein wird, zeigen die Ver­handlungen in der EntwaffungSfrage und die Entrüstung, die die nüchterne und unge­schminkte Darstellung unse.er Wirtschaftslage in der bekannten Denkschrift bei den französi­schen Journalisten erweckt hat. Man gibt sich keine Mühe, die genauen ziffernmäßigen An­gaben dieser Denkschrift zu widerlegen, man erklärt einfach, daß sie falsch und unausrick)- tig sein müßten. Man sträubt sich dage­gen, unsere mitTatsachen und Ziffern" be­legte Zahlungsunfähigkeit anzuerkennen, weil man sich nicht das Konzept verderben lassen will, oas auf der Annahme beruht, wir seien ganz außerordentlich zahlungsunfähig. Aber dies ändert nichts an der Tatsache, daß unsere Wirtschaft von außen her Aufbauhilfe braucht, wenn wir überhaupt aus dem Ertrag unserer Arbeit etwas für die finanzielle Wiedergut­machung leisten sollen.

Während man in Spaa versammelt ist, um die europäischen Angelegenheiten zu ord­nen, greift im Osten eine Macht, die sich sehr wenig um Spaa kümmert, kräftig in diese Angelegenheiten ein. Die Lage ber polni­schen Heere scheint sehr ernst zu sein und der militärische Zusammenbruch der polni­schen Republik ist zwar noch nicht Tatsache, aber doch eine Möglichkeit, die sich jeden Tag verwirklichen kann. Man hat uns war­nend zugerufen, wir sollten es uns nicht einfallen lassen, auf die bolschewistische Ge­fahr zu spekulieren. Das tun wir gewiß nichts? aber diese Gefahr wird nicht aus der Welt geschafft, wenn es den Herren in Spaa beliebt, mit Schweigen über sie hin- wegzuaehen. Wir unsererseits legen kein Ge­wicht darauf, über sie zu reden, aber wir müssen erwarten, daß gehandelt wird, ge­meinsam und entschlossen gehandelt wird, wenn sie morgen oder übermorgen vor un-

Erstes vlatt 170. Jahrgang Samstag, p. Juli (920

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