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10. Zuwiderl-andlungen werden Viehs euchengefetzes bestraft.

Gießen, den 8. Juni 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.:

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Betr.: Wie oben.

An das Pollzeiamt Gießen, die Bürgcrmeistcreieu der Land- geincinden des Kreises, das Polizcikommissariat Arnsburg und die Gendarnicrie des Kccises.

Wegen des vermehrten Auftretens der Maul- und .Klauen­seuche werden entsprechend der Verfügung des Ministeriums des Innern (Abteilung für ösfentlrche Gesuirdheitspflege- vom 9. Jan. 1920 zu Nr. M. d. I. II 146 gem' dem Ausschreiben zu Nr. M. d. II 650/ vom 30. Dezember 1911 die obenstel)en- den Maßnahmen angeordnet. Tie Bürgermeistereien haben die­selben ortsüblich auch durch Ausl)ang bekanntzumachen und Beteiligte noch besonders darauf hmzuweifen. Tie ui ihrem Bezirk befindlichen Eisenbahnstationen sind entsprechend ebenfalls rn Kenntnis zu setzen. Bon der Einstellung von Bieh in Qua rantrne ist umgehend dem zuständigen Kreisveterinäramt Meldung zu machen.

Tie Gendarmeriestationen werten damit beauftragt, die gc- nauepe Innehaltung ter getroffenen Maßnahmen schärsstens zu überwachen und im Falle von Zuwiderhandlungen Anzeige in erstatten.

Gießen, den 8. Juni 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: v. Gemmingen.

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Bekanntmachung.

Nach MitteUung der Direktion des Gefangenenlagecs in Niederzwehren kommen in letzter Zeit wieder t'iglich russische Kriegs-, gefangene in das Lager, um Kleider umzutauschen, ohne daß sie von einem Deutschen begleitet werden.

Wir weisen darauf 'hin, daß es verboten ist, Russen, die nach ivie vor Kriegsgefangene sind, ohne Begleitung dorthin zu schicken. Lat ein Kriegsgefangener Kleidung nötig, so hat der Arbeitgeber oder ein von ihm Beauftragter die Kleidung zu holen.

Kriegsgefangene, die trotzdem allein zu dem Zwecke ins Lager kommen, werden dort zurückbehalten, bis der benachrichtigte Arbeit-, geber sie abholt.

Gießen, den 7. Juni 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß.

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Vorschriften (insbesondere ter zu 3 imb 4 gegebenen) beauftragt und werten hiermit angcwiefen, sich dabei mit den Bahnhoss- oorständen zu verständigen.

6. In gleicher Weise wird die Q u a r a n t ä n e für alle in den Freistaat Hessen eingesührten Schafherden angeordnet. Tie siebentägige Quarantäne ist in einem abgesonderten Stall oder aus einer abgesonderten Weide zu vollziehen, die von anderen Wieder­käuern und Schweinen nicht betreten wird.

_ 7. Ter Durchtrieb wandernder Schafherden durch den Staat ist verboten.

8. Schafherden, die in den letzten Monaten innerhalb einer hessischen Gemarkung zur Weite gegangen sind, dürsen diese Ge­markung. wenn sie nicht an einer nahegelegenen Eisenbahnstation innerhalb derselben Gemarkung verladen werden, nur verlassen, wenn ihre Seuchcnfrcihcil durch den beamteten Tierarzt festgestellt ist. Tas Wandern der Herde wird nur aus kurze Strecken und nur unter der Bedingung von uns gestattet werden, daß die Herten die ihnen von uns bezeichneten Straßen einhalten und daß den Polizeibehörden derjenigen Orte, durch deren Gemarkungen sie wantern, 24 Stunden vorher davon Anzeige gemacht wird. Sind wandernde Schafherden Linger als 3 Tage nach der letzten amls- tierärztlichen Untersuchung mttevwegs, so muß die Herde durch den zuständigen beamteten Tierarzt erneut untersucht werten.

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9. Tieienigen Vorschriften, tvclche infolge ter Maul- imd Klauenseuche für Sperrbezirke und worden sind, bleiben unberührt.

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Bekanntmachung.

Betr.: Maul- und Klauenseuche; hier Quarantäne für eingeführtes Nutz- und Zuchtvieh.

Wegen der im Kreise herrschenden Maul- und Klauense'uche werden folgende Anordnungen getroffen:

1. Sämtliches in den Kreis von außerhalb Hessens eingeführt werdendes Nutz- und Zuchtvieh ist einer siebentägigen Quarantäne zu unterstellen. Die Tiere sind, wo irgend es angängig ist, mög­lichst an einem Ort (bzw. Stall) unterzubringen, wo kein sonstiges Klauenvieh gehalten wird.

Das in Quarantäne stehende Vieh darf nicht eher weggebracht werden, bis nach Ablauf der Quarantänefrist nach dem Zeugnis des beamteten Tierarztes die Seuchenfreiheit der Tiere festgestellt ist.

Bevor die Tiere nach Ablauf der Quarantänefrist für seuchen- frei erklärt sind, dürfen die Stallungen, in tenen sie untergebracht sind, von fremden Personen nicht betreten werden 154 Abs. la der Bnntesratsausführungsbesftmmungen zum Retchsviehseuchen- gesetz).

2. Die der Quarantäne unterliegenden Tiere sind tunlichst schon vor ihrer Einfuhr, jedenfalls aber vor ihrer Einstellung der Ortspolizeibehörde des Ortes anzumelden, in dessen Gemarkung die Einstellung erfolgen soll. Anmeldepflichtig ist jeder, der die Tiere einführt oder einführen läßt, einerlei, ob dies für eigene Nechnung oder für Nechnung anderer oder in anderer Auftrag geschieht.

3. Mit der Eisenbahn ankommende Viehtransporte dürfen vom Bahnhofe durch den Empfänger, dessen. Beauftragten oder den die Tiere Einführenden noch sonst einen anderen nicht eher weg­gebracht werten, bevor dieser bei der für den Bahnhof zuständigen Ortspolizeibehörte sich darüber ausgewiesen hat, daß entweder die Tiere einer Quarantänevorschrift nicht unterliegen, oder daß sie an ihrem Bestimmungsort für die Quarantäne angemeldet sind (Ziffer 2).

4. Wer Wiederkäuer und Schweine innerhalb des Kreises auf die Eisenbahn verladen oder einen an einem hessischen Bahnhof auf der Eisenbahn angekommenen Viehtransport mit demselben oder einem neuen Frachtbrief nach einer anderen hessischen Eisenbahn­station weiter absertigen lassen will, hat dies bei der für den Bahnhof zuständigen Ortspolizeibehörde anzuzeigen und sich bei ihr über die Herkunft der Tiere auszuweisen. Diese Polizeibehörde hat dem Bahnhofsvorstand alsbald anzuzeigen, ob den Vorschriften ent­sprochen ist und die Tiere ausgeladen ober abgesandt oder weiter- beförtert werden dürfen.

5. Die für die Bahnhöfe zuständigen Polizeibehörden werden hierdurch mit ter Ueberwachung der richtigen Einhaltung der obigen

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Ferner:

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Bekanntmachung.

Betr.: Feldbereinigung Heuchelheim; hier: Durchstich des jlvop- und Bieberbachs.

In ter Zeit vom 10. bis einschließlich 25. Juni lfd. Js. liegen aus der Bürgermeisterei Heuä>elheim während ter Gc- -ästsstunden zur Einsicht ter Beteiligten

die Entwürfe über den Durchstich des Bieberbachs unterhalb Heuchelheim sowie den Durchstich des Kvopbach in Flur II und III nebst zugehörigen Beschlüssen der Vollzugskom- mtsswn und des Gemeinderats vom 28. Februar 1920 ossen.

, Tagfahrt zur Entgegennahme von Einivendlingen hiergegen findet aus dem Rathaus zu Heuchelheim am

Samstag den 2 6. Juni 19 20, vorm. 9 10 Uhr statt, wozu ich die Beteiligten mit dem Anfügen eiulade, daß die Nichterschemenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind.

. Tie Einwendungen sind schriftlich cinzureichen.

Am gleichen Tage findet daselbst vormittags 1011 Uhr Termin zur Entgegennahme ter Wünsche, die die Beteiligten für Die Bildung der neuen Ersatzgrundstücke geltend machen wollen, statt.

Tie Wünsckie sind schriftlich einzureichen und müssen angeben, welche alten nach Flur und Nummer zu bezcichiienden Grund­stücke zusammengelegt werten sollen und bei welck>er alten Parzelle die Zusammenleguilg erfolgen soll.

Wünsche, die in diesem Termin nicht schriftlich eingereicht werden, l-aben keinen Anspruch auf Berücksichtigung.

Friedberg, den 30. Mai 1920.

Ter Hessische Feldbereinigungskommissär.

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Bekanntmachung.

Gemäß Versüssung des Kl:eisamts Gießen vom 5. Juni 1920 ifl ter Landwirt und Händler Wilhelm Artus zu Lang-Göns als unzuverlrffige Person vom Handel mit ländlichen Erzeugnissen ausgeschlossen worden.

Gießen, den 5. Juni 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r.

B etr.: Statistik über Streiks.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Soweit Sie unsere übergedruckte Verfüguuss vom 21. Mai ds. Js. noch nicht erledigt hoben, erinnern wir hiermit an deren Erledigung mit Frist von drei Tassen.

Gießen, den 5. Jnni 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: H e m m e r d e.

Betr.: Gewährung einer einmaligen Beihilfe an ehemalige Kriegsteilnehmer von 1870/71.

Au die Herren Gcmeiudercchucr des Kreises.

diejenigen von Ihnen, tenen die übergedruckte Verfügung vom 14. Mai ds. Js. zugegangen ist und die mit deren Erle­digung noch im Rückstände sind, werden hieran mit Frist von 5 Tagen erinnert.

Gießen, den 5. Juni 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß.

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