Ausgabe 
9.3.1920
 
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_ weites Gebiet, dessen Grenzen sich mit denen tes

Deutsche NLnsnawersammlMg. I Facies, das er als akademischer Lehrer vertrat,

Berlin, 8. März 1920.

grffc Brrawm desGesetzes beir. die Grund-

Mas nicht alles gestohlen wird?

überreicht worden.

Seite

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der so

I zeichnet, die ü tätigfeiten hini feine Stau, die

blttgeickichen ßtemeinbe.

Kreis Büdingeu.

Mannesmann.

---Borsdorf, 8. März. Die Grippe nimmt hier einen gefahrdrohenden Charakter an. Sie, forderte bereits zahlreiche Opfer. Sämtliche öffentlichen Veranstaltungen wur­den abgesagt. Die Schulen sind geschlossen.

arzt Wil- BeiTmeiiter

schritten werden dann.

Die Beratung über das Gesetz wird zunächst vertagt.

Gs folgt die erste Beratung eines Gesetz­entwurfes betreffend die Erhöhung der Zuständigkeit der Amtsgerichte in bürgerlichen Rechlsstteitigkeiten über vermSgensneckstliche Ansprüche.

Der Entwurf geht an den Derscsssungsausschuß.

Es folgt die erfte und zweite Beratung eines Gr^etzentwursss betreffend Vergütung von Lei- ffamgen für die tttedlichen Heere im besetzten Reichs­gebiet. Dieser Entwurf wird auch gleich in dritter Lesung erledigt.

Das Besitzstruergesetz wird dann ohne weitere Aussprache an den 10. Ausschuß überwiesen.

Hierauf vertagt sich das Haus.

Dienstag 1 Uhr Anfragen, Antrag betreffend Reichstagswahlgesetz.

Schluß nach 6 Uhr.

zu 40 Zeugen geladen, von denen einige das Elx­leben des Angeklagten und seiner Frau als sehr harmonisch schildern, während Rein es so bat»

Vermischtes.

mc. As chaffenburg, 8. März, JnW des Kleingrldmangels darf im nahen OberrwM der Brückenzoll mit Kartoffeln entncht« werten. Gewöhnlich gelten zwei Kartosfün nis Taxe.

X. Bergheim, 8. März. Nichts ift rmchr vor den Dieben sicher.. So nahmen vor­überziehende Handwerksburschen in der Zie­gelei Dietz ' die großen Röste der Trockenofen heraus, Erschlugen sie und

Krieges geschlossenen Ehe Unstimmigkeiten ge­herrscht hätten. Er wird auch als eine Natur be-

Landkreis Gießen. r \

U Neuhof bei Lang-Göns, 8. März. Hof- meister Heinrich Winter begeht dieses Zahr f ein l 50jähr. Arbeiisjubiläum auf dem taut Nenhvf.

** Rödgen, 8. März. In der schotten alten Dorfkirche hatte sich am Sonntag Alt und Jung zusammengefunden zu einer Tankesseter für die glückliche Heimkehr unserer Kriegsgefangenen.

X Wieseck, 8. März. In unsever Volk-- hochschule findet Ne am 19. d. Mts. Plan­mäßige letzte Vorlesung über Sozialgesrtzgeouug bereits am Donnerstag, 11. d. M. fbitt. Berufsgenossenschaftssekretär Kirchner nnro bann die Geschichte der Arbeitersw>ichermtg behail-- deln. Die Kirä-engemeintev rrtretimg beauf­tragt ihren Vorsitzenden mit Einfettung von Schritten zur BesäMffung einer 3. Ki rchen- glocke und Errichtung eines Erinnerungs­zeichens an die Opfer des Welt kri rgs, beides in Verbindung mit der Vertretung der

nur Ettropas, als der eines der Führer genannten religionswissenschaftlickreu höhen Eliten genannt. Und der Bet doppelt hart, benn Bouslet stand seines Äck>affens, kaum abgeschlos waren schon durch neue verdrängt, loser Geist plante ttoch Größeres. Er

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kr. Professor Dr. Bousset 7. Ein neuer schtverer Verlust bat unsere Unitierfitat betroffen. Professor Dr. Wllhclm Bousset ist gestern nach-

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mittag infolge eines Herzschlags sanft entschlafen, igt über 300 Mitg! Wir waren stolz auf seinen Besitz, denn Bousset i>cm Verein 40 Ja war einer der bedeutendsten Vertreter des Faches'^'-*' -T-'z f

der nentestamentlichen Theologie, und sein Name wurde in der ganzen wissenschastlick^en Welt, nicht

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Serlin.8.^ ii(h Äe durch.da L gwßen d-psK M Loluta un Wnr iei Men et svck Mkarti tai. Lei der 3 &r(e M e sic inlittni Umlang« zu, imn E zu tinte fenb. Auch k rieften Verlaufs k etent diese AM tot, nxir wn htiltiM Wem M, die teifroene fetten für bie neu KM, eiitttaten, gte bis oO Pwz. kMahrtsivertc Sri Mntonpapierei bd gülmiMchiere MO Pmz. Tie 6t trift unsicher, dock Wigung gegen bi m Monlan- uni Seite lagen, ang; srß. Knegsanleihr mMschr Renten Mzer.

Franksurl Kimmungsbi Niüagsdörst eine mizelnm Papiew 'rÄSMieren an M. 1550 bis 1 8300 genannt. 3 kutsche Petwleui ks645, SKati

Medizmalrat Pnisesstr Tr. Walther, Dr.)- Winter und Kriminalioberwachtmeister Zrnr. -as Väcinsvermögen ist von 7743 auf 820 < Mk. fliegen. Im ganzen hat der Verein rund löWjJCL. für Urrterstützimgen ausgegeben. Ter alte Vorsiam» wurde einstimmig wiedergewäblt. Für die m oer letzten Zeit unbesetzten Vorstanbsämter wurden alte bewährte Mitglieder neu hmzugewählt. Zum 2M- tenfen der 19141918 gefallenen und gestorbenen Mitglieder wurde eine künstlerisch ausgefuhrte Gedenttafel im Vereinslokal angebracht

Auch hier wurde man befriedigt. ~ ,

Änrz groß faßte Teleky dr: Charcktterstudte des Geizigen auf. Er wußte zunral im vierten Akt zum Angelpunkt der Gestalt vorzudringen, der, wie bei jeder tieferen Lusffpielsigur im Tragischen ruht. Der Schmerz über die gestohlene Kai seist, über dassüße Gold" ist nicht mehr tragikomisch, sondern muß als tragischster Schmerz mitempfuw' den werden, wenn Harpagon die richtige Pragrmg evhält. Dies war hier der Fall. Hinter rhm treten sämtliche Mitagievcnde zurück, die trvtz glan- zender Einzelzüge, nur Mittel sind, den Geiz des Alten sich boll entfalten zu lassen. .Hervvrzuleben sind: Liesel Winner als Elße tunb diesmal vt entzückender Koketterie als Egle), Vera Bond« z i e j als Marianne, Luise R a m m e l (ausgozeich' tret) als Fvosine, Franz B r a u n als Eleant (OW er war als Eridon von besserem Zuschnitt), Osbu Feigel (Baler) und mit viel Bvnhomie Kaü i B 0 l ck als Koch Verbleiben noch aus derSaunt des Verliebten" Hans Heinz Her es als Laom und Friedel Doerr als Amine zu erwähnens die sentimentale Schäferin M einer lieblichen Ge­stalt werden ließ.KL

VerhetzMig

Untersöaatsfekretär Schultz: Alle Ergebnisse Uva Reichsschulkonfevenz konnten ge??tzgeberijch nicht gleichmäßig verwertet werden. Wir können darauf nictyt warten. D« Bebenden gegen das Gesetz strnd mehr technischer Art. Wir sind gedrängt wor- ibra von den Unterrichts- und Schulverwaltungen Äer Länder und Gemeinden. Parteirücksichten 'raaren nicht ntafagebenb. Die Grundschule soll ein? .Arbeitsschule, nicht eine Jntelligenzschule fein. Ein Gesek, über die Lchrerbildungsanstaldm soll der Nationalverstaumlung 'bald zugehen.

Abg. Kun er t (Unabh.): Dem Prinzip des Gesetzentwurfes können wir zuftrmmen.

Abg Leicht <Bahr. Volksp.): Dem Grund­satz der Grundschule stehen wir zustimmend gegen­über. Wir schlagen die Verweisung an eine eigene Kommission von 28 Mitgliedern vor.

Nach weiteren Ausführungen der Abgg. Dr. öttard iS.), Frau Behm (D.-Natl.) und Bur- Tage (Z.) geht die Vorlage an einen besonderen Ansschutz von 28 Mitgliedern.

Es folgt die erste Beratung des Entwurfes eines Besitzsteuergesetzes.

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 9. März 1920.

Veranstaltungen.

. Dienstag, 9. Marz: Aquarium, 8 Uhr, Mitgliederversammlung der Deutschen demokrati­schen Partei. Lichtspielhaus,Tie Rose toan Stambul" undPrin^.ßck^n". Lichtspiele Sel­kersweg,Tie Frau mit den Milliarden".

wohnhaft war, nach Nidda bestellte, fern sich angeblich mit ihr auszusöhnen. In ÄüomgLN stieg er mi^ ihr aus, um den Weg nach Lieblos zu Fuß in4 rückzulegen. Kurz hinter Büdingen, bei der sog. Luxbrücke, bat er sie dann übersatten und ihr mit einem Taschenmesser, sog. Nicker, am Hals einen 14 cm langen, tiefen Schnitt beigebracht, wodurch Blutadern verletzt wurden, so daß der Tod nach einiger Zeit durch Verblutung eintrat. Tas blut­bedeckte Messer, das später in einem Kartoffel­acker gefunden wurde, liegt auf dem Richtertisch, ebenso andere blutbedeckte Gegenstände der Frau, wie Uhr- und Halskette, vermischt mit Haaren.

! Rein suchte die Tat zunächst von sich auf zwei Unbekannte abzuwälzen, was ihm bekanntlich nidjt | 9Ct ^egen 6 Uhr abends wurde mit der Zeugen?

Vernehmung abgebrochen und die Fortführung auf heute früh V29Uhr festgesetzt. Zuhörerraum und Tribüne waren überfüllt.

L^ochscliulnachrichten.

Reformvorschläge der DarmsLädttr

Hessen-Nassau.

mc. Frankfurt a. M., 8. März. Wie weu es sckwn gekommen ist, zeigt eine Anzüge m einer | Frankfurter Zeitung, in der ein GeschäftSmrmi | dem Dieb seiner Schreibmaschine 1000 Mk. Be­lohnung und Straffreiheit verspricht, wenn er mit der Maschine wiederkommt.

F r i tz l a r, 8. März. Die hier liegende Artillerie feuerte bei einem Scharfschießen mehrere Granaten in das Dorf Ober­möllrich. Glücklicherweise,tam keines der Geschosse, die auf die Straße und auf die Häu­ser fielen, zur Entladung.

mc. N i e d e r n h a u f e n, 8. März. Der Gen­darmerie gelang es, fünf Grvßfchieber aus Frankfurt zu verhaften, als sie mit einem Auto, dos schwer geloben war, ausrücken wollten. Meh­rere Zentner Hafer, für über 10 000 Mk. Gold imü Silber, sowie Lebensmittel aller Art konnten be­schlagnahmt werden.

u.ijniinariuüiicijtr öiyiuveineu in

und Rom" (1915) stehen viele kleine Arbeiten zur allgemeinen Religionsgeschichte, und das mel- gelesenc Buch überDas Wesen der Religion J903). Dazu aber war er ausgeschlossen sür die Er- vrdernisse der Gegenwart. Ueberzeugter Anhänger des Fortschritts im religiösen und im politischen Leben, war er in jungen Jahren von Friedrich Naumann für den nationalsozialen Gedanken ge­wonnen worden und ist ihm durch alle Wcrnolungen der letzten Jahrzehnte, zuletzt als cegcd Mitglied der Dnttschen demokratischen Partei, treu ge­blieben. Bon echter Vaterlandsliebe erfüllt, trat er I ür seine Jdecüe mutig in die Schranken und | scheute auch scharfen Kamps nicht, wenn es galt, sie durchzusetzen. Die Ungunst der Berusungsverhatt-1 nisse hat ihn erst in reifen Mamirsiahren zu voller akademischer Wirksamkeit kommen lassen. Als Sohn I eined migeschenen Pfarrers 1865 in Lübeck gc-1 bocen, habilitierte er sich 1889 in Göttingen und I wurde daselbst 1896 außerordentlicher Professor. I So hat er zwanzig Jahre in äußerlich bescheidener | Stellung gewirkt, die ihm doch die Möglichkeit tief­gehenden Einflusses auf zahlreiche, von dcm bc-1 geisternden Lehrer innerlichst angezogene Schulz, daneben auch willkommene Muße zu weitaus-1 greifender schriftstellerischer Arbeit ließ Os^rn 1916 wurde er als Nachfolger von Prosessor Bal- d-ensperger nach Gießen berufen. In den wenigen Jahren, die ihm hier noch vergönnt gewesen smd, ftat er seine Spur in das geistige Leben unseren Universität und unserer Stadt tier eingegraben, eine kraftvolle, lautere, von den rernften Absichten getragene Persönlich Leit, hochgeachtet auch vom Gegner, hockwcrehrt von seinen Schülern, hoch-^ geschätzt von seinen Freunden. Sie alle trauern an, seinem Grabe.

** In derhessischen Vereinigung sür Volkskunde" sprach gestern abend Herr Missionar Walther überSitten und Ge­bräuche der Küstenftämme Kameruns un Vergleiche mit den Sitten und Gebräuchen der hessi s chen He i mat. Kamerun ist ein Land, in dem die Frage nach der Herkunft von Unglück und Not bequem und eindeutig abgetan wird: Bose Geister sind schuld an allem Unbeil. Dort nimmt man auch den Kampf gegen die schliminen Dämone mit mancherlei Waffen auf. Und hier,wies der Reo- ner zahlreiche Sitten nach, die in feiner ländlichen hessischen Heimat. Kamerun ist einLmid, m gebräuchlich sind und die eine gewisse Aeynttcykeit mit Bräuchen der Schwarzen aufweifen. Nicht als ob in unserm Volke nochkcumilxllisch^' Sttten zu finden wären; aber auch in Kulturländern bieten

wird. Auch die Schukkonferenz nach Ostern rmro »ms nur Anregungen geben können. Tas Gesetz feber die Grundschulen und die Aufhcbmig der Vorschule formte vorweg genommen werden, tveil dieser Punkt tn der Reichsverfassmig eüideuttg geregelt worden ist, und weil andererseits eine Vei^ von Ländern tnti> Städten bereits im April die Bvrschnle (tlrbmien wollen. Das Gesetz regelt nnr täte GQnürsätzc und überläßt das Einzelne den örtlichen BerMtnissen. Tie verursachten Kosten sind gering Ich bitte, die Beratung des Gesetzes zu beMenmsen. Tie Frage, die vorliegt, ist nicht sc^rlttchnifcher, andern foziQler 91ahn.

Mg. Fran Pfüls (Svz.): Ter Abbau der Vorschule ist die notwendige Voraussetzmig für die verfasfuügsmäßig garantierte Grundschule. Wir bamtoagm, das Gesetz heute in allen drei Lesungen m -erledigen.

Abg. Obersvhreii (D.-Natl.): Dik Be­gründung der Dringlichkeit dieses O-esetzcs ist keineswegs durchschlagend. Auch praktisäse Gründe sprechen gegen das Gesetz. Wie sollen z. B. die Schulen Rs zum 15. März, wie üblich, ihre neuen Etats einrichten können? Hat die Reichsregierung etwa die Absicht, die Simultanschule mtt dieser Grundschule emzusühren? Simultanemheitsschulen wollen wir nicyd Wir wollen da§ in der Verfassung garantierte Recht der elterlichen Euch scheidrmg in der Grundschule gewahrt wissen. Tie Vorschule ist keine StandeSschnle, aber die Volks­schule der Großstadt ist eine Proletarierschule, und darum sind wir für Aufhebung der Vorschule. Wir beantragen Ausschußberattma.

Abg. Burlage (Z.): Wir erkennen im, daß dad Reich Einfluß auf die Schule haben soll. Die -Grundsätze der Verfassung in dieser Richtung bil­ligen wir. Natürlich muß der Entwurf einer gründ­lichen Ansschußberatung unterzogen werden, viel­leicht durch den BerfassungÄMsschuß.

Abg. Weiß (^em-k Wn stehen voll unb rtortg auf dem Verfassunasstandpunkte Dieses Ge­setz ist weiter nichts als eine Umschreibung der Berfasftmg. Vem rechts scheint man Morgenluft yi mit fern. Tiefe Schulfrage Allie aus dem poli- -rrschen Kamps herausgehoben stia.

AbgDr. Rnnkel (D. Vpt.): Wir werden ja ioai Weg der Einheitsschule zunächst gehen müssen arnb so sind wer mit der Grundschule einverstanden.

toitb auch gut sein, wenn die Kinber 'Mer VolLs- cklassen sich näher kennen lernen ohne parteiliche

** riegerbcTein Gießen.Vergangene Woche hielt der Kri^erverein Gießeii i:n ..Poft- feilet" teilte Hauptversammlung ab. Ter Verein iber 300 Mitglieder. 14 Mitglieder gehören _____ T " JaiM und noch langer an, 57 Mitglieder gehören sit 25 Jahren intb noch länger

Ties mal er hielten die Ehrenurkunde für ge Mitglieosaxifl: LoüomOA: ührer Heinrich ., Konbiforeibesttzer W Amend, Prosessor

llnterstaatssekretär Mösle: Der Gmndfotz, die direkten Steuern dem Rüche zuzUweisen, und die dringende Nokwerchigkeit, dir ©tzuern einheit­lich inti> bis zur Grenze des Mölichen auszubruen, führten zu diesem Gesttz. Nach der Ablchnuna derer Gesetze hat die Regierung sich für die Beibe­haltung der Besitzsteuer als solche entschieden, doch mußte das bestehende Besitzstwergefetz ausgehobm weiten. Der Gesamtaufbau des Steuwsystcms muß schnell zu Ende geführt werden zum Heil d^s deut­schen Volkes. Die Höhe der Steu.-rn ist wahnsinnig genormt worden. Das trifft nicht zu. Der Be­darf ist wahnsinnig 'hoch. Wer es kann, der zeige uns einen besseren Weg, der aber auch sofort 6c*

Studentenschaft.

rm. Darmstadt, 7. März. Die Darm-- städter Studentenschaft hat sür die Neu­regelung des Studienganges an der Technischen Hochschule einen Resorm- vorschlag ausgestellt und der Oeffentlichkeit übergeben. Neben den von der Studentenschasi als notwendig empfundenen Forderungen für Aen- beruTigen im Betrieb und Stundenplan wurden Hauptforderungen gestellt, die sich aus der Praxis für das spätere beruffiche Leben btr Jngemeuve mich tljrer öffenllichen Stellung als dringend not* nxmbig ergaben. Der Ingenieur muß in bnr grunblegcnben Fachern seines Bwuses eine Aus­bildung erhalten, die es ihm ermöglicht, sich auf jedem Spezialgebiet selbstänbig schnell einzuarbe- ten. Neben dieser soll er auf b:r Hochschule noch h^rfnnftpn ssie ol?/altes Eisen leine besondere Ausbildung in einem Berufsgeb« h

verkauften sie als altes ENe . erfahren, damit er sofort nach seiner Emstellung

i Bodenschätze. Greifbares zu leisten in ter Lage ist Zu dm ge-

))Wallerhausen,8. März, yn letz- nannten Forbenmgen kommen noch dreienigm ter ter Zeit »fanden auch hier und in den benach- ! Studierenden, die in der glücklichen Lag: smd, eint barten Gemarkungen »Nachforschungen nach fcffe Anstellung oter die Uebwnahme eines Bettie- Braunkohle, Mangan und anderen Er- bes in Aussicht zu haben. In dem jetzigen Rahmen z-n statt die auch z. T. von Erfolg waren, dts Stubiei,planes ist diese Ausbiltemg mcht mög- ^soLr'z b-i Äau^njotten gwfc Braun- W K Ä

kohlenlager entdeckt Ivorden sein. Uuter den 1 (un g notwendig, um dem Studenten bas Höven Firmen, die isich für die Kohlen- unb sj^r^iunQen über WirtschaftSfehre, Berkchrs-,

lager in ! hiesiger Gegend besonders rnter- Betriebs- und Verwaltungswesen möglich zu ma- essieren, befinden I sich auch, die Gebrüder Die Vorschläge sind den zuständigen Stellur

** Unser neuer Vornan beginnt in dec morgigen Nummer.

Oberhes si scher Kunftveretn. Die Geniäldeausftellung, nk'Idx seit Svimdag nm und täglich von 11 bis 1 Uhr geöffnet bleibt, ist auch <m Mittwoch Nachrntttagen von 31 bis 5 Uhr zu besichtigen.

** Liebig-Museum. Zur Auffüh­rung derChemischen Hexenküche" im Stadt­theater wird bemerkt, daß bei dem Stück ledig-1 lich erstklassige Kräfte unserer Bühne mitwir­ken. Die Regie steht unter der bewährten Lei­tung von Herrn Karl Volck. Es wird gebe­ten, möglichst - bald Vorbestellungen auf Plätze für den 26. März vorzunehmen, da es sonst leicht zu spät sein könnte, gute Plätze zu erhalten. (Siehe Anzeige in heutiger Num­mer.) !

** Ausgabe kondensierter Milch. Tie Milckiempsänger, bereit Karte auf 1/2 Vit'r lautet, erhalten Mittwoch und Tomterstag gegen Abgabe der Milchmarke vom 15. Marz der 12. Woche der ihnen zuffehenden Vollmilch für den 10., 11., 12 und 13. März 1920 eine Dose kondensierte Milch zum Pvci.'e von 7,80 Mark. Nalleres siche Anzeigenteil.

** Eine Versteigerung von Ab­fallholz findet Donnerstag nachmittag 2 Uhr statt. Siehe Anzeige.

** D i e Friedhöfe sind in der Zeit vom 16. März bis 15. Mai 1920 von 6 Uhr morgens bis (8 Uhr abends geöffnet.

der Reichsregierung in Schulfragen tann Ihnen erst trorgelegf werden, wenn die Regierung sich über alle einschlägigen Fragen flar grtwmn sein

Starkenburg und Rheinhessen.

mc. Darmstadt, 6. März. In Bens­heim wurden die ersten blühenden Apri­kosen ftstgestellt. Die Mandelblüte ist größ­tenteils vorüber. Sie war in diesem Jahre vom Wetter sehr begünstigt.

S. W. Worms, 8. März. Erschlagen wurde am Samstag mittag das fünfjährige Töchterchen des Maurers Wilhclm Ruppert durch einen um- stürzenden Pappelbaum. Die 25 Meter bohe Pappel sollte auf der Kieselwiese gefällt werden, stürzte jedoch durch einen Windstoß vor zellig um.

Gießen, 9. März. Der gestrige erste Ver- hcmblungstag gegen den Offizier-Stellvertreter Rein aus Hüttenthal i. O., der im Mai v. Js. bei Büdingen auf bet Landstraße seine Frau er­mordet hat, begann zunächst mit der Vernehmung des Angellagten. Er weint saft ununterbvock)on und legt ein reumütiges Wesen an den Tag. Rein hatte bald nach dem Verbrechen ein Geständnis abgelegt, hält dies auch heute noch aufrecht, will aber von Einzelheiten über die Ausführung seiner Tat durchaus nrckits mehr wissen. Es sind nahe-

Gießener Stadttheater.

Gießen, 8. März 1920.

Die Lauue des DerliebtEN. Der Geizige.

Man möchte solcher Mente noch mehr tt* leben. Die hssteve Harmonie des jungen Goethe, Kreis Alsfeld. I mit der er sich von den Launen des Verlickte»

Alsfeld, 8 März. Zur Minderung löskaust und Moliöres Chrrakier^>m5dw^verbml- der Wohnungsnot baut die Sbadt ein .Zwölf- den sich auch ohne lllerarhistorssche Einstellung zu familtcnhaus amMainzer Kuhwcg". Die ungetrübtem Genuß. Ev fei d^nnanch nur der Arbeiten schraiden rüftig vorwärts. Es ist zu er- ansehnlichen. Lnsttmgimserer Bühne gedacht, die warten, daß die Wohnungen, die aus 3 Zimmern ben Abend m dieser Foiwi zuwege 6«*, mit Küche und Zubehör beffehen, am 1. Juli d. I. Da wieder tstdre Szenerie b^ Üvechesche bezogen werten können. Auch die Neubauten des Sackes teArzuheben, tee von Anfang cm Gemeinnützigen Bauvevein" werdm im Laufe die- ®inbrucE^timnrc. Hans Ei s 0 l t, des c'= ^1» teifebbar kunst bereits IN ter Kinderttagötec von Schönherr

ses Sommers fertig tezfeyvar wie man bei gutem Witten auch mit btu

KretS Schotten. . Mitteln unserer Buhne den Stimmungsgehalt zu

qu Glashütten, 8. März. Auf dem tn v^mtag, schuf auch biesmal ein Bild von ter Nähe gelegenen Stteithain wird der Bau erner ^Min Raumgefühl, das ter Schäfcridylle den Siegele i geplant. Nach fachmännischem Urteil idealen Hinlevgrnnd gab. Diese erneute Bewahrung ift der dort vorhandene Lehmboden für tftegeb t^ftfrrft den Wunsch, ihn vor umfassendere Auf- bvennen vorzüglich geeignet. gaben gestellt zu sehen, denn auch die ganze Bo»

qu Oberlais, 8. März. In cmec Sitzung 'ha^lung des Spieles bezeugte guten und sicheren des Kirchenvorstaiides und der Kirchengemetnte- Geschmack. Mehr historisch eingestellt war die verttetung ter Gemeinten Oberlais und Glas- Spielleitung Adolf Telekys intGeizigen".

1 Hütten wurde die Errichtung eines Krieger-' - - ......

Idenkmals in jedem der beiden Orte beschlossen.

Die Kosten will man durch freiwillige Spenden ter Gemeintegljeder ausbringen. Won einigen Ge­rn einteglieteru wurden schon namhafte Spenden gesiistet. Man hofft, das Denkmal in jedem Ort bis zum Spätherbst fertigftellen zu tön mm.

abgeschlossene Gegenden Volksgewohnheiten aus heidnischer Zell, die ursprünglich ber Bezwingung böser Geister galten. Jene Schwarzen sehen ut Strumpfbändern aus Schlangen häuten ein Schutz-1 mittel gegen Krankheiten und Verfolgung über» irdischer Mächte- hier zu Lande will manche Bauersfrau durch Ohrringe kranke Augen sernhal- ten, ober sie legt ein goldenes Halskettchen gegen Halskoankheiten an. Daß der Glaube an Wunder-1 wiriungen von Amuletten bei uns zu Zeiten noch welle Verbreitung hat, haben während des Krieges dieHimmelsbnefe" gezeigt, die von zahlreichen Soldaten getragen wurden. An solcherart lieber- bleibsel aus dem Heidentum hängen Teile unseres Volkes noch heute bewußt in abergläubisch:m Wahne. Anders verhüll es sich mit Schießeii in der Neujahrsnacht, mit dem lärmvollen Scherbenweifen am Pollerabend, mit den feftartigen Leichen- schmausen, mll den 101 Schüsfeii bet der Geburt eines Prinzen:: hier ift ein übersinnlicher Erfolg der Veranstaltungen nicht mehr beabsichtigt. Und ob gar ursprünglich das Schießen bei Gewittern durch seinen Lärm die bösen Wettergeister verscheuchen wllte, müßte erst nachgewiesen werden. Sehr über­zeugend wirkten bagegeii bie angeführten Parallel-1 erscheinungen beim Kameruner Naturvolk. Ueber- haupt bot der erfahrene Missionar sein Bestes in all ben anschaulichen Schilderungen von Treiben mid Seelenleben seiner ehemaligen Missionskinber. Mgemeiner lebhafter Beifall bankte ihm. In ber Aussprache fügte Herr Pvof. Hepding den vvm Redner migesLhrten Beispielen neue zu und be- laiditete das Material unter HervvttLbung ethno­logischer Gesichtspunckte in wissenschaftticher unb kritisch anregenter Weist.

teincswegs deckten. Neben Werkeii wieDie Reli- nfon des Judentums,tm nentestamentlichen Zeit-

_____________ älter" (1903),Jesus" (1904), ..Hauptprobleme

schulen. m der G'wsis" .1907),Kyrios Christas" (1913) und

Minister des Innern Koch: ^.as!Pro-MlMm stLhristlich'jüdisck?er Schulbetrieb in Alermidria

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 34 vom 8. März enthält: Bettiebsrateg«ev (Fortsetzung). Verordnung zur Bekämpfung Schleichhandels und Preiswuchers. Höchstpre^ für Rino-u nb Hammelfleisch. Zuckerverbrauch^ regelung. Erwerbslosenfürsorge. Du Kreis befindlichen weiblichen Pflegeperson^ (Schwestern). Wahl eines Ersatzmllgliedes v« Kreisausschusses. Dienstnachrichten. seuchen. Verhängung des Ausnahin^uswnoes

Als Höchstpreise für Rind- uu^ Hammelfleisch werden mit Genehmigung 0« Hessischen Landes-Ernährungsamtes jur die baw gemeinden des Kreises Gießen wlgenbes verordna. Für Rindfleisch das Pfund zu,3o0 Mk E fleisch zu 2,00 Mk., Hammelssetich zu 2,9-- Mk, Fleischwurst zu 2,60 Mk., Blut und Leterwu^ (frisch) 8ii 1,90 Mk. Die Preße treten sofort u Kraft ES ist nicht gestattet, für bestimmte Fleisch stücke höhere Preise als die vorstehenden zu forveri ober zu zahlen. .

Zuckerverbrauchsregelung. Die yutnwnuu/ iu/uuu», ,vuuuu uicm c» tu um- ben Monat März zustehenbe ZiickElmge tn vo» stellt, als ob schon früher in ber während des von 750 Gramm auf ben Kopf ter Be?mteruy - gelangt zur Ausgabe. Es können auf die jatten. Er wird auch als eine Natur be- marken 138, 139 unb 140 je 250 ©ramm == die leicht erregbar unb sich zu Gewalt- Gramm für ben Monat März bezogt inerten, 'liitreifeeu läßt Tatsache ift, daß Rein 1 Wahl eines. ErsatzMitgliedes 1. ': von Ullrichstrilc gebürtig ist intb b:-rt IKreisauss chusses. Für ben vcrfwrven

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