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legt unb den Entrüsmngsrufien der Anl-äng« Schückings Geltung verschafft werden konnte.

[] Marburg, 6. Jan. Ter Berkans de S Gemeindeobstes brachte im letzten Jak-re den Gemeinden im Kreise Marburg eine Einnahme von rund 224 054 Mk., das ist etwa das Zehnfache trie vor dem Kriege, Nachbnrkveife Kirchkzain ist» das Verhältnis imt einer Einnahme von rund 189 258 Mk. ebenso.

oz. Niedergrenzebach, 5. Jan. Hier und in den umliegenden Ortschaften des Schwalm­tales sind die Knechte und Mägde in beit Streik getreten. Sie verlangen erheblich höhere Löhne als im Vorjahr.

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Für die L dölkerung der

Aur StaM und Land.

Gießen, den 8. Jan. 1920.

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auszubancn. Tiefe wurde l>mte morgen in der alten Trainkaserne durch An,

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und zu begründen.

Eine weitere Anfrage muß sich auch auf den Vormittagsfabrplan beziehen. Aus welclien Grün­den ist es nicht möglich, den Penonenzug, der um 11.58 Uhr vormittags in Friedberg nach Frank- urt abfährt, von Gießen ans verkelfren zu lassen?

Wir hoffen, daß diese Zeilen zu einer weiteren gründlichen Prüfung des Fahrplans Gießen Frankfurt führen werde.

10. CTunhof

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VernRUchte».

Erdbeben in Mexiko.

Stadt Meriko, 7. Jan. (Reuter.) Nach einer amtlichen Mitteilung aus Couhalan ist hier ein Erdbeben verspürt worden, bei dem 2000 Menschen verunglückten, davon 1000 tdb-» lich. Von den Mannschaften der Garnison Feo- celo (?) wurden 30 Mann getötet und 60 ver­letzt In Barrancale le Grande wurden 300 Per­sonen getötet. Die Wasserfläche des Barranro de Lagua ist um 25 Meter gestiegen.

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Berlin, 7. Jan. (Wolff.) Deute früh gelang es dem Kriminalbrmmissar Bünger und seinen Be­amten, die berüchtigten Einbrecher und Mörder des Kriminalwaclstmeisters Erdmann, die Gebrüder Emil und Erich Strauß x u verhaften. Sie hielten sich unangemeldet in der Kvpenicker Straße aus. Beide wurden gefesselt nach dem Polizeipräsidium gebracht. Bei den Verbrechern wurden Pi ölen und Durndumgeschone gefunden.

hl. Holzminden a. d. W., 6. $an. Da» hiesige Durchgangslager sieht seiner Auf­lösung entgegen. Die ersten Mannscha ten werden am lo., der Rest zum 31. Januar 1920 entlassen, jedoch bleibt ein Auslösungskommando bestehen.

Seite wurde uns mitgetei.t, daß ad Montag den 12. Januar folgendes Personenzugpaar, eingele^ ist: Gießen ab 8.31, Frankfurt an 10.55 abends und Frankfurt ab 5.50, Gießen an 8.26 abends.

Ein Mcck aus obige ZusammennellUing um) neue Ueberrasch ingen tun sich auf! In kurzer Aufri.- anderfolge fahren in Frankfurt also 4 Züge in Rid-- tung Friedberg ab, nämlich um 3.00, 4.23, 5.22 und 5.50 Uhr nachmittags. Wir Gießener profi­tieren von der neuen Aenderung nicht allzuviel Viel nützliäier und willkommener wäre es für zahlreiche Reisende gewesen, wenn einer der ge­nannten, so rasch aufeinanderfolgenden Züge aus­gefallen und dafür ein anderer etwa in der Zeit zwischen 7 und 8 Uhr abends in Frankfurt ab- ,ährend, eingefügt rvorden wäre, während außer­dem nicht ernzuielsen ist, warum der letzte Zug, Frankfurt ab 10.42 Uhr abends, nicht bis Gießen durchgeführt wird. Die Ei.eilbahudehörde ist es dem Publikum schuldig, diese Rüttel zu erklären

HttfSwerk für die Wiener Kinder.

Ta die Anmeldungen zur Aufnahme von Wie- Stint ent bisl)er in erfreulicher Fülle einge­laufen sind, aber in Anbetracht der auch bei uns chwierigen Verhältnis^ die Zahl der in Hessen unterzubringenden Kinder auf 1030 begrenzt wer­den mußte, wird nunmehr die Frist für toeitcre Anmeldungen bis zum 10. Jaimar festgesetzt. Me Anmeldungen, ine nach diesem Tage bei der Reichs­zentrale für Heimatdienst, Landesabteilu.rg Hessen, oder den sonstigen Airm.'ldesüelttn noch einlaufen sollten, können nicht mchr berück, ich: igt werden.

Tie Organi a.ion des HUfswerks iit in Darm­stadt beendet unb im übrigen Hessen in in Ilern Gange, so daß mit Bestimmch it darauf zu rechnen ist, daß am Tage des Eintreffens der Kinder Emp­fang unb Unterbringung ohne Schwierigkeit vrn statten gelten wird. Anfang nächster Woche wird eine Kommission des Landesausschusses nach Wien reisen, um cvrt an Ort und Stelle das Nötigste zu besprechen, vielleicht eine gewisse Auswahl der Kinder zu treffen, wenn möglich, gleich einen Transport mitzubringen. Ter Tag dos Eintreffens wird in der Presse noch bekanntgegeben iverten.

Q. Bad-Nauheim, 7. Jan. Zum Besten der Wiener Kinder brachte der katholische Kirchenchor gestern im Knrhausth ater das Drama Die heilige Elisab.'tb" vor übrfütllem Hanse zur Aufführung. Die Mitwirkenden hatten sich mit großem Fttiße der Sache angenommen. Die Titel­rolle spielte Frl. Doris Held-Frankfurt, den Landgraf Franz W i e h e m a n n. Die Ausstattung war prachtvoll, die Aufnahme des Spieles war außerordentlich dankbar Unsere Badicktadt steht im Zeichen der politischen Versammlungen, bis auf hie Sozialdemokraten fanden in der letzten Zeit Versammlungen aller Parteien statt. Die deutsche Volkspartei, in der vor kurzem Dr. Osann sprach, hat für beute die zweite Versammlung einberufen, in der Dr. Decker, der frühere hessische Finanz-

Abhilse geschaffen werden muß. Bon bahnamtlicher I famtheit werden die Besitzer und Benutzer elektrr- (Ssoit* tnnrh» irns t h^6 nh ^I?nntnn ben fd)er Anlagen, welche durch die städt. Ekektrizitäts-

.uerke mit Strom versorgt werdm, ersucht, sich bei Vornahme irgendwelcher Arbiten an den Anlagen davon zu überzeugen, daß die ausführende Perlon zur Vornahnte die,er Arbeiten berechtigt ist. Unter Umftänben können solckse elektrischen Anlagen, an denen unl-erechtigt^nveise Aenderungen oder sonstige Arbeitete vorgenommen sind, nicht mehr ntu

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ba Schotten, 8. Jan. Märkte int Kreise Schotten im Jahre 1920. Schot­ten: 23. März, 20. April, 25. Mai <Präm.- Markt), 9., 10 und 11. August (Sommermarkt), 12 Okt., 14. Dez. Ulrichstein. 14. April, 26., 27. und 28 Juli, 22. Sept.. 10. Nov. -- Gedern, 9. März, 13. April, 24. Aug., 21. Sept., 19. Okt., 7. Dez. Freienfeen: 22. April, 2. Tez. Laubach: 6. Ap:il, 15. Juni, 28 Äcpt., 14. Tez. Ulfa: 22 Märr, 3.M-Ü, 30. August, 25. Oktober. He rchen Hain: 11. Mai, 22 und 23. Juni. Bo be n ha u sen: 17. Febr., 27. und 23. Mai, 6. Sept. Ober- Seemen: 17. unb 18. August, 13. September.

[] Marbura, 6. Inn. Für 1920 sind tis ... 2 . . 1: :;r? folgt bestimmt: 2. Februar, 25. März, 3. Mai. 2. Juli. 20. Sept., 19. Nov. unb 31. Tez. Krammärk e, 18. März und 17. Sept. Pferdemärkte, 19. Febr., 11. März, 15. AptÄ, 20. Mai, 17. Juni, 8 Juli, 12. August, 2. Sept., 14. Oft., 25. Nov. Schwcinemärkte.

(Eine Rete des wl Verausvaummisterz Vr. Setzler.

Köln, 8. Jan. (WTB.) Der Reichs­minister für den Wiederaufbau Dc. Geb­ier hielt vor zahlreichen führenden Männer4 aus Industrie, Handel und Gewerbe und vor Vertre.ern der Behörden aus den besetzten Ge­bieten einen Vortrag, in dem er sich darüber verbreitete, wie dieVergebuny decAr- beiten im zerstörten Gebiete vor sich gehen solle und wie die Arbeit selbst zu leisten sei. Belgien wünsäre überhaupt nicht, daß wir uns an den Arbeiten beteiligen, und die französisch Regierung beabsichtigt, in größerem Maße polnische, italieni.che und tschccho-slowakttche Arbeiter heranzuziehen. Bei den Verhandlungen in Paris werden wir den Standpunkt vertreten müssen, daß das Reich als Generalunternehmer haftet. Wenn die französische Regierung da­neben deutsche Privatunternehmer heranziehen will, so können wir sie daran nicht hindern. Das geschieht aber auf Rechnung und Gefahr der Unternehmer. Soweit Einzetlose vergeben werden können, müssen sich die Interessenten selbst zu leistungsfähigen Verbänden zusaml- menschließen. Die Lieferung der Baumateria­lien kann nicht unter dem Gesitchspunkt einer Berliner Krieg Gesellschaft üUsgeführtIwerden. Der Gedanke einer neuen Wumba kommt nicht in Frage. Die einzelnen Ländern müssen an­teilweise bei den Lieferungen berücksichtigt werden. Eine schlüsselmäßige Verteilung von Jndustrieerzeugnissen ist dagegen nicht möglich.

Die deutsche Industrie wird in Zukunft drei große Zwecke umfassen müssen. 1. Die Erzeugung für den Bedarf der Heimat. 2. Für die Erfüllung des Friedensvertrages. 3. Für den Weltmarkt. Für den Welt­markt können und dürfen wir erst liefern, wenn wir den Friedensvertrag erfüllt haben. Die Entwicklung darf nicht dahin gehe wir für den Weltmarkt schrankenlos liefern und dadurch die Erfüllung des Friedensver­trages beeinträchtiaen. Französi'che Besteller bestellen jetzt direkt bei der deutschen Jndiv- ftrie. Wir müssen alles tun, dieses System zu fördern, weil in das komplizierte Verhältnis zwischen Besteller und Fabrikant nicht noch eine Behörde eingeschaltet werden darf. Die Kontrolle der Lieferungen müssen wir allev- dings bekommen, um die Interessen des Reiches, des Reichsfiskus und der Steuerzah­ler wahrzunehmen. Da aus der Kriegswirt­schaft ein großer Rest von Mißtrauen zurück­geblieben ift, müssen wir hier sehr vorsichtig sein. Es darf keine Pachkriegsge- winnseuche durch das Land gehen. Nach den Erfahrungen des Krieges sind wir aber in der Lage, dies zu verhindern. Die Moral der Selbstverwaltungsverbände ist ausreichend, hier in der schärfsten Weise Ord­nung zu schaffen.

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Landfrievensbruch.

nm Darm stabt, 6. $an. Wegen L .'Nd- frieden sbruch und Eisenbahntrans-' pvrtgefährdung standen heute genau ein Dutzend Bewohner aus Wteberrüben vor der Straf-' Cammer der Provinz Starkenburg. Sie sind be-> schulrigt, am 23. Apiil v. I. zur Zeit, als infolge der Betri^bseinsckiränkungen auch tne Prrsvnenzüge auf der Strecke Tisburg^Offenbach eingestellt wer­den mußten, in ctaer Versammlung, in der etwa 100 Personen anwesend waren, den Beschluß ge­faßt zu hrben, mit Gewalt auch den übrigen Ver-- kehr rinzustellen, wenn der PersonenverLhr tut« gestellt wür e. Sie zogen abends um 10 Uhr vor das Stationsgebäude, teilten di-.'s dem Vorstoster, verhinderten das Turchsttl-ren einer RLaichine mit Packnxtgen und Perfvnal unb warfen dann zur weiteren Verl-inderung des Verkehrs etwa 300 Stück Grubenl^lz von 13,50 Meter Länge unfe 2530 Zenttmeler Stäröe auf das Gleise. Nach eingel-ender Beweisaufnahme werden <. die in der Hauptsache geständigen Angeklagten von der An­klage der Transporigesäl)rdun.g fceigesprochen, wo­gen Landsrievensbruch werden aber verurteilt zehre her Angeklagten und zwar: I. H. Weiland, Aoam» Strauß, Jvh StadtmüNer. A. Trumm, F. I. Weilarck», Ehr. Strauß I., Ad. Weiland II., Franz Träger, Ehr. Grimm und die Crescentia Schüler zu der Mindeschrafe von drei Monaten Gefängnis, Ehr. Kvser zu zwei Monaten Gefängnis. F. N. Simvn wird friigesp och n. Tas Gericht erkannte als mildernd die bislvrige Unbestraftheit und die Notlage der Ang.klagten an, da i!inen durch die BetriebseinsbeNung tie Arbeitsmög ichkeit abgc* lchnüten war und daß sie jedenfalls auch unter dem Eindruck des bedaueilichen Offenbacher PutscheS gehandelt batten. Ten Angeklagten I H. Weillmd mrd Strauß, die in Hast waren, werden je siebe» Wochen angerechnet.

die Tat eingeftanden. Er unterhielt mit deut Mädchen ein Liebesverhältnis, das von ibnt gern gelöst werden wockte, um ein anderes Mädchen zu heiraten. In dec Neujahrsnacht bestellte er das Mädck>en zu einer Aussprache an die Fulda. Dort betäubte er eS durch Schläge auf den Kopf und stürzte es dann in die tzochangeschwollencn Fluten der Fulda, in denen es seinen Tod laitd. Der Atörder zeigt über feine Tat keine Reue.

ge. E s ch w e g e , 7. Jan. Die billige Polizei tierljaftetc gestern eine zehnköpfige jugendliche D i v- bcs- und Hehlerbande, die seit November vorigen Jahres aus einer hiesigen Lederfab.il etwa 60 Rohhäute zu einem Gesamttverte von 60 000 entwendet hat.

-- Bad Homburg v. d. H., 7. Jan. Wege« der elektrisck>en Stromsperre haben die hiesigen Zeitungen ihr Ericheinen bis auf tveitereS einstellen müssen.

hr. Fulva, 6. Jan. Zahlreiche Dieb« stähle sind während bet letzten Monate hier von Eintritt der Tunkelheit bis Mitternacht ausge-, führt worden. Beatme der Krimmalpolizei legten «ich zwei Wochen lang jeden Abend auf die Lauer und die Frucht ihrer Bemühungen war die Fest» nähme dreier Spitzbuben im Alter "von 19 bis 21 Jahren. Eine ganze Anzahl Diebstähle, von. denen sie bereits 14 eingestanden haben, hat das Kleeblatt auf dem Kerbl)olz.

(] Ma rburg, 5. Jan. Gestern abend sprach in den Stadtsälen Profeisor S ch ü ck i n g über neue Deutschland". Wie bei der neulich«! svzraldrinvkvatisckien Versammlung kam es auch hier zu erheblichen Ruhestörungen. Besonders bei Beginn ter Versamnckung, als der Redner auftmt.

Lttctd Sxrnt Mauve eröffnet. Es neunen an len Kursen, die auf ühr Wvchen berechnet sind, 50 Teilnehmer aus dem Bric^tdebereich (darunter 3 Offiziere mrd 14 Unteroffiziere) tz.il.

rm. Tarmstadt, 6. J>m. Einen Fehl­betrag von 120 603 Mark H.U nach dem soeben erfchien.men Jalwesbeticht die hie'ige Ortskran­kenkasse im Rechnungsjalw! 1918 zu verzrich- itn. Ta las Vor^alw mit einem Ueber'chuß von 93 000 Mk. abschb ß. ist eine Berschlech erung von 213 000 Mk. eilige'Telen. Als Ur ache werden iie verderbenbringenden Bcgleiterscheinmigen Krieges, das Auftreten einer Grippenepidenrie usw. atig-cgcben. Ter Bvrfrrnd beschloß, das Krankcn- un . W>. cliewg.ckd von 60 nuf 50 Pnoz^ml d:s Grund- lolmes herabz-usetzen, tie Beiträge wn 43/4 au 51/? Prozent zu erhöhen. Tic Kassenärzte erfjicCcn eine Honorarerhölmng von 30 Prozent, tie Spe- zrtlärzte von 60 Prozent, die ZahnL^te und Ten- tisten von 30 Prozent.

£vffrn=9?nffnu.

Hes ifcher Städteverband.

(] Marburg, 5. Jan In ter fru'e abye- hal'tnen Sta'''tv.w'-rdnriencktzung wurde t>*m Bei­tritt der Stadt Marburg zu dem in der Bildung l»egrisfenen Verband der Städte, dw die gemein­same Reglung der Bearn'en-, Ange stell en- unb ArbeiteroerlMnisse ter StadtverwaltunMN be­zwecken soll, nach Befürwortung durch Brrttetcr aller Parteien zugesti nmt.

Der Muniti-insskandal.

Frankfurt a. M., 7. Jan. Die bei bei Firma Heidelberger aufgebeckt-n Schiebun­gen, von denen wir gestern berichteten, nehmen immer größeren Umfang an Es ist f stg stellt wor­den, da ßvon dem t^ebr. H.idelbergw und anderen Uuterne'hmcm nicht weniger als 50 Pwz deZ Per- son-ls ier Geschoßfabrik in Siegburg bestochen war. Die Firma li f-rte ihre minder­wertige Ware auch an bte Gfchoßfabriken in Span­dau und Sömmerda. Zu den berrts vvrgimom-- menen Verhaftung/ni ge-lelltr sich am Dienstag die des Oberlcittnants Grupp, d.w bereits ein umfas­sendes Geständnis abl'gle und bei dem ein reiches Belastungsmaleiial vor efnnden wurde.

Mord.

ge. Melsungen. 6. Jan. Der in dem benachbarten Dorfe Körle unter bem Verdacht, das 23jährige Dienstmädchen Marie Wwner e mordet zu haben, verhaftete Eifenbahnarbriter Patzkei Hal

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Minister überDie Arbeiten der Nationalversamm­lung und die politische Lage" sprechm tmrb. Als Zeichen der Z.-it kann es angesehen werben, daß zur Bestteiwnq der Heizungskosttm 50 Pf. von jedem Teilnehmer an der Versammlung erhoben werden.

Lebensmittel.

** Die Wochenkartoffelmarken Nr. 4653 der 51. Woche werden beliefert: Kon­sum-Verein, Filiale Frankfurter Straße, Rumps, Fritz, Zozelsgasfe. Die Kartosselmarken können bis einschl. Samstag eingelöst werden.

♦♦ Freibank Freitag, 9 Januar, werden von 13 Uhr die Nrn. 401450 beliefert.

Veranstaltungen.

Donnerstag: Großer Höickaal ter Uni­versität, 8Vs Uht, Verein der Gießener Kunst­freunde, Lichtbildervortrag über Deutsche Porzel- lantunst im 18. Jalwlmndert. Hotel Groß- lxrzoq, 3Vs Uhr, Besprechung des Vcvins der Gaüwirte. Württemberger Hof, 8 Uhr. öffent­liche Versammlung bet Frileure. Lichtspiel- (»u5,Reichsgräsin Gisela" und ,La. da muß doch in der Leitung ..." Lichtspiele, Scl- tersweg,Tie Tochter des Mohamed" unbDer Dolch des Malayen".

* Entschädigungsans prüche für verloren gegangenes Gepäck von ehe- maligen HelfernundHelferinnender Etappe, tie bei den vorgesetzten Dienststellen nach dem 30. Dezember 1919 eingch.m, können nicht mehr berücksichtigt werden. Anttagsteller, deren Gepäck rm besetzen Gebiet zurückgeblieben ist und entweder bei Spcktteuven oder Privarperivncn irntergestellt rourtx:, haben ihre Ansprüche eben­falls bis 30. Dezember 1919 anzumctten. Es wirb ihnen aber g'sta tet, tiz Unterla^m für etwaigen Verlust der Sachen erst dann berzudringen, wenn feststeht, laß bi: fnaglidyen Stücke nicht in ihren Besitz gelangen merken, spä estcnS je.och bis 1. März 1620. Es wr en nur Anttäge berücksichtigt, zu deren MaublQflmackMNg eintvnnbfrcie Unter­lagen lAuskunft der e imul-sen Ti-nstsdelle. Re- fe renttn, Heim e terin) beig-bracht nrtfen können.

L. U. Universitäts - Gottesdienst. Am Sonntag, 11 Januar, vormittags 11V4 Uhr, findet in der Neuen Aula ein Unirxrfi* täts-Gottesbicnst statt, zu dem in erster Linie bie Angehörigen der Uniher.ität eingeladen sind. Selbstverständlich hat aber auch jeder andere Zu­tritt. Es sind keinerlei Plätze vorb'hatten: die StMe stehen jedem Besuch'r gleichmäßig zur Ver­fügung. Die Predigt hält Prof. Dr. S ch 1 a n.

"Theaterverein Gießen Die Overn- vorstellung EavaUeria ntfticcrta und B-tiazzo füllet Freitag, 9. Januar 1920 abds. 6 Ulzr. statt.

* Bekleidung für Minderbem it- tel te. Für die Versorgung der minderb Mittelteil Bevölkerung der Stabt Gi ß.n sind Sweattranzüge, Burschenanzüge, Herrenpal tots unb Herrenhosen Aum Verkauf übctiuiefcn worden. Näheres ift aus bem Auzeigenttil zu eriefan.

** Warnung. Tas Elettrz'tätswerk wcist im Anzeigenteil barauf hin, daß in letzter Zeit von unberechtigten Personen au el ttcisch.m Lichtan­lagen Arbeiten vorg.momrn^m worden sind. Nur solche Personen, die im Blitz eines von uns aus­gestellten B r chtigungSausweists sind, dürfen der­artige Arbeiten ausführen. Im Interesse der Ge-

Dn Samstagen vor Sonn- und Feiertagen fahren außerdem noch zwei Vorzüge: Gießen ab 4.52 nachmittags, Frankfurt an 7.15 abends und Frankfurt ab 1,00 mittags, Gießen an 3.06 nachm.

Bei näherer Bettachtung dieses Fahrplans fällt vor allem auf, baß in der Zeit zwischen 6.42 Uhr vormittags und 2 35 Uhr m'ttagS nicht ein einziger Personenzug von Gieren nach Frank­furt fährt, mtd daß es außerdem in der Zeit nach 4.20 Uhr nachmittags überhanvt keine Reiie- gelegeuheit von Frankfurt nach Gießen gibt Dem steht gegenüber, daß von Friedberg aus um 11.58 Uhr vormittags ein Personenzug nach Frankfurt föhnt und nachmittags unb abends sogar drei Züge von Frankfurt in Fciebberg eintret fr, 1: 4.19, 6.44 und 11.59 Uhr abends. Warum bie Ver­nachlässigung eine- so außerordentlich wichtigen Eisenbahnkwotenpunktes wie Gießen? Nicht allein Gießener haben unter diesen unhaltbaren Zu­ständen zu leiden, sondern vor allem auch solche Reisende, die von Gießen aus in der Rich'ung Kassel, Limburg, SiegenHagenKöln, Fulda unb Gelnhausen weiten'ahren woll^m

Tie vielen, sehr berechtigen Klagen über diese Mißstä.tbe (deinen nunmehr doch zu Ohren der matzgebenden Stellen gedrungen zu sein unb dort die Einsicht erzeugt in haben, daß hier unbedingt

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Strom ocriorgt werden.

** Diebstahl. Am 6. Januar wurden von einem WasserhäuSchrn in der Kaiier-Altte 1 Glas mit Pfesferrninzrollen und 1 Glas mit Malz xtrakt- bonbons, welche vor dem Frnstir standen, in den Menbstunden entwendet. Der Schaden beträgt 50 Mk.

** Sein 44jähriges Dienftjubi- l ä u m beacht heute Herr Wilh. K ö s e r, Pro­kurist der Firma stark Emmelius, der nunmehr in beit Rul>estanb treten wirb. Zpr Schonung seiner Gesundheit mußte er b-crits im Laufe deS ver­gangenen Jahres feinet gewohnten Tätigkeit ent­sagen.

Landkreis 6)ießen.

tt. Treis a. d. Lumda, 6. '$an. Bei der hiesigen Feldbereinigung, bie schon nahe­zu 10 Jahren begonnen unb immer noch nicht vc- enbigt ist, sinb bis jetzt 85 384,37 Mk. Kosten ent­stauben, bie jetzt auf die Grnnbbcsitzer ausgc- schlagcn worden sinb. Da 7 115 334 Quabrattneter Gelände zu berücksichtiam sinb, kommen auf dem Quadratmeter l/i Pf. Unfaiten, die z. Zt. von den Grundbesitzern leicht getragen werben können. Der hiesige Tutnverrin hat im Weltkriege 21 Mit­glieder durch den Tod verloren, denen er eine eiserne, künstlerisch ausgeführte Gedächtnistafel widmen will, bie im Turnsaal äufgehängt werben soll. Mehrere freiwillige Beiträge sind zu diesem Zwecke bereits eingegangen.

Kreis Alsfeld.

np. Mücke, 7. Jan. Das Posdauw von Ul­richstein ift feit Freitag infolge Motovdesekts außer ®etrieb. Es wäre wohl eiidlich an der Zeit, das Auto so Herstellen zu lassen, daß der Betrieb wirklich ettmis zuverlässiger luirb, ober ben k.ei- ueven Wagen, der in Ulrid)ftrin schon über vier Wodrcu seinen Winterschlaf hält, zur Aushilfe Her­richten zu lassen.

np. R u pper t enrod, 7. Jan. In unserer Gemeinde wurde bei einer Hauskollekde für Die Wiener Kinder bie Summe von 154,80 Mk. ge­zeichnet.

s^AusbemOhmtal, 7. Jan. Für einen abgelreferteu Maulwurf wurde bisher eine Bergib- timg von 510 Pf. bezahlt. Jetzt werden bie Maulwurssselle mit 35 Mk. bauertet

Kreis Büdingen.

ow. O b e r w i d b e r s he i rn, 6. Jan. Bor etwa 6 Wochen begann unter Leitung von Fräu lein Höhn im hiesigen Rathaussaale ein H a u s ° haltlingSkursus. Nidü nur Obenvibders- heirner Damen beteiligten sich in großer Zcchl, son­dern auch Mädchen aus den benad/jarten Orten Steinhcim, Untenvibdersheim, Borsdorf und Rodlzeirn nahmen an dem Unterricht t.il, galt es doch, in bem Fache ber Kochkunst sich gründ­liche Ausbildung zu verschaffen. Auch im Nähen. Sticken unb Bügeln und in anderen an bie Hauefrau herantretenben Arbeiten hat Fräulein Höhn unterrichtet. Ter Kursus nahm gestern unter Veranstaltung einer kleinen SrPußseier, welcher auch Herren vom Kreisamte Büdingen beiwohnten, fein Ende.

ba. Wen ings, 7. Jan. Am 6. Januar, vor­mittags V89 Uhr, entstcmd auf noch ungeklärte Weise in der Sch'ime des Heinrich Hardt unb Karl Weber Feuer Da bie Feuerwehr gleich jur Stelle war, tonnte bas Feuer niebt-rgebalten werben. Das aitgebaute Wohnhaus blieb erhalten, die cmgrcnAcn» den Häuser unb Scheunen, für bie große Gefaln bestaub, blieben ebet.salls unversehrt. Der Sach- schabeii ist bebeutenb, Menschen unb Vieh kamen nicht zu Schaben.

Starkenburg und Rheinhessen.

bta. Darmstadt, 7. Jan. Da die Regi­ments-Hochschule des Rrid)swehrregimen:s 35, die im Ottober vorigen Jahres ins Leben ge­rufen wurde, mit ihren bisherigen Lel/rkursen so gute Erfolge erzielt hat, entschloß sich ba£ Kom­ma itlo der Reichswelir-Brigade II, die hse.igc Rc- gim.mts-.H'xhschule zur Brigade-Hochschule

Zugverkehr Sietzen-Zrankfurt.

Nachstehend geben wir eine Zusammenstellung l der Züge, die zur Zeit in der Richtung Gießen- Frankfurt unb umgekehrt verkehren. Die Zeiten F zwischen 6.00 Uhr abends unb 5.59 Uhr morgens sind durch Unterstteichen der MümtmZiffern ge­kennzeichnet.

GießenFrankfurt.

Gießen

Butzbach Bad-Nauheim Friedberg

Franks.

ab

ab

ab

ab

an

4.«

5.»

4,2

4.49

5.06

5Z

6.42

6.07

6.18

7.30

6.42

7-o

7.40

7^4

9.10

11.58

1.15

D 1.36

2.14

2.21

2.58

2.35

8.13

8.33

3.47

5.08

5^7

6.«

6.»

6«

7.30

7.«

9.15

D 10.03

10.42

10.49

11.»

D 10.15

10.»

li.»

11.37

FrankfurtGießen.

Frankfurt Friedberg Bad-Rauheim Butzbach Gießen

ab

ab

ab

ab

an

4.40

5.17

5.5*

7.«

7.15

7.31

8.00

6.46

8.00

1 8.17

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8.52

D8.23

9.16

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9.38

10.00

12.40

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1.15

2.22

2.31

2.45

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3.00

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li.«