Donnerstag, 8. Januar 1920
(70. Jahrgang
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blül^en sehen. Tamm ist es notwendig, daß die
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Januar 1920.
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permanit ünta unb Dhl-Iiig.
künden werde.
Man sieht daraus, wie erbittert
Eine deutsche Keschwerdenote.
B e r l i n, 7. Ian. (Wclff.) Von der deutschen Wa ssen st illstands ko m Mission in Tüs- sett-ors wurde der interalliierten W.isfensttllstanbs- kornmisJou folgende Note übergeben:
Die deutsche Regierung entnahm aus der Note vom 7. Dezember, daß es der Obersttvmmandie- rende der alliierten Heere für nötig befinden I>it, den L^rwal.ungsvrä.i «enten in Saarbri.cken, v. 5) a l f e r n, und den ih.n zugetrilten Regierungsassessor v. Salmuth von iIrren Posten zu entfernen und aus dem besetzten Gebiet auszuwcrsen. Weiter bat er Herrn Br.run v. Stumm bei Strafe der Verh.iftung verdaten, ohne Genehmigung in das besetzte deutsche Gebiet einzureisen. Ms' Grmid für diese Mastregeln hat Mar,chatt Fach die Haltung dieser Herren toäbrenb der Un-
Vochum, 7. Ian. (Wolff.) Nachdem ein Teil der EisenLahnarbciter aus dem Rangierbahnhot D o r t m u n d in den Strrik getreten ist, beschlossen die Arbeiter des Bahrrwfes Langendreer, l)eute abenb in den Streik zu treten.
r, beginnt do neuer ursus, w ? Sner Wohnung, , LT^Wenoium.
1 Tegeuelt
Tanzlehrer
an zieh rur (Sitz Berlin)
rechnen, daß. die Kaisermitüaristen sich mit ben Bolschewiken verbünden werden,, um die deutsche Republik zu zerstören. Die Ablösung der jetzigen beiih'dxm Republik durch eine mi.itärische Reatt^ur oder ^.alschcwi i.che Anarchie würde eine Kg tast rophesürdieganze Welt bedeuten. Wenn Deutsä>lcmd dem Bolschewismus verfalle, seike i ne Aussicht, auch nur einen Pfennig Kriegsentschädigung von Dcutchland zu erhalten. Es sei Mber im eigenen Interesse, wenn man der deutsären Regierung fetzt Helsen würde, über die Schwierigkeiten l,i..wegzu?ommen. Wenn man in Deutschland keinen Händel betreibe und keine Ware mehr aus Deutschland beziehe, so rtxrbc das Geld, das Deutschland schulde, nie zu bekommen sein.
Ziel und Gefahr der Lisenbahnerbewegung.
Die große Eisenbahnerbewegung, die vom Direktionsbe^irk Frankfurt a. M. ausgeht, -eigt deutlich, daß wir in Deutschland mit den inneren Krisen noch lange nicht über dem Berg sind. Bei den Verhandlungen in den Berliner Ministerien betonen die Arbeiterführer immer wieder, daß es sich um eine reine Lohnfrage und einen bloß wirtschaftlichen Kampf handle. Aber sie können doch nicht bestreiten, daß die politischen Folgen ihres Handelns eine furchtbare Katastrophe für das todkranke Reich bedeuten dürften. Sie können ferner nicht leugnen, daß die Schritte, mit denen sie chre Forderungen voll durchsetzen möchten, politische Mittel sind, die zur Empörung der anderen leidenden Volksgenossen, und schließlich unter Umständen zum Bürgerkrieg führen. Als die Regierung die beginnende passive Resistenz mit der Androhung der Schließung der Werkstätten beantwor etc, erklärten die Frankfurter, von passiver Resistenz sei keine Rede. Man habe lediglich nach den bestehenden Vorschriften gearbeitet. Aber eben die Methode, nur genau nach Dienstvorschrift zu arbeiten, führt in kürzester Frist zu Störungen und Hemmungen. Wird ein Rad im Uhrwerk absichtlich falsch gedreht, so ist der ganze Betrieb verloren. Das preußisch-hessische Eisenbahngebiet wäre in einet Woche lahmgelegt und die Folge toä'-c der völlige Zusammenbruch des deutschen Verkehrswesens. Sinn und Absicht der angedroh.en Bewegung war zweifellos passive Resistenz, nichts anderes als verfeinerte Sabotage. Der Erlaß des preußischen Arbeitsminifters an die Frankfurter Eisenbahner hat anscheinend das schlimmste verhindert. Aber die Gefahr ist nicht vorüber. Der deutsche Eisenbahnerverband teilt auf Anfragen mit, daß er die Extratour der Frankfurter zwar „auf keinen Fall billige", daß er aber, wenn die derzeitigen Verhandlungen zu keinem Ziele führen, nicht anftehen werde, ohne weiteres den Generalstreik über ganz Deutschland vec-
langjährige Erfahrung Halterns und feine genaue Kenntnis der Bedürfnisse und aller Verhältnine des Saarbeckens besitzt. Ein vollwertiger Ersatz für Halfern kann nicht gefunden werden imb seine Entfernung schädigt somit au'ss schwerste di? Interessen der Saarbevölkerung, deren sorgfältige Wahrung die alliierten und ajforiierten Mächte ausdrücklich versprochen haben.
Paris, 7. Ian. (Havas) Die Antwortnote o c r Alliierten auf die deutsche Note, die eine Reduktion des Bestandes der Besatzungstruppen in den Abstimniungs- gcbictcn verlangt, erklärt, daß das deutsche Verlangen nicht in Erwägung gezogen werden könne.
In diplomatischen Kreisen hält man es nid)t für ausgeschlossen, daß der Austausch de rRa- tif'ikationsur künden Samstay stattfinden wird. In Anbetracht der Schwierigkeitin, die sich den Sachverständigen-Kommisfionen cntgegenftcU len, ist es immerhin möglich, daß der Austausch bis Montag verschoben werden könne.
Nr. 6
Der «letzeuer Anzeige, «richeim tealid), außer Sonn- und Feiertags.
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Churchill über die te tsche $rage.
Amsterdam, 7. Ian. (WB.) Den englischen Blättern zufolge erklärte Churchill in seiner in Sunderlang gehaltenen Rede u. a.: Die Verkündung des russischen Bol chewisrnus mit dem Mohamedauismus sei für keinen Ltt-xtt der Welt gefährlick)er als für England. Die dQit che Regierung sei unzweifelhaft eine demokrattfchc Sie werde von zwei verschiedenen Feinden bedroht, die zugleich auch Englands Femde seien:
imuaqmt von Anzeige» f. die Laqesinnmner vis zum giacbminaq vorher ohne jed, PervinDlichfeit. Dreis ISr \ mm Höhe für Anzeigen u.34mm Brette örtlich 25 Vi, ausiväitS 30 Pk.: tut Äef lame- Anzeigen von 70 mm vierte 90 Pf. Bei Platz. vorfchrii>20*/.Aufschlag. Hauvtschri tleiter: Slug. Gariz. Verantwortlich für Politik: Äug. Goetz; für den übrigen Zeih Dr Reinholo 3en»; für den Anzeigenteil: v. Beck, sämtlich in Gießen.
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WH Lutum ist « umuw.u,;», vu» i Was Braun v. Stumm anlangt, so begab \ Tie müitarffche Gegenrevolution und ^e Bvlschc- Regierung ihre geschicktesten und la.kräftigsten I sich dieser in Begleitung seiner Gattin aus rein tonten Rach den Nachrichten dec in Dm Hamand ’röäniwr m meinen uiaen Derbcmd(uuaen stellt. 1 privaten Gründen nach dem Saargebiet, wo sein weilenden britiicoen xjjhitcren i)t jogar bamu s.i
Männer zu hen nottoenuigen Verhandlungen stellt. I privaten Gründen nach dem Saargebiet, wo sein Lohn- und Gchal saufoesicrungen sind notwendig,! gesamtes Vermögen investiert ist. Die vvr- und das Notwendige must ungesäumt bewilligt unb lschristsmäßige Genehmigung zur Gin» durch geführt werden. Dann aber must die Re- ! reise in das besetzte Gebiet hatte er ^oorher cm- gierung endlich benrirfcn, daß Einlreit und Reinheit I gel-olt und erhalten. Mit den in Saarbrücken in das gesamte Ei,enbahn personal komme. I ausgebrvchenen Unruhen hatte er nicht das geringste
Die Schweiz und der vöiierd md.
Bern, 7. Ian. (WTB.) Die Antwort des Obersten Rates auf die Note des schweizerischen Bundesrats vom 6.Te- zember, in der der Standpunkt der Schweiz hinsichtlich der Frist für die schweizerstche Volksabstimmung über den Beitritt zum Völkerbund klargelegt wurde, hat, wie dem „Journal de Gencve" aus Bern gemeldet wird, keinen befriedigenden Eindruck im Bundesrat hinterlassen Tie schweizerische Auffassung, daß die schweizerische Neutralität nach Arttkel 435 des Versailler Vertrages eines der internationalen liebereintonu’ men zur Sicherung des Friedens bilden soll, ist nicht anerkannt worden: der Oberste Rat entschied vielmehr, daß der Völkerbund allein über bte Frage zu entscheiden habe, ob die schweizerische Neutralität mit dem Pariser SSertrag vereinbar sei. Auch die Verpflichtung des Bundesrats gegenüber dem schweizerischen Volk, daß der Völker- bundsentwurs erneut vor das Parlament zu bringen sei, wenn die Vereinigten Staaten ihren Beitritt zum Völkerbund ablehnen würden, ist gefährdet, weil die Antwort des Obersten Rates das Inkrafttreten! des Völkerbundes auch ohne Betei- ligung der Bereinigten Staaten fest setzt. Die Lage des Bundesrats ist nach dem „Journal de Geneve" um so schwieriger, als. wie das Blatt, gestützt auf eine franzchrische Information, unter Vorbehalt mitteilt, die Frist von 2 Monaten, die der Schweiz zur endgü'tigen Entscheidung überlassen bleibt, bereits am 10. Januar, an dem Tage der Friedensratifikation, zu laufen beginnt. Auch der letzte schweizerische Vorbehalt, daß der Eintritt der Schweiz in den Völkerbund vom Entscheid der Volksabstimmung abhängig gemacht werden sollte, ohne daß hierbei die zweimonatige Frist eingerechnet wurde, ist nicht durchgedrungen. Die Schweiz muß alfo zur Volksabstimmung schreiten, ohne die Entscheidung der Vereinigten Staaten abwarten zu können. In politischen Kreisen ist man, nne der Korrespondent des „Journal de Geneve" erfahrt, der Ansicht, daß man die Völkerbundsirage nicht zur Volksabstimrnmig bringen könne, ohne dem Volk wenigstens gewisse Garantien für die Anerkennung der sck)weizerischen Neuttalität zu bieten.
Unsere Brofgdrtiöcoerforgung.
Berlin, 7. Jan. (WTB.) Die beunruhigen* ben Mitteilungen über einen in der nächste Zeit bevorstehenden Z u sa m m e n b r u ch d e r B r o t- g e t r e i d e v e r s o r g u n g sind u n r i ch 11 g. Es. trifft vor allem nicht zu, baß die Reichsgetreide- stelle nur noch für 14 Tage die Versorgung werde crufrechterhalten können: sie ist vielniahr auf Grund der erfolgten Lieferungen und der ihr zur Zeit angetündigten Verladungen von Getreide auf zirka 1 bis 1'/» Monate eingebeeft. Auf Grund der bisher gesammelten Erfahrungen ist em Steigen der Anlieferungen, die die Versorgung weiter stcherstelleii, umso eher *iF erwarten, als bte deutsche Getreideernte nicht ungünstig war und eine gewisse Zurückhaltung in den Anlieferungen im Dezember v. I. nur darauf zurüctzuführen ist, daß man in landwirtschaftlichen ^nlen die Einführung der Ablieferungsprämie abnxrrtet, duen Kvmmeti auf den mit Vertretern der Ärndwirt,chatt gepflogenen Besprechungen bereits bekannt war. Hinsichtlich des gegen Ende oes Ernteiahres zu erwartenden Defizits wird eine Deckung ^ch entsprechende Einfuhr sichergestellt werden. Durch die kürzlich getroffene .Neuregelung der deutschen Warenausfuhr ist bestimmt zu erwarten, daß bw Reichsregierung ausreichend Auslandsdevisen m Hänben haben wird, um den notwendigen Getreide- bedarf auch für den Schluß des Versorgungslohres sicherzustellen.
Au» dem Usiche.
Die Beamtenbesoldungsnovellr.
Berlin,?. Jan. (WTB.) Wie die „Deutsche . Allg. Ztg." mitteilt, erwiderte Rricbsfinanzmmister Erzberger auf eine Anfrage der Dmtichen Volkspartri in der Nationalversammlung setzt u. a.. es bestehe die Absicht, die Bea m t en-Beso l- dungsnovelle den g s tzgebcichm Korxerschaf- tat tunlichst so zeittg vorzulegen, daß sie zum L 4. 1920 in Kraft gesetzt werden könne
Wie die „Bossische .Zeitung erSart, atu b« Bundesleitung Berlin des ^^rrschaftsbund^ dee Beamten imterm 5. Januar.tzlgerche ^lnweiuoig an die Geschäftsstelle mt Reich: Der Reichskan^ ler sagteemeute Verhandlungen mü dem Reichsrat und der RatEalvermmmlunaunlkr Zu ziehung der Bearnten-Gewerkschaften über die Erhöhung der Teuerungszulage in bat nächsten Tcmen zu ^Ueb^rilte Verhandlungen fähri>eu dir VerbandlungsfähigkeU.^
WMM A.KlBüW
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Mrset
ll 1920. m
Kampf geführt mird. Leider fdeinen auch die Eisenbahn beamt en sich ^um großen Teile auf den Standpunkt rücksichtsloser Streikpolirik stellen zu wollen. Der Gewerk- sd^aftsbuud der Frankfurter Beamten erklärte, er habe keine Veranlassung, auch nur das geringste zu tun, um die Beivegung der Arbeiter eiuzudämmen. Es handle sich um einen Existenzkampf, in dem die Beamten die gleid)cn Forderungen hätten wie die Arbeiter und uad>drücklich auf — 300 Prozent Aufschlag auf die Teuerungszulagen bestehen müßten. Wissen die maßgebenden Arbeiler- und Beamtenführer, daß ihre neuesten Forderungen, restlos bewilligt, das Budget des Staates um einige Milliarden jährlich belasten würden? Das Budget hält das natürlich nidjt zwei Monate aus, und der Zusammenbruch ist da. Das Eisenbahnministerium, das die Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften wieder ausgenommen hat, geht in seinen Zugeständnissen so weit, als sich mit her Finanzlage nur irgendwie vereinigen läßt. Das zeigt ja auch die Höhe der Vorschüsse, uie seit dem 1. Januar auf die künftigen Lohnerhöhungen gewährt werden. Nach der Gewährung dieser Vorschüsse wird der Eisenbahnarbeiter fast durchweg höher bezahlt als der Industriearbeiter.
Es ist richttg, daß mich die Rrichsregierung in der Behandlung der wichtigen Tarisfrage keine glückliche Hand gezeigt hat. Die Bewegung geht bis in den Sommer des vergangen en Jahres zurück, und die Regierung hat sich treiben lassen stak, »u führen; die großen Gewerkschaften hä.ten nicht dulden sollen, daß kleinere Organisationen an ben Verhandlungen teilnehmen, unb die Regierung billigte diesen Standpunkt ter Gewerkschaften nicht. Samt wurde im November von den Gewerkschaften ein Tarif vorgelegt, der, wie diese selbst erklärten, noch verbesserungsbQürstig war. Die Führer der Gewerkschaften haben ihre Organisationen mich nicht fest in der Hand. Wir lesen darüber ui einer Berliner Zuschrift der „Köln. Ztg.":
„Bezeichnend sind die Aeußerungen einzelner Führer, die auf die Aufforderung, Vorschläge für die von der Eisenbahnverwaltung zu zahlenoen Zuschläge zu machen, erwiderten: „Wir werden uns hüten. Schlagen wir 60 bis 70 Pf. Zuschlag auf die Arbeitsstunde vor, so wird die andere Organisation 70 bis 80, die dritte 80 bis 90 Pf. verlangen und uns mangelhafte Vertretung der Arbeiterinteressen vorwersen." Es sind also nicht sachliche Erwägungen, die hier eine Rolle spielen, sondern der Wettlauf der einzelnen Organisationen um die Gunü der Arbeitermassen, und die Furcht der Führer, ihre Schistein ins andere Lager abwandern zu sehen tritb dadurch den Boden ihres Gewerkschaftsamts zu verlieren."
Daraus entspringen zw ir^os schwere politische Gefaliren. Es ist klar, daß die Unab= J1 usd die ÄODumadüöi h« ihren Weimar.
* * zu tun.
♦ Tie deutsche Regierung muß feierlich
F ran kfur t a. M., 7. Jan. Die Frankfurter ! Px r wa hr u n g geg.n die angart>nctcn Maß- Eisenbahnerorganisattonen, die sich foult stets bc- regeln cinlegen uno gibt der Erwartung Auskämpften, haben in Anbetracht der gemeinsamen druck, daß die Angelegenheit einer neuen Prüfung Interessen am Dienstag Frieden gechlo sen und miterzogen und daß die gettvffene Verfügung zuwenden sich mit einem gemeinsamen Aufruf rückgenominen tocr.cn ivieb. Tic deutsche Regic- an die Bevölkerung, in dem sie die ganze 23^« rung kamt toci:er die A r t unb Weise nicht gung als einen Existenzkampf a.lcr Eisen- mit Stittschtorigen übergeben, in der die Aus- bahner bezeichnen,' der durch die Kurzsickstigkeit Weisung Halfems und Salmuchs zur LLusführung und Verschleppungspolitik der ^Regierung herauf- I gerächt wurde. Beide toutben um 5 Uhr mor - beschworen wurde. Die Organisationen weisen gens aus den Betten geholt und nach daraus hin, daß ben Eisenbahnern seit Dezeml>er her Gewährung riner kaum zweistündigen 1918 keinerlei Lohnerhöhung gewährt wurde und Frist zur Ortung ihrer Angel gen Heiken über daß die Regierung jetzt statt der erahnten Hilfe ven Rhein abriefd)obcn. Ein derartiges schroffes ögar noch bvohe und militärische und Polizei-1 Vorgehen erscheint her deutschen Regierung burch liche Maßnahmen treffe. Im Aufruf werden alle lttd)!3 gerechtforlizt. Sie legt auch hiergegen Vcr- Parteien um Unterstützung bei der Regierung I maheung ein und gibt in der bestimmten Annahme, gebeten. Wenn jetzt den Eisenbahnern kein Erist«iz- ^ß das eingeschl'.ig-me Vcrsast.en nicht ben Ab- minimum gesickxrt werde unb dadurch der Zu-1 sichln des ÄLarfoxäls Foch entspricht, der lieber-' ammenbrud) des ganzen Wirtschattslebens er-1 ^u^yng Ausguck, daß die beranttoortlidym Stel- olge, dann treffe die Beamten und Arbeiter fe^i cuj die nnangicbrachte Rücksichtsliosigkeit ihres eine Schuld. „Ihr habt es so gewollt." Damit Vergehens toenen hingewiesen rveri-en. chließt der vmi mlen Organisationen unterzeichnete Die deutsche Regierung glaubt endlich auch Aufruf. „ ! diesen Anlaß nicht vorübergehen lassen zu dürfen,
Im übrigen ist die Lage in den Werkstätten | ohne erneut ernstlich auf die schwere Sdfobtgung unverändert. Trotz aller Bitten der Beamten und hinzuweisen, die der deutschen Verivaltung im bc- Arbeiter hat das Polizeipräsidium die miiitäri-1 festen rl-einischen Gebiet durch fortgesetzte Ent- sckfen Maßnahmen zum Schutz des D i r € f > I feruungen von wichtigen Beamten zugefügt ivird, tionsgebäudes iwch nicht ausgei/oben. ein Verfahren, das binnen kurzem zu einem völli-
Kölu, 7. Jan. tW.lff^) Drei van der Ge- gen Zusammenbruch dieser Verwal- werkschast deutscher Eisenbahner, Sitz tung führen muß. Tie deutsck)e Regierung behalt £V?ctW, ein berufene g-voße Versammlungensich vor, auf diese Verhältnisse in einem anderen m Köln, Aachen und Türen nuty-inn zu den Zusammenhänge zurückzukommen. .
schwebenden Gel-al s- unb Seuerungsirxigen Stel- Die preußische Regnruug teilte mit, datz knig. In einer Entsthli- feung wirv anstatt der sie schsn be^xilb nicht m der Lage ist, Mrmstenat- Gewäbrung einer gleichmäßigen Teuerungszulage direkwr Esser zum Land rat und Dccwaltungs- von 150 Prozent aus sozialen Rücksichten folgende präffoenten von Saarbrücken zu ernennen, wett bv Abstufung gefortert: 1 /5 Prozent Teuerungszn- Verwendung bieses Beamten auf eurem anderen schlag für die unteren Einkommen, 150 Prozent Posten in Aussicht genommen ist. Sie rechnet mit für t« mittleren und 100 Prozent für die höheren einer Revision der Verfügung Fochs und behält Einfommen. Außerdem wird tie foforrige In- sich die Entschridung über bic z^weuige Verwal- angriffnahme einer neuen Lohn- und Gehalts- tung des Lanbratsamts Saarbrücken-Land vor. Es reform verlangt. versteht sich übrigen^ nach Ansicht der deutschen
7 biner Versammlung Regierung von selbst, baß die Verfugnng Fochv,
der frrritaiben Eifenbahner wurde bei^o fon, 'c-en wenn sie etwa nicht schon fetzt nnexr aufge^ben aß UmftäSn bi5 \ur werden sollte, ihre Wirksamk.it mit dem Ziihafc
^rtVr^SnenÄÄ treten des Frie^nsvertr^s verlieren würde,
r e n Die Beamten des Hagener Bahid>ofcs ließen I ,,
ihre Zusümmmig mitLcilen. Ferner tourte de- fdUoliw, ba6 jeder ber während des Streiks S-»- AlltM0kt !(te Ött LNteNtk ÜOCT ÖIC botage ausuben sollte, vom Dienst bei der Eisen- bahn ausgeschlossen ist. vesatzUUZSttUppeN.
Siebener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
SwMng5Nind-ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u. $tein6ru<ferei 8. Lange. 5christleituirg, Seschästrftelle n. Drnderei: 5chnlstr. 7.
Der „Petit Parisien" kündigt an, baß sich 'heute bie interalliierte Kommission, bie mit der Regelung des Rechtsstaiides der A u s l i e s e r u n g der gemeiner Verbr^ck^en angeklagter Deutscher betraut ist, unter dem Vorsitz von I a n a e e, Unterstaats- sekretär der Justtz im, Ministerium des Aeußern, versammeln wird. Diese Kommission l)at sich vornehmlich mit ber Vert.ilung bet verschiedenen Angeklagten auf bie Militärgerichte ber verschiedenen Staaten zu b.'fassen. Die Listen der auszuliefernden Personen sind fertiggesttllt.
Par s, 8. Jan. lWTB.) Havas. Tre Be-
Sto’taürrtaÄa; i ». »* s«™
Oktober ano'aeben. von Simsvn pra.i.i-er.en Kvmmifsfonen über
Die beutle Mtoimmg L“ AVetVn'‘7?n7u fVbrcnbe
ierten und aiwzllerten Machte überhaupt bas Recht ^och einige Tage hinziehen toereen.
dazu geben beutsche Warnte von ihrem Postzm zu NfoedAn ZrA^r Austausch ber Ratifi- entbeben oder Rnchsan^horige aus den Letzten kaum vor Beginn der nächsten
Gebieten anszuweisen. ^aoon abgcfohen, muß bie (tat trinken. Ten Oberste Rat tor.'d mrgli cher- deutsche Regierung ^b/r. beionbers ihrem Befrem- ^^'^^rstag morgen ferne Sitzung ab- Icn Ausdruck geben, daß der ^b^nEmbier^e A^arn 0
ber alliierten Heere auf Ercignuie zurückkommt, w w
bie bereits monatelang zurückliegen, unb cm Ver- l Wilson und der Bolkcrvunv.
halten mißbilligt, das — msosem Halseni unb sßar 7. 3^. (Havas.) Nach einem Be-
Salmnth in Frage kommen — von dem bisherigen der New Pvrk Ti nes" wird Wilson in
Leiter der franzo.uch'n Militarv^walrung inl.^. am demokrattschen Tiner von
Saarbrücken, ber jene ®rctgn.l!2! au,d Jackfon Beo veri -fon wird, einen neuen Appell zu
irfiauung kannte, nicht nur nicht getadelt, wndern Völkerbundes erlassen. Man
als richtig anerkannt wi^be Da^ Vorgehen Botschaft einen gMßen Einfluß
gegen ben Wrwaltungsprandniten erschemt umiol^P Deuten im Senat hiben wirb, unb baß toemger verstcmblich, als Dalftrn ftÄ des uiveingc- ] <&Anhängern des Völkerbundes die Gelegen- fchrankten Vertrauens aller Bevolkerungskrcise und njürtc, einen neuen Avpril an das
aller politischen Parteien im iU richen, damit es auf der fofortigen Rati-
freute unb stets m bestem Einvernehmen muM” . » ar<»rtraaes befrefr ber Besatzungsbebörbe stand. -Tazu kommt noch,! Nation des Vertrages oepev.
daß er aus ben rheinischen Gebieten s lbst stammt und daß keine Versönlichk it vorhaiiden ist, die neben dem Vertrauen der Bevölkerung die


