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über die Gestaltung der Fleischverhälttrisse zu

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kranfenkasse Gießen. Im Mittelpunkt der Tagung

Ironien raffe Gießen. Im Mittelpunkt der Tagung i eins, Hauptmann Boltmar (Darmstadt), einen stand ein Referat von Medizinalrat Dr. Wag-Ifchr anregenden Vortrag über die den Ausbau des

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Die Preisgestaltung.

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,tt. T reis a. Lda., 5. Sept. Die Ortsgruppe Tveis-Allendorf des deutschen S e e v e r e i n shiÄt heute ihre diesjährige Hauptversammlung ab, mo- ber der Geschäftsführer des hessischen Lcmdesver- Hauptmann Vollmar (Darmstadt), einen

Es kursieren seit einiger Zeit Gerüchte, bie die Aufhebung der Fleischwirtschaft zum Gegen­stand -haben und geeignet sind, Unruhe in btc Be- .iKTifemng zu tragen. Ta es außerordentlich lx> der.fiel) ist, in der gegenwärtigen erregten Zeit

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Gießen, bat 7. Sept. 1920.

Dkc luust unserer Fleischversorgung.

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hatte die Verbraucher-Kommission Fried­berg - Bad-Nauheim - Butzbach - Rodheim im Hotel

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Die Zukunft Der höheren Schulen in Hessen.

Gießen, 6. Sept. Am Samstag waren aus Anregung der Stadt Alsfeld die Vertreter der oberhessischen Städte im RestaurantHmden- bürg" versammelt, um Nr der Frage der Kosten für die Höheren Schulen Stellung zu men. Bürgermeister Dr. Völsing-Alsfeld, *'t die Versammlung leitete, führte aus, die Hessin Beamtenbesoldungsreform habe ein derartige.' An­wachsen der persönlichen Ausgaben für die höheren Lehranstalten zur Folge, daß die von den ®e- meinden nach dem bisherigen Modus zu leiftenbeii Zuschüsse besonders für die kleineren Städte ge-- radezu unerschwinglich seien. Die Existenz eui-n" ganzen Anzahl höherer Lehranstalten in Hessen sei dadurch bedroht, was im Interesse der Volks- bildung -aufs tiefste zu beklagen sei. Tie Re­gierung müsse 'hier helfend ein greifen. Nach Auer eingehenden Aussprache wurde einstimmtg beschloi- sen, die hessische Regierung möge im AnsckttM an den im Landessteuergesetz vorgesehenen Lasten- ausgleich vom 1. April 1920 ab die durch Schul-

Reichshost" hier eine Sitzung einberufen, um einen erschwinglichen Kartoffelpreis für ein größeres, Wirtschaftsgebiet festzusetzen. Herr Wred er­mann verwies auf die Verhandlungen in Frank- furt, wo die Bauern einen Preis von 25 Mk. pro Zentner verlangt haben, was der Arbeiterschaft Frankfurts zu hock.fei und ganz besonders von den Arbeitern, Kleingewerbetreibenden und Be­amten in unserer fruchtbaren Wetterau auf keinen Fall anerkannt werde. Herr Diehl (Hessischer Bauernbund) erklärte gleich zu Anfang der Ver­sammlung, daß er keine bindende Zusage machm könne. Er erläuterte die Lieferungsverträge, die abgeschlossen feien, und war der Ansicht, daß An­gebot und Nachfrage die Preise von selber regeln würde. Dem trat Abg. Wittig- Butzbach ent­gegen und warnte, es zum äußersten kommen zu lassen. Es seien genügend Kartoffeln da, und es fei unverständlich und unverantwortlich, wenn Führer der Bauern hier keine llare Antwort geben würden. Ein Eisenbahner erklärte, daß die Maß­nahmen, die von den Eisenbahnern getroffen wür­den, und die Folgen, die daraus entstehen, nicht die Arbeiterschaft treffen würde; die volle Verant­wortung fiele auf die Landwirte. Keine Kariofsck ans Heffen, weder Hamsterer noch Waggon dürften passieren, bevor man nicht klar sehen könne wohin die Preispolitik des Blindes der Landwirte führe. Auf einen Vorschlag des Herrn Wiedermann, zu dem auch .Herr Justizrat W i n b e d e r riet, einigte man sich zuletzt dahin, daß bis Montag abend die Vertreter der Landwirte in Friedberg eine Erllärung abgeben, auf welcher Spannung die Preise geregelt werden sollen. Ein Redner der Verbraucher-Kommission erklärte noch, daß ganz in der Nähe von Bad-Nauheim kleinere und mitt­lere Bauern für 1628 000 Mk. Frühkartoffeln verkauft hätten.

rm. Darrn st adt, 6. Sept, lieber unglaub­liche Zustände bei der Kartoffelversor­gung wird aus Mainz berichtet. Tort sollen auf dem -Güterbahnhofe feit etwa 10 Tagen 50 Wag­gons, zusammen etwa 10 000 Zentner, aus Par­chim eingetroffene Kartoffeln, beren Annahme die ©tobt verweigert, unbehandelt stehen. Ein kleiner Tell sei auch aus der Nachbarschaft. Allseittg ist man erstaunt, daß der Kommunalverband Mailft, für den die Sendungen beftimmt find, nicht für rasche Entladung ober, wenn sie nicht angenommen werden, für Rücksendung sorgt.

mc. Frankfurta. M., 6. Sept. Die Stadt­verwaltung wird auf alle Fälle eine Kartoffel- re f e r v e von einigen 10 000 Zentnern anlegen, um für etwaige Notfälle gerüstet zu fein. Tie Kar­toffeln sollen in der Hauptsache von städtische» Gütern bezogen werden.

ck Li ch, 6. Sept. Tausende Zentner von Z w e t s ch e n wurden in den letzten Tagen an unserem Bahnhof verladen. Tie auswärttgen Händler haben die Preise so in die Höhe getrieben, daß zuletzt 50 Mark unb mehr für den Zentner bezahlt wurden.

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das Ergebnis der Tagung fanden sich die Tell- nehmer zu einem gemetnfamen Mittagstisch zu- | lammen.

** Eine Wohnung ausghraubt. Mitte August d. I. wurden hier durch Ein­bruch aus einer im Parterrestock gelegenen Wohnung, während der Besitzer verreist war, 1 Deckbett, 7 Stück schwarze, weiße, grüne, braune und geblumte Seide, weiße Gardinen für 8 Fenster, 300 Rollen Nähseide, 30 Paar Schutzblätter, 1 gesticktes Garbedinekleid, ein blauer Damenrock, 1 gestreifte seidene Bluse, 1 braunes Kostüm, 5 Gros Druckknöpfe, Damenstrümpfe, 1 Paar schwarze Touristen­stiefel, 1 Paar schwarze Damen-Schnürstie- sel, 1 Paar Damenhalbschuhe, eine große An­zahl weiße Bettücher, Ueberschlagtücher, Da­mast-Bettbezüge, Kopfbezüge, Servietten, 40 Handtücher, Damen-Nachthemden, Damen­hemden, Damenbeinkleider, Tafeltücher, Tisch­tücher, Kaffeedecken, Untertaillen, Waffelbett-

)( Marburg, 4. Sept. Gestern und heute wurde hier unter zahlreicher Beteiligung aus vielen Orten Hessen-Nassaus und Waldecks die 22. Haupt­versammlung des Sparkassenverbandes für Hessen- Nassau und Waldeck abgehalten, die der Vorsitzende, sBürgermeistier Brunner (Cassel), mit einem län­geren interessanten Rückblick auf die letzten Jahre und einer Befeuchtung der gegenwärtigen Zeitver- hälttnsse eröffnete. Er begrüßte es besonders, daß Regierungspräsident Springorum (Cassel) als Ver­treter des Oberpräsidenten, sowie Geh.-Nat v. Sachs (Cassel) als Vertreter des Landeshauptmanns er­schienen seien. Es folgten Vorträge des Dr. Ehler­mann (Wiesbaden) überSteuerfragen für Spar­kassen", des Direktors Dr. Hetzer (Frankfurt) über denEntwurf des neuen Sparkassengesetzes", des Direktors Sommer (Biebrich) überDteöifionen der Sparkassen", des Direktors Hucke (Cassel) über ,Er­richtung eines Girvverbandes" usw. Der Vorstand wurde wie folgt neu- ltzw. wieder gewählt: Bürger­meister Brunner (Castell, Vorsitzender, Landes­bankdirektor Geh.-Mat Klau (Wiesbaden), Direktor Hucfe (Cassel), Profestor Bleiche« (Frankfurt) Oberbürgermeister Dr. Antoni (Fulda), Bürger­meister Dr. Wachsmuth (Rinteln), Direktor Som­mer (Wiesbaden), Direktor Grammel (Limburg), Rendant Schneider (Wetter), Direktor Sälzer (Arolsen), Rendant Kvhlstedt (Schlüchterul und Direktor Hetzer (Frankfurt). Das 75jährige lang­jährige Vorstandsmitglied Stadtrat Wichmannn (Efchwege) wurde zum Ehvenmitglied ernannt Den Geschäftsbericht erstattete Direktor Hucke (Casfell. fSÄ nwI\Xr<»rt r<>tit R9 __s.__

ne r-Gießen über Kriegs-Nerven­krankheiten und ihre Heilung, das leb­haften Beifall fand. Weiter referierten der stellv. Vorsitzende Knoblauch-Darmstadt überDie Kran- lienraffen und das Gesetz über die Versorgung der Milltärpersonen bei Dienstbeschädigungen" sowie Verwaltungsdirektor Pallas-Frankfurt a. M. über Wichtige Entscheidungen des Reichsversichermrgs- amtes". An die Referate schloß sich eine

Der hessische Krankenkassen­verb an d hielt am Samstag und Sonntag im Saale des Gewerkschastshauses seine 2 7 Jah­re s v e r sa m rn l u n g ab, an der rund 100 Ver­treter aus allen Teilen des Hessenlandes teil» nahmen. In der V o r v e r s a m rn l u n g am Samstag abend erstatteten die Herren Neu­mann, Präsident im Landesemährungsamt und cC'l£$,ltOcr Lau des Versicherungsanstalt Hessen

nmb Mitglied der Volkskammer Knoblauch- Darmstadt Bericht über das ab gelaufene Geschäfts­jahr, während der Rechner des Verbandes A b e l - Darmstadt über die Äassenverhältnisse berichtete Wie aus den Berichten zu entnehmen war, um- fatzt der Verband z. Zt. 28 Krankenkassen, unb Zwar 25 Ortskrankenkassen, 2 Bririebskranken- taffen imtb eine Jmrungskrankenkasfe mit einer Mitaliederzohl von zusammen 190 000 Tie Ein­nahmen des Verbandes betrugen 11665 Mk, bie Ausgaben 10 864 Mk., bas Vermögen belief sich Ende 1919 auf 4405 Mk. Nach Erledigung der Berichterstattung fand bie Beratung von mehreren Anträgen statt. Weiter wurde befchlossen, bie Nächste Jahresversammlung in Bingen abzubalten Anschließend an bie Verhanblungen fanden sich bie Verhairdlungsteilnehmer zu einem gemütlichen Zu­sammensein im Safe Amend zusammen Am Sonntag vormittag fand dann bie Hauptver­sammlung statt, bie. von stellv. Vorsitzenden Mitglied der Volkskammer K n o b l a u ch-Darm- ftabt geleitet wurde. Als Vertreter des Oberver-- sichrrimgsarnts nahm Oberregieruugsrat Dr Bohn an der Tagung tell. Beigeordneter Dr. S e i b begrüßte die Erschienenen als Vertreter der Stadt und Ad. Volz namens der Orts-

decken, gez.M. G.", silb. Eßlöffel, silb. Kaffeelöffel, filb. Messer und Gabeln im Werte von 40 000 Mk. gestohlen. Für die Wiederbe­schaffung der Sachen ist eine gute Belohnung ausgesetzt.

** Fahrraddieb st ah l. Am ver­flossenen Freitag wurde ein vor dem 'Lebens­mittelamt aufgestelltes Fahrrad, Marke Viktoria", mit schwarzem Rahmenbau, gel­bem Kotschützer nur auf dem Hinterrad, gel­ben Felgen, vorne rote und hinten graue Be­reifung, im Werte von 1500 Mk. gestohlen. Für die Wiedererlangung des Rades ist eine Belohnung von 200 Mk. ausgesetzt.

** Ein Scheckschwindler-Pär­chen! Am vergangenen Samstag wurde ein Pärchen festgenommen und in Untersuchungs­haft gebracht, das in einem hiesigen Geschäft für tnehrere 100 Mk. Waren gekauft und einen Scheck dafür in Zahlung gegeben hat. Eine An­frage bei der Bank ergab, daß keine Deckung für den Betrag vorhanden war. Das Schwind­lerpaar hat zweifellos auch in anderen Städten Gastrollen gegeben. Da derartige Scheckfchwindler nach Mitteilung auswärtiger Behörden immer stärker auftreten, wobei auch stets Frauenspersonen ihre Hand im Spiele haben, so seien die Geschäftsleute hiermit nach­drücklichst gewarnt.

** Volkswohl st iefel. Die noch nicht abgeholten Volkswohlstiefel können noch bis einschließlich Donnerstag den 9. September 1920 auf dem Städtischen Lebensmittelamt in Empfang genommen werden.

** T ie Gießener Waldbühne ver- anstallet am Donnerstag, 9. Sept., abends 8 Uhr, im Saale des Hotels Einhorn eine Wiederholung derKomtesse Guckerl".

** Graf Luckner kommt w ieder! AlS Gras Luckner, der kühne Führer desSeeadler", im Februar dieses Jahres hier von fernen Er­lebnissen erzählte, äufferte sich der lebhafte Wunsch, er möge wiederkommen und mehr von feinen Aben­teuern erzählen, die er erlebt hatte. Jetzt macht Gras Luckner bas Versprechen wahr, das er da­mals gab. Von den Taten seines Schiffes unb her braven Mannschaft bei der Fährt durch den Ozean 'bat er erzählt, aber mit dem Untergang desSee­adler" und feiner Gefangennahme sind die Erfeb- ntffe nicht zu Ende. Er, der den Engländern im wa'hrsten Sinne des Wortes derteuerste" 'Ge­fangene war, erlebte noch so vielerlei, bas des Erzählens wert ist und beredtes Zeugnis ablegt davon, daß fein deutscher Mut auch in Gefangen­schaft nicht gebrochen wurde. Graf Luckner toiro am Diontag den 13. September in der neuen Aula sprechen. Näheres durch Anzeige.

**DieDeutschedemokratischePar- t e t veranstaltet morgen abend 8 Uhr imAqua­rium" eine Mitgliederversammlung.

** Lichtspielhaus. In dem neuenHenny- Porten-FilmDie goldene Koone'" hat diese be­liebte Filmschauspielerin wieder eine dankbare Auf­gabe, in der sie sich ganz ausgeben und glänzenl kann. Die Regie von Alfoeb Halm ist wohl- gelungen. Von den Mitwirkenden seien Weller genannt: Paul Hartmann, Hermann Thimig und Hermann Vallentin. Ferner bringt bas Programm ein schönes Lustspiel, betiteltDer Liebes- s ch ü l e r" mit Leo -Peukert und Sabine Impekoven in der Hauptrolle.

Landkreis Gießen.

Daubringen, 5. Sept. Die Dresch­maschine hatte dieses Jahr nicht so lange hier zu tun, wie in früheren Jahren, ein guter Maß­stab für das diesjährige Ernteergebnis, das äußerst gering an Korn unb Strohertrag war, wes-oegen bei vielen Viehbesitzern Besorgnis über das Turch- balten ihres Viehs im Winter herrscht. Umso bedauerlicher ist es, daß gewisse Gänsehalter, nicht alle, ihre Tiere schon seit einiger Zeit frei laufen lassen, wodurch noch viel Futter, beson­ders auf besseren Wiesen, die früher noch bis spät in den Oktober Hinein gemäht wurden, ver­nichtet wird. Die Leute werden kaum nock bleichen können. Ter Siutzungswert dieser Tiere steht doch in gar fernem Verhältnis zu dem Schaden, bei- sie anrrchten. Zu jeder Tageszeit kann man Gänfe- 'peroen aus nahen und wellen Wiesen, sogar auch ui den Obstbaumstücken nach Mainzlar und sonstwi wahrnehmeii. Aber der Feldhüter scheint nur in bem öenieinbebubget aufzutaucheir. Nicht besser steht es mit dem Obstfchutz. Der Feldhüter kann um dre>e Zert auch nickt den Wald beschützm. Warum hat man bat Beischützen vom vorigen Jalp nidyt wieder für diesen Herbst verpflichtet'-'

H u n g en 7. Sept. In Hungen ist die Maul' und Klauenseuche ausqebrv- chen. Dte Gemarkung Hungen wird daher als Sperrgebiet erklärt; das Beobachtunqsgebiet bleibt unverändert.

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schaffen.

Tie vielfach vertretene Mffickst, bie Fleisch- bavirtschafrung habe bereits aufgehört zu exi­stieren, trifft hi beefem Umfang nicht zu. Viel­mehr soll 'nach dem Beschluß'des volkswirtschasl- llcken Ausschusses des Reichstages vom 17. August bie Zwaoswirtfck?aft für Vieh unb Fl-risch zum 1. Oktober ausgehoben icerben, falls cs ge­lingt, bis dahin eine Getreidereserve von 2 Mlllionen Tonnen zu schaffen.

Die deutschen landwirtschaftlichen Organiia- tinnen, besonders auch der Bund der Landwirte, setzen z. Zt. altes daran, die Ablieferung von Bwtgeireide zu erhöhen. Es fei aus den kürzlich erlassenen eindringlichen Aufruf der landwirt­schaftlichen 93ereinigjmgen hmgewvesen, tn dem zum Ausdruck gebracht wurde, daß eine höchstmöglichste Steigerung der Ablieferung sowvhl im all gemeinen wie im dringenden eigenen Interesse der Land­wirtschaft liege. So ist nach Lage der Dinge an» tzunchmeii, daß bis zum Oktober d. Js. ein Be­stand an Brotgetreide vorhanden fein wird, der Sie Vorbedingung für die Aufhebung der Fleisch- loirischaft als gegeben anfehen taffen wird. Es -ist bo'ber mit einem hohen Grck) von Wahrschern- lichkeit zu rechnen, daß die Bewirtschaftung des Schlachtofehs Mw Oktober tatsächlr'ck au|«» ^echoben wird. Dabei ist aber zu beachten, daß, entgegen der vielfach Zum Ausdruck gebrachten Befürchtung, eine schlechtere Belieferung der Städte kaum zu erwarten ist. Ter Bestand an Schlachtvieh ist z. Zt. nicht ungünstig: er steht nicht weit hinter den Äestmrden von 1913 zurück. Es wird darum voraussichtlich die Anlieferung an die Städte nicht schlechter fein als bisher, wahrscheinlich besser.

Unsichrer erscheint die Preisgestaltung, ^ier hat nun das Reichsministerium für Ernäh­rung unb Lmrdwirtsckaft insofern eine Sicherung und die Möglichkeit eines Ausgleiches in der Hand behalten, als es die zentrale Einfuhr von Fleisch aus dem Ausla-ttde rncht preisgegeben l-at. Diese Maßnahme gründet sich daraus, daß die Rrichs- regierung die Möglichkeit behalten will, da ein» Mgreisen, wo etwa Stockungen in ber Fleisch­versorgung eintreten sollten, ober wo sich zu hohe Preise entwickeln. In solchen Fällen wird bann vom Ernälpungsmiiriiterium fern, der Reichsfleisch­stelle das Ausl-cmdsfleffch auf den Markt geworfen werden, das einem etwaigen Mangel abhelfen, vor allem aber pceisregulierend wirten soll.

Die Beständean Fleisch bei ber Reichs- fleischstelle sind z. Z. erheblich Sie reichen aus, um 29 Millionen Bersorgungsberechtigte, also die Bewohner des rheinisch-westsälischen Industriege­bietes, des mitteldeutschen Industriegebietes, der Reick^hauptsdadt und der großen Städte, auf den Zeitraum von mindestens *4 Jahr mit der bis- ^rigen Wochenrarion zu versehen. Man braucht alfe sich nicht übertriebenen Befürchtungen hin- geben, daß auf dem Gebiet ber Fleilchversvrgung in ber nächsten Zukunft erhebliche Schwierigeiketn auftreten werben. Auch ist zu beachten, daß bie größeren Städte frisches Fleisch bisjetzt in sehr Om Mengen bekommen haben, so daß eine echterung des bisherigen Zustandes auch bann nicht eintreten würde, wenn tatsächlich die Städte auf Auslands fleisch angewiesen fein sollten, was nach bem Gesagten nicht zu erwarten ist.

Bei ber gegenwärtigen Stockung in der Ablieferung von frischem Fleisch, über die be­sonders in Berlin unb einigen anderen Großstädten geklagt ivird, ist zu beachten, daß die Maul - und Klauenseuche die Mieferung beeinträchtigt, daß die Landwirte ferner ihr Vieh jetzt nicht gerne ' abliefern, weil fte durch die Ernte voll beschäftigt sind und die Zeit zum Transport zu den Balm- " Höfen kaum erübrigen Tonnen. Die z. Z. au^r- orbentlich mangelhafte Versorgung der Städte mit frischem Fleisch ist eine sehr bedauerliche Tatsache, die sich aus den angefhürten Ursachen erflärt. Es handelt sich indessen um eine Uebergangs- e r f d) e i u u n g. Bon der Freigabe der Flersch- wirtschaft ist zum Herbst eine bessere Belie­ferung der Städte zu erhoffen.

Veranstaltungen.

Dienstag: Söadttheater, 31/? Uhr, Die Puppenfee; 7 Uhr, Der Raub der Sahin erbaten. Hotel Großherzog, 8 Uhr, Mllgliederoersanan- Iimg des Hausbesitzervereins. Caf6 Leib, 8 Uhr, Konzert unb Vorstellung der Medick-Meibinger. Hotel Einhorn, 8x/2 Uhr, Gastspiel Buchtvald. Lichbpirihaus,Die goldene Krone". Licht- spiele, Seltersweg,Der Reigen" undDie ^Dame tm Sckauseniter".

Vaterlandes bezweckenden Ausgaben und Ziele des Vereins hielt. Auch hier haben sich die Ver- forgungdberechtigten zusammengeschlassen, um ge­meinsame Schritte gegen den geforderten hohen Preis von 31.75 Mk. für den Zentum Herbstkar­toffeln zu tun. Man hofft, daß durch eine gemein­same Besprechung der Erzeuger und Verbraucher eine gütliche Vereinbarung erzielt wird, und unserer Gemeinde dadurch unangenehme Auftritte erspart bleiben.

Kreis Büdingen.

e. Büdingen, 6. Sept. Der Vogelsberger Höhenklub (V. H. C.) unternimmt am 19. Sept, m seiner Gesamtheit einen Herbstausflug hierhier. Ter Veranstaltung geht bereits Samstag, 18. Sept., im Hotel Stern ein Begrüßungsabend voraus, zu dem der hiesige Zweigverein die Vorberellun- gen bereits in die Wege geleitet hat. Sonntag vor­mittag finden zwei gemeinsame Wanderungen statt, von denen die erste um 9 Uhr beginnt und durch den Tiergarten nach dem Köhlerborn in das Jäger- tal führt, während um 11 Uhr ein Rundgang durch unser schönes altertümliches Städtchen mit an­schließender Besichtigung des fürstlichen Schlosses unternommen wird. Bei einigermaßen guter Witte­rung erhofft man einen stacken Besuch von Wan­derern aus allen Zweig vereinen des V. H. C.

Kreis Friedberg.

21 Bad-Nauheim, 5. Sept. Für die in den Kriegen 1870/71 und 1914/18 gefallenen Kameraden wurde heute vom Kriegerverein 1870/71 und des Krieger- und Mllllärvereins Hafsia" heute gemeinsam eine Gedächtnis­feier veranstaltet. Auf dem alten und neuen Friedhof wurden die Gräber bekränzt und in der evangelischen Tankeskirche und der katholischen Bonifatiuskirche fanden Gedächtnisgottesdienste statt.

f~l Friedberg, 5. Sept. In dem Saale des Hotels Trapp hielt heute der Schriftführ«: des Frankfurter Feuerbestattungsver­eins, Steuerrat Schmidt, einen gutbesuchten Vortrag über Feuerbestattung und das hiesige Krematorium. Mit Unterstützung prachtvoller Lichtbilder suchte der Redner die Vor­urteile $u entkräften, die noch in vielen Kreisen gegen die Feuerbestattung herrschen und es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß der Vorttag dazu beitragen wird, dieser Art der Bestattung in weiteren Kreisen Anhänger zu verschaffen. Tas hiesige Krematorium, eine Stiftung des verstor­benen Fabrikanten Karl Leonhardt, ist bis letzt oas einzige der Provinz Obevhefsen und nnrb deshalb auch von auswärts, besonders von .Gießen und Bad-Nauheim, zfemlich ost benutzt.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Beerfelden i.O., 6. Sept. Der Gendarm bestohlen wurde in der vori­gen Woche, als er eines Abends mit feinen Angehörigen zu einem Besuche weg war. Der Dieb holte ihm das Fahrrad, einen Armee- rev-olver und andere Wertgegenstände.

rm. W o r m s, 6. Sept. Buchstäblich a u s- ge spie st wurde am Samstag der Arbeiter W. Schäfer, der mit dem Legen einer Tele­graphenleitung beschäftigt war. Er fiel aus mehreren Metern Höhe direkt auf das eiserne Gitter eines Zaunes und wurde schwer verletzt in das Krankenhaus auf genommen. Eine Fünszehnmillionen-Anleche beabsichtigt die Stadt Worms zur Deckung chrer auf andere Art nicht zu beseitigenden Verpflichtungen aufzunehmen.

Hessen-Nassau.

Der Terror in Hanau.

X Hanau, 6. Sept. Ter Arbeitgeber­verband für Hanau und Umgebung hat sich mit einer Aufklärung über fein Äerhalten bet dem Generalstreik an die Oeffentlichkeit gewandt. Er betont, daß trotz.vickfacher demonstrativer münb» sicher und schriftlicher Aufforderungen zum Ein­tritt in den Generalstreik bte Arbeiter der meisten Betriebe mehrere Tage der Generalstreiks­parole keine Folge geleistet hätten ein Zeichen, oaß bie besonnenen Elemente dieses Vorgehen der Streilleitung von Anbeginn mißbilligten. In den meisten Betrieben, in denen es zur Abstimmung gekommen sei, habe sich die Belegschaft für die Fortsetzung der Arbeit ausgesprochen. In anderen Betrieben habe der Terror kommunistischer Ele­mente die Abstimmung verhindeck oder sabotiert. Tas Geweckschaftskartell habe keinerlei Recht ge­habt, sich in die bestehenden Tarifverträge ein» zumischen, es habe also die nichtftädttschen Arbeiter zum Vertragsbruch verleitet. Diesen Ver­tragsbruch hätten die Arbeitgeber durch die gesetz­lich zulässige Entlassung der verführten Arbeiter­schaft zum Bewußtsein bringen wollen. Tas Gewerkschaftskartell und die Strelllei- tung geben durch Plakatanschläge ebenfalls ihre Ansicht kund und betonen, daß mit den Zuge- ständnffseil der Arbeitgeber die Forderungen der Arbeiterschaft größtentells erfüllt worden feien. In der Vollversammlung der Bettiebsräte fei die Antwort des Arbeftgeberverbandes als ein mora­lischer Erfolg der gesamten Arbeiterschaft angesehen worden.

Sparkassenverband für Hessen-Nassau und Waldeck.

zu beunruhigen, erscheint es angebracht, Klarheit ^ttem: Rückblick des stellvertr. Borft^nden über

betrugen Ende 1919 1379 gegen 1121 Millionen Mark im Jahre vorher. Aus ben Regierungsbezirk Cassel entfallen 593, auf Nassau 704 und auf Waldeck 82 Millionen Mark. Der Redner betonte ferner bie Notwendigkeit der Errichtung eines Post­scheckamtes in Cassel, die Abschaffung der Kautions­pflicht der Sparkassenbeamten und schließlich hielt nach einigen Wahlen Direktor Sommer (Biebrich) einen Vortrag über die Gründung einer Spar - kassenschnle in Franksur t für die auch die Sparkafsen Hesfen-Darmstadts Interesse haben dürften. In die vorbereitende Kommission hierzu wurden Professor Bfeichert und Direktor Meinicke (Frankfurt), Dr. Ehtermann (Wiesbaden) und der Rsortragenbe gewählt. Damit hatte die Tagung nach sechsstündig Dauer ihr Ende erreicht.

fd. Oberursel, 5. Sept. Der Stadtverord- netenvorsteher Wolff hatte in der letzten ©taote Verordnetensitzung scharfe Angriffe gegen zwei Ma­gistratsmitglieder, die einer wichtigen Stadtvervich- netensitzung fern geblieben waren, gerichtet unb sich dadurch eine Rüge des Magistrats in Form eines Beschlusses zugezogen. Ans Arttvag der Zentrums­partei und der 11. S. P.-Fraktion'" legte in der gestrigen Sitzung Herr Wolff fein Amt als Stodt- Verordnetenvorsteher nieder. Da ber Stellvertreter bie Uebrmähme des Amtes ablehnte, übernahm das älteste Mitglied ber Versammlung, die demokratische Stadtverordnete Frau Bröll den Vorsitz. Ober­ursel dürfte damit der Rufen Msiallen, die erste Stadtverordneten vor stehe rin zu habai.

fd. Schwanheim a. M., 5. Sept. Ein hiesiger Kegelklub veranstaltete heute ein Preis­kegeln, bei dem der 1. Preis 1000, der zweite 700, ber dritte 500 Mck. betrug. Glücklich^ Deutsch­land.!

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gelb.und sonstigen Einnahmen nickt gedeckten per­sönlichen Kosten der höheren Lehvanstalten aus den Staat übernehmen. Bis jetzt ist von der Regierung nur die Uebemahme der persönlichen Kosten ber BolLschulen in Aussicht genommen. Die durch diese Anregung bedingte Gesetzesän­derung soll demnächst dem hessischen Landtag als Antrag unterbreitet werden. Borhmt soll noch als­bald eine Versammllmg der Vertteter aller Hess. Städte mit höheren Lehranstalten nach Frankfurt am Main einberufen werden, um sich bem geplanten Vorgehen gemeinsam anzuschließen. Zu dieser Ver­sammlung soll auch bas Landesamt für Bildungs- - ox _ ----- v wesen, die Fraktionsvorsitzenden der Parteien des

Es Mhören letzt 82 ^parkauen bem Verband an,, Landtags unb der Vorstand des l)essischen Ober- neu hmzugekommen ist Fulda. Tie Gesamteinlagen | lehrervereins eingeladen werden.