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m. B i ed en kv p f, 5. Oft. Der Kreistag hat terr Plan einer Pv stau tv mo bi l ve r b in- düng zwischen Bietemkdps und Wetzlar fallen gc» lauen, narirdenr Mate ubach eine Beteiligung an den Kosten abgelehnt har. Auch die Bewilligung ^es geforderten lährlick-en Zuschusses von 44 431 Mark zu der geplanten Verbindung Bictentvvf Battenberg wurde gleichfalls abgelehnt, da in Hin- ut-t aus dre hohen Fahrpreise 50 Pf je Kilo- meter -- ernc Rentabilität als ansgeschlvssen gelten nud- ES wll verbucht werden, die Pvst-mwwa'ltunq ur Wreder erwrrchtung einer Po st wag e n v e r- brndung, wie sre früher bestanden hat, zu ae- tonnten.

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2 Ter Naturheilverein vevanftaltet am Sonntag, den 10. Oktober, abends 8 Upr im Ägth. Vereinshaus einen musikalischen Unter- haltunysabend, bei welchem Männerchöre, Sopran- falt, Zither- und Mandolinenmusik, Cellofvll hi-,r- ger b^wälxrtrr Kräfte der Musik- und Gesangvereine zum Vortrag kommen. Der Reinertrag des Abends faenBestrebungen des Vereins, der Belehrung und AufNärung über Volksgesundheit zugute kom­men. (Siehe Anzeige.)

Landkreis (hießen. Ausgrabungen.

** Mn/chenheim, 5. Oft. Tie Gra­bungen, dre Pvof. Helmke aus Gießen seit dr«n Jahren im Muschenheimer Borderwalv ausführt, um dre dort liegenden Hügelgräber wissm- chastlrck zu untersuchen, haben auch diesmal wieder zu bedeutenden Erfolgen geführt. In dem größt, n Hügel sand sich^außer Gefäßen ein prachtvoll erhaltenes Schwert aus Bronze, fatofe <tni*cre_ncme Bronzestücke. Tas Grab tert wohl n nrgsgrab bezeichnet roerfr.it. Tie mer- «m Grabhügel gehören der sogenannten Hallstcttt- zett an, ine uncetäiyc von 1000 bis 500 v. Ehr. (Kbauart hat Der wertvolle Fund wird eilten n kür das Museum.und die

Wilhelm Gatl-Sttstung bilden.

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atom Mitteln sind, um dieses 3M zu erreichen. I Als weiterer Beweis hierfür möge ein Informa-1 tions sch reiben des polnischen Agitators Zagoc und des Lochriftführers Musiälik in Mors, beide von derPolnischen Verwaltung der Angelegenheiten der Abstimmung Oberschlesiens in Mörs" gelten, das toir auf Wunsch der hiesigen Ortsgruppe hei-

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 5. Oft. Ern Pressefest ivird nach vieljähriger Pause der Landesverein Hes­sischer Zeitungsredakteure (Reichsverband Deutscher Presse) anfangs November zum Besten der Wohl- fahrrseinrichtimgen des Landesveceins veranstalten.

Kreis Wetzlar.

st). Wetzlar, 5. Oft. Im nahen Ulm kam die 28jährige Tochter des elsäßischen Flüchtlings Lotz mit dem!L ich t ihren Kleidern zu nahe, die Feuer fingen. Das Mädchen verbrannte.

Hessen-Nassau.

Wiedereröffnung des Auto-Omnibus- Vrrkchrs zwischen BirsteinLichen roch.

Lichenrotch, 4. Oft. Am gestrigen Sonn­tag wurde der Autoverkehr zwischen Birstein UnterreichenbachRadmühlLichenroth, der seit Beginn des Krieges eingestellt worden war, wieder eröffnet. Mit der Wiedereinführung dieses Ver­kehrsmittels ist einem dringenden Bedürfnis ab- geholfen worden. Denn es ist den Bewohnern des südlichen Vogelsberges ermöglicht, auf rasche Weise an die HauptbahnliTrie FrankfurtBebra zu ge­langen. Außerdem ist der Omnibus mit einem Än- hänge »vagen versehen, der zu Gepäcktransport der Retsenden verwendet werden kann. Nack der Ueber- gabe des Omnibusses von den Benzwerken Gag- gcnau an die Auto-Omnibusgesellschast fanden bei Gastwirt Henning, hier, die Eröfsnungsfeierlich-- Ltten statt, zu der sich die Herren Landrat De­lius (Gelnhausen), Kammerdivektor Bräuning (Bir- stmr), Vertreter Sr^ Durchlaucht des Fürsten zu Iienburg-Btrstern, Dtvektor Cordes von der Klein­balm WächtersbachBirstein, Vertreter der Benz­werke, sowie die Bürgermeister der beteiligten Ge­meinden erngefunden hatten.

1. bei den Politikern im engeren Sinne;

2. bei den Lehrern, die an irgercdeiner Stelle des Schulwesens staatsbürgerliche Bildung zu übermitteln haben;

3. bei den Angehörigen der sozialen Bewst« den Funktionären wirtschaftlicher Interessen­vertretung und Verbände, Juristen, die rn irgendwelche Zweige sozialer Arbeit gehen, z. B. Jugendgericht usw.;

4. bei den Verwaltungsbeamten jeder Art, die durch staatswissenschaftlichc Fortbildung mit dem sozialen wirtschaftlichen Jortschntt ut Fühlung bleiben wollen oder auf besonderen Gebieten (z. B. Auslandskunde) eine Fort­bildung suchen.

Entsprechend diesen bestimmt umgrenzten Be­dürfnissen gliedert stch die Hochschule in vier Ab­teilungen :

1. Abteilung: Allgemeine Politik einschließlich Auslandskunde (Leiter: Geh. Rat Prof. Tr. Goetz und Wilhelm Heile.

2. Abteilung: Soziologie und Sozialpolitik (Leiter: Ministerialrat Tr. Gertrud Bäumer, Geh. Reaierungsrat Dr. Kühn e).

3. Abteilung: Kulturpolitik, politische Päda- cogik und Staatsbürgerkunde (Leiter: Professor Dr Rühl mann).

4. Abteilung: Staatswissenschaftliche Fortbil­dung (Leiter: Geh. Rat Professor Tr. M. Se-

-m. Hungen, 5. Ott. Die Frau des auf dem HvfgutHof Graß" angestellten Gärt- N7s beging gestern nachmittag mit ihrem J./* Mre alten Kinde S e l b st m o r d, indem N.e s'ch 'n die Horloff stürzte. Ihr anderes fahriges Ktnd hatte sie ebenfalls zu dem traurigen Gang mitgenommen, es aber wie- $?u!e geschickt, dem Vater die Schlussel in bringen Zwei Stunden nach der wahrerid die des kleinen Kindes heute früh

wurde nunmehr dem RegreruugSasfesfyk Breuer aus Minden übertragen.

fd. B e tz d o r f, 5. Oft. Der Rangier, meister Karl Utsch aus Sassenrot kam auf dem hiesigen Bahnhof beim Rangieren zu Fall und wurde von einem Güterwagen überfah- r e n, dessen Räder ihm den rechten Arm ab- guetschten und ihm sonst schwere innere Ver. letzungen zufügten.

fd. Herborn, 4. Oft. Der Schneider Kuhl- vmmr von hier wurde gestern morgen von einem Zuge erfaßt und so schwer verletzt, daß er bald aetaur verstarb.

( ) Niederwalgern, 5. Oft Ein lähes Ende fand gestern labend die hiesige Kirmes dadurch, daß eine große Anzahl halb­wüchsiger Burschen aus einem Nachbarorte plötzlich auftauchten, auf dem Kirmes- vlatzealleskurzundkleinschlugen, den Tanzboden zertrümmerten und dann uw ter großem Lärm durch die Dorfstraßen zogen Da auch Schüsse gefallen sein sollen, bega­ben sirb die Dorfbewohner in ihre Häuser.

Die Preisgestaltung.

D. Simmern, 5. Ott. Die vereinig­ten Vorstände der freien Bauernschaften rich­ten angesichts der reichen Kartoffelernte an ihre Mitglieder in Anbetracht der unbestreitz- baren Notlage vieler Familien einen öffent­lichen Aufruf, dem Kretsfürsorgeamt zur Ver­sorgung dieser Familien Kartoffeln zum. Preise von 15 Mk. für den Zentner zur Verfügung zu stellen.

Landwirtschaft«

** Gegen die Kolik bei Pferden soll nachstehendes Mittel mit gutem Erfalg angewentet tourten sein. Man nimmt eine Hand voll Peter-» siliensamen oder in Ermangelung dessen ein paar Hände voll Petersilienwurzeln, gießt zwei formtet Wasser darauf und läßt beides eine halbe Stunde kochen, gibt davon dem kranken Pferde, so warm, wie das Tier es vertragen Bann, eine Flasche voll ein und noch einer halben Stunde wieder eint. In der Regel ist die Krankheit dann gehoben, so daß es der dritten Flasche nicht mehr bedarf.

Alvche und Schule.

-4 Ortenberg, 5. Oft. Am nächsten Sonn­tag, 10. Oktober, nachmittags 2 Uhr, gibt nt unserer Kirch" die noch vom vorigen Jahre her in bester G.jinenatg stehende Frankfurter Kurrende ein Konzert. Es kommen Choräle und geiUiche Volkslieder zum Vortrag, es roirtat diesmal 70 Kinder, also bedeutend mehr als im vorigen Jahre mit, so daß noch weit bessere Leistungen zu erwarten sind. Die Kinder ver­dienen sich mit ihren Konzerten die Mittel za einem Erholungsurlaub in Wenigs, wo sie di^- mal untergebracht sind. Vielleicht wirkt die Kurrende auch schon morgens im Gottesdienst mit. Zum Mittagessen und Kaffee werden die Kinder in den Häusern der Gemeinde untergebracht werden. 9huf> die auswärtigen Freunde eines wirklich guten Volksgesanges feien auf die Veranstaltung auf­merksam gemacht.

4- Gelnhaar, 5. Oft Vom 9. bis 11. Ok­tober versammeln sich in unserem schön und M gelegenen Ort die Quäker mit ihren deutsch» Freunden zu einer Tagung, es werden etwa 50 Teilnehmer aus allen Ländern erwartet. Dir Vorbereitungen zu der Tagung werden von Pfarrer Herpel-Lißberg und Pfarrer Schultheis- Gelnhaar getroffen. Die hiesigen Einwohner (Mb ten in freundlicher Weise diesen edlen Menschen» freunden ihre Hauser zur Verfügung.

Stenographie.

0 Laubach, 5. Oft. Der Bezirk Gieße» im Hessisch-Nassauischen (Main-Rheingau). Ver­band Gabelsbergersck>er Stenographen, hält hier am nächsten Sonntag feinen Herbstvertretertag, verbun­den mit Wettschrerben ab. Zahlreiche Wettschreiber, vor allem auch aus Gießen, find bereits ange­meldet.

yochschulnachrichten.

Von der Deutschen Hochschule für Politik,

Tre Deutsche Hochschule für Politik hat dir Aufgabe, die Gebiete des Staatslebens, der Volks« wirtschaft, des sozialen Aufbaues unter dem Ge- ichtspunft und mit dem unmittelbaren Hinblick auf praktisches Wirken zu behandeln. Ihre Arbeü ifilt daher msscht der erschöpfenden fachnnssenscbast« ichen DurcR>ringung aller Teilgebiete, sondern xr Erfassung des lebendigen Zusammenwirkens der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Kräfte in den tatsächlichen Problemen und Aufgaben, dre von der Zeit gestellt werden und gelöst werden müssen. Tie Hochschule für Politik will ihre Schiller die Lebensfragen der Nation erfassen lassen nicht aus der Tistanz überschauender wissenschaftlicher Betrachtung, sondern aus der Verantwortung des mitten im Fluß der Ereignisse stehenden Staats­bürgers, der zum Mithandel berufen ist. Sie will damit Bildungsb^rürfnissen entsprechen, die sich in steigendem Maße aufdrängen und in folgend« Kreisen eine ganz bestimmte Richtung genommen haben:

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mattreuer Öbersrfaesier im Auszüge wiedergeben. Es heißt u. a.: Alle stimmberechtigten Oberschle­sier sind zu notieren, hie für Paten stimmen wollen. Zur Hilfe reo Hin Sie sich entert sicheren und ver­traulichen Oberschlesier nehmen, der zum Verbände beimattreuer Oberschlester gehört, aber dort nicht als Pole bekannt ist. damit er Ihnen Rainen uns geeigneter Oberschlesier zuträgt mtd Sie informiert, wie unsere Gegner arbeiten und was dort vorgeht. Wir haben eine Menge O der schlesier, die zu den Verbänden heimattreuer Ober­schlesier gehören und auf deren Kosten zur Abstimmungf ähren, ihre Stimme jedoch Polen abgeben. Leute, die so denieu, sollen es so tun, nur sollen s« sich Ihnen zur Ans- füllung des Fragebogens melden, und zwar ans dem Gruttde, damit wir sie dem Plebiszitkommis- saoiat meiden, das; sie kommen, abgeiandt durch Deutsche, jedoch polnisch dbftimmen, damit ihnen auch niemand Vorwürfe macht und später Polen an sie denkt. Und vor allem, wenn Oberschlesirn zu Polen fällt, dessen wir sicher sind, damit sie nicht evtl, zu ^ von Oberschlefv-n nach den Rhein­landen laufen müßten. Ich "bitte darauf zu achten, und bei solchen Leuten Notizen auf hat Frage­bogen zu machen, z. B. N. fährt auf deutsche Kosten, P., d. h. sicher. Wi d. h. unsicher. Weiter bitte ich mir umgehend anzugeben, wieviel Abonnenten der ZeitungDer weiße Adler", in deutscher Schrift, jedoch im polnischen Sinne, Sie in Ihrem Bezirk haben, damit ich für Sie einige Probenum- mem ausfordern kann und damft diese weiter von Oberschlesien an Ihre Adresse eingesandt werden.

** Städt. Seefischmarkt. Morgen Donnerstag früh (trifft wieder lebend frische ytordseeware, wie Kabeljau, Schellfisch, See­hecht, Rotbarsch, Schollen und Heilbutt ein und kommt morgen von 8 Uhr ab in den Marktlauben zum Verkauf.

** Die Obst- und Gemüsetrocken­anlage ist nur bis zum 15. d. Mts. geöffnet.

** Die Allg. Ortskrankenkasse Gießen hat ab 8. Oktober ihre Schalter für das Publikum von vormittags 8 bis nachmittags 1 Uhr geöffnet. Zahltage für den Empfang von Wochen­geld Freitags von 81 Uhr; für den Empfang von KranLengeld Samstags von 81 Uhr.

** Die Friedhöfe sind in der Zeit vom 16. Oktober bis 15. November von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends und vom 16. November bis 15. Februar von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr abends geöffnet.

**DeutscherBeamitenbund Berlin, Ortsgruppe Gießen Dem Beispiel vieler Bez rt'e unb Orte int Reiche folgend, hat sich aruh du: Gesamtbeamtenschaft amierer Stadt zu einer Ortsgruppe des Deutschen Bcomtenbundes ^ver­einigt. Nachdem in einer Besprechung der Bor- täuse der Gicstetver größten Bttmrteiwvgmrisativnen am 17. September ds. Js. dir döotwendigkeft eines Zusammenstl-lusses einmütig erunrnt wurde, voll­zog sich in der auf den 1. Oktober in den iFelsen-- leller einberufenen Bsamitenversammlimg, ine von Angehörigen fast aller Behörden besucht war, die Gründung der Ortsgruppe sowie die Wahl des Boriiattdes. Ms Mitgtied dieser Bereinigung güt eher Beamte (23eamltn) ohne werteres auf Grund einer Zugehörigkeft zu der eigenen Berufsvrgani- ation. Ein ,Veveinsbeitr<vg rst nicht zat leisten, da nur eine genüge Umlage von den Orgcmisatiionen entsprechend ihrer M-ftgliederzahl erhoben, wird. x**n der Versammlung wurde dann zu dem Entwurf es Beanttenrätogesetzes sowie zur Einreihung Gie­rens in eine höhere Ortsrlasse Stellung genommen. Dre lebhafte Aussprache ergab dis Ueberzeugung, daß die der Beamtenschaft in Arttkel 130 der Reichsverfassung verspwckienen Rechte nicht die Ausdehnung finden dürsten, wie es die Beamten erwarten durften. In einer Entschließung an die zuilvndmen Regierung^- und Parlamentsstellen wurde deshalb ztim Ausdruck gebracht, daß die Bkamtenschaft nicht gewillt sei, inbrzug auf Rechte hinter der Arbcittrschast zurückzustehen und wieder als weiiiger berechtigte Staatsbürger zu gelten. Zur DMhrung der Beamteninter<1sen in der Presse, besonders aber, uw unzutreffenden Zeitungsmel- dungen entgegenzutveten, wurde ein besonderer -presseausschuß eingesetzt. Im Hinblick aus die er- Wlgte Etnreihung 0>ießens in die Liste der teueren Orte und die tatsächlichen Pveisverhältnisse wurde he Heraushebung ans der Ortsllasse C dringend gefordert. Die nächste Versammlung soll alsbald nach dem Berliner Bsanrlentag vom 25 bis 27 Ok­tober 1920 stattfinden. Tag und Ort werden'noch dcrösfentli-cht.

fd. Biedenkopf, 5. Oft. Der vielum- ven, strittene L a n d r a t s p o ft e n, der dem sozial- rau demokratischen Frankfurter Stadtrat Lang-,oung , l gemach schon seit langem zugedacht war, j ring)

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ießen , den 6. Oft. 1920.

Produktive Srwervoloseufürsorge im Baugewerbe.

Nach Bekanntmackiung der Hess. Bau- stoffbeschaffungsftelle für Hessen, Sitz Frank­furt a. M., CbermninftT. (ol, kann kant- rundes Nadelftammholz (Bauholz) für die Errichtung von Wohnungsbauten zu Preffen von 150 bis 300 > Fichtenstammholz), unb 180 bis 300 (Kiefernstammholz) je Festmeter vom Staate bezogen werden. Bedarfsanmel­dungen sind bis 1. November 1920 an das Ministerium der Finanzen, Abtlg. für Forst- und Kameralverwaltung, zu richten. Zur Be- arbettung dieses Holzes durch Arbeitslose können, falls Gemeittden oder gemeinnützige Organisationen die Arbeit ausführen lassen, aus Mitteln der produktiven Erwerbslosen­fürsorge Staatszuschuffe gewahrt werden. An­träge find durch die Kreisämter an den Staatskommtssar für die wirtschaftliche De­mobilmachung in Hessen, Darmstadt, zu rich­ten. Ausfttnst über weitere Zuschußmöglick>- ketten gibt ebenfalls die Hess. Baustoffbeschaß- fungsftelle.

Neuregelung der Kaffee-Einfuhr.

In der Oeffentlichkeit werden häufig die hohen Kaffeepreiie dem Kaffee-Emfuhrverein in die

. geschoben. Es liegt, wie die Reichszentrale für Heimatdienst mitteilt, hier ein Irrtum vor. Durch den Kaffee-Einfichrverern, der übrigens nicht erne pnvate, Bereinigung von Hamburger Kauf-; toitcn ist, wie vielfach angenommen wird, sondern eine Wrrtschaftsstelle mit behördlichem Charakter, me von der Regierung beaufsichtigt wird, soll die Kaffee-Einfichr gevögelt werden, und der Verein hat bis zur neuerlich airfgelfabencn Einfuhrsperre Kaffee tmr hereingelassen, wenn er einen bestimmten Min- .destkinstandspreis nicht überschritt. Nach der im An­fang September erfolgten Aufhebung der Sperre wurden arbeitstäglich 500 Sack hinetngelassen das Gewicht stellt sich nach der Art des Kaffees zwischen 60 bis 120 Kilogr., aber da die Kaffts- lager des .Handels fast ganz geräumt warm, hätte diese geringe Menge auf ben hohen Marktpreis feinen herabmindernden Druck ausüben fönnen. Man entschloß sich daher zu einer Er­höhung dieser Sackzahl. Das arbeitstäglich nun« mehr zugelassene Ein fuhrgnantum von 1000 Sack der Monat wird zu 26 Arbeitstagm hier ge­rechnet wird den Preis von gegenwärtig 32 bis 40 Mk. für das Pftmd erheblich herafrj-esetzt, und zwar wird sich in Zukunft der auf dem ord- nungsmäßigcn Wege hereinkommmde Kaffee je nach «Sorte voraussichtlich auf 20bjs 22 M k. im Kleinverkaufspreis stellm. Das bedeutet gegen die Vorkriegszeit- immer iwch einen sehr hohen Preis. Schuld daran jedoch ist der geringe Wert der deutschen Mark auf dem Weltmarkt. Um über­dies den jetzt verhältnismäßig niedrigen Wclt- Kaffeepreis den deutschen Verbrauchern voll zugute kommen zu lassen, ist der Kaffee-Ernfuhrverein aus­drücklich dahin angewiesen worden, daß bereits im Hamburger Freihafen lagernder Kaffee, wenn er sich über den Durchschnittspreis stellt, nicht bei der Ein­fuhr bevorzugt werden soll. Ferner ist der Kaffee- Einfuhrverein, um durch die Einfuhr des billigen Kaffees möglichst bald ein .'öennttergeben der Marktprefie zu bewirken, ermächtigt worden, fast ein doppeltes Mvnatsquantmn bis zum 1. Oktober außer den sonst zug-estandeuen Tagesgüanten her- emznlassen.

Gegen die wilden Stoffhiindler.

Ter wilde Stosfhandel, der sich jetzt überall breit macht, versucht, durch besondere Ueberre- dungskuust vor allem schlechte Stosse umzu- fefren, da ihm hierbei großer unt» leichter Verdienst gennst ist und dem Käufer die angebotene Ware preiswert effcheint gegenüber dm guten und mitt- leren Qualitäten, welche der Schneifrermeister zu verkaufen besttebt ist. Letzterer hat ein großes Interesse, seinen Kundenkreis nicht nur zu er- Mkir sonderu nach Möglichkeit durch reelle und gutt BedlMung zu vergrößern, während der,vilde Händler dieses Interesse nicht hat, sondern von Tür zu^Tür oder gar in der Arbeitsstätte versucht, feinen schund namenlos zu Der taufen. Der Ge- Prellte ist der Käufer. Er ist sein schwer- Wrbtente5 Geld leicht losgeivorden uno hat keine Sicherheit, den Hausierer für den Schaden verant­wortlich machen zu können. Der Nichtfachmann kann heute nicht den Unterschied, ob gute oder schlechte Ware oder Farbe seststellen. Das alte Vertrauen zum Fachmann muß wiedcrkehren, weist die Händler von euch und geht zu bekannten orts- ansafugen Meistern, welche gern mit Rat und Tat zur Verfügung stel^n. Denkt auch als organi­sierte Arbeiter und Beamte an die Arbeiter un- fares Berufs, welche auch einen auskömmlichen Lolpi haben wollen und müssen, unterstützt keine Schieber und Steuerdrücker, feilscht nicht um et­waige Preismttrrschiede. Jeder Meister ist heute ut ter Lage, stosse zu liefern in echten Farben und guten Qualitäten zu normalen Preisen.

Veranftirttungen.

-Mittwoch: Stadttheater, 7 Uhr, Medea. Uf)r' Konzert- und Vorstellung der Medtck-Meidtnger. Hotel Einhorn. 8 Uhr, Ba- und Ringkämpfe. Hotel Köhler, 8fo Uhr, .Geichaftltche Sitzung des D. H. B. Lichtspiel­theater wie gestern.

e. *2 513" der Eisenbahn. Anläßlich der H^b^resfe wird feit gestrigem Drens- Rotier O-Zug^/9, FrankfurtBerlinbis etnfolictiid} ^ainfftag, 9. Oktober, gefahren; 1 Zrauffurt ab 9.37 abends, Gießen an 1105 ' 1L25'. ycr[in (P^sdamer Bahnhof) 4 an 9.11 Uhr vormittags.

** Ob er hessischer Kunstverein. Nach einer fechswöcl^nllichen Pause nehmen in den nchhsten Tageki dic regelmäßigen Ausstellungen mit drei- bis vierwöch.mttichem Wechsel der Ge­malte Mieter ihren Anfang. Es war vorgesehen als Eröffiiungsausstelllmg Arbeiten ter Münchener Aguavellisten zu bringen. Diese Ausstellung findet nunmehr erst im Januar statt, da ein großer Teil der für hier bestimmten BUter in München ver­kauft tourte. Tie neue Ausstellung wird nun Aguarelle, Oelgemälte, Radierungen und Zeich morgen bringen, welche hochwertige Arbeiten te- f arm ter .Künstler aufwnsen wftd.

** Oberschlesier, habt acht auf die Vo ln isckeu Agitatoren in Deutsch land! Es ist bekannt, daß die Polen fieberhaß arbeiten, um das Abstimmungsergebnio in Ober- | schlesien zu ihrem Gunsten zu beeinflussen. Ebei'io; kekanul ist es, tote wenig wählerisch die Polen v. 1

ehenurliger Leutnant und KvmpogniefÄTrer eines Thüringer Landw.-Jnf.-Regts., aus Sibirischer Ge­fangenschaft zurückgefehrt. Der Kriegeroerein, dessen Präsident Hchuier ist, der Gesangverein- cilia und fast sämtliche Mitbürger ter Stadt Lich nalflnen den Zuttichsefehrten in Empfang. Bon der Stadt und sämtlichen Vereinen fintet für den zuletzt zurückgekehrten eine gw&e Ovation statt.

Lich, 5. Oft. Tas Feft der silbernen Hochzeit feierte gestern Lebrer Stein und Fvau. Ter Gemischte Chor und der Gefangverern- cllia", teffan Dirigent Lehrer Stein ist, bvachten tem Jubelpaare ihm Glückwrmsche in Form von L>tlnidchen bar.

Münster, 5. Oft. Tic Feldbereinr- g u ngsa rbeiten schreiten hier gut vorwärts: die Gemeinde ist schon fertig in Parzellen ver­messen und man ist jetzr batet, die Parzellensberne zu setzen. Zum Teil haben die Besitzer fchon Ine neuen Grundstücke mit Winterfrucht bestellt. In 14 Tagen werden sämtliche Grundstücke bat Be­sitzern übergeben sein.

Kreis Friedberg.

4- Bafr-Nauheim, 5. Oft. Ans dem be­wegten, an die Hvchfaison erinnernden Leben und Treiben der Aerzte- unb Naturfarschertagung in der letzten Septemberwoche ist unsere Ävdestaot ganz plötzlich unÄ >ohne ten faust gewo'hnten all- mÄ7lichen Uebergang in die rulngere Zeit ter Winter kur hitmbergelbmmen Tas Erfteuliche ist, daß wir diese Winterkur, deren Durchführung infolge ter schlechten Wirtschaftslage nach vor Wochen sehr in Frage gestalt war, nun doch baten. Nickst nur ter Badebetrieb wird in emtgen Batehäuserm aufrecht erhalten, auch das Kttrhaus bleite geöffnet, und in feinen Räumen werb das verkleinerte Kurorchester täglichfeine Konzerte ge­ben. AußeiÄem sind für)e Dfache ein größeres Wnzert mit gewähltem Programm und alle vwr- zehn Tage ein Sinfaniekonz^t vorgesehen, außer­dem ab und zu Th«ttervorstellungen des Gießener Stadtrhoaters sumste Aeoanstaltm^gen Frwrkfurtec Künstler. Ter Besuch tes Bades ist zur Zeit noch vorzüglich. Eine Reihe größerer Hotels und Villen haben bereits geschlossen, andere werten aber ten Ftmzeu Winter geöffnet bleiben, fa -. B. das Grand-Hotel. Ihren eigentlichen Abschluß hat die Sommerkurzeit durch die Ä'irmes, das Saisow- schlußsetz der einheimischen Bevölkerung und der Angestellten ter Bateindustrie, gefunden. Tie Krr- mes zeigte am Snrntag und Manta g wieder ganz das allgewohnte Bild ter Frvetenssähve. Der Be­such von außerhalb war wieder stark. Park unb Teichhaus zeigten nochmals ein buntes Bild und dn reges Leben, wie es an einem Aochsommer- tag nickst tesser hätte fein können. Befanters lebhaft war das verkehrsreickie Treiben am Marktplatz in ter Altstadt. Tausende von Suttern und Erwach­senen bevölkerten ten Juxp.atz, wo Karusfel und Schaubichen glänzende Geschäfte gemacht haben. Nicht minder regsam war das Kirmestueibm m den etwa 15 Tanzlokalitäten.

Butzbach, 5. Oft Am Samstag und, Sonntag weiltrn franAÄsische Offi­ziere als Vertreter der interalliierten Kom­mission des Rheinlandes hier, um die frorhatr- denen Waffe-nbeftchnde bei der hiesAen Gar­nison zu besichtigen und koutrollloven. Infolge nervSser Ueberrei^ung machte gestern im hiesigen Stadtwald ein junger Mensch seinem Leben ein Ende.

Kreis Schotten.

ed. Eichelsachsen, 5. Oft. Eine Die­besbande hat auf die Wirtschaften und Läden unserer Gegettd abgeschen. So wurde innerhalb 8 Tagen eingebrochen in Glas­hütten in der Handlung (Luft, in Win­gershausen bei Wirt Ußner, in R a i n - rod bei Gastwirt Schlörb, in Eichelsach­sen in der Wirtschaft Otto Weber. Cs ist bis jetzt nicht gelungen, den Dieben auf die Spur zu kommen. Der angerichtete Schaden ist ganz beträchtlich.

D Lich, 5. Oft. Nun ist der leyke Kriegs­gefangene, Sladtrechner Lutersig Häuser.