Sesetzl werden soll. Es empfiehlt sich daher, die Wahl noch bis -um Inkrafttreten der neuen Beiordnung hinauSzuschieüen.
Unruhen in Meißen.
Der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" wird aus Dresden von Unruhen inMei- ßen berichtet. Da der kranke Oberbürgermeister die Wünsche der >E r w e r b s l o s e n nicht sofort befriedigen konnte, drang »die Menge ms Rathaus ein. Die Stadt wurde von der staatlichen Sicherheitspolizei besetzt. Der Hauptradelsführer, Kommunist Kuppe wurde verhaftet. ,
Die Eröffnung der Flugpost Frankfurt— München.
. r M Lnchen, 2. Oft. (Wolff.) Tieerste baye- rischeFlngpostlinie M ünchen-^r an k- f u r t a. M wurde heute um 9 Uhr durch den Flug zwE Rumplerflugzenge nach Frankfurt a. M eröffnet. Generaldirektor Rumpler führte in crner Ansprache ou5, daß, es langwieriger Ber- bandlungen mit der Entente bedurft habe, um die FluWQrg-e für den Verkehr frei zu bekommen. Auch die Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt seien erfolgreich gewesen so bafo der regelmäßige Verkehr znr Frankfurter Meise vom 3. bis 9. 10. mbgsich geworden sei. Staatssekretär St in gl erwiderte, daß es ein denkwürdiger Augenblick von Verkehrs- geschichtlicher Bedeutung sei, daß jetzt erstmals rn Bayern der Luft Postsendungen und Reisende zum regelmäßigen Verkehr übergeben würden. Der heu- tipe Lochritt möge den Grundstein bilden für den Ausbau eines in München und Bayern verankerten großzügigen Flugverkehrs mit den übrigen deutschen Ländern und mit den an Bayern angrenzenden Staaten des AuÄands zur Wiederbelebung des deutschen Wirtschaftslebens inrtb zur fruchtbringenden Wiederaufnahme internationaler Verkehrs und Honb-lsbeziehungen. Er begrüßte cs mli das allerlebhafteste, daß gerade ein bayrisches Unternehmen, die bayrischen Rumplerwerke, sich mutig und beveitwillig in den Dienst der Postver- waltung gestellt haben. Ueber den wackeren Flug- zermm und ihre wackeren Piloten möge ein gütiges Geschick walten. In diesem Sinne erkläre er die Flugpoftlinie München—Frankfurt für eröffnet.
Die Unabhängigen ht Frankfurt.
Frankfurt a. M., 2. Okt. Die Spaltung in der Frankfurter USP. .führte am Freitag abend dazu, daß die Reichstagsabgeordnete Toni Sender und der politische Führer Dißmann in einer Versammlung der Unabhängigen zunächst überhaupt nicht hereingelassen werden sollten und dann nie?- dergeschrieen wurden, so daß die gemäßigteren Elemente eine eigene Versammlung in einem anderen Lokal veranstalten mußten.
vom paMsten-rlongretz.
Braunschweig, 2. Okt. (Wolff.) Der Pazifist enkong re ß stützte sich bei der Beratung der Resolutionen wesentlich auf die vom Grafen Harry Keßler in feinem Referate über den Völkerbund als WirtschaftS- und Arbeitsgemeinschaft ausgestellten Thesen. Diese besagen: Der StörenfrvÄ» der Welt ist der Imperialismus. Der Völkerbund wird daher den Frieden der Well und ihren materiellen Wideraufbau nux sichern, wenn ferne Grundlage eine feste von Werktätigen und Verbrauchern selbst verwaltete Orgonisations- gememschaft ist. Diese Grundlage kann geschaffen werden, todtn der unw iderstehliche Druck der Hand- und Kopfarbeiter aller Länder durch ihre wirtschaftliche und politische Organisation sie erzwingt. Der neunte deutsche Pazifistenkongveß beantragt zu diesem Zwecke, mit den pazifistischen Organisationen der anderen Länder, den nationalen und internationalen Organi- saticmen der Hand- und Kopfarbeiter Fühlung zu nehmen. In einer längeren, von der Versammlung mit großer Aufmerksamkeit angehörten Rede führte Graf Keßler dazu aus, daß die tiefste, immer erneut weiter wirkende Ursache von Unruhe und Unfriede die Verguickung von Staat und Wirtschaft m der jetzigen Form sei. Die große Ausgabe bestehe darin, die Wirtschaft aus der staatlichen Bindung zu lösen. Zu diesem Zwecke müßten die großen Witt- schaftsgrbrlde, Kartelle, Trusts, Syndikate und Arbeiterorganisationen in den Völkerbund ernteten. Die vom Versailler Völkerbund geschaffenen, ständigen wirtschaftlichen Organisationen, die zur Zeit ungeeignet zusammengesetzt seien, müßten zur Grundlage des wirklichen Völkerbundes genommen werden. Es handle sich darum, die Führung bei der Loslösung der Weltwirtschaft aus der Umklammerung der Einzelstaaten zu übernehmen. .Die Sicherung der Bedürfnisse des Menschengeistes fei durch die Mitwirkung der großen religiösen Gemeinschaften am Völkerbund zu bewerkstelligen. Der Kongreß stimmte ohne Erörterung den Leitsätzen Keßlers zu.
Braunschweig, 2. Okt. (Wvlff.) Tie bei Referaten Über den Völkerbund als Rechtsgemein- sck-aft und zu den Friedensverträgen vorgelegten Entschließungen und Mn trägt vom neunten Pazifistenkongreß wurden zusammen fassend in folgender Fassung gegen vier Stimmen angenommen:
„Der neunte deutsche Pazifistentongreß ist sich einig m der Hoffnung auf den Sieg des Völker- bimdgedankens, der der Staatenwelt Befreiung verheißt von den Uebeln des bisherigen Systems toter«’ nationaler Unordnung, wie es der Weltkrieg und die FnedenSMüsse in ferner ganzen Verderblichkeit bärgefan haben. Der Kongreß lchnt die Pa- riser Satzung fetz ihrer allerdings erheblich e n M ä n g e l nicht grundsätzlich ab. Er erwartet, datz die Handhabung der unvollkommenen Bestimmungen, wenn nur der Völkerbund vom Geiste der „auf Gerechtigkeit und Ehre gegründeten internationalen Beziehungen" erfüllt £tn wird, menube Mängel der Satzung ausgleichen tonn. Er betont aber die Notwendigkeit, auch die Satzung sAbft zu einer wirksamen Waffe der internationalen Rechts!bee auch gegenüber den mit dieser Frage schlechterdings unvereinbaoen Friedens Vorträgen mnzuwandcln und auszugeftaltcn. Ter Alongrey fordert die Erweiterung der Pariser Bölkerbmib-.- akte durch einen Weits chiedsver trag , durch einen ständigen internationalen Gerichtshof, oucch einen unpartei ffcben obersten Bermitllnngsral und burd) ein allen Staaten aufzuerlegendes Verbot der Wehrpflicht Ter Völkerbund darf tn keiner Form der organisierten Tötung Vorschub leisten. Ter Kongreß holst zuversichtlich, datz dh- Dovaussetzungen für den Eintritt Deutschlands r: den Völkerbund devartige sein werd u, daß die Einladung zum Eintritt unter totemattonalen anä nationalen Gesichtspunkten angenommen werden kann."
Aus Stabt und Cattd»
Gießen, den 4. Okt. 1920.
Geh. Justizrat Gebhardt t.
Am Dlnmerst«g vormittag verstarb plötzlich der Amtsgerichtsdirektvr a. D. Geh. Justizrat Hch. Gebhardt tot 80. Lebensjahre. Mit ihm ist der Senior der Hessischen Richterschaft dahiiigeschieden. Er war am 26. Februar 1841 in Battenberg geboren, besuchte das Gtzminasium in Gießen und studierte in Heiddberg und Gießen. Am 20. Juni 1864 trat er beim Hofqericht Gießen nach woyl- bestondener Fakuftäisprüfung in den Staat Äwen st ein. Nachdem er int Jahre 1867 das Stoalscxamen bestanden hatte, wurde er nach Verwendungen an den Landgerichten Gießen, Schotten, Grünberg und Laubach am 29. Dezember 1871 als Staats- anwÄtssubstitut bei dem Bezirksstrafgericht Ms- feld definitiv angesbellt. Am 6. Januar 1873 wurde er zum Landgerichlsasiesjor in Msfeld ernannt und am 16. April 1875 an das Stadtgericht Gießen versetzt und von da ab wirkte Gebhardt in unserer Stadt bis zu seiner am 18. Mai 1919 erfolgten Pensionierung.
Am 4. Mai 1903 war er zum Obevamtsrichter und am 1. April 1914 zum Amtsgerichtsdirektvr des Amtsgerichts Gießen ernannt wvtden. Am 20. Juni 1914 tonnte er in voller Frische und Arbeitskraft sein 50iähriges Dienstjulwtaum feiern und erhielt aus diesem Anlaß, das Ehren kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Der Verstorbene war ein tüchtiger, gewissenhafter Beamte, ein wohlwollender und gerechter Richter und Vorgesetzter, ein liebenswürdiger Mens ch und feinen näheren Bekannten eint treuer Freund. Gebhardt war alter Herr des Korps Hassia und lange Zeit 1. Vorsitzender des Gesellschaftsvereins. Ein schwerer Schicksalsschlag für den l-ochbetagten Mann war der Tot seiner Gattin. Seitdem hat er sich immer mehr zurückgezogen und man sah die bekannte, immer nnxfy frische Gestalt des liebenswürdigen Herrn in neuester Leit immer seltener.
In unserer Stadt und weit über ihre Mauern hinaus wird man des langjährige, verdienst'vvllen und allgemein geachteten Richters des Bezirks stets dankbar und freundlich gähnten.-
Veranstaltungen.
Montag: Handelssckiule Hermes, Briefmarken-, Notgeld- und Kartenausstellung. — Cafe Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick- Meidinger. — Hotel Einchorn, 8 Uhr, Ringkampfe. — Lichtfpvelhaus wie gestern.
** In der außerordentlichen Hauptversammlung des Lahnkanalvereins am Samstag nachmittag im Hotel Einhorn wurden die in der letzten Zeit unternommenen Schritte des Vorstandes einmütig gutgeheißen. Für die Ausführung des Lahnkanals K o ble n z—Gieße n besteht bekanntlich auf absehbare Zeit hinaus lvenig Aussicht. Der Lahnkanalverein will daher mit aller Energie versuchen, die Kanalisierung der Lahn durch eine Verbindung zwiscl-en Rhein und Fulda (Weser) zu erreichen, was schon formell durch eine Satzungsänderung zum Ausdruck kommt, wonach der Bevern künftighin den Namen Fulda- Lahn-Kanal-Verein führen wird. Wir werden auf die Tagung näher znrückkommen.
** D ie Literarische Gesellschaft hatte gestern, am Sonntag, einen großen, wenn nicht ten größten künstlerischen Erfolg seil ihrer Gründung zu verzeichnen: der Dichter Armin T. Wegner, eine äußerst sympathische Erscheinung, las aus eignen Werken. Er las Verse und Prosa. Der Geist, hat er feinen Dichtungen einhaucht, ward durch die Kunst ferner Repe zwiefach lebendig. Sein Vortrag war von individueller .Kraft getragen, Töne schlug er an, so voll und reich, daß sie dem Hörer ans Herz greifen mußten. Was der atemlos laufchndm Versammlung da entgegen- wehtcl, war nicht nur die Stärke der Rede, es waren die Harsenklänge eines Dichters, dessen Atmosphäre die Atemzüge der Wirklichkeit spüren ließ. Tie Vortragsstücte, die Wegner aus fernen Werken wählte, waren von mannigfaltigen Empfindungen erhoben, die Gewalt feiner Sprache geht den betligften Gütern der Menschheit nach, Verse voller Reife und Tiefe wurden laut. Das Wesentliche, Ausgeprägte der Wegnerschen Dichtungen beulet: Menfchheitsgefühl, Güte, Verstehen, Hingabe und dienende Liebe. In der Mutter-Maria-Hymne schloß her Abend mit einem wundervollen Mord. Tie Zulchrerschaft dankte dem Dichter mit herzlichem Beifall.
** Orgelkonzert. Tas am Samstag abend in der Stadtkirche veranstaltete Orgelkonzert von Fritz Schink, Organist an ber Berliner Heilig-Kreuz-Kirche, und ber Konzert- und Ora- toriensängerin Clara Weber aus Augsburg, staub auf einem so künstlerisch hohen Nissan, daß
so leicht nicht zu überbieten ist. Herr Schink, ein Meister seines Instrumentes, brachte uns eine Reihe edelster Kompositionen zum Vortrag. Seine glänzende Pedaltechnik und feine brillante Fingerfertigkeit erhöhten noch die Kunst der lvunderbar ausgearbeiteten Registrierung, durch die er eine selten schöne Klangfärbung erzielt. Zart und weich schwebt sein Piano, langsam schwellend steigert sich das mit allen Tonschattierungen gezeichnete Crescendo bis zu einer brausenden, orchestralen Klangfülle, um bann wieder ersterbend in ein vom Fernwerk getragenen, träumerischem Piano zu versinken: „Abendstimmung" von Hugo Raun. Aus- gefeilt und meisterhaft spielte er Bachs E-Moll- Präludium und Fuge, imb seine große technische Sicherheit zeigte sich in „Schema und Variationen" von Reger. Der Höhepunkt des Abends war jedoch Clara Weber. Sie bannt einen jeden Lauschenden mit ihrer reinen, lvunderbar geschulten Sopray- fhmmc, die selbst in der Höhe und in voller Tonstärke weich und schmiegsam bleibt. Ein anfänglich leises Tremulieren verlor sich bald. Wie warm UND lnngebewd sang sie Mozarts „Laudate Do- mimun^,- wie majestätisch die „Allmacht" Schu- bkrts- Eine heilige Ehrfurcht senkte sich in jedes E^chtee Herz und bei den innigen, seelenvollen Tonen von -Schumanns „Mondnacht" war es auch einenr leben, .Als hätt ber Himmel die Erde füll
. Argrisfen von solcher Kunst erkennt man L,recht.bie Wahrheit der Beethovenschen Worte: Muftkist etrc höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie!
** Von der Reichswehr. Nach den Spamw Verhandlungen mußte bekanntlich bis i 'Uttober die Räumung dec neutralen Sone vollzogen lem. Das Rüchöwehrbataillon, das bis
m^SSlnbaufen stationiert war, hat daher dieses stadtch.n am 1 flöhet verlas'en und ist zu gleichen Terlen nach G ie ß e n und Kassel ber- .egt und Mit beii bor. git Einheiten vetschnol-en .jnrtx«!- La« QwikBer N.-ch lyehrregimin: 22
Kreis Friedberg.
mc. Friedberg, 3, Okt.
Imrvermindert an,
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die 3. Abteilung _, . . ,
Polizei in Stärke von 250 Mann eingezogen.
"Der Fahrpreis für die Straßenbahn beträgt vom 1. Oktober b. IS. ab für jebe Person und Fahrt 40 Pf Es gelangen Iahlmarton
k idjattin legen lüi bett FrWu Ich diel genesen Itmknhck der i o fjfberte, nicht irnsivert ist, ba1 m nächtiger (! 'Gewicht vvn l11 fet. Trohallede .eyftafe Nachfm. ft bte ungettrifc We in bietet ftnZgüöcsL stlijm diese je j F Zmcher am : tzGwßMe. Lei ■er bat gerade u sehr gckitto PW Aiesenfla hmtnet m tzait Mk- Kvhlraben ¥ cittiviifclt und pög?.
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BF 1917/18 1918/19 1919/20
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teilt wurde, hat sich jetzt, wie die Frankfurrc Kriminalpolizei durch eingehende NacWorschiriiqei festgestellt hat, als ein gut bürgerlicher Mann et« puppt. Der Hochstapler ist aeboyMer Russe um seit Jahren Schauspieler an kleine' Provinzbühnen gewesen. Die Feststellung e, gab, daß er in der letzten Zeit fast Nur von ©djtou. beiden und Hochstapeleien größten Umfangs lebt hat und wegen dieser Straftaten schon ch
6 Stück für 2 Mk. zur Auskfebe.
** Ter Hessenbund der Weltkorre- spondenz Weko, dessen Ortsgruppe Gießm in unserer Stadt eine starke Mitgliedschaft aufweist, hat seit Samstag in den Räumen der Haw- delsschule HermeZ' eine wohlgelungene Ausstellung von Briefmarken, Postkarten um» Kriegsnotgeld oder «Aadtegeld veranstaltet, die erst heute abend 7 Uhr zu Ende geht und sich in den beiden enten Tagen dnes sehr starken Besuches zu erfreuen hatte. Auch die zahlreichen Besucher der Veranstaltung, welche selber nicht Sammler sind, fanden bei der Fülle des Gebotenen rdche Belehrung uich Anregung. Ganz besonderes Interesse sanden die gwßen Kollektionen von Kriegsnot- und Städtegeld, die in lückenloser Folge, soweit deutsche Städte in Frage kommen, zu sehen waren Die dlusstzdler erbieten Preise Es soll, wie wir erfahren, diese Art Ausstellung alljährlich in unserer Stadt wiederholt werden.
*♦ Silberne Hochzeit feiern am Mittwoch Oberbauinspektor Philipp Breitwieser und Frau, Bruchstraße 19.
** Die Engelapotheke hat mit dem 1. Oktober ihren Besitzer sewochsett. Der bisherige Besitzer, Theodor Schwieder, zaeht sich in das Privatleben zurück. Die ApotheLe nxtrb unter dem neuen Besitzer, Dr. H^ller-Mnnk aus Berlin, tn der bisherigen Weife fovLgeführt.
** Der Vieh'händler-Verein Gießen und Umgegend vevanstMet am Donnerstag nachmittag 372 Uhr rm Cafe Am end seine Genercilversammbung.
** Die Ringkämpfe nm die Meisterschaft von Heften nahmen gestern im Hotel Einhorn bei miöverkauftem Hause ihren Anfang. Jln der Mit tagS-Vo rftelLung rangen zuerst Werner gegen Irscher. Em schöner technischer Kampf wurde auch sehr stark geführt, es flomtte aber nach 20 Minuten keme Entscheidung herbeigeführt werDen. Ms zweftos Paar rangen Tvappen gegen Wlthoff. Trappen, rvcldier den Kamps sehr stark führte, siegle nach 12 Minuten Meist»- siegte Schneider über Mthoff in 8 Minuten. Gehrmrami und Altk^f^ vangen unentschicben. Trappen besiegte Fischer in 16 Minuten. Wie wir hören, hat auch Hitzler sein Erscheinen zugesagt. Heute ringen bra Paare.
Landkreis Ciießen.
Brand.
n. Heuchelheim, 3. Ott. In der Nacht vom 2. aus den 3. Oktober brannte es in der H«Schreite des in der BvauhauSstraße wohnenden Landwirts Jak. Bepler. Tas Feuer fand in ber gefüllten Scheune, einem IaiHauwerk, reichlici-e Nahrung. Nur hem glücklichen Umstande, daß fast völlige Windstille herrschte, sowie dem rechtzeitigen Eintreffen ber OrtSfeuerwehr, bi? bte gefährdeten Nachbargebände sofort unter Wasser nahmen, ist es zu bauten, daß bas Faier Idnen weiteren Schaden anriefftete, sondern sich aus leinen Herd beschränkte. Heber die Ursache des Brandes ist bis zur Stunde nichts näheres bekannt.
Kaninchrn-Ausftrllung.
I Taubringen. 3. Ott Die 8. Pro- vinzial-Verbands-Ausstellung oberhessischer Kaninchenzüchter fand am Samstag und Sonntag in Danbringen statt. Tie Ausstellung war sehr reichlich beschickt, und die Züchter der Provinz Oberhesfen hatten ihr bestes Zuchtmaterial entsandt, besonders stark hatten sich dis Züchter Gießens beteiligt. Als Prdsrichtn waren Steinbrecher-Darmstadt und Wißler-Ncu'- Isenburg tätig. ErgebnisderPreisbewer- bung: A. Alttierklasse: 1. Belg ische Riesen. Ehrenpreise H. Müller-Gießen und G. Klitsch' Msteld, 3. Preis W. Walther-Daubrrngen: 2. Deutsche Riesenschecken: Ehrenpreis und 1. Preis H. Müller-Gi''ßen, 3. Preis Nickolai imd Fleischer-Gießen; 3. Weiße Riesen: 1. Prds K. Schneider-Taubringen und E. Schäfer-Daub- rmgen, 2. O. Reich-Gießen, W. Schulthds-Lollar, Nied>erhöser-Noth; 4. Französische Widder: Provmzial-Ehrenprds W. SchultheiS-Lollar, W. Schwalb-Allendors und E.Schäfer-Daubringen; 5. Germania Silber: Berbands-Ehrenräeis W. Schulthds-Lollar, Ehrenprds, 2i und 3. Prds H. Kreuter-Gießen: 6. Blaue Wiener: EhrÖi- Pveis E. Schäser-Daubringen, 1. Preis I. Merle- Alsfeld, 2. Georg Glttsck^Msfeld: 7. Hasen- kaniuchen: Prvvmzial-Ehrenprds K. Fldscher- Gießen, Ehrenpreis Hch. Hdbertshausen-Daubrin- gen irni» O. Vonderheidt-Büdingen, 1. K. Philipp- Daubrrngen, 2. E. Walter-Daubringen; 8. Grau- f i l ber: W. Fink-Lollar und W. Opper-Taubrin- gen (2), Verbands preis W. Opper-Taubringen, 1. Preis K. Melins-Gießen, H. Kveuter-Gießen und W. Fink-Lollar, 2. Preis Boriderh?idt-Bü- bingem und Heibertshausen-Taubrrngen: 9. Gel b- silber: 2. Preis W. Opper-Daubringen: 10. Sch warzlvh: zwei Verbands-Ehrenpreise Gg. Eiff-Steinberg, 2. und 3. Preis Chr. Schlamp- Gießen: 11. Marburger Feh: 1. und 2. Preis L. Keil-Klein-Linden, 3. Preis Rmi-Beuern; 12. \ Hermelin: BerbandS-Ehrenprers K. Philipp-Steinberg. Ehrenprds: PH. Haffer- Nieder-Weisel, 2. Preis K. Riddel-Nidda:
B. Jungtiere, 4 bis 6 Monate alt, Ver- bands-Ehv.mpreise: H. Müller-Gießen, E. Malter- Taubringen, W. Ovper-Daubringen; Provinzial- Ehrenpvei e: Rnd. Frickel-Aten-Buseck, K. SchmU- Heis-Daubringen und Joh. Nickolai-(Äeßen: Ehnsn- preise: H. Müller-Gießen, Karl Lang-.Kldn- Lrn- den, L. Kreiling-Gießen, Gg. Eiff-Stemberg (2.); 1. Preise: H. Munck>-Daubringen. K. Philipp- Stnnberg, E. Bookvp>L:l ar, W Mauser-Büdin- gen, Schäfer und E. Grötz-Daubringen, 2. Pr : 53. Leib-Lollar, Brokopf-l'ollar, W. Röhrtg-Mrch- Göns, G. Schelll-aas-Gießen, W. Frey-Taubrin- gen, K. Philipp-Steinberg, H. FuchS-Taubrrngen
C. Jungtiere bis 4 Monate alt: Ehrenpreise: H. Mütter-Gtehen, G. SchülltoaS- Gießen, Ludwig Reuter-Wieseck, F. Dbrhr-Daa- bringen, W. Opper-Taubringen. Gg. Eiff-Stern- berg: 1. Prdse: L. Reuter-Wieseck, A Bera- Trais-Horlvff, H. Fuchs-Tau bringen; 2. Preise' W. Fink-Lollar, H. Slembenn, I. SchnÜheis Fuchs und Kvaushaar-Tanbirngen
1). Pelz waren. Ehrenprds und 2 Preis: SMJ. Opver-Taichringen: 2. Preis: H. ft-reuter» Qhenen. Außerdem wurden zahlreiche 3. Preise veEt. Für beste Leistungen erhielte» Ebren- tafeln: Wilh Opixr-Daubringen, H Müller-
. H. Kreuter-Gteh.m, ■ M. Schultheis-Lollar.
Frankfurt a. M., 3. Ott. In dnem hin fegen Säuglingskrankenhaus ist in der letzten ga itodmal nachts eingebwchen worden. Die Rob wache fand, als sie aus anderen Räumen zurüo kehtte, die Säuglinge auf der Erde tit- gend; die Bettwäsche war gestohlen. Tas Itfe Mal sah fee noch zwei Männer in Kranken anstaltsklddern mit der Wäsche flüchten) bei konnten die gemeinen Diebe bis jetzt nicht ti«l mittelt werden.
mc. Frankfurt a. M., 3. Okt. Das ber Opfern des Krieges gewidmete Denkmcl vvn Benno Elkan wurde heute vormittag ü ter Taunuscmlage enthüllt. Es zeigt in moderne Auffass,mg eine trauernde Fvaucngestalt. Stabil: Meckbach übergab im Namen des .Kunstftmds dn Oberbürgermeifter das Denkmal in die Obhut ba Stadt. Obepbürgernterfier Boigt betonte in sein? Ansprache, baß es Pflicht ber Nachfolgenden ft. ter Opfer des Kriegs nd-gen sie nun in ber &emc oder auf 'den Schlich:silbern gefallen fei, zu g- tenten allezdt. Das Denkmal fd eine BeM- perung dieser 'Pflicht imb die Stadt werde feti mit aller 'Kraft für seinen Sck^utz sorgen, fei es doch Zeugnis der großen, leider aber auch fi uns fe unendlich schweren.Zeit.
X. Hanau, 3. -Okt. Dem Vernehnien te; steht in dem Konflikte zsvischen ber Me'twheit ba Stadtti erordnetenv.wsammln ng und dem MaZsittari der Stadt Hanau ein Eingreifendes pr e » hi sch en Ministers bevor.
Vie Preisgestaltung.
Me gwtz ist der Bedarf der städtischen Bk vvlkerung an Kartoffeln?
Die Hess. Landtvirtschaflskannner sckweibt irr: Angesichts der Freigabe der KartessilbsM-' schaftung bemächtigt sich der Bevölkerung im wto senden Maße bte Besorgnis, genügend Speck kartoffeln zu erhalten. Allen Versicherungen, tkj reichlich Karioffeln Vvrchanden sind, wird totmv Glauben beigemessen. Es hat keinen Zweck, sil umersuchen, woher diese Nervosität stammt ur.1 ob sie fünfllid) gewähri wird., Sie ist da und bah bedarf es ber Aufklärung. Nimmt man fexb gerechnet die Zahl der auf Kawtosfelversor-m; angewiesenen städtischen Konsumenlcn auf 45 M fenen an, so ist der städtische Bedarf ck Höck'stsvlle auf etwa
180Millivnen Zentner zu schätzen, d. h. 4 Zentner den Kopf. Rechne; man etwa einen Verlust von 10 Prozent bei fr Aufbewahrung, dem Transport ufm., so verbleit! pro Kopf und Tag rund 1 Pfund löffeln. Es ist nach -den Erfahrungen der fefrto Jahre kaum anzunehmen, angefichis dess Umstandck \ vaß größere Bteirgen an Fett, Hülsenfrüchten, @f I müse ufto. zur Verfügung stehen, wie im Kriegt j daß ber Durchschnittsbebcüff jetzt höher sein totr^ |
Was bedeutet die Zahl von 180'Millionen Zentner?
Bor dem Kriege hat DeutscAand rund 90'' MÜlionen Zentner jährlich produziert bei einr; Anbaufläche von 3,3 Millionen Hektar. Von dir je , sind etwa 500000 Hektar mit den abgetreten ■; Gebieten iPosen, Westpveußen) verloren gegongten daneben hat infolge der Zwangswirtschaft v ter Kriegsurnstände dn weiterer Rückgang tzti f Anbaufläche statt gefunden. Die Statistik rerfffcj nur noch mit 2,2 Millionen Hektar. Die Angck^I dürften aber aus wohlverständlichen Gründen |il niedrig gemacht fein, man Bann mit 2,5 Milliouti'I Hettar rechnen. Die jetzige Ernte wird man-'! vorausgesetzt, daß fee gut geborgen wird — tull durchschnittlich 65 Zentner vom preußi chen gen ober 260 Zentner vom Hektar v.-ianschlaffe | können. Das ergebe eine Ernte vf.0IIl 650 Millionen Zentner! Mit Rück'ch> auf ben bis zum Frühjahr ein tretenden Schwcw sollen hiervon nur 600 Millionen Zentners Reckmmg gezogen werden. Wie könne»,sie xf"' Wendung finden? 1 j
Regnet man für — hochgerechnet — 18 W6 j lionen Selbstverbraucher einen SpeisekonsM w I 90 Mill. Bcntm'i I ten Pflanzkartoffelbedarf mit 140 Mill. 8entMi[ und dazu obige .... 180 MM. Zenckm« o macht dies......410 Mill. Zenter'I
v daß noch 190 Millionen Zentner verbleifev l
Nun hat bas große Publikum dne ganz faläxl Vorstellung vvn dem gewerblichen V<»t'I b r a u ch in Brennerden, Stärkefabriken und Tr»^ I nerden. Vor dem Kriege betrug er im HöchstM I 90 Millionen Zentner. Ein gutes Drittel iwl Fabriken ist in Polen verloren gegangen, so tert f die VevarbeittlngSfahigkeit vielleicht noch 60 fenen Zentner betragen dürfte. Durch die gescch, sichen Beschränkungen, die Kvhlennor und fre W rentabilität angesichts der höheren SpeifeBartofal' vreise dürfte die Bevarbertung auf höchstens *‘j | btr LdsttmtzSfähigteit beschränkt sein, d. h. ^1 Millionen Zentner. Iw vergangenen Jahre nlj diese Menge Noch nicht dnmal errdcht wortm I Es bleiben mithin 175 Millwnen Zentner übrw I die verfüttert werden dürften. Vor W | Kriege hatten wir 25 Millionen Schweine und W I hat geschätzt, daß 300 Millionen Zentner 9®$*
. .T D.arbach, 1. Oft. Em schwerer Unat 1 eretanete fich «ruf bf*r 6-Y^TFNntnrüM» 'Tw
lAtcb, schleudert. In seiner Gdstesgegenwart riß er fr pp
Tveibrremen herunter, wodurch er einem fdjre, h; t sichen Tod entging. Er trug schwere innere iri Kci
äußere Verletzungen davon.
..... ........ Die Milo>
knappheit, verursacht durch die Maul- m '
Klauenseuche, in ben ob^rhessischen Gemdnden Unvermindert an, so daß sogar den Säuglinge 3/-, pot' oft nicht die unbedmgt notwärdigen Milchmengg «liefert werden Kirnen. Besonders Jdjnnerig tmo die Versorgung auch dadurch, daß gewissenlor . ,.^s^-reij Landwirte Milch in größeren Mengen zu Wuch^ f Preisen an Hamsterer abgeben, ohne Rücksicht cd t kt die Not der Kinder. Das Kveisamt droht mit schär. \
sten Strafen, wenn mit diesem Unfug nicht ab .' bald aufgeräumt wird. <t, t’rCTt
Hessen-Nassau.
Fürst (Sollten entlarvt. i
fd. Frankfurts. M., 3.Okt. Der angel« • *- **'
liche Fürst Golitzin, der vor etwa Monat!, frist wegen Riefen-Hochstapeleien zu IV2 Jahre, Gefängnis von der hiesigen Strafkammer veno
„ReickSwehr-Regimsnt Nr. 15" erhalten. In Ba-> Mühleubesitzer Philipp Bräuning geriet in das <v» benhausen ist nach dem Abzug der Reichswehr> triebe des Schöpfwerks und wurde henimc,. lung ber hessischen Schutz- schleubert. In seiner Gdstesgegenwart riß er fr


