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Handelskredit dahin, daß dieser Vorschlag g.'gen den tun TdccTLir einen Fortschritt brivute.

Tie Tagesottnrung der Konferenz ist «schöpft. Nunmehr wird dem Ergebnis der Ausschußberatiin- gcn cntgegengesehen.

Die Stimme der Vernunft in England.

Amsterdam, 2 Dft. (WTB.) Der Sonder­berichterstatter desDaily Chrontcle" ans der Brüsseler Finanzkonferenz knüpft an die Rede der amerikanischen Delegierten ans der Konferenz, Boy den, das ensant tcrrible, nach dem die Franzosen und andere mit der Peitsche knallen, Betrachtun^n, die Beachtung verdienen, da das Blatt Lloyd Qfeovge nahe steht.

Der Berichterstatter schreibt: Es wurden alle Anstrengungen gemacht,- um die Finanzkonferenz in einem gewissen Abstand von den tiefsten Ursachen der Krankheit Europas zu hallen und sie zu einem höflichen diskreten Zusammentreffen der wirtschaft­lichen Aerzte zu machen, die alles täten, nur nicht dem Patienten die reine Wahrheit sagen und die Operation nicht bezeichnen wollten, die sofort not­wendig sei. England könne es sich nicht leisten, sich die wesentlichen Tatsachen der schwierigen Lag« Europas nach länger zu verhehlen. Frankreich habe sich von England getrennt, und es bestehe nicht nur eine Spaltung in der Entente, fürwichtigereZtveckebe- stehe die Entente selb st kaum noch. In seinen Ausführungen legt der Berichterstatter dar, daß man ursprünglich auf der Konferenz die Frage erörtern wollte, wie die deutsche Entschädi­gung greifbar gemacht irerben tonne. In Spa habe Lloyd George den heldenhaften Versuch ge­macht, eine Grundlage zu frühen, auf der die ge­samte Entschädigungssumme in kurzer Zeit festge­setzt werden könnte. Nachdem ihm dies nicht ge­lungen, habe er yu diesem Z>vecke ein neues Zu­sammentressen mit den Deutschen in Gens vor- geschlagcn. Millerands Weigerung, so schreibt der Berichterstatter, war <jn sich schon ein übler Schlag, der jedoch durch das, was sie einschlotz, noch schlim­mer wurde. Als zu Tage trat, daß Frankreich auf seiner Weigerung nach Genf zu gehen, bestehe, ent­stand die Frage, ob die Finaitzlonferenz nicht lie­ber aufgegeben rorrben sollte. Bis jetzt seien kei­ner lei Anzeichen dafür vorbanden, daß Frankreich nachgeben werde. Die, Dar­legungen Boydens, daß die Sieger den Besiegten entgegen kommen und ein bauer tjaft er Fried? und eine wirkliche Einigung zustande tu mm en müssten, ehe Amerika £>tlfe leisten könnte, war der Kom­mentar zu den bestehenden Tatsachen. Der Bericht­erstatter schließt: Die Versammlung des Völker­bundes findet Mitte November statt. Man darf fragen, ob, wenn unsere Freunde in Paris dann noct) immer unversöhnlich seien, die britischen Delegierten nicht ähnlich wie Boy- den sprechen sollten.

Eine Feststellung aus der Schweiz.

Bern, 2. Ott. (WTB.) Die B a s e l e r N a ch- richten verweisen in ihrem heutigen Leitartikel daraus, daß bei Völkerbund laut 8 19 des Ver­sailler Vertrages nicht zur Durchführung des Versailler Friedensvertrages verpflichtet ist, daß er vielmehr das Rocht hat, auf die Abänderung unabwendbar gewordener Verträge hinzuarbeiten. Tie Deutschen wurden, als sie sich über die Unter­zeichnung ober Nichtuntorzeichmmg des Versailler Vertrages schlüssig zu machen hatten, in der Mantelnote vom 18 Jwti 1919 von Clemenceau selbst auf diese Rettungspforte ausdrücklich hin- gewiesen. Man hat daher feinen Grund, so schließt das Blatt feine Ausführungen, den im Jahre 1919 als motivier bar erttarten Versailler Vertrag sich im Jabre 1920 von $>errn Millcrand alsdas neue Grundgesetz Europas und der Wett" aus- oktroyieren zu lassen.

Die Verhandlungen in Riga.

Kopenhagen, 2. Ott. (WTB.) Der War­schauer Korrespondent der ,LZerlingsfe Tidende" telegraphiert nach halbamtlichen Meidungen aus Riga: Es scheint in den Friedensverhand- lungen eine ungünstige Wendung env getreten zu sein, da Joffe, wie man annimmt, auf Befehl Trotzkis, eine Reche ruj ischer Forderungen vorgeleyt Hot, aus die Polen nicht entgehen will. Die russische Abordnung eritärte u. a daß Ruß­land nicht in die Eingliederung Wilnas und Grodn os in Polen ernwillchen kömie, da, nm diese Städte in den Bereich Polens kämen, das eine ständige strategische Gefahro für Rußland be­deuten wüche. Die ruf istbe Dvwjetregierung ver­langt daher, daß die pvlnischen Truppen sich aus Lvtcnien zurüc^iehen. Ferner verlangt sie, daß in Ostgalizien eine Aolbsatbstrminrung abgehallen wird und daß der Teil von Wolhynien, der östlich des Bug liegt, an Rußland fallen soll.

Ein Umschwung in Rußland?

Kopenhagen, 2 jDft. sWofff.) Der Natronalridende" wird aus £«Iiingfor5 tele­graphiert, daß sich in Rußland eine Streik­bewegung ausbreitet. An vielen Stellen kam es zu Unruhen. In Petersburg sollen mehrere Kommissare erschossen worden sein. An der Westfront herrsche große Unruhe. Die Bevölkerung fordere den sofortigen Frie­den. Trotzki soll verwundert und Budjeany vor ein Kriegsgericht gestellt worden sein.

England und Rußland.

Rotterdam, 2. Okt. (Wolff.) Der Nieuwe Rotterdamsche (Sourant" meldet aus London, das Gerücht, wonach das Kabinett einen Plan (für ein Abkommen über die Wie­deraufnahme der Handelsbeziehungen mit Rußland erwäge, entspricht nicht den

Tatsachen. Vor den Enthüllungen über Kamenew hat die britische Regierung die russische Delegation aufgefordert, konkrete Vorschläge zu unterbreiten Nachdem jetzt Ka­menew durch einen anderen Delegierten ersetzt worden ist, hat die Delegation diese Aufgabe wahrscheinlich wieder ausgenommen.

Aus Spanten.

Madrid, 3. Ott. (Wolff.) (Reut«.) Der König verfügte die sofvrttge Auslösung deS Park ar m ents. Tie Neuwahlen finden im De­zember statt. Tas Parlament wird wifokngs ßattunx wieder eröffnet.

Ein Wcltpostkougretz in Madrid.

Madrid, 4. Ott. (WTB.) Am 1. Oktober wurde der Weltpo stkvng re ß durch den König feierlich in Gegenwatt des diplomatischen Korps und der gesamten Regierung eröffnet.

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Line Ronserenz der Lrnährungrminifter.

Berlin, 2. Okt. (WB.) Im Reick>Smü'.tsto- rium für Ernährung und Landwirtsckoft fent> am Fwritag eine Besprechung mit den Er­nähr nngsrnin ist er- der Länder ftiitt. Es fand eine Anregung lebhafte Zusttmrnung, ine in Aussicht gestellte Rattan gering ausgemahlenen Kochmeh^les von 1 2d ©ramm auf 130 Gramm wöchentlich zu erhöhen. Tie Reichsvegierung sagte wahlwollende Prissung dieser Anregung zu. Als Hauptmittel für die Sicherung d?r Bvatversorgung wurde immer wieder aus die verstärkte Anlieserwig seitens des heimischen Land- Witts und aus schärfere Erfassung hingewiesen.

Ter Stand der Kartoffel Versorgung wurde von verschiedenen Vertretern der Länder wesentlich günstiger beurteilt, als das heute in der Öffentlichkeit geschieht, und zwar führte zu der günstigeren Auffassung die Tatsache, daß die Kar- tofselemte nach den einkommenden Bettchten eine Et e Mittelernte ist und daß durch Be- vom 29. September eine Einigung zwischen

Organisationen der Erzeuger sowie den Städ­ten und Gewerkschaften über ixe Niederhaltung der Preise zustande gekommen ist.

In der Besprechung der Milcherzeugung wurde darauf lstngewiesen, daß der zur Zeit vom Reiche zugeslandenc Höchstpreis von 1,25 Mark nicht herauf gesetzt werden könne. Zur Vermeidung von Ungleichheiten in der Preisbildung und Be­lieferung wurde die Schaffung größerer Wirtschafts­gebiete tn Aussicht genommen.

Au» dem Reiche.

Der Reichspräsident und die neue Friedens­bewegung.

Berlin, 2. Ott. (Wolff.) Der Reichs­präsident empfing gestern einige hier wellende Mitglieder der Gesellschaft der Freunde (Quä- ke r), die ihm zwei Denkschriften der ün August d. I. in London abgehaltenen Welt- konferenz der Freunde überreichten. In der an die Regierungen aller Völker gerichteten Denk­schrift wird der sofortige Abbruch des Krieges zwischen Rußland und Polen, die schleunige Wie- oerherstellung des wirtschaftlichen Lebens durch eine internattonale Kommission aller in Bettacht kommenden Lander, die Neubildung des Völker­bundes unter Einschluß Deutschlands, Oesterreichs und Rußlands unb die Entwaffnung aller Völker gefordert. Eine an den Völkerbund gerichtete Denkschrift verlangt ebenfalls die Umbildung der Verfassung des Völkerbundes, dem alle Staaten als Vollmitglieder btizutteten hätten und dessen Verfassung eine wirkliche Vertretung der Völker ohne Vorherrschaft einer kleinen Gruppe gewähr­leisten müsse.

Hindenburg.

Berlin, 3. Okt. (Priv.-Tel.) Nach einer Meldung derDeutschen Allgemeinen Zeitung" aus Hannover überreichte der Rek­tor der Technischeu.Hochschule Hannover dem! Feldmarschall HWdenburg anläßlich sei­nes 73. Geburtstages eine Urkunde als Ehren­doktor der sämtlichen deutschen Technischen Hochschulen.

Die parlamentarische Lage in Preußen.

Berlin, 2.Okt. (WTB.) Im Haupt­ausschuß der preußischen Landesver­sammlung fand aeftem wieder eine Aus­sprache über die Besetzung der Aemter statt. Im Verlaufe der Aussprache erklärte der Minister des Innern die gegen den unab­hängigen Landrat Kasparek trot- aebrachten Beschwerden als völlig unbegrün­det. Weiterhin erklärte der Minister, daß Preußen mindestens im gleichen Maße wie Bayern Anspruch darauf erheben kann, ein Ordnungsstaat zu sein. Auch über den Wahl­termin fanden zwischen den Koalitions­parteien und der Rechten wieder lebhafte Auseinandersetzungen statt.

Die Gewerbe- und Kaufmannsgerichte.

Berlin, 2. Okt. (Wolff.) Vom Arbeits- Ministerium wird uns gemeldet: Die Ent­wicklung der wirtschaftlrchen Verhält­nisse seit dem Frühjahr 1920 führte dahin, daß sich bei den Neuwahlen der Beisitzer zu Gewerbe- unb Kaufmannsgerichlen in bezug auf die in der Verordnung vom 12. Mai vorgesehene Zu­ständigkeitsgrenze von 15 000 Mk. Schwierigkeiten ergaben. Tas Reichsarbeitsministerium bereitet daher eine Notverordnung zur Abänderung der Verordnung vom 12. Mai vor, tn der die Einkommensgrenze erheblich bexauf*

Der frauzöfische Gewerkschaftskongreß.

Paris, 3. Ott. (Wolff.) Nach einer Meldung aus Orleans nahm der französische Gewerk­schaftskongreß aeftem abend in seiner Schlußsitzung mit 1478 gegen 602 Stimmen die Tageso rdnung der Mehrheit, also der gemäßigten Elemente, an. Für die Ta­gesordnung Verdier ftimmten 42 Mitglieder, 83 enthielten sich der Abstimmung. In dieser Tages­ordnung kam der Standpunkt der äußersten Linken des Kongresses zum Ausdruck. In der Tages- ordnuna der Minderheit wird erklärt, daß man sich vollkommen auf den Boden der in Lyon im vorigen Jahre angenommenen Resolution stelle offne Vorbehalt, und den revolutionären Endzweck bestätigt. Die Resolution spricht sich ferner für die Nationalisierutta der wesentlichen JtLustrien und Austauschmittel aus und bekennt sich zur ge­werkschaftlichen Internationale, begrüßt auch das internationale Arbeitsamt, dessen grundlegendes Verdienst sein könne, auch in den Kolonien und kleineren Staaten den Arbeiterschutz einzuführen. Tie Entschließung tritt ferner für eine gerechte Verteilung der Rohmaterialien ein und veruttellt schließlich die Politik der französischen Regierung, die ein Instrument der Weltreaktion sei. Endlich wird die vollkommene Solidarität mit dem revolu­tionären Rußland ausgesprochen. Als Gmndlage für die französische Gewerkschaftsbewegung wird es bezeichnet, daß die Nationalisierung der wich­tigsten industriellen Betriebe unvermeidlich sei. Tie Entschließung wurde von der Mehrheit des Kon­gresses durch Handausheben angenommen, damit waren die Besprechungen des Kongresses beendet. Tie Mehrheit verließ den Saal unter Absingen der Internationale.

Orleans, 4. Okt. (WTB.) Tie Minderheit des Kongresses der svwizöffschen EGT. hat in einer besonderen Sitzung beschlossen, ein revolu- tion ärc3 Komitee zu bilden und ter 3. Moskauer Internationale beizuttv- ten, ohne die Selbständigkeit der französtpcftsi Ge­werkschaftsbewegung auszugeben.

* Mayer und LeygneS.

Berlin, 3. Okt. (Wolff.) lieber den Besuch des deutschen Botschafters Dr. Mayer bei dem französischen Mi­ni st erprasidenten berichtet Havas in folgender Form: Der deutsche Botschafter Dr. Mayer stattete gestern dem Ministerpräsi­denten und Minister des Aeußeren Leh- gues seinen ersten offiziellen Besuch ab. Dr. Mayer versicherte zu wiederholten Malen mit aller Entschiedenheit, Deutschland sei gewillt, den Friedensvertrag in vollem Umfang bis an die Grenze des Möglichen zu erfüllen. Ley- gues erwiderte, wenn Frankreich) Iben guten Willen Deutschlands bei Ausführung des Friedensvertrages erkennen könnte, würde die Regierung der Republik gewiß alles tun, um die Lage Deutschlands hinsichtlich seiner Ver­pflichtungen zu erleichtern und um die Wie- deraufnahme der normalen Beziehungen zwi­schen beiden Ländern zu fördern. Der Mini­sterpräsident fügte hinzu, daß unter solchen Umständen die Wiederaufnahme und Ent­wickelung der Aanb elsb eziehunyen, die durchaus in der Absicht der französischen Regierung liegen, zum gegenseitigen Vorteil der beiden Länder sehr erleichtert würden. Der^eutsche Gesandte erklärte, daß die Wio- deranknüpsung der wirtschaftlichen Beziehun­gen zwischen Frankreich und Deutschland ins­besondere der deutschen Regierung erwünscht wäre. Die Unterhaltung, die beiderseits durch­aus offen und aufrichtig geführt wurde, ge­stattet ein günstiges Urteil über den Charak­ter weiterer Besprechungen.

Die Konferenz in Brflfid.

Brüssel, 2. Okt. (WTB.) Die heutige Sitzung ber Finanz konferenz brachte neben der furyn Besprechung des Vorschlages einer in­ternationalen Bank von Delacroix rwr allen Din- aat das bedeutsame Projett des holländischen Bankiers Termeulen. 92arf) diesem Pvo- soll eine Organisation geschaffen werden, die dem Warenverkehr hinsichtlich der Kreditab­wicklung eine fiebere Grundlage gewährleistet. Diese Grundlage sieht eine Zenttalkommifsron vor, die von mehreren Staaten gebildet wird un5 der die Ausgabe übertragen ist, einen Sicherheitsfonds zu verwalten. Dieser Sicherheitsfonds wird durch Steuern und andere Einnahmen der an dem Pro- jctt beteiligten Staaten gespeist. Von dieser gehen ans) Oie Obligationen heraus, die den eigentlichen Kreditverfehr zwilchen Importeuren und Expor­teuren aller beteiligten Länder vermitteln sollen Nur für den dringendsten Bedarf sollen Kredite gewähtt werden, auch nut für Rohstoffe zur Her­stellung von Halb- imb Fertigsabrikaten, die wie­der für den Export bestimmt sind. Aus dem Erlös des Exportes sind sodann die Obligationen ein» zu lösen. Auch in der heutigen Nachrnlltagssitzung ergab die Besprechung über tfcn Plan vvjl Ter­meulen grundsätzliche 3uftimmung. Es ist in der Tat ein wohl zu bearorenier Vorschlag. Der Präsi­dent der Konferenz blldete heute einen besonderen Ausschuß, der die Ausgabe hat, über die ftnan- iveflc Versa»'jung der einzelnen Länder einen Be­richt zu verfassen. Von deutscher Seite wurde in diesen Ausschutz Professor Dr. Lotz-München ge­wählt.

Der Franzose Avenol äußerte sich yt dem AorMage Termeulens über den mter.jxruxialea

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Miüerauö über die Erhärtung der Bündnisse.

Paris, 2. Ott. <WB.) TerTemps" ver- öfenüicht eine Erklärung, die Präsident M i l- "rand dem Pariser Korrespondenten berMor- fsng Post" gegenüber abgegeben hat. Er sprach ''h für die Beibehaltung derAllianzen und sagte, Frankreich sowohl wie England seien **b«r militaristisch rwch imperialistisch. Sie hätten .^Waffen nur ergriffen, um sich gegen den oeirt- Imperialismus zu verteidigen Während vier Zähren habe Franttrich gelitten, um seine eigene Sicherheit und den Schutz ber Welt zu retten. Slne militärische Bedrohung an Frankreichs Ostgrenze s e i stets ein e j r"stliche Gefahr nid* nur für Frankreich, .ailch für Großbritannien gewesen, das geschützt sei, wenn Franttrich von seinen »lachbam bed«ht werde. Franttrich unb Eng- hätten dfe gleichen Sele Sie hätten zu- 'vnmen den Krieg gewonnen Man habe nun den und wolle ihn endgültig sicherstellen. Mil- .^^deshalb nochmals für die Zusammen- ltJ,'111 wie nach Außen hin em, damll =rt ^änber das Werk des Wiederaufbaues ^füllen könnten Sie müßten in der Sa ^rcsarteit geeint bleiben, wie sie es während 05 Eges gewesen feien.

5rontteichs Wiederaufbau.

Sor ungefähr einem Jahre spielte der Wfeder- km Frankreichs in ber deutschen Oeffenttich- feit eine hochbedeukpame Molle. Damals l>an- td« es sich darum, ob eine große AnzaV deutscher Arbriter zu Den WTederaufbw'arbriten tn ben ner» Vüstetm Gebieten Nords.unkreiiis verwendet wer­ben sollte. Nicht ohn« etlyblid)? Schrmerrgfeüen ttmtbni dam. lt' die Berha' d ungen zwischen L«tscbtand unb Frankreich gefügt, bis sie lub Meßlich immer mehr tm Sande verliefen. Jetzt gibt es in Deutschland zwar noch ent Wieder- «Kau-Minisderuun, aber seit Herr Geßler die tolfotgeridxift Nvskes angetreten hat, ist die Be- taitung dieses Ministeriums mehr unb mehr zu- laWmengesckwrvlzen.

Unterbfiim haben die Fran«ofen, unterstützt um Polen, Tscliechv-Slewaken, Portugiesen und kpamcrn die Wiederaufbauarber^en in die Hand genommen Nach welchen Meycheu das Mieder- öfbairrotrf in Franttrich gefüllt wird, darüber tarnt sich allerdings kftum jemand ein richtiges Wb machen, und man hat mehr und mehr den ßnlrucf, daß es an einem rinbritlichcn Wieder- eufbüuFTjgramm vollständig fehlt. Tie Orgauö- tatwn des ganzen Wiederaufbaues liegt offenbar tn Händen, die ihrer Aufgabe durck)aiis nicht ge- vachsm sind. Nach ben von der svan-östschen Re­gierung bis Mitie ds. Js. hcvausgcgebenen amt» toen Berichten des französischen FinanKminisfe- rimns hattn die Aufwendungen für den Wieder­aufbau Nordsranttrichs bclragen:

Bett achtet man diese Zahlen rein äußerlich, so mußte man bei der Riesensumme von mehr als 20 Milliarden ermatten, daß ein ganz erheblicher Fortschritt in den Sßieber aufbau arbeiten be­reits erzielt fei. Das ist aber leider nicht der Fall. Tie französischen Behörden, die in den vernÄste- ten Gebieten tätig sind, führen dort ein lustiges

, scheinen ihre Stellung mehr oder weniger eine Art Ruheposten aufzufassen und es darauf ulegen, sich neben ihren hohen Gehältern Bc- ungsgelder aller Art zu verschaffen. Tie Bet­rag der Wiederausbauarbeiten an Privatuntet- men erfolgt nach völlig einseitigen Gesichts­itten, und gewisse Cliquen haben die Vergebung Arbeiten so in der Hand, daß eine Reihe von temefjmen gar keine Gelegenheit findet, sich tentm zu beteiligen. Zudem feUt es im Wiederauf­baugebiet an den notwendigsten Baumaterialien, »r allem an Brettern Nägeln, Handwerks zeugen, Feldbahnen, Gleisen und bergt, ohne die nun nnmal ein geregelter Wieberausbau ein Ting der ünmöglichkcit ist.

Was bei den Zahlen des französischen Finanz- «inisieriums aber besonders ausfällen muß, das das krasse Mißvetl-ältnis, in dem die Kosten der eigentlichen Wifercherstellungeatbei'en zu den Eevrallungsausgalvn stehen. Aber es ist bei den fnnszösischen Beyöiixen int Wiederau fbaugcbiet Lmlich wie b<i unseren deutschen Krieysg^i''ettsck'af- tm. Sie hängen mit einer Zähigkeit an ihren Aeintern, die mit Liebe zur Sadic und mit lieber» «fugimq für die Nvtwendigkeft ihrer eigenen Tätig­est nichts mehr zu tun hat. Wir werden cs in Qritf ohne Frage erleben, daß Franttrich feine hohen Forderungen an Deu tsch- band ntrfü zuletzt auch mit seinen Qtoaltigen Ausgaben im 28 rebevaufbaugebiet mott »eten wird. Teutschland wird sich in ftanzösische rwere Verhältnisse nicht einmischen können. Aber umere Bettvtter werden dazu auch stickt schweigen Sögen, daß das deutsche Volk im Schweiße seines angesichts Milliarden verdieirt, die dann tm fran- Isischen Wiederaufbaugebiet als Prämien für aulenzer unb Nichtstuer zur Verteilung gelangen, ie deutsche Regierung hat wiederholt ihre Be­vitwilligkeit erflärt, an dem Wiederaufbau Nord- Nanttrichs teilzunehmen. Aber sie hat diese Zu- fjterung niemals dahin verstanden wissen wollen, 8 cs Frmikrrich überlassen bleibt, die Kosten «s Wiederaufbaues weit über Gebühr zu steigern.

GietzenerAMger

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