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uM| betfttltert ttOrbcn Heute haben rvir viel- ifiK halb fo tnrf Scfimetnc, die Hälfte dünte <rfk> Lflügnt. 3m übrigen hängt es in erster Linre tzmn Präs ab. wieviel Kartoffeln verfüttert werben Sind die Speisekarte ffelprrrse nicbria, die KchWeineprnse hoch, te ist natürlich ein starker 5fcm; wr Berfütteruny gegeben. Steigen die ^prifriarwffclprrite, so werd die Berfütternng nrög- tzchst cmgeichränv, damit wächit nach kurzer 3eit da- Angebot aus dem Markt, und so findet wieder em itttftrltdicr Pveisausgleich statt.
Ast also irgend ein Grund^zur Ner- vos'tät vorhanden? Die Frage ist alatt zu verneinen Nur dann, toemi rohe Wabe gaoattsam in das feine Getriebe des freien Berfrfrra emgreifen, den rechNefttsen Transport vechi-chern, rrößere 1 Kartvffrimengen verderben Jaffat, Itotn eine Stockung in der Verwrgung ent- scshen. Darum ist hn häftßen Maste beachtenswert, muß grShore TageS-eitnngcn wie B. die Mytebmvfche Zeitung, die Frankfurter Zeitung u a. geschrieben ha^en: Das Publikum warte nchia «b in* übe SekbsEvlin!"
Nun noch zur Gegenprobe einige kurze Fest-- stellutwen:
Wieviel Kartoffeln hat die Reü^ckorttoffelstelle tu der Vergangenheit den Kvnsumenten zuaesühtt? Nach ihren "/lufftellungen betrugen die Mengen, diewwohl innerhalb der (Bedarfs- und Ueberstchust-i SvTMmrnalverbände als aus den Ueberschuß- m die Bedarfsgebiete umgeseht wurden, in runven Zahlst
1917/18 192 Millronen Zentner 1918/19 150 Millrrnen Zentner 1919/20 50 Millionen Zentner
JRämten us der Erde? fMen. Jaj y Jtaner ui ritj W flüchtens i, « bis ie&t ni- (
In obigen Zahlen fmb nun die gwßon Verluste enthalten, die die öffentliche Bewirtschaftung naturgemäß mit ffch brachte und die bei freiem Verkehr sich bedeutend ermästiaen werden.
In den Krtoasiahren haben die großen An- jorderungen von Heer und Marine, — auch Bundesgenossen dürften kleinere Mengen erhalten haben, — überdies den Bedarf erhöht. Dahingegen war der später enorm gewach'en« Scklrickchaubel mfan*v> nur gering. Die höheren Zahlen der -negözert eröiren sich endlich auch aus damals
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größeren BwölkermtgS-^l des grösseren Deutschem Reichs. Heute dürften also 180 Millionen Zentner voll ausreichen.
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V Aus bem Kreise Marburg, 1. Ott. Nach ben Mrtteilun^nn aus allen Teilen des Kveises ist man im allgemeinen mit den Erträgnissen der leit vierzehn Tasen im Gonge bei endlichen Kar- toffeleritte fthr pifrieben. Sogar m den Berglagen Afigar sich Erträge, die alle Erwartungen fibMrcfHt. Eine Ausnahme machen die Felder, be schattig liegen oder zu früh bevffanzt wurden, mit ben Frühkartoffeln ist eS wohl deshalb auch nicht diel gewesen, bei diesen kam nach der langen rrockenh.it der Regen, der die Spät Pflanzungen so fieberte, nicht mehr rechtzeitig genug. Bemerkens wer! ist, dah diesmal viele Kartoffelknollen von mächtiger Eröße geerntet werden, solche im Eewich" von IVi bis 2 Pfund sind keine Seltenheit. Trodalledem herrscht nach den Kartoffeln lebhafte Nachfvage, der Grund der Zurückhaltung ist die ungewisse PveiSlage. Auch die Obsternte brachte in diesem Jahre reichliche Erträge, besonders gab es Aepfel in Hülle und Fülle. Händler taufen diese je nach Qualität zu 40—70 Mk. bei Zentner auf und schaffen sie waggonweise in die (hroßstädte. Leider hat die Grummeternte erier den gerade um diese Zeit erirsetzenden Regengüssen sehr gelitten, und jetzt sieht man auf den strotzen Wiesenflächcn hier und da twch das Brummet in Hausen liegen Die sonstigen Hack- ftsichte, Kohlrabcn und Dickwurzelrr, haben sich Ml! ntnnckelt und versprechen auch nennenswerte Urträge.
X Gelnhausen, 3. Okt. In einer unter dm Vorsitze des Landvats Delius abgehaltenen h'rsmnmlung der Metzger meister des Krei- Ms Gelnhausen wurde über die Sicherung der ls-Ieifchversorgung der Kreisbevölkerung in der Ilebergangszeit nach Aufhebung der Zwangswirt- slhaft beraten. Die Metzgermeister erklärten dabei _______
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Alrche unö Schule.
± Liß berg, 3. Okt. Nachdem der hiesige Lehrer die Stelle eines L-rgcmisten niedergelegt hat, übernahm Frau Pfarrer Hempel den Organistendienst.
Eröffnung der zrankfutter herbftmefie.
Frankfurt a. M., 2. Ott. Das Leben auf dem Metzgelände und in den Meßt)Lusern ist bereits heute sehr Dege. Die Vorarbeiten des Meß- amts waren so rechtzeitig abgeschlossen, daß die Ve- schicker in Ruhe ihre Stände einrichten konnten. Die Messe wird am Sonntag eröffnet. Am gleichen Tage erfolgt vormittags 11 Uhr die Eröffnung der Sonderschau: „Das deutsche Buck". Für den 3. Oktober sind eine ganze Reihe ausländischer und inländischer Journalisten angcmedet Am 5. Oktober werden Mitg:i?der der Reichsregierung und Vertreter der bundesstaatlichen Regierungen, sowie Vertreter des Reichstages und der bundesstaatlichen Landtage die Messe besuchen. U. a. sind bis jetzt cmgerneldet: Reichswirtschaftsminister Dr. Scholz, von der preußischen Regienrng Staalssette- tär Dönhof, von der badischen Regierung Staats» Präsident Trunk, Arwitsministei Mlckert und Staatsrat Witte mann, von der hessischen Regierung Staats Prä siderrt Ulrich und die Minister von Bnentano und Henrich, ferner zahlreiche Parlamentarier. Am gleichen Tage werden auch promi- «nente Vertreter des Auslandes zum Besuche der Messe erwartet. Heute tagen der Zentralverband des deutschen Großhmrdels und der Hansabund für S^-ddeutschland. Für Enbe der Woche sind mitt» schaftliche und Kbliophile Tagungen, die in Verbindung mit der Sonderschmi: ..Das deutsche Buch" abgehalten werden, angeMnbigt. Die Anmeldungen von Einkäufen liegen in überaus großer Anzahl vor. Ans dem Auslande sind vor allem große Reifegesellschasten aus Schwedat, Dänemark, Finland, Holland und der Schwanz angezeigt Auch ans der Tschecho-Slowakei und L> ste>.reich sind zahlreiche Einkäufer angemeldet. Gestern sind bereits mehrere türttsche Kaufleute zum Besuche der Messe hier eingetroffen.
Frankfurt a. M., 3. Ott. lWTB.) Anschließend an die Tagung des Zentralverbandes des Deutschen Großhandels besichtigte eine große Zahl von Teilnehmern an der Versammlung verschiedene Gebäude der dritben Frankfurter Jnternattonalen Meffe. Im Bittoria-Meschaus in dem die Sonderschau der deutschen Gesellschaft für Auslandsbuch- harrdü „Das Deutsche Buch" untergebracht ist, wurden die Damen und Herren durch Direttor Modlinger vom Meßamt begrüßt, der darauf hinwieS, baß der deutsche Großhandel zu der festesten Stütze der Frankfurter Messe gehöre. Von Anfang an habe in seinem Kreise der Gedanke der Frankfurter Internationalen Messen wärmste Unterstützung Pfunden. Die innere Nottoendiakeit, die der Großhandel als Zwischenglied zwischen Produktion und Verbrauch darftellt, trete nirgends besser in Erschcrrrung als in bat Gebäuden der Messe, in denen der friedliche Wettbewerb des Wirtschafts-' lebend sich abspielt. Die Erschienenen besichtigten u. a auch die Kunst messe im Römer. Alle Abteilungen, die besucht wurden, fanden das lebhafteste Interesse der Damen und Herren.
Fran k f u r t a. M., 3. Okt. (Wolff.) Die von der Deutschen Gesellschaft für Aus- landsbu ch handel anläßlich der drittenFrank- furter Internationalen Messe ins Leben gerufene A u s ft e l l u n g „Tas deutsche Buch" wurde heute in den Räumen des Viktoria-Mefthauses mit einer Rede des Vorsitzenden der Gesellschaft Prof. Kippenberg eröffnet. Tie Ausstellung solle dazu beitragen, dem deutschen Geistesleben die alte Weltgelttmg neu zu gewinnen Als Hilfsmittel zu diesem Zweck solle auch die neuartige Form der Bibliotyek-Ausftellmig dienen, die das gute Buck zum erstenmal in einer Anordnung nach ein
zelnen Gebieten und in Derbmdmtg mit einer Raumttmftau-fteUung dem Befchaner nfijrrbnngt Ta die Möglichkeit wirklicher oHgcmeixrr internationaler Buchausstellungen für absehbare Zett entschwunden scheine, müßten zunächst nationale Ausstellungen Statthalter dafür fein. Man beabsichtige, diese Ausstellung, wenn auch in bescheideneren Grenzen, dem Auslande vor Augen zu führen. An Begrüßungsansprachen Tr. Land- manns im Namen der Messclertnng und des Eisen- bahndirektionspräsLenten Stapf als Vertreter des am Erscheinen oerlwtdertenR«chsverkeln§minist schloß sich eine Besichtigung der in aNen Teilen nobtncluugnten 2lusstellung Dem Festmahl im Frankfurter Hoi wohnte auch das Konsularkorps vollständig bei, in dessen Namen der brittsche Generalkonsul Gosliug warme Worte der Begrüßung fand.
Frankfurta. M., 3. Ott. (WB.) Ter erftt Tag der dritten Frankfurter iTtternattntalen Me,u batte einen Riesenbesuch au Kuweit en. Aos dem Inland, wie msbesindere auch aus dem Aus land sind taufende von Einkäufern bereits erschienen. Tas Geschäft ließ sich am ersten Tage in einer großen Zahl von Branchen felrr gut an und war im ganzen recht befriedigend. Aus Schweden sind mehrere buncert Einlänier ettige troffen, ebenso ist ein Extrazug aus Tänemart bereits angetünbigt Für bic nächsten Tage ist eine große Zahl weiterer Meßgäste aus dem Auslande angekündigt.
A«nst tttiö Wiffettfcbaft.
Max Bruch t-
Be rlin , 2. Ott. sWolff.) Der Komponist Max Bruch, der Ehrensenator der Akademie der Künste, ist heute tracht gestorben.
Max Bruch, ein Kölner Kind, ist am 6 Januar 1838 geboren. Er trat schon sehr früh, als lljähriger .Knabe, mit Konipositumen größerer Werke an die Ocffentlichkeit, mit 14 Jahren schon .konnte er die Aufführung einer ferner Sinfonie erleben. Durch ferne außerordentliche Begabung erhielt er das Stipcmdium der Mozattstiftting und wurde 1861 Musittchver in seiner Vaterstadt. Rach größeren Reisen wirkte er nacheinander als Musikdirektor in Koblenz, Hofkapellmeister in Sondershausen, Berlin, Bonn, Liverpool, Breslau und seit 1891 wieder in Berlin, >vo er im Jahre 1899 Direk- der Königlichen Hochschule für Musik nxurbe. Don Bruchs Werkcin sind am bettumtesten einige Opern, das Lied von der Glocke, drei Sinfvnüm sonne große Chorwerke und Lieder.
Drr Kreis.
mc. Frankfurt a. M., 3. Ott. „De c Kreis", ein Spiel über den Sinnen von Kurt H e y n i ck e, wurde am Reuen Theater am gestrigen Samstag mit großem Erfolg uraufgeführt. Tas in zwöf Szenen geteilte Spiel schillert den Weg des Mens<l>en, der sich durch Geld, Liebe und Zwiespalt durchringen muß zur elvigen urgewaltl- geu Kraft, aus der dann neue Menschen geboren werden. Tas Spiel steht dem Christentum, wie überhaupt dem Religions- und Gottesg^uben sernd lich gegenüber. Für den Dichter Hei-nicke gibt ^s Beinen Gott. Ter Mensch in seiner Kraft ist Gott. Die Darstellung des mitunter noch an technischen Mängeln krankenden Problems, das letzten Endes nicht aus "die Bühne gehört, weil die dirt angeschnittenen Fvageri Sache des Einzelnen uno ni<Ä des Theaters sind, wurde unter der Leitung Hans Buxbaums zielbewnßt dargestellt, unter tätiger Mithilfe Ernst Karchnvs. Dre das Spiel umrahmende expressionistiiche Musik Maxx Ephraims, eines Oberprimaners des Frankfurter Goethegymnasiums, ist etwas erffndungsrrm, unterstreicht aber die Szenenfolge wesentlich.
HocLfscbulncr errichten.
Hk. Göttingen, 3. Okt. Int Alter von 56 Jahren verschied der ord. Professor der mittleren und neueren Geschichte an der Göttinger Universität Tr. Walter Stein. Der aus Langenberg (Rheinland) gebürtige Historiker war nach Beärdigung feiner geschichtlichen Studien zunächst
am Stadtarchiv j* 55bt tätig, wo er sich der arbeitmrg der .tätnifdm Vettasftrngs- und Ber- wailtnnqsakten Mts den letzten slalnchundertrn. des Mtttelalters imdmete. Später übemabm er die Fortsetzung des Hansischen Urkundenbuckis unter Leitung K HätLbaums in Gießen. Im J-apre 1900 erhtcli Stein die venia legendi in Breslau, von wo er 1903 als Professor nach GSttmgen berufen wurde.
Turne«, Spiel und Spork.
- Fußball B. f. R. 1900gegen B. C. Wetzlar 1:2 (0:1). Tas gestrige Ligaspiel auf dem Rafenspleter Spottplatz bot durch den unerj warteten Siea der Wetzlarer eine große lieber vüschnng B f $ enttäuscht»' fdyr, die Marrnsckast spieite mit wenig Ausnahmen wett unter ihren Leistungen der vorhergegangenen Sonntage und zeigte besonders in der ersten Hälfte ein energieloses, zu weiches Ueberkombmattonsspiel, das bei reichlich Pech ttn Schießen zu keinem Erfolg führte Wetzlar erzielt aus einem Strofftog ein sch-nes Tor und kann in der 20. Minute nach dem Wechsel seinen zweiten Erfolg ans einem Durchbruch buchen B f. R. ist mm ständig im Angriff und Wetzlar muß sich bis auf wenige gefährliche Durch brüche aus die 33crtningitng beschränken 1900 kann trotz überlegenen Spiels bei der zahlreickien Wetz larer Verteidigung nur ein Tor aufholen und mutz bet Schlußpfiff zwei wertvolle Pnnttc den eifrigen B. Cern lassen Die Mannschaft der Gäste verdient für ihr flottes tntb energisches Spitt vollste Anerkennung, sie ersetzte die seh lende Technik durch arvßen Äfer imb jägte sich den hiesigen im Ballabnebmen und Freistellen überlegen. Der Tormann, der einen guten Tag hatte, die Betteidlgmig und die cmfcerlt flotten Mhensdürmer stnd die Besten ber Mannsch^fl Wenig gefiel das zuweilen haushohe Spiel der Gäste Tie B. f. R.-Mannfchast bot nichts Besonderes und hätte bei etwas mehr Energie, be- sonders in der ersten Hälfte, das Spiel für sich entscheiden können. Das an spannenden Momenten reiche Spiel fand in Herrn Barrl ent (Morlmrg V. f. B.) einen gerechten und unffichtigen Leiter. - Tie zweiten Mannschaften teilten sich 0:0 in die Punkte. Tas Spiel der dritten wurde von Wetzlar bei bem Stande 5:0 für V f. R. abgebrochen. Wetzlar stellte eine undisziplinierte Mannschaft, die der stott-m Spielweifc t*r Rasenspiele k nicht gewachsen war. — V. f. R. IV gegen Wetzlar B. C. Iv: 3:0 — In Wetzlar er focht V. f. B. Marburg ohne seine Hauptstütze Hohmann, der zum Auswahlfpiel in Bochum weilte, chft'4: 2 einen überlegenen <sieg. Tas Spiel litt sehr unter dem mangelhaften Zustand des neuen Sportplatzes.
□ Friedber g, 3. Okt. Unter lebhafter Antnurapme der Bevölkerung fand heute auf dem Turnplätze das diesjährige Herbftabturnen der Turngmneinde Friedberg statt Me Abteilung gen. von der jugendlichsten an bis zur Alters riege, waren an getreten und maßen in frieMidjen; Wettkampfe ihre Ktäfte. ES ist freudig zu begrüßen daß der Turnfpori in letzter Zeit am hiesigen Blatze einen so schönen Auffchwung genommen hat.
in besonderes.Verdienst um das Aufblühen des Vereines haben sich die Seminarlebrer Thierolf und Schuchmann erworben. Die Leistungen brr verschiedenen Gruppen waren weit über das Durch schnittsmaß beachtenswert: von besonderem Inter esse waren die Vorführungen ber Altersriege welch' 'bewiesen, wie sehr man seinen Körper in der Gewalt haben kann, wenn man ihn regelmäßig übt; turnten in dieser Riege doch Männer bis zum 63. Lebensjahre mit.
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