Einzelbild herunterladen

| bte medxmW Herstellung mit be^ondever Dv- I schleunigung burchgeführt werden, so baß d-re ersten

immt

rbdtm

nt

etnfttm mig befchLvffen.

können.

** Was die Zeitung kostet. Süd- deutschr Blätter rerösfcntlichen folgende originelle Aufstellung : Was ko st et monatlich unsere Zeitung? Weniger als ein Viertel Wern! Weniger als ein Laib Brot! Weniger als zwei Eier! Weniger als zwei gute Zigarren! Weniger als fünf gute Zigaretten! Weniger als zwei Liter Milch! Weniger als ein Viertel-Pfund Butter!

Marken, namentlich zunächst die hohen Werte, voraussichtlich in -wer bis drei Monaten crschernen

Hessen-Nassau.

** Betzdorf, 2. Juni. Auch aus fyicfiotnf Bahnhof wurden von der Eisenbahnunier«- uckungskommission einige Diebstähle ausgeoeckr. Vier der Täter wurden bereits Der* haftet. Die Untersuchung ist noch nicht ibg> schlossen.

Uus dem brsetztrn Gebiet.

Zum Rücktritt Noyes.

Mainz, 2. Juni. (Wolff.) Wie das hiesigeEcho du Nhin" mitteilt, ist her Rück­tritt des amerikanischen Vertreters bei der R d e i n l a n d k o m m i s s i o n , Noyes, auf Veranlassung der W a s h i n q t o n e r R e gterung erfolgt angesichts der Unmöglich kett einer unverzüglichen Ratifizierung des Versailler Vertrages. Noyes kehrt mit den Mitgliedern der amerikanischen Sektion der Nheinlandkommission nach Amerika zurück, während der Oberkommandierende der am eh kanischen Streitkräfte im Rheinland, General Allen, eine Reorganisation in seinem Stab vorbereitet, um die Zusammenarbeit der ame rikanischen Zone mit der Nhcinlandkomln > sion zu sichern.

A«» Stadt und Land.

Gie tz e n, den 3. Juni 1920.

Veranstaltungen.

Donnerstag, 3. Juni: Stadttheater, 6 Uhr, Siegfried, Gastspiel des Landestheaters Darmstadt. Cafe Leib, 8 Uhr, öffentliche Ver­sammlung der Deutschen Volks patter. Dotel Einhorn, 81/2 Uhr, öffentliche BeamKnoersamm- lintg der sozialdemvkratisckzen Partei. Neue Aula, 8 Uhr, Vortragsabend des Vereins für das Deutschtum im Auslmid. Postkeller, 8 Uhr, Mitgliederversammlung der deutsche ationalcn Orts-, Frauen- und Jugendgruppe. Lichtspiel­theater wie gestern.

Karl Scip (Hattenrod).

-m. Langd, 3. Juni. Ter des hier am Montag verübten E i n b r u ch d i e b st a h l s ver- dää'!ige Knecht konnte bereits gestern in Fricdbcrg verhaftet werden, als er im Begriff war, einige mitgenommene Wertgegenstände zu veräußern. Ter sehr hohe geraubte Otelbbctrag wurde * fast voll- hiänbig noch bei ihm vvrgefunden und üvnnte dem Besitzer wieder zugestellt werden.

Kreis Friedberg.

Die Gedenktafel fitr den Grafen Ävlnein.

^Friedberg, 2. Juni. Heute nachmittag fand in der Nähe von Nieder-Wöllstadt an der Stelle, an welcher am 7. April Leutnant Graf K a l n e i n seinen Tod durch französische Kugeln erlitt, die feierliche Weihe einer von hiesigen Offi­zieren errichteten Gedenktafel statt. Die schichte Tafel trägt die Inschrift:An dieser Stelle wurde am 7. April anläßlich der völkerrechtswidhgen Besetzung von Frankfurt Leutnant Leopold Graf von Kalnein-Kilgis aus dem Hinterhalt von ixm Franzosen erschossen." Bon dem Bahnhöfe Nieder- Wöllstadt aus bewegte sich ein Zug, bestehend aus den Schülern mehrerer Klassen, Abordnungen der hiesigen Reichswehr, der Kriegervereine von Nie- der-Wollftadt, Ober-Wöllstadt und Friedberg, des Dragonerregiments Nr. 24, dem der Verstorbene früher an gegärte, der Strckxt und des Kneifes Fried­berg nach der Bahnunterführung, in welcher der Gedenkstein in die Mauer eingefügt ist Nach einem Choral, der von der Kapelle des hiesige Reichswehrbataillons gespielt wurde, nahm Pro Dr. D. Diehl das Wort zu einer Ansprache Hauptmann Hupe übergab den Gedenkstein der Gemeinde Nid>er-Wöllstadt und der Bürgermeister dieses Ortes übernahm ihn in den Schutz der Gemeinde. Nach Niederlegung mehrerer Kränze schloß die Feier, die trotz ihrer Schlichtheit au alle Teilnehmer einen tiefen Eindruck machte.

K^eis Wetzlar.

wa. Wetzlar, 2. Juni. Die im Kreise Der- anstalttte Sammlung zuGunstenderver- trifbenen Ausländsdeutschen hat fol­gendes Ergebnis gehabt: Bürgermeisterei Aßlar 1541,35 Mk., Bürgermeisterei Atzbach-Launsbach 2178,95 Mk., Bürgermeisterei Braunfels 1111,70 Mark, Bürgermeisterei Greisenstein 101 Mk., Bür­germeisterei Hohensolms 854,50 Mk., Bürger­meisterei Rechtenbach 2005,85 Mark, Bürger­meisterei Schöffengrund 1156 Mk., zusammen 8949,35 Mk.

wa W e tz l a r, 2. ^uni. Tie Stodwevottmeten haben in ihrer letzten Atzung die Erwerbung eines Polizeihundes für den Preis von 4000 Mk

legung des Juxplatzes. Erhöhung des Preises der Straßenbahn. Erhebung von Gebühren für die Ausfertigung von Gutachten und Zeugnissen durch die Schlachchofoerwaltting. Bau­fluchtlinienplan für eine Straße im vormals Tvoß- scl)en Gelände an der Rodhffmer Straße. Ge uch des C. Nowack in Gießen um Erteilung der G-- nAnniguna zur Errichtung eines Küchenaufbaues aut dem Geschäftsraum Seltersw g 85: hier: Ab­änderungspläne. (^en^Ümigung ton Rechnungen der Firma Katzen stein und Seipp für 2i?tcnmy Don Hobelborde für die Kleinwo'Uuungsbauten in der MM'straße- Baugesuch der Bank f_r Handel und Industrie für einen. Anbau an das Haus Jo- haiinessiraße 1. Gesuch der Firma Wilh. Zurbuch um Genehmigung <yxrc Ueberdachung des Hosrnunrcs in den Eicl^ütten. Baugesuch des H. W. Rinn für den Umbau seines GesckMslMScl^ns bei der Sand- gaibc an der Marburger Straße zur Wostrung. Baugesuch des Joh. Äg- Müller in Wetzlar für die Ludwigstraße. Bangefuch des Gg. Ott zum Umbau des Hauses Bachckhofsttaste 56. Bange such der Firma ©g. Pch Gail in Gießen für den Neu­bau der Ziga^renstlbrik am Erdkaulerweg. Gesuch der Leichenfrauen um Erl.iölMig ihrer Gebühren. Erhöhung der Umlagen zur Deckung der Ber- walttmgs kosten des Brennsboffamtrs. Es ist unseres Wissens das erstemal. daß in einer Ein­ladung zur Stadtvevvrdnetensitzung wegen allzu zahlreicher und umfänglicher Bernungs-iegnistände eine zweitägige Sisung d"s S adtpartamcnls vorgeselren ist. Brsher wurde das eine oder andere mal höchstens ein aber mehrere Punkte der Tages­ordnung abgesetzt, wenn sich die Beratungen all­zusehr ausdehnten.

** Tas Fest der silbernen Hochzeit feierten am 2. Juni die Eheleute Joses Fröh­lich, Wetzsteinsiratze 40.

** Die Schuhmvchee-Jnnung hat in Einlösung ihres gegebenen Bett S chons beschlossen, infolge des Preisrückganges der Häute mit dem Abbau der Preise im Schuhmachergewerbc zu beginnen und insbesondere die Repara­turen (Sohlen und Fleck) wesentlich herab- z u s e tz e n. S owicd aus Mannheim ge­meldet.

** Preisrückgang in Holland. Wie gemeldet wird, dauerte am holländischen Waren­märkte auch gestern der Preisrückgang an. In Rotterdam sank demEourantt' zufolge der Engrospreis für Kaffee und Kakao um 25 bis 30 Prozent. In Köln werden von amerikani- kben und englischen Firmen Schuhwaren in bester Qualität für 130150 Mk. angeboten.

** Was verdienen die Hotel- angeftctIten? In derBad-Nauh. Zig." lesen wir eine Zusammenstellung der monatlichen Garanticlöhne. Sie betragen beim Ober­kellner 1000 Mk., Saalkeilner 600 Mk. über und 500 Mk. unter 20 Jahre. Portier 1000 Mk, Zim­mermädchen nach Größe des Hauses 200 bis 300 Mark. H in zu zu re chnen ist noch der Be­trag für freie KostundWohnung, mißer- dein der prozentuale Anteil am Bedie- nungsgeld, welck?er nach dem Auffchlag von 8 bis 12 Prozent auf die Rechnung des Gastes er­zielt wird. Für Küchenmädchen ist ein fester Lohn vetzl 150 bis 160 Mark festgesetzt.

** Eine Sitzung der Stadtverord- neten-Versammlung ist auf Montag, 7. Juni, nachmittags 4 Uhr (Fort­setzung: Dienstag, 8. Juni, nachmrt- tags 4 Uhr) in das Stadthaus einberusen wor­den. Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung stehen: Besoldungsordnung sür Beamte, Beamtenanwärter und Leh­rer. Rechnungsprüfung der Löberstisttmg süi Rcchnungssahc 1918/19. Rechnung der Armenkasse für Rechnungsjahr 1917. Bewilligung eines Kre­dits zur Aufstellung einer doppetttassigen^ L>chnl- baracke auf dem Hofe der Schule in der -schiller- straße. Bewilligung eines Kredits für die Be­schaffung von Schulbänken für die Sckmle in der Schillerstraße ErhöhungdesSchulgcldes an der höheren und crw. Mädchen­schule. Verwendung des Gebäudes Bergstraße 20 (Steins Gatten- zu Verwaltung^zwecken. Erweite­rung der Zuständigkeit des Oberbürgermeisters und der Schlachthof-Deputation in bezug auf die Vergebung von Arbeiten imo Lieferungen. Gesuch der Kriegsverpflegungsanstalt Gießen um Be­freiung von der Hundesteuer für einen Wachhund. Gewährung eines Darlehens an die Baugenossen­schaft 1894. Gewährung eines Darlehens an den Eisenbahnheimstätten Verein. Gesuch des Einhcits- verbandes der Kriegsbeschädigten D itt ch cmds um Ueberlassung eines Geschiff szimmcrs. Beiitttt der Stadt zum Hess. Wohnungs- und Heimstätten- Verein c. V. Gesuch des Vorstandes der Lehrer- Witwen- und Waisenkas c um Erhöhung des Bei­trages der Stadt. Gesuch der Mannschaften der Sicherheitswach' um Erhöhung der Bezüge. Er-, höhuug des Wochenmarkttarifs. Erhöhung des Standgeldes aus den Vieh- und Krämermärtten. Erhöhung der Wieggebühren. Bildung eines Aus- sck/usses für Leibesübungen. Vorschu stlei stun g zu den sachlichen Kosten des früheren Arbeiter- und Soldat en rat es. Ver-

Die wahibewrgvng.

Die Wahlstimmung in Hessen wird in dem führenden Zentrumsblatte, der Köln. Volkszeitung, u. a. wie fofot geschildert:

,,Schars im Kampfe liegen miteinander die Deutsche Volkspartei und die Deutsche demokratische Partei. Es wäre Vogelsttaußpolitik, wenn die Demokraten das Erstarken der Deutschen Volks Partei übersehen nollten. Diese Pattei hat sich nach ihrer Niederlage bei den Wahlen 1919 eine starke und weitverzweigte Organisation ge- chäffen, »velchc auch die Frauen erfaßt. Die Deutsche Volkspartei hat an erster Stelle wieder ihren seitherigen Vertreter in der Nationalver- ammlung, den Finanzminister a. D. Dr. Becker, und an zweiter Stelle den Landtmrt Christian Schmitt in Guntersblum (Rheinhessen) ausgestellt. Die demokratische Partei bat ihre beiden seitherige» Vertreter nicht wieder au,gestellt. An erster Stelle steht der bekannte Pfarver und frühere Landtags- abgeordnete Korell (Nieder-Jngelheim), der bei den Nationalwahlen sehr auffällig im Hintergründe ge­blieben war, obwohl er doch vor dem Kriege bei mehreren Wahlkämpfen sich dir größte Mühe gab, in den Reichstag zu kommen. Allein die Wähler entschieden stets gegen ihn. Ob außer Korell auch der zweite ftanbibat, Prof. Dr. Jng. Heidebrvek in Darmstadt, gewählt werden wird, darf man füg­lich bezweifeln. Die Demokraten haben doch zu viele Wähler an die Deutsche .Bolkspartei wieder abgdben müssen."

Versammlungssprengungen in Darmstadt.

$ arm ft ab t, 2. Juni. DieFranks. 8tg.N meldet: Nack-dem bereits vorgestern erne öffentliche Wählerversammlung der Teutchna ionalen Volks­partei durch Anhänger der unabhängigen Sozia-' listen vereitelt worden war, wurde beute abend in einer von der Deutschen Volkspartei ein-' berufenen Versammlung in der Stoßen Turnhalle am Woogsplatz, bei der ausdrücklich nur Mitglitt>er der bürgerlichen Patteien eingeladen waren, der gleiche Terror geübt. Anhänger der Unabhän­gig e ri hatten otc Tribüne des Saales besetzt, und kaum hatte der erste Redner der Boll's-pattei ge­sprochen, spritzten sie mit einem Hydranten große Massermengen in den Saal und nxirfen Stuhle herunter. Das Publikum, unter dem Damen und Herren in größerer Zahl verletzt und vor allem gim durchnäßt wurden, flüchtete schreiend in das Freie, wo sich noch stundenlang die erregte Masse in Affigem Wortwechsel auflrielt.

Die Wassermengen, die von den Unabhängigen auf die Versammlung ergossen wurden, dürften eine gegenteilige Wirkung haben und Waffer auf die Ätühlen der Rechtsparteien werden.

Ein Beschwerdetelegramm der Hessischen Volkspartei an die Rcichsregierung.

* T i e Deutschnationale Volkse Partei ersucht uns um Aufnahme nachstehender Zuschrift:

In den letzten Tagen wurden Versamm­lungen der Teutschnationalen Tolkspartci plan­mäßig von gegnettscher Seite gestört und immög^ lich gemocht. Der Vorsitzende des Hessischen Lan-^ desverbaudes der Pattei, Herr Dr. K. Klingspor in Offenbach, w-and.e sich dieser halb an kus l-essische Ministerium des Innern unb bat um Schutz, der jedem Deutschen nach § 118 der Reichsveffaisung verbürgten rreien Meinungsäußerung. Ta bawtuf* hin die 'hessisck-e Regierung nichts unternahm, wurde seitens der Patteileitung Beschwerde bei der Reichs«, regiming in Berlin erhoben. Ter Wortlaut dieser Beschwett>e wird 'hiermit veröffentlicht:

bertt>eatem mit höheren Bildungszwecken cntspre- rfvnden Spielplänen schildette (darunter auch das Rlxin-Mainisck)e Wandertheater). In längerer Aussprache imirbcn verschiedene Wünsche, nament­lich aus Rlieinhessen, vorgebracht. Man einigte sich dann auf die Wahl folgender Personen für einen Arbeitsausschuß, der möglichst schnttl bte Sache Prüfen und fördern solle: Direktor Loehr vom Landestheater (oder der spätere Intendant). Land­tagsabgeordneter Kaul ^Offenbachs. Dr. Fran (Mainz), Sckniffsteller Michel i Darmstadts, Land- mntmann Henrich (Darnrstadt1 sowie ein von ihr noch zu benennende? Mitglied der Ortsgruppe der Inten genossenschaffen am Lartdestheater. In der Sitzung des Aussckmsscs nnrrbe ferner der Schaf- fintg eines Ratgebers für guten künstlerischen Haus- toti) Schulwandschmuck, sowie der Frage der SPan- der Kmtstausstellungen grundsätzlich zugesti 6mt> der Zertttalstelle die vorbereffenden Attn übertragen.

Hu* dem Reiche.

Die Verminderung des Heeres.

Berlin, 3. Juni. Aus einer Unter­redung mit dem Reichswehrminrstec teilt das Berl. Tagebl. u. a. mit: Die Durch­führung einer weiteren Heeresvermtn- derung stoßt auf die allergrößten Schwie­rigkeiten. Die Wehrmacht verträgt es ein­fach nicht mehr, über ihr Schicksal weiter im ungewissen zu bleiben. In Spaa werden hof­fentlich die bezüglichen Fragen mit großer Sachlichkeit behandelt werden können. Dtc Lösung der Frage der Heeresstärke etwa im Sinne der Verstärkung der Polizei finden zu wollen, scheint wenig befriedigend.

Aus dem bayerischen Landtag.

München, 2. Juni. (WTB.) In der heu­tigen Sitzung des Landtages gelangte das neue Deamtenbesoldungsgesetz zur Erledtt gung. Entsprechend dem Regierungsentwurf nahm das Haus zu dem Gesetz über die Vereini­gung Koburgs mit Bayern einen Zusatz an, daß dem Freistaat Koburg das Recht ein­geräumt wird, anstelle der abzuordnenden Mit­glieder drei Abgeordnete durch unmittelbare Walst rn den bayerischen Landtag zu entsenden. Zu der Interpellation Sänger (Soz.) betr. die Aus­weisung Fremder aus Bayern erllärte der Ministerpräsident v. Kahr, daß im Interesse der SiäMheit W* Maßnahmen nicht zu entbehren sind. Die Zustände in Bayern könnten nicht ohne Einfluß auf die auswärtigen Staaten bleiben. Jeder einzelne Fall der Ausweisung sm von den Behörden zu prüfen. Von den 20000 Oester­reichern würden nur 65 ausgewiesen. In der Judenfrage sei selbstverständlich, daß die Israe­liten dasselbe ReckK finden müßten wie jeder an­dere. Von einer Erdrosselung des Fremdenver­kehrs könne nidjt gesprochen werden. Die Regie- rmig befasse sich seit einiger Zeit damit, die zur Zeit möglichen Erleickfferungen in der Fremden­polizei vorzunehmen. Präsident Königbmier be­merkte, daß die heutige Schlußsitzung voraussicht­lich die letzte sei; es l>andele sich aber lediglich um eine Vertagung.

Eiiiigungsverhandlungen der Aerzte und Krankenkassen.

Berlin, 22. Juni. (Wolff.) Ain 31. Mai und 1!. lJuni fanden im (Reichs- arbeitsministerium unter dem Vorsitz des Un­terstaatssekretärs Dr. Caspar und unter Mitwirkung der Ministerialräte Dr. Na- m el und Dr. Sitz le r Einigungsverhand-- lungen zwischen den A e r z t e n und Kran­kenkassen statt. Sie führten in der Frage des Arztsystems zu feiner Verständigung der Parteien, die eine wesentliche Annäherung an die Durchführung der freien Aerz­te w a h l bedeutet. Ebenso wurde ein Einver­nehmen über die Schaffung von sozialhygieni­schen Einrichtungen durch die Krankenkassen erzielt. Ueber die Frage der ärztlichen Ver­gütung mußte mangels einer Einigung der Parteien ein Schiedsspruch der Unparteiischen gefällt werden. Dieser sieht bei Bezahlung nach einzelnen Leistungen eine Verdoppe­lung der bisherigen Sätze vor, die auch bei der Bemessung einer Pauschalvergütung zu­grundegelegt werden soll, lieber die Annahme des Schiedsspruchs haben sich die beiden Par­teien bis zum 15. Juni zu erklären.

Cine Gedenkfeier für Skagerrak.

Stagen, 1. Juni. (Wolff.) Anläßlich des Jahrestages der Schlacht am Skagerrak fand bei den Kriegsgrabern auf dem Skagener Kirchhof eine stimmungsvolle Feierlichkeit statt, zu der 400 Mann von der deutschen Minensuchflottille erschienen waren. Es wurden 5lranze an den Gräbern nieder­gelegt. Die Feierlichkeit schloß mit Predigt und Gebet Ides dänischen Geistlichen in Skagen.

Ans Hessen.

Darmstadt, den 2 Juni-

** Mit der Frage einer hessischen Landes- Wanderbühne beschäftigte sich eine Sitzung des Aussck^usses für Theater unb Kunst der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendp'lege in Darmstadt. Der Generalsekre­tär des TheaNnknlturvepbandes Dr. Ernst Leopold Stadl in Heidelberg hielt einen Vortrag über die ,,Bedeutung und Organisation der Wander- lnlhne", in dem er die bi^er schon in Deutschland Im lernommenen VersuclZe zur Schafffmg ton Wan-

Offenbach a. M., den 1. Juni 1920.

An das

ReichsamtdesJnnern

Berlin.

Wir branden heute:

Minister des Jünern, Berlin. Unsere Par­tei Versammlungen hier planmäßig durch roheste Gewalttaten und MiLLMblunqen ton Kandidaten und Parteifreunden unmöglich gemacht, trotz bringender Bvtt'tellungen bei hessischer ^Regierung Verne Whilse zu er­langen, fordern von ReichZregicrung Ein-, griff zum Schutz der verfassungsgemäß ver­bürgten Rechte der Versammlungs- unb Rebefrei heft.

Landesverband Hessen bet Teuffchnotionalen Volkspattei.

Dr. Klingspor, Offenbachmain.

Hierzu bemerken wir folgendes: Nachdem an verschiedenen Orten Hessens unsere Wahl­versammlungen von sozialdemokratischer Seite, teilweise unter jüdischer Fühnmg durch erwie­senermaßen bezahlte Elemente getoalttähg gestört worden waren, wandten wir uns mit der Bitte um Sckmtz innerer verfassungsmäßigen Rechte an tr.e hesiische Regierung. Wir wiesen darauf hm, daß Parteimitglieder und Zuhörer durch Fuß­tritte und Stockschläge schwer mißhandelt wurden, ja mit Schuß- unb Stichwaffen bebroht worden find, ferner daß in dem sozialdemokratischen ,Lessisckrn Volksfrennd" auf die für gestern in Darmstadt anberaumte Versammlung, in her unser Stoibibat Professor Werner sprechen sollte, in nickst mißzuverftehender Weise hingewiesen worden sei. Trotzdem gesck^ch nichts, um uns Berstimmlungs- und Redesrcibeit zu sichern: sck»vere Mißhandlung von Versammlungsteil- neljmcm und Bedrohung des Kandidaten mit Er­mordung zwangen uns, van der Versammlung abtzniehen.

Wir verlangen von der Reichstegierung, daß ne durch die Tat dafür sorgt, daß wir nicht schütz- und rechtlos den Gewalttaten des Pöbels ausgeliesett sind, und dafür Sorge getrogen wird, daß die jedem Deutsck«n nach der Verfassung zu- qefidxrten Rechte mit allen zu Gebote stehcndar Mitteln aufrcchterhalten werden.

Wir sehen einer baldigen Antwott entgegen, wie bte Regierung für uns einzutrden gedenkt.

Hochackstmtgsvoll

Hessische Volkspattei (Landesverband der Deutsd-nationolen Volkspattei) gez. Karl Klingspor,

Dr.-Jng. h. c.

Im Gegensatz zu Darmstadt und M^ey war <S Pros Dr. We rnev möglich, in stark besuchte'

** Neue Po stwer tzeichen. Infolge der Okbübcaicrböbung ist der Verbrauch der Margen zu 30, 40, 50 und 80 Pf. so gvoß» daß diese Mackven, um die Herstellung zu beschleunigen nicht mehr iiveifarbig, sondern einfarbig ausgefuhtt werben sollen. Do nach bat Bestimmungen des Weltpost- vettrages die 20 , 40- und 8O-Pf-Maiken grün, rot und blau werden müssen, also mit anderen bisher v 'rlxmbenen Wetten fatilidj zusammen- fa'.len würden, ist im wesentlichen eine Farben- 4nbcrung der g^mzen Re:^ crsor-eilich geworden. Tic Urstempel finb bereits geschnitten, ^rltonisch vervielliöl igt unb die Farben bei TagoÄicht unb künstlichem Lickst erprobt, so baß mit dem Er­scheinen der Marlen in etwa vier Wochen zu rechnen ist. Tie neuen preisgekrönten Matten werden zur Zeit von den KünskleiTn entspr- chond

** Die sozialdemokratische Par­tei veranstaltet morgen abend 8 Uhr im Saale des Cafe Leib eine öffentliche Wählerversammlung, in der Dr. Quessel-Darmstadt, Mitglied der Na­tionalversammlung, und Kutt Moosdors-Gießen, Gewcrkschaftsbeamler, Reichstagskandidat, über das ThemaUm die Zukunft des deutschen Volkes" prechen werden.

** Was ist Goehaufra? Die Verwil­derung der deutschen Sprache hat in Frank- urt eine besonders übelbuftende Blüte Ke- trieben. Das kannibalische WortGoehauffra" ist bie Abkürzung für Goethehaus in Frankfurt. Ausgerechnet mit Goethe wirb eine solch fürchterliche Sprachoerstüm- melung in Zusammenhang gebracht! Ein. ähnliches Sprachnronstrum ist bieWu- ko n i a", bas Fachblatt ber Wurst- unb Kon- erveninbustrie.

Landkreis Gichen.

** Hattenrod, 1. Juni. Welch hohen Auf­stieg bie Ziegenzucht in ber Gemeinde Hatten­rod in den letzten Jahren genommen hat, zeigte die Lokalprämiierung am letzten Sormtag. IM «ganzen sind 1 älterer Bock, 32 Bocklämmer, 46 Ziegen und 24 Mutterlämmer den Preisttchtem ur Begutachtung vorgefühtt korben, sämtliche Tiere wurden nach dem Punktierschema der D. L. G. bewertet. Aus ber Umgegend hatte sich eine große Anzahl Zuschauer auf dem Ausstellungsplatze auf der Ziegenweide ein gefunden. In dankenswerrer Weise wurden die Prämiierungsmittel des Kreis- ziegenzuckstvereins und des Ortsziegenzuchtvereins Hattenrod durch namhafte Preisstiftungen vermehrt. Die Gemeinde Hattenrod stiftete 100 Mr., die ßkmeinben Harback) und Reiskirchen je 20 Mk., Seminarvorsteher Lorenz (Lich) 20 Mk. unb ein Aussckwßmitglieo des Kreisziegenzucht vererns 25 Mark, (^btgeleitet durch einen Festzug und durch kurze Ansprad-en des Bürgermeisters Noeb (Hatten­rod) unb des Vereinsschriftführers Nazarenus (Gießen, nakM die Veranstaltung einen sehr schönen (und lebrreidxni Verlauf. Es erhielten Ehren­preise: Hch. Maul, Hch. Hahn II. Wwe., Hch. Stumps II. (Hattenrod) und Hch. Scheid III. (Har- bad». 1. Preise: Hch. Maul, Hch. Münster, Hch. Rau IV., L. Petry (Hattenrod, und Hch. Scheid III. (Harbactzl. 2. 'Preise: Hch. Münster, Ludwig Petty, Karl Rock, Hch Serth, Hch. Rink, Philipp Keil, Hch. Maiü, L. Petry II., Hch. Mvngel 11., Karl Seip, Karl Münster, G. Seipp, Mefrun, Hch. Albohn III. (Hattenrod) und Hch. Scheid III. (Harbach). 3. Preise: Kari Münster, Hch. Rmk, Hch. Mengei II., Hch. Münster, Joh. Eisenfeller 'Witwe, Chr. Weimer, Th. Seipp, Ed. Dietrich, Hch Rau IV., L. Kittsd-er, Ml. Keil, Ludemg Kutscher II., Karl Pseifer (Hattenrvb) unb Bgstr. Münch (Harbach). Anerkennungen: Hch Al- bad) II., Chr. Weimer, Hch. Rink, Karl Rock, Phil. M II, Hch. Stumpf II., Karl Aibach, Ludwig Petry, Hch. Seip I. Ludwig Ambach, Krd. Münster, Hch. Möbus II., Wilh. Seeger, Hch. Schrt, Hch. Münster, Hch. Hahn HL, Hch. Albchn III , Ed (Dietrich, Joh. Eisenfeller Wwe., L. Schäfer, Karl Münster, Kurl .tflitfdxr (Hattenrod) unb Hch. Münch, Bgstr. Münd). Karl Dünng (Harbach). In Klasse 6 Familiem unb Sammlungen wurden folgende Preise vergeben: Ein Ehrenpreis ). Scheid III., (Harback», ein 1. Preis Hch. Maul (Hattenrod), ein 2. Preis Hch Münster (Hatten- wb', ein 3. Pri-is Hch Hckhn II. Wve. (Hatten­rod), je eine Aiierkeiuiung Hch. Stumpf II. und