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Gießen, den 3. Juni 1920.

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Nach mehrjähr. Tätigkeit als Assistenz- Ärztin an der Universitäts Kinderklinik in Frankfurt a. M. und am Kinder­hospital in Lübeck habe ich mich als

Fachärztin---------

für Kinder- u.Säuglingskrankheiten

hier niedergelassen.

Sprechstunden vorläufig im HotelPrine Carl Zimmer 21, von 910'/, und 34 Uhr.

Dr. med. Lange

Gießen» Moltkestr. 16. Fernsprecher 636.

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3tg. eme öffentliche tonalen Bolls- * Sozia. h:ute abend in »Partei ein. M Turichllle mir Mitglieder m waren, der Unabhän- iles besetzt, und &)li§Krrta ge- idrmrten große warfen Stühle m Domen und und vor allem chreiend in doZ i erregte Raffe

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[titerttx 5to rot und Mach-, hessis^n Lon- r. K. ÄingsM an das heM

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank.

I. N. d. trauernden Hinterbliebenen' Fra« Christiane Knorr Wwe.

Lina Knorr.

Gardinen-Abteilung

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Größte Auswahl in

Hermann Graßmann.

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von

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kann, so lernt unmg geht bis

M.Wunderlich, Bleichftr.28 p.

Der Iufchneide-u.Schnittzeichenklursus für Schnei­derinnen beginnt Mittwoch deny.)unl,vorm.9Uhr. Anmeldungen werden noch entgegen genommen.

Halbstores, Langstores

Garnituren mit Uederhang Spannstoffen am Stück

Lollar und Alsfeld, den 2. Juni 1920.

Die Beerdigung findet Samstag den 5. Juni nachmittags ll/2 Uhr in Lollar vom Hause, Hauptstr. 157, aus statt. 6143

schloffenem Briefumschlag beizufügen. Zur Beuget- lang werden zwei Kommissionen gebildet. Die Kommission für die Volksschule setzt sich aus Volksschullehrern, die für die höheren Schulen aus Obettehrern zusammen. Die Kommissionen bestehen aus je 5 Mitgliedern. Die Bildung der Kom­missionen geschreht durch die oberste Schulbehörde.

daß man sie auf keine Weise man in der Schule, und diese

von der Wiener Uaiverfität) und den Professor der Rassischen Archäologie in Graz, Hebendey. Zum Ehrenmitglied der Gesamtakademie im .Jnlande wurde gewählt der Rechtsgelehrte Franz Klein, Ehrenmitglieds der matlhnncttisch-natrcrwissenschich- licl-en Klasse im Auslände wurden Röntgen (München) und F. E. Schulze (Berlin), korre­spondierende Mitglieder im Auslände Wallst ät- ter urld Dorneker (München), Liebisch(Ber­lin) und Hoops (Heidelberg).

Wien, 1. Ium. (Wolff.) Die Wiener Aka­demie der Wissenschaften wählte zu Mitgliedern: Johansen (Kopenhagen), Tigerstedt (Hel- singßrrs), Fürst (Lund), Nögbom und Jel- lan (Upsala).

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher I anläßlich des Heimganges unserer tei schlafenen sowie für die Kranz- und spenden sprechen wir unseren innigen 1

Die trauernden Hinterbliel

I. d. N.: Wilhelm Bender, Schreim

Gießen, den 3. Juni 1920.

Hochschulnachrlehten.

-- Frankfur 1 a. M., 2. Juni. Privatdozent Dr. Wilhelm E i t e l hat eine Berufung als außer­ordentlicher Professor aus den Lehrstuhl der physi­kalisch-chemisä-en Mineralogie an der Universität Leipzig angenommen.

Wien, 2. Jura. (Wolff.) Die Wiener Aka­demie der Wissenschaften wählte in ihrer Jahres­sitzung zu wirklichen Mitgliedern: Hans Horst- Meyer, Professor der Pharmakologie, B w o r a k.

Achtung! Nächsten Sonntag d. 6. Jnni lüMlNkM. WIMtl in Sich auf dem Jux­platz in Betrieb.

ES ladet freundlichst ein der Besitzer 61561

H. Weber.

Statt besonderer Anzeige.

Am 1. Juni entschlief sanft unsere liebe Mutter und Schwiegermutter Frau Laura Holste geb. Äietz

im 77. Lebensjahre.

Margarete Graßmann geb. Holste

Ans dem Amtsverkündigungsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt 9h:. 73 vom 1. Jüni enthält: Reichstagswahl' Kreiswahl Vorschläge. Ausführung des Bktriebs- rätegesetzos. Schutz der Fischerei. Verkehr mit Kraftfahrzeugen.

Heute mittag 12 Uhr verschied nach langem schweren Lejden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwieger­mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Maria Rohrbach geb. Moos im 62. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

L. Rohrbach, Gastwirt u.Oberbriefträger i.R.

** Gietzen, 2. Juni. In nieten Orten unseres Kreises veranstaltete die Deutsche Vol kspa rtei, wie uns die Leitung mittetet, in den letzten Tagen gut besuchte öffentliche Ver­sammlungen. Als Redner waren Anhänger alter Stände und Berufe gewonnen, die in sachlichen Ausführungen und in den sich anschließenden Tis- ?ussronen Getegenlieit fandm, das Programm der Panei zu entnnckcln und die Stellung zu den Lbri-- gen Parteien zu beleuchten.

0 Großen-Linden, 2. Juni. Gestern abend fand Ijücr eine Mählerversammlung der T emo kratischen Pa rt er statt. Der Redner des Abends, Lehrer Fischer-Gießen, gab zu- uächst einen Rückblick über die Politik Frankreichs, die jetzt ihren Niederschlag im Frieden svert rag gefunden habe, den wir nicht durch Krieg, sondern, nur durch Revision mildern könnten. Dazu gehöre aber ein Zusammen-arbeiten aller Parteien in der Außenpolitik. Sodann sprach Herr Fischer über die Siete der Temokvatisck>en Partei und ihr Ver- 'hältnis zu den übrigen Parteien. In der Aus­sprache ernannte Herr Volk von der Teutsch- nationaten Partei die Sachlichkeit der Ausfüh­rungen des Redners an, meinte aber, ba^ ein Vergleich zwischen dem alten und dem neuen L>taat zugunsten des ersteren ausfalle. Der Vorsitzende des Sozialdemokratischen WaWvereins, Ludwig o t 'L), suchte dem Vorredner zu bäpeifen, daß die is eutschroationate Partei nicht unbeteiligt am Kapp- Pütsch gewesen sei. Zum Schlüsse nal-n Herr Fischer Stellung zu den Vorhalten des Deutsche nationalen Spreck-ers.

* Grvtzen-Linden, 2. Juni. Am letzten Sonntog fand hier eine sehr gut besuchte Vcv- sammlung statt, in der Dr. Erhard das deutsch nationale Mahlprogramm entaictelte. Au der Aussprache betet,igten sich ein Mehrhcrts- soziaLst und drei Unabhängige. Während ter c. fiere sachlich blieb, ließ sich einer der unab- tzängigen Redner zu den schwersten Drohungen gegen die Rechte hinreitzen. Ihm erwiderte Dr. Blank. In seinem Schlußwort rechnete Dr. Er­hard be(oni>er3 mit den UTtabhärtgigen scharf ab, so daß biete schon vor Schluß ber Versammlung den Saal verließen.

** Lich, 3. Juni. Tie Deutsche demokratische Partei, Ortsgruppe Lich, veransteltet am Samstag, 5. Juni, 8 Vs Uhr abends, im Saale von Gastwirt Stein eine öffentliche WäUerversammlung. Es spricht Universitäts-Professor Gey. Medizinalrat Pros. Tr. Sv m m er aus Gießen über die Grund­sätze der deutschen Demokratie.

auf den Griechen Demokrit zurück. Die Theorie ist eine der ältesten in der Geschichte der Natur- wissenschasten, und nur wenige große Geister darunter Goethe und Kant zählten zu ihren Gegnern. Bei dieser Vorstellung galten die Atome als unzerlegbar und massiv, bei den einzelnen Elementen verschieden nach Größe und Gewicht. Währerch Demokrit alle Atome als gleicharttg m- sckh, wurde in späteren Jahrhunderten diese An- schalmng fällen gelassen und die Atome der bis­her bekannten 87 Elemente mit je besondere Eigenschaften ausgestattet. Es ist nun außerordent­lich interessant zu beobachten, daß bie heutige Forschung auf dem besten Wege ist, zu den An­schauungen eines Demokrit Mrückzukehren. Die Forschungen von Rutherford, Bohr, Tebye haben diese Umwandlung herbeigeführt, deren Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden tonn. Autz der Feder bedeutender Gelehrter bringt ineU m-- f'cha u" (Frankfurt a. M.) eine Reihe leicht faß- licher Aufsätze über den ganzen Komplex dieser An­schauungen, nach denen ein Atom aus einem Stern besteht, der von einer Elektvonenwolte umkverst wird, ähnlich wie die Sonne von den Planeten. Ter Kern, dessen Größe sich zu den Elektronen etwa wie ein Dennisball zu einem Ozeandampfer verhält, läßt sich nun wahrscheinlich auf ein em­siges Urelement zurücksühren. Bislier erschien in berUmschau" ein Aufsatz von Prof. Regener über die Zerlegung des SttckstosB und soeben ein Ar­tikel von Geh. Rat Univ.-Wofessor Scheut über den Bau des Atoms.

*Ein vielverlangtes Buch." ist," so schreibt unter dieser Ueberschrift der Pa­riser Berichterstatter eines Londoner Blattes,ein förmlicher Sturm unternommen worden nach H i n- denburgs Erinnerungen in der Pariser Amerikanischen Buchhandlung", und diejenigen, die es zu haben wünschen, müssen ihre Rainen in eine Liste eintragen lassen und warten, bis ine. Reihe an sie kommt, das Wbrk zu erhalten. Uno da die Schilderung desGroßen Krieges" durchs den deutschen Oberbefehlshaber dn unerhörtes In­teresse bietet, durchliest jeder Entleiher das Buch mit großer Schnelligteit, so daß es erstaunlich rasch wieder an seinen Watz im Regal gelangt."

Sport»

Fußball. Am vergangenen Sonntag spielte in der Tiplomrunde der SportvereinMer­kur" mit drei Mannschaften gegen den Wetzlarer Ballspielllub. Tie erste Mannschaft spielte nach­mittags in Wetzlar mit vier Mann Ersatz. Tas Spiel war ziemlich offen und sehr flott. Merkur erzielte bereits in der zehnten Minute das 1. Dor, dem in der 25. Minute B.-E. den Ausgleich eitt- gegensetzte. In der 35. Minute erzielte der Links-' außen vom Merkur durcl; eine brillante Flanke das 2. Tor. Bis Halbzeit schönes ausgeglichenes Spiel. Kurz vor Halbzeit gleicht Wetzlar wiederum aus, ib daß mit dem Resultat 2: 2 die Seiten ge­wechselt werden. Nach Halbzeit zeigt sich dasselbe Bild. Flottes ausgeglichenes Spiel beiderseits. Bei Mertur gefiel besonders das exakte Zusammenspiel der Stürmerreihe ebenso war die Hintermannschcfft auf der Höhe. Leider litt das Spiel sehr unter einigen taktischen Fehlern des Tosthüters, der einem solch starken Spiä nicht gewachen war. B.-E. Sonnte daher, trotz aller Ausopferung der Bev- teidigung Garßens, noch zwei wertere Erftrlge buchen, so daß das Endresullat 4:2 für Wetzlar lautet. Die 3. Mannschaft Merkur spiette ebenfalls nachmittags in Wetzlar und formte den Sieg nach srl-önem überlegenen Spiel mit 4:2 Doven (Halb­zeit 2: 2) erringen. Die 2. Mannscha ft M e r k u r spielte nachmittags hier auf dem Trieb und erlitt eine NiÄerlage. Ter Ausfall dieses Spieles litt unter einem Mißverständnis, so daß die Mannschaft Merkurs nicht vollzählig auf dem Platze war und ran mit neun Marrn antrat. Sämtliche Spiele wurden als Gesellschaftsspiele auLgettagen, da die Verbands-Schiedsrnchter nicht arawsend waren; die Spiele werden tx$cr wieder­holt. Entgegen verschiedener, von Gießener Seite verbreiteter Gerüchte, der Sport-Verein Merkur würde ftch auflösen, sei hier ausdrücklich festgestellt, daß dies erfunden ist. Ter Verein wird seine sportliche Tätigkeit nach wie vor ausüben.

Fußball. Am letzten Sonntag hatte der Verein für BeweguNgsspiele Gießen auf seinem Sportplatz Trieb den Marburger Fußballverem 1917 zu Gaste. Gießen mußte für seinen verletzten Torhüter Knöpller, sowie für Schott und Möller mit Ersatz antreten; die erste Spielhälfte war Mar­burg etwas überlegen, die flinken Stürmer brach­ten in gefährlichen Angriffen immer wieder den Ball vor und erhielten 4 Tore, von denen zwei Stück unbedingt gehalten werden mußten. Der Gießener Sturm war weniger glücklich und ließ mehrere sichere Chancen aus. Nach Seitenwechsel

Kunft und Wissenschaft.

Preisfragen zur neuen Reichsverfassung.

Das Hessische Landesamt für das Bildungs wesen hat unter dem 26. Mai d. I. zur Auswahl zwei Preisfragen zur neuen Reichs- Verfassung gestellt:

1. Wie bringen wir unserer Jugend das rechte geistige und sittliche Verständnis für die aus der neuen Reichs Verfassung sich ergebenden Pflichten des deutschen Staatsbürger^ bei?

2. Wie erziehen wir unsere Jugend im Geiste dec Volksversöhnung auf der Grundlage einer ternhaft deutsche!: Bildung (§ 148 der Reichs­verfassung)?

Zur Beantwortung ber zwei Fragen srnd sämttiche Ährer und Lehrerinnen der Volks- und Fortbildungsschulen und ber höheren Schulen be­rechtigt. Die Fragen sollen von den Volksschul­lehrern unter dem Gesichtspunkt der Volks- und Fortbildungsschule, von den Lehrern der höheren Schulen unter dem Gesichtspunkte ihrer Schul­gattung beantwortet werden.

Die beiden besten Arbeiten jeder Gruppe iver- den mit einem Preis von je 500 Mark ausgezeichnet. Die Arbeiten sind ohne Namens­aufschrift des Verfassers mit einem Kernspruch als Abzeichen einzureichen; der gleiche Spruch ist mit dem Namen des Verfassers der Arbeit in ver-

Vu r g zu sprechen. Die Gegner Mitten rumg und sachlich.

** Von feiten ber U.S.P. Gießen wer bat wir um Wiedevgv.be folgender Zuschrift gebeten: In der Zuschrift ber Deutschnationaten Volkspartei betrefsenb die Versammlungen in Bens­heim und Alzey beklagt sich die Derttschnationale Partei über die Radauszencn in den in Frage kommenden Versammlungen. Es wird von Be­drohung mit Stühlen und Dolchmessern berichtet. Zum Schluß spricht der Bericht von ausgchetzten Massen und von politischer Sittenverwilderung, die wohl kaum mehr überboten werden könne. Eine solche moralische Entrüstung nimmt sich eigentüm­lich aus int Munde von Leuten, die in punkto Verhetzung ber Massen den höchsten GipfÄ er­klommen haben unb in ihren Domänen an Ver­letzung ihrer Anhänger das Menschenmöglichste geleistet haben. Als Beweis möge folgender Vorfall dienen: In einer von der Unabhängigen sozial- demokratisck)en Partei auf Sonntag abend nach Queck einberufenen Versammlung gebärdeten sich gerade die Anhänger der Deutschätationalen Partei iuie wild gegen die ebenfalls sachlichen Ausfüh- t ungen des Stadtv. Maier, Gießen. Nur dem Umstande, daß ber Versammlungsleiter, Stadtv. Baum, Gießen, der in der Gegend von Queck befannt ist unb beschwichtigend einMgreifeu ver­stand, ist es zu danken, daß ber Referent mit heiler Haut davongekommen ist. Nicht besser erging es dem rechtssozialistischen Redner, Stadtv. Diehl, Gießen, dec ebenfalls in der von seiner Partei einberufenen Versammlung am Weiter­reden verhindert wurde. Und in dieser Hochburg des antisemittschen Bauernbundes hatte wenige Tage vorher Prof. Dr. Wernergewirkt. Diese Leute haben also gar keine Veranlassung, sich moralisch zu entrüsten, sondern ihnen gegen­über gilt das Leftnwtiv: Wie mvn's in bat Wald hineinruft, so schalltts Mvück.

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** Lollar, 3. Juni. Am Mittwoch fand in bet .Linde" eine von 500 Personen, besonders viel Fvauen darunter, besuchte Wüplerver- sa m m l u n g der Demokratischen Partei mit Pfarrer Korell als Referenten statt. Die Ver­sammlung verlief musterhaft ruhig. In der Dis­kussion sprach Schillmg (ÜSP.). Der Referent ging kurz darauf ein und ermunterte zu zahl­reicher Wahlbeteiligung.

)( Marburg, 1. Juni. In einer hier ab­gehaltenen sozialdemokratischen Wähler­versammlung berührte der Redner düs Abends, Unterstaatssekretär Gräf aus Frankfurt auch die in einer früheren Versammlung einmal gestreifte ft-rage der Verlegung der Mar­burger Universität. Er meinte, davon könne gar keine Rede sein. Marburg sei eine alte histo- irische Universität, deren Rechte unangetastet blei­ben würden, berat davon hänge auch das Wohl und Wehe eines großen Teils der Marbirrger Ein- ^vohitersck-ast ab. Wenn sich Vorgänge ereigneten, die sich nicht gehörten, so müßten diese genau unter» ffuckst und gegen die Schuldigen eingeschritten^ werben.

* Schotten, 3. Juni. Am Dienstag abend sprach unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Men­get in ber dicht gefüllten Turnhalle Pf irrer Korell. In der ©ritkitimg wies ber Vorsitzende die in einem Darmstädter Blatte erschtenenen Aus­führungen eines volkspartei.ichen Parteisekretärs, die Temokoatie sei in Schotten tot, zurück und be­tonte gercübe für Schotten:Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu." Pfarrer Korell spnuh in lI/2ftünl>igcr Rede über die Aufgaben ber deutschen Politik.

vermischtes.

Gattemnord.

B e r l i n, 2. Juni. (WTB.) Am 26. Fe­bruar 1919 wurde aus dem Landwehrkanul )er Rumpf eines Mannes gelandet, der iw einen Paletot eingenäht war. Alle Bemühun­gen zur Feststellung der Persönlichkeit des Toten und zur Aufklärung des Verbrechens blieben zunächst ohne Erfolg. Erst jetzt gelang es ber Kriminalpolizei, wie die Abendblät­ter melden, den Toten als den Oberlehrer Dr. Heimberger zu identifizieren, der auf Anstiften seiner eigenen Ehefrau von deren Neffen, einem 22 Jahre alten Schlosser, er­mordet worden ist. Die Frau wurde verhaf­tet und ist geständig. Um das Verbrechen zu verheimlichen, hatte sie vor einem Jahre einen unbekannten Mann, der sich im GrL- nauer Forst erhängt hatte, als ihren Ehe­mann rekognosziert. Der Unbekannte wurde dann auch als Oberlehrer Dr. HLÜn- berger beerdigt.

Schwarze Pocken.

Oppeln, 2. Juni. (Wolff.- Im Kreise Op­peln sind mehrere Fälle vv-n schwar-M iMen fest­gestellt nwröe%

ma. Wvrms, 1. Juni. Eine peinliche Ueberraschung und dazu einen erheblichen Verlust erlitt eine junge Dame, die sich am jen- seittgen Rheinufer ein Schwimmbad im freien Rhein leistete. Während sie sich im kühlen Naß tummelte, wurden ihr sämtliche Kleidungsstücke ao stehlen, mit Ausnahme der zierlichen Halbstietel, die dem Spitzbuben entgangen sein mußten.

* Das Atom. Die Materie besteht aus winzigen, unzerleg baren Teilchen, die so ttetn sind.

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tauten die Einheimischen auf und verlegten das Spiel mehr in Marburgs Hälfte, tonnten aber diese Ueberlegenheiten nicht in Toren ausdrücken. Bis zum Schluß gelang den Bewegungsspielern mir ein Erfolg, so daß das Spiel mit 4:1 Toren zugunsten der Marburger endete. Das Spiel mar äußerst spannend und dürfte auf bie zahlreichen Zuschauer einen guten Eindruck gemacht haben. Die Jugendabteilung des V. f. B. spielte mit ber 2. Jugendmannschaft gegen bie gleiche des B. f. R. 1900 auf ber Hardt unb gewann nach überlegenem Spiel mit 4 :0 Toren. Das Spiel der dritten Mannschaften endete 1 :1 unentschieden.

Für den nächsten Sonntag hat V. f. B. Gießen Sportplatz TriÄ> bie Lig amann schäft der Fußballabteilung Germania 1894 des Frankfurter Turnvereins zu einem Privatspiel verpflichtet. Germania ist z. Zt. in Frankfurt bie beste Ligamannschaft und hat burch seine glänzenben Spiele gegen Budapest und Anttverpen Aussehen erregt. Der Mittelstürmer Schnürte ist nach hem Urteil erster Sportzeitungen ein Fußballkünstler, ber an die Klasse der eng­lischen Professionales heranreicht. Germania wird hier mit kompletter Ligamannschaft an treten, so daß ein sehenswertes Spiel in Aussicht steht.

ZCivcfye und Scfytilc*

R.M.K. Darmstadt, 1. Juni. Das Landes­amt für das Bildungsweien gibt betont, daß mit Rücksicht auf bie große Zahl der Anwärter für'das höhere Leyramt Don Ostern 1921 an Referendare, die nicht in Gießen ihre wissen­schaftliche Prüfung abgelegt haben, z-mn Aorberm- tungSdienft in den hessischen pifoagogischen Se­minaren nicht mehr zugelassen werden. Das gleiche gilt von d.n ResevenL-arinnen. In Aus­nahmefällen behält sich das Landesamt die Ent­scheidung vor.

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