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: Robert vsfer, Brand-19 Meier Bnnnter, heMarrierter SctwiMf/' 8 Meter bimfelbrouncr Kammgaam-Ehevrot,

Mehl für Kranke

34,60 Ml.

>er Kartoffeln aufznoringen

hrscheinlich führt

das

vor

e i n e s ame r i ka n i s ch e i-i Sv l d at en fest

ab-

**

nen Nacht

220,90 Mk.

18,00 Mk.

13,50 Mk.

nachdrücklichst gewarnt, dort keine S zulegen.

xißes Taschentuch chkeiten befanden, oird gewarnt. Da

gaffe. Kilogr. 3 Mk.

Seife, Marke für Mai: Anteil 125 Gramm K.-A.-Seiftnpulver das Pfund zu 2,10 Mk.

Widmung:Zur Erinnerung an Karl Marx", 1 braunes Tamen-Portemonnaie mit 15 Mk.,

Kreis Friedberg. Q, Bad-Nauheim,

Brot: 2000 Gramm Brot oder 1480 Gramm Mehl. Brot ikilogr. 2,15 Mk., Weiz^nbrotmshl Kilogramm 2,60 Mk., Weizenbrot Kilogramni 2,45 Mk. Weißbrothäcker: Heinrich Weimar, Fran k fürder Straße 4L Karl Pani, Bahnl>ofstr. 62.

Butter: Marke 18, 250Gramm holl. Mar­garine zu 6,80 Mk.

Fleisch: Wvchenabschnckl 18. Pdetzgrr für Fremde: Julius Rosenbaum, Kirchenplatz 3

Nährmittel für Mai noch nid« ein

286,90 Mk.

Erbacken werden 270 Pfund Brot, so daß sich der 4-Psund-Laib Brot auf 4,25 Mk. stellt.

Gültige Lebensmittelmarken

für die Zeit vom 3.9. Mar 1920

Spiegel, rein

erwarten lassen. .

** Die für die Ernte 19 20 gül­tigen Oelsaatenpreise sind aus einer Bekanntmachung des Anzeigenteiles zu er­sehen. , _ _

** Neue Posttarifc. Die erhöhten Mrs- lanbsgebühren und die Nebengrbühren der Post find jetzt vom Reichspostminister selige setzt irmrben. Sie bedürfen bekanntlich Peines Gesetzes, und treten! ebenfalls ant 6. Mai in Kraft. Ter Ausländsbrief Lostet bis zu 20 Gr. 80 Pf., je weitere 20 Gr. 60 P., Pvittarten' 40 Pf., Drucksachen, Geschäfts­papiere, Warenproben und Mischsendungen je 50 Gramm 20 Pf., Geschäftspapiere mindestens 80 Pf., Warenproben mindestens 40 Pf., ebcnfo Misch- sendungen. Fiir Sendungen nach dem Freistaat Danzig, Luxemburg, dem Memelgebiet, Oesterreich, Ungarn und an die Polen abgetretenen deutschen Gebiete gelten im allgemeinen die Inlands sätze. Neu eingeführt wird eine Zuschlaggebühr für jede postlagernde Sendung mit 10 Pf. und eine Paket-- lagergebühr für jedes Paket, das ohne Be^'chulden der Post lagert, mit 30 Pf. täglich Tie Einschreib­gebühr beträgt 50 Ps., po daß der eingeschriebene Bries mindestens 90 Pf. Lostet. Ebenfalls 50 Pf. beträgt die Rückscheingebühr. Tie Borzeigegebühr für 'Nachnahmen beträgt für BrichsendungLN 50 Pf., für Pakete 1 ML., 1 Mk. Lostet ferner die Eilbe­stellung im Ort, die Einlieferung außerhalb der Schalterstunden, ein Laufzettel, ein Nachfrageschreb- ben nach Einschreibsendungen nsw. 2 Mk. Lostet ein Posttredilbi'left eine Postdollmacht, eine Post- ausweisLarte, eine Postlageckkarte, eine Abholungs- erklärung und eine Zeitungsüberweisung. Tie Fach­gebühr für Abholer beträgt jetzt 12 Mk. jährlich: ein Schließfach kostet 30 Mk., ein größeres 50 Mk. Bähnbosbriefe kosten im Monat 30 Mk., die Woche 10 Mk. Nichtfreigemachte Briefe and dem Aus­lande Losten die erften 20 Gr. nicht weniger als 1,60 Mk., jede weiteren 20 Gr. 1,20 ML Schon vom 5. jjuri an tbften Postsvackststücke nach den Bereinigten Staaten bis 2 Kg. 20 DcL., bis 3 Kg. 22 ML.', bis 4 Ka. 24 Mk., bis 5 Kg. 26 Mk.

** Die Literarische Gesellschaft veranstaltete am Freitag abend im GasthausHin­denburg" einen musiöllisch-literarischen Untcrhal- tungsabend. Ern Vortrag von Tr.« Alfred Bock über den ^hessischen Tichter Karl Wolssfehl sonne Rezitationen Wolsskehlscher Dichtungen, (Vorfra­gen von Tr. Gerster) waren von musiLNischen Tarbietungen umvckhmt, die von den Herren Prof. Walther, Pros. Trautmamr, Müller und Hermann ausgeführt wurden.

** Die Gegenrevolution und ihre Met ho dem Heber dieses Thoma sprach am Freitag abend im Cafö Leib Oberstleutnant a. D. Brunslow im Auftrag der dcinokratischen *$artei. Ter Redner knüpfte an den Kapp-Putsch an, für den er äußerst schärft Worte der Verurtei­lung sand, imb faßte dann zunächst die Methoden der Gegenrevolutionäre kurz zuammcn: dauern-

I cin bedmmms | aüs Neitersen bei Altenkirchen als M ö r d er

r Mutter herber , . .. »inod « o r i Y n-n H is ni rn fefb

Grundlage:

1 Sack Brvtmchl (2 Zentner) kostet

Feuerung

Löhne

Sonstige Untoftcn (Miete, Licht, Kraft, Steuer, Unterhaltung der Geräte), so­wie Verdienst des Bäckers

der Bade- und Kurterrwb ist im vollen Umfange ausgenommen. Ganz außergyoöhnliche künstlerische Veranstaltungen stehen für diesen Sommer in Aus­sicht. Die Künstler- und Sinfoniekonzerte beginnen am 4. Mai und finden in der Regel alle 14 Tage statt. Als mitwirkende Künstler sind bis jetzt ge­wonnen Boahaus, Kirchhoff, (teyersbach, Onegin usw. Mitte Juni findet eine Mar RegerRichard Strauß-Woche statt. Das Kurh.ruscheater wird am 9. Mai eröffnet. Hoftat Steingoetter hat eine große Anzahl Neuheiten erworben, die im Laufe des Sommers zur Aufführung kommen sollen. Auch auf sportlichem Gebiete sollen den Kurgästen größere Veranstaltungen geboten wer- ben. Auf dem staatlichen Sport-, Golf- und Ten­nisplatz finden während der Kurzeit große Wett­kämpfe statt. Dre Bolksbank, früher Spar und Vorschußverein, erzielte im Geschäftsiahr 1919 einen Gesamtumsatz von 191671501 Mk.; gegen tels Vorjahr erfuhr der Umsatz eine Steigerung von mehr als hundert Millionen Atark. Die Mit gliederzahl beträgt 671. Die Haftsumme 2 013 000 Mark. Der Reingewinn, aus dem 6 Prvz. Tivi-

trvften.

Zucker für Mai noch nicht erngetroffen.

Nährmittel und Zucker für 3uge* frogenc: @drr. Adami, Mäusbury 14, Kart Duill, Asterrveg 43, G. Loichinger, Wil Helmstr 19, Konsumverein, 9kuen Baue 11, S. W Kurz, Neu ftadt 28.

Zucker für Kranke: K. Duill, 9Iftcr-

Nährmittel und Zucker für Fremde: GesckÄvick^r Lev, Bahnhofstraße 23.

Nährmittel für Kranke: Ach. Heyne, Walltorstraße 5, weg 43 .

des Hetzen gegen die Regierung; Schlechtmachen der Verfassung in jeder Beziehung; bewußtes Ueter- treiben der Gefahr des Bolschewismus und Anti­semitismus. Im cinzÄnen führte der Redner n. a. aus, daß das einmütige Züammeustehen sämtlicher Parteien in der Auslieferungsftage einen Weg gewiesen habe, wie eine Einigung aller Parteien möglich sei, die im Interesse des Wiederaufbaus und des inneren Friedens dringend zu wünschen wäre. In dem 9. November 1918 sah der Rttmer einen Unglückstag des deutschen Volkes! man möge sich aber endlich einmal mit dm. Tatsachen ab- fmben. Im übrigen ist Oberstleutnant Brunslow der Ansicht, daß Deutschland, das schon schlimmere Zeiten durchgemacht habe, sich auch aus dem gegenwärtigen Tiefstände wieder em Vorarbeiten werde. Eine Aussprache schloß sich an den Vortrag, der lebhaften Beifall fand, nicht an.

** Die Teu tsche Volks Partei teilt uns mit: Im Hindenburg hatten sich Mittwoch abend die hiesigen und zahlreiche auswärtige Mit­glieder des Vereins der Deutschen Bolkspartei Gießen und der Jugendgruppe vereinigt. Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden, Prof. Dr. K r a u s m ü l l e r, der von den zahlreichen Neuanmeldungen Kenntnis gab, erstattete Prof. D. Schian Bericht über die Tagung des Zen­tralvorstandes in Bertzn, Pros. Dr. Kraus- müller berichtete über das Ergebnis der Be­ratungen, welche der Geschäftsführende und Lan- deSmisschuß der Landespartei in Hessen am Mon­tag und Dienstag in Bad-Nauheim gepflogen hatte. Parteisekretär Dr. Lutsch gab die Namen der auf dem hessischen Wahlvorschlag stehenden Persönlichkeiten Marrnt und legte die Richtlinien dar, nach denen die Deutsche Volkspartei in den kommenden Wahlkampf eintreten will. Mit gro­ßem Jubel wurde der Streiter für die Deutsche Volkspartei in Rheinhessen, Pfarrer Berck aus Mainz, begrüßt, der dann in ernsten Worten seinen Gruß aus dem besetzten Rheinlressm an die Partei­freunde Ober Hessens entbot. Eiiw Aussprache über einzelne Fragen beschloß die allseits anregend ver­laufene Versammlung.

Kreis Schotten.

e. Schotten, 30. April. In dem benach- barten Eschenrod stürzte eine arme Frau aus Ge­dern in einem Bauernhöfe plötzlich tot zusammen. Sie war in dem Orte um für ihre zahlreichen Kin-

Xu* Stabt unb Land.

Gießen, dm 3. Mri 1920.

Die Erhöhung des BrotpreifeS.

Die bisherigen Erhöhungen des Brotpreises hatten ihren Ursprung einesteils in der dauernden Steigerunng der Gesamtunkosten (wie Kohlm, Lohne usw.'. andererseits in ben den Landwirten sockens der ReichsgetreidesMc zugebilligten Drusch- und Liefernngsprämien. Ferner mußten ab 1. Ja nuar 1920 von jedem selbstwirtfchaftenden Kvm- munalverband für jeden Doppelzentner Getreide, ivelcber mrmal)(en wurde, 28 Mk. an die Reichs-- getreilicflelTe abgeführt werden. Ab 3. Dtai nun muffen außer diesen 28 Mk. weitere 92 Mk., also zusammen 120 Mk. für je 100 Kg. Getreide ent­richtet werderi. Diese 120 Mk. finden ihre Ver­wendung wie folgt:

Die Getreidebestände zur Belieferung der nicht- selbstwirtschastcnden Kvmrnunalverbände sind soweck ausgebraucht und das Reich ist gezwungen, A u s - lanndsgetreide einzuführen; dieses stellt sich infolge des schlechten Staubes der Valuta ganz be­deutend teurer wie das inländische.

Um nun im Interesse der Allgemeinheit einen einigermaßen gleichmäßigen Brotpreis für die ge­samten Bevölkerung herbeizuführen, müßen die selbstwirtschaftenden Kommnnalverbände obige 120 Matt an das Reich abführen, die zur Verbilligung des Mehls für die nichtselbstwirtschaftenden Kom- munalverbände Verwendung sistden.

Die Brotpreisbcrechnung beruht auf folgender

** Die Wochenkarloffelmarkcn der (19. und 20. Woche werden beliefert vom 3. bis einschließlich 15. Mai von sämtlichen Kartoffelhändlern. Für die 19. und 20. Woche wird die Kartoffelmengc auf fünf Pfund erhöht.

** Saatkartoffel-Ausgabe. Die am 29. und (30. April auf dem Städtischen Lebensmittelamt bestellten Saatkartofteln können am Dienstag den 4. Mai abgeholt werden. Näheres siehe Anzeigenteil.,

** Die Abgabe von Weißmehl n n d <N ä h r m i t t e l n, die auf Grund ärzt­licher Atteste ausgegeben werden, ist für den Monat Mai 1920 übertragen worden: We)tz? mehl bei Hecker, Robert, Brandgasse; Nähr­mittel bei Heyne, Hch., Walltorstraße.

Maifeier.

In der Stadt feierten sie auch: Parteireden, Umzug, Tanzmusik, Jahrmarttstrubel Aber von dieser Maifeier will ich nicht sprechen.

Die Maifeier, die ich meine, wurde vom gro­ße)) Blütenzauberer Frühling veranstaltet. Als Festsaal hatte er sich den klaren, lonnerajelten wcai- tag selbst hergerichtet. Alle Berghänge waren zu­vor mit dem frischen Laub erften Grüns ge^ schmückt imb darüber baute sich eine Kuppel auf aus einem Himmelblau, in dem man vor .üsonn.e ertrinken möchte. Schön bist du, des Frühlings Reich, wunderbar, wie ein Märchen . ...

Wie heimlicherweise ein Engelem leifc mit rosigen Füßen die Erde betritt, so nahte der Mor­gen." Und ich habe ihn ausblühen sehen rm Osten, den schönen Maimorgen, den hier Meister Morrcke so fein beiingt und bedauerte nur, es der Lerche, der kleinen Lichtkündercki, nicht gleich tun zu können

Veranstaltungen.

Montag, 3. Mai: Postkeller, 8Vs Uhr, Mit­gliederversammlung der Demokratisch n Partei. Hvlel Grotzherzvg, 8 Uhr, Generalversammlung ber Geivertebank. Postkeller, 8 "Uhr. Mit­gliederversammlung des Zenlralperbandes der An­gestellten. Unterrichtszimmer im oberhessischen Bahnhof, 8 Uhr, Hauptversanimlmig des Eisen- baHnerhsimstättenverejns. Lichtspieltheater ro;e gestern.

*

** Volkshochschule. Heule abend 7 Uhr wird das neue Semester im Singsaal der Ober- Realschute eröffnet. Unmittelbar anschließend be­ginnt die Arbeit. Anmeldungen zu allen Arbeits- gerneinschaften werden abends vor dem Unterricht in der Ober-Realschule angenommen. Gleich­zeitig sei nochmals auf die nachträglich aufgenom­mene Arbeitsgemeinschaft aus der deutschen Lite­ratur hingewieftn:GoethesFaust. Lesung und Besprechung Leiter: Professor Hüter. Zeit: Don­nerstag 810 Uhr. (Siehe Anzeige.)

** Warnung vor Handtaschen­dieben. Am 30. d. M., mittags, kurz nach 2 Uhr, wurde einem Fräulein in dem Schal­terraum der Stadtpost eine schwarze, schmale

getauft und die Kohlen kornmission ermächtigt, ohne Genehmigung des Stadtvorstandes weitere Holz­käufe abzufchließen. Tas Gesuch desFried­berger Schützenvereins" um Ueberlassung der stLdt. Seewiese zur Abhaltung des Schützenfestes am 29., 30. und 31. Mai wird genehmigt. Für Erweiterung dos Ottsbauplans soll ein Preis- ausschreiten erlassen inertem: es sind zu diefem Zwecke von privater Seite früher bereits 2500 Mk. bewilligt worden, weitere 2000 Mk. werden von der Stadt dafür zur Verfügung gestellt. Der Antrag der BaugenossenschaftDalheim" um Ge­währung eines Baudarlehens wird vorläufig zu- rückgestttlt, da cin Vertreter der EisenbahndirektVN zugezogen werden soll. Die neue Brückenwage wird in der Nähe d7s GÜterbahnhoss aufgestellt. Die angekauften Wohnbaracken sollen nunmehr in der Nähe der Gasanstalt ausgestellt werden, eine weitere, zum Preise von 80Q0 Mk. von der Reichsverniögensverwaltung Gießen angeHäufte soll im Stad:teile Fauerbach zur Ausstellung kommen. Tas Gesuch des Bürgervereins um Zurücknahme der in der letzten Sitzung gesatzten Entschließung, die sich gegen die hiesige polytechn. Lehranstalt richtete, wird mit 12 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Das Schulgeld an der Sch.'llcrschule (städt. höhere MädLenschule) wird nach ben Bestimmun­gen des L-andesomtes für das Bildungswesen um das Toppelte erhöht.

= Friedberg, 2. Mai. Eine Ver­sammlung der Bürgermeister des Kreises Friedberg stellte fest, daß die M e h l v o r - räte des Kommunalverbandes er­schöpft sind und daß mehrere Wochen ver­gehen, ehe das in den holländischen Häfen lagernde Getreide von der Reichsgctreidestelle den Verbänden zur Verfügung gestellt wer­den ifann. Zur Befreiung aus dieser Notlage sollen die Landwirte freiwillig 5 Kilogramm Brotgetreide pro Kops der Selbstversorger von den Mengen gbliesern, die ihnen noch bis zum Ende des (Wirtschaftsjahres zustehen. Das Getreide muß innerhalb dreier Tage zur Ablieferung gebracht sein.

Starkenburg uud Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 30. April. Die Stadtverordneten beschlossen in ihrer heutigen Sitzung, zum Abbau der Erwerbs­losenunterstützung, alle hiesigen 'lebigen Ev- loerbslosen und die Notstandsarbeiter gegen entsprechende Sondervergütung in das Ruhr gebiet, wo sie guten Verdienst und Unter­kunft Erhalten, zu senden. Sie erhalten die bis­herige Vergütung auf vier Wochen voraus. Nach lebhafter Debatte wird dann beschlossen, den Antrag der beiden linken Parteien, den 1. Mai als allgemeinen Feiertag gelten ju lassen, mit großer Mehrheit abgelehnt.

Hessen-NassM.

K^ern Paßvismn.mehr in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 2. Mai. (WTB.) SB»? das Polizeipräsidium mitteilt, ist die nächllvcke Sttatzeissperre aufgehoben worden. Auch ist für das neubesetzte Gebiet fern Paßvisum mehr er­forderlich. *

= Frankfurt a. M., 2.Mai. Die städt. Straßenbahn hat für das Jahr 1920/21 über über ben vorläufigen VocanscUag von 48 Mill. Mark weitere Ausgaben von ö1/* Mill. Matt yn Deckung eines Fehlbetrags Ms bent Jahre 1920 unb 153/4 Mill. Mark zur Aufbringung neuer Ge Halter und Löhne zu verzeichnen. Zum Ausgleich dieser Mehrausgaben von 22 Mill. Matt soll« der Fahrpreis auf mindestens 60 Pf. für Einzel- fobrer und die Monats- und Wochenkarten ent­sprechend erhöht werben. Auch bic Waldbahn, btc einen Fehler trag ton einer Million Mark vorsieht, sieht sich zur Erhöhung ihrer Tarife gezwungen. Zugleich ater ftllen die an ter Waldbahn mter- effierten Gemeinden Neu-Isenburg und Schwan­heim a. M. Zuschüsse leisten, weil sonst die Still' legung der Waldbahn erwogen werdQt muß.

mc. Frankfurt a. M., 30. Dyns. Emc allgemeine Brvtamnestie zu gewähren ist das Lebensmittelamt angesichts der Tatache ge­zwungen, baß die meisten Famllien schon für die kommenden vierzehn Tage ihre Brotration im Voraus ohne Karten bezogen haben. Man gewährt deshalb diesen Familien neue Kotten um sieht auch von einer Straft wegen des fetten­freien Bezugs von Brot für Käufer und Berkau-

in erbenseligem Jubel.

Aus dem Wiesengrunde hebt sich teuer, l>auch- feiner Dampf: bie im Frührot filtern glänzenden Tauperleii^ müssen sich auflöftn, bevor sie ihren Weg zur Sonne nehmen können, die sich satttrinksn möchte an Morgentau. Und dieser spinnwebdunne Nebel tränkt die reine lungenschLvellende Mailust mit würzigem Kräuter- und Gräserdust.

Ein springlebendiges Bächlein schiebt sicl onrch den Talgrund und sendet eine leise Vdelodie zu mir herüber, bie aus nichts andrem als eitel Lust und Liebe am Wandern gewoben ist, eine Melodie, die mir ater sckxon im A>pfe summte, als ich nur ben ersten Schritt in den Frühmorgen tat.

Auf der sonnutersponnenen Gänsoviese ist es gemach lebendig geworden. Tausendfältiges Zirpen und fernes Klingen der unzähligen Üenien Lebe­wesen, bic sich ihres kurzen Lebenstages freuen, weht der frühlingsweiche Morgenhauch ans Ohr.

An bräutlichen Hecken unb blühenden Büschen, die zur Begrüßung beS Maitages ihre säMsten Lichter aufgesteckt haben, gebt5 langsam und ge­mächlich meiter. Hinüber zur ASabat, die an Glanz ter lachenden Klarheit des Himmels nicht nachsteht. Auf der Lanostraße, die sich uferlang dehnt, marschieren mir in fröhlicher Reihe Apfel­bäume entgegen, auf denen rosige Blütenfülle wogt.

ES ist langsam Mittag geworden. Die Früh- lingssonne beginnt fast juliheiß auf den Pelz zu brennen und zwingt einen ins Gras. Eine alte Weide, deren Wurzeln im Flusse haben, spendet cin wenig Schatten, lieber der klaren, glatten Flut kräuselt nur zuweilen ein siltergrünes Flü­stern, wenn leise in ben Erlenzweigen eine Welle des Windes sich hebt. (Segenüter liegt eine kleine grüne Insel, wie ein glückseliges Kind in den weichen Wellenarmen des Flusses. Zur Linken blenbet die Sonne glühend aus der Tiefe ter blei- weißen Flut, zur anderen Seite aber dehnt sich ein klarer Spiegel. Mein Nachbar, die alte, sturm- benagte. Weibe, ist tief in bie klare Flut hinein- gemalt/ein Bild, das auch aus Meister Schwinds Skizzenbüch stammen könnte. Alte Weide mit dei­nem struppigen Windhaar, das bir vom letzten Hochwasser noch ungeliebt ist, Wanderer aus Win­ter und Sturm, auch dir ist wieder ter Frühling gekommen, daß es grünt und wächst aus all deinen Stümpfen und deinem zerrissenen Rock! Hier hast du's gut, das Geplauder der Wellen anzuhören und von der Sonne dich wärmen zu lassen!

Ueter glänzendes Schilf und Weitenruten spinnt seidiges Licht selige Stille. Mückentanz zittert in der klaren Luft. Alles ist Schönheit und liMick-er Traum, und alles vergessen, wab uns im Winter bedruckte. Es ward ja Frühling! Früh­ling mit des Apfelbaumes rosa Blüten, mit den weißen Schäfchen, bie jomienfelig hckrüberziiLhen über Berge, Wälter, Flui; mtb Stadt, weck am großen Bogen der Unendlichkeit....

lüötetten trnfftftm Bürgertums in Stadt und Land zu ichützen und die Wohlfahrt her teuftchen Gesamtheck zu fördern.

E. Hallens leben, Fustizraa nitb Stadtv., Dr. O. M u g d a n , Geheimer Sanckätsrat, Dr. U. Dropfke, Direktor und Stadw., Dr. Otto

Wiemer, Stadtrat."

Die Antwort.

Auf biefen Brief anhüortete die Deutsche Volks- Partei:

Auf das an uns gerichtete Schreiten bet hie­sigen liberalen Grnpte ber Demokratischen Partei Veehven wir uüs, namens ber Deutschen Bolks- partei folgendes zu erwibern: Wir fühlen uns mit ben Unterzeichnern einig in ber Auffassung, baß die organische Fortentwicklung unserer polctischen Verhältnisse mir auf verfassungsmäßigem Boten erfolgen kann. Wir bekennen uns zu biefer organi­schen Eiitwicllung imb verurteilen jeben Versuch, gewaltsam gegen die verfassungsmäßigen Zustände in Deutschland zu ändern. Wck betrachten uns als eine liberale Bürger- und Arbeiterpartei und suh­len uns als Träger liberaler Grarndsätze in poli­tischer und kultureller Beziehung.

In dem Bries heißt es barni vielter:Die Erhaltung imb Stärkung der peri önlichen Initiative im Wirtscha stsl eben ist amh für uns unerläßliche Voraussetzung für ben Wiederaufbau nuferer Wirtschaft. Auch wir hal- ten dafür, daß Zeckte weitgehende imb warmherzige fozialc Politik bie Versöhnung aller K.'a fen er­streben muß, daß wir ater von einer marxistisch- sozialistischen Wittsck-aftsauffassung nicht eine For­derung, sondern einen Zusammenbruch unseres Wirtschaft s.etens erwarben müs'cn. Wir sind te- rcit, mit einer bie Staatswotwendigfecken und die organische und politische Entwicklung anarennen­den Sozialdemokratie zuawmc zu rbeiten. Um dem Bürgertum aber bic führende Steh» lung ober zum mindesten bie volle Glüchberech- figüng in cmeni solchen Zusamnienwirlcn zu er­kämpfen, halten wir es für notwendig, ben Kampf gegen bie Softaltemokvatie und itee Wirtschasts- auffaifung mit aller Energie zu führen.

T;e Verbi)ibung fteihecklscher und nationaler Gedanken sichert mis nach unserer Lluffassung Allein eine gute deutsche Zukunft. Auch wir sehen die Ausgabe ter Gegenwatt darin, eine gro tz e bürgerlidie Partei zu begrünten, bic frei» heitliche iiluftassung nach innen nnt ter Bekun­dung national er Würde nach außen vereinigt, jete Gewalt von rechts ebenso tekämpst wie jeden Um­sturz von links und auf dem Boden ter Verfassung alle schassenden Kräfte in unserem Vaterlande zu aufbauender Arbeit zusammenfatzt.

Wir glauben, daß dieser Gedmrkc durch nichts mehr gefördert metten Taren, Äs wenn alle, bic sich zu deien Anschauungen bekennen, sich zu ge- meimamer Arbeit die Hand reichen. Die völlige Uebeveinstimmung unserer Grund'atze emiöglicht und erfordert unser Zusammenwirken, was ein:u wichtigen Markstein zu dieser Emigtmg bilden wurde.

Dr 5 trefemann. Dr. Heinze.

Im Anschluß daran erfolgte eine (Srfiänntg: Nach demBett. Tgbl." sind 22 bittenge Mitglieder ter Dem. Partei zui Teuft chen AollL- Xmrtci über getreten.

Leipzig, 2. Rftli. (WB.) Eine Anzähl bis­heriger Mitglieder der Deutschen De­mokratischen Partei 'veröftentlicht eine Er- ftärung mit der sie ihren Uebertritt zur Deutschen BolTspartei bekannt gibt.

bereden verteilt werden, beträgt 47 241 Mk. Bei ber Spar-Prämienanleihe wurden tei der BolkS- barik 648 000 Mk. gezeichnet. Am 3. Mai bezieht die Volks bank ihr neues Heim in der Alicenstraße, das mit 210 966 Mk. zu Buche steht.

D Friedberg, 30. April. In ber gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde Stadlv. Heß zum Vorsitzendem des Gewerbegerichts gewählt. Bei bet Ersatzwahl des Schulvott'tiantes wurden gcwälLt Beigvottm. Wckidecker und Stadtv. Raute. Es würben weitere 10 Waggons Holz zum Preise von 15,50 Mk. für ten Zentner an-

3 Meter beige Homespun, 6 Meter rostfarbe­ner DiagVnal, 10 Meter hellgrauer Diagonal, 6 Meter grauEarrierter Anzugstoff, 10 Meter blauer Garbadin-Damenstoff und 8 Meter grüner, braunmelierter Diag-onal, im Werte von 17 000 Mk. gestohlen. Für die Wieder­beschaffung der Stoffe hat ber Geschädigte eine Belohnung von 2000 Mk. ausgesetzt. Ferner wurden in der gleichen Nacht aus dem Lazarett in der Herberge zu Gießen sechs bis acht graue, längliche Roßhaarmatratzen ge­stohlen. Vor Ankauf wird gewarnt.

** O öffentlicher Rettungsdienst. Wenn auch tee ständige Rettungswache des Roten Kreuzes aus Mangel an Mitteln auf geboten wer­den mußte, so hat ber Vorstand der Sauilüts- tjfonnc doch dafür gesorgt, daß Zkraickeiitransparte ausgesührt werden können. Aftin wende sich an Herrn Krmrkenpfleger Kratz, Fernruf 354, oder Herrn Heinrich Sauer, Fernruf 660 (bei I. B. Häuser). Es sind Verhandlungen im Gange wegen Neueinrichtung der ständigen Rettungswache, die bei ihrer Notwendigkeit ein günstiges Ergebnis

fer ab.

Nied a. M. 2. Mai. Die 15jähttge Tochter Elise des Schlossers Gerhard Schall, Wilhelm- straße, ist aus dem Wege von Höchst nach met spurlos verschwunden! 1

Siegburg, 2.Mai. In einem hre- sigen Gasthaus wurde der Schlosser Manns

irau schoi

Handtasche mit hellblauem Futter, in der sich eine silberne Damenuhr mit Goldrand und

Stofsdiebstahl. In,der verflösse- durch''^s^^Wtttn^^letz^^ Wertsachen de^^mordetc!^noch^n^ftünem

W wurde mcktels Einbruchs aus Zuzug an Ku r g ä sten recht erfreulich. Die Bor- Besitz. Er wurde nach Koblck-nz llerbracht.

einem L>chMtsenster tu der Puxrstraße, hier, Bereitungen -für die Sommettur sind teenbet imb ,______ ss

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